Kirchweyhe-Totschläger will in Revision

imageVERDEN. Der Prozeß um den Mord an Daniel S. könnte neu aufgerollt werden. Der junge Mann war im März 2013 im niedersächsischen Kirchweyhe brutal verprügelt worden und starb an den Folgen der Verletzungen. Der Täter Cihan A. wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Nun fechten seine Anwälte das Urteil an. Sie begründen dies mit Drohungen aus der rechtsextremen Szene gegen den Richter. „Für mich ist das Urteil kontaminiert“, sagte einer der Anwälte des Täters nach Angaben des Spiegels. „Wenn man im nachhinein von der Bedrohung hört, denkt man: Die hat gewirkt.“ (Näheres dazu bei der JF! Nutzen Sie auch unsere Suchfunktion mit dem Stichwort ‚Kirchweyhe‘!)




Kirchweyhe – 5 Jahre Haft für ein Menschenleben

Der Fall aus dem kleinen Ort Kirchweyhe hat die Öffentlichkeit ebenso bewegt wie der grausame und sinnlose Tod von Jonny K. im großen Berlin. Und auch der Tod von Daniel Siefert auf dem Bahnhofsvorplatz dieses Vororts von Bremen war grausam und sinnlos. Totgetreten, -„gestiefelt“- von einer Gruppe testosteron- und alkoholgeschwängerter Zuwanderer aus dem mohammedanischen Kulturkreis. Totgetreten aus völlig nichtigem Anlass – weil er einen Streit schlichten wollte, den die mohammedanischen „Bereicherer“ vom Zaum gebrochen hatten.

(Von Hinnerk Grote)

Gestern hat das Landgericht Verden sein Urteil verkündet: Fünf Jahre und neun Monate Jugendstrafe für Cihan A., den „Haupttäter“. Alle anderen Tatbeteiligten kommen straflos davon, die Verfahren gegen sie wurden schon frühzeitig eingestellt. Die „JF“ berichtet:

Das Landgericht Verden hat Cihan A. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der damals 20 Jahre alte Mann hatte den 25jährigen Daniel S. im März 2013 in Kirchweyhe so schwer verletzt, daß dieser wenige Tage später an Hirnblutungen starb. Die Staatsanwaltschaft, die nach widersprüchlichen Zeugenaussagen vom Mordvorwurf abrückte, hatte zuletzt sechs Jahre Jugendhaft gefordert. Der Fall sorgte deutschlandweit für Entsetzen.

Der Tat vorausgegangen war ein Streit zwischen deutschen und türkischen Jugendlichen. Daniel S. hatte dabei versucht den Streit zu schlichten. „Mit menschenverachtendem Vernichtungswillen“ habe ihn jedoch Cihan A. „aus vollem Lauf heraus mit einer Sprungbewegung wie ein Kickboxer“ in den Rücken getreten, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Daniel S. prallte gegen einen Bus. Auf das bewußtlos am Boden liegende Opfer wurde weiter eingetreten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und womöglich wird die Verteidigung des Cihan A. gegen dieses Urteil Revision einlegen, was natürlich ihr Recht ist in einem „Rechtsstaat“.

Es soll hier nicht die Frage gestellt werden, ob es denn nun Mord, Totschlag, oder eben „nur“, wie letztlich im Urteil angenommen, weil nichts anderes beweisbar zu sein scheint, Körperverletzung mit Todesfolge war, was sich dort, auf dem Bahnhofsvorplatz von Kirchweyhe, in der Nacht zum 10. März 2013 ereignet hat.

Für eine abschließende juristische Bewertung, wie sie das Gericht nach der Hauptverhandlung zu treffen hatte, dürften uns allen die Aussagen der Tatzeugen und –beteiligten nicht hinreichend bekannt sein.

Was wir jedoch bewerten können, das sind die Äußerungen von Sympathisanten des Täters nach der Tat. Die „JF“ berichtet weiter:

Nach der Tat wurde Daniel S. von jungen Türken auf Facebook verhöhnt. „Ein Bastard Nazi weniger in weyhe, das ist ja suppii“, schrieb beispielsweise Ali E. Und Hussein fügt hinzu: „Cihan hätte sich bestimmt nicht gedacht, daß das so schlimm endet. Es ist nur eure dreckige Art die uns zwingt mit euch sowas zu machen ihr Nazis.“ Daniel S. mußte unter Polizeischutz beerdigt werden, da Freunde von Cihan A. bereits die mit Blumen und Kerzen geschmückte Gedenkstätte am Tatort geschändet hatten und damit drohten, auch die Trauerfeier zu sprengen.

Einen deutschfeindlichen Hintergrund der Tat hat die Staatsanwaltschaft jedoch schon in ihrer Anklage ausdrücklich ausgeschlossen. Und wir wissen auch nicht sicher, ob Cihan A. wirklich, und wie zu recht zu vermuten ist, aus deutschfeindlichen Motiven tat, was er tat. Ob er Daniel zu Tode „gestiefelt“ hat, weil Daniel Deutscher war. Und weil sich ein mohammedanischer „Herrenmensch“ von einer „deutschen Kartoffel“ nun mal nichts sagen lässt.

Was wir jedoch nach diesen Äußerungen im Internet wissen: Cihans Freunde würden aus eben diesen Beweggründen genau so handeln, wie Cihan gehandelt hat. Und die furchtbare Erkenntnis sollte lauten: Es gibt nicht nur einen Cihan, es ist kein Einzelfall.

Es ist an der Zeit, dass aus diesem „Rechtsstaat“ wieder ein Staat wird, der nicht die Täter verhätschelt und die Opfer verhöhnt. Ein Staat, in dem wieder Recht gesprochen wird, so wie die Staatsbürger es wollen: „Im Namen des Volkes“.

Ein Rechtsstaat eben.

» Akif Pirincci: Das Schlachten hat begonnen




„Jugendliche“ in Kirchweyhe?

cihanaWissen Sie, was „Jugendliche“ sind? Natürlich, junge Menschen, so ab 14 bis Mitte 20, manchmal älter. Typisch für sie ist, dass sie gerne Party machen, sich für Typen oder Mädchen interessieren, vielleicht für Autos, Mode, Motorräder oder auch Reisen. Manche schlagen sich, manche zicken, manche mobben sich.

(Von Fishtown-Fan)

Aufmerksame Leserinnen und Leser von PI wissen aber auch, dass die Bezeichnung „Jugendliche“ immer dann verwendet wird, wenn ein anderer Hintergrund nicht genannt werden soll. Sobald „Jugendliche“ in „einer Gruppe“ gegen Einzelne mit „Messern“ auftreten oder mit Schuhen gegen Köpfe treten, dann weiß man, wer damit in der Regel umschrieben wird. So wie einst in der DDR, hat man es in der Bundesrepublik gelernt – lernen müssen -, zwischen den Zeilen zu lesen.

Eine besondere Variante dieses Sprachgebrauchs ist jetzt im Prozess gegen die Mörder von Daniel S. erschienen. Denn dort

[…] haben die Verteidiger des Angeklagten den Antrag gestellt, einen Jugendforscher der Uni Bielefeld zu hören. Der Mann solle ein Gutachten einbringen, inwieweit die tödliche Auseinandersetzung vom März 2013 jugendtypisch gewesen sei, so die Anwälte am Donnerstag vor dem Landgericht Verden.

Der 20-jährige Cihan A. muss sich dort wegen Mordes verantworten. Er soll den Streitschlichter laut Anklage bei einer Auseinandersetzung am Bahnhof in Kirchweyhe mit Tritten getötet haben.

Ich habe oben skizziert, wie ich mir typische deutsche Jugendliche vorstelle. Dass das Treten gegen den Kopf eines Wehrlosen auch mit dazu gehört, ist mir neu, insbesondere, wenn so lange getreten wird, bis der Kopf in Stücke zerbrochen ist. Auch deutsche Jugendliche werden zu Mördern, aber diese spezielle herzlose Grausamkeit kommt aus einem bestimmten Kreis der Unkultur und Barbarei zu uns. Sie ist und sie war nie typisch für unser Land.

