Video: n-tv-Propaganda-Doku gegen EDL

Gestern Abend lief auf n-tv eine Dokumentation über „Europas neue Nazis“. Nachdem anfänglich Gruppierungen zwar stark tendenziös, aber wohl zu recht in die arg braune Ecke verortet wurden, kam die English Defence League an die Reihe. Der derzeit inhaftierte Robinson und seine Mitstreiter haben sich sehr passabel verkauft, die Reporter hatten es schwer.

Aber sie haben aus einem Plakat, das den Zusammenhalt aller Rassen, Religionen, Hautfarben oder sexuellen Ausrichtungen gegen islamische Terroristen darstellte und aus einer Aussage Robinsons, dass Schwule, Schwarze und Juden keine Bedrohung seien, tatsächlich rassistische Parolen gemacht.

Eine verbrannte Hakenkreuzfahne, die dutzenden gehissten Pace, Regenbogen, Israel, ja sogar Antifaflaggen wurden als Trick dargestellt. Alles in allem eine unfassbare Propaganda. Aber sehen Sie selbst:

(Spürnase: Tecquert)




FREIHEIT zur Niedersachsen-Wahl zugelassen

Der Landesverband Niedersachsen der Partei DIE FREIHEIT hat genügend Unterschriften für das Erreichen der Landtagswahl am 20. Januar 2013 gesammelt und ist offiziell zugelassen. Das gab heute die Landeswahlleiterin in Hannover bekannt. Auch die FREIEN WÄHLER haben es geschafft, im Gegensatz zur „Muslimisch Demokratischen Union“.

DIE FREIHEIT Niedersachsen schreibt:

DIE FREIHEIT Niedersachsen wird sich im Januar zur Landtagswahl stellen.

Die Landeswahlleiterin hat heute bekannt gegeben, dass DIE FREIHEIT Niedersachsen alle nötigen Formulare und die erforderliche Anzahl an Unterstützerunterschriften eingereicht hat und mit ihrer 17 Mann starken Landesliste für die Landtagswahl am 20.01.2013 aufgestellt ist.

Unsere zahlreichen Aktivitäten haben uns die Möglichkeit gegeben, im ganzen Land mit mehreren tausend Passanten ein kurzes Gespräch zu führen. Diese Gespräche haben uns in der Wahrnehmung der politischen Stimmung im Land bestätigt: Die Menschen fühlen sich in der Mehrzahl von der aktuellen Politik nicht mehr repräsentiert. Es war erschreckend, wie viel Resignation und auch Verärgerung zu spüren war. Das ist nicht gut für eine funktionierende Demokratie.

Unsere Landesgruppe ist mit unter 200 Mitgliedern noch klein, aber unsere Themen treffen erkennbar den Nerv der Menschen. Somit werden wir die vielerwartete Alternative zu den vorhandenen Parteien darstellen und werden diese Rolle auch erfüllen.

Unser Kernanliegen ist, die Einstellungen der Bürger aktiv abzufragen und dann in die konkreten politischen Entscheidungen einfließen zu lassen. Die Politik muss die Bürger stärker wahrnehmen und repräsentieren.

Aus diesem Kernpunkt ergeben sich fast automatisch unsere politischen Themen:

– die Anwendung der existierenden, vom Bürger gewollten, Gesetze sicher stellen

– die Abgeordneten von zu viel Nebentätigkeiten abzuhalten, so dass sie sich voll darauf konzentrieren, Bürger wahrzunehmen und zu vertreten.

– bezahlbare Energieversorgung: Ideologisch motivierte Energiepolitik darf nicht auf Kosten der Bürger gehen

– wir wollen eine Volksabstimmung zu Rettungsschirmen, zur Schuldenunion und für eine Entlassung hoffnungslos überschuldeter Staaten und Banken aus dem Euro.

– Integration fördern; Gruppen von Menschen, die sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen, sich zu unserem Grundgesetz und zu unserer Kultur und unseren Werten bekennen, werden von uns gefördert.

– Bürokratie und Gebühren werden wir verringern, dies beinhaltet unter anderem auch die Abschaffung von Zwangsgebühren.

– Pflegekräfte stärken, wir wollen die Arbeitszeiten erträglicher, den Lohn fairer und die Personaldichte neu gestalten.

