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Stuttgart: Vorstand der katholischen Jugendarbeit geifert gegen JA

Die DITIB möchte in Stuttgart-Feuerbach eine ihrer Kasernen der religiösen Eroberung – auch Moschee genannt – errichten. Dagegen will die Junge Alternative Stuttgart am Samstag, den 12. Mai, demonstrieren (PI-NEWS berichtete).

Aus Angst vor Gewalt der Erdogananhänger hat die Stadt Stuttgart der Jungen Alternative (JA) verboten, ihrem verfassungsgemäßen Recht nach Demonstrationsfreiheit nachzukommen. Für die so offensichtlich vorhandene „Nogo-Area“ Feuerbach wurde der AfD-Jugendorganisation ein Demonstrationsverbot auferlegt.

Ausweichort ist der Stadtteil Zuffenhausen ohne jegliche Relevanz zum Bauvorhaben (siehe Demo-Banner am Ende dieses Beitrags). Die Junge Alternative hat gegen diese Willkürmaßnahme der Stadt Stuttgart natürlich Einspruch eingelegt.

Die JA schreibt dazu: „Sollte dieser Klage, aufgrund der knappen Zeit, nicht stattgegeben werden, gehen wir dennoch auf die Straße am 12. Mai in Zuffenhausen. Der Treffpunkt ist die Burgunderstraße 28 in der Nähe der S-Bahnhaltestelle Stuttgart Zuffenhausen. Selbst wenn das zutrifft geben wir dennoch Feuerbach nicht auf und werden wiederkommen.“

Statt diese undemokratischen Missstände anzuprangern oder doch lieber den Mund zu halten, hat sich jetzt Gerit M. Fehrmann, Multifunktionär bei der katholischen Kirche Stuttgart, auf der Facebook-Seite der JA zu Wort gemeldet.

Gerit M. Fehrmann.

In einem weinerlichen „dass es jetzt wieder Menschen gibt, die die rechten Parolen ausgegraben haben…“, unterstellt Fehrmann den engagierten Demokraten der JA, ideologisch in direkter Nachfolge des NS-Regimes zu agitieren. Um diesen Vorwurf zu unterstreichen giftet er weiter: „Ich hoffe, dass die Menschen euer wahres Gesicht erkennen“. Zusätzlich stellt er seine Unkenntnis zum Thema Islamisierung zur Schau: „Es gibt so viel wichtigere Themen in Deutschland und Stuttgart“.
 
Zur Person: Fehrmann gehört zu den Vereinsfunktionären (Selbstbeschreibung) der katholischen Jugendarbeit in Stuttgart. Er ist stellvertretender Vorstand, Pressereferent und Pressesprecher des Fördervereins YouCh e.V.. Ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die katholische Jugendarbeit in Stuttgart zu indoktrinieren und Gelder dafür zu akquirieren. Auf deren Webseite heißt es über Fehrmann:

Durch gute Verbindungen und persönliche Mitarbeit in der BDKJ-Stadtleitung Stuttgart ist er ein kompetenter Ansprechpartner für die aktuelle Förder-Bedarfssituation am jugendpastoralen Zentrum (YouCh) Stuttgart.

Auch innerhalb der katholischen Kirche wird er auf der hauseigenen Facebook-Seite als erstes „Teammitglied“ geführt.

Natürlich ist seine Kirche auch Teil der Asylindustrie und dadurch Nutznießer der Zerstörungspolitik Merkels. Als Mitarbeiter der BDKJ-Stadtleitung Stuttgart (Bund der kath. Jugend Stuttgart) steht Fehrmann auch hinter diesen Werbetexten einer desaströsen und selbstzerstörerischen Willkommenskultur für Glückssuchende aus aller Welt. Dort heißt es wörtlich:

Als Christinnen und Christen sind Gastfreundschaft und Willkommenskultur für uns selbstverständlich. Als Zeichen einer gelebten Willkommenskultur engagieren wir uns auf den unterschiedlichsten Ebenen für Geflüchtete.

Vernetzt sind Seiten, in denen Tricks beim Asylverfahren gegeben werden. Und für die Kirche ganz wichtig: es wird auf Literatur verwiesen, wie allen die nicht links ticken, widersprochen werden kann.

Die JA-Demo am 12.5. musste vom Stuttgarter Nogo-Stadtteil Feuerbach nach Zuffenhausen verlegt werden.




Merkels Generalsekretärin wünscht sich Priesterinnenweihe

Von BEOBACHTER | Frau AKK (Sie wissen schon, das ist die, bei der man sich einen Wolf tippt) hat vor dem an diesem Mittwoch beginnenden Katholikentag in Münster eine steile These losgelassen: Sie wünscht sich Priesterinnen-Weihe, und sie wäre selbst gern eine Priesterin geworden, bekannte Merkels Zofe im Interview zur Zeit-Beilage „Christ und Welt“.

Nun ist Annegret Kramp-Karrenbauer nicht irgendwer. Sie ist CDU-Generalsekretärin und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Kaum zu glauben, dass ihre revolutionäre Forderung bei den traditionell katholisch geprägten Parteigängern und in der katholischen Kirche Freude und Entzücken auslösen wird. Eher vielleicht schon bei ihrer Chefin Angela Merkel, die ja bekanntlich aus einem evangelischen Pastoren-Haushalt stammt. Bei den Lutheranern sind Pfarrerinnen gang und gäbe.

Immerhin ist AKK klar, dass eine Weihe von Frauen ein „immenser Bruch“ sei – „aber die katholische Kirche würde nicht daran zugrunde gehen“. Der evangelischen Kirche hätten Pfarrerinnen schließlich auch nicht geschadet.

KK sprach sich auch indirekt für eine Frauenquote bei den Katholiken aus. „Frauen bestimmen die tägliche Arbeit in der Kirche. Das muss sich auch in den Ämtern widerspiegeln“, sagte die CDU-Politikerin.

Sie hätte sich auch selbst vorstellen können, Priesterin zu werden. In der evangelischen Kirche habe sie die eine oder andere Kanzelpredigt gehalten, meinte die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin. „Aber ich weiß, wie unmöglich das gewesen wäre“.

Die Politikerin läuft Gefahr, dass sie jetzt Schelte von der katholischen Amtskirche bekommt, weil sie sich in interne Angelegenheiten einmischt. Schon Ministerpräsident Markus Söder war von Münchener Oberhirten gescholten worden, als er den Kreuz-Erlass für Behördengebäude durchsetzte. Aber wer weiß: vielleicht fällt AKK`s Forderung beim katholischen Oberhirten Kardinal Reinhard Marx auf fruchtbaren Boden. Schließlich ist das priesterliche Personaltableau der katholischen Kirche völlig ausgedünnt und braucht dringend Verstärkung. Mit Priesternachwuchs aus Asien, Afrika und Osteuropa sind die Lücken offenbar nicht dauerhaft zu stopfen. Der Kirche geht es so, wie die Wirtschaftsverbände behaupten: es mangele an Fachkräften, was sich nur durch Zuwanderung beheben ließe. Wenn das immer noch nicht reicht, könnte sich durchaus ein Systemwechsel beim priesterlichen Personal anbieten.




Bischof Bischof und Kardinal Marx: Kreuzzug gegen das Kreuz

Von LUPO | „Himmisakra und Kreizkruzifix noamoai  – do legst di nieda!“ (Übersetzt: Ich verstehe die Welt nicht mehr). Bundesweit und insbesondere aus bayerischen Betstuben schallt dem christsozialen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und seinem Kabinett helle Empörung entgegen, weil sie zum 1. Juni das Aufhängen eines deutlich sichtbaren Kreuzes in den Eingangsbereichen aller Behörden des Alpenstaates verpflichtend gemacht haben. Hätte Söder bayerischen Betschwestern ein Burka-Gebot angetragen, wäre die Empörung vermutlich weitaus geringer ausgefallen, so scheint es.

Ausgerechnet die schrecklich christlichen Oberhirten Kardinal Reinhard Marx und EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm, die bewiesenermaßen selbst ein Kreuz mit dem Kreuz haben, wollen uns dabei wieder mal erklären, wie Kirche geht. Die beiden Spitzenkleriker  hatten es am 20. Oktober 2016 beim Besuch des Tempelberges in Jerusalem vorgemacht, als sie ihre bischöflichen Kreuze unter ihren Soutanen versteckten (PI-NEWS berichtete), aus Furcht, ihre moslemischen Betbrüder zu kränken. Seid ängstlich und verleugnet euch, lautete ungewollt die unchristliche Botschaft.

