Rüdiger Nehberg.

Rüdiger Nehberg führt einen engagierten Kampf gegen die grauenvolle weibliche Genitalverstümmelung. Das ist ohne jede Einschränkung anerkennenswert, und dafür erhielt er Anfang Mai den Hamburger Bürgerpreis 2006. Warum aber fühlt er sich verpflichtet, den Islam als Verursacher in Schutz zu nehmen, obwohl 85% der Opfer moslemische Frauen sind?

Laut Oriana Fallaci („Kraft der Vernunft“) wird weibliche Genitalverstümmelung in 28 Ländern des islamischen Afrika praktiziert, außerdem im Süden der arabischen Halbinsel, Irak und in Teilen Asiens (Indonesien, Malaysia). Einen Zwang für die Frauenbeschneidung gibt es laut Auskunft der sogenannten gemäßigten Moslems im Islam nicht. Aber durch die unmögliche gesellschaftliche Dynamik, die in moslemischen Ländern und Kulturen herrscht, wird diese gefördert.

Und das auch hier im Westen. Die norwegische Islamkritikerin Kadra beklagte bereits im Jahre Jahre 2000, dass im Land lebende Imame Familien auffordern würden, bei ihren Töchtern Genitalverstümmelung vornehmen zu lassen. Auch Hirsi Ali („Ich klage an“) und Schwedens Integrationsministerin Nyamko Sabuni fordern gynäkologische Untersuchungen bei Schulmädchen aus dem islamischen „Kultur“kreis mit drastischen Strafen für die Eltern, um Beschneidungen zu unterbinden. Was treibt einen Menschen wie Nehberg, der weiß, wovon er spricht, sich als Schutzpatron des Islam aufzuspielen:

Zur Legitimation der Verstümmelungen wird fälschlicherweise immer wieder der Koran herangezogen.

Im Interview auf Muslimmarkt hatte Nehberg bereits auch schon den Islam frei von Schuld gesprochen, was natürlich auf begeisterte Zustimmung gestoßen war. Muslime hätten ausschließlich positiv auf seine Initiative regiert. Wirklich? Wir fanden andere Reaktionen. Das Ganze hat durch einen Hadith über den Propheten Mohammed durchaus auch eine religiöse Dimension: „Er sagt, dass der Prophet in Mekka eine Frau traf, die die Frauenbeschneidung praktizierte. Er liess sie gewähren.“ Prophet Mohammed sagt: „Die Beschneidung von Mädchen bemisst den Wert des Mädchens.“

» an Rüdiger Nehberg

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13 KOMMENTARE

  1. Eine gelungene Bildauswahl! Das Foto ist unblutig, aber desto eindringlicher. Besser lässt sich das Unmenschliche dieser verbrecherischen muslimischen Praxis kaum veranschaulichen.

  2. Naja man sollte es sich nicht zu einfach machen in der ganzen Problematik. Sicher, eine der vier Rechtschulen des Islam erklärt auch die Beschneidung zur Pflicht.
    Neulich lief im TV ein Film der zeigt wie es dazu kam das verschiedene Imame ein von Nehberg initiertes Dokument unterzeichneten, wonach die Beschneidung nicht zur religiösen Pflicht erklärt wird. Jedenfalls schien es so als ob Nehberg Freunde unter den Leuten hat. Und sich sicher auch gut überlegen muss was er sagt, damit er seine Ziele erreicht.
    Man mag dazu stehen wie man will, ich würde Nehbergs Anteil nicht gering schätzen, dass er dazu beitrug, dass dieses Verbrechen an den Frauen endlich aufhört.
    Ich selbst würde auch nicht den Islam _direkt_ für die hohe Beschneidungsrate verantwortlich machen. Es ist ja so das Mohammed Stammesrechte sehr großzügig zuließ solange man sich unter dem Islam unterwarf. Hauptsache deswegen konnten sich die ganzen Unsitten bis heute erhalten.

  3. Kann ein Mohammedaner etwas anderes wollen als der Islam fordert? Fordern Mohammedaner die weibliche Genitalverstümmelung?
    Daraus folgt: der Islam ist Schuld, wo im islamischen Unkulturkreis weibliche Genitalverstümmelung begangen wird.

    Typische Lügenkonstellation für den Taqiya-Mohammedaner: nein, nein, der Islam hat nichts mit weiblicher Genitalverstümmelung zu tun (denn der dumme Dhimmi möchte das hören, und so weit, daß er die weibliche Genitalverstümmelung begrüßt, haben wir noch nicht einmal die dümmste und willfährigste der Wegbereiter, Fatima Rothz (oder doch? Vermutlich ja eigentlich doch…)). Aber selbstverständlich soll weibliche Genitalverstümmelung vorgenommen werden, und eine Ablehnung dessen ist eine Beleidigung des Islam, Rassismus und westliche Arroganz.

  4. Ich würde in diesem Fall nicht so schnell den Stab über Nehberg brechen. Er hat durch seine unzähligen Vorträge und Aktionen schon viel erreicht und sicher mehr Mädchen vor diesem schrecklichen Schicksal bewahrt, als alle unsere Politiker zusammen.

