Obama, ein Professor und die Rassenkarte

Eigentlich einfach nur eine Verwechslung und eine übereifrige Nachbarin, sollte man meinen. Harvardprofessor Gates versuchte, über die Hintertür in sein Haus zu kommen, Nachbarin beobachtet und ruft Polizei. Diese kommt sofort. Und dann entwickelt sich das Drama.

Denn Gates ist nicht irgendwer.

Der 58-jahre alte Harvard-Professor ist der Nestor der „African-American Studies“. Als Leiter des W.E. B. Du Bois-Instituts an der renommiertesten Universität der Welt hat er das Fach von einem akademischen Randgebiet zu einem wesentlichen Impulsgeber gesellschaftlicher Debatten in Amerika verwandelt. Das „Time-Magazine“ rechnete Gates in den Neunzigern zu den „25 einflussreichsten Menschen in Amerika“.

Und so einen Mann kennt man entweder oder aber respektiert ihn allein wegen dessen Erscheinung. Man lässt sich aber nicht seinen Ausweis zeigen und mit der Polizei kommt man ihm schon gar nicht. Ganz schnell ist da die Rassenkarte gezückt und wenn die auf dem Tisch liegt, hat er normalerweise gewonnen.

So antwortete er auch auf die Bemerkung des Polizisten, dass er einen Einbruch untersuche sofort mit: „Warum? Weil ich ein schwarzer Mann in Amerika bin?“

Danach muss er den Polizisten wohl so laut und vehement rassistische Motive unterstellt haben, dass diese ihn wegen ungebührlichen Verhaltens in Handschellen abführten. Gleiches Recht für alle, wer schon mal in den Staaten mit der Polizei zu tun hatte weiß, dass man sich da lieber einmal zu viel auf die Zunge beißen sollte.

Nach ein paar Stunden hatte Gates sich beruhigt, und der ganze Zwischenfall hätte abgehakt werden können. Wenn da nicht Präsident Obama ein Fettnäpfchen zum Reintreten gesehen hätte. Und dies konnte sich the One™ nicht entgehen lassen. Auf die Frage eines Journalisten antwortet er:

„Da ich nicht vor Ort war und nicht alle Fakten kenne, weiß ich nicht, welche Rolle Rasse in diesem Fall gespielt hat. Aber man kann wohl erstens sagen, jeder von uns wäre ziemlich sauer gewesen, zweitens hat die Polizei in Cambridge dumm gehandelt, jemanden zu verhaften, bei dem schon bewiesen war, dass er sich in seinem eigenen Haus befand, und drittens gibt es unabhängig von diesem Fall eine lange Geschichte in diesem Land, die zeigt, dass Afro-Amerikaner und Latinos unverhältnismäßig oft von der Polizei angehalten werden. Das ist schlicht eine Tatsache.“ Rasse sei eben immer noch ein Faktor in dieser Gesellschaft, fügte Obama hinzu und erlaubte sich noch den bittersüßen Scherz, wenn er versuchte, ins Weiße Haus einzubrechen, „würde ich wohl gleich erschossen werden.“

Natürlich sind jetzt die Polizisten beleidigt. Und es scheint, dass politische Korrektheit und die imaginäre Rassenkarte eben nicht unbedingt zum Sieg führen – dieses Mal sind die linken Meinungsvergewaltiger zu weit gegangen. Die Polizei von Cambridge wehrt sich, die Gewerkschaft verabschiedet eine deutliche Erklärung und fordert eine Entschuldigung vom Präsidenten. Der begreift langsam, dass er wieder mal Mist gebaut hat und dass seine Umfragezahlen noch schneller fallen werden. Jetzt will er mit Gates und dem Polizisten, den er in seiner ersten Erklärung als dummen Rassisten gebrandmarkt hatte, ein Bier trinken. Halt so ganz unter Männern. Eine Entschuldigung allerdings, das wäre doch wohl etwas zu viel erwartet. Doch nicht von ihm, dem Messias. Und es kommt noch besser.

Obama versteht nämlich ganz und gar nicht, warum die Medien so ein Theater um diesen Zwischenfall und vor allem um seine Bemerkung machen. Für ihn ist es noch immer nicht nachvollziehbar, warum ein Mann, dessen Identität feststeht und der nachgewiesen hat, dass es sich um sein Haus handelt in welches er wollte, warum dieser Mann verhaftet worden ist. Dies sei eben einfach dumm gewesen und die Situation hätte vor Ort geklärt werden können.

Gates wurde nicht verhaftet, weil er in sein Haus wollte. Gates wurde wegen ungebührlichen Verhaltens gegenüber der Polizei während einer Routinekontrolle verhaftet. Gates musste lernen, dass die Rassenkarte eben kein Joker mehr ist.

Und Obama sollte endlich begreifen, dass er nicht mehr im Strassenwahlkampf ist, sondern der Präsident der Vereinigten Staaten. Mit seinem Verhalten schadet er dem Ansehen dieses Amtes. Wieder und wieder.

