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Nenas weiße Fahnen und Naidoos rotes Herz  

Von PETER BARTELS | Wenn es noch Hoffnung gäbe, könnte unsereiner sich über die offenbar endgültig geistig verzwergte BILD-Zeitung aufregen. Zum Glück regeln die Leser das selbst – sie flüchten täglich zu Tausenden. Nach diesem Nena/Naidoo-Nonsens wird es einen neuen Exodus-Erdrutsch geben …

Da stammeln ein Hauke Herffs und eine Eileen Primus (sic): Mit „99 Luftballons“ wurde Pop-Star Nena (60) zur Ikone. Jetzt haben einige Fans aber wohl eher 99 Fragezeichen im Kopf. Ausgelöst durch einen neuen Instagram-Beitrag der Sängerin mit kryptischem Inhalt und einer weißen, wehenden Fahne. Für den nicht ganz so aufgeklärten PI-NEWS-Leser: „Kryptisch“(Adjektiv) heißt  „schwer zu deuten.“ Was die BILD-Pfeifen nicht verstehen (können? wollen!) beklagen sie gleich selbst dämlich, dämlicher am dämlichsten:

Nena schreibt: „(…) Ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt.“ Und weiter: „So ist es mir möglich, mich nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen. Lasst uns ins Licht gehen und für die Liebe stehen, denn trotz allem Wahnsinn, den wir hier erleben, glaube ich und weiß, dass der positive Wandel nicht mehr aufzuhalten ist.

Natürlich wissen die Klippschüler des Boulevards (und ihre restlos überbezahlten Chefs!), worum es Nena geht: „Panikmache“ …  „Hypnotisiert von Angst“ … „Wahnsinn“ … „positiver Wandel“.  Alles „Unworte“, die linke BILD- und  Gender-Genossen wie früher der Teufel das Weihwasser fürchten: Rudimente des offenbar nicht tot zu kriegenden „gesunden Menschenverstands“. Dann, semantisch, dialektisch, heuchlerisch: Nena will ihre Fans „ins Licht“ führen, doch was genau ist damit gemeint?

Reporter des Satans

Um dann den „Reporter des Satans“ zu mimen: Auf BILD-Anfrage erklärte ihr Management, welche „Panikmache“ und welchen „Wahnsinn“ Nena anspricht: „Wir sehen einige Maßnahmen kritisch – zum Beispiel Maskenpflicht für Kinder und dass Familienmitglieder Sterbende nicht besuchen und begleiten dürfen – und wie Nena schon vor Wochen gesagt hat: ‚Angst ist kein guter Berater‘.“

Nena, so das Management, zähle sich nicht zum Lager der Corona-Leugner: „Sie stellt sich auf keine Seite, sondern hat eine Meinung und Gefühle, denen sie in erster Linie in ihrer Musik Ausdruck verleiht.“

Das BILD-Verhör geht suggestiv weiter: Was hinter ihrer Andeutung eines „positiven Wandels“ steckt? Nenas Management: „Ganz abgesehen von Corona sind wir der tiefen Überzeugung, dass viele Aspekte unseres Zusammenlebens und unserer Gesellschaft verbesserungswürdig sind und wir glauben daran, dass diese Missstände sich zum Positiven verändern können und werden.“

Dann reißen sich die BILD-Reorter/in mit der Zwischenzeile „Ein Herz von Xavier Naidoo“ die Maske vom längst verlorenen Gesicht: Unterstützung bekommt die 80er-Ikone nun von einem ganz besonderen Kollegen: Xavier Naidoo. Der bekannte Corona-Leugner kommentierte ein rotes Herz, likte den Instagram-Beitrag. Naidoo war in der Vergangenheit mehrfach mit Verschwörungstheorien aufgefallen.“

Die verlorene Ehre des Xavier Naidoo

Jetzt haben wir sie, die „Nazis“ vom gesunden Menschenverstand, hört unsereiner BILD keuchen: „Nena schickte ihm nun als Instagram-Antwort ebenfalls ein Herz-Emoji zurück. Wenig später schrieb Nena einem Fan, der sich von ihren Aussagen gerührt zeigt: „Denk an Xaviers Worte: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“

Die Jäger der verlorenen Ehre des Xavier Naidoo werden sich nach dem Nena-Nonsens einen Kaffee ohne Latte, aber mit Watte reingezogen haben: „Wehret den Anfängen! Wo kommen sie denn auch hin, wenn PI-NEWS, Jouwatch, Tichys, Broder, Matussek  – dieser ganze rechte Dreck vom gesunden Menschenverstand – womöglich Recht haben sollte? Es reicht doch, dass dieser „Corona-Leugner“ Naidoo offensichtlich PI-NEWS nicht nur liest, sondern auch noch teilt … Die doch einen Wissenschaftler nach dem anderen beweisen lassen, das Corona die größte Lüge der Menschheitsgeschichte ist??!!

Seufz! Soll sie der Blitz beim Sch … treffen! Die wahren Flüchtlinge sind längst nicht mehr die „Flüchtlinge“ aus Arabien und Afrika, die alle in die feisten Arme von Moslem-Mutti „flüchten“ – es sind die Leser-Flüchtlinge von BILD, FAZ, WELT,  „Spiegel“, „Stern“; weg, nur weg, bevor uns das Zwangs-Abo wie einst für das „Neue Deutschland“ der SED oder den „Völkischen Beobachter“ der NSDAP aus der Adrema präsentiert wird. Merkel wollte/will ja mit  220 Millionen Euro für gehörlose, aber gehorsame Presse gerade damit angefangen…


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER!-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.




