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Kopftuch – nein danke!

Am Donnerstag beim Frühstück empfing meine Frau mich mit folgenden Worten: „Übermorgen ist die größte Gartenparty des Jahres und alle meine Freundinnen kommen und das Motto ist 1001 Nacht und vier Freundinnen und ich haben uns den Spaß ausgedacht, mit Kopftuch zu kommen, das wird vielleicht ein Gelächter und bitte sei so nett und kauf mir ein Kopftuch, aber bitte ein Schönes und guck nicht wieder nur aufs Geld und ich fahr jetzt zum Klassentreffen nach Ulm und morgen Abend bin ich wieder da und Samstag ist die Gartenparty, ich hoffe, du benimmst dich wenigstens diesmal und blamierst nicht wieder die ganze Innung.“

(Von Schnitzelhuber)

Ich hatte ausnahmsweise einen freien Tag und sagte, wenn es weiter nichts ist kein Problem, verabschiedete mich von meiner Frau und fuhr kurzer Hand in die Stadt. Im besten, wenn auch teuersten Ausstatter für Damenoberbekleidung seit 1882 unserer Stadt, wurde ich freundlich empfangen und erklärte mein Anliegen. Die Beraterin – Verkäuferin sagte man hier nicht – trat zwei Schritte zurück, holte vorsichtshalber den Geschäftsführer hinzu und bedeutete mir mit freundlichen Worten, dass ich bei ihr schlichtweg alles für Damen kaufen könne. Nur keine muslimischen Kopftücher. So was gebe es in der ganzen Stadt nicht. Der Geschäftsführer sagte, ich sehe eigentlich aus wie ein vernünftiger Mensch und gab seiner Verwunderung Ausdruck, dass ich in seinem Haus allen Ernstes nach einem muslimischen Kopftuch fragen würde.

Nach langen Erklärungen erklärte er sich widerwillig bereit, mir zu helfen und ließ sich mit dem Hauptabteilungsleiter für Damen-Kopfbekleidung beim Deutschen Bekleidungs- und Textil-Verband verbinden. Der Hauptabteilungsleiter erklärte, seit 20 Jahren habe niemand nach diesem absurden Bekleidungsteil gefragt und heute sei er schon der fünfte Anrufer. Muslimische Kopftücher gehörten nicht zum Sortiment seines Verbandes und er denke auch nicht im entferntesten daran, sich mit diesem mittelalterlichen und frauenfeindlichen Mist zu beschäftigen. Zugleich empfahl er dem Geschäftsführer dringend, mal ein wenig kürzer zu treten und ein paar Tage Urlaub zu machen.

Nachdem ich den Geschäftsführer überzeugt hatte, dass das Ganze wirklich nur ein Scherz sei und ich weiß Gott nichts mit Kopftüchern am Hut hätte, gab er mir die Adresse seines Schwagers in Köln, der ersten Adresse für Karnevalskostüme aller Art, und zwar seit 1893. Er ermahnte mich zugleich eindringlich, nicht zu erwähnen, dass der Tipp von ihm sei.

Am Kölner Hauptbahnhof angekommen, spazierte ich gemächlich durch die Einkaufszone dieser schönen Stadt, genoss die Morgensonne, bewunderte den Kölner Dom und staunte über die unglaublich große Anzahl an Kopftuchträgerinnen auf der Hauptstraße. Im ersten Moment dachte ich an eine Demonstration. Es waren aber nirgends laut schreiende Politiker der Grünen zu sehen.

Ich zündete mir eine Zigarette an, hoffte, dass mein Arzt sich nicht zufällig in der Nähe herumtrieb, und beobachtete das Treiben. Heerscharen von Kopftuchträgerinnen, fast alle trugen graue oder schwarze bodenlange Kleidung. Total verhüllt. Wie ein Trauerzug. Woher kamen die alle? Im beruflichen Leben begegnete ich nie Kopftuchträgerinnen. Büros, Sitzungszimmer, Dienstreisen, Hotels, Tagungen, Kongresse – Fehlanzeige. Arbeiteten die nicht? Am gesellschaftlichen Leben schienen die auch nicht teilzunehmen. Tanzschule, Gemeindefest, Weihnachtsball, Restaurants, Jugend forscht, Kunstausstellungen, Musik-Festivals, Verleihung von Orden für caritative Verdienste – komplette Fehlanzeige. Ich beobachtete die Gesichter. Irgendwie strahlten sie Traurigkeit und Resignation aus. Das ganze erinnerte mich an einen alten Science-Fiction-Film. Die Invasion vom Mars. Die Marsianer manipulierten die Menschen, machten sie zu Marionetten und eroberten die Welt. Erst fünf Minuten vor Ende des Films hatte der Regisseur ein Einsehen und der Filmheld konnte die Invasion abwehren.

Der Inhaber des ersten Karnevalsausstatters von Köln begrüßte mich höflich. Da die Session vorbei war, hatte er Zeit für mich und wir sprachen über alle möglichen Arten von Kostümen. Als ich mein Anliegen vorbrachte, wurde er deutlich reservierter. „Mein Herr“, sage er, „mein Großvater hat mit diesem Haus sein Geld verdient, mein Vater hat mit diesem Haus sein Geld verdient, und ich verdiene mit diesem Haus mein Geld. Aber bevor ich muslimische Kopftücher verkaufe, melde ich lieber Insolvenz an und schlafe unter Brücken. Einen schönen Tag noch“.

Ich bahnte mir einen Weg durch die Horden von Kopftuchträgerinnen auf der Hauptstraße und schlug in einem Straßenkaffee bei einem Kölsch und einer Zigarette – mein Arzt war Gott sei Dank immer noch nicht aufgetaucht – mein Basislager auf. Klares Denken, klares Handeln waren jetzt angesagt.

Zunächst rief ich meinen Freund in Graz an. Professor, Philosoph, Anthroposoph. Ein kluger Mann. Auf meine Frage, wo es muslimische Kopftücher zu kaufen gebe, begann er in sieben Sprachen zu fluchen. Nach vielem guten Zureden nannte er mit schließlich die Anschrift des Weisen Mannes von Deutschland, dessen Residenz weit abgelegen im bayerischen Hochgebirge lag. Er empfahl mir gleichzeitig, die Finger vom Kopftuch zu lassen und dringend ein paar Tage auszuspannen.

