junge_welt_logo.pngIn dem linksradikalen und somit zwangsläufig islamophilen (die Linken und die Rechten vereinen ihr totalitäres und antisemitisches Gedankengut hervorragend im Islam) Internetauftritt der Jungen Welt holt Knut Mellenthin zu einem Schlag gegen Henryk Broders auch von uns empfohlenes Buch „Hurra, wir kapitulieren“ aus. Dabei bekommen auch PI und die Achse des Guten ihr Fett ab. Der Autor macht Broder zum geistigen Tiefflieger und Rassisten, Ulfkotte zum „fragwürdigen Sensationsjournalisten“ und Sicherheitsexperten in Anführungszeichen, PI zu einem Blog, der „hemmungslose Antimoslemhetze mit blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus verbindet“ und die Achse des Guten zu einer Website, die fragwürdige Quellen verwendet, um ihre hetzerischen Meldungen zu verbreiten. Eine amüsante Lektüre!

Hier sind ein paar Kostproben:

In Deutschland ist Broders Buch ein Bestseller. Wäre es in Ländern wie Großbritannien oder Frankreich erschienen, hätte man dort von den 167 Seiten überhaupt nicht Notiz genommen. Das Thema wird da schon seit einigen Jahren von Autoren mit erheblich größerem geistigen Tiefgang bearbeitet. Deutschland steht auch hier wieder einmal deutlich unter dem Weltniveau. (…) Die Vorstellung, daß die Moslems nach der Weltherrschaft streben, mag zwar in den Köpfen einiger Fundamentalisten vorhanden sein. Sie ist aber sehr weit von der Realität entfernt. Tatsache ist vielmehr, daß der in der NATO vereinigte Westen einen eskalierenden Angriffskrieg gegen die moslemische Welt führt. (…)

Knut Mallenthin
JW-Autor Knut Mellenthin

Henryk Broder hat für den Irak-Krieg geworben, und er fordert jetzt von den Europäern, sie müßten den USA und Israel bei der »Entwaffnung der Mullahs«, also beim geplanten Krieg gegen Iran, helfen. In diesem militärstrategischen Kontext ist sein Buch »Hurra, wir kapitulieren« ein Beitrag zur rassistischen Vorurteilsbildung gegen die Moslems und ihre Religion, den Islam. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus verhöhnt Broder als »feinsinnig« (S. 11), was in seinem Sprachgebrauch soviel wie »schwachsinnig und völlig überflüssig« bedeutet.

Womit Broder natürlich Recht hat, diese Unterscheidung ist etwas für Lügner oder unverbesserliche Träumer.

Wer differenziert, der kapituliert im Grunde schon, lautet die Botschaft. Broder steigert sich noch mit dem Kalauer, der Unterschied zwischen Islam und Islamismus entspreche vermutlich dem zwischen Alkohol und Alkoholismus (S. 53). Und er landet schließlich bei der von ihm offensichtlich geteilten Unterstellung, »daß der Islamismus den Islam nicht mißbrauchen, sondern ihn wörtlich nehmen könnte«

Tja, wenn man lesen kann und verstehen will, dann weiß man natürlich, dass Broder die Lage richtig einschätzt. Als nächstes wird nun – typisch – die Keule des Rechtsradikalismus geschwungen:

Nach diesem Muster reiht der Autor völlig einseitig Fallbeispiele aneinander, von denen die meisten ursächlich kaum etwas mit dem Islam zu tun haben, um seine Grundthese vom unvermeidlichen »Clash of Civilizations« zu untermauern. Den der Westen nach Ansicht Broders schon verloren hat: »Der freie Westen, der sonst bei jedem Hakenkreuz auf einer Hauswand ›Wehret den Anfängen!‹ ruft, hat gezeigt, daß er der islamischen Offensive nichts entgegenzusetzen hat.« (S. 20) Das könnte auch in einem NPD-Flugblatt stehen.

Mit genau denselben Worten hat kürzlich der Kommentarchef einer großen deutschen Zeitung die Autorin dieses Beitrages bedacht. NPD-Flugblatt scheint gerade in zu sein. Und dann kommen wir dran:

Noch am selben Tag stand die fragwürdige Meldung auf der Webseite »Politically Incorrect«, die hemmungslose Antimoslemhetze mit blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus verbindet. Seither geistert die angebliche Geschichte aus Oberösterreich durch die einschlägigen Blogs, zusammen mit aggressiv rassistischen Kommentaren, in denen sich selbsternannte Herrenmenschen über die unterstellte Dummheit der Moslems lustig machten. Motto: selbst schuld, wenn sie nichts lernen wollen!

Dass wir uns als „Herrenmenschen“ aufspielen, weil wir unsere freiheitlichen Grundwerte gegen den Islamofaschismus verteidigen, war uns bisher nicht bewusst. Und merkwürdig, wie man uns „blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus“ unterstellt, so sehen wir bei Herrn Mellenthien „blinden proislamischen Hurra-Patriotismus“, wobei das Wort „Patriotismus“ in diesem Zusammenhang ja völlig fehl am Platze ist.

Ulfkotte und die Achse des Guten sind übrigens kein bißchen besser als wir, alle berichten über „jeden durchgeknallten Moslem“ und bedienen sich dabei fragwürdiger Quellen. Mellenthien ist – angespornt durch die Ergebnisse der mehr als fragwürdigen Quellen „Heitmeyer-Studie“ und dem Jahresbericht der EUMC – tief besorgt darüber, dass in der EU die Islamfeindlichkeit angeblich zunimmt und hebt ausgerechnet Großbritannien als Vorbild hervor, wo in Teilen bereits die Scharia gilt.

Aber wir, Herr Mellenthin, sind nicht so scharf auf die Scharia und einen Gottesstaat wie Sie. Daher werden wir weiter vor den Gefahren des Islam warnen.

(Spürnasen: Bernd Dahlenburg und Kreuzritter)

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