– das Leben auf dem Land attraktiv erhalten

– … mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.diefreiheit-nds.de

Offensichtlich lassen sich die etablierten Parteien von den Wahlergebnisziffern blenden: Wenn sie nach einer Wahl z.B. einen 30%-Wert erhalten, repräsentiert das in der Realität nur 15% der Menschen, denn die resignierten Nichtwähler werden hier systematisch ausgeblendet.

DIE FREIHEIT Niedersachsen möchte -so klein sie noch ist- dafür eintreten, dass die Parteien gezwungen sind, die Einstellungen und den Willen der Bürger realistischer zur Kenntnis zu nehmen und parlamentarische Entscheidungen im Sinne der Mehrheitsmeinung zu vertreten.

Es ist der zweite Wahlantritt der FREIHEIT nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin 2011. Damals verfehlte die Partei mit einem Ergebnis von knapp unter 1 % den Anspruch auf staatliche Parteienfinanzierung.

(Spürnase: Udo)




1050 Jahre Deutschland: 962 bis 2012 (Teil 2)

hanseDie Geschichte (und Kunstgeschichte) Deutschlands im Schnelldurchlauf! Der zweite Teil der dreiteiligen Serie (hier Teil 1) mit wieder 350 Jahren Deutschland: von der Pest bis zu den Türkenkriegen. Einige Stichworte: Marienburg, Hanse, Luther, Grimmelshausen, Elsass!

(Von Ralf Stenner)

1. Das 14. Jahrhundert

Dass Deutschland niemals ein simpler Obrigkeitsstaat war, wie unseren Kindern heute auf der Schule beigebracht wird, belegen bereits im 14. Jh. die zahlreichen Beispiele weitgreifender bürgerlicher Selbstorganisation. Viele deutsche Städte entschieden über ihre inneren Angelegenheiten autonom, wählten ihren eigenen Stadtrat, hatten ihre eigene Gerichtsbarkeit und gaben sich ihr eigenes Stadtrecht. Bürgerliches Selbstbewusstsein zeigte sich auch im politischen Verbund der Hansestädte. Schon Mitte des 12. Jh. lag der Ostseehandel fast ausschließlich in den Händen deutscher Kaufleute: Die Deutschen übernahmen auf der Ostsee in etwa die Rolle der Chinesen in Südostasien oder der Griechen auf dem Schwarzen Meer. Die wichtigsten Handelsstädte schlossen sich unter der Führung Lübecks (Abbildung oben) zur Hanse zusammen und übernahmen auf dem Höhepunkt ihrer Macht nach ihrem Sieg über den dänischen König (Frieden von Stralsund 1370) sogar den Handel in vielen Seehäfen Skandinaviens.

Ohne Frage war das 14. Jh. die Glanzzeit des Deutschen Ordens im späteren Ostpreußen. Seit 1237 mit dem Schwertbrüderorden im nördlichen Baltikum vereinigt, beherrschte er im 14. Jh. den gesamten östlichen Ostseeraum bis ins heutige Lettland. Dank vorbildlicher Verwaltung und Wirtschaftsförderung, nicht zuletzt aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Hanse (der Deutsche Orden war der einzige Flächenstaat, der Mitglied der Hanse war), entwickelte sich der Ordensstaat im 14. Jh. zu einem der modernsten und wohlhabendsten Staaten seiner Zeit.

Die große Katstrophe des 14. Jh. war die Pest. Wie viele Katastrophen der deutschen Geschichte kam auch diese aus dem Osten. Die Mongolen hatten wieder einmal auf der Krim gewütet. Bei der Belagerung von Feodosija (1346), damals eine Handelsenklave der Stadt Genua, warfen sie Pestleichen in die Stadt und infizierten so die Genuesen. Die Belagerten flohen nach Genua und schleppten die Pest in Italien ein, von dort fand sie schnell ihren Weg nach Deutschland (ab 1348). Der Bevölkerungsrückgang infolge der Pest hatte auch ganz erhebliche politische Folgen für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte: Er bedeutete das Ende der deutschen Ostwanderung.

