vatikan.jpgIm Vatikan steckt man im Moment hinter den Kulissen viel Energie in das Gespräch mit dem Islam, weiß und berichtet Stefan Kempis auf Radio Vatikan. 2008 ist das „Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs“. Europa ist dabei Test-Labor, inwieweit sich beispielsweise der Islam mit der Lebensweise in einer aufgeklärt-westlichen Gesellschaft vereinbaren lässt.

Seit dem Brief der islamischen Gelehrten an die christlichen Kirchenführer hat das Gespräch zwischen Christentum und Islam eine unerwartete Dynamik erfahren. Der saudische König, seinerseits Hüter der Heiligen Stätten des Islams, war beim Papst, und irgendwann in diesem Jahr soll eine Delegation der Islam-Gelehrten im Vatikan mit Papst Benedikt sprechen.

Kardinal Jean-Louis Tauran, Vatikan-Verantwortlicher fürs Interreligiöse gibt über die Ziele des Dialogs Auskunft:

„Der Papst hat alle zum Mut aufgerufen, sich der Vernunft zu öffnen. Er hat in seiner Regensburger Vorlesung daran erinnert, dass es der Natur Gottes widerspricht, gegen die Vernunft zu handeln. Das ist die Grundlage, auf der wir im interreligiösen Dialog den Geist des Göttlichen aufspüren müssen.“

Gianfranco Ravasi, neuer Leiter des Päpstlichen Kulturrats ergänzt:

„Wenn man von Religion spricht, muss man das Thema Kultur mitdenken. Genau genommen muss man sogar zu einem neuen Kulturbegriff finden, der eng mit dem Religiösen zusammenhängt: Kultur in diesem Sinn verstanden als Nachdenken über den Menschen. So wird das Religiöse zu einer allumfassenden Präsenz, die eng mit allen kulturellen Fragen verflochten ist, vor allem mit der Frage nach dem Weg des Menschen durch sein persönliches Leben und, allgemeiner gesagt, durch die Zeit…“

Die Kirche habe, in Sachen interkultureller Dialog eine lange Erfahrung:

„Sie kann also viel einbringen in dieses Jahr, das der europäische Ministerrat in Straßburg beschlossen hat .Der Glaube spricht von der Größe des Menschen – von einem Humanismus, der die Kultur nicht zerstört, sondern sie vielmehr bereichert.“

Ganz Europa – ein Freilandversuch!

Den Audiobericht hören Sie hier.

(Spürnase: Koltschak)

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13 KOMMENTARE

  1. Der Glaube spricht von der Größe des Menschen – von einem Humanismus, der die Kultur nicht zerstört, sondern sie vielmehr bereichert.

    Und was hat dieser Satz bitte mit dem Islam zu tun??? Auf die islamische Art der Kulturbereicherung kann ich verzichten!

  2. Der Vatikan soll sich lieber um die Interessen der Christen kümmern, anstatt mittelalterlichen Götzenanbetern hinterherzulaufen.

  3. Die Kirche und Humanismus?

    Fast schon lächerlich!
    Was ist mit Inquisition, Hexenverbrennung, das Verhalten beider Kirchen im SS-Staat, jetzt die Anbiederung an den Islam?!

    Ich fordere meine Kirche auf, Stellung zu nehmen zu den Rechten der Frau, zur Gewalt und zur Gefahr des Islam. Andernfalls wird meine Kirche bald keine Kirchensteuer von mir bekommen, die tausenden Euro spende ich lieber PI!

  4. Wer heute noch in der rö.kat. Kirche ist, unterstützt Waffenhandel, Landraub, Zwangsabgaben ect. ect.
    der 30 Tage Papst von Aiello ist ein MUSS für jeden Menschen der dieses scheinheilige Syndikat durchschauen will.
    Der Pfarrer erklärte mir bei meinem Kirchenaustritt, das ich nun kein Christ mehr sei, woraufhin ich ihm antwortete: „ich bin meinem Herrn wahrscheinlich näher, als sie ihm jemals waren“
    sein selten dämliches Gesicht werde ich nie vergessen.
    Sobald sich ein Glauben/Religion in Gebäuden manifestiert sollte man die „geistigen Führer unter Quarantäne stellen“
    was will Gott mit Kirchen, Tempeln und Moscheen, wenn ihm das Universum gehört?

  5. Wer garantiert uns denn, dass diese Anbiederung an den Islam aus falschverstanden humanistischen Gründen uns nicht zerstört?