Sodann informierte ich telefonisch mein Büro über meinen Urlaubsbedarf für Freitag. Meine Sekretärin sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, der Laden liefe ansonsten schließlich auch, und zwar trotz meiner Mitwirkung. Zuletzt telefonierte ich mit meinem Sohn und informierte ihn, dass ich erst am Freitag wieder zurück kommen würde.

Im Intercity nach Bayern fielen mir als erstes die zahlreichen Kopftuchträgerinnen auf. Ich sah in ausdruckslose, traurige Gesichter und empfand irgendwie fast schon ein wenig Mitleid. Die schwarze oder graue Kleidung ließ die ungeschminkten Gesichter noch blasser wirken. Die Marsianer machten wirklich Nägel mit Köpfen, das musste man ihnen lassen. „Lustige Kopftücher haben Sie“, rief ich einer Gruppe zu, „wo gibt’s die zu kaufen?“ Sie murmelten irgendetwas in einer völlig unbekannten Sprache und guckten zu Boden.

Ich flüchtete ins Zugrestaurant und bestellte mir einen doppelten Whiskey. Am Nebentisch saßen zwei junge Frauen, modern gekleidet, ohne Kopftuch, löffelten Eis und lachten lauthals über irgendwas. „Schön dass Sie kein Kopftuch tragen und so fröhlich lachen“, rief ich hinüber. Eine der beiden Frauen tippte sich an die Stirne und beide lachten so laut, dass eine fast vom Stuhl fiel.

Am Ziel in Bayern brachte mich ein Taxi zur Talstation der Bergbahn, die mich in schwindelerregende Höhen hinauf führte. Für die letzten 20 Km von der Bergstation bis zur Residenz des Weisen Mannes lieh ich mir ein Maultier aus.

Die Residenz des Weisen Mannes war weniger eine Residenz als vielmehr eine bescheidene Hütte. Der Weise Mann saß an einem offenen Kaminfeuer. Sein Haar war schneeweiß. Er strahlte eine beeindruckende Würde, Ruhe und Kraft aus und erinnerte mich irgendwie an einen Shaolin-Mönch. Ich fühlte mich sofort heimisch und erklärte ihm mein Anliegen.

Der Weise Mann überlegte eine Weile, bevor er sprach.

„Mein Sohn, wenn du mir eine Frage nach den Gesetzmäßigkeiten der Zeit oder des Universums stellen würdest, so könnte ich dir eine Antwort geben.

Wenn du mir eine Frage nach dem Woher, Warum und Wohin des Menschen stellen würdest, so könnte ich dir eine Antwort geben.

Aber deine Frage, wo es muslimische Kopftücher zu kaufen gibt, kann ich dir nicht beantworten. Ich möchte dich aber vor den Kopftüchern warnen.

Es gibt eine düstere Prophezeiung eines anderen Weisen Mannes. Danach wird sich die Zahl der Kopftuchträgerinnen in den Ländern Westeuropas und in Deutschland alle 65 Monde verdoppeln.

Und wenn die Zeit erfüllt ist und alle Frauen zu Kopftuchträgerinnen geworden sind, wird das Finstere Zeitalter für die Menschen in diesen Ländern anbrechen. Sie werden ihre Freiheit, ihre Persönlichkeit, ihre Würde verlieren. Sie werden ohne Humor, ohne Lachen und ohne Musik leben. Bildung und Wissenschaft, Forschung und Lehre werden zum Erliegen kommen. Unfreiheit, Unterdrückung und Gewaltherrschaft werden die Menschen drangsalieren. Sie werden in geistiger und materieller Armut leben. Wie ferngesteuerte Marionetten werden sie durch das Leben gehen. Viele werden der verlorenen Freiheit ihrer Väter nachtrauern. Schau in die Länder, in denen bereits heute alle Frauen Kopftuch tragen.“

Das klang nicht gerade berauschend. Offenbar war ich mit meiner Kopftuch-Aktion mitten in ein Wespennest gestoßen. Möglicherweise war ich dabei, einer weltweiten Verschwörung auf die Spur zu kommen. „Weiser Mann, können Sie dem Spuk nicht einfach ein Ende bereiten, die Raumschiffe der Marsianer ins Meer stürzen lassen oder sonst was zaubern, irgendeine Hoffnung muss es doch geben?“.

„Hoffnung besteht nur, wenn die Menschen an fangen, selbständig zu denken. Solange die Menschen bestimmten Politikern, bestimmten Medien, bestimmten Vertretern von Organisationen glauben, die wissentlich oder unwissentlich die Unwahrheit sagen und damit das Finstere Zeitalter vorbereiten, solange die Menschen diesen glauben und nicht selber denken, solange besteht keine Hoffnung.

Alle heiligen Bücher der großen Religionen der Völker berichten von den widerstreitenden Mächten dieser Welt. Diese verführen und manipulieren viele Menschen und machen sie zu ihren Werkzeugen. Die verführten und manipulierten Menschen sagen: Das ist Liebe, und es ist in Wahrheit Hass. Sie sagen: Das ist Freiheit, und es ist in Wahrheit Unfreiheit. Sie sagen: Das ist Friede, und es ist in Wahrheit Unfriede, Krieg und Feindschaft“.

„Aber wie kann so eine kleines Stück Stoff solche Folgen haben?“

„Im Frühjahr treiben die Bäume Knospen. Sie kündigen den herannahenden Sommer an.

Im Herbst fallen die Blätter. Sie kündigen den herannahenden Winter an.

Ein Kopftuch ist nur ein Stück Stoff. Das Tragen des Kopftuches aber ist – wie die Knospen und die Blätter – ein Zeichen und ein Symbol. Das Kopftuch ist das Zeichen und das Symbol für eine Menschen unfreundliche Ideologie, für die Unfreiheit der Menschen und für das Finstere Zeitalter.

Die Wahrheit ist leise. Sie ist nicht bei den Schreihälsen in der Politik, in den Medien, auf den Straßen.

Denkt selbständig, und – wie es in eurem heiligen Buch heißt – ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen“.