Kreuzspaltereien

Das feige Signal vom Tempelberg  erlebt mit dem bayerischen Kabinetts-Erlass seine Auferstehung in den ausgelaugten Amtskirchen. Wieder wollen die christlichen Kirchen ihr Hauptsymbol am liebsten versteckt haben, jedenfalls nicht allzu offensiv zeigen, damit niemand Anstoß daran nehme, zum Beispiel in Amtsgebäuden. Das fordert jedenfalls die crème de la crème des katholischen und evangelischen Pharisäertums einschließlich ihrer Lakaien. Den Beginn machte der notorische Kreuz-Verstecker Kardinal Marx, der durch den Kabinetts-Erlass „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ ausgelöst sehen will.

Ihm sprang ein Bischof namens Bischof zur Seite. Der Münchener Weihbischof Wolfgang Bischof rieb sich vor allem daran, dass es mehrere Tage gedauert habe, bis Söder eingeräumt habe, dass es sich beim Kreuz um ein religiöses Symbol handelt, schreibt Bischof Bischof in der Bild-Zeitung. Das Kreuz sei „kein Symbol für Bayern und erst recht kein Wahlkampflogo“. Vielmehr sei es eine Verpflichtung dazu, in der Nachfolge Jesu Christi zu handeln.

Der Bischof lässt auch gleich die Katze aus dem Sack: es gehe um die Menschen in Not, konkret um Pflegebedürftige, Kranke und „Flüchtlinge“. Womit er wohl die Klientel umrissen hat, um das es der katholischen Kirche nicht nur im Sinne christlicher Werte, sondern vor allem auch im pekuniären Sinne geht. Die katholische Kirche ist Teil der Asylindustrie. Die muss laufen, und ein offensiv getragenes christliches Kreuz stört bei einem Teil der Klientel da nur.

Instrumentalisierung der Instrumentalisierung

Der sich empörende Rest in Deutschland verfährt nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, äußerte sich auf Facebook, wichtig sei ihm, die Inhalte, für die das Kreuz stehe, „in die Herzen der Menschen zu bringen“. Es dürfe aber nie für irgendwelche Zwecke instrumentalisiert werden. Und was bitteschön, Herr Bedford-Strohm, sagen Sie zum Thema Kopftuchtragen?

Ex-Bundestagspräsident und Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken Wolfgang Thierse (SPD) eiert herum, „das Kreuz als zentrales Symbol christlichen Glaubens dürfe nicht Gegenstand staatlicher Verordnungen werden und nicht in den Zusammenhang eines Wahlkampfes gerückt werden. Der Zauselbart hat wohl vergessen, zu DDR-Zeiten den Mund auf zu machen.

Und FDP-Chef Christian Lindner entsetzte sich liberal-tolerant-pflichtgemäß über „dieses Manöver im Vorwahlkampf zur Bayern-Wahl“. Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) warf Söder vor, nicht nur Religion zu instrumentalisieren, sondern auch Millionen Menschen auszugrenzen – Muslime, Atheisten und Juden: „Er missbraucht das Kreuz für seinen Wahlkampf und vermischt bewusst Religion und Politik.“

Symbol gegen Islamisierung, Gewalt und Hass

Man kann dem bayerischen Ministerpräsidenten gut und gerne unterstellen, dass sein Kreuzerlass im Vorwahlkampf „Geschmäckle“ hat. Klar geht es ihm auch darum, die AfD zu toppen und klein zu halten. In Zeiten, in denen im Zeichen der Islamisierung die alltägliche Unterwerfung in Deutschland stattfindet, hat Söder jedoch einen Nerv getroffen. Welches Symbol könnte einen stärkeren Kontrapunkt gegen Islaminierung, Judenhass, Christenverfolgung bis in die Asylheime, importierten Mord, Totschlag und Vergewaltigung setzen als das Kreuz als Hauptsymbol einer christlich-jüdisch geprägten Gesellschaft. Der Erlass wird nicht allen gefallen, zwei Drittel der Deutschen sind angeblich laut einer Umfrage gegen das Aufhängen der Kreuze. Interessant wäre zu erfahren, wo sich Atheisten und Agnostiker besser aufgehoben fühlen – unter christlichen oder islamischen Vor-Zeichen?

Es ist beschämend, dass ausgerechnet die katholische Kirche mit der scheinheiligen Argumentation vom „gesellschaftlichen Spalten“ das amtliche Kreuz-Aufhängen schlecht reden, indem sie es wie die Ur-Christen im antiken Rom mit christlicher Symbolik (Fisch) vor ihren römischen Verfolgern angstvoll versteckt haben wollen. Hätte Kardinal Marx auch vehement Widerspruch über das Abhängen von Kreuzen in faschistischen Amtsstuben Nazi-Deutschlands eingelegt?  Vermutlich nicht, denn wer schon ohne Not in Jerusalem sein Kreuz versteckt, hat nachgerade in schwierigen Zeiten kein Kreuz.




„Muslime sind zuerst Menschen, und dann kommt das Adjektiv“

Von PLUTO | Die Botschaften, die Jesus aussandte, als er sich nach christlicher Glaubensauffassung Karfreitag ans Kreuz schlagen ließ, haben sich eingebrannt und bis heute überdauert. Die Signale, die von den Kirchenoberen heute zu Ostern ausgesandt werden, sind dagegen weichgespültes Wischiwaschi. Ein großer Meister für Nichtssagendes ist der katholische Oberhirte Kardinal Reinhard Marx. In seiner Karfreitag-Predigt rief er die Christen zu friedlichem Miteinander auf und auf die Muslime in Deutschland zuzugehen.

Wo lebt der Kirchenfürst? Liest er keine Zeitung? Bekommt er nicht mit, was täglich rund um sein Bischofspalais in München und in ganz Deutschland passiert? Registriert er nicht die zahllosen Gewalttaten, die von „schutzbedürftigen“ Muslimen an ihren Gastgebern verübt werden? Wer geht hier gewaltsam gegen wen vor? Und hätten nicht im Gegenteil die Millionen angeblich friedliebender Muslime in Deutschland, die er vor „Pauschalierungen“ in Schutz nimmt, allen Anlass, auf die Deutschen zuzugehen und sich ihnen um Verzeihung zu bitten?

Der Kardinal forderte beim traditionellen „Kreuzweg der Völker“ dazu auf, sich noch mehr jenen Nachbarn zuzuwenden, die einer anderen Religion angehören. Nur auf diese Weise könnten Vorurteile und Missverständnisse überwunden werden. Gutmeinende Bürger im rheinland-pfälzischen Kandel und im niedersächsischen Großburgwedel und anderswo haben das zur Genüge getan, um nur zwei von vielen Gemeinden zu nennen. Die Folge waren Mord und Mordversuch durch Muslime.

In der Islam-Debatte heißt es jetzt von Marx plötzlich, diese Debatte führe nicht weiter. So reagiert jemand, nachdem die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen der Meinung ist, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Auf diese Weise wird das Thema zu Grabe getragen.

Von einem Spitzenvertreter der christlichen Kirche sollte man erwarten können, dass er Gut und Böse einordnen kann. Er sollte in der Lage sein und den Mut haben, die Dinge richtig zu gewichten und beim Namen zu nennen. Und er sollte den noch ausharrenden Christen die Kraft geben, ihr Kreuz als Symbol ihres Glaubens offen und stolz zu tragen.

Kardinal Marx und sein Kollege von den Evangelischen aber sind sinnbildlich für Viele vor dem Islam zu Kreuze gekrochen, als sie ihre Amtsketten beim Besuch des Tempelberges in Jerusalem im November 2016 abnahmen und versteckten. Sie haben sich unterworfen und fordern nun in ihrer Osterbotschaft quasi das gleiche von ihren Schäfchen: Geht hin zu den Muslimen. Und haltet am besten auch die andere Wange hin. So kann man die Karfreitagsbotschaft interpretieren.




Pro Jahr werden in NRW 25 Kirchen geschlossen

In Nordrhein-Westfalen sind seit der Jahrtausendwende mindestens 453 katholische und evangelische Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser geschlossen worden – im Schnitt 25 pro Jahr. Im Erzbistum Köln wurden in dem Zeitraum 28 Gotteshäuser außer Dienst gestellt.

