clochards_paris.jpgIn welch atemberaubenden Tempo in unseren Medien die Diffamierung Andersdenkender verläuft, dafür ist die Berichterstattung über die wohltätige Organisation „Solidarität der Franzosen“ ein eindrucksvolles Beispiel, deren Suppenküche in Paris vorübergehend geschlossen wurde (wir berichteten). War gestern bei SpiegelOnline noch von einer „französischen Organisation mit Verbindung zur rechten Szene“ die Rede, so titelt man bei 20minuten.ch heute bereits mit der ultimativen Totschlagkeule „Neonazis dürfen muslimische Obdachlose diskriminieren“.

In Paris hat ein Verwaltungsgericht rechtsextremen Gruppen die Ausgabe von Schweinefleisch-Suppe an Obdachlose erlaubt. Mit dieser Aktion grenzen die Gruppen Moslems und Juden aus, denen der Verzehr von Schwein verboten ist.

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë zeigte sich am Dienstagabend empört über die Entscheidung. Die Aktion verfolge mit der Ausgrenzung von Juden und Moslems ein «klar diskriminierendes Ziel», weil diese aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen dürfen. Die Initiative trage damit einen «fremdenfeindlichem Geruch».

Delanoë forderte den Polizeipräfekten von Paris auf, gegen das Urteil vom 22. Dezember vor dem Staatsrat als höchstem Verwaltungsgericht in Berufung zu gehen.

Delanoë zeigte sich zuversichtlich, dass der Staatsrat wie Verwaltungsgerichte in anderen Städten «eine andere Interpretation der republikanischen Grundsätze» geben werde.

«Jede Form der Diskriminierung, des Rassismus und des Antisemitismus muss bekämpft werden», sagte der sozialistische Politiker.

Die Pariser Polizeipräfektur hatte im Februar 2006 einer rechtsextremen Gruppe die Ausgabe von Schweinefleisch-Suppe verboten; diese hatte dagegen geklagt und nun Recht bekommen. Im Januar war auch ein Strassburg eine ähnliche Aktion der Gruppe «Elsass Solidarität» von der Polizei unterbunden worden.

Es läuft immer und überall nach demselben Muster. Wer islamkritisch ist oder aus irgendwelchen Gründen von der islamophilen Lobby als islamkritisch ausgespäht wird, wird systematisch diffamiert (siehe zum Beispiel Moscheegegner in Heinersdorf) und wirtschaftlich ruiniert (siehe zum Beispiel den Fall Udo Ulfkotte). Im Fall der „rechtsextremen“ Suppenküchenbetreiber geht es nun darum, dass diese sich einfach nur weigern, sich islamischen Vorschriften zu unterwerfen. Das reicht für das vernichtende Prädikat „Neonazi“ völlig aus. Aber warum, so fragen wir uns, warum eigentlich sucht man mit der „rechtsextremen Gruppe“ nicht den Dialog? Warum will man sie ausgrenzen? Gibt es Zwangsverheirater, Ehrenmörder, Terroristen, Pädophile, Verehrer von Massenmördern, Anhänger einer Welteroberungsideologie, Zwangsverschleierer in dieser Gruppe? Nein? Warum sind die dann schlimmer als korantreue Moslems?

» Email: online@20minuten.ch

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25 KOMMENTARE

  1. Wer hungert, sollte nicht wählerisch sein. Übrigens wird niemand dazu gezwungen dort zu essen, Vegetarier auch nicht.

  2. „Warum sind die dann schlimmer als korantreue Moslems?“

    Bei den Nazis ist es eindeutig, welche Verbrechen zwangslaeufig aus ihrer Ideologie folgen.
    Beim Islam(ismus?) ist das fuer Gutmenschen nicht eindeutig, da im Namen des Islams n den letzten hundert Jahren nur wenig Verbechen veruebt wurden(im Vergleich mit den Nazi) und alles davor ist entschuldigt, weil damals alle so schlimm waren.

  3. einmal von dem ganzen gedöns von wegen nazis und diskriminierung von musels abgesehen: selbst wenn es wirklich nazis wären, die kostenlose nahrung anbieten und dabei einzig und alleine gerichte auf den tisch bringen, in denen irgendetwas „schweinisches“ enthalten ist, ist es ein angebot, nicht mehr und nicht weniger. wer hunger hat, isst alles und wer nicht will, holt sich eben nichts. fertig. wieso wird dies dann zu einem skandal hochgespielt und die justiz damit belästigt? soll ich jetzt anfangen und vegetarische restaurants verklagen, weil ich dort kein steak bekomme? sollte ich mich deshalb diskriminiert fühlen?