Die Audienz war beendet. Ich verabschiedete mich höflich vom Weisen Mann und machte mich auf den Heimweg. Irgendwie war das Gespräch nicht gerade erheiternd verlaufen, nicht der Burner, wie man so sagte. Zu allem Überfluss war die letzte Talbahn schon weg, so dass ich in der Berghütte übernachten musste. An der Tür klebte ein großes Schild: Kopftuch, nein danke. Darunter ein Spruch: „Ein Nein aus tiefster Überzeugung ist besser und größer als ein Ja, das nur gesagt wird, um zu gefallen oder um Schwierigkeiten zu vermeiden (Mahatma Ghandi)“. Der Hüttenwirt sagte, er sei froh, hier oben zu wohnen. Während es im Tal von Kopftuchträgerinnen nur so wimmeln würde, die keine einzige verständliche Sprache, noch nicht mal preußisch, sprechen würden, wäre hier oben noch nie jemand mit Kopftuch aufgetaucht. Er führte das darauf zurück, dass die Bergadler jedes Kopftuch im Sturzflug attackieren, mit ihren Krallen packen und damit davon fliegen würden. Die Fauna und die Flora der Bergwelt hatten mich schon immer beeindruckt, besonders aber die majestätischen Bergadler.

Bei der Rückfahrt im Zug am nächsten Tag war ich noch so in Gedanken versunken, dass ich die zahlreichen Kopftuchträgerinnen erst nach einer Weile wahr nahm. Ihre Gesichter erinnerten mich an die Geschichte von „Timm Thaler – Das verkaufte Lachen“. „Ihr Ärmsten“, rief ich der Truppe in meinem Abteil zu, „wollt Ihr nicht mal selber denken und das Kopftuch abnehmen?“ Sie murmelten etwas in einer völlig unverständlichen Sprache und guckten weg. Ich machte einen Test: “Kennen Sie den? Zwei Muslime gehen durch die Sahara-Wüste. Sagt der eine: Kennst du auch die Wüste Gobi? Sagt der andere: Hör bloß auf mit deinen Frauengeschichten. Hahahaha“. Sie wurden unruhig, verzogen aber keine Miene So laut ich konnte stimmte ich das Lied an: „Wir lagen vor Madagaskar…“. Fluchtartig verließen die Kopftuchträgerinnen das Abteil. Der Weise Mann hatte recht. Musik und Humor konnten die nicht vertragen. Immerhin ein erster Anfang. Ich überlegte, zusätzlich einen befreundeten Ornithologen zu Rate zu ziehen. Möglicherweise eröffneten sich ja auch Chancen für die Ansiedlung von Bergadlern im Flachland.

Der Kellner im Zugrestaurant erkannte mich sofort wieder und brachte mir einen doppelten Whiskey. Zugleich schimpfte er wie ein Rohrspatz über die zahllosen Kopftuchträgerinnen im Zug, die nur vor sich hin glotzen würden und niemals etwas bei ihm bestellen geschweige denn auch nur ein Wort in einer verständlichen Sprache äußern würden. Ich erläuterte ihm nach dem dritten Whiskey meinen Verdacht über die Marsianer. Er bekam einen Lachkrampf und sagte, der vierte Whiskey gehe auf Kosten des Hauses.

Am Hauptbahnhof meiner Heimatstadt angekommen, schlängelte ich mich durch die zahllosen Kopftuchträgerinnen auf dem Bahnhofsvorplatz hindurch und ging erst einmal ein paar Schritte zu Fuß. Ich war müde und stand mit leeren Händen da. Nahe des Bahnhofsviertels lief ich durch einen eher armseligen Stadtteil. Überall Beschriftungen in Türkisch und Arabisch. Im Schaufenster eines Gemüseladens hing ein Poster von Claudia Roth von den Grünen, mit Kopftuch, aufgenommen in Teheran. Das arme Kind. Die hatten die Marsianer also auch schon übernommen. Eigenartig, dass so viele Politiker der Grünen, der Linken, der SPD, aber auch viele Vertreter der Medien, der EKD und zahlloser anderer Organisationen einhellig das Hohe Lied des Kopftuches und der Islamisierung sangen, gegen den Willen der gesamten Bevölkerung. Wissentlich oder unwissentlich sagen sie die Unwahrheit und bereiten das Finstere Zeitalter vor, hatte der Weise Mann erklärt. Warum schauten sie nicht auf die Länder, in denen das Finstere Zeitalter bereits herrschte? Woher kam die geradezu dramatische Diskrepanz beim Thema Kopftuch und Islamisierung zwischen diesen Menschen auf der einen Seite und der gesamten Bevölkerung auf der anderen Seite? Langsam bekam ich Respekt vor den Marsianern. Die Jungs beherrschten strategisches Denken und Handeln, ohne Zweifel. Clever, wie die vorgingen.

Die Dämmerung war angebrochen und leichter Nieselregen hatte eingesetzt. Ich hielt nach einem Taxi Ausschau. In diesem Moment schlug das Schicksal zu. In einem kleinen Vorgarten sah ich eine Wäschespinne, an der mindestens 12 pitschnasse Kopftücher baumelten. Denken und Handeln waren eins. Ich sprang über die niedrige Hecke, schnappte mir einen der schwarzen nassen Lappen und stopfte ihn in meine Tasche. Kurz darauf hielt ich ein Taxi an und war eine Stunde später zu Hause.

„Rate mal, was ich dir mitgebracht habe, Süße“, rief ich meiner Frau cool zu und legte lässig den nassen, schwarzen Lappen von Kopftuch auf den Wohnzimmertisch.

Die Reaktion meiner Frau war nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

Diesen Mist fasse ich nicht mal mit der Kneifzange an geschweige denn dass ich damit nachts über den Hof gehe und schaffe mir sofort den dreckigen Lappen aus dem Haus wie kann man sich für so was nur den ganzen Tag herumtreiben und du glaubst doch nicht allen Ernstes dass ich als muslimisches Kopftuchweibchen rumlaufe da hast du dich aber geschnitten mein Lieber und außerdem ist das Motto der Gartenparty längst geändert worden und ist jetzt Spanische Nacht und die einzige die mal wieder nichts zum Anziehen hat bin natürlich ich.

