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Die Angst um die Tröge

schweinetrog [1]PI sprach dieser Tage schon die Penetranz und Unausgewogenheit [2] an, mit der herrschende deutsche Politiker und Journalisten eben wieder gegen Donald Trump ins Feld ziehen. Das Thema Trump ist gerade besonders aktuell, er steht aber für eine ganze Entwicklung, die eine echte Gefahr für den herrschenden Filz bedeutet. Es ist das Offenbarwerden eines konservativen Widerspruchs in den westlichen Ländern. Dieser aufkommende politische Widerspruch hat viele Namen, die wiederum nur beispielhaft sind: Geert Wilders, Frauke Petry, Heinz-Christian Strache, Marine Le Pen, gehören zu den bekanntesten Namen in Europa.Dieser politische Widerspruch, seine Legitimität, wird mit Gift und Galle bekämpft. Warum?

(Von Selberdenker)

Ob Trump das Rennen macht, oder nicht

Leute wie Trump stehen für das generelle Anzweifeln mühsam aufgebauter und sicher geglaubter Deutungshoheit der gerade herrschenden medialen und politischen „Elite“. Deshalb ist er Feind, nicht politischer Gegner. Deshalb wird er auch so behandelt.

Der Begriff Elite hat einen guten Klang und ist daher in diesem Zusammenhang äußerst kritisch zu sehen, weil sich zu allen Zeiten die Herrschenden stets für überdurchschnittlich begabt und den Beherrschten gegenüber überlegen gewähnt haben. Leider herrschen aber zumeist nicht die Geeignetsten, die Besten, die Edelsten, sondern die Mächtigsten und deren geschickteste Arschkriecher.

Diese Leute sitzen an den Futtertrögen, die das Volk zuverlässig füllt und haben die Möglichkeit, aus diesen Futtertrögen in ihrem Sinne zu verteilen. Das ist heute sicher nicht anders, als in der Vergangenheit. Wo etwas verteilt wird, da finden sich garantiert Menschen ein, die einen Anteil davon wollen. Dazu dient man sich denen an, die den Zugang zu den Futtertrögen haben. Ein einfaches, ein uraltes Prinzip.

Wer derzeit in Politik und Medien seinen Senf besonders öffentlichkeitswirksam verbreiten darf, hat sich der gewünschten Ideologie angedient, sonst hätte er seinen Job nicht bekommen oder würde ihn nicht sehr lange behalten. Auch das war schon immer so. All diese Leute haben in ihrer Vergangenheit selbst rücksichtslos und unfein auf Andersdenkende oder Abweichler eingedroschen, Leuten applaudiert, die auf Andersdenkende oder Abweichler eingedroschen haben oder sie haben geschwiegen, wo sie von Berufs wegen hätten sprechen müssen.

Wenn der Souverän der Demokratie, das Volk, nun eben diese Andersdenkenden, diese Abweichler an die Macht wählt, erhalten diese Andersdenkenden und Abweichler gesetzlichen Zugang zu Futtertrögen, Steuergeldern, zu nicht unerheblichen staatlichen Fördermitteln. Es geht sehr konkret um Geld, um soziale Absicherung, um Pfründe.

Wo Pfründe da Freunde. Konservative Positionen würden gestärkt, zahlreiche Mitläufer in exponierter öffentlicher Position müssten ihre bequemen künstlichen Sockel verlassen, auf die man sie gesetzt hat, ihre Meinung hätte plötzlich wieder das gleiche Gewicht, wie die eines jeden anderen Menschen aus dem schnöden Volk. Für viele der derzeitigen Talkshow-Dauergäste ein wohl unerträglicher Gedanke. Nicht weniger als die bisherige Deutungshoheit stünde infrage. Es könnte offensichtlich werden, dass der Widerspruch groß ist, dass sie mit ihrer Politik die Gesellschaft spalten, statt zu versöhnen, wie es ihre Aufgabe wäre.

Politische und mediale Macht kann für eine Weile eine künstliche Wohlfühl-Realität generieren, wenn die Wirklichkeit nicht mit der Ideologie im Einklang ist. Doch Macht allein ersetzt keine handfesten Argumente. Die Flutung Deutschlands und Europas mit kulturfremden Männern schafft gewaltige Probleme bei uns, während sie kein einziges Problem grundsätzlich löst – weder hier, noch in anderen Teilen der Welt. Ideologie schützt nicht vor konkreter Bedrohung. Auch Wohlstand ist vergänglich und bietet nur eine trügerische Sicherheit in einer immer rauer werdenden Welt.

Dass dies von immer mehr Menschen erkannt wird, bleibt eine schwache Hoffnung.

Das Ringen mit der Realität wird unbequemer

Sie sind nur ein kleines Häuflein, die selbsternannten Meinungsgeber. Sie wissen, dass es im Volk relevanten Unmut gibt, dass viele ihrer „Meinungsnehmer“ kritischer werden. Sie spüren, dass die Demokratie an ihrem Thron sägt. Sie wissen, dass die reale Gefahr besteht, dass sie Macht und Einfluss an die abgeben müssen, die sie jahrelang übelst beschimpft und mehrmals totgesagt haben.

Die Realität nagt, trotz staatlicher Propaganda und Ablenkungsbemühungen für alle sichtbar, an den mühsam aufgebauten gutmenschlichen Elfenbeintürmen, auf denen sie sitzen und die allein sie über das Volk erheben. Sie haben in wesentlichen Fragen Unrecht gehabt, uns gewaltige Probleme eingebrockt und können es nicht länger abstreiten. So etwas gibt man nicht gerne zu.

Dies alles macht nervös, man möchte es ungern zulassen, man weiß nicht, wie man es noch redlich bekämpfen soll, wenn die üblichen argumentativen Blasen immer öfter wirkungslos zerplatzen. Deshalb sind sie so erregt, deshalb tragen sie gerade so dick auf, deshalb berichten sie so selektiv, so manipulativ und so lückenhaft, deshalb pfeifen sie so offen auf den Anspruch qualitätsjournalistischer Objektivität, Neutralität, Ausgewogenheit und Fairness, deshalb stricken sie sich trotzig ihre künstlichen Realitäten, jubeln sie uns mit all ihrer gegenwärtigen Macht unter: Weil die tatsächliche Realität ihre Eitelkeit verletzt und weil sie sehr konkret Angst um die staatlichen Tröge haben, über die sie bislang sehr bequem alleine verfügen konnten.

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