Was bezweckt nun die Verteidigung mit ihrem Antrag? Der Richter hat früh schon angedeutet und jetzt klar zu erkennen gegeben, dass für ihn eine Bestrafung wegen Totschlags oder Mordes nicht in Frage kommt.

Wird hier von der Verteidigung die Perfidie noch auf die Spitze getrieben? Also, in dem Sinne, dass ’sich Jugendliche ja normalerweise öfter mal die Köpfe zertreten und Daniel S. in solch eine Kopftreter-Auseinandersetzung verwickelt war, als Jugendlicher, so ist das dann wohl etwas ganz Normales, dass dabei dann auch mal einem der Jugendlichen das Gehirn aus dem Schädel getreten wird? Wo es dann nur Zufall war, wer dort gerade zum Opfer wurde?‘

Soll es das sein, worauf die Verteidiger hinaus wollen?

So oder so ähnlich könnte die teuflische Argumentation aussehen, die hinter diesem Antrag steht. Dass Daniel S. einen Streit schlichten wollte und absolut friedfertig war (PI berichtete), soll durch eine verwinkelte Strategie in den Hintergrund geraten.

Das Perfide daran ist, dass die Verteidigung in einem tieferen Sinne sogar Recht hat. Es gibt etwas Typisches in diesem Fall. Die primitive und feige Grausamkeit tritt besonders in einer spezifischen Gruppe auf. Das darf man aber nicht aussprechen, man darf diese Gruppe nicht beim Namen nennen, denn das ist dann „Rassismus“.




Daniel Siefert: Kein Mord und kein Totschlag!

danielbruderAm 14. März 2013 wurde der damals 25-jährige Daniel Siefert in Kirchweyhe von einer Türkenbande grundlos totgetreten (PI berichtete). Die einzige noch verbleibende Hoffnung der Familie auf Gerechtigkeit wird nun auch noch zerschlagen. Es wird keine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags geben, verkündete der Vorsitzende Richter Joachim Grebe am Verdener Landgericht.

Die Kreiszeitung berichtet:

Verden – Im Prozess um den Tod von Daniel S. am Bahnhof Kirchweyhe wird es keine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags geben. Das Gericht kann dem Angeklagten einen Tötungsvorsatz nicht nachweisen

Wie der Vorsitzende Richter Joachim Grebe am Verdener Landgericht am Mittwoch verkündete, wird das Urteil wegen Körperverletzung mit Todesfolge nach Jugenstrafrecht gesprochen. Dieser Schuldspruch würde ein Strafmaß von sechs Monaten bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.

Das Urteil gegen den Angeklagten Cihan A. wird vermutlich noch im Februar gesprochen, so Grebe weiter. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Richter angekündigt, er wolle den Prozess nun „zügig beenden“.

In dubio pro reo! – Im Zweifel für den Angeklagten. Das ist die Formel, die eigentlich im Zweifel Unschuldige schützen soll. Leider schützt sie immer öfter Angeklagte wie Cihan A. Vielleicht liegt es ja daran, dass in solchen Fällen immer öfter Zeugen bedroht und eingeschüchtert werden oder aber schlicht und ergreifend daran, dass Ausländergewalt möglichst unter den Teppich gekehrt werden soll.




Mord an Daniel S.: Wird Cihan A. freigesprochen?

Der Vorsitzende Richter Joachim GrebeAm 17.10.2013 berichtete PI erneut über den Mordfall Daniel S. aus Kirchweyhe. Zu diesem Zeitpunkt hatten einige Zeuginnen den Hauptangeklagten schwer belastet, andere hatten darüber hinaus von Einschüchterungsversuchen gesprochen. In den Kommentaren auf PI schwankten die Einschätzungen zwischen der Hoffnung auf Gerechtigkeit und sarkastischen Voraussagen von „Sozialstunden“. Ich muss leider die Skepsis teilen und die Hoffnungen dämpfen. Es geht um einige kleine Randnotizen, die aber vielleicht schon die Richtung weisen, die das Verfahren nehmen wird.

(Von Fishtown-Fan)

In der Nordsee-Zeitung (Druckausgabe) vom 11.09.2013 erschien der Artikel „Mordprozess treibt Mutter Tränen in die Augen“. Der Text war auch online verfügbar. Wenn ich mich recht erinnere, in verkürzter Fassung, ist aber jetzt nicht mehr auffindbar. Hier Auszüge aus der Printausgabe:

Zu hören, was am Bahnhof in Kirchweyhe geschah, fällt den Angehörigen des Opfers sichtlich schwer. „Es ist echt die Hölle“, sagt die Mutter des 25-Jährigen. Sie und ihre drei Söhne, von denen zwei zur Verhandlung gekommen sind, treten als Nebenkläger auf. Als die Staatsanwältin beschreibt, wie der Angeklagte sein Opfer mit Fäusten schlug, mit einer Art Kickbox-Tritt gegen den Bus schleuderte und auf den bewusstlos am Boden Liegenden weiter eintrat, ringt die schwarz gekleidete Frau um Fassung.

Der Angeklagte – ein schlanker Mann mit kurzen dunklen Haaren – tritt vor Gericht äußerlich gefasst auf. Mit knappen Worten antwortet er auf die Fragen des Vorsitzenden Richters Joachim Grebe. Zu den Vorwürfen nimmt er nicht Stellung.

Die erste Randnotiz: Der Angeklagte tritt „äußerlich gefasst“ auf. Cihan A. hatte über ein halbes Jahr Zeit, um über seine Tat nachzudenken. Wieviel Zeit braucht man denn, damit einem etwas leid tut? Ist es nicht so, dass denen, denen etwas leid tut, dass das schon kurze Zeit später so ist und auch lange Zeit später? Tut es Cihan A. leid? Sein Auftreten vor Gericht spricht diametral dagegen:

Bei der Familie entschuldigt hat sich der Angeklagte bislang nicht. „Wenn man Reue zeigt, hat man einen gesenkten Blick, aber er schaute so munter durch den Gerichtssaal“, sagt Heiko Pilgermann, der einen Bruder als Nebenkläger vertritt.

An dieser Stelle kam es zu einer Intervention des Vorsitzenden Richters, die aufhorchen lässt. Angesichts der Einsilbigkeit des türkischen Angeklagten spricht der Richter ihn an:

Zu den Vorwürfen nimmt er nicht Stellung. Der Richter ermuntert ihn aber, dies später noch zu tun: „Wenn Sie nicht wollen, müssen Sie nichts sagen. Aber in Jugendsachen ist es besonders positiv, wenn die Angeklagten sich zur Sache äußern.“

Der Richter lässt hier folgendes erkennen:

1. Er sieht und behandelt den Mord an Daniel als „Jugendsache“, wenngleich er nach der Volljährigkeit auch schon Erwachsenenstrafrecht hätte anwenden können.

2. Er erklärt dem Angeklagten, wie er seine Lage verbessern kann. Er sucht also nicht nach Wahrheit, er gestaltet sie selbst.

Der Hinweis wird von Cihan A. (bzw. seinem Anwalt) verstanden und umgesetzt. In der Nordsee-Zeitung vom 26.09.2013, also zwei Wochen später, wird eine Erklärung vorgestellt, die der Anwalt für seinen Mandanten Cihan A. vorliest:

Der Tod des 25-Jährigen mache ihn sehr betroffen. „Ich schäme mich dafür. Ich habe aufrichtiges Mitleid mit der Familie“, zitierte der Anwalt aus der Aussage.

Der Wink mit dem Zaunpfahl ist also angekommen und man darf gespannt sein, wie der Richter darauf reagiert. Wenn ich das Gesagte richtig verstanden habe, wird hier ein mildes Urteil vorbereitet..