Irgendwie waren meine Vorräte an Diplomatie erschöpft. Laut brüllend schnappte ich mir die Gartenschere, zerschnitt den verdammten nassen Lappen in seine Einzelteile und entsorgte alles in der Mülltonne. Sicherheitshalber stopfte ich noch einen 25 Kg-Sack Hamsterfutter obendrauf. Nur für den Fall, dass unerwartet ein Orkan aufziehen und die Mülltonne umkippen würde.

Am nächsten Tag gingen wir zur Gartenparty „Spanische Nacht“. Es war wunderschön, einfach klasse. Die Frauen hatten bunte Kleider an, einige sogar Flamenco-Kleider und Schleifen im Haar, die Band spielte tolle, wohlklingende spanische Musik und alle lachten und waren völlig aus dem Häuschen.

Nach mehreren Rumba- und Samba-Tänzen machte ich eine kurze Pause an der Terrassen-Bar und schlürfte gemächlich einen Carlos I. Wie fröhlich und buntgekleidet alle waren. Wie herrlich die Musik erklang. Mir fielen die vermummten Menschen mit den Kopftüchern ein, die Traurigkeit, die Ausdruckslosigkeit und die Resignation in den Gesichtern. Und ich musste an die Worte des Weisen Mannes denken.

Ich schnappte mir das Mikro der Band und rief: „Muy buenas noches Senoras y Senores, ich bin ja so froh dass wir hier und heute leben und dass ihr keine Kopftücher tragt“.




Einladung zum Paradies

Am 3. Mai 2011 erreichte mich folgende Botschaft von Malik Taha hakanplayermois@web.de, der als Weblink zu seinem Namen http://einladungzumparadies.de verwendet (siehe oberer Screenshot): „Wo muss ich hinkommen, um diesen Eckhardt Kiwitt die Zähne auszuschlagen?“

Es sei Malik Taha, dessen Name arabisch klingt, natürlich gegönnt, dass er seine Form der „sachlichen“ Diskussion propagiert. Ich bevorzuge eher die verbale Auseinandersetzung. Allerdings sind beide Formen der Kommunikation in diesem Fall „mündlich“, weil auf den Mund bezogen – die eine körperlich-gewalttätig, die andere rein sprachlich.

Malik, ich mache Dir einen Vorschlag: Du verrätst mir, in welchem Ort Du wohnst, und da treffen wir uns – auf einem Polizeirevier. Dort wiederholst Du in Gegenwart der Beamten Deinen Wunsch, mir die Zähne ausschlagen zu wollen. Einverstanden?

Herzlichen Gruß, Eckhardt

Eckhardt KiwittZum Autor: Eckhardt Kiwitt ist Angestellter in einem Verlag, Mitglied der Bürgerbewegung Pax-Europa und Autor des Aufsatzes „Das Islam-Prinzip“ sowie Gestalter des PI-Kalenders 2011. Laut LMU-Dozent Stefan Jakob Wimmer gehört er in die Riege der „prominenten Islamkritiker“.


(Hinweis: Gastbeiträge geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder. Wenn Sie selber einen Artikel beisteuern wollen, schreiben Sie uns: info@blue-wonder.org)




Osama bin Laden ist tot – und jetzt?

Kaum ist der Terrorfürst tot, beginnen die Diskussionen. In Deutschland empören sich kirchliche Vertreter und christliche Politiker, dass sich die Kanzlerin über die Erschießung dieses Massenmörders gefreut hat. Diese Einstellung entspricht zwar dem Geist des Christentums. Aber kann man fundamentalen Vertretern einer „Religion“, die die Tötungsaufforderungen ihres „Heiligen Buches“ umsetzen, noch mit Nächstenliebe begegnen?

(Von Michael Stürzenberger)

Es scheint fast so, als ob die Bilder der einstürzenden Türme in New York, der zerbombten Züge in Madrid, der zerfetzten Busse und U-Bahn-Waggons in London, der abgebrannten Synagoge in Djerba, der explodierten Bars in Bali, der gesprengten Botschaften in Nairobi und Kenia, des brennenden Hotels in Bombay sowie hunderter weiterer blutiger Terroranschläge mit tausenden von Toten im Namen von Al Qaida schon in Vergessenheit geraten sind. Skurril ist in diesem Zusammenhang auch die Twitter-Meldung von Regierungssprecher Steffen Seibert:

„Osama ist verantwortlich für den Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt“.

Von welchen Grundwerten des Islams Seibert da wohl redet? Dass die Ungläubigen getötet werden sollen, wo man sie findet? Dass der Islam über alle anderen Religionen siegen soll? Dass der Kampf vorgeschrieben ist? Dass die Ungläubigen die schlimmsten Tiere sind, die es zu unterwerfen gilt?

Spannend ist die Frage, warum die US-Spezialeinheiten Bin Laden erschossen haben, obwohl er ihnen anscheinend unbewaffnet in seinem Schlafzimmer begegnete. Im Sinne der Aufklärung über den Islam wäre es deutlich besser gewesen, ihn vor ein Gericht in New York zu bringen, um ihm dort öffentlich den Prozess zu machen. Da hätte er dann ausgiebig über seine Motive sprechen können, was sicherlich vielen Menschen die Augen geöffnet hätte. Beispielsweise, dass sein Dschihad „religiös“ absolut gerechtfertigt ist. Und dass er sich im Auftrag von Allah sieht, möglicherweise sogar als eine Art legitimen Nachfolger des Propheten Mohammed, der schließlich auch gegen die Ungläubigen kämpfte, tötete und töten ließ.

Aber wahrscheinlich wollte die US-Administration genau das nicht. Denn wer weiß, welche Reaktionen eine solche Botschaft bei 1,3 Milliarden Moslems ausgelöst hätte. Und wer weiß, wie viele Menschen in der ganzen Welt dann von islamischen Terroristen als Geiseln genommen worden wären, um Bin Laden freizupressen. Möglicherweise hätte sich eine endlose Spirale ausufernder Gewalt in weltweitem Umfang entwickelt.

