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Wenn getroffene Hunde bellen

[1]Der Streit um die Berichterstattung über den Polizeieinsatz bei den Frankfurter „Blockupy“-Ausschreitungen geht weiter: Die linke taz kritisierte gestern die „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) dafür, dass diese in ihrer Zeitung GdP digital einen Beitrag von blu-News [2] hierzu wortgleich übernommen hat. Und da die taz die gut recherchierte Berichterstattung von blu-News nicht entkräften kann, diffamiert sie blu-News nun als „fragwürdige Quelle“, die hauptsächlich „durch Hetze gegen den Islam und Linke sowie durch Homophobie“ auffalle.

(Von Peter H., Mönchengladbach)

Erinnern wir uns: Am 1. Juni gab es in Frankfurt die sogenannte „Blockupy“-Kundgebung. Es kam zu Ausschreitungen linker Krawallmacher des „Schwarzen Blocks“, woraufhin die Frankfurter Polizei die Krawallmacher einkesselte, um deren Personalien aufzunehmen. Die deutsche Presse beklagte daraufhin im Chor „Polizei-Gewalt“, Jakob Augstein verstieg sich im SPIEGEL gar dazu, die Ereignisse in Frankfurt mit dem Niederknüppeln der Proteste in Istanbul zu vergleichen (PI berichtete hier [3], hier [4], hier [5] und hier [6]). Lediglich blu-News überzeugte damals durch objektive Berichterstattung, die auch mit einem Video und anderem Bildmaterial entsprechend belegt wurde. Auch PI-News hat sich damals auf die Berichterstattung von blu-News berufen.

Am 12. Juni hat die GdP in ihrer Gewerkschaftszeitung GdP digital einen Beitrag von blu-News zu den Frankfurter Ereignissen wortgleich wiedergegeben, in dem die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau massiv kritisiert wurde. Ein Vorgang, der die taz gestern veranlasst hat, in einem Beitrag mit dem Titel „Ein Fall von Propaganda“ [7] ihren Kollegen der Frankfurter Rundschau zur Hilfe zu eilen. In diesem Beitrag teilt die taz wüst aus und bezichtigt blu-News der „Hetze“.

Warum blu-News?

„Doch musste für diese Erkenntnis die Onlineplattform blu-News als Quelle herhalten?“ – mit dieser rhetorisch gemeinten Frage kritisieren Timo Reuter (Foto oben, l.) und Jürn Kruse (r.) in der taz, dass GdP digital den Beitrag von blu-News übernommen hat, nachdem sich herausgestellt hat, dass die Berichterstattung der Links-Medien sich nicht mit dem gedeckt hat, was die Polizisten, die an diesem Tag im Einsatz waren, berichtet haben. Und Reuter und Kruse erklären sogleich, warum sie blu-News für eine „fragwürdige Quelle“ halten:

„Blu-News‘, deren Herausgeber der ehemalige bayerische Landesvorsitzende der rechtspopulistischen Partei ‚Die Freiheit‘, Christian Jung, ist, fällt hauptsächlich durch Hetze gegen den Islam und Linke sowie durch Homophobie auf.“

Dabei wäre die Frage der Herren Kruse und Reuter so einfach zu beantworten gewesen: blu-News musste deswegen als Quelle „herhalten“, weil die Kollegen von blu-News die einzigen Journalisten waren, die sich die Mühe gemacht haben, objektiv und wahrheitsgemäß über die Ereignisse in Frankfurt zu recherchieren und zu berichten. Außer den Journalisten der Mainstream-Medien und denen von blu-News gab es niemand, der an diesem Tag vor Ort recherchiert hat. Nachdem die GdP digital-Redakteure beide Berichterstattungen mit den Aussagen der Polizisten verglichen hatten, die an diesem Tag im Einsatz waren, wussten sie genau, wer die Wahrheit gesagt hat und wer nicht.

Und das kann auch die taz nicht widerlegen. Zur Verteidigung ihrer eigenen Berichterstattung und jener der Frankfurter Rundschau zum Frankfurter Polizeieinsatz fällt der taz nichts Besseres ein, als darauf zu verweisen, dass sich alle Berichterstatter etablierter Medien in ihren Reportagen „selten so einig gewesen seien“. So, als ob mediale Gleichschaltung ein Beweis für Wahrheit wäre. Würde man dieser Logik folgen, so müsste man feststellen, dass die gleichgeschalteten Zeitungen des NS- und des DDR-Regimes immer nur die Wahrheit gesagt haben – schließlich waren sie sich in ihrer Berichterstattung ja immer einig!

Offensichtlich jedoch ist sich die taz selber bewusst, dass diese Argumentation nicht überzeugend ist. Also greift sie zum nächsten Mittel: der Diffamierung. Reuter und Kruse diffamieren blu-News der „Hetze“. Und ganz besonders empört zeigt sich die taz über folgende Aussage der blu-News-Berichterstattung, die auch von GdP digital übernommen wurde.

„Spätestens jetzt sollte sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gehörig dafür schämen, dieses linksradikale Propagandablatt vor dem verdienten Bankrott gerettet zu haben.“

Von diesem Passus will sich GdP digital in seiner nächsten Ausgabe distanzieren. Vom Rest der blu-News-Berichterstattung nicht. Warum auch? Was die Kollegen von blu-News geschrieben haben, war gut recherchiert und wahrheitsgemäß. Und das weiß auch die Polizei. Die Reaktion der taz hingegen erinnert an das Bellen getroffener Hunde. Wenn der taz keine bessere Antwort einfällt, als blu-News zu diffamieren und der „Hetze“ zu bezichtigen, so präsentiert sie sich damit selber als linksradikales Propagandablatt, das Hetze betreibt.

Quod erat demonstrandum. Noch eindrucksvoller hätte die Kritik von blu-News wie auch unsere an der Berichterstattung linker Medien zu den Frankfurter Ereignissen gar nicht mehr bestätigt werden können.

» Blu-News: Linksradikale Propaganda [8]

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