grüne-handRund um das Freitagsgebet in der Teheraner Universität mit dem prominenten Mullah Ravsandschani hat es erneut Massenproteste gegeben. In Berichten ist von Hunderttausenden die Rede. Ein Gebiet von 3 Kilometern rund um die Universität soll voller Protestierender gestanden haben.

Das Regime antwortet mit roher Gewalt. Anscheinend erinnert man sich der Anfänge der islamischen Revolution von 1979. Damals hatte es auch zunächst kleine Proteste gegeben. Nachdem diese blutig niedergeschlagen wurden, kam es immer wieder nach jeweils 40 Tagen –  der muslimischen Zeit des Totengedenkens –  zu neuen Unruhen, die sich von Mal zu Mal steigerten.

Vom heutigen Freitagsgebet berichtet der STERN:

Zum Freitagsgebet mit dem einflussreichen regierungskritischen Kleriker Akbar Hashemi Rafsandschani versammelten sich Hunderttausende Oppositionelle in der Umgebung der Universität, berichteten Augenzeugen. Darunter waren viele Anhänger des bei der umstrittenen Wahl am 12. Juni unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hussein Mussawi.

Seine Anhänger skandierten an die Adresse Ahamdinedschads gewandt: “Tod dem Diktator!” oder “Ahmadinedschad, tritt zurück!” Entlang der großen Kargar-Straße trugen Hunderte Demonstranten ein riesiges grünes Tuch als Zeichen ihrer Unterstützung für Mussawi.

Einige Tausend hätten den Eingang zur Universität erreicht, wo Rafsandschani auftrat. Im Umkreis von drei Kilometern war das Areal mit einer Menschenmenge gefüllt, berichteten Augenzeugen. In Sprechchören forderten die Demonstranten die Freilassung der Oppositionellen, die bei früheren Protesten festgenommen worden waren. Die Polizei ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Oppositionellen vor. Nach Augenzeugenberichten wurden mindestens 15 Menschen verhaftet. Es sind die größten Demonstrationen seit knapp einem Monat.

Rafsandschani hatte seine Predigt mit einem Aufruf an die Anhänger Mussawis begonnen, die friedliche Atmosphäre des Freitagsgebets nicht durch Slogans gegen die Regierung zu stören. “Lasst uns die Gelegenheit nutzen, eine bessere Zukunft für unser Land zu schaffen, und die Probleme zu lösen”, sagte Rafsandschani. Er rief die Regierung dazu auf, festgenommene Oppositionelle freizulassen und eine offene Debatte zu führen.

Als erster ranghoher Vertreter der politischen Führung sprach Rafsandschani von einer politischen Krise, die den Iran erfasst habe. “Wir sind alle Mitglieder einer Familie. Ich hoffe mit dieser Predigt, dass wir diese schwere Phase hinter uns bringen, die durchaus als Krise bezeichnet werden kann”, sagte er.

Die ersten Mullahs beginnen offenbar, um ihre Macht zu bangen. Eine Ablösung des irren Kriegstreibers Ahmadinedschad würde zwar nicht das Problem des islamischen Regimes an sich lösen, wäre aber ein erster Schritt und ganz sicher eine Ermutigung für die Opposition, den Iran als ganzes wieder in die Gemeinschaft der zivilisierten Staaten zurück zu führen.

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40 KOMMENTARE

  1. Was die „Freitagsgebet“ nennen, würde bei uns glatt als „Aufstachelung zum Mord“ oder Verunglimpfung von Ländern und Religionen oder als „Bildung terroristischer Vereinigungen“ durchgehen.
    Aber wenn es dort Straffrei ist, warum dann nicht auch hier?

  2. das persische volk steht auf! gegen ein terror-regime!
    und bei uns verkriechen sich die gutmenschen kleinlaut in ihren loechern!
    wo seid ihr, lichterkettler, verständnisheuchler, medienjongleure?
    ich bin optimistisch, dass diese linken haemorrhoidenzaepchen eines verbrecherischen islamistischen mullah-regimes bald nicht mehr gebraucht werden!

  3. O.T.

    Im Jakarta Marriot Hotel/Indonesia wurde eine weitere Bombe entdeckt, die kurz vor der Explosion stand.

    Sie sollte die Hilfsmannschaften treffen.

    Ein wahrhaft teuflischer Plan der muslimischen Attentäter.

    http://www.jihadwatch.org/

  4. mal ehrlich,was erwarten wir eigentlich vom iran,auch wenn es einen umsturz geben sollte?die,die da an die macht kommen wollen sind keine guten,auch wenn sie das interesse der öffentlichkeit haben.

  5. Warn macht einen privaten Wettbewerb:

    „Der Stürmer 2009“.