Im Bistum Aachen mussten 41 Kirchen geschlossen werden; im Erzbistum Paderborn 23; im Ruhrbistum Essen 105. Im Bistum Münster wurden 53 Kirchen profaniert, allein vier davon in Kamp-Lintfort. In keiner anderen Stadt des Bistums Münster waren es mehr.

Auffällig dabei: Vor dem Jahr 2000 gab es dort lediglich drei Profanierungen – davon eine 1920 in Dorsten. Viele Entwidmungen fanden auch bei der Evangelischen Kirche im Rheinland statt. Dort wurden 203 Gebäude, die für Gottesdienste genutzt wurden, seit dem Jahr 2000 geschlossen…

Die Gründe für die Schließungen sind vor allem fehlendes Geld, zu wenige Gläubige und Priestermangel. So hat sich allein im Bistum Essen die Zahl der Katholiken seit der Gründung vor 60 Jahren halbiert. (Gefunden und gekürzt aus der Rheinischen Post!)




Die (un)barmherzigen Samariter der Katholischen Kirche

Von BEOBACHTER | Die Katholische Kirche Norddeutschlands ist pleite. Acht katholische Schulen in Hamburg und vermutlich die Hälfte von 190 Gotteshäusern im Erzbistum Hamburg (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg) müssen geschlossen werden, um den Konkurs abzuwenden. Andererseits schwimmt die Katholische Kirche im Geld, wendet Millionensummen für die Flüchtlingshilfe auf, gibt aber den unbarmherzigen Samariter, wenn es um die materielle Solidarität mit den Hamburger Glaubensbrüdern geht. Jetzt schalten erschütterte Katholiken in Hamburg den Papst ein, meldet der Spiegel.

Fakt ist: Das Erzbistum Hamburg hat Investitionsbedarf von 165 Mio. Euro, dazu kommen 79 Mio. Euro Überschuldung. Mindestens drei Schulen könnten aber mit 50 Mio. Euro vor Schließung gerettet werden.

Fakt ist: Die Kirche der Kardinäle Marx und Woelki strotzt vor Geld. Sie hortet Milliarden. Das Gesamtvermögen wird aktuell auf bis zu 210 Milliarden Euro geschätzt. Allein die jährlichen Kirchensteuereinnahmen betragen sechs Milliarden Euro.

Fakt ist: Die Kardinale Marx und Woelki zeigen sich äußerst spendabel, wenn es um die Flüchtlingshilfe geht. 128 Mio. Euro wurden allein in 2016 in Flüchtlingsprojekte investiert, 53 Mio. Euro für das Inland. Zum Beispiel in Kirchenasyl. Das BAMF meldet derzeit 679 Kirchenasyle, darunter auch in katholischen Gemeinden.

Den Schäfchen nehmen und die Wölfe füttern

„Es wird niemand etwas weggenommen“, versuchen Politiker den Bürgern einzureden. Auch die Kirche argumentiert so. Das Hamburger Beispiel belehrt eines Besseren. Auch der pleitebedrohte Hamburger Erzbischof Stefan Heße lässt sich bei Flüchtlingsprojekten nicht lumpen. 15.000 Euro für ein Ökumenisches Flüchtlingscafe, 8.000 Euro für Patentaxis, 10.0000 für Hausaufgabenhilfe, 8.000 Euro für Kochkurse, usw. Der großzügige Bischof ist schließlich Migrationsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Er hat keine Hemmungen, den Migranten zu geben, den eigenen Glaubensbrüdern und –schwestern aber sprichwörtlich die schulische Butter vom Brot zu nehmen. Dass vermutlich drei der zu schließenden Schulen ausgerechnet im sozial schwächeren Hamburger Süden liegen, scheint nur ein kleiner Kollateralschaden in diesem aus dem Gleichgewicht geratenen Verteilungssystem zu sein. Zur Eröffnung der Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen im November 2017 sagte Dr. Heße: „Überall dort, wo Menschen an ihre existenziellen Grenzen stoßen, können sie auf den Beistand kirchlicher Seelsorger zählen.“ Die ihrer Schulen „beraubten“ Katholiken in Hamburg zweifeln, ob das auch für sie gilt.

Es wäre für Marx, Woelki und Co. ein Klacks, die Hamburger Katholiken aus der finanziellen Bredouille zu holen. Sie verweigern aber bislang die materielle Solidarität. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, scheint das geflügelte Wort der Kirchenfürsten zu sein, wenn es um die eigenen Gläubigen geht. Der „Barmherzige Samariter“? – Fehlanzeige!

Weil sie vermutlich kein Vertrauen mehr in die Solidarität der Amtskirche haben, soll es nun Papst Franziskus richten. Auf freundliche Worte aus Rom können die Hamburger wohl hoffen, schreibt der Spiegel. Der Papst beantworte Hilfegesuche üblicherweise mit einem Brief, sagte eine Sprecherin der Apostolischen Nuntiatur, der diplomatischen Vertretung des Vatikans in Berlin. Auch der Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, werde Gespräche mit den Beteiligten suchen.




Erzbistum Hamburg vor der Pleite, Muslime im Aufwind

Von LUPO | Dem Münchener Erzbischof Reinhard Marx und seinem Kölner Pendent Kardinal Rainer Maria Woelki müssten eigentlich die Bäckchen vor Scham erzittern bzw. erglühen, wenn sie an die finanzielle Lage der katholischen Kirche denken. Denn die beiden Spitzenkleriker bemühen stets den barmherzigen Samariter, wenn es um noch mehr Unterstützung für muslimische Zuwanderung geht. Aber sie lassen gleichzeitig ihre katholischen Glaubensbrüder im Norden Wasser saufen, obwohl denen selbiges schon bis zum Hals steht. „Wir wären insolvent, wenn wir ein Unternehmen wären“, sagt der Generalvikar des Erzbistums Hamburg Ansgar Thim laut „Welt am Sonntag“.

Statt den norddeutschen Brüdern und Schwestern entschieden finanziell unter die Arme zu greifen und die drohende Schließung von Kirchen, Schulen und caritativen Einrichtungen im hohen Norden zu verhindern, muss sich das Erzbistum Hamburg – dazu gehören Hamburg, Schleswig Holstein und Mecklenburg mit 402.000 Mitgliedern – weitgehend allein behelfen. Und das läuft auf die Schließung von acht der 21 katholischen Schulen in Hamburg und wahrscheinlich auf etwa die Hälfte der 190 katholischen Gotteshäuser Norddeutschlands hinaus. Zum Sparpaket gehören vermutlich auch drei Krankenhäuser und diverse Einrichtungen der Caritas und Schulen in Ludwigslust und Lübeck.

Sowas kommt von sowas, weiß der Volksmund. Denn der katholischen Kirche brechen seit Jahren die Mitglieder und damit die Kirchensteuern weg. Die Mitglieder wenden sich ab, viele, weil sie die ungebrochene Begeisterung der katholischen Spitzen für die moslemische Massenzuwanderung missbilligen. Den Hamburger Katholiken kann indes keiner klar machen, weshalb die katholische Kirche mit sechs Milliarden Einnahmen allein aus Kirchensteuern nicht den finanziell ertrinkenden Hamburgern solidarisch zur Seite stehen kann. Einen Solidaritätsbeitrag für die notleidenden katholischen Schulen schließt die Deutsche Bischofskonferenz, dem Marx vorsteht, aber aus, sagt laut WamS ihr Schulbeauftragter, der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker. Auch sonst wird keine helfende Hand wahrgenommen.

Auch in anderen Bistümern ist die finanzielle Lage prekär. So attestiert der Münsteraner Kirchenrechtler Prof. Thomas Schüller den Diözesen Magdeburg, Essen, Hildesheim und Mainz eine finanzielle Krise, meldet die WamS: Hamburg sei nur ein Vorgeschmack „auf das, was allen Diözesen in den nächsten zehn Jahren bevorsteht“.

Die Eltern der von Schließung bedrohten Schulen, die ihre Kinder in einer behüteten schulischen Umgebung aufwachsen sehen wollten, müssen ihren Nachwuchs künftig wohl in staatliche Schulen schicken, die zum Teil Klassen mit zunehmend überwiegend muslimischen Kindern haben. Natürlich mit Koranunterricht. Denn während die Katholische Kirche in der Elbestadt den Bach runter ging, bekamen die Muslimverbände Aufwind. Der 2012 geschlossene Islam-Staatsvertrag regelt u.a. den Bau von Moscheen, die Erteilung islamischen Religionsunterricht, die Bestattung nach islamischem Ritus. Im Gegenzug bekannten sich die Muslime ausdrücklich zum Grundgesetz. Zum “Dank“ bejubelte jetzt der führende Hamburger Schura-Vertreter Mustafa Yoldas auf Facebook den Angriff der Türkei auf kurdische Stelllungen und beschimpfte Kritiker als Terrorversteher.