Sachsen-Anhalt: Windradnabe stürzt 94 Meter in die Tiefe

Von CANTALOOP | Jetzt hat es auch die große Politik erkannt. Wenn wir hochwirksame Atom- und Kohlekraftwerke abstellen, wird in Deutschland bald das Licht ausgehen. Die geniale Lösung: ab sofort wird mit dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG-Novelle 2021) Windkraft einfach per Dekret verordnet. Mehr noch: unsere Bundesregierung will die Nutzung erneuerbarer Energien zu einer Frage der nationalen Sicherheit machen. Vorfahrt für Öko-Strom.

Auch angesichts der hohen Gefahren, ausgehend von maroden Strommühlen wie in Schwanebeck (Sachsen-Anhalt), soll dennoch kein legaler Einspruch mehr gegen den angedachten massiven Windkraftausbau im Lande möglich sein, denn es werden hierbei auch die richterlichen Ermessensentscheidungen maßgeblich eingeschränkt. Ein energiepolitischer Wendepunkt – und die endgültige Manifestierung eines beginnenden Öko-Totalitarismus. Ein Triumph sondergleichen für die Grünen.

Es geht um die öffentliche und nationale Sicherheit

Bekanntlich sind ja all jene „alternativen Energien“ auch ein Riesen-Reibach für privilegierte und „systemkompatible“ Unternehmen. Derartige Gewinnmargen sind sonst wohl in keinem legalen Geschäftszweig mehr zu verwirklichen. Was bei aller Geschäftstüchtigkeit leider nicht berücksichtigt wird, sind Landschaft und Umwelt, die durch den Bau von Riesen-Windrädern enorm geschädigt werden. Wie auch die Interessen und Geldbörsen der (noch) wertschöpfenden Bevölkerungssteile, die gleichwohl für die hohen Kosten von Ökostrom aufkommen müssen.

Wir setzen zukünftig also ausschließlich auf Bio-, Wind- und Sonnenenergie, obwohl diese Lieferanten erwiesenermaßen nicht grundlastfähig sind. Überschüssiger Strom muss aufgrund nicht vorhandener Speichermöglichkeiten kostenpflichtig „entsorgt“ – ja, ganze Windanlagen zeitweilig sogar komplett abgeschaltet werden, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten.

Eine Entscheidung von enormer Tragweite

Da jetzt die sogenannte 20-Jahre-Förderung für viele alte Anlagen ausläuft und diese deshalb abgerissen und aufwändig recycelt werden müssen, weil sie ja ohne staatliche Subvention nicht mehr „rentabel“ arbeiten, wird deren teure Entsorgung sicherlich auch zu Lasten des Steuerzahlers erfolgen. Weil es sich ja jetzt um die nationale Sicherheit handelt. Diesbezüglich kommt das neue Gesetz also genau zum richtigen Zeitpunkt. Hier wird der Allgemeinheit tatsächlich eine energiepolitische Unsicherheit als Garant für nationale Sicherheit verkauft. Zynischer und durchtriebener geht es kaum mehr.

Das demokratische Prinzip wird dadurch endgültig ad absurdum geführt. Die ursprüngliche Idee, Wissende und Weise zu Lenkern und Entscheidern für alle Staatsbürger einzusetzen, damit auch die einfachsten Gesellschaftsmitglieder Nutznießer intelligenter Entscheidungen werden und sich gleichsam auf die Sorgfalt der staatlichen Institutionen verlassen können, hat sich in der heutigen Zeit in ihr exaktes Gegenteil verwandelt. Hier wird sehenden Auges der Rechtsstaat ausgehebelt. Nun steht Ideologie, Besserwissertum und künstliche Hochmoral über dem gesunden Menschenverstand. Und das ist noch keiner Gesellschaft gut bekommen.




Die Hygiene-Diktatur: Eine Episode aus dem Leben in der Dystopie

Von DER ANALYST | Eine alles durchdringende Depression hat sich wie ein dunkler Schatten über die Gemüter der Menschen in diesem Land gelegt. Ihre Gesichter sind mit Masken bedeckt, aber auch wenn sie es gerade nicht sind, lassen sie meist ein Lächeln, oder gar ein Lachen, vermissen. Alles, aber auch wirklich alles, ist anders geworden.

Ein Riss geht durch die Gesellschaft. Man beäugt sich misstrauisch. Jene, die COVID-19 für nicht viel gefährlicher als eine Grippe halten und es deshalb mit dem Maskenzwang nicht so genau nehmen, betrachten die „Zeugen Coronas“ als gehirngewaschene Dummköpfe. Diese wiederum sehen in den Anderen rücksichtslose Egoisten, die die Gesundheit ihrer Mitmenschen, ja sogar deren Leben gefährden. Aggressive Auseinandersetzungen, die nicht selten in Tätlichkeiten münden, sind daher an der Tagesordnung. Jeder weiß, dieser Riss ist kaum mehr zu kitten.

Inzwischen sind selbst alltägliche Angelegenheiten dazu geeignet, beim Erlebenden den beängstigenden Eindruck zu hinterlassen, in einer surrealen Traumwelt zu leben, aus der es kein Aufwachen gibt.

Eine Episode aus dem Leben in der Dystopie

Der Rentner Max Mustermann, ein „junger Alter“ braucht einen neuen Ausweis, da der alte abgelaufen ist. Herr Mustermann ist schließlich kein Reichsbürger, sondern er glaubt an diesen Staat, jedenfalls an dessen Version im letzten Jahrhundert. Inzwischen kommt dem Rentner das, was sich in der Hygiene-Diktatur Deutschland gegenwärtig abspielt, nicht minder verrückt vor, als die Vorstellungswelt der Reichsbürger.