Wer war dieser Osama Bin Laden nun eigentlich? Jemand, der den Islam für seine Zwecke instrumentalisierte, wie es der Vatikansprecher Federico Lombardi ausdrückte, oder ein „muslimischer Krieger“ laut Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanija? Ein wahrer gläubiger Moslem oder ein massenmordender, menschenverachtender Terrorist? Oder beides?

Auf jeden Fall war Bin Laden eines von 54 Kindern eines saudischen Bau-Milliardärs. Er besuchte eine westlich geprägte Schule und soll sogar US-Serien wie Fury oder Bonanza geliebt haben. Das Foto eines Familienausflugs im schwedischen Falun aus dem Sommer 1971 zeigt einen fröhlichen und unbeschwerten Jugendlichen.

Mit 14 begann er dann laut BILD, den Koran zu lesen. Daraufhin sei er zum Fanatiker geworden. Fasten, keine westliche Kleidung mehr, keine Musik, kein TV. Er entwickelte sich zum Dschihadisten, zum Kämpfer gegen die Ungläubigen. Erst gegen die Sowjets, dann gegen die Amerikaner und schließlich gegen die ganze westliche Welt.

In der islamischen Welt sind die Reaktionen auf seinen Tod gespalten. Die einen sehen ihn auch als Terroristen und Mörder. Nicht wenige aber halten ihn für einen wahren Moslem und hetzen heftig gegen den Westen:

„Gott verfluche Dich, Obama“

„Ihr Amerikaner: es ist noch immer unser Recht, Euch den Hals abzuschneiden.“

„Osama mag getötet worden sein, aber sein Aufruf zum Dschihad wird niemals sterben. Brüder und Schwestern, wartet ab, sein Tod wird sich als Segen entfalten.“

Welch vielfältige Inspirationen Bin Laden für seine apokalyptischen Terroranschläge aus dem Koran zog, zeigt dieser Film über den Schicksalstag 9/11, der den Zusammenprall der Kulturen auf schockierende Weise symbolisiert:

Mit dem Tod von Bin Laden ist der Dschihad mit Sicherheit noch nicht zu Ende. In der islamischen Welt nennen seit 9/11 viele Eltern ihre Söhne Osama und freuen sich darauf, dass diese irgendwann auch in den Kampf gegen die Ungläubigen ziehen, um dann im Todesfall als Märtyrer ins Paradies zu kommen. Wo dann reiche Belohnungen von Allah warten, inklusive jeder Menge williger Jungfrauen.

Solange diese „Religion“ nicht von der Gewalt, den Tötungsaufrufen, der Intoleranz, der Herabwertung Andersgläubiger und dem alleinigen weltlichen Machtanspruch befreit ist, wird der Terror weitergehen. Und Generationen junger Muslime werden dem Vorbild Osama nacheifern.

Und wenn in der westlichen Welt weiterhin die Appeaser den Ton angeben, die den Islam paradoxerweise als eine „Religion des Friedens“ bezeichnen und lieber massive Realitätsverweigerung betreiben als zur Aufklärung beizutragen, wird sich nichts zum Positiven verändern. Wir brauchen keine Chamberlains, wir brauchen Churchills. Einer davon ist Geert Wilders, der mutigste Politiker Europas. Er sagt:

„Der Islam bekämpft seit Jahrhunderten die Freiheit der Menschen. Durch eine anhaltende Masseneinwanderung von Muslimen entsteht ein Eurabien, ein islamisches Europa, ein Europa ohne Freiheit. Es ist die Pflicht aller freien Menschen, sich dem zu widersetzen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.




Süddeutsche sorgt sich um Osamas Jungfrauen

Das ist kein Witz und keine Satire! Karin Gothe fragt in der Süddeutschen allen Ernstes, ob Osama bin Laden wegen der Seebestattung überhaupt noch ins Paradies zu den 72 Jungfrauen kam, oder ob ihm die Amis das vermasselt haben! Sie sorgt sich, ob der Terrorist im Angesicht des Todes noch Zeit hatte, die Worte „La ilaha illa allah“ (Es gibt keinen Gott außer Gott) zu sprechen? Dann stellt sie fest, daß Seebestattungen nur im Notfall zugelassen sind, und erst am Ende des Berichts erlöst sie den todtraurigen Leser von seinen Seelenqualen:

Da der Märtyrer sich für den Islam opfert und die natürliche Furcht vor dem Tod überwindet, gilt der Märtyrertod als edelste Form zu sterben. Für Märtyrer gelten eigene Bestattungsregeln: Sie dürfen ohne rituelle Waschung beerdigt werden, denn das Martyrium, so die Auffassung der meisten Rechtsgelehrten, wasche die Sünden und die rituelle Unreinheit von ihnen ab. Der Märtyrer muss auch nicht in weißen Tüchern bestattet werden, er kann in seiner blutgetränkten Kleidung, Beweis für sein Martyrium, der Erde übergeben werden.

Oh, da sind wir aber beruhigt, ein Stein fällt uns vom Herzen, Osama weilt bei den 72 ewigen Jungfrauen im Paradies! Allahu akbar! Noch ein kleiner Tipp an die Gothe! Schau mal in deinem Koran nach, Karin, wo im Islam die Weiber nach ihrem letzten Seufzer landen! Falls du schon übergetreten bist, ist es aber zu spät!




Wahl in Bremen: RTL-Bericht über Bürger in Wut

Im überwiegend linksliberalen Bremen fällt es nicht nur Journalisten schwer, über eine wählbare konservative Alternative wie die Wählervereinigung „Bürger in Wut (BIW)“ sowie deren Spitzenkandidaten MdBB Jan Timke zu berichten. Natürlich muss eine „rechte Note“ immer mit dabei sein. Die tolle „Einschätzung“ des linksgrünen Parteienforschers Prof. Lothar Probst von der Uni Bremen kommt da schon fast einem Ritterschlag gleich.

Der Bericht läuft heute zwischen 18:00 Uhr und 18:30 Uhr auf RTL-Regional (Bremen / Niedersachsen). Bei PI gibt es diesen selbstverständlich sofort und ohne Werbung:

Auf der Seite von RTL darf der Beitrag (noch) kommentiert werden!

