Vorabbericht: 200 Teilnehmer beim Flashmob gegen Christenverfolgung in Stuttgart

Stuttgart. Deutschlandweit wurden heute Flashmobs gegen Christenverfolgung in vielen Städten durchgeführt, so auch in Stuttgart. 200 Personen, darunter viele Schüler und Studenten, folgten den Aufrufen auf Facebook. Mitten auf der Haupteinkaufsmeile der baden-württembergischen Landeshauptstadt erweckten die Teilnehmer durch ihre Aktion die Aufmerksamkeit der vielen Passanten.

(Von PI-Stuttgart)

Zunächst liefen alle, die Blicke auf sich ziehend, auffällig umher. Nachdem eine vorher bestimmte Person ein Signal mittels einer Trillerpfeife setzte, gingen alle in die Knie, legten ihre Hände wie gefesselt auf den Rücken und richteten ihren Blick auf den Boden. Während dessen verkündete ein Sprecher Eckdaten zum Thema „Christenverfolgung“. Im Anschluss beteten alle laut das „Vater unser“. Später wurde die Aktion wiederholt. Wie die Stuttgarter auf den Flashmob reagierten und was sonst noch geschah, ist in den nächsten Tagen auf PI in einem ausführlichen Bericht mit vielen Fotos und Videos zu erfahren.




Soldat überwältigt türkischen Messerstecher

Echte Zivilcourage, die viel zu selten vorkommt in Deutschland, sollte auch mal lobend erwähnt werden. Ein 21-jähriger Bundeswehrsoldat hat in Düsseldorf einen türkischen Messerstecher, der eine Frau lebensgefährlich verletzte, überwältigt und festgehalten.

Express berichtet:

Sonntag, 13.45 Uhr. Schreie auf der Rheinallee. Hilferufe! Eine Frau greift sich an den Bauch, hat die Hände voller Blut. Ein Mann flüchtet, verliert ein abgebrochenes Messer. Der Bundeswehrsoldat Steven Müller (21) und seine Mutter Gabriele (50) erleben das Drama mit, sehen das Blut. Entsetzen!

Doch der Obergefreite erkennt sofort, was passiert ist, spurtet dem Mann hinterher. Die Mutter ruft ihm ängstlich nach: „Steven, Steven!“ Doch er läuft und läuft, holt den Messerstecher nach fast tausend Metern ein, hält ihn fest, übergibt ihn der Polizei. Steven Müller ist der Held von Heerdt!

Das nennt man Zivilcourage: Zupacken statt wegschauen! Mit Stevens Hilfe konnte der 45-jährige Neusser türkischer Abstammung an der Star-Tankstelle am Nikolaus-Knopp-Platz festgenommen werden. Er hatte versucht, seine ebenfalls türkischstämmige Frau zu erstechen.

Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Die lebensgefährlich verletzte Frau überlebte nach einer Not-OP. EXPRESS besuchte den Unteroffiziersanwärter Steven Müller beim Panzergrenadierbataillon 212 in der Rommel-Kaserne in Augustdorf (Kreise Lippe).

Der 21-Jährige berichtet von der Tat: „Das war ein Horror-Erlebnis: Ich kam mit meiner Mutter von einem Besuch aus der Heerdter Klinik, als ich die Messerattacke sah. Der Mann lief mit blutigen Händen an mir vorbei. Ein Messer fiel ihm aus der Hand. Mit weiteren Zeugen bin ich hinterher. Die Rufe meiner Mutter habe ich gar nicht mehr gehört.“

Die Verfolgung ging vom Heerdter Krankenhaus bis zur 1000 Meter entfernten Star-Tankstelle. Zwei „Mitläufer“ hatten schon aufgegeben, nicht aber Steven Müller.

Der 21-Jährige: „Ich dachte an keine Gefahr, ich bin topfit, wusste genau, was zu tun ist. An der Tankstelle griff ich mir den Kerl, hielt ihn fest. »Ich habe nichts gemacht«, rief er.