Die Zeiten, in denen man spontan aufs Passamt gehen konnte, eine Nummer gezogen hat und nach einer mehr oder minder langen Wartezeit an die Reihe gekommen ist, sind vorbei. In der Corona-Diktatur muss man im Internet einen Termin reservieren. Wartezeit: zweieinhalb Monate. Wenn der alte Pass oder Personalausweis in der Zwischenzeit abgelaufen ist, kann man kein Kraftfahrzeug mehr zulassen, keinen Kredit aufnehmen und nicht mehr verreisen, um nur die wichtigsten Einschränkungen zu nennen.

Nun ist der große Tag gekommen. Der Rentner steht vor dem Rathaus, zusammen mit einer Handvoll anderer Bittstellern, die meisten mit einem Mundschutz vor dem Gesicht. Über eine Sprechanlage muss jeder sein Anliegen vortragen. Die generelle Auskunft: Bitte warten, der Sachbearbeiter holt Sie ab, wenn Sie an der Reihe sind.

Das wird nicht angenehm für jene armen Teufel, die im tiefsten Winter auf das Amt müssen, denkt sich Mustermann. Aber gut, die Schulkinder in den zu Eiskellern gelüfteten Klassenzimmern müssen das auch aushalten. Was uns nicht umbringt, macht uns härter. Und wer sich in der Eiseskälte eine Lungenentzündung holt, braucht Corona auch nicht mehr zu fürchten.

Jetzt verlassen einige Maskenträger, deren Anliegen bearbeitet wurde, das Rathaus und ein Pulk, bestehend aus fünf neuen Bittstellern, wird ins Amtsgebäude eingelassen. Gleich hinter der Türe steht die Security, augenscheinlich Personal mit türkischem oder arabischen Migrationshintergrund. Höflich, aber bestimmt wird man aufgefordert, die Hände zu desinfizieren. Dann geht es in der Wartebereich. Von drei Stühlen darf immer nur einer besetzt werden.

Da Max Mustermann aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden über ein ärztliches Attest verfügt, das ihn von der Maskenpflicht befreit, erlaubt er sich die Freiheit, den Stofffetzen unter die Nase zu ziehen. In der Regel trägt er trotz seiner Befreiung eine Maske und leidet lieber, als sich ständig zu rechtfertigen und mit einem der zahlreichen Blockwarte in den Reihen der „Zeugen Coronas“ zu streiten. Im Wartebereich geht ein Mitarbeiter der Security Streife. Auch er hat offensichtlich einen türkisch-arabischen Migrationshintergrund. Gibt es keine indigenen Deutschen mehr bei den Sicherheitsunternehmen? Kaum hat Mustermann die Maske unter die Nase gezogen, schon kommt die barsche Aufforderung: „Die Maske bitte auch über die Nase!“

Mustermann überlegt kurz, scheut aber dann davor zurück, anhand des Attestes seine Krankengeschichte gegenüber dem Security-Mitarbeiter zu entblößen. Also lieber die Maske wieder über die Nase und leiden.

Endlich kommt die Sachbearbeiterin, natürlich auch mit Maske im Gesicht. Zunächst beanstandet sie einen der wartenden Antragsteller, einen Mann mit – Sie ahnen es vielleicht  schon – türkisch-arabischem Migrationshintergrund, der etwa eine Stunde zu spät zu seinem Termin gekommen ist. Pünktlichkeit auf orientalisch. Mustermann hingegen war rechtzeitig da, trotzdem nimmt die Sachbearbeiterin den Migranten zuerst dran. Dann endlich kommt unser autochthoner Bittsteller an die Reihe. Im Büro trennt eine großflächige Glasscheibe die Sachbearbeiterin von den Antragsstellern. Nichtsdestotrotz trägt sie weiterhin ihre Maske, als sie – drei Meter und eine Glasscheibe entfernt von dem Rentner -auf ihren Bildschirm starrt und in die Tastatur klopft.

Mustermann fasst sich ein Herz: „Ich habe eine medizinische Befreiung von der Maskenpflicht. Macht es Ihnen was aus, wenn ich den Mundschutz abnehme?“. Der Kopf der Sachbearbeiterin ruckt wie von der Tarantel gestochen herum. Trotz des großflächigen Stofffetzens glaubt der Rentner den Ausdruck von Panik im Gesicht der Sachbearbeiterin zu erkennen. „Nein, Sie müssen ihn tragen, das ist Vorschrift“, ist die ebenso klare, wie falsche Auskunft der Angestellten, einer offensichtlichen „Zeugin Coronas“.

Mustermann verzichtet darauf, sie über die Rechtslage aufzuklären, schließlich will er, dass sein Anliegen zügig und reibungslos bearbeitet wird. Irgendwann einmal verlässt er schließlich das Gebäude. Seine erste Amtshandlung: Runter mit der Maske. Ihm graut schon vor dem Tag, an dem er dort wieder antanzen muss, um seinen neuen Ausweis in Empfang zu nehmen. Gleichzeitig wird in den Nachrichten gemeldet, dass das Robert-Koch-Institut die Meinung vertritt, man würde auch dann noch den Mundschutz benötigen, wenn ein Impfstoff verfügbar ist.

Diebstahl von Quality time durch die Hygiene-Diktatur

Max Mustermann ist ein kritischer Bürger, der sich auch abseits des Mainstreams informiert. Ihm ist längst klar, dass es hier nicht mehr um eine Erkrankung geht, sondern darum, die Bürger in einen Zustand der Angst zu versetzen. So kann man sie leichter unter Kontrolle halten, bis der bevorstehende Umbau des Wirtschafts- Finanz- und Gesellschaftssystems abgeschlossen ist.

