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Junge Welt – alter Faschismus

Junge Welt - alter FaschismusNach längerer Pause (s. hier und hier) ist es wieder soweit: Knuth Mellenthin beehrt Islamkritiker im allgemeinen und PI im besonderen in der linksextremistischen Jungen Welt mit einem Artikel, der zeitgleich auch in der gleichgesinnten Islamischen Zeitung veröffentlicht wurde. Viel Neues hat er nicht zu bieten, die Grundaussage „Nazis sind alle, die nicht so denken wie ich“, hätte man locker in einem Satz zusammenfassen können.

Wie ist es aber dann möglich, dass ein angeblich aufrechter Anti-Rechter sich ausgerechnet für den Islam begeistert, der schon den Nazis so gut gefallen hat, dass die Islamfreunde von heute sich mit äußerst fragwürdigen Islamfreunden von gestern in einem Boot befinden?

Argumente zählen für solcher Art Ideologen nicht. So wie die Mauer ein antifaschistischer Schutzwall war und zig Millionen Tote kein Beweis für die Unmenschlichkeit des Sozialismus und Kommunismus waren, so sind es auch nicht die in allen islamischen Ländern vorkommenden schrecklichen Menschenrechtsverletzungen und der im Koran festgelegte Herrschaftsanspruch des Islam. Fakten werden einfach ignoriert. So erregt sich Mellenthin darüber, dass viele Islamexperten von den Muslimen verlangen, sich von Teilen des Koran zu distanzieren und dass Gerichte es als legitim betrachten, den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“ gleichzusetzen. Damit beweisen die Linken, wie menschenverachtend sie sind, dass sie Verbrechen leugnen genau wie Neonazis, nur um ihr Weltbild zu retten und dass ihnen all die Opfer des Islam egal sind. Und was versteht Mellenthin eigentlich unter „faschistisch“, wenn z.B. Koransure 9,5 nicht faschistisch ist:

„Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf.“

Schwule im IranDie Realität zu leugnen, die Opfer von Rassismus, Diskriminierung, Grausamkeit und Mord zu ignorieren, ist ein Argumentationsmuster, das sich bei den Radikalen von Rechts, Links und dem Islam gleichermaßen findet. Und wer den Begriff Islamophobie benutzt, der verwendet bekanntlich einen Propagandabegriff des Khomeini-Iran. Eines Regimes, das Massenmorde beging und bis heute Homosexuelle verfolgt und öffentlich hinrichtet. Nette Weggefährten!

„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“ Ignazio Silone (1900 – 1978)