Boris Pistorius definiert „Islamfeindlichkeit“

IMK-Chef-Boris-Pistorius-will-bundeseinheitliche-Cannabis-Freigrenze_ArtikelQuerDer niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD, Foto) ist bekanntlich besorgt über die wachsende „Islamfeindlichkeit“. Und damit auch jeder weiß, was das überhaupt ist, erklärte er in der vergangenen Woche im niedersächsischen Landtag, woran man Islam-Feinde erkennt: „Islamfeindlich ist jeder, der den Islam als feindliche und aggressive Religion ansieht.“

(Von Peter H., Mönchengladbach)

Man liest, stutzt, führt den rechten Zeigefinger an die Stirn und fragt sich: Ist dieser Mann noch ganz normal im Kopf? Dass es sich beim Islam um eine aggressive Religion handelt, ist schlichtweg eine Tatsache. Genauso, wie es eine Tatsache ist, dass zwei und zwei vier ergeben. Oder dass die Erde eine Kugel ist. Aber eben das ist der Punkt: Das Mittelalter hat gezeigt, wie gefährlich jene sind, die anderen die Sichtweise aufzwingen wollen, die Erde sei eine Scheibe.

Und Boris Pistorius ist gefährlich. Er will, wie so viele SPD-Politiker, den Islam in Deutschland etablieren und dessen Kritiker mit Hilfe von Diffamierungen und Verunglimpfungen mundtot machen. Aber seine Weigerung, der Familie des von jungen Türken in Kirchweyhe totgetretenen Daniel Siefert die Anteilnahme auszusprechen wie auch seine ekelhafte und widerliche Gleichsetzung von nicht existenter jüdischer Gewalt und real existierender muslimischer Gewalt zeugen davon, dass er hierbei ungleich skrupelloser vorgeht, als so mancher in der Vergangenheit von uns kritisierte SPD-Politiker.

Dass Pistorius seine fragwürdigen Ziele erreicht, darf dennoch bezweifelt werden. Erst im April hat eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung ergeben, dass jeder zweite Deutsche den Islam als Bedrohung wahrnimmt. Ein Politiker wie Pistorius, der sich zum Gesinnungsdiktator aufspielt, dem Islam mit Zwang ein besseres Image zu verpassen versucht und dabei vor keiner Unappetitlichkeit zurückschreckt, dürfte solche Ängste allenfalls verstärken.

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