Dann fing er an, zu telefonieren. Ich auch – mit der Polizei. Der Mann lief zu einem Wassereimer, wusch sich das Blut von den Händen. Dann wollte er abhauen. Ich verstellte ihm den Weg. Dann kam die Polizei.“

Gabriele Müller, Mutter des tapferen Soldaten, erzählt: „Als ich das Blut sah, das Messer … und mein Sohn hinterher, da bekam ich Angst, wollte ihn zurückrufen. Aber der hörte nicht, rief noch: »Bring die Frau in die Klinik!« Dann sah ich ihn nicht mehr. Ich war tief besorgt um meinen Jungen, doch die Schwerverletzte musste doch ins Krankenhaus.“

Einen Tag später bekam Steven Müller einen Anruf von der Polizei. Die war voll des Lobes über die Heldentat des 21-Jährigen – eine Tat reif für den XY-Preis für couragierte Bürger, mindestens aber für eine Ehrung durch den OB der Stadt!

Eine Ehrung ist Steven Müller sicher. Bundeswehr-Leutnant Christian Brünnecke (35): „Wir sind stolz darauf, einen Kameraden mit so viel Zivilcourage zu haben. Wir werden seinen Einsatz in der Truppe vorstellen.“ Das größte Lob aber kommt von der Mama: „Ich bin so stolz auf meinen Sohn, er ist ein Held in Uniform!“

Guter Junge!

(Spürnase: Jo)




Ariel Scharon gestorben

scharonVor fast genau acht Jahren fiel der israelische Likud-Politiker Ariel Scharon nach einer Hirnblutung ins Koma. Nun ist Scharon in einer Klinik in Tel Aviv gestorben. Er stand für die Siedlungsgeschichte Israels wie kein anderer. (Ein Nachruf in der FAZ und ein Nachruf im SPIEGEL!)




Bildungsplan (9): Diskussionsveranstaltung mit Petitionsinitiator Gabriel Stängle abgesagt

Ursprünglich sollte es heute in Stuttgart die Möglichkeit geben, sich in Vorträgen und Diskussionen zum umstrittenen „Bildungsplan 2015“ zu informieren. Die unter dem Titel „Was kommt auf uns zu? Die tiefgreifenden Folgen des Bildungsplans 2015 für Christen“ geplante Veranstaltung, die im Evangelischen Gemeindehaus in der Erwin-Bälz-Str. 62 in Stuttgart-Degerloch hätte stattfinden sollen, wurde kurzfristig abgesagt. Angesprochene Zielgruppe waren Pädagogen und Verantwortungsträger.

Der Lehrer und Initiator der Petition gegen den grün-roten „Bildungsplan 2015“, Gabriel Stängle, sollte sprechen. Ebenso hatte Sabine Kurtz, die kulturpolitische Sprecherin der CDU und Mitglied des baden-württembergischen Landtags, zugesagt. Den Hauptvortrag sollte Dr. Christel Vonholdt, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, zum Thema „Wie entwickeln Jungen und Mädchen ihre eigene Persönlichkeit – Konsequenzen für die Sexuelle-Vielfalt-Ideologie (LSBT)“ halten.

Als Gründe für die Absage wurde in den Medien ein zu großer Ansturm („Hunderte von Anmeldungen“) auf die Veranstaltung genannt. Der Veranstalter sah sich demnach „räumlich und logistisch überfordert“. Im Widerspruch dazu gab es eine Meldung, in der von „Protesten“ als Grund für die Absage gesprochen wird. Angesichts der politischen Situation in Baden-Württemberg, insbesondere Stuttgarts, ist auch die zweite Variante durchaus vorstellbar.

Dennoch versammelten sich heute ein paar Gegendemonstranten inklusive Protestbanner neben dem Eingang zum Degerlocher Gemeindehaus. Es wurden kleinere Diskussionen mit Personen geführt, die von der kurzfristigen Absage der Veranstaltung nicht mehr rechtzeitig erfahren hatten. Soweit bekannt, gab es vor Ort keine besonderen Vorkommnisse.

Derweil nähert sich die Petition mit Riesenschritten der 100.000er-Marke. Stand 11.1.2014, 16.30 Uhr: 95.346 Unterzeichner!

