Kölner Moscheeklüngel geht in die nächste Runde

KVB-PaktHeute setzte sich auf dem Parteitag der Kölner CDU dank der alten Seilschaften des „KVB-Paktes“ Moscheebau-Befürworter Jürgen Hollstein (Foto l.) als neuer Vorsitzender durch, nachdem der bisherige CDU-Chef Walter Reinarz (2.v.r.) vor zwei Wochen überraschend zurückgetreten war.

Die Entscheidung hat die meisten CDU-Mitglieder denn auch ziemlich kalt gelassen. Kamen früher weit über 2000 Mitglieder zu Generalversammlungen der CDU Köln, konnten sich diesen Samstag für eine solche Posse noch nicht einmal 900 CDU´ler aus dem Bett quälen.

Reinarz steckt dank der CDU-Köln jetzt also nicht nur mindestens 100.000 € im Jahr fürs Nichtstun ein, sondern darf sich freuen, dass ein enger Freund nun das weiterführt, was Reinarz einst erfolgreich begann: Eine undemokratische (ja, so muss man das nennen!) Organisationsstruktur für den Machterhalt der Parteispitzen, die die Ziele einer christlich-demokratischen Volkspartei verraten und verkauft hat. Nicht zuletzt durch die Duldung und Förderung von rechtsextremen islamischen Gruppierungen in Köln.

Das also ist die neue Marschrichtung des berüchtigten KVB-Paktes: alte Politrentner wie Granitzka, Tybussek (die „titschende Jungfrau“ und Kanada-Rentner), Dr. Elster (verkauft passenderweise als Ratsmitglied Software an städtische Gemeinden), Möring (verantwortlich für das Godorfer-Hafen-Desaster) oder Josef „Jupp“ Müller (Foto oben r.) wurden ausgegraben, um als alte „Klüngel-Spezies“ den Status Quo zu bewahren: Posten, Ämter, Geld. Aber auch Schramma darf wieder nicht fehlen – dessen Bauchumfang dem Wachstum seiner Affären und Korruptionsskandale folgt. Noch nie gab es einen Oberbürgermeister in Deutschland, der sich in seiner Amtszeit so vielen Strafverfahren gegenüber sah – und noch nie gab es wohl einen OB, der so ungeniert in einer solchen Situation weitergemacht hätte.

Fallende Wahlergebnisse und eine schlechte, völlig inkompetente Ratsmannschaft interessieren nicht: Die Klüngel-Koalition aus SPD-Grünen-FDP-CDU ist seit Jahrzehnten bekannt. Wirklich weh tut sich keiner. Die Arbeit macht die Verwaltung. Gestritten wird höchstens über die Anteile an den fetten Posten in den Aufsichtsräten der direkten oder indirekten kommunalen Unternehmen.

Engagierte Kandidaten wie Christian Möbius, der heute gegen Hollstein scheiterte und dem Moscheebau-Projekt in Köln-Ehrenfeld eher ablehnend gegenüber steht, reihen sich ein in die Liste mit Uckermann & Co., denen es noch nicht gedankt wird, das Sie das Interesse der Menschen in Köln im Auge haben – und NICHT das Interesse ihres eigenen Geldbeutels.

Die Stadt versinkt im Sumpf. Reinarz ist in entsprechend guter Laune (nachzulesen im Express von vergangenen Donnerstag):

„Ich habe jetzt mehr Zeit für mich und meine attraktive Frau und kann mich jetzt fitter für die Liebe halten“