Heißt es künftig „Haramburg“ statt Hamburg, wie das Netz spottet? Die Spitzenkleriker Marx und Woelki wird das vermutlich nicht stören. Sie halten wahrscheinlich solange Merkel-Kurs der offenen Grenzen, bis ihnen der Muezzin den Marsch bläst.




Franziskus über schwule Priesterseilschaften

franziskus2Papst Franziskus hat in einem internen Gespräch zugegeben, dass die katholische Kirche von Homosexuellen-Seilschaften unterwandert ist. Damit wird erstmals aus höchster Quelle, wenngleich unfreiwillig, eingeräumt, dass weitverbreitete entsprechende Vermutungen im Wesentlichen zutreffen.

(Von Manfred Kleine-Hartlage)

Spiegel-Online schreibt:

Rom – Die Versammlung sollte eigentlich hinter geschlossenen Türen stattfinden, über das Gesagte Stillschweigen bewahrt werden. Am 6. Juni empfing Papst Franziskus Vorstandsmitglieder der Lateinamerikanischen und Karibischen Konferenz der Ordensleute (Clar). Man sprach über dies und das, offenbar auch über brisante Inhalte.

Irgendjemand aus der Gruppe erstellte eine Zusammenfassung der Anmerkungen des Papstes. Und eben die gelangte an die Öffentlichkeit. Die chilenische Internetseite „Reflexión y Liberación“ publizierte den Wortlaut der Mitschrift.

(…)

Dann kam Franziskus auf ein Gerücht zu sprechen, das seit langem kursiert: „Es ist die Rede von einer Gay-Lobby, und es ist wahr, sie ist da … wir müssen sehen, was wir tun können.“ Die Aufgabe scheint demnach keine leichte zu sein. „Betet für mich“, bat der Papst die Ordensleute, „dass ich so wenig Fehler mache wie möglich.“

Der Vorstand der Clar bestätigte am Dienstag, dass ein Protokoll erstellt wurde. Man bedauere zutiefst, dass dieses an die Öffentlichkeit gelangt sei und entschuldige sich dafür. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte, da die Audienz privat gewesen sei, werde er sich zu dem Thema nicht äußern.

Bisher hatte der Vatikan Berichte über angebliche schwule Seilschaften in der Kurie stets zurückgewiesen. Dennoch häuften sich die Gerüchte und Mutmaßungen. Einige Vatikanisten in Rom führten gar den Rücktritt von Papst Benedikt auf die mutmaßlich machtvolle „Gay-Lobby“ zurück. Auch im mehrere hundert Seiten langen Dossier zur sogenannten Vatileaks-Affäre soll von dem Netzwerk die Rede sein. Benedikt hatte das Dokument Franziskus als schweres Erbe hinterlassen.

Das Thema ist keineswegs neu. Im Zuge des Missbrauchsskandals war kritischen Beobachtern schon früh aufgefallen, dass die überwältigende Mehrheit der Opfer männliche Teenager waren (was insofern bemerkenswert ist, als die große Mehrheit der Priester heterosexuell ist) und die Vermutung geäußert, dass es in der Kirche weniger ein Pädophilen- als ein Homosexuellenproblem gebe. Der Krakauer Priester und Theologe Dr. Dariusz Oko kam bereits im Juli 2012 in einem aufsehenerregenden Aufsatz aufgrund eingehender Recherchen zu dem Schluss:

Zuerst muss eine allgemein verbreitete, mediale Lüge aufgedeckt werden. Die Medien reden ständig von der Pädophilie der Geistlichen, obwohl es hier meistens um Ephebophilie geht, d.h. eine Entartung von reifen, erwachsenen homosexuellen Männern, deren sexuelle Vorliebe nicht Kindern, sondern pubertierenden, heranwachsenden Jungen gilt. Das ist eine typische, mit Homosexualität verbundene Perversion. Zum Grundwissen in dieser Frage gehört die Tatsache, dass mehr als 80 % der Fälle sexueller Gewalt seitens Geistlicher, die in den USA offenbar wurden, Fälle von Ephebophilie und nicht Pädophilie waren! Diese Tatsache wird sorgfältig verborgen, vermieden und verschwiegen, weil es die Verlogenheit sowohl der weltlichen als auch kirchlichen Homolobby besonders nachhaltig entlarven würde.

Oko weist darauf hin, dass der Priesterberuf für Homosexuelle aus anderen Gründen attraktiv ist als für Heterosexuelle: Er ermöglicht ihnen, in einem von Männern geprägten Umfeld zu leben, ohne die Abwesenheit von Frauen in ihrem Leben erklären zu müssen. Er setzt sie damit freilich auch ständiger Versuchung aus, ungefähr so, als würde unsereiner ständig mit lauter hübschen jungen Frauen unter einem Dach leben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er unter solchen Umständen seine Keuschheit lebt, sinkt dramatisch. Jedem Menschen gegenüber, also auch unseren homosexuellen Brüdern gegenüber, müssen wir Verständnis und Achtung entgegenbringen. Sie geben sich oft viel Mühe, und manchen von ihnen gelingt es, enthaltsam oder sogar heilig zu leben. Aber objektiv gesehen, fällt es ihnen viel schwerer, und deswegen gelingt es ihnen auch viel seltener.

Die Konsequenz ist zum einen, dass homosexuelle Priester dazu neigen werden, sich gegenseitig zu unterstützen, Fehlverhalten unter den Teppich zu kehren, Aufklärung zu behindern und gleichgesinnte oder doch zumindest willfährige Kandidaten beim Aufstieg in der Hierarchie zu unterstützen. Oko führt einige erschreckende Beispiele dafür an, in welchem Maße aufklärungswillige Kleriker von den einschlägigen Seilschaften unter Druck gesetzt und mundtot gemacht wurden.

Die zweite Konsequenz ist ein Leben in permanenter Heuchelei: Der Priester verliert den inneren Bezug zu dem Glauben (den er lehren und verkörpern soll), weil er ihn selbst nicht lebt. Die Neigung zur Unterstützung häretischer Positionen muss zunehmen, wo die eigene Lebensführung auf der Basis des katholischen Glaubens nicht zu rechtfertigen ist. Der Sinn des Zölibats verkehrt sich damit in sein Gegenteil: Er soll ja ein Opfer sein, damit nur wirklich glaubensstarke Persönlichkeiten Priester werden und in der Hierarchie aufsteigen können, das heißt er dient dazu, die Kirche vor Unterwanderung zu schützen. Gegenüber Homosexuellen, für die er gerade kein Opfer ist, ist dieser Schutz wirkungslos.

Viele Katholiken fragen sich, wie es kommen konnte, dass theologische Positionen, die die Kirche fast 2000 Jahre lang unbeirrt vertreten hat, in den letzten Jahrzehnten sang- und klanglos geräumt worden sind. (Der Druck des liberalen Zeitgeists erklärt für sich genommen überhaupt nichts: Der Zeitgeist im Römischen Reich, in dem die Kirche gewachsen ist, war auf seine Art noch viel liberaler, der Druck auf die Kirche dafür unvergleichlich größer, als er es heute ist.) Sie fragen sich, wie es sein kann, dass eine so gut gesicherte Bastion wie die Kirche offenkundig von Menschen unterwandert werden konnte, die an die katholische Lehre in Wahrheit gar nicht glauben.

Dafür kommen offenkundig nur zwei Arten von Menschen in Frage:

Solche, die selber eine starke religiöse oder zumindest quasireligiöse Motivation haben, den Katholizismus zu bekämpfen – etwa die amerikanischen Kommunisten, die (laut den Enthüllungen der ehemaligen CPUSA-Funktionärin Bella Dodd) in den dreißiger Jahren mehrere hundert Kader in die Kirche eingeschleust haben sollen, und zwar mit dem Parteiauftrag, in der Hierarchie möglichst weit aufzusteigen.

Und solche, für die der Zölibat kein Opfer ist, die aber in ihrem Glauben kompromittiert und obendrein erpressbar sind.

Dies ist zumindest eine Teilantwort.