Mustermann weiß, das kann Jahre dauern. Er weiß auch, dass in seinem Alter die Zeit, in der er noch rüstig ist und in vollem Umfang am Leben teilnehmen und dieses Leben in vollen Zügen genießen kann, begrenzt ist.

Er weiß nicht, wie viel dieser „Quality Time“ ihm noch bleibt. Er weiß nur, dass sie ihm gerade von der Hygiene-Diktatur gestohlen wird.




Schweinshaxe mit Beatrix

Von PETER BARTELS | Matussek? Eulen nach Athen… sei’s drum: Natürlich SPIEGEL, „natürlich“ WELT, natürlich Bierkiste am Dammtor-Bahnhof in Hamburg: „Merkel muss weg!“. Natürlich das Stöhnen eines linken Idioten vom Hamburger Abendblatt: „Was ist bloß aus Ihnen geworden, Herr Matussek?“

Auch das: Schweizer „Westfernsehen“ NZZ, Weltwoche, Tichys, Publico, Cato. Zuletzt ungeniert „AfD-Medientage“, Berliner Reichstag. Und sein Youtube-Kanal uuund sein Blog matthias-matussek.de! Unregelmäßig, regelmäßig, schon um die 20.000 Follower. Fast alles Elite! Deutsch: “Gesunder Menschenverstand“. Es tut sich was im Elfenbeinturm … MATUSSEK, die 9., diesmal: „Zug-Berlin-Ostsee“. Auszüge mit freundlicher Genehmigung des Meisters für PI-NEWS:

Berlin ist immer eine Reise wert, schon um die Katastrophe zu betrachten, welche eine linke Kulturrevolution in der Praxis anrichtet. Am Abend, an dem ich aus der Schweiz, der lieblichen, in der sogenannten Hauptstadt ankam, streiften die verwirrten Sympathisanten der Hausbesetzer aus der Liebigstraße 34, welche dann doch einem beeindruckenden angerückten 1500-Mann-Bataillon der Polizei gewichen waren, durch die Stadt und ließen dort Luft ab, wo kein Widerstand zu erwarten war, nämlich in Berlin Mitte, wo meine Schwiegermutter lebt. Um ein paar Schaufenster einzuschlagen und zu versuchen, Boutiquen auszuräumen, in der Nähe der Hackeschen Höfe, die vor 30 Jahren vom DDR-Ruß befreit und zu gekachelten Jugendstil-Flanier-Vierteln freigelegt wurden, damals, als Berlin tatsächlich noch voller Versprechen war.

Kurt Krömers Gelalle …

Mittlerweile hat es erschöpft aufgegeben … (alles) mittelmäßige und vergaunerte Bürokraten, die nun als Berliner Schnauze noch einmal dick auftragen. „Wat kiekste denn so“ – „Ick liebe dir oooch“ – eben dieses Kurt-Krömer-Gelalle. Im öffentlichen Dienst werden 800 000 Beschäftigte ausgehalten, also jeder Dritte. Bezahlt werden sie aus Bayern und Baden-Württemberg über den Länder-Finanzausgleich … Nun sind Hauptstädte nicht die leichtesten sozialen Gefüge. Paris wird von islamischen und afrikanischen Banlieus umlagert, in London liefern sich somalische und pakistanische Ghettos Schlachten, doch nur in Berlin haben sich linksradikale Bürgerkinder zu subventionswürdigen … Ruinenbewohnern zusammengefunden, die mit einer ideologisch sympathisierenden Politik die zukunftsweisenden sozialistischen Utopien teilen …

Ein Tom Münch twittert „Eine Schlacht ist vorbei der Kampf geht weiter.“ … Ich hatte in meiner Schülerzeit wilde Zeiten in … einem derartigen „Experiment“ verbracht, in einem Haus, das abgerissen werden sollte … allerdings waren wir weniger verdreckt, weniger verbiestert, weniger unerotisch, also wesentlich lustiger und leichter unterwegs, und vor allem fehlte mir auf den veröffentlichten Fotos eines: Bücher! Ich habe kein einziges gesehen…

Wir können auch anders“…

Anderntags der von der AfD veranstaltete Kongress der „Alternativen Medien“. Früher wurde in Berlin alles „Alternative“ subventioniert, das alternative Theater, der alternative Film, die alternativen Kinderläden. Heute ist die ernstzunehmende Alternative fest in rechter Hand, denn die Linke ist an der Regierung. Links sind die Seilschaften, links ist der Stau, links die Durchstecherei, links die Stummel- und Stammelsprache, diese „Irgendwo fühl ich mich dabei total nicht angenommen“- Nebelrhetorik, deren Unterfutter allerdings das beinharte Durchsetzungsdeutsch antifaschistischer Selbstgerechtigkeit ist, das „Wir können auch anders“…Und das schreckt nicht zurück vor Einschüchterungen durch trotzkistische Störtrupps an der Uni, oder, ganz aktuell, vor beamtetem Kesseltreiben … gegen den ehemaligen Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen durch den einstigen SED-Kader Kultursenator Lederer, wie es nun die WELT berichtete.