Zum Hintergrund: Je mehr die Petition unterzeichnen, umso schwieriger wird es für grün-rot, ihre Bildungspläne zu rechtfertigen!

+++ Hier gehts zur Petition! +++

Bisherige PI-Beiträge zum Thema:

» Teil 1: Petition gegen Ba-Wü Bildungsplan 2015
» Teil 2: SWR: “Nazialarm” wegen Widerstandes gegen Bildungsplan
» Teil 3: SWR zieht Extremismus-Vorwurf zurück
» Teil 4: Bischöfliche Feiglinge Zollitsch und Fürst wehren sich nicht gegen schwulgrünen Lehrplan
» Teil 5: „Bildungsplan“-Widerstand erreicht Titelseiten!
» Teil 6: Petitionsinitiator unter Beschuss
» Teil 7: Kirchen sagen gemeinsam Jein
» Teil 8: Opposition gespalten – Erster Kopf gerollt




Frankreichs Juden fliehen vor wachsendem Hass

Hilflos stehen die Franzosen dem wachsenden Antisemitismus in ihrem Land gegenüber. Diese Welle hat ganz Europa ergriffen, aber anstatt die Ursachen zu erkennen und klar beim Namen zu nennen, wird an ein paar nebensächlichen Symptomen herumgedoktert. Die Juden indes verlassen massenweise Frankreich und wandern aus Angst um Leib und Leben nach Israel aus.

Vor allem das Attentat des Moslems Mohammed Merah (Foto oben) im März 2012 im südfranzösischen Toulouse auf drei jüdische Schüler und einen Lehrer (PI berichtete) war für viele Juden in Frankreich der finale Auslöser, das Land zu verlassen.

Dazu FOCUS Online:

Dies war für viele Juden in Frankreich ein Schock und ein „Wendepunkt“, wie es der israelische Präsident Shimon Peres ausdrückte. „Das war ein Dammbruch, der nicht repariert werden konnte“, sagt Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee in Berlin (…). Diese Tat hat eine hohe Zahl weiterer Vorfälle ausgelöst. Die Studie des FRA zeigt auch, dass 60 Prozent der Juden in Frankreich Angst vor körperlichen Angriffen haben. Das ist der höchste Anteil in ganz Europa. (…) Tatsächlich nahm die Zahl antisemitisch motivierter Taten in Frankreich im Jahr 2012 laut eines Berichts der jüdischen Organisation SPCJ um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Der Dachverband Crif beobachtet gar eine „Explosion“ bei antisemitischen Taten seit dem Jahr 2000.

Es ist höchste Zeit für die politischen Verantwortlichen in Frankreich, den Islam endlich als das zu brandmarken, was er ist: eine faschistoide, totalitäre und vor allem antisemitische Weltanschauung, die mit aufgeklärtem Menschenrechtsverständnis nicht vereinbar ist und in Europa in die Schranken verwiesen werden muss!




Wem gehören St. Pauli und das Schanzenviertel?

Mitten auf der vierspurigen Straße steigen Raketen auf. Drumherum stehen etwa fünfzig schwarzgekleidete Gestalten und stoppen die Autos. In der Nähe explodiert ein Böller. Immer mehr Raketen schießen in kurzen Intervallen in den Nachthimmel. Es ist eine Machtdemonstration. Niemand hupt. Polizisten sind nicht zu sehen. Dann zieht der Trupp weiter durch das Hamburger Schanzenviertel. „BRD, Bullenstaat, wir haben deine Lügen satt!“, skandieren einige… (Längerer FAZ-Artikel über die Linksradikalen und die Polizei auf Hamburgs Straßen!)




Energiewende oder wie unser Geld in den Wind geblasen wird

Am Anfang hat kein Mensch gewusst, was alles passieren wird, als die Politik unter dem Druck apokalyptischer Propaganda vehement auf Solar-, Bio- und Wind-Kraftwerke zu setzen begann. Heute sind die Folgen klarer: Vor allem in den deutschsprachigen Ländern ist der Energiemarkt total verzerrt. Ein marktverzerrender Eingriff hat den nächsten ausgelöst; und der wieder weitere. Jetzt herrscht totales Chaos, und die EU-Kommission muss einschreiten. Aber niemand weiß, wie Österreich und vor allem Deutschland aus den vielen gut gemeinten, aber abgrundtief dummen ökologischen Selbstfesselungen entkommen können. Denn entweder gehen Hunderttausende Arbeitsplätze verloren oder die Alternativförderung kommt zu einem abrupten Ende.