Kulturgeschichtlich war das 14. Jh. trotz der Pest eine Glanzzeit ersten Ranges. Das Ulmer Münster sei als Stichwort genannt und natürlich die großartigen Bauten im Gebiet des deutschen Ordens: die Marienburg, die Marienkirche in Danzig, der Dom zu Marienwerder, der Dom zu Frauenburg. In Hamburg entsteht mit dem Grabower Altar ein Meisterwerk der deutschen Altarmalerei. Auch die berühmten Glasfenster im Erfurter Dom stammen aus dieser Zeit. Mit dem 14. Jh. geht die Epoche der großen Kirchenbauten allerdings zu Ende – zumindest für die nächsten 300 Jahre. Die Wende zu einer aufgeklärteren Neuzeit markiert die Gründung der ersten deutschen Universität im böhmischen Prag durch Kaiser Karl IV (1348).

2. Das 15. Jahrhundert

Das 15. Jh. beginnt mit einem historischen Paukenschlag: 1410 erleidet der Deutsche Orden in der berühmten Schlacht von Tannenberg eine vernichtende Niederlage gegen ein polnisch-litauisches Heer. Im 1. Thorner Frieden wird der Orden zu hohen Tributzahlungen verpflichtet. In der Folge fordern Städte und Adel, organisiert im „Preußischen Bund“, gegenüber dem Orden mehr Mitsprache und schließen zuletzt ein Bündnis mit dem König von Polen gegen die eigene Regierung – klarer Verrat und vermutlich eine der kurzsichtigsten Entscheidungen der deutschen Geschichte. Kleingeistiger Opportunismus war schon damals eine Stärke deutscher Politik. Im 2. Thorner Frieden (1466) wird das Ordensland geteilt: Der Ostteil verbleibt dem Deutschen Oden, der Westteil mit dem Kulmer Land, dem Ermland und Elbing kommt als weitgehend autonome Region zu Polen. Danzig wird freie Stadt innerhalb des polnischen Königreichs – insgesamt eine territoriale Aufspaltung, die über 300 Jahre bis zur Wiedereingliederung Danzigs und des westlichen Ordenslandes in den deutschen Hoheitsraum durch Friedrich den Großen Bestand hatte.

Als geschichtsbewusster Staatsbürger sollte man auch die Jahreszahl 1438 im Gedächtnis haben: In diesem Jahr bezogen die Habsburger Wien als Residenzstadt. Als Kaiserstadt war Wien 368 Jahre lang (bis 1806) Hauptstadt Deutschlands, länger als jede andere deutsche Stadt. Soweit zum Thema Österreich und Restdeutschland seien kein gemeinsames Land gewesen.

Ansonsten versank das Reich im 15. Jh. in eine chaotische Phase gegenseitiger Feldzüge, begleitet von bäuerlichen Aufständen. Schon damals ging der Nachbarschaftsstreit den Deutschen über alles. Der übrige Verlauf der Weltgeschichte: der Fall Konstantinopels, die Entdeckung Amerikas, die beginnende Seefahrt auf den Ozeanen – für solche Nebensächlichkeiten fand man in Deutschland keine Zeit. 1495 hatte Kaiser Maximilian genug und rief den „Ewigen Landfrieden“ aus, eine Art innerdeutsche UNO samt Fehdeverbot und gesamtdeutschem Reichskammergericht. Wie alle UNOs der Weltgeschichte war auch der „Ewige Landfrieden“ überaus erfolgreich.

Infolge der verworrenen inneren Lage zählt das 15. Jh. in Deutschland nicht gerade zu den bedeutendsten kunstgeschichtlichen Epochen. Einige Meisterwerke der Altarmalerei wie der Dreikönigsaltar (Kölner Dom) oder der Sterzinger Altar bilden eher die Ausnahme als die Regel. Gebaut wurde, sofern überhaupt, vor allem weltlich (Lübecker Holstentor, Rathaus Breslau, Rathaustürme in Köln und Würzburg). Die Frauenkirche in München ist eines der wenigen herausragenden Beispiele für Sakralarchitektur in dieser unruhigen Zeit.

3. Das 16. Jahrhundert

Erstaunlich für eine Nation, die auf der Ostsee eine gut organisierte Seefahrt entwickelt hatte, ist die komplette Abwesenheit deutscher Schiffe auf den Weltmeeren im 16. Jahrhundert. Portugiesen, Spanier, Franzosen, Engländer, Holländer – alle tummelten sich zwischen Amerika, Australien, Afrika und China herum, nur die deutschen Koggen brachten es gerade mal von Hamburg bis nach Riga. So blutrünstig und welteroberisch, wie wir laut Schulbuch unserer Kinder angeblich schon immer waren, scheinen wir wohl doch nicht gewesen zu sein.