    Der Glaube spricht von der Größe des Menschen – von einem Humanismus, der die Kultur nicht zerstört, sondern sie vielmehr bereichert.

    Ich sehe da wirklich keine Möglichkeit, diese sache vernünftig zu begründen. Nachher heißt es April April?

    Wenn wir untergegangen sind, dann ist alles passé. Wenn es um unsere Existenz geht, dann interessiert uns nicht mehr, was uns falsche Prediger erzählen, auch wenn diese im Kanzleramt oder in den Vatikan sitzen. Denn nochmal zurückdrehen und eine zweite Chance bekommen, das hat der Liebe Herrgott nicht vorgesehen.

  6. Interkultureller Dialog? Womöglich auch noch auf Augenhöhe? Und gar mit Respekt?

    Wie kann ich in einen Dialog mit Leuten eintreten, die mich als „Ungläubigen“ umbringen wollen?

    Ihr spinnt wohl in Rom!

  7. Papst und „Vernunft“.

    Absolute Wahrheit ist laut kath. Kirche,
    dass vor rund 2000 Jahren Gott in Gestalt einer Taube (Tauben sind die Ratten der Lüfte!) eine Jungfrau (wie alt war die?) geschwängert hat, die einen Sohn geboren hat, der sein Sohn und gleichzeitig er selbst war….der Sohn Gottes lebte als Mensch und musste für die Sünden jener Spezies sterben, die der allmächtige und alweise Gott selbst erschaffen hat……..

    Also kurz gesagt:
    Gott schwängert ein junges Mädel um sich selbst zu zeugen und um als Mensch für die sündige, von ihm selbst geschaffene Menschheit zu sterben!

    Man stelle sich vor, ein Künstler malt ein Bild, die Farbe verwischt vor dem Trocknen ein wenig und der Künstler geißelt sich dann selbst in der Annahme, so würde das mißratente Bild wieder gut! Das wär ein klarer Fall für den Psychiater….

    Wenn einer der solche Wahnideen verbreitet wie der Papst, das Wort „Vernunft“ in den Mund nimmt, dann werde ich richtig wütend!

    mfg
    olifant

  8. Der Papst hat alle zum Mut aufgerufen, sich der Vernunft zu öffnen.

    Da wird sich mal wieder nur der Westen angesprochen fühlen, unsere Kultubereicherer stehen über so etwas profanem wie Vernunft.

  9. Total falscher Kurs wuerde ich sagen.

    Solange der Koran Gueltigkeit besitzt, sollte jeder Kontakt mit dieser Mordidiologie vermieden werden, diese Musleme sind aeusserst raffiniert, Fallen zu stellen, Gespraeche umzufrisieren, ihren Vorteil zu wahren.

    Stattdessen Ignorierung, Konfrontation wo noetig.

    Lau duschen hat Europa schon der Islamisierung nahe gebracht, wo ist das Bollwerk Christentum, was in frueheren Jahrhunderten den Ansturm von verschiedenen Islamversuchen mit zunichte machte?
    Die Menschen warten darauf, so kriegt ihr eure Kirchen nicht wieder gefuellt.

  10. #9 FreeSpeech (06. Jan 2008 20:30)

    Nix Anbiederung. Jetzt überlegt euch mal, was der Vatikan sagt: Vernunft oder Gelächter.

    Der Islam hat die Wahl. Und schon verloren.

    So differenziert können -WIR- (und leider auch hier nicht alle) denken. NUR – die islamische Welt kann es nicht, die Menschen denken anders (das ist kein Werturteil), und das sollte der Vatikan wissen. Er weiss es auch und wenn das nicht der Fall wäre, wäre es tödlich für ihn.

  11. Rom wird den mit dem Vaticanum II beschrittenen Weg, entgegen dem eigenen Bekenntnis, Fremdreligionen aufzuwerten, verlassen müssen, um wieder zu sich selbst zu finden. Und nur mit einer von solchem Irrtum geläuterten Kirche werden die Völker auch die geistige und moralische Kraft gewinnen, um den Islam gänzlich zu überwinden. – Mit bloß anti-katholischen Ausfällen, s. manche der obigen Beiträge, ist nichts gewonnen. – Benedikts Aufruf zur Vernunft weist schon in die richtige Richtung, da er zeigt, wes Geistes Kind die Mohammedaner eigentlich sind.

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