Auf dem (AfD-) Kongress Bekanntschaft gemacht mit Thor Kunkel, einem unglaublich witzigen und inspirierenden Schriftsteller … sowie der schmalen Naomi Seibt, der „Greta der Rechten“ („Spiegel“), die das Auditorium im Versammlungssaal … aufklärte über die … Corona-Tests und tatsächlich unerschrocken biochemischen Grundlagenunterricht gab nach Maßgabe der berühmten Szene aus der Feuerzangenbowle, wo Physik-Lehrer Bömmel der begriffsstutzigen Klasse erklärt „Wat is eine Dampfmaschine…da stelle mer uns jetzt ma janz dumm…“ Und sie schaffte es tatsächlich, die Fragwürdigkeit dieses aus RNA-Fetzen, Polymerase-Reaktion und Computer-Hochrechnungen zusammengesetzten PCR-Tests von Drosten verständlich zu machen …

Als ich 30 Kilo leichter war

Naomi Seibt betreibt eine erfolgreiche Internetseite, Boris Reitschuster erst recht, auch ich tue es, es gibt doch einige, die den etablierten (und staatlich geförderten) Medien Konkurrenz machen, wie z.B. Alexander Wendt mit seiner „Publico“-Seite, und er war es auch, der den Optimismus, den ich in meinem Vortrag über die alternativen Medien zu versprühen versuchte, mit Zahlen unterlegte. Er machte klar, dass die deutsche Presselandschaft ein Angebots-Problem hat. Die Kunden wollen nicht in allen Zeitungen das gleiche lesen – er veranschaulichte das mit einer gleichlautenden Schlagzeile über Henryk Broder –  sondern schätzen durchaus die Abwechselung, auch die Erweiterung durch oft unterschlagene Themen.

Ich sprach über meine Videoblogs und darüber, wie ich einst Alexander Kluge das Bloggen beibrachte. Der wiederum hatte schon 1961 im Oberhausener Manifest, also dem Gründungsdokument des Neuen Deutschen Films, von der Enteignung der Produktionsmittel geträumt, die mittlerweile Wirklichkeit geworden ist: Mit den Handy-Kameras ist jeder sein eigener Regisseur, und mit dem Internet jeder sein eigener Verleger, sein eigener Kino-Besitzer … Eine Grundregel hatte ich in dieser Unterrichtsstunde allerdings nicht ausdrücklich angeführt: das einnehmende Äußere. Ich hatte es nicht nötig, darauf hinzuweisen, denn ich war 15 Jahre jünger und 30 Kilo leichter.

 Darum mußte PI-NEWS meine Wampe verpixeln

Das wurde mir schmerzhaft bewusst, als ich das Video sah, das Michael Stürzenberger auf dem Kongress der Alternativen mit mir führte. Ich ließ es sofort vom Netz nehmen. Nicht etwa, weil Stürzenberger wegen Islamfeindlichkeit vom Verfassungsschutz beobachtet wird (der sollte lieber die dubiosen Islam-Freunde und Judenhasser in der Linken nicht aus den Augen verlieren, die gemeinsam mit den Islamisten „Juden ins Gas“ grölen) – nein, die Aufnahmen waren deshalb unmöglich, weil hier in der unschönsten Form meine Wampe dokumentiert wurde.

Ich verlangte, dass ich unterhalb der Brust gepixelt werde, auch und gerade wegen der möglichen seelischen Schäden, die Minderjährige, die ja heutzutage überall hinsurfen im Netz, an dieser hässlichen Wucherung nehmen könnten. Mit dem Inhalt des Interviews – hier in voller verpixelter Länge – hatte ich überhaupt kein Problem, denn mittlerweile weiß jeder, dass dem „Spiegel“ die Leser davon laufen, seit ich nicht mehr dort schreibe.

Abends im Restaurant „Ganymed“ am Theater am Schiffbauerdamm mit Petr Bystrons Adjutanten Filip, einem bosnischen Christen, Witze über Josip Tito und George Best getauscht, also Partisanen im Krieg und im Fußball, der letztere ja die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, dazu einen Aphorismus des ebenfalls anwesenden Michael Klonovsky erinnert, der so geht: „Immer mehr Deutsche werden Analphabeten, lesen wir in den Medien. Tatsächlich ist es umgekehrt.“

Bin ich rechter als die AfD?

Ach ja, natürlich gibt es eine Auswertung dieser hochgefährlichen (AfD-)Konferenz, von „Correctiv“ und „Endstation Rechts“, die lediglich nach rechts vermisst und daher nur zu einer relativ eingeschränkten Messerei in der Lage ist, nämlich – nach rechts. Ihr zufolge hat sich die AfD mit „extrem rechten Medienmachern“ im Bundestag getroffen – bleibt die Frage: „Was will die Partei mit dem Schulterschluss erreichen?“

Hab ich mir auch überlegt. Hm. Die Antwort wäre, dass sich die schlappgewordene AfD über knallhart Rechte wie mich, also Dschingis-Khan-Rechte, eben die totalen Permafrost-Bohrkern-Rechten, die Kontakt zu Paläolithikum-Rechten halten, wo es einfach schon rechts zum Nachbarplaneten rausschießt, eine Auffrischung ihres superextremerzdunklen Kerns verspricht und daher solche Konferenzen veranstaltet. Das hieße ja, dass ich rechter als die rechte AfD bin. Aber dann wiederum: „Ein anderer Redner, der sich mittlerweile im Milieu der Neuen Rechten bewegt, ist Matthias Matussek…“ (und hier wird es jetzt doch ein bisschen schwammig, was heißt hier mittlerweile???) „…scheint der extremen Rechten nicht abgetan zu sein: Im Januar 2019 trat er als Redner auf einer der „Merkel-muß-weg“-Demonstrationen in Hamburg auf…“

Also liebe Leute, entscheidet euch: Entweder ich bin als extrem-ultra-radikal Rechter eine entsprechende Befruchtung für die AfD, dann müsste mir aber  mehr einfallen, als Merkels Rücktritt zu fordern, was doch eigentlich schon Parlamentsroutine der größten Oppositionspartei im Bundestag, nämlich der AfD, ist, oder ich bin auf eurem Urmeter überhaupt nicht messbar, weil die letzten Sachen, die ich geschrieben habe, garnichts mit Merkel zu tun hatten, sondern mit Friedrich Hölderlin und Jimi Hendrix, allerdings in Presseerzeugnissen, die ihr bescheuerten Brummschädel nicht auswertet und ohnehin nicht verstehen würdet.