  4. Und wenn’s dann Schaffleisch wäre – müsste das denn auch halal geschlachtet sein, damit es nicht diskriminierend ist?

    Und wenn ich ein Schinkensandwich auf einer Parkbank esse – diskriminiere ich dann die Schleiereule, die mit dem Kinderwagen vor mir durchschlurft?

    Das geht endlos.

  5. Zum Anlaß der „diskriminierenden Armenspeisung“ wurde übrigens der Begriff „Schweinefleischsuppe“ kreiert. Googelt mal danach! Die einzigen Treffer gibt es im Zusamenhang mit den Elsässern. Der Begriff ist ja an sich schon ziemlich schwachsinnig, da es einfacher wäre die Suppen oder Eintöpfe OHNE Schweinefleisch zu klassifizieren, denn zumindest Speck ist fast überall drin.
    Keine Sau bei den Guties schert sich daran, dass Muselmanen sich auch bei Nichtverwendung von Schwein noch diskriminiert fühlen würden. Dann wäre die Suppe nämlich noch lange nicht halal oder koscher!
    Wo beschweren sich die Hindus, falls Rind im Eintopf ist?
    Wer protestiert für den eingesessenen französischen Clochard der kein geschächtetes Viande in seiner Potage haben will? Fragen über Fragen…

  6. Es ist peinlich widerwärtig, wie scheinheilig Juden mit in dieses „Wir-kriechen-vor-dem-Islam“-Possenspiel einbezogen werden.

    Davon abgesehen, dass jüdische Obdachlose eher Seltenheitswert haben dürften (obwohl es sicher ein paar gibt), ist schon alleine das Wort „fremdenfeindlich“ eine Frechheit gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die seit Jahrhunderten in Frankreich genau so ansässig und heimisch ist wie französische Christen.

    Juden sind keine FREMDEN in Europa! Das Judentum ist eine der zwei europäischen Religionen. Zwei. Mehr gibt es seit der vollständigen Zerschlagung der heidnischen Religionen nicht. Alle anderen Religionen sind fremd. Manche Eroberer, manche geschätzte Gäste.

    Hindus zum Beispiel sind Gäste. Käme jemand auf die Idee, Rindfleischsuppe als diskrimnierend gegen Hindu-Odachlose zu bezeichnen? Oder Fleichsuppe überhaupt als diskrimnierend gegen Buddhisten? Wenn die Suppe auch freitags verteilt wird, diskriminiert sie übrigens auch strenggläubige Katholiken.

    Samstägliche Flohmärkte diskriminieren Juden, weil sie am Shabat keinen Handel treiben dürfen und daher eventuell die Chance auf ein Schnäppchen verpassen?

    Hat man das jemals gehört?

    Eben!

    Es gibt keinen Anspruch auf geschenkte Suppe. Es gibt keinen Anspruch darauf, seine religiösen Gebote durchzuziehen und trotzdem zu leben, als ob man sie nicht hätte.

    Das Einhalten von religiösen oder selbstgewählten Regeln erhält seinen Wert erst dadurch, dass es manchmal schwer ist. Juden wissen das. Menschen, die sich freiwillig ethische Beschränkungen wie z.B. Vegetarismus auferlegen, wissen das auch.

    Nur Moslems und ihre Arschkriecher wissen das nicht.

  7. Es ist immer wieder erstaunlich. Wenn die Hisbollah im Libanon das gleiche machen würde, dann wären sie Lieblingsmoslems der Gutmenschen. (so oder ähnlich geschehen im Herbst)
    Franzosen, die die Frechheit begehen Schweinefleisch in Frankreich in Suppen zu geben, sind sofort Nazis. Damnächst sind dann Wildschweine und Wein im Land der Gallier verboten. Vielleicht bleibt ja ein kleines standhaftes Dorf übrig.

  8. man erweckt den eindruck, als wenn es menschenfleisch gewesen sei.
    das nennt man wohl „moslemisches futterneid-syndrom.“

    schweine sind ganz liebe, intelligente tiere und es mir eine ehre sie essen zu dürfen.
    einen whopper bitte, mit bacon!

  9. wieder einmal werden von linken/mohammedanern die nazikeulen geschwungen und zu diesem zwecke die juden instrumentalisiert, ohne daß man diese vorher zum thema befragt hätte.
    und morgen sind es dann keine juden mehr, sondern böse zionisten, weil sie auf dem existenzrecht israels beharren. übermorgen werden sie -wiederum ungefragt- für andere zwecke von der gutmenschencamarilla instrumentalisiert und sind auf einmal wieder juden. nur solange, bis sie wieder zu bösen zionisten gestempelt werden.