Die EU-Kommission fordert nun eine Totalreform der deutschen Energiewende. Was automatisch auch für Österreich Auswirkungen haben wird. Dabei waren die deutschen Regierungen und insbesondere Angela Merkel jahrelang sehr stolz auf diese Wende. Sie hatten lange nicht gedacht, wie sehr diese ins Chaos führen wird. Noch immer weit weg von jeder Konkurrenzfähigkeit Denn diese neuen Energiequellen haben alle eines gemeinsam: Sie sind in keiner Weise mit anderen Energieformen konkurrenzfähig… (Fortsetzung in Andreas Unterbergers Blog!)




Rezension: „Europa und das kommende Kalifat“

„Europa und das kommende Kalifat“: Die in der Schweiz lebende Historikerin Bat Ye’or befürchtet eine schleichende Islamisierung Europas. Sie hält das Konzept des europäischen Multikulturalismus für gescheitert.

Die Kassandrarufe zum Niedergang des alten Europa sind mittlerweile unüberhörbar. Spätestens seit Thilo Sarrazins Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ dürften auch Gutwillige Zweifel hinsichtlich der Zukunft Europas und seiner Gesellschaften beschlichen haben. Zu dem demografischen Niedergang der alteuropäischen Einwohner, der den bestehenden Generationenvertrag bedroht, da immer weniger Menschen eine zunehmend überalterte Gesellschaft finanzieren müssen, gesellen sich die Probleme einer drohenden Altersarmut und unvorstellbarer Staatsverschuldungen.

Hinzu kommen eine weitgehend gescheiterte Integration muslimischer Migranten und eine absehbare Verschiebung der Zusammensetzung der Gesellschaft, die dazu führen kann, dass sich die einheimische Mehrheit bald als Minderheit unter Minderheiten wiederfindet. Der namhafte Doyen der Islamwissenschaften, Bernard Lewis, malt die Zukunft des Kontinents in düsteren Farben: „Nach den aktuellen Trends wird Europa spätestens Ende des 21.Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben.“ Da es sich beim Islam um eine wenig friedfertige und wenig tolerante Religion handelt, beschleicht die Angst vor einer Islamisierung immer mehr Bürger. Zumal den Muslimen durch göttliche Offenbarung die wie immer geartete Missionierung der Welt aufgegeben ist.

Eine der mahnenden Stimmen hinsichtlich der Islamisierung Europas ist die unter Pseudonym schreibende jüdische Historikerin Bat Ye’or (Tochter des Nils), die in Ägypten geboren wurde und seit vielen Jahren in der Schweiz lebt. Ihre Bücher zur Geschichte der Juden und Christen unter der Herrschaft des Islam und über die Herabsetzung nicht muslimischer Gemeinschaften und deren Angehörige zu Menschen minderer Wertigkeit gehören mittlerweile zu den Standardwerken über den Islam. Ihre historischen Belege, dass es in diesen Gesellschaften niemals ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen gegeben hat, passen selbstverständlich nicht in das Klischee der multikulturellen Ideologie.

In ihrer jüngsten Publikation, die nun in der deutschen Übersetzung mit dem Titel „Europa und das kommende Kalifat“ vorliegt, ist der Ausgangspunkt ihrer Argumentation, dass es zwischen Muslimen und Andersgläubigen keinen dauerhaften Frieden geben kann: „Aus islamischer Sicht ist die ganze Erde eine Stiftung, ein Territorium, das Allah gehört. Der muslimischen Gemeinschaft ist versprochen, es unter die Herrschaft der dem Propheten einst offenbarten, islamischen Ordnung zu bringen. Der Jihad bildet den Kampf um die Rückgewinnung des Stiftungslandes, das von den Ungläubigen illegal besetzt und den Muslimen zurückzugeben ist.“ Vor diesem Hintergrund thematisiert sie die europäische Politik gegenüber den islamischen Ländern des Mittelmeers respektive des Nahen Ostens und Israel. Eine zentrale Stelle in dieser Entwicklung nimmt eine scheinbar unbedeutende Moschee in München ein (siehe auch „Die vierte Moschee: Nazis, CIA und der islamische Fundamentalismus“ von Ian Johnson).