Das Landgericht Verden ist leider bereits bekannt geworden durch völlig neue und kreative Wege, einer bestimmten Klientel den Weg in die Freiheit zu bahnen: Es war dort, am Landgericht Verden, wo ein Mitglied des berüchtigten Miri-Clans zu einer geringen Strafe verurteilt wurde, wegen „Haftempfindlichkeit“.

Wir müssen befürchten, dass auch ein mutmaßlicher Mörder mit einem Grinsen auf den Lippen über die feige und verdorbene deutsche Rechtsprechung, dieses Gericht als freier Mann verlassen wird.

(Foto oben v.l.n.r.: Der ermordete Daniel S., der Vorsitzende Richter Joachim Grebe und der mutmaßliche Mörder Cihan A.)




Kirchweyhe: Kopftreter gibt Freund die Schuld

Daniel Siefert (Foto) wurde am 14. März in Kirchweyhe von einer Türkenbande totgetreten (PI berichtete). Nun kam es am Landgericht Verden zum Haftprüfungstermin, der Verteidiger verlas eine Aussage des Beschuldigten, wonach er in bester Taqiyya-Manier jede Schuld am Tod des jungen Deutschen von sich wies. Die Staatsanwaltschaft hingegen hatte dem 20-Jährigen zum Prozessauftakt vorgeworfen, gezielt Daniel S. geschlagen und getreten zu haben. Für einen kickboxartigen Tritt in den Rücken des Opfers brachte der Angeklagte eine andere Erklärung: Er sei auf dem eisigen Boden ausgerutscht, und in den Rücken des Opfers geschlittert – mit gestrecktem Bein.

Bestimmt war das so, man kann im Winter schon einmal so ausrutschen, dass man einem auf dem Boden liegenden Passanten das Hirn zu Matsch tritt.

„Ich schäme mich dafür. Ich habe aufrichtiges Mitleid mit der Familie“, zitierte der Anwalt aus der Aussage des 20-Jährigen. Zwei Brüder des Opfers nahmen diese Aussage mit Kopfschütteln und Unverständnis zur Kenntnis, sie wurden an diesem Tag noch einmal verhöhnt. Auch berichtete der Angeklagte in der Verhandlung ausführlich und vermutlich mitleidheischend-weinerlich über sein schulisches und berufliches Scheitern. An Wochenenden habe er sich regelmäßig betrunken, sagte er.

Wir halten fest: Millionen Menschen auf der Welt hatten eine vermutlich schwerere Kindheit, als nur faul und betrunken zu sein und werden nicht zu Mördern. Hoffen wir, dass das Gericht bei seinem Urteil sich dessen auch bewusst sein wird. (lsg)




Kirchweyhe-Prozeß: „Einer wird diese Nacht nicht überleben!“

In Verden hat der Prozeß gegen den türkischen Haupttäter Cihan A. (21) begonnen, der in Kirchweyhe brutal den Streitschlichter Daniel Siefert (†25) erschlug. PI hat oft über diese unsägliche Tat und ihre unsäglichen Folgeerscheinungen berichtet. Am ersten Prozeßtag kam heraus, daß der auf Mord gebürstete Täter sagte: „Einer wird diese Nacht nicht überleben!“ Warum sind für die Gerichtsverhandlung 19 Tage bis Weihnachten angesetzt? Wieviele Psychologen und Integrationsbeauftragte muß man sich wieder anhören, damit der türkische Mörder nach Jugendstrafrecht Bewährung bekommt?

Als das Opfer bereits ohnmächtig auf der Straße lag, soll Cihan ihm immer wieder auf Kopf und Hals getreten haben. Die Staatsanwältin: „Er ließ erst von seinem Opfer ab, als er sicher war, das es tot sei.“ Dann soll der Angeklagte gerufen haben: „Er ist tot! Ich habe das Leben gefickt, er musste mit dem Leben bezahlen!“

Bereuen? Keine Spur! Reicht das nicht? In der links gebürsteten Presse ist wieder zu lesen, das habe alles mit Ausländern nichts zu tun. Natürlich hat es das. Ausländische Intensivtäter werden mit Samthandschuhen angefaßt, nie empfindlich verurteilt und stattdessen gehätschelt. Man kann sich alles erlauben. Sowas spricht sich rum!




Kirchweyhe, 16.3. – Deutschlandfahne verboten

Zwei Nächte schlecht geschlafen und wenn mich tagsüber die konzentrierte Arbeit nicht ablenkte, unruhig hin- und her gelaufen, immer wieder gingen mir die Nachrichten-Kommentare zu dem Mord an Daniel S. durch den Kopf. Es ist ja nicht das erste Mal, dass man von Gewaltverbrechen ausländischer Täter an Deutschen gehört hat, aber diese unfassbare Brutalität und das klare Motiv Deutschenhass brachte das Fass zum überlaufen, das Maß war voll und der Krug zerbrochen.

(Ein Erlebnisbericht von Altsachse)

Wut, Tatendrang und Lähmung – man kann doch so oder so nichts ausrichten, wechselten einander ab. Was kann man tun? Nach Kirchweyhe fahren, Gesicht zeigen! Ok, eine Mitteilung bei PI veröffentlicht: „Ich fahre nach Kirchweyhe, habe noch Plätze frei.“ Keine Reaktion, bis auf eine Antwort, es gäbe gute Verkehrsanbindungen. Mein Entschluss stand fest: ich fahre, allein. Meiner Frau habe ich nichts gesagt, die hätte versucht, mich davon abzubringen.

Handy, Fotoapparat und Deutschlandfahne eingepackt. Bis nach Kirchweyhe sind es ca. 180km, erst durch die Ravensberger Mulde, meine Heimat, dann auf der A1 durch die Norddeutsche Tiefebene. Flaches weites Land, die Felder graubraun mit Schneeresten, vereinzelte rote Häuser, Gehöfte. Hier wohnen doch Menschen, die bodenständig fest mit ihrer Heimat verwurzelt sind – wie können die eine solche Tat ohne Protest und Widerstand hinnehmen? Wie heißt es doch bei den Niedersachsen: sturmerprobt und erdverwaschen. Angesichts der Realität kann das Niedersachsenlied nur ein Karnevalskalauer sein.

Hat hier die Presse von dem Mord berichtet, oder nur desinformiert, verschleiert wie die Regionalpresse in Ostwestfalen, nach tagelangem Schweigen?

Ortseingang Kirchweyhe, eine Polizeikontrolle. Ein großer Polizist gibt Zeichen zum langsam fahren, beugt sich vor und schaut in das Wageninnere, er winkt, ich kann weiterfahren. Der Bürgermeister hat ja alle Trauerveranstaltungen wegen den „Rechten“, die den Tod von Daniel instrumentalisieren würden, verboten.

14:15 Uhr Ankunft am Marktplatz von Kirchweyhe, menschenleer, trostlos und deprimierend, ein Zentrum, in den 80er- und 90er-Jahren gebaut, ohne Gesicht und Charakter. Parke den Wagen, lasse aber die Deutschlandfahne zurück, erst mal die Lage sondieren. Frage eine Frau nach einem Blumenladen und dem Bahnhof. Einen Blumenladen wüsste sie nicht, kommt nicht von hier, zum Bahnhof gehts um die Ecke. Blumen wären nicht wichtig, Hauptsache man nimmt teil, meinte sie.

Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen ca. 150-200 Menschen in kleinen Gruppen. Ich gehe in den Bahnhof, zum Kiosk und bestelle eine Flasche Wasser. Die Tür geht auf und eine Gruppe Südländer tritt ein. Sofort verschwindet die Bedienung in den hinteren Raum und kommt mit einem Mann, wahrscheinlich der Inhaber/Pächter wieder. Dieser sagt zu einem der Südländer, dass er wegen Hausverbot die Lokalität zu verlassen hat, der Südländer ging hinaus. Auf Nachfrage bei der Bedienung, was denn vorgefallen wäre, hob die Angestellte beide Arme und sagte: ganz, ganz übler Ärger.