Statt ferne Länder zu erkunden, ging man im Deutschland des 16. Jh wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Man hielt geistige Nabelschau und erkundete sein inneres Wesen. Konkret: Man zerfleischte sich gegenseitig um den rechten Glauben. In dieser Hinsicht waren wir schon immer ganz große Klasse. 1517 schlug Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg, 1521 wurde er dafür mit der Reichsacht bestraft. Jedem, der heute 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenbach schlagen würde (z.B. zum heiklen Thema „Evangelische Kirche und Islam“), würde es genauso ergehen (wetten?). 1531 gründeten die Protestanten den Schmalkaldischen Bund, der 1547 von Kaiser Karl V besiegt wurde. Zum Glück für uns hatte Kaiser Karl schon kurz vorher (1529) die Türken vor Wien besiegt, sonst hätten sich die Protestanten ganz bestimmt schon damals mit den Türken verbündet.

1555 wurde Deutschland im Augsburger Religionsfrieden in verschiedene Glaubensterritorien aufgeteilt („cuius regio, eius religio“). Wem die neue Religion nicht gefiel, musste in ein anderes deutsches Land auswandern. Diese „Friedenslösung“ wird man dereinst unseren Kindern wieder präsentieren, wenn Deutschland in einigen Jahren in christliche und islamische Regionen aufgeteilt wird und unsere Kinder aus ihrer eigenen Stadt auswandern müssen, weil die ja dann islamisch ist. Die Lobreden auf diese Lösung („Schon der Augsburger Religionsfrieden schuf eine solch salomonische interkulturelle Konfliktlösung…“) sind bereits geschrieben.

Kunstgeschichtlich gilt der Anfang des 16. Jh. als die klassische Dürerzeit. Die Kunst löst sich von ihrer rein religiösen Ausrichtung und entwickelt größere bildliche Selbständigkeit. Der Einfluss der Renaissance, die in antiker Tradition wieder den Menschen statt irgendeinen Gott in den Mittelpunkt rückt, ist unverkennbar. Albrecht Dürer, Lucas Cranach der Ältere und der Jüngere, Albrecht Altdorfer, Hans Holbein der Jüngere – jetzt entstehen die ganz großen Meisterwerke der deutschen Malerei. Ein kunstgeschichtlicher Höhepunkt aus dieser Epoche ist der Isenheimer Altar im Elsass. Auch die deutsche Literatur erwacht nach vielen Jahrhunderten Dornröschenschlaf allmählich wieder zum Leben: Der Nürnberger Meistersinger Hans Sachs setzt mit seinen Gedichten („Schlaraffenland“) einen frühen poetischen Glanzpunkt. In der Baukunst zeigt sich die Renaissance vor allem im Profanbau, hervorgehoben seien das Rathaus in Rothenburg o.d.T. und das Rechtstädtische Rathaus in Danzig. Ansonsten baute man, den Umständen entsprechend, wehrhaft: Einige der bekanntesten deutschen Burgen (Festung Würzburg, Festung Kufstein) stammen nicht aus dem Mittelalter, sondern dem 16. Jahrhundert.

4. Das 17. Jahrhundert

Wie nachhaltig friedensstiftend der Augsburger Religionsfrieden war, kann man leicht daran ablesen, dass schon wenige Jahre nach dieser angeblich salomonischen Konfliktlösung der alte Glaubensstreit von neuem ausbrach, diesmal allerdings deutlich heftiger. 1608 gründete sich die Protestantische Union, 1609 die Katholische Liga. Damit waren die Fronten klar, der Augsburger Religionsfrieden endgültig gefloppt.

Der 30jährige Krieg entwickelte sich vom innerdeutschen Religionskrieg zum ersten gesamteuropäischen Weltkrieg, in den schließlich jede europäische Macht von Rang und Namen verwickelt war: das Reich, Frankreich, Schweden, Dänemark, Polen. Als ein am Ende nahezu frontenloses Jeder gegen Jeden nimmt der 30jährige Krieg den künftigen multikulturellen Binnenkrieg vorweg, den unsere heutigen realitätsblinden Führer unseren Kindern und Enkeln als politische Hinterlassenschaft vererben werden. Wer sich mit den unmenschlichen Grausamkeiten einer zügellosen Soldateska „junger Männer“ während des 30jährigen Krieges näher beschäftigen möchte, findet im Internet jede Menge abscheulicher Einzelheiten.

