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Protestnote aus Malaysia

Rais YatimMalaysias Außenminister Rais Yatim (Foto) hat sich in ungewöhnlich scharfer Form gegen den Kölner Anti-Islamisierungskongress ausgesprochen. „Malaysia ist schockiert und zutiefst enttäuscht über den von Pro Köln vorgesehenen Anti-Islamierungskongress.” Malaysia fordert die Veranstalter auf, ihr Vorhaben zu überdenken und die Konsequenzen abzuwägen, bei der „nichts positives erreicht werden kann, sondern lediglich Gewalt und Hass“.

Und weiter:

„Malaysia erkennt die Bedeutung des Aufbaus und der Förderung interreligiöser Beziehungen, den Dialog und das Verständnis zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen, durch Regierungen und verantwortungsvolle Organisationen. Diese Anstrengungen allerdings werden durch bestimmte Gruppierungen wie die Veranstalter des Anti-Islamisierungskongresses, die im Namen der Redefreiheit Lügen und Beleidigungen verbreiten werden, untergraben.“

Eine kraftvolle Stellungnahme aus Malaysia zu einer Konferenz, bei der über den Islam und die von uns mit all unseren Erfahrungen doch sehr zu Recht befürchteten Nebenwirkungen der Verbreitung dieses Todeskultes im zivilisierten Teil dieser Welt gesprochen werden wird. In Malaysia übrigens werden Menschen hingerichtet, die eine andere Religion als den Islam haben. Dann findet kein Dialog über das Verständnis zwischen verschiedenen Religionen mehr statt. Christen leben dort lediglich im Geheimen.

Dass sich im Westen kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt wird, ist die eigentliche Angst der Machthaber in islamischen Ländern. Und sie sind so durchschaubar. Und leider, wegen der in unseren Breitengraden herrschenden political correctness, gefährlich.

» PI: Rais verlangt Medienkorrektur beim Thema Islam




Bad Sooden: Hass gegen „Scheiß Deutsche“


Mindestens vier „südländische“ Männer verprügeln in einem Festzelt im hessischen Bad Sooden „voller Hass in den Augen“ – „scheiß Deutsche“ rufend – 15 Menschen und verletzen sie zum Teil schwer. Sofort wird der ganz offensichtlich von Migranten verübte Anschlag so umfunktioniert, als hätten „Rechte“ die Prügel ausgeteilt, denn andere Gewalttäter als Rechte kann und darf es schließlich in Deutschland nicht geben. Ein Grund, noch einmal einen Blick auf die tatsächlichen Fakten zu werfen.

Der 47-jährige freie Journalist und Rechercheur Frank Brendel, eines der Opfer, meint abschwächend:

„Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort.“

Brendel hat bei dem Überfall auf das Erntedankfest eine gebrochene Elle davongetragen. Erst war zu befürchten, dass für ihn die Geschichte noch viel schlimmer ausgehen würde.

Weil einer von zwei fatalen Stockschlägen auf seinen unbehaarten Kopf offensichtlich eine Arterie traf, sprudelte das Blut fontänenartig raus.

Ein Krankenpfleger, zufällig im Zelt, und dessen Freund verbanden Brendel schon, bevor der Notarzt eintraf.

„Die kamen da rein und rempelten einen Mann neben mir an“, schildert der 47-Jährige, wie das Unheil begann. Er habe den Mann rauszuziehen versucht, da hätten sich die Angreifer gleich ihm – 1,87 Meter groß „und nicht zierlich“ – zugewandt und auf ihn eingeprügelt.

Möglicherweise war der unbehaarte Kopf sogar der Grund für den Angriff – denn ein deutscher mit Glatze muss ja ein Rechter und demnach Freiwild sein. Das hat jetzt sogar ein freier Journalist und Rechercheur am eigenen Leib zu spüren bekommen – doch was nicht sein darf, kann nicht sein.

Ellen Martin, der während der Angriffe ebenfalls im Festzelt war, beschreibt:

„Ich sah den Hass in den Augen, da wusste ich, jetzt passiert etwas Schlimmes.“ … „Es waren vier, südländische Typen.“ Einer fiel ihr auf: „Er hatte kurze blonde Haare, das passte nicht zum Erscheinungsbild. „Und diese Augen, es war purer Hass.“ … „Dann zogen sie Stöcke und schlugen zu“ …“Wer derart bewaffnet und brutal zuschlägt, nimmt den Tod (der Opfer) in Kauf.“

Natürlich atmen bei der Botschaft, dass einer der Täter blonde Haare hatte, alle Verfechter des einzig gültigen Gutmenschen-Weltbildes erleichtert auf. Wenn einer blond war, muss es ja ein Deutscher gewesen sein, selbst wenn die Haarfarbe nicht zum Erscheinungsbild passt.