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Wieder draußen auf dem Bahnhofsplatz näherte ich mich dieser Gruppe von ca. zehn Südländern, ein Blick in ihre Gesichter zeigte mir Kälte und Aggressivität. Ich war mir sicher, dass in dieser Gruppe ein Teil der Türkenschläger waren, die Daniel getötet haben. Wie entsetzlich für die Familie und Freunde Daniels, wie gleichgültig mir die anwesenden Deutschen erschienen. Es kann ihnen doch nicht entgangen sein, dass hier ein Teil der Todtreter anwesend waren. Ich sprach einen alleinstehenden Mann an, versuchte mit ihm ins Gespräch zu kommen. Einsilbige Antworten, jau, jau… er wisse nichts. Dieser norddeutsche Menschenschlag ist ja für seine Wortkargheit bekannt, vielleicht war es auch Angst, sich nicht zu weit gegenüber einem Fremden aus dem Fenster zu lehnen.

Die linksextreme Antifa war auch anwesend und verteilte Flugblätter mit der Überschrift „Rechtes Gedenken in Kirchweyhe“. Darin wird der Rechtsstaat und Demokratie als Ursache für Rassismus angeprangert, dieser Staat, Nation und Kapital soll bekämpft werden. Unerträglich ist auch die Verhöhnung der Familie von Daniel und allen Trauernden dieser Hetzschrift mit der Überschrift: „Wenn Deutsche heulen…“. Das widerwärtige Pamphlet endet mit „Antifa heißt Angriff! – (kommunistische Antifa-Zusammenhänge aus Bremen)“.

Das Hetz-Flugblatt (Vorder- und Rückseite) der Antifa Roten SA.

Rechts neben dem Bahnhof standen einsatzbereite Einheiten der Polizei, davor wurde der Polizeisprecher von einem Fernsehteam interviewt: „… wir haben 15 verdächtige Personen an einer Kontrollstelle festgesetzt… wir haben das Recht auf unseren Seite, nachdem alle Veranstaltungen verboten wurden (natürlich bis auf die SPD-Propagandaveranstaltung des Bürgermeisters von Kirchweyhe- Altsachse) und kein Widerspruch eingereicht wurde, handeln wir völlig legitim“.

Ich mischte mich ein und stellte die Frage, warum Rechte nicht mit gedenken dürfen und woran die Polizisten die rechte Gesinnung erkennen. Alles dreht sich mir mit entgeisterten Blicken zu, die Kamera schwenkte.

Der Polizeisprecher war sprachlos…, er sagte lange nichts, die Erlösung – Erleichterung war ihm anzusehen, als ich sagte, dass ich hier als Rechter an der Trauerveranstaltung teilnehme würde. „Dann rede ich hier nicht mehr weiter“, sprach der große hagere Mann und wendete sich ab, mit ihm da Kamerateam.

kirchweyhe_polizisten

Ich wurde nicht verhaftet oder des Platzes verwiesen, die Lage war ruhig. Ich holte die Deutschlandfahne aus dem Auto und ging mit ihr hochhaltend und wehend zurück, direkt auf eine Polizeisperre zu, an einem schmalen Gang, der zum Bahnhof führte. Ein Polizist, eskortiert von zwei Polizistinnen, hielt mich auf und verlangte den Ausweis: „… dauert 10 Minuten, wir müssen das überprüfen“ – Warum? – „vielleicht liegt ja ein Haftbefehl vor…“ und verschwand in einem Polizeibulli mit Funkantenne. Ich wartete geduldig, länger als 10 Minuten, derweil mussten die Menschen an mir vorbei, ich hielt die Fahne tief, keiner sagte etwas, sie mussten sich bücken, krochen unter der Fahne her und gingen weiter in Richtung Bahnhof. Ein älterer Mann wurde laut: Darf man nicht mal mehr die Deutschlandfahne zeigen, wo leben wir denn.

Der Polizist kam mit dem Ausweis zurück. „Sie dürfen hier mit der Fahne nicht weiter“ – Wie – Was Warum nicht? – „Die Deutschlandfahne könnte provozieren“, antwortete ein Beamter Deutschlands.

Ich war für einen Moment sprachlos, dann entwickelte sich eine engagierte Diskussion, Menschen blieben stehen. Mit einer Deutschlandfahne provoziere ich eine Gedenkveranstaltung für einen von Türken totgetreten jungen deutschen Mann?!

Ich wendete mich einer der beiden Polizistinnen zu: „Auf dem Bahnhofsplatz stehen Linksextremisten und verteilen Flugblätter, dass unsere Demokratie und unser Staat angegriffen werden muss, da sie angeblich Rassismus und Rechtsextremismus hervorbringen, Plakate werden aufgehängt, den Teilnehmern wird Rechtes Gedenken vorgeworfen und werden verhöhnt und gedemütigt mit einer Überschrift in diesem Flugblatt ‚Wenn Deutsche heulen‘. Es sind diejenigen, die Sie auf Demonstrationen mit Brandsätzen und Steinen angreifen, und mir verweigern Sie das friedliche Gedenken mit der Deutschlandfahne?“

„Dann ist das heute so“, war ihre kurze Antwort.

Was sollte sie auch sagen? Befehlsempfänger und Werkzeug einer abartigen Politik. Hatten wir das nicht schon mal in zwei deutschen Staaten?

Nein, ich durfte die Deutschlandfahne nicht zeigen, auch nicht in der „Bannmeile“, den angeblichen Anmarschwegen der „Rechten“. Und wenn ich weitergehe? „Dann begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit und werden festgesetzt“, sagte der Polizist.

Zwei, drei Sekunden überlegte ich loszulaufen, aber dann wäre mit dieser kurzen Aktion und etwas Aufmerksamkeit meine „Teilhabe“ beendet, also ließ ich es, nahm die Fahne und stellte mich, außer der Sichtweite der Polizei, 100 Meter entfernt an der belebten Zugangsstraße zum Bahnhof auf. Teilnehmer der Trauergedenkveranstaltung mussten größtenteils hier vorbei.

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Die meisten Menschen blicken mich nicht an, gingen mit gesenktem Blick vorbei. Ob sie sich beschämt fühlten? Einige versuchten zu provozieren: „Warum stehen sie hier mit der Deutschlandfahne?“ – „Ich stehe hier, weil ich im Namen unseres Landes für den jungen Mann, den Türken totgetreten haben, Anteilnahme und Trauer zeige und dies am Bahnhof mit der Deutschlandfahne nicht darf.“ Kleinlaut oder stumm gingen sie weiter. Auch alberne Sprüche wie „ist denn heute Länderspiel“ musste ich mir anhören.

Drei große, kräftige Männer kamen auf mich zu, jetzt wird`s Ernst, dachte ich einen kurzen Augenblick. „Danke, sehr mutig, dass Sie hier stehen, mehr wollten wir nicht sagen“, drehen ab und gingen in Richtung Bahnhof. Erleichterung! Freude auch, als mich zwei junge Mädchen fotografierten, nachdem sie höflich gefragt hatten.

Es war kalt und nach einer dreiviertel Stunde war ich durchgefroren, brachte die Fahne zum Auto und ging noch einmal zum Bahnhof. Es waren noch wenige Menschen gegen 16 Uhr versammelt. An der Polizeisperre hörte ich eine Gruppe von ca. zehn Jugendlichen protestieren, sie durften nicht weitergehen, mussten wohl Rechte sein.

Mein Ziel war eine Gruppe von Antifa-Mitgliedern oder Sympathisanten. Man konnte sie leicht erkennen, die dunkle Kleidung mit Antifa-Abzeichen, aber auch die verfilzten Rasterlocken, wiesen den Weg. Ich wollte hören, was sie zu sagen haben, welche Argumente sie zu den absurden Theorien und Hassparolen in ihrer Flugschrift anführen konnten.