Beatrix von Storch und der Rittergutsbesitzer

Am anderen Morgen hinaus in den Wedding zur St.Afra-Kirche, einer Hinterhof-Kirche aus den Zeiten der Katholikenverfolgung … Getragen wird der fromme Betrieb vom Philipp-Neri-Institut … und unterstützt von einem polnischen und einem bayrischen Priester, die den Messritus in der Alten Form zelebrieren – also versus orientem, alles auf Latein, mit einem wunderbaren Gregorianischen Chor auf der Empore. Hier treffe ich meinen FB-Freund Steenwerth, der mich gemeinsam mit seinen Spießgesellen und posts erheblich erfreut, zum ersten Mal in Wirklichkeit und werde nicht enttäuscht …

Dazu gesellt sich später Beatrix von Storch mit ihrem Mann und einem weiteren lustigen Freund und Rittergutsbesitzer, und alle schreiten wir sodann frohgemut gemeinsam zu einem  Lokal, um die dortige Schweinshaxe zu verkosten, wie es Brauch ist seit dem Hochmittelalter nach der Beendigung der Messe: ite missa est! (Wörtlich: bitte eine Schweinshaxe!)

Beatrix von Storch zeigt mir auf ihrem Handy Kolonnen von schwarzgekleideten Kämpfern, die am Abend vorher im Dunkeln unten auf der Straße an ihrem Haus vorbeifluteten, um ihrer Betroffenheit und ihrer Trauer über den jähen Entzug ihres Lebensraumes Ausdruck zu verleihen und darauf hinzuweisen, dass ihr Biotop weiterhin bedroht ist, gerade und besonders auch durch die Erderwärmung.

Storch, Döner, Schweinshaxe …

Und dann zeigte mir Beatrix von Storch das lustige Bild auf Instagram, auf dem sie beim Vertilgen eines dickbepackten Döners („mit alles“) zu sehen ist. Um dieser heftig diskutierten kulturellen Aneignung („umstritten“ sagt man heute) ein entschlossenes Bekenntnis zur deutschen Grundordnung entgegenzusetzen, ließ sich die im übrigen polyglotte, kosmopolitische und überaus spaßige von Storch zu einem Foto hinreißen, auf dem wir beide unsere Schweinshaxen verzehren…

In den Tagen zuvor war ich bereits in  der Schweiz (Zug) unterwegs und hatte das Vergnügen, mir von dem wohl bedeutendsten zeitgenössischen Schweizer Schriftsteller und Polemiker Thomas Hürlimann die Schweizer Kernlande zeigen zu lassen, vom Wasser aus, dem Vierwaldstätter See. Am Anleger „Rütli“, unterhalb jener Wiese, auf dem die Eidgenossen ihr Bündnis zum Tyrannensturz schlossen, stiegen Rekruten zu. Würden sich nicht auch bei uns die Befreiungskriege als Gründungsmythos anbieten? Als mir Hürlimann dann sein Hausboot mit Bibliothek zeigte und den Dom Perignon von 1960 köpfte, wurde ich doch sehr neidisch. Was für eine bevorzugte, ja geradezu cäsarische Lage zum Lesen! … So freute ich mich, zurückgekehrt, auf meine eigene, in meiner neuen Heimat – der total entschleunigten endlos wolkenspiegelnden Ostseelandschaft mit Frau und Hund…

Was soll der greise, weiße Mann von PI-NEWS zu diesem MATUSSEK noch groß sagen? Schweigen ist Blech … Reden ist Silber, Schreiben ist Gold …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER!-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.




Das Volk ist schuld, nicht wir Politiker!

Von WOLFGANG HÜBNER | In der Viruskrise erfährt die inzwischen chaotisch rat- und konzeptlose Politik der Herrschenden eine wichtige strategische Veränderung: Von nun an soll das ziemlich erfolgreich zwangsmaskierte Volk vorrangig verantwortlich sein für den Fortgang der Entwicklung. Das ist ein ziemlich raffiniertes, allerdings auch durchschaubares Manöver einer politischen Klasse, die in der Logik ihrer Panik verbreitenden Kriseneskalation nun eigentlich den nächsten ganz großen „Lockdown“ anordnen müsste, davor aber (berechtigte) Angst hat wegen der nicht mehr kalkulierbaren und schon gar nicht mehr bezahlbaren Folgen.

Was ist die Lösung aus diesem Dilemma? Einer der Corona-Haupteinpeitscher formuliert die neue Linie der Politik in der FAZ am Donnerstag so: „Nicht das Virus gibt vor, wann die Rückkehr zur Normalität möglich wird, sondern wir tun das.“ Mit „wir“ ist das Volk gemeint, jene 83 Millionen in Deutschland, die inzwischen problemloser in einige Länder reisen können als innerhalb ihres eigenen Landes.  Ganz besonders abgezockt ist das Manöver der Bundeskanzlerin: Sie verkündet mit düsterer Miene die neuesten Beschlüsse einer politischen Klasse, die noch nicht mal für ausreichenden Grippeimpfstoff sorgen kann, und sagt gleichzeitig, das alles sei nicht ausreichend.