Während das offizielle Westdeutschland seit Konrad Adenauer mit Israel eine Politik der Versöhnung betrieb, bestanden die alten Seilschaften zwischen den Nazis und den islamischen Nazi-Kollaborateuren, die im Zweiten Weltkrieg auf dem Balkan und in der Sowjetunion eigene SS-Einheiten stellten, weiter. München wurde zum Gravitationspunkt der Zusammenarbeit von muslimischen SS-Angehörigen und Muslimbrüdern mit der CIA und Nazis im Kampf gegen den Kommunismus.

Die politische Elite nach 1945 war durchsetzt von Nazis, die mittlerweile in hohe Staatsämter aufgestiegen waren. Stellvertretend seien hier zwei Autoren der Nürnberger Rassengesetze genannt: Walter Hallstein wurde der erste Präsident der Europäischen Kommission (von 1958 bis 1967), und Hans Globke stieg zur grauen Eminenz im Bundeskanzleramt (von 1953 bis 1963) auf. Das offizielle Deutschland stand somit an der Seite der USA und Israels, das inoffizielle blieb dem Antisemitismus und dem Antiamerikanismus treu. Eine zentrale Figur wurde Ende der Fünfzigerjahre Said Ramadan, der Schwiegersohn des Begründers der Muslimbrüder Hassan al-Banna. Mit der Unterstützung alter Nazis baute er die Münchener Moschee zum globalen Gravitationszentrum der Islamisierung aus.

Das Jahr 1973 markiert den Wendepunkt der europäischen Politik gegenüber dem Islam: Die Europäische Gemeinschaft anerkannte die PLO und deren Führer Yassir Arafat, obwohl sie die Existenz Israels ablehnten. Der Terrorismus der PLO und später der Hamas wird zwar von europäischer Seite immer wieder bedauert, dieser sei aber „tiefer liegenden Ursachen geschuldet“.

1974 wurde die Parliamentary Association for Euro-Arab Cooperation (PAEAC) gegründet, deren Ziel eine gemeinsame arabisch-europäische Zivilisation ist. Ein weiterer wichtiger Partner für die Europäische Union ist die 1969 gegründete Organization of Islamic Conference (OIC), der heute 56 islamische beziehungsweise mehrheitlich islamische Staaten angehören. Hinter den Floskeln des interreligiösen Dialogs lassen sich leicht die Ziele dieser Organisation erkennen: die globale Stärkung des Islam und die Islamisierung Europas. Deshalb betont die OIC besonders den Kampf gegen die „Islamophobie“, den die EU freudig unterstützt und durch vermehrte islamische Migration nach Europa nachhaltig bestärkt.

Der wichtigste Beitrag der EU zu einer gemeinsamen Zivilisation ist seit Jahrzehnten die Durchsetzung des Multikulturalismus und der Diversität, um die europäischen Nationalstaaten zu schwächen respektive zu überwinden. Dieses Konzept garantiert den muslimischen Migranten die Bewahrung ihrer kulturellen und religiösen Identität, während das christliche Europa weitgehend untergehen soll. Eine große Anzahl von Stiftungen der EU wie zum Beispiel die Anna-Lindh-Stiftung oder die Allianz der Zivilisationen propagieren die Ziele dieser euroarabischen Utopie. Bat Ye’or belegt diese Entwicklungen zur Islamisierung Europas akribisch, auf die hier im Einzelnen nicht eingegangen werden kann.

Die Autorin wirft der Europäischen Union und vielen europäischen Politikern politische Blindheit und eine fast grenzenlose multikulturelle Naivität vor: Sie verkennten die politischen Ziele des Islam und seiner Institutionen, Verbände und Vereine. Das Ziel der Muslimbrüder, der Salafisten und der Wahhabiten sei ein europäisches Kalifat.