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In der Nähe der Gruppe hing ein Plakat in einem Baum, darauf stand: „Wir trauern, aber nicht mit NAZIS!“ Darauf hinweisend versuchte ich mit einigen der jungen Antifa-Anhänger ins Gespräch zu kommen: „Ja, es ist schlimm, was übersteigerter Nationalismus anrichten kann, unter anderem war er ja mitverantwortlich für den 1. und 2. Weltkrieg.“ Nein, die Ursache der Kriege sind in den Religionen zu suchen, erhielt ich als Antwort. Wie man das denn begründen will, meine Nachfrage. Das wäre seine Meinung, kam als dürftige Antwort. Nachdem ich den Mord an Daniel S. als Rassismus gegen Deutsche darlegte, kam von einem weiteren Antifa-Jüngling eine etwas schüchterne Antwort: „Rassismus kann nicht von Minderheiten ausgehen, sondern nur von der Mehrheitsgesellschaft.“ Er wisse das, er würde ja Sozialwissenschaften studieren. Ich hatte es ganz offensichtlich noch mit Lehrlingen des Linksextremismus zu tun.

Plötzlich trat ein sehr kleiner, dürrer Mann mit braunem Hut und Krempe hervor, auf seinem Mantelkragen prangte das goldene Antifa-Abzeichen (muss wohl sowas wie ein „Obersturmbannführer“ gewesen sein) Mit verzerrtem, verbittertem Gesicht brüllte er aggressiv: „Das ist ja unverschämt, hier die Trauerfeier politisch zu instrumentalisieren.“

„Sie beeindrucken mich nicht durch ihr Geschrei, Sie sind doch diejenigen, die hier die Trauerveranstaltung instrumentalisieren“, war meine Antwort, hielt dabei das Flugblatt hoch und wies auf das Plakat. Mittlerweile hatte sich eine Gruppe von „normalen“ Deutschen um uns versammelt, aus der ich Zustimmung erhielt.

Dann knallte bei dem Antifa-Führer wohl die Sicherung durch, er riss beide Hände hoch und fuchtelte herum: „Sie können mir ja Fingerabdrücke abnehmen, ich habe aber Handschuhe an Hä, Hä,Hä…“ Das sind Psychopathen! Es reichte, es war genug für heute, ich wollte nach Hause.

Fazit

Ich schäme mich für unser Land. Wo sind die deutschen Männer, die diesen Alpträumen ein Ende bereiten können? Auch Einzelaktionen, einzelner Widerstand sind möglich. Vernetzung durch das Internet ist die Grundlage gemeinsamer Aktionen, ohne Parteien und Organisationen. Jeder hat etwas zu verlieren, seine Arbeit, Existenz, wir haben Verantwortung für unsere Familien, aber wir haben auch Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Wir haben ETWAS zu verlieren, aber leisten wir keinen Widerstand, verlieren wir ALLES!




Kirchweyhe: So manipuliert uns die Presse

Die Berichterstattung über den Mord einer türkischen Schlägerbande an Daniel S. in Kirchweyhe ist geradezu ein Paradebeispiel für die Manipulation durch die Massenpresse in Zeiten der „Bunten Republik“. Eine Analyse der Erstberichte vom 14. und 15.3. in „Focus“, „Welt“, „Spiegel“ und „Stern“.

(Von M. Sattler)

Ohne den Bericht in der Bild-Zeitung vom 14. 3., „Daniel von Schlägerbande ins Koma getreten“, wäre der Fall vermutlich genauso geendet wie alle anderen Mord- und Totschlagfälle, in denen Türken die Täter und Deutsche die Opfer waren: Die Öffentlichkeit hätte nie davon erfahren. Totschweigen, kaschieren, abstreiten und unter den Teppich kehren – das sind die brüchigen Fundamente der „Bunten Republik“. Dass die Bild-Zeitung überhaupt über diesen Mord berichtet hat, ist daher erstaunlich. Dass sie zudem die Fakten lückenlos benannte und nicht verheimlichte, dass Türken die Mörder waren, ist noch erstaunlicher. Diese Klarheit der Erstmeldung in der Bild-Zeitung war offenbar der Auslöser, dass ab dem 14.3. auch andere überregionale Zeitungen die Berichterstattung aufnahmen, erkennbar mit der Absicht, die klare und ungeschönte Darstellung der Sachlage in der Bild-Zeitung manipulativ zu verzerren.

Nehmen wir zunächst die Meldung im Focus: “Brutale Schlägerbande prügelt 25-jährigen in den Tod“ vom 14. 3. und 15.3. Der Text beginnt:

Daniel S wurde am Wochenende von einer brutalen Schlägerbande ins Koma getreten. Nun erlag der 25-jährige in Bremen seinen schweren Verletzungen. Seine Mutter sagt: ‚Sein Körper hat den Kampf aufgegeben. Dann ist er eingeschlafen‘.

Diese ersten drei Sätze legen die Linie bereits fest: Die politische Brisanz, die in der Bild-Zeitung noch durchschimmert, soll nicht thematisiert werden. Stattdessen wird der Vorfall unter dem Gesichtspunkt „allgemeine Jugendgewalt“ behandelt und die Aufmerksamkeit des Lesers schnell auf das emotionale Leid der Mutter hin abgelenkt. Für den politisch interessierten Leser sind emotionale Rührseligkeiten allerdings sekundär, und genau das ist auch der Zweck dieser raschen Hinwendung zum Herzschmerz: Der politisch interessierte Leser soll gelangweilt wegklicken.

Unter Bezug auf die Meldung der Bild-Zeitung fährt der Text fort:

Seine Mutter habe den 25-jährigen bis zuletzt begleitet. „Ich war in seinen letzten Stunden an seinem Bett. Kurz vor 4 Uhr hat sein Körper den Kampf aufgegeben. Dann ist er eingeschlafen.

Gezielt arbeitet der „Focus“ weiter mit der Bildsprache der „Bunten“ und „Gala“: weibliche Rührung, Mutterschmerz. Spätestens jetzt schaltet der politisch interessierte Leser, vor allem der männliche Leser, ab. Auch im dritten und vierten Absatz konzentriert man sich auf die emotionale Sicht der Mutter – die Darstellung der eigentlichen Sachlage wird erfolgreich verzögert. Im fünften Absatz wird der Tathergang zumindest gestreift: „Ein Haupttäter ist … 20 Jahre alt, sechs weitere sind inzwischen auf freiem Fuß.“ Eine nähere Täterbeschreibung fehlt allerdings, der Leser soll weiterhin irrtümlich annehmen, er befinde sich in einem Text über allgemeine Jugendgewalt. Nach diesem kurzen Ausflug in Richtung Sachlichkeit findet der „Focus“ im sechsten Absatz zurück zur apolitischen Rührseligkeit: „Am Tatort lag auch ein Foto des Opfers, daneben ein Zettel, auf dem Stand: Warum?“ Der irreführende Eindruck, es handele sich um eine völlig willkürliche, sinnlose Gewalttat, wird so beim Leser verstärkt: Gäbe es nämlich ein „Warum“, hätte der Focus diese Frage nach dem „Warum“ ja aufgegriffen und nach dem „Warum“ gesucht. Da sich der Focus aber mit dem „Warum“ nicht weiter beschäftigt, geht der Leser davon aus, dass es kein „Warum“ gibt und hakt die Frage ebenfalls ab.

