grant.jpgDie Verpflichtung des früheren israelischen Nationalmannschafts- trainers, Avram Grant (Foto), ans Ruder von Chelsea London, dem reichsten Fußballklub der Welt, hatte im September enorme Diskussionen in Großbritannien ausgelöst. Jetzt gab es schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit eine Morddrohung gegen den 52-jährigen Israeli.

Nach Angaben der Bild-Zeitung, gestützt auf die Sun, hat der israelische Coach gestern ein auffälliges Päckchen mit weißem Pulver und rassistischen Drohungen erhalten.

Bei weißem Pulver liegt stets der Verdacht nahe, es könnte sich um Milzbrand auslösendes Anthrax-Pulver handeln, das von Terroristen gelegentlich als Biowaffe eingesetzt wird. Scherzbolde haben auch schon Backpulver per Post verschickt, um Leuten Angst zu machen. Anthrax-Gefahr löst eine Seuchenwarnung aus. Scherze mit Back- oder anderem weißen Pulver sind geschmacklos und streng verboten.

Die Polizei vermutet denn auch einen verrückten Fan oder einen muslimischen Fundamentalisten hinter den Drohungen.

Eine Quelle der Sun:

„Es stellte sich heraus, dass das Pulver nicht gefährlich war, aber der Effekt war erschreckend.“

Grant hatte schon im Chelsea-Trainingslager am 19. Februar ein solches Droh-Paket erhalten. Es enthielt ebenfalls ein weißes Pulver. Die Untersuchung ergab auch damals, dass es sich nicht um Anthrax handelte, sondern harmlos war.

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17 KOMMENTARE

  1. David, wenn man sie nicht ermorden kann, dann versucht man eben sie auszuschliessen. Ich halte jede Wette, dass es da genügend Leute gibt, die von einem Ghetto für Juden träumen. Und ich glaube, dass die Mehrheit dieser eben nicht rechts-extrem ist, sondern eher dem linken Lager zuzuordnen ist.

  2. „Und ich glaube, dass die Mehrheit dieser eben nicht rechts-extrem ist, sondern eher dem linken Lager zuzuordnen ist.“

    Überall. Die gibts überall. Da ist kein Lager bevorzugt.

  3. Anti-Semiten gibt es jeweils in der extremen rechten Ecke(NPD-Aktionen für AchmachmirdenJihad aus dem Iran, Muslimbruderschaft von ehemaligen Nationalsozialisten mitgegründet)und in der extremen linken Ecke.

    MfG Bariloche

  4. Nach Angaben der Bild-Zeitung, gestützt auf die Sun,

    Sollte hier nicht mal abgewartet werden, ob auch andere (seriöse!) Zeitungen was bringen? Ich meine, ausgerechnet Sun und Bild als Quelle zu nehmen, das birgt die Gefahr einer Ente aufzusitzen. Oder?

  5. Der Mann hat eben das Pech, Jude zu sein. Es ist mir zwar unbegreiflich, aus welchen Quellen sich der Anti-Semitismus seit über 2000 Jahren speist ( bzw. wie irgendein Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, was gegen Juden haben kann )aber eines steht fest: Die Anti-Semiten sind sehr, sehr zahlreich, man findet sie überall. Als Jude kann man nirgends in Frieden leben.

  6. Aha, die Gäste aus Londonistan wollen also Einfluss auf die Trainerwahl nehmen und gehen wieder Ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Hassen, nach.

  7. Man weiß manchmal gar nicht mehr wo man dran ist. Jeder hetzt gegen jeden. Lest das mal.

    Im Niederländischen Blatt “de volkskrant “ behauptet der Jüdische Producent und Programmacher Harry de Winter am 17.03. : „ Wenn das PVD Mitglied, und Antikoranfilmmacher Wilders, das gleiche was er über Moslems sagt, über Juden gesagt hätte, wäre er schon länst abserviert und wegen Antisemitismus verunrteilt.

    Mein Kommentar : Was ist das nur für ein erschreckend dummer Spruch von diesem de Winter, der von sich sicher behauptet intelligent zu sein. Er fällt sich damit doch selbst in den Rücken. Schließlich spricht und berichtet Wilders in seinem Film doch über den Islam, und nicht über eine andere Religion. Was soll dieses hätte, könnte, und vielleicht .

  8. Antisemitismus gibt es auch bei Europäern, nicht nur bei Muslimen..

    Mal sehen, ob sie den Täter finden.
    Bin gespannt…

  9. Na, wieder nur eine Randnotiz.
    Man stelle sich vor, der neue Trainer wäre ein Musel, und hätte ein Päckchen mit Schweineblutwurst erhalten!
    Na da würde alles hochgehen, von wegen Rassismus, „hate speech“ und alle Register…
    Aber bei einem Juden ist es egal.
    Wie sich die Dinge doch quer durch Europa gleichen…

  10. #11, Axel Bavaria:

    Es ist mir zwar unbegreiflich, aus welchen Quellen sich der Anti-Semitismus seit über 2000 Jahren speist

    Das ist doch ganz einfach: Erfolg. Juden sind überdurchschnittlich erfolgreich, vor allem die Aschkenasim (80-fache Überrepräsentierung bei Nobelpreisträgern). Und Erfolg schafft Neid, vor allem wenn er von einer gesellschaftlichen Gruppe ausgeht, die sich durch eigene Traditionen von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt oder auch nur als um Abgrenzung bemüht wahrgenommen wird. Das gibt es natürlich nicht nur bei Juden, zum Beispiel finden immer wieder in Indonesien Verfolgungen der chinesischen Minderheit statt, die zwar klein, aber überdurchschnittlich wohlhabend und einflussreich ist.

    Wer auf ähnliche Weise „geliebt“ werden will, weil er als Repräsentant einer privilegierten Elite wahrgenommen wird, der unterstellt wird, unrechtmäßig zu Wohlstand gekommen zu sein, der braucht übrigens nur als Weißer nach Südafrika zu fliegen.

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