Wer den Bericht in diesem Format nicht sehen kann, kann das hier nachholen…

» PI: Stadt der Angst: Timke spricht bei RTL Klartext
» PI: Sonntagsfrage: BIW landesweit bei 5,5 Prozent
» PI: Wahlkampf: BIW bitten in JF um Unterstützung

(Danke an Spürnase Katrin S.)




Bundesverfassungsgericht beugt sich der EU

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat den „EU-Befehl“ umgesetzt und die Sicherungsverwahrung von gefährlichen Straftätern für verfassungswidrig erklärt. Sie „verletze das Grundrecht auf Freiheit“, heißt es.

Die WELT berichtet:

Das Bundesverfassungsgericht hat alle bestehenden Regelungen zur Sicherungsverwahrung für verfassungswidrig erklärt. Extrem gefährliche Straftäter dürfen aber zum Schutz der Bevölkerung bis zu einer Neuregelung weiter eingesperrt bleiben, entschied das Gericht. In sogenannten Altfällen muss die besondere Gefährlichkeit der Betroffenen bis Jahresende geprüft werden.

Laut Urteil verstoßen die früheren Regelungen zur rückwirkenden Verlängerung der zuvor auf zehn Jahre befristeten Sicherungsverwahrung sowie zu ihrer nachträglichen Anordnung ebenso gegen das Freiheitsrecht der Betroffenen wie die Gesetzesreform vom Dezember 2010.

Das Gericht begründete dies damit, dass sich die Sicherungsverwahrung, die nur dem Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tätern dient, nicht deutlich genug von einer Strafhaft unterscheidet. Dieses sogenannte Abstandsgebot hatte bereits der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg im Dezember 2009 eingefordert.

Der Gesetzgeber wurde mit weitreichenden Vorgaben verpflichtet, die Sicherungsverwahrung bis Mai 2013 grundlegend zu reformieren und ein „freiheitsorientiertes und therapiegerichtetes Gesamtkonzept“ zu entwickeln. Die Betroffenen müssen demnach etwa durch qualifizierte Fachkräfte so intensiv therapeutisch betreut werden, dass sie „eine realistische Entlassungsperspektive“ haben. Ihr Leben in Verwahrung muss zudem so weit wie möglich „den allgemeinen Lebensverhältnissen angepasst“ und ihnen familiäre und soziale Außenkontakte ermöglicht werden.

Von den verbliebenen rund 70 Altfällen, die sich nach früheren Regelungen derzeit noch in Sicherungsverwahrung befinden, dürften nun viele bis Jahresende auf freien Fuß kommen. Laut Urteil können nur noch die Täter weiter festgehalten werden, von denen eine „hochgradige Gefahr schwerster Gewalt- oder Sexualstraftaten“ ausgeht und die zudem an einer „zuverlässig nachgewiesenen psychischen Störung“ leiden.

Die Richter verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass auch nach Artikel 5 der Europäischen Menschenrechtskonvention eine nachträglich verlängerte oder angeordnete Sicherungsverwahrung nur unter der Voraussetzung einer psychischen Störung zulässig ist. Das seit Januar geltende Therapieunterbringungsgesetz greift diesen Gedanken den Richtern zufolge bereits auf.

Auf dessen Grundlage könnten dann psychisch gestörte und weiterhin gefährliche Rückfalltäter in therapeutischen Einrichtungen verwahrt werden.

Koalition prüft mögliche Neuregelungen

Union und Grüne haben das Urteil begrüßt. Die Regierungskoalition werde prüfen, ob und inwieweit gesetzgeberisch gehandelt werden müsse, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Günter Krings (CDU). Die Sicherheit der Bürger müsse weiterhin bestmöglich gewährleistet werden. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck forderte die Bundesregierung auf, „endlich ihre Hausaufgaben zu machen“.

Krings zufolge muss jetzt geprüft werden, ob die Unterscheidung zwischen Strafhaft und Sicherungsverwahrung und die nachträgliche Sicherungsverwahrung im Jugendstrafrecht neu geregelt werden müssen. Das neue Therapie-Unterbringungsgesetz für Täter, die bereits in Sicherungsverwahrung sitzen, verstoße Karlsruhe zufolge nicht gegen die Verfassung, betonte Krings. Die Koalition werde dennoch prüfen, ob dieses Gesetz kurzfristig weiterentwickelt werden müsse.

Der Fraktionsvize begrüßte es, dass das Verfassungsgericht für die noch in Sicherungsverwahrung untergebrachten gefährlichen Straftäter keine Freilassung angeordnet habe.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Beck, äußerte Respekt für die Entscheidung des Gerichts. Es ermahne den Gesetzgeber, auch beim Umgang mit gefährlichsten Straftätern „die Prinzipien des Rechtsstaats ohne jegliche Abstriche zu wahren“. Es sei gut, dass Karlsruhe ein freiheitsorientiertes und therapiegerichtetes Gesamtkonzept fordere.

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) forderte den Gesetzgeber auf, ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen. Es müsse einen Abschied vom reinen Verwahrvollzug geben, sagte DAV-Präsident Wolfgang Ewer. Ein vernünftiger, resozialisierungsfreundlicher Vollzug könne die Anordnung von Sicherungsverwahrung entbehrlich machen. Das Therapie-Unterbringungsgesetz sei verfassungs- und menschenrechtswidrig.

Dieses Urteil war zu erwarten. Die EU befiehlt – und die weitgehend entmachteten Staaten haben zu gehorchen. Was umgesetzt bedeutet, dass demnächst an die 70 Gewalt- und Sexualstraftäter in die Freiheit gelangen…

(Michael Böthel)




WELT giftet gegen Sarrazin

Thilo Sarrazin hat sich zurecht gegen die von der SPD angestrebte Migrantenquote in der Partei ausgesprochen (PI berichtete). 94% der WELT-Leser geben ihm laut Umfrage recht. Ebenso die überwiegende Mehrheit der Kommentatoren. Deshalb hat die WELT den Kommentarbereich deaktiviert. Schließlich hat sie schon in der Überschrift deutlich gemacht, wo sie steht. „Thilo Sarrazin giftet gegen Migranten-Quote der SPD“ kann man da lesen.

Blöd, wenn die Leser der vorgegebenen Meinung so gar nicht folgen.