Erst im siebten und letzten Absatz erfährt der Leser, sofern er überhaupt noch da ist, endlich nähere Einzelheiten zum Vorfall. Und erst im vorletzten Satz (!) wird versteckt die politische Brisanz angedeutet: „Am Bahnhof Kirchweyhe warteten dann angeblich bereits Freunde des jungen Türken, die dieser per Handy herbeigerufen haben soll.“ Die bemüht in den Satz gepressten Worte „angeblich“ und „soll“ schwächen die Darstellung bewusst ab: Vielleicht war alles ganz anders, der Leser soll die ganze Meldung am besten nicht so ernst nehmen. Das eigentliche politische Thema dieses Falls: dass ein Türke der Täter war, das Opfer deutsch und wir damit eine Umkehrung des politisch korrekten Täter-Opfer-Bildes haben, sich dadurch natürlich sofort die Frage nach Aufrichtigkeit oder Heuchelei der Politik stellt und guter Journalismus genau hier hätte ansetzen müssen – dass alles bleibt beim „Focus“ selbst im letzten Absatz unerwähnt.

Auch die „Welt“ konzentriert sich in ihrem Bericht vom 15.3., „Fassungslos, hilflos, nicht glauben wollen“, auf emotionale Gesichtspunkte, um weiterführende Fragen nach der politischen Brisanz gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Text beginnt mit einem rührseligen „Vor einer Bushaltestelle im beschaulichen Kirchweyhe liegen Blumen und Kerzen“, die „Bunte“ lässt grüßen. Immerhin findet sich in der anschließenden Tatbeschreibung ein Hinweis auf die türkische Nationalität des Täters: „Dann trat der mutmaßliche 20 Jahre alte Täter, ein Mann türkischer Abstammung, weiter auf den regungslos am Boden liegenden Verletzten ein“. Dabei bleibt es dann auch, weitere Fragen werden nicht gestellt (War der türkische Täter ein rechtsextremer Grauer Wolf? War er Sympathisant von Islamisten? Hasste er Deutsche? Trat er auch deshalb auf den regungslosen Daniel S. ein, weil Daniel Deutscher war? Hätte er auch getreten, wenn Daniel ein Russe gewesen wäre? Hätte er auch getreten, wenn Daniel ein Türke gewesen wäre?). Statt nun endlich die journalistischen Fühler nach der eigentlichen Story auszustrecken, holt die „Welt“ lieber das Taschentuch heraus und widmet sich im fünften und sechsten Absatz ausführlich der örtlichen Bestürzung und Trauer – unverkennbar eine gezielte Ablenkung vom thematischen Kern.

Ohne weiter auf die Tat und mögliche Hintergründe einzugehen, endet der Bericht in der „Welt“ mit einer deutlichen Belehrung und Mahnung an den Leser: Diese Tat darf auf keinen Fall politisch unliebsam interpretiert werden! Als Mittler dieser Botschaft versteckt sich die „Welt“ hinter vermeintlichen „Experten“, in diesem Fall dem „Präventionsrat“ und dem „Runden Tisch“ von Kirchweyhe, wer immer das sein mag. Die Meinung dieser nicht näher erläuterten Gremien wird über zwei Absätze im Wortlaut wiedergegeben, der Leser soll diesen Text im Detail verinnerlichen: “Klar und deutlich entgegentreten werden wir jedem Versuch von rechtsextremen und neonazistischen Kräften, die berechtigte Empörung über die Gewalttat für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren und rassistische Hetzparolen zu verbreiten.“ Diese phrasenreiche Botschaft ist tatsächlich eine Botschaft der „Welt“ an ihre Leser, die da lautet: Jede politische Deutung dieser Tat ist eine rechtsextreme Handlung! Diese Botschaft ist der „Welt“ so wichtig, dass sie im letzten Satz indirekt wiederholt wird, indem „Präventionsrat“ und „Runder Tisch“ noch einmal zu Wort kommen: „Wer eine Straftat begehe, müsse sich dafür als Individuum und nicht als Angehöriger einer bestimmte Bevölkerungsgruppe verantworten, betonten Präventionsrat und Runder Tisch“ –Schlusspunkt, Textende. Der Leser nimmt mit: Widerspruch gegen die Meinungen des „Präventionsrats“ und „Runden Tischs“ (und damit Widerspruch gegen alle anderen amtlichen und halbamtlichen Autoritäten) sollte man für sich behalten.

Vom „Spiegel“ als politisch-korrektem Leitorgan ist im Falle türkischer Täter ohnehin kein journalistischer Selbstanspruch zu erwarten. In einer auf Pseudosachlichkeit und scheinbare Reduktion auf die Faktenlage getrimmten Meldung vom 14.3., „Niedersachsen: 25jähriger stirbt nach brutalen Tritten“, wird dem Leser jede Täterbeschreibung vorenthalten. Hätten sechs Deutsche in Kirchweyhe einen jungen Türken erschlagen, hätte die Überschrift ganz anders gelautet. Tagelang hätte ein komplettes Redaktionsteam des „Spiegel“ in Kirchweyhe jeden Stein umgedreht, um nach etwaigen türkenfeindlichen Aussagen des Haupttäters zu suche: Nachbarn interviewt, alte Schulfreunde hervorgekramt, irgendeiner hat doch immer mal was gehört. Aber selbstverständlich fragt das sonst so investigative Hamburger Nachrichtenmagazin nicht nach, ob der Herr Cihan A. im Vorfeld der Tat durch deutschfeindliche Aussagen aufgefallen sein könnte. Der „Spiegel“ wäre nicht der „Spiegel“, wenn er bei türkischen Tätern irgendwelche Fragen stellen würde.

Enttäuschend ist im Bericht des „Spiegel“ auch die sprachliche Einfallslosigkeit, mit der die Redaktion versucht, die Nationalität der Täter so bemüht zu kaschieren. Dem „Spiegel“ fällt in seinem Text nichts Besseres ein als die bekannte Stereotype von den „jungen Männern“ – ein längst auch jenseits von PI-Kreisen entschlüsselter Codebegriff für „Türken/ Araber“. Deutsche Täter sind niemals „junge Männer“. Für eine Zeitschrift, die trotz ihrer politischen Zwangsjacke durchaus mit journalistischem Schliff glänzen kann, ist das ein etwas lustloser Umgang mit Sprache, selbst manipulativer Sprache.

Der „Stern“ bringt am 14.3. eine Erstmeldung mit ähnlicher Herzschmerz-Struktur wie der oben genannte Bericht im „Focus“, ringt sich allerdings nicht einmal einen dezenten Hinweis auf die politische Bedeutung des Vorfalls ab. Ähnlich wie beim „Spiegel“ hoffte man anfangs wohl, den Vorfall über die pseudosachliche Schiene abtun zu können und sich hinter „Fakten“ zu verstecken, die die entscheidenden Fakten ungesagt lässt. Erst am 15.3. wird in dem Bericht „Nach der Trauer droht die Rache“ der politische Hintergrund angesprochen. Der Text lohnt eine nähere Betrachtung:

Als Einstieg dient das am Tatort angebrachte „Warum?“, das auch der „Focus“ bereits bemühte:

Über dem Zettel hängt ein Foto des 25-jährigen, daneben die Frage, die alle bewegt: ‚Warum?‘ Warum musste Daniel S. sterben – totgetreten mutmaßlich von einem 20-jährigen bei dem Versuch, einen Streit zu schlichten.

25-jähriger, 20-jähriger: Hier werden Opfer und Täter zunächst auf eine gemeinsame Ebene, „Jugendliche“, gehoben. Wie schon im „Focus“ wird der Eindruck erweckt, es handele sich um eine „normale Jugendschlägerei“ ohne jede politische Bedeutung. Für den „Stern“ erstaunlich ist dann die Antwort, die der „Stern“ auf die so demonstrativ in den Vordergrund gestellte Frage nach dem „Warum?“ gibt. Deutschlands selbsternanntes Investigativjournal Nummer Eins, jene legendäre Zeitschrift, die Staat und Regierung einst mit Enthüllungen über die Standorte der Pershing-Raketen das Leben schwer machte, das Blatt, das bis weit in die 80er als Stachel im Fleisch politischer Selbstgefälligkeit galt, hat lapidar zur Antwort: „Während Polizei und Staatsanwaltschaft nach einer Antwort auf die Frage suchen…“. Im Klartext: Wenn Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Antwort suchen, dann ist ja alles in Ordnung. Dann braucht ja der „Stern“ nicht auch noch nach der Antwort zu suchen. Polizei und Staatsanwaltschaft: In deren Recherchen hat der „Stern“ vollstes Vertrauen.