Ein weiterer Zeuge, Johannes Klenke, hörte, wie die Angreifer „Scheiß Deutsche“ brüllten.

Diese Ausdrucksweise passt zwar eher zu Kulturbereicherern als zu gebürtigen Deutschen, obwohl eine solche Gesinnung natürlich teilweise auch von linksgerichteten Staatsbürgern durchaus auch öffentlich vertreten wird.

Ein ebenfalls hellhaariger Kreistagsabgeordneter “Der Linken” hat von den Deutschen offensichtlich ebenfalls keine besonders hohe Meinung. Er versuchte, mit Drohungen die Berichterstattung über den Vorfall dahingehend ändern zu können, damit anschließend die Rechten „Richtigen“ als Täter da stehen – doch da hat er sich jetzt eine Strafanzeige eingehandelt.




„Jakubijan-Bau“ – eine ägyptische Geschichte

In seinem Roman Der Jakubijan-Bau zeichnet der in Kairo lebende Autor Alaa al-Aswani, der im Brotberuf Zahnarzt ist, anhand eines Gebäudes und dessen Bewohnern einen Mikrokosmos des heutigen Ägyptens und seiner Vergangenheit und spiegelt die Macht- und Beziehungsverhältnisse im Land. Die Verfilmung, die sich weitgehend an das Buch hält, ist nun auch auf DVD erhältlich (arabisch mit englischen Untertiteln und arabisch mit französischen Untertiteln: The Yacoubian Building/L’Immeuble Yacoubian).

(Gastbeitrag von Weatherman)

Der Jakubijan-Bau erzählt von den Bewohnern eines wirklich existierenden, gewaltigen Wohnhauses, das ein armenischer Millionär 1934 im Zentrum von Kairo erbauen ließ. Der nach ihm benannte Jakubijan-Bau ist zugleich auch das Gebäude, in dem Alaa al-Aswanis Vater, ein Jurist, sein Büro hatte und er selbst seine erste Zahnarztpraxis. Im Lauf der Jahrzehnte durchlebt das Haus einen Wandel, der in vielerlei Hinsicht ein Abbild dessen ist, was die ägyptische Gesellschaft als Gesamtheit erlebt hat. ??Al-Aswani entwirft das Porträt eines von sozialen Umbrüchen und politischen Richtungswechseln erschütterten Landes, dessen Selbstverständnis einer demokratischen, aufgeklärten, säkularen Hauptstadt-Gesellschaft innerhalb weniger Jahrzehnte zunehmend von Engstirnigkeit, religiösem Fanatismus, politischer Willkür und der Einschränkung von Grund- und Menschenrechten unterwandert wurde.

Im Jakubijan-Bau, der einst bessere Zeiten erlebte, versammelt Alaa al-Aswani einen repräsentativen Querschnitt durch die Gesellschaft, in der das Recht der Stärkeren und Intoleranteren zum Dogma geworden ist. Oben auf dem Dach des Jakubijan-Baus wohnen die Armen in Ein-Zimmer-Verschlägen. Dort herrschen Enge, Tradition und Nachbarschaftskontrolle – manchmal Nachbarschaftshilfe. Es ist ein lärmender, staubiger Mikrokosmos aus abends müde an ihren Wasserpfeifen saugenden Taglöhnern, Türhütern, Handwerkern und Kleinhändlern mit ihren Frauen und Kindern.

Buthaina al-Sajjid zum Beispiel erfährt auf vielfältige Weise, dass Armut für eine junge und schöne Frau vor allem sexuelle Übergriffe und Ausbeutung bedeutet. Der Student Taha al-Schasli merkt, dass er als Sohn eines Türhüters auch mit den besten Noten keine Chance hat, Polizeioffizier zu werden. Diese Enttäuschung und traumatische Erfahrungen mit staatlichen Folter-Gefängnissen treiben ihn in die Arme des islamischen Terrors.

