- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Giordano ruft zum „offenen Widerstand“ auf

[1]

Kurz vor den einwöchigen Staatsfeierlichkeiten zur Eröffnung von Deutschlands erster Großmoschee in Duisburg ruft Ralph Giordano zum „offenen Widerstand“ auf. Der Duisburger Bau habe in seinen Ausmaßen einen Abschreckungseffekt und sei „ein Zeichen tief integrationsfeindlicher Identitätsbewahrung“.

Die WAZ [2]berichtet:

Viele weitere muslimische Sakralbauten seien geplant und würden Deutschland «in eine Plantage von Großmoscheen verwandeln», meinte der Holocaust-Überlebende. Dagegen rufe er zum offenen Widerstand auf. Gegen die neue Moschee, die als eine der größten in Deutschland an diesem Sonntag eröffnet wird, waren von Anwohnerseite bisher keine Proteste laut geworden.

Scharfe Kritik auch an Moscheebau in Köln

In Duisburg waren Anwohner bereits im Vorfeld in die Planungen mit einbezogen worden. Auf den lauten Muezzin-Ruf wird verzichtet. In der Moschee mit einer 23 Meter hohen Kuppel und einer Minaretthöhe von 34 Metern haben 1200 Menschen im Gebetsraum Platz. Der Bau umfasst zudem eine mit Landes- und EU-Mitteln geförderte Begegnungsstätte.

Giordano hatte sich auch mehrfach vehement gegen die geplante Errichtung einer repräsentativen Moschee mit zwei 55 Meter hohen Minaretten in Köln gewandt. Der Bau ist in der Kölner Bevölkerung heftig umstritten. Nach der Zustimmung des Kölner Stadtrats Ende August wird das Großprojekt aber in Kürze beginnen.

Eine Woche vor der Eröffnung kommt der Aufruf zum Widerstand für Duisburg etwas spät, zumal es dort unseres Wissens niemals eine ernsthafte moscheekritische Bewegung gegeben hat. Das wiederum ist nicht nur der hochgelobten Informationspolitik zu schulden, sondern mag vor allem daran liegen, dass in der Nachbarschaft der Moschee ohnehin kaum noch Deutsche leben. Somit geht das Problem dort über rein islamkritische Fragen hinaus.

Und was Köln angeht, gibt es dort durchaus Widerstand gegen die noch in Planung befindliche Moschee. Leider finden die Kölner Bürger, die sich in diesem Sinne engagieren, nicht die Unterstützung des Dichters. Wir finden, dass er diese zu Unrecht pauschal als Rechtsextreme ablehnt. Vielleicht helfen die Feiern des islamischen Sieges und der gemeinsamen Niederlage der Islamkritiker und Menschenrechtler aller Weltanschauungen in Duisburg, manche Position noch einmal in Ruhe zu überdenken. „Offenen Widerstand“ wird es in Duisburg jedenfalls nicht geben.

(Spürnase: Wolf H.)

Beitrag teilen:
[3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10]
[11] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10]