PS: Die Eröffnung des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien im Jahr 2012 war ein weiterer, glänzender Erfolg der Islamisierung Europas durch Saudiarabien und die Muslimbrüder: dank der Unterstützung der österreichischen Christ- und Sozialdemokraten.

(Die glänzende Rezension von Michael Ley ist im Original erschienen auf diepresse.com)


» Buchauszüge auf „Die siebte Sichel“




Reinhard Mohr: Legal, illegal, scheißegal in Berlin

“Legal, illegal, scheißegal” lautete die Parole in den siebziger Jahren, als die linken Feinde des bürgerlichen Staates zum Sturm auf die kapitalistische Herrschaftsordnung riefen. Heute sind wir schon einen Schritt weiter: Teile des Staatsapparats mit Aktionsschwerpunkt in Berlin haben die Losung übernommen und das rechtsstaatliche Legalitätsprinzip gendergerecht, interkulturell sensibel, antirassistisch, nachhaltig, transparent, zivilgesellschaftlich, inklusiv und kreativ weiterentwickelt. Will sagen: Überwunden, transzendiert, kurz: abgeschafft.

Zu beobachten ist dieser wundersame Vorgang seit Oktober 2012, als protestierende Asylbewerber nach einem mehrwöchigen Aufenthalt vor dem Brandenburger Tor zum Oranienplatz in Kreuzberg zogen. Was mit einer über einige Wochen ausgedehnten Demonstration (“Kein Mensch ist illegal, nirgendwo!”, “Keine Abschiebungen!” “Bleiberecht für alle!”) samt Hungerstreik begann, endete in einem winterfesten Dauercamp mitten in Kreuzberg.

Selbstverständlich erhielten die zeitweise rund 100 “Refugees” (“Asylbewerber” fällt inzwischen auch unter das Sakrileg der rassistischen Stigmatisierung) samt ihrer “Supporter” eine praktisch unbegrenzte Duldung durch den bzw. die grüne BezirksbürgermeisterIn. Gleichsam als feste Nebenunterkunft wurde die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule besetzt, die inzwischen auch Obdachlose, Romafamilien und Drogendealer beherbergt… (Fortsetzung bei der Achse!)




Türkei: Erdogan sperrt Videoplattform „Vimeo“

Die türkische Regierung unter Ministerpräsident Erdogan wird immer totalitärer. Seit Freitag ist die US-amerikanische Videoplattform „Vimeo“ für User in der Türkei nicht mehr erreichbar. Am Donnerstag zuvor hatte ein türkisches Gericht die Sperrung von Vimeo für die gesamte Türkei beschlossen. Damit greift der Zensurwahn der Regierung Erdogan immer weiter in die Freiheitsrechte der türkischen Bürger ein (PI berichtete). Wie so etwas mit dem geplanten EU-Beitritt und der viel beschworenen Demokratisierung der Türkei vereinbar ist, erklärt er hingegen nicht.

Die Deutsch Türkischen Nachrichten berichten:

Kein anderes Land ist im Jahr 2013 häufiger mit Zensurwünschen an den Internetriesen Google herangetreten, als die Türkei. Insgesamt 1.673 Mal baten die türkischen Behörden um eine Löschung von Links. Die Türkei führt das Google-Ranking zum ersten Mal an. Mit stattlichen 1.673 Anträgen liegt das Land noch vor den USA mit 545 und Brasilien mit 321. Das entspricht fast einer zehnfachen Steigerung gegenüber dem zweiten Halbjahr des Vorjahres. Etwa zwei Drittel der gesamten Anfragen, nämlich genau 1.126, verlangten die Entfernung von 1.345 Inhalten aufgrund angeblicher Verstöße gegen das Gesetz 5651.

Außerdem sollen zukünftig zwei Jahre lang die Bewegungsprofile der Internetnutzer gespeichert und der Regierung zugänglich gemacht werden, so dass sie gezielt gegen Oppositionelle vorgehen kann: Eine von vielen Selbstermächtigungen eines machttrunkenen Despoten.