Der totale gesellschaftliche Zusammenbruch und die massive Schwächung des Deutschen Reiches nach dem 30jährigen Krieg wurden durch Frankreich und die Türkei, beide angeblich schon immer unsere besten Freunde, schamlos ausgenutzt. Frankreich annektierte schrittweise das Elsass und feierte diesen eindeutigen Landraub als „Wiedervereinigung“ (Reunion). Die Türken nutzten die Gelegenheit zu einem Angriff auf Österreich, wurden aber 1664 bei Mogersdorf geschlagen. 1683 führten sie ihren nächsten Angriffskrieg gegen das Reich und belagerten Wien. Besiegt wurden die Türken dank der Hilfeleistung eines polnischen Heeres. Um es noch einmal ausdrücklich hervorzuheben: Es waren Deutsche und Polen, die gemeinsam Europa vor der Türkenherrschaft gerettet haben – was eine solche Herrschaft bedeutet hätte, erleben wir inzwischen tagtäglich in Berlin-Neukölln. Unsere französischen Freunde hingegen nutzten die ungeschützte Flanke an der deutschen Westgrenze und plünderten die Pfalz. Schönen Dank noch an unser friedliches westliches Nachbarland für die Niederbrennung des Heidelberger Schlosses!

Übrigens hat sich die Türkei bis heute nicht für ihre ständigen Angriffskriege gegen Deutschland entschuldigt.

Kunstgeschichtlich steht das 17. Jh. für den Übergang von der Renaissance zum Barock und das große künstlerische Nichts während des 30jährigen Krieges. Für die Renaissance und die Zeit vor 1618 seien beispielhaft die Rathäuser in Augsburg und Bremen (Weserrenaissance) hervorgehoben und natürlich das Aschaffenburger Schloss. Nach 1648 findet man auch bei uns allmählich zum Barock, vor allem in Süddeutschland (Salzburger Dom, Kloster Banz). Mit der Friedenskirche im schlesischen Jauer entsteht der wohl eindrucksvollste Fachwerkbau in der Geschichte der deutschen Architektur. Besonders bezeichnend ist die völlige Abwesenheit deutscher Malerei in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Als die Alten Meister in Westeuropa nie wieder erreichte Bildwerke schufen, wurden die deutschen Rembrandts und Vermeers von hungrigen Soldatenbanden totgefoltert. Mit seinem „Simplicissimus Teutsch“ schrieb Grimmelshausen nicht nur den ersten großen Roman der deutschen Literatur, sondern auch eine erschütternde Darstellung des bislang längsten und – von 1944/45 abgesehen – bis auf weiteres wohl auch schrecklichsten Krieges auf deutschem Boden.

Fortsetzung folgt!




Premiere: Pferdesteuer eingeführt

Zur Hundesteuer jetzt das nächste Tier! Als erste Kommune in Deutschland führt Bad Sooden-Allendorf eine Pferdesteuer ein. Der nordhessische Kurort ist seit Jahren chronisch klamm. Die Steuer wird vor allem Hobby-Reiter treffen. Wir schlagen zusätzlich eine Steuer für Katzen, Enten, Hasen, Hühner und das Aquarium vor.




Berlin: Fünfte Mahnwache für Tommy Robinson

Zum mittlerweile fünften Mal versammelten sich am Donnerstag Mitglieder der GDL-Division Berlin, PI-Berlin und einige Unterstützer „Unter den Linden“, um auf die seit Wochen andauernde politische Inhaftierung Tommy Robinson aka Stephen Lennon vor der britischen Botschaft lautstark aufmerksam zu machen. Zwei Tage vor dem bislang wichtigsten Termin in dieser Angelegenheit, am 24. November um 16 Uhr an eben jenem Ort, verlas man Auszüge einer eigens für diesen Tag verfassten Rede.