Vom Stachel im Fleisch zum politischen Propagandablatt der Regierenden: Seine neue Rolle hat der „Stern“ längst gefunden, und er findet sie auch in seinem Bericht über Kirchweyhe: Das „Warum?“ der Tat ist für den „Stern“ uninteressant, interessant ist für den „Stern“ hingegen die Veranstaltung des „Präventionsrats“ und des „Runde Tischs“. Die Honoratioren aus Kirchweyhe: Bürgermeister, Pfarrer, Ökobauer, Lehrer, Gastwirt. Das sind die Autoritäten, an die der „Stern“ von heute glaubt.

Die auffällige Überbetonung lokaler Autoritäten (Polizei, Staatsanwaltschaft, Präventionsrat, Runder Tisch) dient im „Stern“ aber auch einem manipulativen Zweck. Ähnlich wie bereits in der „Welt“ verbirgt sich dahinter eine Warnung an den Leser: Halt Dich raus! Dem Leser soll der Eindruck vermittelt werden, der Staat und lokale Autoritäten kümmerten sich bereits um den Fall, als Leser braucht er also nicht weiter nachzufragen. Nachzufragen stört nur die Staatsanwaltschaft und den Präventionsrat, die jetzt ja ganz ordentlich ihre Arbeit machen.

Statt sich mit dem „Warum?“ zu beschäftigen oder wie in glanzvollen alten Zeiten die Arbeit der Autoritäten zu hinterfragen (Warum schweigt der Innenminister? Warum schweigt die Kirche? Warum schweigen die sonst so laut lärmenden türkischen Verbände? Hätten all diese Autoritäten auch geschwiegen, wenn bei einer „normalen Jugendschlägerei“ sechs Deutsche einen Türken totgetreten hätten? Hätte dann auch der „Stern“ genauso geschwiegen? Hätte er seinen Artikel dann genauso aufgebaut, genauso geschrieben?) widmet sich der „Stern“ ganze drei Absätze lang einem Thema, das mit der Tat in Kirchweyhe überhaupt nicht in unmittelbarem Zusammenhang steht: dem deutschen Rechtsradikalismus (… und hätte er in einem Bericht über den Mord an einem jungen Türken durch sechs Deutsche den türkischen Rechtsradikalismus der Grauen Wölfe zum Thema gemacht?).

Was der Rechtsradikalismus mit Kirchweyhe zu tun hat, ist dem „Stern“-Leser zunächst völlig unklar: Der „Stern“ hat seinen Leser ja über den ethnopolitischen Hintergrund der Tat gar nicht informiert. Der Leser also fragt sich verwirrt: War der Täter etwa rechtsradikal? Oder war das Opfer rechtsradikal? War vielleicht der Busfahrer rechtsradikal? Steckt denn mehr dahinter als eine „normale Jugendschlägerei“? Um was geht es hier eigentlich? Erst im allerletzten Satz (!!) gewährt der „Stern“ seinem Leser den entscheidenden Hinweis: „Nach der Tat kam der 20 Jahre alte Cihan A. wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.“ Keine Benennung der Nationalität natürlich, aber in Zeiten der „Bunten Republik“ hat der Leser in Deutschland längst gelernt zwischen den Zeilen zu lesen, und das weiß man natürlich auch in der Redaktion des „Stern“. Insgesamt also ein schwacher und verwirrender Abschluss – aber zwangsläufige Folge einer Berichterstattung, die vom ersten Satz an nur darauf abzielt, sich um den Kern der Sache, das „Warum?“, geschickt herumzumogeln.

Liebe Kollegen vom „Stern“! Über alle politischen Unterschiede hinweg sei daran erinnert: Ein Journalist, der aufhört nach dem „Warum?“ zu fragen, ist kein Journalist mehr, sondern macht sich zum Büttel politischer Interessengruppen, auch wenn er meint, aus „guten Gründen“ zu handeln. Es ist und bleibt das Wesenselement des journalistischen Berufes, nach dem „Warum?“ zu fragen, ganz gleich, ob die Antwort auf dieses „Warum?“ den jeweils herrschenden Autoritäten gefällt oder nicht. Ein Journalist, der es aus politischer Rücksichtnahme aufgegeben hat, nach dem „Warum?“ zu fragen, hat sich selbst aufgegeben.




Kirchweyhe: Bürgermeister verbietet Trauerzug

Genauso wie in Marburg 2010, als der SPD-Oberbürgermeister Egon Vaupel einen Trauermarsch für den von einem Türken und einem Zigeuner totgeschlagenen 25-jährigen Samuel verbieten ließ, hat jetzt auch der SPD-Bürgermeister von Kirchweyhe, Frank Lemmermann, einen geplanten Trauerzug für den ermordeten Daniel verboten.

Radio Bremen berichtet:

Nach dem tödlichen Angriff auf einen 25-Jährigen in Weyhe hat die Gemeinde zwei Mahnwachen von Rechtsextremisten am kommenden Wochenende verboten. Es gibt allerdings eine offizielle Mahnwache mehrerer kommunaler Initiativen am Sonnabendvormittag.

„Das, was da passiert ist, ist schrecklich“, sagt Andreas Bovenschulte, Erster Gemeinderat von Weyhe. Deshalb laden mehrere Initiativen und Vereine zu einer Gedenkveranstaltung ein. Diese genehmigte Aktion soll am Sonnabend, 16. März um 11 Uhr am Bahnhof Kirchweyhe stattfinden.

Angst vor rechtsextremen Aktionen

Zwei geplante Mahnwachen von vermutlich Rechtsextremen hingegen hat die Gemeinde inzwischen untersagt. Dazu sagte Andreas Bovenschulte, der auch Chef der Bremer SPD ist, zu Radio Bremen: „Nach reiflicher Überlegung hat sich die Gemeinde dafür entschieden, die beiden aus der rechten Szene angemeldeten Veranstaltungen zu verbieten. Der Grund dafür ist: Im Vorfeld der Veranstaltung hat es eine Welle des Hasses und des Aufrufes zu Straftaten im Internet gegeben. Uns ist das Risiko, dass es zu systematischen Straftaten im Zusammenhang mit der Durchführung der Veranstaltung kommt, zu groß.“

Mutmaßlicher Täter ist ausländischer Abstammung.

In Kirchweyhe ist am Sonnabend, 9. März 2013 der 25-jährige Daniel nach einem Diskobesuch bei einem Angriff eines Gewalttäters so schwer verletzt worden, dass er wenige Tage später an seinen Kopfverletzungen starb. Der unter Mordverdacht stehende 20-Jährige hat türkische Wurzeln. Eine Tatsache, die von Rechtsextremisten mit ausländerfeindlichen Äußerungen vor allem im Internet kommentiert wird.

Bürgermeister und Pastor wollen Daniel gedenken

„Die Lage hat sich derart zugespitzt, dass Weyhe weitere Mahnwachen am Wochenende untersagt“, erklärt Gemeinderat Andreas Bovenschulte. „Es wird bei der Mahnwache Reden geben, des Bürgermeisters und eines Pastors“, so Bovenschulte weiter. Ansonsten solle es ein stilles Gedenken sein, zudem seien ausreichend Polizeikräfte vor Ort. Unterdessen beobachtet auch der niedersächsische Staatsschutz die zum Teil heftige Debatte um die verschiedenen Mahnwachen im Internet.

Die von der Gemeinde Weyhe geplante Veranstaltung und der „Runde Tisch gegen Rechts“ finden natürlich statt.

