- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Deutschland untröstlich: Salafisten sind weg

Abgehauen nach Ägypten: Deso Dogg, Pierre Vogel, Mohamed Mahmoud, Sven Lau [1]Sicherheitsbehörden in Deutschland sehen sich vor einem Scherbenhaufen: Unsere Salafisten sind weg! Jedenfalls so bedeutsame Figuren wie Deso Dogg, Pierre Vogel und Sven Lau. Schuld ist wahrscheinlich Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU), der den österreichischen Jihadisten Mohamed Mahmoud außer Landes wies. Dieser residiert nun in Ägypten und hat die „Hijrah“ befohlen, also die religiöse Pflicht, in ein islamisch korrektes Land auszuwandern. Damit erklärt er Deutschland zum Feindesland. Die Welt [2] schreibt, dass er nur unter einer Bedingung wiederkommen will:

„Ich werde Deutschland nur in einem einzigen Fall betreten“, so Mahmoud, „Als Eroberer, um die Scharia in Deutschland einzuführen! Ich bleibe nicht in einem Land, um unter den Kuffar (Ungläubigen) zu leben!“

In Deutschland würden Muslime verfolgt und bekämpft werden, warnt der Extremist. Die „Hijrah“, die Auswanderung in ein islamisches Land wie Ägypten, sei daher die religiöse Pflicht eines jeden Muslims.

Die Auswanderung der Rechtgläubigen™ betrübt den Verfassungsschutz:

Voller Sorge beobachtet der Verfassungsschutz, wie nun zahlreiche Salafisten aus Deutschland nach Ägypten auswandern – und möglicherweise eines Tages noch viel gewaltbereiter zurückkehren.

Insbesondere seit dem Verbot der salafistischen Gruppe „Millatu Ibrahim“ im Juni durch das Bundesinnenministerium setzen sich viele Anhänger der verbotenen Organisation nach Ägypten ab. Nach Informationen der „Welt“ ist bis Juli dieses Jahres ein gutes Dutzend Islamisten dem Ruf Mahmouds nach Ägypten gefolgt.

Darunter sind prominente Köpfe der Szene wie der Kölner Ex-Boxer Pierre Vogel oder der Konvertit Sven Lau aus Mönchengladbach. Auch der gewaltbereite Berliner Ex-Rapper Denis Cuspert alias „Deso Dogg“ hält sich inzwischen in dem nordafrikanischen Land auf.

Glücklicherweise weilen Salafisten-Größen wie Abou Nagie [3] (Video Islamunterricht [4]),  Hassan Dabbagh [5] (ARD-Auftritt [6]) und Reda Seyam [7] (Spiegel-TV-Auftritt [8]) noch in Deutschland! In Ägypten soll sich eine regelrechte Kolonie gebildet haben, bei der auch der per Haftbefehl gesuchte Deso Dogg untergeschlüpft ist:

In Kairo hat der Berliner Islamist vermutlich Kontakt zu seinem Glaubensbruder und Freund Mohamed Mahmoud gesucht. Beide waren bereits in Deutschland enge Weggefährten. Sie gelten als Gründungsfiguren der verbotenen „Millatu Ibrahim“-Bewegung. Der Verfassungsschutz ist nun besorgt: Im ägyptischen Exil könnte aus dem „Millatu-Ibrahim“-Netzwerk eine deutsche Salafisten-Kolonie entstehen. Denn die Millatu-Ibrahim-Anhänger, insbesondere Salafisten aus dem Raum Solingen, haben inzwischen ebenfalls die Reise an den Nil angetreten.

Die Behörden reagieren deshalb auch mit Ausreiseverboten. Nach „Welt“-Informationen wurde einem deutschen Salafisten kürzlich die Ausreise nach Ägypten verweigert. Der junge Mann hatte angegeben, ein Sprachstudium absolvieren zu wollen.

Die Sicherheitsbehörden hielten jedoch das Risiko für zu groß, dass sich der junge Mann eventuell in ein terroristisches Ausbildungslager absetzen könnte. Innerhalb der Bundesrepublik fällt es den Geheimdiensten vergleichsweise leichter, gefährliche Islamisten zu observieren. Im Ausland ist die Situation weitaus unübersichtlicher. Es bestehe die Gefahr, dass Ägypten nur als Durchreiseland dient und sich Islamisten von dort aus in Terrorlager begeben oder an Kampfhandlungen in Konfliktgebieten teilnehmen, heißt es in Sicherheitskreisen.

Wir wären natürlich untröstlich, sollte unseren Salafisten in solch gefährlichen Gebieten etwas zustoßen! Man denke nur an Drohnenangriffe [9]

(Fotomontage mit Deso Dogg, Pierre Vogel, Mohamed Mahmoud, Sven Lau)

Beitrag teilen:
[10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17]
[18] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17]