Die WELT „berichtet“:

Thilo Sarrazin stichelt weiter in der SPD: Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Stopp eines Parteiordnungsverfahren kritisierte der Ex-Bundesbanker die von der SPD geplante Migrantenquote. „Der Verstand kommt oder geht ja nicht damit, dass man Migrant ist“, sagte der Ex-Bundesbanker bei einer Veranstaltung in Waltrop im Ruhrgebiet.

In der Berliner SPD gebe es bereits Vorsitzende mit ausländischen Wurzeln, so Sarrazin. „Je migrantischer diese Leute eingestellt sind, desto weniger neigen sie dazu, Probleme oder Schwierigkeiten objektiv zu sehen.“

Tja, wo er recht hat, hat er recht. Gott sei Dank sehen die Leser das ebenso. Schade, dass sie bei Wahlen daraus nicht die Konsequenzen ziehen…

(Spürnasen: Thomas D., JeSuis und melli39ibk)

Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN




Frankfurt: Totengebet für Bin Laden

Die Nachricht vom unrühmlichen Ende Osama Bin Ladens als Fischfutter teilt Deutschland: Die eine Hälfte, darunter die Politiker aller Parteien, glaubt den USA die Exekution des Verbrechers und beschimpft diese dafür als Mörder, mittelalterliche Rächer, schießwütige Cowboys und was das Arsenal des Antiamerikanismus sonst noch an Klischees bereitstellt. Die andere Hälfte, darunter offenbar sämtliche Schreiber von Leserbriefen an die Qualitätspresse ist schon weiter, glaubt den Amis aus Prinzip garnichts mehr, schmiedet die groteskesten Verschwörungstheorien und kommt sich dabei so klug vor, wie nur Dumme es können. Da passt es gut, dass in diesem schwer kranken Land der ehemalige Preisboxer Pierre Vogel in Frankfurt ein öffentliches islamisches Totengebet für den Massenmörder abhalten will. Er gehört also offenbar zur erstgenannten Fraktion.

Der WELT-Ticker meldet:

Extremistische Muslime in Deutschland wollen eine Solidaritätskundgebung für den Al-Qaida-Führer abhalten. Der durch Talkshowauftritte und Internetansprachen bundesweit bekannte salafistische Prediger Pierre Vogel kündigt auf seiner Internetseite an, am Samstag um 18 Uhr bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main ein islamisches Totengebet zu sprechen.

Ob auch Bundestagsvizepräsident Thierse zur Trauerfeier kommt, ist nicht bekannt:

Über den Tod des Terroristen sei er zwar erleichtert, empfinde aber kein Triumphgefühl darüber wie viele Amerikaner, sagt Thierse. „Uns Deutschen ist hoffentlich jede Feier von militärischen Erfolgen vergangen.“

Im pakistanischen Fernsehen tritt mittlerweile eine Tocher Bin Ladens auf, die als Augenzeugin die Erschießung ihres Vaters bestätigt. Die pakistanische Regierung, die mittlerweile in Erklärungsnot ist, wie der Gesuchte jahrelang in einer beschaulichen Kleinstadt in unmittelbarer Nähe einer Militärakademie unentdeckt leben konnte, hat jetzt die Schuldigen ausgemacht: Die westlichen Geheimdienste hätten offenbar versagt, Bin Laden dort zu entdecken.

Immerhin: Unbeirrt von den Verschwörungstheorien der Leserschaft gibt es wenigstens bei der WELT einige nachdenkliche Beiträge zum Thema. Clemens Vergin kritisiert „das deutsche Zartgefühl für einen Massenmörder“ und – dass wir das noch erleben dürfen – sogar der von uns zurecht oft gescholtene Alan Posener hält ein bisschen mehr „Grimmige Freude am Tod des Mörders“ für angebracht.

Spürnase: Necrohazred

Zum Einladungsvideo


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN




Terroranschlag auf Lufthansa verhindert

FlughafenpolizeiEin 37-jähriger Iraner wollte offenbar in einem Lufthansaflug von Frankfurt nach Teheran 200 Kilo explosives Billigparfüm zünden. Insgesamt hat der Mann mit sechs Koffern am Terminal 1 des Lufthansa-Schalters eingecheckt. Das spezielle „Gepäck“ wurde von zwei Zollbeamten sichergestellt. Sie hatten „bemerkt, dass keine Ausfuhrerstattung beantragt wurde. Stattdessen ging es nach dem einchecken ins Parkhaus um den Kofferinhalt zu tauschen. Es ist davon auszugehen, dass die 200 Kilo Billig-Parfüm (die nur in Spezialcontainern transportiert werden dürfen) einem Attentat gelten sollten. Der Iraner schweigt bisher.“

(Spürnase: Rainer)




Kauder wirft Merkel mittelalterliches Denken vor

Der jüngere Bruder des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses Siegfried Kauder (Foto), hat der Bundeskanzlerin mittelalterliches Denken vorgeworfen, weil diese über den Tod Bin Ladens Freude geäußert hatte. Auch die Grüne Katrin Göring-Eckardt ist betroffen. Über die Kritik der Kirchen berichtete PI bereits gestern.

Es ist überhaupt interessant, wer jetzt so alles seine Menschenfreundlichkeit entdeckt. Leute, die das Maul nicht aufbekommen, wenn in islamischen Ländern Menschen gefoltert, erhängt oder gesteinigt werden, entdecken angesichts des Todes eines Massenmörders und Terroristen ihre Liebe und ihre Christlichkeit.

