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Hilden: Polizei wirbt in Moschee um Nachwuchs

Polizeihauptkommissar Marten Harms (l.) im Einsatz.Vor ein paar Tagen berichteten wir noch über Koray D., einen der vier Salafisten, die ein Attentat auf den Chef der Partei Pro NRW, Markus Beisicht, geplant hatten. Koray D. war laut Spiegel Polizeianwärter und stand unmittelbar vor dem Eintritt in den Polizeidienst. Dass nicht alle Migranten, die sich für den Polizeidienst interessieren, gleichzeitig „potentielle Attentäter“ sind, ist naheliegend. Aber warum ein Polizeihauptkommissar in Hilden (NRW) auch nach dieser Info ausgerechnet in eine Ditib-Moschee geht, um türkische Polizisten zu rekrutieren, verwundert dann doch etwas.

Die Rheinische Post ist jedenfalls hellauf begeistert und legt gleich zu Anfang fest:

Eine moderne Gesellschaft benötigt Polizisten mit Migrationshintergrund.

Nachdem das schon mal geklärt ist, gehts bei türkischem Gebäck und Tee weiter:

Von den gerade in Nordrhein-Westfalen vereidigten 1400 Polizeibeamten stammen 162 von Eingewanderten ab. Im Kreis Mettmann liegt der Anteil ebenfalls bei etwa zehn Prozent der insgesamt 800 Beamten, sagt Polizeihauptkommissar Marten Harms, „und diese Quote soll mindestens gehalten werden“. Gestern warb er in der Langenfelder Moschee um Auszubildende. Knapp ein Dutzend Interessierte waren gekommen.

Bei türkischem Gebäck und Tee machte der Personalwerber den jungen Männern – und zwei deutschen Schülerinnen – den Beruf schmackhaft. „Wir sind eine multikulturelle Gesellschaft“, sagte er. „Und deshalb benötigen wir auch Polizisten, die einen entsprechenden Hintergrund haben“, erläuterte Harms. Die deutsche Staatsangehörigkeit brauchen Bewerber dafür nicht, aber sie sollten ihre Muttersprache sprechen.

Verstehen wir das richtig? Die türkische Muttersprache reicht für den deutschen Polizeidienst aus?

Polizeihauptkommissar Michael Schindowski, der seit einem halben Jahr für die Kontakte zu Menschen mit Migrationshintergrund zuständig ist, setzt auf das besondere Vertrauensverhältnis, das deeskalierend wirken kann. „Ich reagiere anders auf einen Landsmann als auf einen deutschen Polizisten“, bestätigt Erkan Kerte, Zweiter Vorsitzender des Ditib-Moscheevereins. Die Basis sei einfach eine andere.

Da können wir ja beruhigt sein, dass dann wohl auch künftig nur Polizisten ohne Mihigru als „Hurensöhne“ und schlimmeres bezeichnet werden, wie hier auf dem Video zu sehen.

Doch das ist nicht die Motivation, die den 14-jährigen Hayri in die Moschee getrieben hat. „Ich mache gern Sport“, sagt der Hauptschüler. Er würde gern Streifenwagen fahren.

Am besten wohl mit einem tiefergelegten BMW – das müsste sich doch machen lassen!

Gut Türkisch und Deutsch spreche er. Harms motiviert den Jugendlichen, der die Käthe-Kollwitz-Hauptschule in Langenfeld besucht, weiterzumachen. Denn Voraussetzung für die Aufnahme der Polizeiausbildung sei die „Studierfähigkeit“, also ein Fach- oder Vollabitur. Auf dem Weg dorthin ist der 18-jährige Nazim. Er geht aufs Berufskolleg in Düsseldorf und findet die Aussichten, an der Polizeiakademie zu studieren „sehr interessant“.

Wer die Voraussetzungen für den Polizeiberuf erfüllt, und den dreitägigen Aufnahmetest besteht, kann an der Polizeiakademie ein Bachelor-Studium absolvieren, das – bei erfolgreichem Abschluss – zugleich den Eintritt in eine sichere Beamtenlaufbahn garantiert.

Natürlich darf auch ein Seitenhieb auf die „Fremdenfeindlichen“ von Pro NRW nicht fehlen:

Mit Fremdenfeindlichkeit müssen die Kandidaten nicht rechnen, versichern Harms und Schindowski einmütig. „Auch ich werde von Pro NRW angefeindet, weil ich in Moscheen um Auszubildende werbe“, setzt er den Befürchtungen entgegen. „Das muss man wegstecken“, findet Harms. Regelmäßig besucht er die Moscheen im Kreis Mettmann und wirbt um junges Personal. „Wir wechseln jeweils die Standorte“, sagt er. „Am 10. April sind wir in Velbert“, kündigt der Personalwerber an, der nicht müde wird, die Vorteile einer Ausbildung bei der Polizei herauszustellen.

Für den Ausbildungsjahrgang, der am 1. September 2014 beginnt, können 1470 Bewerber berücksichtigt werden. „Erfahrungsgemäß bestehen etwa 70 die Prüfung nicht“, berichtet Harms. Daher würden 70 mehr zugelassen, um später 1400 Polizisten einstellen zu können.

Es ist schon erschreckend, mit welcher Naivität manche Polizeibeamte mit Führungsaufgaben ihren Job verrichten. Wir empfehlen Polizeihauptkommissar Marten Harms, sich mal etwas näher mit der islamischen Ideologie und den zahlreichen Gewaltaufrufen im Koran zu beschäftigen. Obwohl … auch dann wirds bei ihm wohl nicht zu einem Umdenken kommen. Inshallah!!!

» personalwerbung.mettmann@polizei.nrw.de