100 Millionen Christen weltweit verfolgt

In den vergangenen Monaten hat sich die Lage für Christen in mehreren Ländern verschlechtert, darunter beispielsweise in Afghanistan, Marokko und Sri Lanka. In anderen Ländern waren Verbesserungen festzustellen. Besonders drastisch sind die neusten Entwicklungen in Afghanistan. Der private Fernsehsender „Noorin TV“ sendete einen Bericht über die Taufe von Afghanen, die vom Islam zum Christentum wechselten.

Der stellvertretende Parlamentspräsident Abdul Sattar Khawasi forderte daraufhin die Verhaftung und öffentliche Hinrichtung der in dem Video gezeigten afghanischen Apostaten. Ein Abgeordneter bekräftigte, dass gemäß der Scharia, die Tötung eines vom Islam abtrünnigen Muslims erlaubt sei.

Open Doors schreibt in einer Pressmitteilung über weitere Entwicklungen:

Kampagne gegen ausländische Christen

Im nordafrikanischen Königreich Marokko rollt eine „Säuberungswelle“ gegen ausländische Christen. 128 Ausländer wurden seit Jahresbeginn des Landes verwiesen, rund 7000 hochrangige islamische Würdenträger unterstützten diese Ausweisung und warfen den Christen „Schändung der Moral“ vor und „religiösen Terrorismus“. Die meisten der ausgewiesenen Christen wurden ohne Vorwarnung gezwungen, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen. Einheimische Christen wurden eingeschüchtert, manche festgenommen und geschlagen, zudem wurden Leiter von Gemeinden zu Verhören vorgeladen.

Usbekistan: Regierung verstärkt Druck auf Christen

In den vergangenen drei Monaten sind in Usbekistan mindestens zehn Gläubige wegen unerlaubter christlicher Aktivitäten zu zehn bis fünfzehn Tagen Haft verurteilt worden. Zudem kontrolliert die Polizei verstärkt usbekische Christen; Häuser von Gläubigen wurden auf christliche Literatur hin durchsucht. Wurden Bibeln oder andere christliche Literatur gefunden, mussten die Hausbesitzer hohe Bussgelder zahlen. Selbst die Registrierung als offiziell erlaubte Gemeinde ist keine Garantie vor behördlicher Schikane: So kam es in Taschkent am 16. Mai während des Gottesdienstes in einer großen registrierten protestantischen Kirche zu einer Hausdurchsuchung. Bücher und Literatur wurden beschlagnahmt, etliche Gemeindemitglieder verhaftet und für 24 Stunden festgehalten.

Einzelne Verbesserungen

Im Iran scheint das Interesse am christlichen Glauben zu wachsen, wodurch die Nachfrage nach Bibeln und christlicher Literatur steigt. In den vergangenen Monaten sind Hunderte von Bibeln von Sicherheitskräften beschlagnahmt und vernichtet worden. Dennoch ist im zweiten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Verhaftungen von Christen im Iran gesunken. Zwar kommen weiterhin Konvertiten in Haft und werden auch nach ihrer Freilassung von Beamten überwacht und eingeschüchtert, doch es gab weniger Festnahmen im Vergleich zum ersten Quartal, ähnlich dem Irak, aus welchem im zweiten Quartal weniger Gewalttaten vermeldet wurden. Teils verbessert hat sich die Lage in China. Hauskirchen werden von der Regierung mehr geduldet als früher. In manchen Gebieten gelten unterschiedliche Religionsvorschriften, und so erleben Christen in einer Region manchmal härtere Verfolgung als in der Nachbarprovinz.

Sri Lanka: Christentum in Schulbüchern diffamiert

Das Erziehungsministerium des buddhistisch geprägten Inselstaates Sri Lanka hat Anfang des Jahres neue Schulbücher für den Geschichts- und Geografieunterricht herausgegeben. Katholische Schulleiter und Lehrer beklagten, dass darin Christen als Zerstörer der singhalesischen Kultur dargestellt würden. Vor allem würden die katholische Kirche, der Papst und katholische Christen diffamiert. Noch ist kein Anti-Bekehrungsgesetz vom Parlament verabschiedet worden. Dennoch müssen Christen mit Verfolgung seitens der Regierung, der Gesellschaft sowie durch buddhistische oder auch hinduistischen Extremisten rechnen.

Indonesien: Islamisten wollen Ende der „Christianisierung“

Auffälligstes Ereignis in Indonesien im zweiten Quartal war der am 20. und 21. Juni in der Al-Azhar-Moschee in Bekasi (Westjava) abgehaltene islamische Kongress. Zu den 200 Kongressteilnehmern gehörten neben Vertretern örtlicher Organisationen auch Vertreter von zwei der grössten muslimischen Organisationen Indonesiens sowie der Islamischen Verteidigungsfront (FPI), die für ihre aggressive Opposition gegen Christen und andere nicht-muslimische Gruppen bekannt ist.

Zentrales Thema der Konferenz war, aufgrund der wachsenden Zahl christlicher Hausgruppen in der Region der „Christianisierung“ ein Ende zu machen. Die Anwesenden beschlossen die Gründung eines Überwachungszentrums und einer Jugendmiliz (Laskar-Pemuda). Christen forderten ein interreligiöses Forum, um interreligiöse Spannungen, die aufgrund der Konferenzforderungen entstanden waren, abzubauen. Logan Maurer, Regionalleiter von International China Concern konstatierte: „Die jüngsten Vorgänge im indonesischen Bekasi enthüllen einen beängstigenden Trend. Hier wollen radikale Muslime alles unternehmen, um Christen auszuschalten. Die Tatsache, dass sie damit drohen, sich paramilitärischer Aktionen zu bedienen, und dass sie konkrete Schritte zur Bildung von Milizen unternehmen, zeigt, dass die Christen und letztlich die Religionsfreiheit aller in Gefahr sind.“

Geschätzte 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Direkter Link zum Weltverfolgungsindex.




Islamkritik in der Münchner Seidlvilla

Im Rahmen des Programms der Münchner Volkshochschule hielt Ali Fahimy Mitte Juli in der Münchner Seidlvilla einen Vortrag mit dem Titel „Der Islam ist Religion und Staat – Einführung in die politischen Welten des Islams“. Trotz des an diesem Tag wunderbaren Biergartenwetters (und 4 € Eintritt) fanden sich neben ca. 20 Unentwegten auch einige wenige Islamkritiker ein. Es stand zu befürchten, dass bei dieser großen Hitze eine anstrengende Debatte über die angebliche Friedensreligion™ bevorstehen könnte. Doch es sollte alles ganz anders kommen.

Der Iraner Fahimy zeigte den Islam über weite Strecken seines Vortrages so, dass man den Eindruck haben konnte, einen Artikel auf PI zu lesen. Seine deutlichen Worte machten die Anwesenheit von Islamkritikern mehr oder weniger überflüssig. Doch zeigte der Abend auf, dass das gutmenschliche Weltbild sich nur schwer durch die Auseinandersetzung mit Fakten verändern lässt. Das gilt überraschenderweise auch dann, wenn solche nicht von anwesenden Islamkritikern, sondern von dem Vortragenden selbst über den gesamten Vortrag hinweg präsentiert werden.

Die Entstehungsgeschichte des Islam als kurzer Abriss

Fahimy zeigte zunächst auf, dass die beiden Phasen des Lebens Mohammeds in Mekka und Medina zu unterscheiden sind. Während es die Bevölkerung in Mekka noch ablehnte, in Mohammed einen Propheten zu sehen, nahm man seine Botschaft in Medina an. Der Dozent schreibt dieses unterschiedliche Verhalten auch den ökonomischen Verhältnissen in den beiden Städten zu. Es sei Mohammed, anders als in dem prosperierenden Mekka, leicht gefallen, die einfachen Leute von Medina zu überzeugen.

Mohammed habe sich in der Folge das arabische System, in dem der eine Stamm gegen den anderen kämpft, zu Nutze gemacht. Er erklärte die Anhänger des Islam als zu einem Stamm gehörend, der gegen andere Stämme kämpft. Als ersten Gegner habe Mohammeds neuer Stamm das mächtige Mekka ausgemacht und schließlich besiegt. Nachdem der Vortragende kurz die kriegerische Grundausrichtung des Islam dargestellt hatte, ging er noch auf das islamische Schisma zwischen Schiiten und Sunniten ein. Seine Sichtweise hierzu ist, dass die Perser auch aus einer gewissen Opposition gegen die „arabische“ Religion heraus – und später gegen das osmanische Reich – Schiiten wurden.