Unterhalb des Dachs lebt hingegen eine völlig andere Gesellschaft, die im Land den Ton angibt. Die Menschen vom Dach müssen ihr dienstbar sein. Da ist der „verwöhnte Lustmolch“ Saki Bey al-Dassuki. Er kennt nur zwei echte Leidenschaften: Frauen und Alkohol. Da ist der dubiose, steinreiche, scheinheilige Geschäftsmann und Polit-Aufsteiger Hagg Asam, der im Jakubijan-Bau eine Wohnung für seine heimliche zweite Ehefrau unterhält, die er vom Dorf gekauft (!) hat und die er ein Mal täglich zum Sex aufsucht. Da ist Hatim Raschid, der brillante, feinsinnige Chefredakteur einer französischsprachigen Oppositionszeitung, der seinen aus der oberägyptischen Provinz stammenden jungen, verheirateten Liebhaber auf der Straße rekrutiert und mit Geld und Geschenken in eine Beziehungsabhängigkeit gezwungen hat.

Unbestechlich und nüchtern zeichnet Alaa al-Aswani das Bild einer von Brutalität, Willkür und Rücksichtslosigkeit geprägten ägyptischen Alltags-Gesellschaft, in der Opfer und Täter nicht selten die Rollen tauschen. Die Armen haben Pech. Aber auch die scheinbar Unangreifbaren können jederzeit von einer gesichtslosen Obrigkeit in die Knie gezwungen und gedemütigt werden.

Die Verfilmung hält sich an die Romanvorlage: In einem runtergekommenen Downtown-Art-Déco-Haus lebt unten die verblühte Elite, Pseudo-Aristokraten und Intellektuelle, und oben auf dem Dach das Volk, die Portierfamilie, Habenichtse vom Land, die Verkäuferin Bussaina.

Ihre Geschichten kreuzen und verschränken sich. Keine Kränkung, kein Elend, keine Gemeinheit und keine Tragödie im Ägypten von heute werden ausgelassen – und über allem schwebt die Politik des korrupten Regimes, das die Biographien der Menschen zermalmt.

Der Film mag an einigen Stellen nur schwer zu ertragen sein. Als der Portierssohn in der Untersuchungshaft von Geheimdienstbütteln vergewaltigt wird und danach nackt und blutverschmiert in der Zelle hockt und jammert, sind starke Nerven gefragt. Ebenso zum Beispiel auch, als der Chef der jungen Verkäuferin Bussaina im Lagerraum auf ihr Kleid onaniert – eine Pflichtübung für alle jungen Verkäuferinnen in dem Laden, die ihren Job nicht verlieren wollen. Sie erhalten dafür 10 Ägyptische Pfund pro Abspritzen, umgerechnet 1,35 Euro.

In dem Film kommt nichts vor, was die Leute nicht wissen. Vielleicht fehlen Dinge wie, dass Ägypten ein Zentrum für Antisemitismus ist. Dennoch kommt der Film mit einer Wucht daher, die schaudern macht. Ägypter lieben die Illusion. Wenn ein Heuchler den frommen Muslim spielt, der sich an die Gesetze Allahs hält, aber hin- und hersündigt, dann sehen sie drüber weg und reden nur privat darüber. Vielleicht ist das für Einige Selbstschutz. Anders wäre wohl die Wirklichkeit gar nicht zu ertragen.




Gesichter der Gewalt an pakistanischen Frauen

PakistaniAuf dem nebenstehenden Foto ist eine junge, hübsche pakistanische Frau abgebildet – bevor sie von ihrem Ehemann verunstaltet wurde, weil sie ihm zu aufmüpfig geworden ist. Die italienische Repubblica hat jetzt eine Bildergalerie von Frauen in Pakistan (Vorsicht: nichts für zart besaitete Leser!) veröffentlicht, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Die plastische Chirurgie kann helfen, die einstigen Gesichtszüge ein wenig wieder herzustellen, aber sie kann nicht die Wut und die Schmerzen für die Gewalt beseitigen, die man ihnen angetan hat.




Schönbohm: Das Schlachtfeld der Tugendwächter

Jörg SchönbohmDrei lesenswerte Artikel fanden wir in der neuen Ausgabe des DS Magazins vom Bund der Selbständigen. Der erste ist ein Gastbeitrag von Jörg Schönbohm zum Thema political correctness, der noch einmal auf prominente PC-Opfer eingeht (wobei man sich bei dem Ex-General immer wundert, warum er noch nicht zu den „Abgesägten“ gehört).

Ebenso bemerkenswert das Interview mit dem Stasi-Forscher Hubertus Knabe, der die Strategie der Linkspartei analysiert und erläutert, warum ehemalige SED-Kader zu den Gewinnern der deutschen Einheit gehören. Zuguterletzt noch ein Interview mit dem FDP-Politiker Andreas Pinkwart, der knallhart auf Kernenergie setzt.