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Wer schützt uns vorm RKI?

Von DR. GERD REUTHER | Das Robert Koch-Institut (RKI) scheint sich um uns zu sorgen. Jedenfalls, wenn es um „Covid-19“ geht. Tierarzt Wieler und seine Zahlenfälschertruppe will unser Infektionsrisiko kennen. Einziges Kriterium: eine stattgehabte „Impfung“! „Ungeimpfte“ hätten ein „sehr hohes“ Erkrankungsrisiko, „Geimpfte“ wären dagegen nur „moderat“ gefährdet. Alles unabhängig von Alter, Vorerkrankungen und anderen Risiken. Geht’s noch?

Auf vergleichbarer Basis könnte man auch das Krebsrisiko für z.B. Menschen angeben, die Cholesterinsenker einnehmen und die, die darauf verzichten. Oder das Schlaganfallrisiko für Veganer gegenüber Allesessern. Es ist dann nur noch ein kleiner Schritt, um aufgrund realitätsferner Zahlentricksereien Medikamentenpflichten oder ein Verbot für bestimmte Lebensmittel auszusprechen. Mit Risikokompetenz oder Fürsorge hat dies nichts zu tun. Mit hemmungslosem Industrielobbyismus schon.

Das hypothetische Risiko für Krankheit und Tod ist im Einzelfall nicht mehr als der Blick in eine Glaskugel. Wer sich daran versucht, sollte wissen, dass ein Infektionsrisiko mehr mit einer Person als mit einem Krankheitserreger zu tun hat. Sicher ist nur, dass eine „Impfung“, die selbst in manipulierten Zulassungsstudien das Erkrankungsrisiko nur um satte 0,7 Prozent verminderte, keinerlei Schutz vor irgendeiner Infektion bietet. Es gibt keine „Impfdurchbrüche“ [1] – das Impfversagen ist der Normalfall.

Im Gegensatz dazu lässt sich die Risikoerhöhung für Krankheit und Tod durch die vermeintlichen „Impfungen“ sehr wohl ermitteln. Gemäß einer Auswertung aus Daten der nationalen Statistikbehörde im Vereinigten Königreich ist die Sterblichkeit „Geimpfter“ im Alter zwischen zehn und 59 Jahren inzwischen zwei bis drei mal höher als bei „Ungeimpften“ (siehe nachfolgende Abbildung).

Seit dem Frühjahr haben die Geimpften in der Altersgruppe 10-59 Jahre in England sogar eine zwei bis drei Mal höhere Sterblichkeit (all-cause mortality) im Vergleich zu Ungeimpften derselben Altersgruppe (Quelle: Office for National Statistics in Great Britain [2]).

Hätte man auch einzelne Erkrankungen wie Schlaganfälle, Venenthrombosen und Herzmuskelentzündungen verglichen, die Häufigkeiten wären zig mal so hoch. Wo ist die entsprechende Auswertung für Deutschland? Oder sind die Briten mit minderwertigem Genmaterial ausgestattet und einfach weniger zäh?

Einen „Lockdown für Ungeimpfte“ oder gar einen Impfzwang auf der Basis von Zahlenschwurbeleien zu rechtfertigen, werden auch deutsche Gerichte nicht absegnen können. Ein überfälliges Verbot für die vermeintlichen „Covid-Impfstoffe“ gemäß deren tatsächlicher Gesundheitsgefährdungen dagegen schon. Ein Schutzanspruch des Staates als Rechtfertigung für „Maßnahmen“ muss alle Risiken berücksichtigen – auch die Impftoten und Impfinvaliden sowie Krankheiten und Tod durch soziale Diskriminierung oder Zwangsbehandlungen.

Zahlenverdrehereien sind nicht unbedingt folgenlose Spielereien. Wer dadurch das Leben anderer Menschen grob fahrlässig aufs Spiel setzt, wird mit Strafverfolgung rechnen müssen.


Dr. Gerd Reuther.Dr. med. Gerd Reuther ist Facharzt für Radiologie und Publizist. Wechselwirkungen zwischen Medizin und Gesellschaft sind seit seinem Rückzug aus dem Arztberuf zu seinem Hauptthema geworden. Die kritische Analyse unseres Gesundheitssystems „Der betrogene Patient [3]“ war 2017 ein Spiegel-Bestseller und gilt seither als Referenzwerk für die Medizinkritik. 2018 erschien „Die Kunst, möglichst lange zu leben [4]“ und 2021 eine kritische Geschichte der europäischen Medizin unter dem Titel „Heilung Nebensache [5]“. Interviews mit ihm wurden im Internet millionenfach aufgerufen.

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