Der Koran und seine Bedeutung

Der Koran, der eine der Hauptsäulen des Islam sei, sei nicht chronologisch, sondern nach der Länge der Suren geordnet. Dabei sind die Suren aus Mekka von denen aus Medina zu unterscheiden. Während es in Mekka noch um Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung gegangen sei, konnte in Medina keine Rede mehr davon sein. In den Offenbarungen aus Medina geht es um Krieg, Unterwerfung der anderen Religionen, Rache und Dschihad. Dies sei der Grund, warum Islamkritiker meinten, am Anfang hätte er sich als guter, netter Prophet dargestellt. Als er dann in Medina an die Macht gekommen sei, habe sich dies allerdings geändert. Es sei dann um die Macht gegangen. Und daher hätten sich ab da die Schriften verändert.

Es sei wichtig, sich klarzumachen, dass der Islam nicht nur eine Religion, sondern auch eine Gesellschaftsordnung, eine Ideologie darstelle. Da es im Arabien der damaligen Zeit keinen Staat gab, sondern nur Stämme, habe Mohammed nicht nur versucht, eine neue Religion zu bringen, sondern auch einen Staat aufzubauen. Daher stelle der Islam einen Gottesstaat dar, wobei das Staatsoberhaupt Allah sei. Diese Tatsache müsse man erkennen, um zu verstehen, warum es so schwierig sei, in islamischen Ländern eine Demokratie zu errichten.

Die Scharia

Die Scharia seien die islamischen Gesetze. Ohne diese Gesetze könne ein Muslim gar kein richtiger Muslim sein. Ein richtiger Muslim würde nicht nur seine Gebetszeiten, das Fasten, die Pilgerfahrt usw. nach den islamischen Geboten ausrichten, sondern sich bei der „Gestaltung“ seines Leben insgesamt an der Scharia orientieren. Dann könne er sich als richtiger Muslim bezeichnen. Daher würden neben den Gesetzen der Scharia, die im Koran und den Hadith (Aussprüche und Taten Mohammeds) festgelegt seien, keine – menschgemachten – Gesetze benötigt, da die Scharia auch nach 1400 Jahren immer noch vollumfänglich gültig sei.

Aus diesem Grund ergäben sich mit Muslimen, die nach Europa bzw. in den Westen ausgewandert seien, Probleme. Diese könnten, wenn sie sich als richtige Muslime fühlten, den dort geltenden Gesetzen nicht Folge leisten. Das sei der eigentliche Konflikt. Daher könne ein islamischer Staat letztlich auch nur ein Gottesstaat seien.

Weltbild der Gutmenschen ist erschüttert

Nachdem Fahimy dies alles dargelegt hatte, ließ er auch Zwischenfragen zu. Eine Frau meldete sich und meinte gemäß dem Dargelegten – Machtstreben, eigene Gesetze etc. – sei die katholische Kirche wiederzuerkennen. Fahimy machte darauf aufmerksam, dass die katholische Kirche eine Institution sei. Dies sei zu unterscheiden von der Religion, die anders als der Islam, nicht zugleich Ethik und Staatsverfassung sei. Jesus sei es – so weit er, Fahimy, dies sagen könne – um die Liebe gegangen, das andere hätten Menschen der Botschaft hinzugefügt.

Eine weitere Zuhörerin erinnerte daran, dass die katholische Kirche durch die Aufklärung gegangen und das Ziel der katholischen Kirche nicht die Errichtung eines Gottesstaates sei. Der Sichtweise der katholischen Kirche im Hinblick auf Verhütung und sonstiges könne man freiwillig folgen oder nicht; es stelle kein weltliches Gesetz dar.

Ein Teilnehmer wollte wissen, ob die Scharia etwas vollkommen Neues gewesen sei, oder z.B. auf römischem Recht aufbaute. Fahimy erklärte geduldig, dass sie auf den arabischen Sichtweisen aufbaute und mit römischem Recht nicht das Geringste zu tun habe. Mohammed habe sich ausschließlich an der arabischen Kultur orientiert.

Mohammed habe als sehr kluger Mann den islamischen Staat aufgebaut, indem er ihm gleichzeitig auch eine Verfassung gab. Dies mache es aber heute gerade schwierig, in den islamischen Ländern einen demokratischen Rechtsstaat einzuführen. Die dazu notwendige Trennung von Staat und Religion würde die Muslime ihrer Identität berauben.

Ein Zuhörer fragte: „Wenn es für richtige Muslime nicht möglich ist, Religion und Staat voneinander zu trennen und dieser Fakt es so es so schwierig macht, in islamischen Ländern eine demokratische Gesellschaft aufzubauen, weil mit der Trennung auch die Identität der Muslime angegriffen wird, wie kann dann in einer westlichen Gesellschaft die Demokratie aufrecht erhalten werden, wenn die Bevölkerung immer stärker muslimische geprägt ist?“

Fahimy antwortete zunächst scherzhaft, der Fragesteller möge doch einfach nach der Scharia leben. Ernsthafter erwiderte er, dass es zwar Probleme gibt und geben wird, die Demokratie aber in der Lage sei, sich zu verteidigen. Auf die Nachfrage, was ihn so positiv stimme, meinte Fahimy, die demokratischen Institutionen würden die Verteidigung gegen Extremismus übernehmen. Das gelte aber, so meinte er auf Nachfrage, nicht für den einzelnen Bürger, für das Volk als Souverän des demokratischen Staates, da es sonst zu bürgerkriegsähnlichen Konflikten komme.

Wer nach der Scharia leben wolle, solle doch besser seinen Lebensmittelpunkt nach Saudi-Arabien, in den Iran oder die Türkei verlegen. Man könne nicht beides haben; in Europa wegen des angenehmeren Lebensstils verbleiben und gleichzeitig nach der Scharia leben wollen. Wer aber hier bleiben wolle, solle die Gesellschaftsform hier akzeptieren.

Darauf meinte ein Zuhörer, dass ein Muslim doch wohl die demokratische Gesellschaft hier anerkennen und dennoch ein guter Muslim sein könne. Fahimy meinte, er könne – was den Islam an sich betrifft – ein solcher vielleicht nicht bleiben, aber er könne sich als Muslim fühlen. Das störe ja niemanden, ihn (Fahimy) jedenfalls nicht.

Ein Teilnehmer machte die Beobachtung, dass wenn in islamischen Ländern die Mehrheit für die Scharia sei, dies doch zugleich auch demokratisch sei. Es sei doch verständlich, dass die islamischen Staaten nicht etwas aufoktroyiert bekommen und lieber in ihrer Kultur leben möchten. Fahimy machte darauf aufmerksam, dass die arabische Welt durch den Islam überhaupt erst eine Zivilisation bekam, die sie anderen bei der Eroberung überstülpte, die sehr wohl schon eine solche gehabt hatten. Damals seien die vom Islam eroberten Kulturen durch Kämpfe mit Dritten geschwächt gewesen. Zudem habe der Islam, der im Grunde eine sozialistische Heilsbotschaft sei, auf viele attraktiv gewirkt und wirke noch immer so. Der Islam und der Sozialismus mache alle gleich.

Nach diesen Ausführungen fragte Fahimy den Zuhörer, wie er Demokratie definieren würde. Dieser meinte, Mitbestimmung der Bürger sei Demokratie. Aber aus diesem Grund, so Fahimy, könne es im Islam keine Demokratie geben, denn im Islam sei Gott und nicht das Volk der Souverän. Die Menschen seien aus islamischer Sicht nicht vernünftig genug , um irgendetwas zu entscheiden. Der Mensch ist nur Diener, weshalb es keine Souveränität des Volkes geben könne. Deshalb gebe es keine Demokratie, weil es keine Mitbestimmung gebe. Denn kein Volk und kein Ayatollah könne ein durch Allah gegebenes Gesetz ändern.

Es gebe aber vereinzelt zarte Versuche, die Regelungen der Hadithe abzumildern, indem man diesen nicht eine so große Wertigkeit zusprechen möchte. Dies könne allerdings nicht für die Schariabestandteile gelten, die direkt aus dem Koran hervorgingen.