(Von Volkstribun, PI-Berlin)

Die Anzahl der Anwesenden war wieder erfreulich und macht Mut für die Zukunft, denn die Uhr tickt. Störungen durch politisch und gesellschaftlich Verwirrte gab es an diesem Tag erstaunlicherweise nicht. So konnten wir in Ruhe und in Frieden unsere Mahnwache abhalten, in der wir zweimal die jeweils deutsche und englische Version der noch verkürzten Rede via Megaphon vortrugen. Die Information, dass Tommy Robinson schon in Bälde wegen eines ‚Passvergehens‘ in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt werden soll, war einer der Kernpunkte der diesmaligen Mahnwache. Tommy Robinson allein schon daran zu hindern, frei zu reisen, ist ein Unrecht, das ein Thema für sich wert wäre. Reisefreiheit ist ein Menschenrecht – auch für Mr. Stephen Lennon. Dies berücksichtigend, ist seine Inhaftierung eine unzumutbare und hinlänglich bekannte Verletzung der Rechtsordnung im Vergleich zu Mördern und Vergewaltigern, die nach ihren Straftaten teilweise auf freiem Fuß weilen dürfen.

Video 1:

Video 2:

Fotogalerie:

(Fotocredit: Nick)


An dieser Stelle noch ein AUFRUF!

Am kommenden Samstag, den 24.11.2012, findet ein europaweit organisierter FREE TOMMY DAY statt. Es finden dazu Demonstrationen und Mahnwachen zeitgleich in London, Paris, Wien, Hamburg, Düsseldorf und Berlin statt. Zu diesem Ereignis wird aufgerufen zahlreich zu erscheinen.

Ob Privatperson, Mitglied der GDL, PI oder welcher Nichtregierungsorganisation auch immer. Kommen Sie, verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, und unterstützen Sie diesen europaweiten Termin. Es geht nicht allein um Tommy, sondern generell um die Tatsache, dass politisch motivierte Verhaftungen in Europa entsprechend verurteilt werden müssen.

Hier die einzelnen Termine:

BERLIN:

16:00 bis 17:30 Uhr, Unter den Linden, Ecke Wilhelmstraße, gegenüber U-Bahn Station ‚Brandenburger Tor‘

HAMBURG:

17 Uhr, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Neuer Jungfernstieg 20,
20148 Hamburg am Honorarkonsulat des Königreiches Großbritannien

DÜSSELDORF:

15 bis 17 Uhr, Yorckstr. 19 gegenüber dem britischen Konsulat

BIELEFELD:

Innenstadt (leider keine genauen Infos)

WIEN:

17 bis 18 Uhr, Nähe vom Schedenplatz, neben dem Jazzland, vor dem Stiegen zur Ruprechtskirche

PARIS:

Avenue Winston Churchill, siehe hier.

LONDON:

13 bis 16 Uhr (UTC), Wandsworth Prison

Join us in support of Tommy and help put a stop to the government persecuting a man for doing nothing more than saying what many are thinking.

Wer für Tommy spenden möchte, kann dies hier tun.




Kairo: Mursi-Gegner stecken Parteibüros in Brand

Demonstranten haben die Sitze der aus den Muslimbrüdern hervorgegangenen Partei in Brand gesteckt. Ziel seien die Vertretungen der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit in Suez, Ismailija und Port Said gewesen, berichtet das Staatsfernsehen. Die Opposition hatte zu Protesten gegen Präsident Mohammed Mursi aufgerufen, nachdem der den Muslimbrüdern nahestehende Staatschef seine Befugnisse ausgeweitet hatte.




Saudi-Arabien jetzt mit Ehefrauen-Tracker

Wenn eine saudische Ehefrau das Land verläßt, kriegt ihr Mann neuerdings von der Einwanderungsbehörde am Flughafen automatisch eine SMS-Meldung. In Saudi-Arabien dürfen Frauen ohne Einwilligung des Ehemannes ohnehin nicht das Land verlassen. Der muß vorher ein „Gelbes Blatt“ unterschreiben. Das meldet Al Arabiya.




TV-Quiz: Was war Hitlers Vorname?

Mit der richtigen Antwort auf diese schwierige Frage kann man in Holland Millionär werden. Aber wie man sieht, der Kandidat hat keine Ahnung! Vielleicht hätte man fragen sollen, was war Hitlers Nachname. (Foto gefunden bei  Perlentaucher, der fand es auf Facebook. Vorfall ist aber wohl schon älter.)