Damit hat sich Merkel bestens abgesichert: Wird es schlimmer, hat sie rechtzeitig gewarnt, wird es nicht schlimmer, hat es auch nicht geschadet. So also wird in Deutschland verantwortungsbewusste Politik gemacht.  Immerhin wissen wir deshalb nun genauer, dass unsere gut bezahlten Quälgeister in Berlin und anderswo mit ihrem Corona-Latein am Ende sind.

Denn das ist klar: Wenn die Herrschenden das ansonsten als lästigen Störfaktor angesehene gemeine Volk in die Verantwortung rufen, dann wird es Zeit für einen grundlegenden, längst überfälligen Kurswechsel in der Viruskrise. Mit politischen Versagern geht das allerdings nicht.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Nicolaus Fest: EU bereitet Zensur gegen freie Meinungsäußerung vor

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Der EU-Abgeordnete der AfD, Dr. Nicolaus Fest, arbeitete ab 2001 als Kulturchef bei der Bild-Zeitung und ab 2013 als stellvertretender Chefredakteur bei der Bild am Sonntag. Er hat einen guten Einblick, wie stark der Druck im Mainstream-Medien-Bereich ist, politisch korrekt über hochsensible Themen wie Islamisierung und Flüchtlingspolitik zu berichten.

So hörte sich Fest bei der 2. Konferenz der Freien Medien in Berlin die Vortrage des früheren Spiegel- und Welt-Redakteurs Matthias Matussek (PI-Interview hier) und der früheren festen Freien Mitarbeiterin des WDR, Claudia Zimmermann (PI-NEWS-Interview hier), aufmerksam an. Fest traf selber das Fallbeil der Politischen Korrektheit, als er am 27. Juli 2014 seinen Kommentar „Islam als Integrationshindernis“ in der Bild am Sonntag veröffentlichte. Darin sprach er die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit moslemischem Hintergrund, die „totschlagbereite Verachtung“ des Islam für Frauen und Homosexuelle, Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“, antisemitische Pogrome und importierten Rassismus an.

Dies löste innerhalb des Springer-Konzerns ein mittleres Erdbeben aus. Tags drauf antwortete Bild-Chef Kai Diekmann, dass es „keine Pauschalurteile“ über den Islam geben dürfe. Er versuchte weiszumachen, dass es einen Unterschied zwischen der „Weltreligion Islam“ und der „menschenverachtenden Ideologie des Islamismus“ gebe. Diekmann beschwor geradezu, dass man „genau solche Auseinandersetzung entlang religiöser Grenzen“ nicht wolle. Weder führen, noch befördern oder herbeischreiben, denn sie würden immer „verheerend enden“, was die Geschichte „oft genug gezeigt“ habe.

Diekmann projizierte also das Unrecht, das den Juden zugefügt wurde, auf den Islam. Ein entscheidender Fehler, denn die Juden wurden aus rassistischen Gründen verleumdet, beim Politischen Islam hingegen – von ihm und anderen fälschlicherweise als „Islamismus“ bezeichnet – handelt es sich um eine gefährliche totalitäre Ideologie, der man nicht mit Appeasement begegnen darf. Und das zeigt die Geschichte wirklich in warnender Eindringlichkeit, was nicht nur am Beispiel des National-Sozialismus überaus deutlich wird.

Der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner wollte das Problem auch auf den sogenannten „Islamismus“ beschränkt sehen:

„Wer heute gegen den Islamismus kämpft, kämpft für einen aufgeklärten, starken, gesellschaftlich selbstverständlich verankerten, erfolgreichen Islam. Es ist nicht antimuslimisch gegen den Islamismus zu sein. Im Gegenteil.“

Es gibt aber keinen „Islamismus“. Der Islam ist genau so, wie Mohammed ihn begründete und auslebte. Der Islamische Staat ist die Reinform des Islam. Alles, was in diesem Gesamtkonstrukt weltliche Dinge regeln und kontrollieren möchte, ist der Politische Islam, der einen Großteil des Ganzen ausmacht. Ihn gilt es zu thematisieren, zu kritisieren und letztlich zu verbieten, damit man es am Ende mit einer rein spirituellen, säkularen und ungefährlichen Religion zu tun hat. Dieser Weg ist gangbar und wird bereits vielerorts bereits beschritten. Wirklich modern eingestellte Moslems sind nun in der Pflicht, diesen Weg zu unterstützen. Sollte dieser Versuch fehlschlagen, dürften die Tage für das Gesamtkonstrukt Islam in Europa gezählt sein.

Im PI-News-Interview (Video oben) beschreibt Nicolaus Fest die massive Ausgrenzung, die er nach der Veröffentlichung seines Kommentars im Hause Springer erleben musste. Der Deutsche Presserat sah damit die Grenze der Meinungsfreiheit überschritten und betrachtete ihn als unvereinbar mit dem Ansehen der Presse. Er spreche dem Islam die Integrationsfähigkeit pauschal ab und würde Moslems diskriminieren. Wegen Verstoßes gegen die Ziffern 1 (Achtung der Menschenwürde), 10 (keine Schmähung von religiösen Überzeugungen) und 12 (keine Diskriminierung wegen Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe) des Pressekodexes wurde eine Rüge ausgesprochen. Vom Mobbing im Springer-Konzern genervt, verließ Fest Ende 2014 die Bild am Sonntag und entschied sich für den Gang in die Politik. Die AfD war für ihn der logische Anlaufpunkt.

Ein wichtiger Punkt, den Fest im Interview anspricht, sind Bestrebungen des Europäischen Parlamentes, die Meinungsfreiheit weiter einzuschränken. In dem Ausschuss „INGE“, der die Einflussnahme aus dem Ausland auf alle demokratischen Prozesse in der Europäischen Union verhindern möchte, soll unter dem Vorwand der Bekämpfung angeblicher „Desinformation“ und „Hate Speech“ die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt werden. Fest ist Mitglied in diesem Ausschuss und hat einen guten Einblick in die Vorgänge hinter den Kulissen.