Rasmussen Reports: Obama Zustimmungsrate unter 50%




Die Welt: Obama nicht mehr so beliebt

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Ein sanftes Lüftchen scheint den Redakteuren der Welt heute den Kopf klar und einen bisher unerhörten Gedanken ans Tageslicht gebracht zu haben: Obama ist doch nicht so beliebt wie es der deutsche Qualitätsjournalist gern hätte.

Ein halbes Jahr nach seinem von viel Euphorie begleiteten Amtsantritt als US-Präsident wird Barack Obama vom harten politischen Alltag eingeholt. Eine Mehrheit der Amerikaner ist laut einer am Dienstag veröffentlichten AP-GfK-Umfrage wieder der Ansicht, dass sich die USA auf einem falschen Kurs befinden. 54 Prozent der Befragten vertreten diese Meinung, gegenüber 46 Prozent vor einem Monat. Auch die allgemeine Zufriedenheit mit dem Präsidenten hat in den vergangenen Monaten abgenommen.

Zwar sind immer noch 55 Prozent der Befragten mit der Leistung Obamas zufrieden, aber die Zweifel an der Umsetzung seiner wichtigsten politischen Ziele wachsen. Der Wert von 55 Prozent liegt über dem von Bill Clinton nach dessen ersten sechs Monaten im Amt und etwa gleichauf mit dem von Obamas direktem Vorgänger George W. Bush zur gleichen Zeit. Die Skepsis der Amerikaner ist vor allem hinsichtlich Obamas Wirtschaftspolitik und der Gesundheitspolitik gewachsen.

In etwa gleichauf mit dem bösen GW Bush? Oder gar etwas drunter? Bush hatte nach sechs Monaten noch 66 % Zustimmung (unter 12 Präsidenten wäre Obamas Zustimmungsrate die zehntschlechteste). Das wäre doch mal eine Schlagzeile:

Obama weniger beliebt als Bush

Kommt noch, leider. Und so wie es aussieht, schon bald. Da können selbst die Realitätsverweigerer in den Redaktionsstuben nichts machen. Dafür ist the One™ ganz alleine verantwortlich. Und natürlich der amerikanische Wähler.

UPDATE: Nun ist es soweit. Auf Welt Online steht folgende Schlagzeile: Obama nach sechs Monaten unbeliebter als Bush. Na da haben sich die Welt Online-Redakteure wohl bei PI inspirieren lassen…




The One™ gegen den Rest der Welt

Es scheint so, als ob Barack Hussein Obama, oder auch kurz the One™ es niemandem Recht machen kann. Haben sich doch französische Feministinnen lautstark gegen seine Aufwertung des Schleiers ausgesprochen. In Frankreich gilt ein striktes Kopftuchverbot in öffentlichen Schulen und – im Gegensatz zu the One™ verstehen diese französischen Frauen das Kopftuch und den Schleier sehr wohl als Zeichen der Unterdrückung.

Eine der Frauengruppen mit dem Namen Ni Putes Ni Soumises („Keine Huren, und auch keine Sklavinnen“) führte aus:

Indem man den Dialog zwischen den Zivilisationen auf einen Dialog zwischen den Religionen reduziert, instrumentalisiert man wieder einmal die Frauen. Indem man den Säkularismus angreift und den Schleier verteidigt, so wie es der Präsident der Vereinigten Staaten getan hat, (…) unterminiert man den Kampf von Millionen Frauen, von denen jeden Tag viele mit ihrem Leben bezahlen, um fundamentalistischer Gewalt zu entgehen.“

In seiner Kairoer Rede hatte the One™ den Westen verurteilt, wenn dieser moslemischen Bürger vorschreiben will, wie sie ihre Religion zu leben haben und zum Beispiel diktieren wollen, welche Kleidung eine moslemische Frau zu tragen habe.

Und dann noch der Chef der Taliban in pakistanischen Distrikt South Waziristan, Mullah Nazeer Ahmad:

‚Unser Jihad ist nicht auf Pakistan und Afghanistan‘ – Diese Aufteilung wurde von den Juden gemacht. In Amerika ist ein weisser Arsch weg und ein schwarzer Arsch hat übernommen. 2010 wird Amerika in Stücke gerissen werden‘




Obama: ab jetzt mit Vorkoster?

Wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer geht, kann man sich bei Obama (the One™) darauf verlassen, dass dies doch möglich ist. Im Stile längst untergegangener Feudalreiche und zum eigenen Schutz, machte the One™ von einem seiner Untergebenen als Vorkoster Gebrauch. Es wurde nicht bekannt, ob dies als Strafaktion oder besondere Ehre zum Wohle des Messias durchgesetzt wurde, ebenfalls hüllt sich das Weiße Haus in Schweigen, was passiert wäre wenn der Vorkoster die ihm zugeteilte Ehre nicht überlebt hätte.