Deutsche im Zeitalter der Selbstabschaffung

tor2Es ist das zentrale Paradoxon der Bunten Republik: Ein Staat, der sein eigenes Volk nicht leiden kann, es systematisch gegenüber Fremden benachteiligt, und nach Kräften daran arbeitet, es durch andere Bevölkerungsgruppen zu ersetzen, ist in hohem Maße auf dessen Loyalität, auf seinen Arbeitsfleiß und seine Gesetzestreue angewiesen.

(Anmerkungen zum Alltagsbewußtsein der Bunten Republik von fenek)

Das Bild vom „schlafenden Michel“, das immer wieder bemüht wird, um die Ahnungslosigkeit derjenigen zu betonen, die an Stelle des evolutionär bewährten gesunden Menschenverstandes ein buntes Modul aufweisen, beschreibt die Situation nur unzureichend. Denn zum Schlafen hat der Michel in Zeiten seiner Selbstabschaffung keine Zeit mehr. Da die Umvolkung, der große Bevölkerungsaustausch mit weniger produktiven Bevölkerungsgruppen enorme ökonomische Kraftanstrengungen erfordert, muß sich das Hamsterrad von Arbeit und Konsum immer schneller drehen, und auch immer länger.

Die Verlängerung des Renteneintrittsalters, zunächst auf 70 Jahre, später dann auf 73 Jahre, wird nach der nächsten Bundestagswahl als alternativlos präsentiert, wenn ein Rentensystem wenigstens auf dem Papier aufrecht erhalten werden soll. Dass weder der syrische Hirte noch der syrische Molekularbiologe bei der Füllung der Sozialkassen hilfreich sein werden, ist inzwischen zum Allgemeingut geworden, sind es doch, wie uns die Experten wissen lassen, inzwischen „eher die Fachkräfte von morgen“ (BfA).

Vor einem Jahr traf ich einen höheren, pensionierten Finanzbeamten, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, und fragte ihn nach seinen Erfahrungen. „Nicht gut“, sagte er, die Leute seien fordernd, teilweise hoch aggressiv, und ein Syrer (damals noch eine sagenumwobene Rarität) hätte im Wohnheim seine Frau erschlagen. Nach seinen persönlichen Konsequenzen befragt, sagte er, daß er jetzt jeden direkten Kontakt vermeide, das Flüchtlingsheim nur noch durch einen Nebeneingang betrete, und dann im verschlossenen Büro die Finanzangelegenheiten für die Schutzsuchenden ehrenamtlich erledige. Es störe ihn aber schon, wenn er bemerke, daß Angehörige der Asylindustrie sich die Taschen vollstopften, wo es nur ginge.

Was geht wohl in einem Bundeswehrsoldaten vor, der sein Leben im Kampf gegen radikale Moslems in Mali oder Afghanistan einsetzen soll, während sein Land zu Hause selbst einen Leibwächter von Osama bin Laden nebst umfangreicher Familie beherbergt, sozial alimentiert, und (teilweise) mit der deutschen Staatsangehörigkeit ausstattet? Und was mag ein Bauarbeiter denken, wenn er eine schicke Reihenhaushälfte für „Schutzsuchende“ baut, die er sich selbst nach 30 Arbeitsjahren nicht annähernd leisten kann? Was denkt die alleinerziehende Sachbearbeiterin mit Steuerklasse 2, die gerade einen orientalischen Großfamiliennachzug in die Sozialsysteme bearbeitet? Oder ist es inzwischen ganz egal, was sie denken?

Normalerweise ist es aus Sicht des Systems irrelevant, was diese Menschen, die berühmte schweigende Mehrheit, denkt, solange sie als Konsumenten und Arbeitskräfte funktionieren. Spannend wird es jedoch in Krisenzeiten, in denen der Staat gezwungen ist, ihre aktive Loyalität einzufordern – wohlgemerkt ein Staat, der signalisiert hat, daß er über keinen Selbstbehauptungswillen, keine innere Verteidigungslinie und letztlich keine Staatsräson verfügt. Von den geförderten, afrikanisch-orientalischen Einwanderergruppen kann er diese Loyalität, den Arbeitsfleiß und die Gesetzestreue schwerlich erwarten, und ob die ministerial geförderten Antifa-Strukturen in die Bresche springen werden, darf eher bezweifelt werden.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Bunte Republik den Bogen überspannt und die Loyalität eines relevanten Teils ihrer Bürger verliert. Niemand soll sich täuschen, Auflösungs- und Niedergangsprozesse vollziehen sich nicht geradlinig, linear. Wenn die Fundamente eines Staates, der jahrzehntelangen Raubbau daran betrieben hat, erst einmal ins Rutschen kommen, gibt es kein Halten mehr. Er lebt, nach dem bekannten Böckenförde-Diktum „von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“, die er aber, wie wir gerade erleben, nachhaltig schädigen oder zerstören kann.

Die ideologische Dosierung, der propagandistische Tsunami, mit der der Zusammenhalt der multi-kulturellen Gesellschaft von der Wiege bis zur Bahre beschworen werden muß, wirft kein gutes Licht auf ihren inneren Zustand. Und die Menschenketten gegen „Rassismus“ und für „Vielfalt“ sind auch als Ritual zu deuten, das den inneren Zusammenhalt der bunten Aufrechten festigen und die nagenden Selbstzweifel überdecken soll, ob die „Rechten“ nicht doch recht haben. Oder wer von denen, die sich dort die Hand reichen, fühlt sich wohl in einer Gruppe von „Südländern“ an der S-Bahnhaltestelle?

Alle Meinungsumfragen zeigen, daß sich die Zweifel, über alle Parteipräferenzen hinweg, tief in die Mitte der Gesellschaft gefressen haben. Und das Tal der Aussätzigen, das als „rechtsextremistisch“ ausgegrenzt werden soll, wächst. Nach der jüngsten „Mitte-Studie“ der Universität Leipzig, umfaßt es schon etwa die Hälfte der Gesellschaft. Interessanter als die neomarxistische Definition des „Rechtsextremismus“ ist der Umfang der Feindmarkierung, der dort vorgenommen wird, oder besser gesagt, vorgenommen werden muß, um das Scheitern der Utopie zu kaschieren. Erst, wenn die Propaganda nachläßt, können wir sicher sein, daß es auf die Meinung der Bürger nicht mehr ankommt.


(Karikatur: Wiedenroth)