Diese gefährlichen Entwicklungen gilt es genau zu beobachten, damit sich daraus keine neuen Fesseln ergeben, die die Kritikmöglichkeiten der Freien Medien weiter einschränken würden.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger
PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Kritik am Politischen Islam muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: HU70117753795954288500000000, BIC: OTPVHUHB. Oder bei Patreon.




Carola Rackete will AfD-Preis in Köln annehmen

Von MARKUS WIENER | Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst: 2019 beantragte die Kölner AfD-Stadtratsfraktion, dass zu Ehren des legendären Kölner Karnevalisten Karl Küpper anlässlich seines 50. Todestages im Jahr 2020 ein Preis für die beste politische Büttenrede gestiftet werden soll (PI-NEWS berichtete). Küpper gehörte während der NS-Zeit zu den wenigen Büttenrednern, die sich noch bis kurz vor Kriegsbeginn kritisch mit den Nationalsozialisten auseinanderzusetzen wagten, während der organisierte Karneval in Köln und anderswo sich schon längst in geradezu widerlicher Weise den Machthabern andiente.

Karl Küpper musste das bitter büßen. Während des Dritten Reiches – und perfider Weise auch danach, als ausgerechnet jene stromlinienförmigen Karnevalsfunktionäre bald nach Kriegsende in Köln wieder in führende Positionen gelangten. Ein kritischer Geist wie Küpper war da natürlich ein Störfaktor und das personifizierte schlechte Gewissen für die ach so lustige Gesellschaft. Weil er auch in seinen Büttenreden nach dem Krieg Klartext sprach, wurde er erneut mit einem Auftrittsverbot belegt.

Als Ausrufezeichen gegen jede Art von feigen Opportunismus und Gleichschaltung – ob damals oder heute – wollte die AfD-Fraktion ihren Antrag im Jahr 2019 verstanden wissen. Die Initiative sorgte für ein deutschlandweites Medienecho und wurde – oh Wunder! – von den etablierten Parteien im Rat niedergestimmt. Auch von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker war damals kein Wort der Unterstützung zu vernehmen.

Einigermaßen überrascht zeigte sich deshalb der Kölner AfD-Fraktionsvorsitzende Stephan Boyens, als ihm dieser Tage eine persönliche Einladung zur Verleihung des ersten “Karl-Küpper-Preises für Zivilcourage” am 19. Oktober erreichte. Unterschrieben von Henriette Reker, die auch als Rednerin auf der Preisverleihung im altehrwürdigen historischen Rathaus fungiert. Ausgelobt wird der Preis jetzt aber nicht von der Stadt selbst, sondern von zwei führenden Vereinigungen des organisierten Kölner Karnevals, der traditionell stets aufs engste verbandelt ist mit der jeweils herrschenden politischen Kaste.

Und erste Preisträgerin wird – Tusch! – Carola Rackete. Die barmherzige Samariterin der Weltmeere und Schleuserbanden dieser Erde soll nun tatsächlich für “Zivilcourage” geehrt werden. Ein Umstand, den Stephan Boyens von der AfD nur noch mit bitterer Ironie in einem offenen Brief an Carola Rackete zu kommentieren weiß:

Liebe Carola Rackete,

mit großer Freude hat die Kölner AfD-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass Sie am 19. Oktober den erstmals verliehenen “Karl-Küpper-Preis für Zivilcourage” im historischen Rathaus zu Köln in Empfang nehmen werden.

Diese Verleihung zeugt in mehrerer Hinsicht von einer gesunden Prise Humor und hätte dem großen kölschen Büttenredner Karl Küpper bestimmt Stoff geliefert für einige kräftige Pointen! (…)  Auch Karl Küpper hätte sicher seine hintersinnige Freude daran, dass ihn nun ausgerechnet der organisierte Kölner Karneval ehrt, der ihn sowohl während der NS-Diktatur als auch später in der Nachkriegszeit feige-opportunistisch verraten und verkauft hat.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist dafür zu loben, dass sie am 19. Oktober persönlich als Laudatorin in die Bütt geht. Die AfD-Fraktion verspricht ihr im Gegenzug, auch in Zukunft mit vielen guten Ideen und Vorschlägen zur Seite zu stehen. Denn der AfD ist es egal, ob Frau Reker unsere Ideen gleich im Stadtrat oder erst später unterstützt und umsetzt. Der AfD geht es schließlich nur um die Sache und nicht um die Lorbeeren …

Aber natürlich werde auch ich als Vorsitzender der Kölner AfD-Fraktion am 19. Oktober gerne mit im Rathaus dabei sein, um Ihnen, liebe Frau Rackete, persönlich zu gratulieren. Schließlich ist es geradezu genial, Karl Küppers Sinn für Ironie mit einem Preis für Zivilcourage ausgerechnet an Sie, liebe Frau Rackete, zu würdigen. Gibt es doch in unserer links-grün dominierten Gesellschaft und Medienlandschaft kaum etwas weniger Zivilcouragiertes als der Einsatz für noch mehr Migration nach Europa und Deutschland. Zu toppen wäre das höchstens noch mit einem Demokratie- und Freiheitspreis für Angela Merkel oder Heiko Maas.

Kölle Alaaf!


Markus Wiener.

PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der Politologe und gelernte Journalist widmet seit über 20 Jahren sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Vater ist über seine Facebook-Seite erreichbar.