    Ein Interview mit dem Muselmarkt muß man wohl einfach unter Naivität abbuchen. Ich denke, er ist diesen Brüdern schlicht in die Falle getappt. Ob er mit dem Wissen über deren Hetzkampagnen auch zum Interview bereit gewesen wäre, glaube ich eher nicht. Die reiben sich jetzt natürlich die Hände, einen so bekannten Kronzeugen für die Friedfertigkeit des Islams präsentieren zu können.

    Fakt ist, daß Rüdiger Nehberg ehrgeizig und opportunistisch ist. Auf einer seiner Afrikareisen ist er zum Islam übergetreten, damit ihm seine muslimischen Begleiter und Gastgeber besser gesonnen sind. Ähnlich sehe ich sein Handeln in diesem Fall auch.

    Ob er mit diesem opportunistischen Verhalten gegenüber dem Islam mehr Menschen schadet oder hilft, muß wohl jeder für sich selbst entscheiden.

  5. Habe ich an anderer Stelle schon mal gepostet, aber weil’s so schön passt:

    Zitat Nehbergs aus dem Artikel: ‚Eritrea verbietet Beschneidung von Frauen‘ (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,475985,00.html):

    „Ein Umdenken der Bevölkerung könne nur erreicht werden, wenn der Verzicht auf Beschneidungen endlich von religiösen Führern gepredigt werde“!

    Und nun mal nachdenken: der Papst? Buddhistische Mönche? Bhagwan? Ich komme nicht dahinter, wen er meinen könnte. Islamische Religionsführer scheiden ja aus, da das Beschneiden nichts mit dem Islam zu tun hat!

  6. Auch wenn ich es genauso sehe, dass der Islam der Grund für diese Verstümmelungen ist, so finde ich andererseits Nehbergs Bemühungen, denn Leuten (den Moslems) immer wieder zu sagen, dass der KORAN das nicht rechtfertige, richtig und notwendig.

    Nehberg hat durch dieses feine Unterscheidung (Koran/Islam) erreichen können, dass
    sich „Islamgelehrte“ auf diese Position stellen konnten
    Wer weiss, wieviele Somali-Mädchen er dadurch schon hat retten können.
    Und das allein zählt für mich.

  7. @ #7, #8
    Nicht falsch verstehen: da stimme ich euch völlig zu. Schon einer Frau, der geholfen wurde, rechtfertigt diesen Weg – und er wird sicher tausenden geholfen haben. Aber das ist das eine – das andere ist, C. Rotz und Konsorten nicht darüber im Unklaren zu lassen, das sie einen gewissen Anteil Mitschuld an dem tragen, was Nehberg bekämpft.

  8. Traurig aber wahr, dass es ein ausdrückliches Verbot von Genitalverstümmelungen in den meisten Europäischen Staaten nicht gibt.

    So fanden sich bei einem Test eines TV-Magazins vor Kurzem auch Ärzte in Deutschland, die sich grundsätzlich bereit erklärten zu so einer Körperverletzung.

    Ein Arzt, der auf Wunsch der Eltern eine solche Verstümmelung in Europa vornimmt, hat wenig bis nicht zu befürchten.

    Immerhin verjährt das Verbrechen ja auch noch, bevor die Vertümmelte alt genug wäre um Klage einzureichen.

    Wahrscheinlich würden angemessene Bestrafungen in Deutschland auch die Mulime auf die Barrikaden rufen.

    Obwohl sie ja damit nichts zu tun haben, und es natürlich ablehnen, würde das Pack doch sofort Verunglimpfung und Disskriminierung der Muslime schreien.

  9. @#10 Kohler

    „Traurig aber wahr, dass es ein ausdrückliches Verbot von Genitalverstümmelungen in den meisten Europäischen Staaten nicht gibt.“

    Genausowenig, wie es ein ausdrückliches Verbot öffentlicher Enthauptungen gibt. Das fällt unter das Mordverbot. Genitalverstümmelungen verletzen das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sind als schwere Körperverletzung in Tateinheit Folter zu ahnden.

    „So fanden sich bei einem Test eines TV-Magazins vor Kurzem auch Ärzte in Deutschland, die sich grundsätzlich bereit erklärten zu so einer Körperverletzung.“

    Es gibt vermutlich auch einige wenige Mengeles, die im illegalen Organhandel mitmischen würden. Vor allem würde ich gerne wissen, was mit „Ärzte in Deutschland“ gemeint ist. Deutsche Ärzte oder vielleicht Mediziner mit „Migrationshintergund“?

    „Ein Arzt, der auf Wunsch der Eltern eine solche Verstümmelung in Europa vornimmt, hat wenig bis nicht zu befürchten.“

    Das möchte ich bezweifeln (solange er keinen Migrationshintergrund hat, so dass seine „kulturelle Herkunft“ Berücksichtigung findet). Selbst Verstümmelung auf Verlangen des zu Verstümmelnden ist verboten.

  10. @ #10

    Ein ausdrückliches Verbot gibt es wohl deshalb nicht, weil für einen normalen Europäer die Genitalverstümmelung etwas ganz unbekanntes WAR. Davon wussten Ethnologen und andere Spezialisten.

    Zur Kenntnis des weitaus grössten Teils der Bevölkerung gelangte diese Praxis erst durch die „Kulturbereicherer“.

    Weshalb etwas mit Strafe bedrohen, das in unserem Rechtsraum gar nicht vorkam? JETZT sieht das natürlich anders aus.

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