T-online schreibt:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stößt mit ihrer öffentlich geäußerten Freude über die Tötung des Top-Terroristen Osama bin Laden auf deutliche Kritik in den Kirchen, aber auch in ihrer eigenen Partei. Der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses, Siegfried Kauder (CDU), sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Ich hätte es so nicht formuliert. Das sind Rachegedanken, die man nicht hegen sollte. Das ist Mittelalter.“ Merkel hatte wörtlich erklärt: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Kauder äußerte auch Zweifel an der rechtlichen Grundlage für die Tötung Bin Ladens: „Eine willkürliche Tötung ist nach dem internationalen Pakt über bürgerliche und politische Freiheiten nicht erlaubt. Wenn man zu dem Ergebnis kommt, Bin Laden war schon längst nicht mehr aktiv, könnte die Tötung willkürlich sein“, sagte der jüngere Bruder des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder. Es bestehe „eine außerordentlich schwierige rechtliche Gemengelage“, die differenziert aufgearbeitet werden müsse. „Das Prinzip, der Zweck heiligt die Mittel, ist keine juristische Grundlage. Wir brauchen genaue rechtliche Regeln“, forderte Siegfried Kauder. „Hier sind die Vereinten Nationen gefordert, endlich verbindliche Regeln zu schaffen. Es muss glasklar sein, was geht und was geht nicht.“

Kritik kam auch von der Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt: „Als Christin kann ich nur sagen, dass es kein Grund zum Feiern ist, wenn jemand gezielt getötet wird“, sagte sie der „Berliner Zeitung“. Die Grünen-Politikerin ist Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands. Es könne nicht die erste Absicht sein, jemanden zu töten, egal, wie schlimm er gehandelt habe. Es wäre richtig gewesen, ihn festzunehmen und einem ordentlichen Verfahren zuzuführen, sagte Göring-Eckardt. „Das wäre einem Rechtsstaat angemessen.“
Besser vor ein Gericht gestellt

Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Ingrid Fischbach, ging zur Äußerung der CDU-Vorsitzenden ebenfalls auf Distanz. „Aus christlicher Sicht ist es sicher nicht angemessen, Freude über die gezielte Tötung eines Menschen und dessen Tod zu äußern“, sagte die Politikerin, die auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört.

Gut, dass die Amis nicht so bekloppt sind wie deutsche Gutmenschen. Wer weiß, wie vielen Menschen sie durch diiese gezielte Tötung einen grausamen Tod erspart haben. Denn nur dadurch wurde der ausführende Staat eben nicht erpressbar.

(Spürnase: Takeda)


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN




Westerwelle fordert mehr Respekt für Al-Kaida

WesterwelleBundesaußenminister Guido Westerwelle ließ kurz nach dem Tod Osama bin Ladens verlauten, die Deutschen sollten sich doch bitte nicht so überzogen über den Tod des Al-Kaida-Führers freuen, sie hätten „zu wenig Respekt vor dem Islam“. Westerwelle macht damit zwei Dinge deutlich: Al-Kaida ist Islam (nicht …-ismus) und, wer sich über den Tod Osamas freut, hat zu wenig Respekt vor Al-Kaida.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet:

„Wir müssen aufpassen, dass wir mit unseren Reaktionen im Westen – bei allem Verständnis über die Erleichterung – nicht Bilder in die Welt senden, die wiederum nur zu einer Aufstachelung oder Heroisierung Al-Kaidas beitragen“, sagte Westerwelle der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe). Es gelte, religiöse Kulturen zu achten und den Islam zu respektieren.

„Wenn verirrte Menschen im Westen in ihrem religiösen Fanatismus den Koran verbrennen, dann ist das etwas, was ich nicht nur persönlich verabscheue. Das bleibt auch politisch nicht ohne Wirkungen, weil es den radikalen Kräften hilft“, sagte Westerwelle.

Stattdessen schlägt der Außenminister vor, auf Entspannung, Verständnis und Dialog zu setzen. „Die Stunde für ein neues Kapitel zwischen dem Westen und der arabischen Welt ist gekommen“, sagte Westerwelle. „Denn für die große Mehrheit der Jugend in der arabischen Welt ist Terrorismus von gestern, die jungen Menschen wollen freiheitlicher leben, und vor allem wollen sie bessere Lebenschancen.“

Alles klar, wir wollen die Fürsten des Terrors bloß nicht beleidigen. Die wahre Gefahr für den Westen droht bekanntlich von den Christen und „Fanatikern“ wie Terry Jones, die durch ihre dem Islam zu wenig Respekt zollenden Aktionen, die Religion des Friedens zu Racheakten zwingen. Aber die Zukunft gehört ja sowieso der friedlichen Revolution – Moslembrüder? Steigende Judenfeindlichkeit in den Revolutionsländern? Rufe nach der Scharia? Nein, nie gehört!

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Hitlers Erben tagen in Wuppertal

5000 Teilnehmer zählt die Palästinensergruppe, darunter gesuchte Hamas-Mitglieder, die mit grünem und linkem Segen in Wuppertal tagen. Die „Nie-wieder“-Rufer, die gerne andere als „Nazi“ verunglimpfen, haben kein Problem damit, mit Hitlers Erben zu schmusen. Stadtsprecherin Martina Eckermann hat erklärt, dass man die Rednerliste vorliegen habe. Auf dieser sei kein Vertreter der Hamas zu erkennen. Der Rektor der Uni Wuppertal sieht das anders.

Die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet:

Eine Palästinenser-Tagung, zu der etwa 5.000 Teilnehmer erwartet werden, sorgt in Wuppertal für hitzige Diskussionen. Es besteht der Verdacht, dass auch Anhänger der radikal-islamischen Hamas als Gäste oder gar als Redner im Bergischen Land erscheinen.

Die Palästinensische Gemeinschaft Deutschland und das Palestinian Return Center veranstalten am kommenden Samstag die „9. Konferenz der Palästinenser in Europa – die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ in der Wuppertaler Uni-Halle.

Während der Rektor der Bergischen Universität Wuppertal, Lambert T. Koch, die Stadt bittet, die Genehmigung der Veranstaltung zu überdenken, erklärte Stadtsprecherin Martina Eckermann am Dienstag, dass man die Rednerliste vorliegen habe. Auf dieser sei kein Vertreter der Hamas zu erkennen.

Die Jüdische Gemeinde Wuppertal ist über die Genehmigung der Tagung entsetzt, der Staatsschutz beobachtet die Veranstaltung. Ob und in welchem Umfang es zu Demonstrationen kommen wird, ist noch unklar. Die Stadt geht davon aus, dass die Tagung friedlich verlaufen wird. Es gebe keinen Anlass, die Genehmigung zu widerrufen.

Natürlich nicht. Und der gute Staatsbürger ist mit Demonstrationen gegen „Pro Köln“ schließlich vollauf beschäftigt. Man kann ja nicht überall sein! Man muss Prioritäten setzen.

(Spürnase: Marco T.)


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