Kontakt:

Gemeinde Weyhe
Bürgermeister Frank Lemmermann
Rathausplatz 1
28844 Weyhe
Telefon: 04203 710
Fax: 04203 71142
E-Mail: rathaus@weyhe.de
Internet: htt­p://ww­w.wey­he.de




Kirchweyhe: Prügelopfer Daniel S. ist tot!

Der von einer türkischen Schlägerbande mit Tritten und Schlägen brutal malträtierte Daniel S. aus Kirchweyhe (nahe Bremen), ist heute Morgen um 4 Uhr seinen schweren Verletzungen erlegen.

BILD schreibt:

Die Hoffnung, dass Daniel noch einmal ins Leben zurückkehrt, war da schon erloschen – der ins Koma getretene junge Mann war bereits hirntot. Seine Mutter Ruth S. begleitete ihren Daniel bis zuletzt. Zu BILD sagte sie: „Nachts rief mich das Krankenhaus an. Daniel geht es schlechter, ich soll sofort kommen.“

Ruth S. weiter: „Ich war in seinen letzten Stunden an seinem Bett. Kurz vor vier Uhr hat sein Körper den Kampf aufgegeben. Dann ist er eingeschlafen.“ Die Mutter hatte befürchtet, ihr Sohn müsse eventuell trotz seines Komas fürchterliche Schmerzen ertragen. Nach seinem Tod sagt sie: „Ich bin traurig, aber auch erleichtert. Endlich hat er es geschafft. Jetzt ist er von seinen Qualen erlöst.“

Staatsanwalt Lutz Gäbel zu BILD: „Das Opfer ist in den frühen Morgenstunden verstorben. Schriftlich geben wir zurzeit nichts heraus. Es gibt keine weiteren Angaben zum jetzigen Zeitpunkt.“

Gestern hatte Ruth S. gegenüber BILD erklärt: „ Der Täter hat sein Gehirn völlig zerstört. Nur die Beatmung müssen sie noch laufen lassen. Denn im hinteren Bereich ist noch eine minimale Aktivität nachweisbar. Vorher dürfen sie ihn nicht für tot erklären.“ Die Entscheidung, die lebenserhaltenden Geräte abzustellen, war aber längst gefallen.

Am Dienstag hatte Ruth S. alle Kraft zusammen genommen, mit ihren Kindern (25, 22, 21) den Tatort besucht. Gemeinsam legten sie Grablichter, Rosen und Abschiedsbriefe nieder. „Wir lieben dich, vermissen dich, wollen dich wieder… Mama.“

Auf der Facebook-Seite der Identitären Bewegung fanden wir dazu folgenden bewegenden Text:

Daniel S. – eine Mahnung

Wir trauern seit gestern um Daniel S. und können nicht fassen, auf was für eine abscheulich brutale Weise sein junges Leben zerstört wurde.

Wir sind wütend und viele der Menschen, die auf unsere Seite kommen, sind es auch. Es ist berechtigte Wut. Wut aufgrund eines niederträchtigen Verbrechens, aber auch aufgrund der mittlerweile eingetretenen Häufigkeit solcher Lynchmorde und der scheinbaren Gleichgültigkeit einer Öffentlichkeit, welche aus politischer Korrektheit über Gewaltexzesse wie diesen nur selektiv berichtet. Daniel S. war Deutscher, seine Mörder fremder Herkunft. Ob tatsächlich Deutschenfeindlichkeit eine Rolle gespielt hat, wissen weder wir noch die Verfasser der oft vor Wut schäumenden Kommentare. Es sollte auch gar keine Rolle spielen, wilde Spekulationen die nur den Zweck haben, weiteren Hass zu schüren, sollten unterlassen werden, ebenso wie es umgekehrt unangebracht ist, bei ausländischen Opfern die Tat stets auf fremdenfeindliche Motive zu reduzieren.

Es gibt in diesen Tagen kein „Warum?“. Aber es gibt Verantwortliche und dazu gehört neben den Tätern selbst, auch eine Gesellschaft, die aus politischen Gründen viel zu oft wegschaut. Wer keine Konsequenzen zu befürchten hat, der schlägt auch wieder zu – nicht zufällig ist der Tatverdächtige bereits polizeibekannt. Wer als Staatsoberhaupt Gewalttaten nur einseitig anprangert, schafft Opfer erster und zweiter Klasse. Wer nur Neonazi-Schläger auf die Titelseite bringt, schafft ein verzerrtes Abbild der Realität – Gewalt bleibt Gewalt und gehört angeprangert, unabhängig davon, wem sie widerfahren ist.

Viele der aufgebrachten Leute fragen sich, was sie angesichts dieser Zustände tun können. Einige lassen sich emotional mitreißen und drohen direkt oder indirekt der Gruppe der Täter mit Selbstjustiz. Solche Dummheiten sind ebenso zu verurteilen, wie pauschale Hasstiraden gegen ein gesamtes Volk oder eine Glaubensgemeinschaft. Sie beschädigen damit leider auch das Gedenken an Daniel S. und torpedieren unsere ernsthaften Versuche, solche Gewalttaten weiter in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins zu rücken und tatsächliche Konsequenzen zu erzwingen. Hass schürt neuen Hass, Gewalt erntet Gegengewalt – auf diesem Wege retten wir nicht das nächste Opfer vor der nächsten Schlägerattacke, wir beschwören es herauf!

Was könnt Ihr dagegen tun?

Hört auf zu Schweigen und Eure Wut in Euch hineinzufressen! Die Kollegen und Freunde verdrängen gerne solche Symptome der Multi-Kulti Gesellschaft? Dann drängt sie endlich hinzuschauen, nennt Fakten: http://www.deutscheopfer.de/. Wichtiger noch: Geht auf die Straße, zeigt Präsenz bei Mahnwachen und informiert die Leute auf der Straße, warum Ihr Euch einsetzt. Begleitet den Prozess und verhindert, dass das Verbrechen in Vergessenheit gerät und so unter den Tisch gekehrt werden kann. Schließt Euch uns an: Gemeinsam können wir den Protest in die Schlagzeilen bringen. Nichts ist den Multi-Kulti-Politikern unangenehmer als ein breit angelegter, bürgerlicher Protest gegen ihre wahnsinnige Utopie. Diese Ideologie kann nur solange bestehen, wie die Scheinrealität der allgemeinen Zustimmung aufrechterhalten bleibt.

Und nicht zuletzt: Wehrt Euch! Wer kein Identitätsbewusstsein ausstrahlt, wer sich ohnehin schon auf dem Rückzug befindet, der wird von außen auch als Opfer angesehen – immer die Straßenseite zu wechseln ist keine Lösung!

Dem können wir uns nur anschließen. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört den Angehörigen von Daniel S.

RIP!




Kirchweyhe: Daniel S. wird als Nazi verhöhnt

Im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Medien berichtet die BILD-Zeitung auch weiterhin mit Nennung der Nationalitäten von Opfer und Tätern über die Prügelattacke von Kirchweyhe. Auch dass Daniel S. inzwischen von jungen Türken als Nazi verhöhnt wird, lässt sie nicht unter den Tisch fallen:

Schlimm: Das Opfer wird auf Facebook von jungen Türken als Nazi verhöhnt. So schreibt Ali E. in seinem Account: „Ein Bastard Nazi weniger in weyhe das ist ja suppii“

Und Hussein schreibt perfide: „Cihan hätte sich bestimmt nicht gedacht das dass so schlimm endet es ist nur eure dreckige Art die uns zwingt mit euch sowas zu machen ihr Nazis“. Ali E. schrieb auch: „Lak ich fick alle deutsche und Bild Zeitung“.

Zum Artikel der Bild, in dem Daniels Mutter auch noch die hoffnungslose gesundheitliche Situation Daniels erläutert, gehts hier.