  10. @Eisvogel
    Schön, dass es dir wieder besser geht!
    Und eine sehr gute Einwendung zum Thema. Einige haben wacker die Stellung gehalten, auch Tiqvah unter dem vorigen Artikel (vor 2 Tagen). Die genieren sich wirklich nicht, die Juden für diesen Popanz zu missbrauchen. Claudia Roth ist zu solcher Dreistigkeit sonst fähig, sie schwingt sich manchmal zu „Kämpferin gegen Antisemitismus“ hoch. Zum Totlachen.

    Meine Einwendung ist nur zu der Zahl der Religionen. Ich sehe durchaus eine Berechtigung für manche Formen, auch wenn sie den Theologen als Greuel klingen, denn sie wurzeln in den alten europäischen heidnischen Religionen. Auf Anhieb fällt mir der Wicca-Kult ein. Aber es gibt einige komische Esotheriker, warum sollten sie nicht gleichberechtigt nach ihren eigenen religiös-kulturellen Wurzeln suchen? Ich meine, ich würde manchen Fokloreliebhabern, wie Theater-Druiden u. ä. nicht ihre Berechtigung absprechen, mit ihrem Folklore-Glauben zu spielen, spinnen und experimentieren, so lange sie nicht die gesellschaftliche Sitten (z. B. die Satanisten, wenn sie tatsächlich Menschenopfer praktizieren) verletzten. Die gehören meiner Meinung nach immer noch in die Sparte „einheimische Religionsformen“, trotz ein paar hundert jähriger Inquisition… Aber ich bin mir sicher, dass wir daraus noch keinen Zwietracht haben werden. 🙂

  11. 20min.ch war rund ein eine Adresse, die ich regelmässig aufgerufen habe, um mich zu informieren. Seit ein paar Monaten mache ich das nicht mehr. Grund: 20Min fällt immer wieder durch haarsträubende Fehler bei der Berichterstattung auf. Ich habe mehrfach der Redaktion geschrieben und freundlich auf offensichtliche Fehler hingewiesen. Eine Antwort erhielt ich nie und auch die Fehler blieben stehen.

    20Min hat keine Fotoredaktion. So landen immer wieder Bilder in den Artikel, die nichts mit dem Thema zu tun haben, entsprechend spassig sind oft auch die Bildlegenden. Hin und wieder klaut 20Min auch Bilder oder verwendet diese ohne die Besitzer um Erlaubnis zu fragen. Ebenso hat 20Min mehrmals Texte aus Wikpiedia verwendet, ohne die Quelle zu erwähnen.

    Ich frage mich langsam wirklich: Wo gibt es denn noch eine einigermassen vertrauenswürdige Seite mit News?

  12. @Kybeline:

    Natürlich bekommen wir keinen Streit über die Zahl der Religionen. Ich habe große Sympathien für den Wicca-Kult ( gehöre ihm aber nicht an) und respektiere auch die Neuheiden. Außerdem wäre mir die Freundschaft zu Dir auch wichtiger, wenn wir wirklich einen Dissens darüber hätten 🙂

    Sie alle hatten aber niemals Religionsstatus und brauchen ihn meines Wissens auch nicht, d.h. es gibt keine ernst zu nehmenden Bestrebungen dieser Leute, als offizielle Religion anerkannt werden zu wollen. Ich wüsste auch nicht, wozu man das braucht – Okkult heißt geheim. Deshalb und wegen der Übersichtlichkeit bin ich von 2 offiziellen Religionen ausgegangen.

    Außerdem ärgert die Zahl 2 (ist so ein schöner Affront gegen die Ringparabel!) in dem Zusammenhang die Islamversteher auch mehr 😉

    Danke an alle, die mich so nett zurück begrüßten.

  13. Selbst wenn es die strammsten Neonazis wären, Na und? Sie verteilen Suppe an obdachlose.
    Das ist per se erst einmal eine Gute tat. Und, nach ihren Taten sollt ihr sie bewerten, nicht nach den Namen, die andere ihnen geben.

    und wenn sie Suppe verschenken, ist es ihr gutes recht, selbst zu entscheiden, an wen sie ihre suppe verschenken und an wen nicht. Und aus welchen Gründen.