Video: Dieter Nuhr über den Islam

In der ARD war diese Woche das Motto „Leben mit dem Tod“ angesagt. Dieter Nuhr fiel dazu am Montag Abend in seiner Sendung „Satiregipfel“ ab 22:45 Uhr das Gegenthema „Nuhr am Leben“ ein. Dabei spottete er unter anderem ausgiebig über den Islam, in dessen Philosophie der Kampfestod bekanntlich mit 72 Jungfrauen im Paradies belohnt wird. Nuhr ist mit Sicherheit der islamkundigste und mutigste Kabarettist Deutschlands. Ganz im Gegensatz zu einem Harald Schmidt, der öffentlich zugab, dass ihm dieses Thema „zu heiß“ ist, um darüber Witze zu machen. Da sieht man, welch tiefsitzende Angst die Friedensreligion™ in unserem Land bereits verbreitet.

(Von Michael Stürzenberger)

Hier der Videoausschnitt von Dieter Nuhr vom vergangenen Montag Abend. Zurücklehnen und genießen:

Ausnahmsweise kann man dem ARD-Staatsfunk seinen Dank aussprechen, dass er einem solch couragierten Kabarettisten die Möglichkeit gibt, unangenehme Wahrheiten satirisch-humorvoll unters Volk zu bringen:

» info@daserste.de

(Videobearbeitung: theAnti2007)




Der kleine Raketenspezialist

© 2012 by Daniel Haw

Daniel Haw - Vater der jüdischen Comicfigur Moishe HundesohnDaniel Haw ist Dramatiker, Maler, Komponist, Autor, Regisseur und Leiter des jüdischen Theaters Schachar in Hamburg. Der Vater der jüdischen Comicfigur Moishe Hundesohn veröffentlicht seine Cartoons jeden Freitag exklusiv auf PI. Zuletzt erschien sein Bildband „Ein Hundejahr: Moishe Hundesohn“.

» Alle Moishe-Cartoons auf PI


Seit dem 8. November gibt es bei Books on Demand und bei Amazon den neuen Moishe Cartoon-Band „Revolutio!“ von Daniel Haw – das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle Moishe-Fans. Hinweis: Moishe wird zum Jahresende eine mehrmonatige schöpferische PI-Pause einlegen. Aber er kommt wieder, keine Frage!




Thilo Sarrazin über „Europa-Besoffenheit“

Thilo Sarrazin gab dem FOCUS ein umfangreiches und natürlich sehr gutes Interview über EU, Euro und die Deutschen. Der FOCUS fragte zum Beispiel, warum es hierzulande eigentlich keine breite gesellschaftliche Diskussion über den Euro und die mit ihm verbundenen Risiken gebe? Diese Frage ist sehr berechtigt. Nach der Sorge um Gesundheit und Familie kommt für jeden vermutlich Geld auf dem nächsten Platz. Aber in dieser gehirnerweichten Republik rührt sich kein oppositionelles Lüftchen! Was denkt Sarrazin? 

Das liegt daran, dass sich die meisten Menschen das Thema fachlich nicht zutrauen und daher dieses Feld der Politik überlassen. Dort haben die meisten von Währungsfragen aber auch keine Ahnung, sie machen Währungspolitik auf Basis einer gefühligen Europa-Duselei in der guten Tradition von Helmut Kohl. Aber in Währungsfragen sind Gefühlsduselei und Europa-Besoffenheit das Letzte, das wir brauchen können. Genau diese Mentalität ist dafür verantwortlich, dass Deutschland gegen den Rat aller Fachleute seit Anfang der 90er-Jahre diesen zunächst riskanten und am Ende falschen Weg gegangen ist.

(Lesen Sie das ganze fünfseitige Interview hier! Dank für Tipp an S.H.!)




Ägyptens Mursi hält nichts von Gewaltenteilung

Der Tagesspiegel berichtet: Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi will nicht zulassen, dass die Justiz den Marsch der Islamisten durch die Institutionen bremst. Deshalb hat er dem Verfassungsgericht die Kompetenz abgesprochen, über die Rechtmäßigkeit des von Islamisten dominierten Verfassungskomitees zu entscheiden. Zugleich gab er sich selbst das letzte Wort in praktisch allen politischen Fragen. Wir haben nichts anderes erwartet, nur daß es so schnell kommt, überrascht.

Sicher erinnern sich alle an die Tage, als Broders Freund Hamed Abdel-Samad in Kairo auf dem Tahrir-Platz enthusiastisch den Einzug der „Demokratie“ feierte. Kürzlich war er wieder dort. Wieder vergaß er die von Moslembrüdern und Islamisten beherrschte Regierung. Macht nichts. PI-Leser wissen, wer Ägypten regiert.