Islam und Islamismus

Fahimy führte dann aus, dass Islamisten solche Muslime seien, die auch von anderen den Gehorsam gegenüber den schariatischen Gesetzen verlangten bzw. deren Unterwerfung anstrebten. Diese dürften zwar eine (andere) Religion haben, müssten aber ihr Leben nach der Scharia ausrichten. Im Übrigen sei nach dieser Sichtweise der Muslim, der zum Christen- oder Judentum überwechsle, ein Verräter und noch schlimmer als Juden oder Christen.

Selbstmordattentate seien aber nicht durch islamisches Recht gedeckt, da Selbstmord im Islam verboten sei. Der Kampf sei aber sehr wohl geboten, nur eben nicht der Selbstmord wie zum Beispiel am 11. September.
Später meinte Fahimy, die oben genannte Definition so nicht formuliert zu haben. Er gab dann an, dass Islamisten diejenigen seien, die andere physisch vernichten wollten. Diese seien Extremisten.

Daraufhin warf eine Dame ein, dass es doch Tötungsaufrufe im Koran gebe. Wenn man diesen folge, sei man doch kein Islamist, es sei denn Mohammed würde als der erste Islamist betrachtet. Hier wich Fahimy aus, da er – wie er sagte – nicht Hass und Zwietracht säen wolle. Er wolle nur erklären, warum es so schwer sei, in islamischen Ländern die Demokratie einzuführen.

Daraufhin warf die Dame, die in der Beschreibung des Islam die katholische Kirche erkannt haben wollte, ein, in Jordanien gäbe es bereits Demokratie.

Als Fahimy erstaunt nachfragte, wie sie darauf komme, berichtete sie, in Jordanien würden die Frauen nicht gezwungen, das Kopftuch bzw. den Schleier zu tragen. Eine Sichtweise, die bei vielen, insbesondere Fahimy, neben Erstaunen hinsichtlich dieser „Demokratiedefinition“ auch Ablehnung hervorrief.

Die Moschee

Die Moschee sei nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Ort der politischen Agitation und der Gelehrsamkeit. Anders als die Kirche habe die Moschee mehrere Funktionen.

Koran, Sunnah und die demokratische Verfassung

Eine Zuhörerin fragte nach dem Koordinationsrat der Muslime, in dem die großen vier islamischen Verbände zusammengefasst seien. Diese bei der Islamkonferenz auftretenden Verbände (Der Islamrat wurde mittlerweile ausgeladen) hätten in ihrer Geschäftsordnung festgelegt, dass Koran und Sunnah unveränderliche Grundlagen sind, sich aber gleichzeitig auch zum Grundgesetz bekannt. Sie sehe da einen Widerspruch. Fahimy erwiderte lediglich: „Ich auch!“

Umgang des Westens mit der islamischen Welt

Fahimy wurde gefragt, wie westliche Politiker mit den islamischen Staaten umgehen sollten. Es zeige sich immer deutlicher, so der Fragesteller, dass das lange verfolgte Konzept der Demokratisierung nicht erfolgreich sein werde. Aus Fahimys Sicht sind Demokratisierungsversuche in islamischen Ländern auch daran gescheitert, dass den Bevölkerungen in diesen Ländern erzählt werde, ihre Länder, die über Bodenschätze verfügen, würden durch den Westen ausgebeutet. Versuche, Demokratie dort einzuführen, seien auch mit Hilfe der Europäer sofort niedergeworfen worden. Als Beispiel verwies er auf die islamische Republik Iran, in der die demokratischen Kräfte noch nie durch die Europäer unterstützt worden seien. Die islamische Revolution sei durch die USA (namentlich Jimmy Carter) erst möglich gemacht worden. Im Westen sei nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1990 der Islam als Feindbild im Rahmen des Kampfes der Kulturen gezeichnet worden. Der über das ganze 20. Jahrhundert geführte Kampf der Ideologien sei durch den Kampf der Religionen (der Kulturen) ersetzt worden. Dieses Jahrhundert werde durch diesen Kampf der Religionen/Kulturen gekennzeichnet, was viel gefährlicher sein könne für den Weltfrieden. Denn Ideologien könne man ändern, Religionen nicht. Das komme auch dadurch zustande, dass es keine festen Strukturen im Islam gebe, so dass schon relativ kleine Gruppen losgelöst von jeder Kontrolle in den Kampf einsteigen könnten. Deshalb gelte es aus eigenem Interesse, die demokratischen Institutionen und Organisationen in den islamischen Ländern zu unterstützen.

Ein Zuhörer widersprach Fahimy, da aus seiner Sicht ein Feindbild Islam 1990 gar nicht geschaffen werden musste. Schließlich sei die islamische Revolution 1979 erfolgt und schon damals sehr antiwestlich ausgerichtet. Daher sei die Schaffung eines Feindbildes im Jahre 1990 erst gar nicht nötig gewesen, denn zu diesem Zeitpunkt war der Krieg schon lange erklärt. Fahimy erwiderte, dass der Iran bzw. Khomeini jedoch nicht der Führer der islamischen Welt gewesen sei und als Schiit auch nicht hätte werden können. Die antiwestliche Einstellung in den islamischen Ländern sei schon lange zuvor vorhanden gewesen, um die Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren.

Fahimy machte darauf aufmerksam, dass nicht eine Seite „schuld“ sei an dem sich länger aufbauenden Konflikt. Er wolle nur auf die Gefährlichkeit dessen aufmerksam machen. Es gebe nun keine zwei großen Blöcke, die sich gegenseitig in Schach hielten, was die gegenwärtige Situation viel gefährlicher machte. Denn schließlich sei nur ein Gleichgewicht ein Garant für den Frieden. Nun stünden sich auch wieder Interessen gegenüber. Die Muslime hätten das Interesse, die ganze Welt islamisch werden zu lassen, was amerikanischen Interessen zuwiderlaufe. Da die Interessensphären aber nicht in Organisationen (Blöcke) eingebunden seien, sei dieser Konflikt sehr viel gefährlicher.

Auch der Westen wird religiöser

Fahimy legte dar, dass die USA das freieste Land der Welt sei, das auch als erstes Land die Demokratie eingeführt habe. Die USA seien viel freier als Europa, das sozial besser organisiert sei, aber nicht ganz so frei. Die USA zeichnete auch eine unglaubliche religiöse Toleranz aus. Allerdings bereitet Fahimy der von ihm beobachtete Trend der zunehmenden „Re-Religionisierung“ der USA Sorge, die sich auch in Israel und im schwächeren Maße in Europa beobachten lasse. Dies könne den Konflikt anheizen. Man könne – wie die deutsch-französische Geschichte zeige – nationale Konflikte lösen, aber das gelte nicht für Konflikte auf religiöser Basis. Aus diesem Grund seien die innerreligiösen Konflikte wie die zwischen Sunniten und Schiiten noch gefährlicher als der Konflikt mit dem Westen.

Wird es eine demokratische Entwicklung in islamischen Ländern geben?

Es folgte eine Diskussion, in der die eine Seite die Hoffnung betonte, die islamischen Gesellschaften könnten sich aufgrund von Internet und ähnlichem nicht mehr so sehr abschotten. Die Pessimisten verwiesen hingegen auf die immer religiöser werdenden Gesellschaften in den islamischen Ländern. Fahimy ergänzte, dass die Regime in den islamischen Ländern oftmals korrupt sind und für ihre Bevölkerungen oft nichts unternehmen, so dass die Religion auch Hoffnung vermittelt. Dies werde verstärkt durch islamische Organisationen wie Muslimbruderschaft und Hizbollah, die auch als Sozialeinrichtungen auftreten.

Eine Irakerin meldet sich zu Wort

Eine junge Irakerin, die sehr westlich auftrat, meldete sich zu Wort und wies darauf hin, dass die Beschreibung, der Islam sei die Identität der Muslime, zu kurz greife. Dieser sei vielmehr gerade für die älteren Muslime alles, es sei „ihre Haut“. Für Muslime sei alles was neu und ihnen unbekannt sei eine Gefahr. Dies ergäbe sich aus der Erziehung, und diese sei 1:1 der Koran. In der Bibel gebe es die zehn Gebote, der Koran sei voll mit Geboten. Das ganze Leben, von Steuer- und Eherecht über Kinder, Beziehungen etc. sei durch den Islam geregelt. Und diese Sichtweise sei durch Muslime in Europa auch so an die junge Generation weitergegeben worden. Es gebe nichts anders und die Muslime würden auch nichts anderes kennen, weshalb sie auch so weiterlebten. Deshalb seien sie nicht bereit, sich geistig zu öffnen. Diese Bereitschaft läge bei „null“. Es werde nichts angenommen und auch nichts gelockert. Die eigene Sichtweise werde schlichtweg nicht überprüft, auch wenn man als Muslim im Westen lebe. Die Religion sei alles, was man habe und so versuche man daher auch, das genauso weiterzugeben. Sie habe es leider nicht so erfahren, dass man nach 15 oder 20 Jahren im Westen die Bereitschaft zeigen würde, hieran irgendetwas zu ändern.