    Wenn wir aber die empörten nach ihren Taten fragen, sieht es schlecht aus. Denn, würde die muslimischen Obdachlosen ihnen wirklich am Herzen liegen, so würden sie längst ein halbes dutzend Hammel geschächtet haben, und ArmenSpeisung Halal anbieten.
    Da sie solches nicht tun, bleibt kein anderer Schluß, als der das es den aufgeregten mitnichten um das wohl der Menschen geht.
    Es geht ihnen ausschließlich darum, sich als moralisch überlegen aufzublasen.
    wie viel von deren moral zu halten ist, wenn sie wahre Not leidende Menschen benutzen um sich zu profilieren, wenn sie Menschen, die im Gegensatz zu ihnen selbst, Hilfe leisten, nach deren motiven befragen, statt selbst Hilfe zu leisten, kann jeder gut erkennen.

    Einfach wiederlich. Diese Gutmenschen sind das letzte. Nur im Schwätzen groß. Versuchen sich dauerhaft als moralisch besseres aufzuspielen, haben aber leider von moral wenig Ahnung.
    Können selbst keine guten Taten vorweisen, sondern müssen ihre überlegene Position dadurch zu belegen suchen, indem sie andere
    angreifen. Das perfide: sie greifen mit vorliebe diejenigen an, die das tun, was sie selbst tun müssten, wenn sie sich an ihre eigene moral halten würden. Den Armen zu helfen. Sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen, wo es wirklich nottut. Da sie es aber nicht ertragen können, das es Menschen gibt, die schlicht Helfen, tun was nötig ist, und nicht wie die GutMenschen zungenfertige Schwätzer geblieben sind, löst es bei den Guties sofort den Beisreflex aus.

    Einfach wiederlich.

  14. Wenn man jetzt die Suppenköche dazu zwingt, auch Suppe ohne Schweinefleisch (und danach dann sicher auch noch mit geschächtetem Fleisch) anzubieten, und sie weigern sich? Dann bekommt niemand mehr Suppe, auch die armen, diskriminierten Moslems nicht. Oder zwingt man sie dann bei Androhung von Strafe dazu, mit ihrer Hilfe fortzufahren? Vielleicht so als eine Art Zwangsarbeit für die bösen Nazis?

    Unfaßbar, was in Europa abläuft.

  15. #10 desperado (04.01.07 13:02)
    man erweckt den eindruck, als wenn es menschenfleisch gewesen sei.

    Dürfen vielleicht Muslime keine Schweine essen, weil … ich verliere mich in Speckulationen 😉

  16. Kann mich den meisten Kommentaren hier nur anschließen. Das ist auch klar, weil ihr ganz logisch und stringent argumentiert habt. Im Bezug auf Neonazismus und Islam ist dies allerdings nicht erwünscht; das erste wird prinzipiell verteufelt und das zweite prinzipiell verharmlost!

    Ich als Vegetarier werde die Organisation ebenfalls anzeigen, weil ich ja wohl erwarten kann, dass es eine extra vegetarische Alternative gibt; Veganer, Buddhisten und was weiß ich wer sollten übrigens das gleiche tun!! Eine unsägliche Diskriminierung!!^^

  17. „Neonazis dürfen muslimische Obdachlose diskriminieren“.

    Das Problem dürfte es bei uns in Deutschland nicht geben.Hier gibt es doch kaum muslimische Obdachlose. Komisch ,oder?

  18. Und direkt unter dem reißerischen Titel ein Bild eines Neo-Nazis. Ach, das ist ja Moby – ups!

  19. @ #22 Alabama…ja wird langsam mal Zeit, dass sich Vegetarier und Veganer zusammentun um ihre ständige Diskriminierung durch angebliche Gedankenlosigkeit der Omnivoren massivst zu bekämpfen.
    Ja, – weg mit den Ledergürteln. Krieg den Uhrenarmbändern aus Leder.
    Und in den öffentlichen Kleiderkammern Kampf
    den Lederschuhen , Filzpantoffeln (sind Tierhaare drin) , Wollmänteln (Wolle) und Daunenjacken…!
    Da tut sich ein öffentlich zugänglicher Abgrund an Diskriminierung auf…! …na warte…!

  20. Gerade zurück aus Frankreich: In Saint-Denis gibt es fast keine Franzosen mehr (wenn man nicht die eingebürgerten Musels und ein Paar Polizisten zählt). Die Atmosphäre wirkt sehr bedrohlich aus. Einige abgefakelte Autowracks habe ich auch gesehen. Dafür kann man in Saint-Denis die erste gotische Kirche – Grabstätte französischer Könige besuchen, die bald eine Moschee werden wird. Dann fliegen aber alle Grabmale raus, was schon einmal während der französischen Revolution passiert ist (aber nicht in solchem Ausmaß).

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