Was die junge Irakerin als (kleines) Zeichen der Hoffnung sieht, sind die Frauen aus Ägypten und aus dem Libanon, die sich an die Öffentlichkeit trauten. So gebe es dort eine bekannte Nachrichtensprecherin, die von ihrem Ehemann grün und blau geprügelt worden sei. Diese habe sich tatsächlich getraut, ein Foto von ihr in den Medien zu platzieren, auf dem man sehen konnte, wie sie nach dem Übergriff aussah. Solche Dinge gebe es zwar und das sei auch gut, aber das entwickle sich sehr, sehr langsam.

Islam mit dem Zusammenbruch des Ostblocks vergleichbar?

Ein Zuhörer machte darauf aufmerksam, dass der Ostblock von innen heraus zusammengebrochen sei und dies in den islamischen Ländern genauso sein könnte. Diese Sichtweise wurde von anderen Zuhörern als unzulässiger Vergleich verworfen, da im Ostblock die Leute der Idee davonliefen, während die Muslime gerade in der Religion verhaften bleiben (wollen).

Fahimy hatte vor dem Einstieg in die Diskussion gefragt, wer an eine Demokratisierung der islamischen Welt glaube, was nur von einer Minderheit angenommen wurde. Am Ende nach seiner eigenen Einschätzung gefragt, meinte er, es werde eine Demokratisierung in islamischen Ländern und mehr Freiheiten geben. Diese werden allerdings nicht den Ausprägungsgrad wie in westlichen Ländern haben.

Ende eines anstrengungsfreien Abends

Nach diesem islamkritischen Vortrag ließen wir den Abend in dem zur Seidlvilla gehörenden Biergarten ausklingen. Zwar hatten wir aufgrund des Vortrages und der Sichtweise des Dozenten einen anstrengungslosen Abend, aber ein wenig Belohnung muss trotzdem sein.

Fahimy erweist sich als ein offener Mensch mit dem eine Debatte möglich – wenn auch aus Sicht eines Islamkritikers weitestgehend überflüssig – ist. Ein Kritikpunkt ist allerdings die Verwendung des Begriffes „Islamisten“, womit er sich nicht nur in gewisser Weise selbst widerspricht, sondern auch auf einen Propagandaterminus hereinfällt. Aber ein bisschen Tribut an den Mainstream darf ja sein. In keiner Weise kann man jedoch Fahimy zustimmen, wenn er die Hoffnung hat, die freiheitlich demokratische Grundordnung werde durch die Institutionen verteidigt und der Bürger könne sich quasi zurücklehnen. Jeder, der mit kritischem Blick unsere Gesellschaft betrachtet, wird feststellen, dass es eben gerade diese Institutionen sind, die aus einem naiven Verständnis von Toleranz heraus Wegbereiter der Islamisierung unserer Gesellschaft sind. Bürger sind dazu aufgerufen, das zu stoppen.




Cordoba: Kathedrale nicht mit Moslems geteilt


Weil mit Moslems „teilen“ in Wirklichkeit gleichbedeutend mit einem „schmeißt die Katholiken raus“ wäre, hat der Bischof von Cordoba, Demetrio Fernandez Gonzalez (Foto), eine Teilung der dortigen Kathedrale mit Moslems abgelehnt. Fernandez sagte, eine Teilung wäre gleichbedeutend mit einem „Gute Nacht“, und das wäre unverantwortlich.

Kath.net schreibt:

Demetrio Fernandez Gonzalez, Bischof von Cordoba in Südspanien, wird keine muslimischen Gottesdienste in der Kathedrale von Cordoba zulassen.

Die Kathedrale von Cordoba mit den Moslems „zu teilen“, wie es einige muslimische Gruppen vorschlagen, sei ein Euphemismus, sagte der Bischof in einem Interview. Das heiße in Wirklichkeit: „Schmeißt die Katholiken raus.“ Er werde den Vorschlag nicht umsetzen. Fernandez wörtlich „Wenn ich die Moslems in der Kathedrale von Cordoba beten lasse, heißt das für die Katholiken ‚Auf Wiedersehen’ und ‚Gute Nacht’. Das wäre unverantwortlich.“

Die katholische Kirche in Cordoba habe ein gutes Verhältnis mit den Moslems und wolle mit jenen zusammenarbeiten, die den Islam in der Suche nach „Frieden, Gerechtigkeit und Koexistenz“ leben, sagte der Bischof. Das sei aber etwas anderes, als ein Gotteshaus zu teilen. Das sei weder für Moslems noch für Katholiken möglich. „Es gibt Dinge, die geteilt werden und andere, die nicht geteilt werden, und die Kathedrale von Cordoba wird nicht mit den Moslems geteilt“, sagte der Bischof wörtlich.

Bei aller Freude: Wie kann die katholische Kirche ein gutes Verhältnis zum Islam propagieren, wenn überall auf der Welt Christen von gläubigen Moslems abgeschlachtet werden?

(Spürnasen: venefex und Sebastian)




Özkan und Gott: Kirchen rudern zurück

In Bezug auf ihre Kritik an Özkans Schwur auf Gott machen mächtige Vertreter beider Kirchen jetzt einen kompletten Rückzieher und stellen fest, dass sie an Özkans Gottesformel doch nichts auszusetzen haben. Der Gottesbezug sei im Gegenteil sogar begrüßenswert. Bei genauem Hinsehen ist ihnen die Gemeinsamkeit, die Özkan gemeint haben könnte, aufgefallen: Islam und Christentum glauben an einen Gott. (Foto: Hamburgs Weihbischof Jaschke)

Die WELT berichtet:

Jetzt haben die beiden großen Kirchen näher hingesehen – und festgestellt, dass sie doch keine Einwände gegen den religiösen Amtseid der neuen niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) haben.

Dabei hatten kirchliche Pressesprecher am Mittwoch noch Kritik geäußert, nachdem Özkan am Dienstag im niedersächsischen Landtag „so wahr mir Gott helfe“ gesagt und in einer dazu verteilten Erklärung ausgeführt hatte: „Als gläubige Muslimin berufe ich mich ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott, der den drei monotheistischen Religionen, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gemeinsam ist und den alle drei Religionen als den ,Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs’ verehren.“

Nein, so einfach könne man das nicht sagen, erklärten dazu dann in der „Bild“-Zeitung die Sprecher der Hannoverschen Landeskirche (evangelisch) und des katholischen Bistums Essen – die Gottesbilder der drei Religionen seien eben sehr unterschiedlich.

Doch diese Kritik wurde nun von ranghohen Vertretern beider Kirchen zurückgenommen. Für die katholische Kirche erklärte deren Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, in der Deutschen Bischofskonferenz Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog, im Gespräch mit WELT ONLINE: „Muslime und Christen sind im Glauben an den einen Gott verbunden. Dass Aygül Özkan bei ihrer Vereidigung die Gottesformel ’so wahr mit Gott helfe’ gesprochen hat, ist ein richtiges Signal. Es ist ein gutes Beispiel für die Integration gläubiger Muslime in unsere Gesellschaft. Muslime geben ihren Glauben nicht auf und übernehmen als religiöse Menschen Verantwortung in unserer Gesellschaft.“
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Ähnlich äußerte sich für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) der Präsident ihres Kirchenamtes, Hermann Barth. Der Nachrichtenagentur EPD sagte Barth: „Die Situation in unserer religiös pluralen Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass wir bei allen Differenzen zwischen Christen und Muslimen gemeinsame Überzeugungen und Schnittmengen haben. Wir sollten sie pfleglich behandeln.“

Schön, dass die Kirchen Schnittmengen zum Islam sehen. Wir sehen die nicht. Es war leider zu befürchten, dass die Pressesprecher des Bistums Essen, Ulrich Lota, und der Sprecher der Hannoverschen Landeskirche, Johannes Neukirch, sich mit ihren klaren Worten gegen die Kirchendhimmis nicht durchsetzen können.

Kontakt:

» Weihbischof Hans-Jochen Jaschke: pforte@egv-erzbistum-hh.de