    Nach dem Prinzip R. Siegel reicht er gleich mehrere Beiträge ein und der erste Preis ist ihm jetzt schon sicher:

    Eine Jungfrau (72)

  6. Vielleicht passt es hierher, weil es auch mit dem Iran zu tun hat:
    Wie schon Frau Schiffauer gibt auch der Ex-Grüne und Ex-FDPler Jamal Karsli – Möllemann musste sich einst von ihm distanzieren – dem iranischen Rundfunk ein Interview in deutscher Sprache, um sein Süppchen auf dem Mord an der Muslima Marwa in Dresden zu kochen. http://german.irib.ir/index.php?option=com_content&view=article&id=25491:interview-mit-jamal-karsli&catid=14:interviews&Itemid=13
    Er beklagt eine antiislamische Stimmung in Deutschland und Europa, nennt Pro Köln, bedauert, dass der Islam keine Lobby habe, bestreitet islamischen Terrorismus, um im nächsten Atemzug vor ihm als Reaktion auf die Untätigkeit der Politik zu warnen, verlangt mehr Fördermittel für den Dialog und lockt mit den Stimmen der seiner Meinung nach 4,5 Millionen Muslime in Deutschland.

  7. macht euch nicht zuviel hoffnung auf einen machtwechsel in iran.
    bei uns hatten auch viele guties auf barack obama gesetzt und sind jetzt ganz still, weil er mehr soldaten nach afghanistan schickt und die todesstrafe immer noch nicht abgeschafft ist.
    ähnlich wird die politik in iran gemacht.
    und wenn sie die bombe haben wird noch ganz andere politik dort gemacht. trotzdem wünsche ich den gegnern des irren von teheran(achmachmischnednaß!) den besten erfolg.

  8. Linke und Grüne machen sich Sorgen.

    Wenn der Iran fällt, dann fehlt die wichtigste Stütze im Kampf gegen den angelsächsischen Kulturimperialismus.

    Hugo Chavez oder Qadaffi haben einfach nicht das Format (und das Geld) um da weiterzumachen wo die Iraner aufgehört haben.

    Hamas, Hisbollah weg….Israel hat erst mal wieder Ruhe….für Linke und Grüne ein unvorstellbares Horrorszenario.

  9. #16 Fleet (17. Jul 2009 19:53) Vielleicht passt es hierher, weil es auch mit dem Iran zu tun hat:
    Wie schon Frau Schiffauer gibt auch der Ex-Grüne und Ex-FDPler Jamal Karsli – Möllemann musste sich einst von ihm distanzieren – dem iranischen Rundfunk ein Interview in deutscher Sprache, um sein Süppchen auf dem Mord an der Muslima Marwa in Dresden zu kochen.
    ____________________________________

    Genau der Karsli, der hat im Januar auf einer antiisraelischen Demo geschrieen: Heute sind wir alle Hamas und die Ratsfrau Becker aus Herten, die eine Anzeige erstattet hat, die unsere Justiz aber einfach abgeschmettert unter dem Motto der „Meinungsfreiheit“ !!!

    Dieser Karsli ist ein Brandstifter und sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

  10. Ich vermute, „warn“ wird hier nicht mehr lange kommentieren dürfen. Er sollte eigentlich (sorry, d@) schon längst abgeschaltet sein.

  11. Solange die Mullahs am werken sind, wird es im Iran NIEMALS anders aussehen.

    Erst wenn die Mullahs und die IRI weg sind, wird das Land zur Ruhe kommen, erst dann wird es die möglichkeit geben, demokratische und parlamentarische wahlen abzuhalten.

    Ein Mullah geht, der andere kommt. Die sind alle gleich, alle müssen ihre Loyalität zur IRI bekennen.

    Moussavi oder Ahmadinedschad oder Rafsandschani, oder Karudi alle gleich….

    man kann nur zwischen schlimm und schlimmer wählen… alles augenauswischerei.

    Die Iraner klammern sich halt an jeden Strohhalm, irgendwie auch verständlich.

    Aber wenn ich die Allah Akbar Rufe höre, bezweifle ich das meine Landsleute überhaupt einen Schritt in Richtung Demokratie weitergekommen sind…

    Erst wenn der besch.. Islam dieses Land verlassen hat, mitsamit seiner Mullah Bande, erst dann wird der Iran, das was er früher war.

  12. #19 Warn

    Und ich schreibe seit 2 Jahren bei PI !

    Und ich bin nicht dein ALTER !

    Und SCHEIßE ist ein Wort das ich aus der Links oder Recht / Radikalen Szene kenne !

    Wärend ich frage, greifst Du mich an !

  13. Für einen stabilen Nahen Osten, wäre es immens wichtig, wenn Israel, Iran u. Libanon westliche demokratische Staaten werden würden.

    Auch der Libanon war früher eigentlich ein ganz solider, demokratischer Staat, bevor die Grünen (die Moslems), dort eingefallen sind, und für Unruhe gesorgt haben.

    Überall wo die grünen einfallen gibts nur ärger, das war in indien so, im Iran und in allen nordafrikanischen Staaten.

    Lest euch mal die Stories durch, wie die Berber von den Arabern behandelt wurden, und die Christen in den nordafrik. Staaten.

  14. Hätten sich die Iraner bereits vor der Iranischen Revolution zu ihren Wurzeln bekannt und ihre Geschichte nicht vernachlässigt und ihre Kultur nicht vernachlässigt, hätte der Islam nach 1979 keine Chance mehr gehabt.

    Hätten sich die Iraner damals zu den zoroastrischen Wurzeln zurückbekannt, hätten Khomeini damals einpacken können.

    Ich muss leider auch meine Landsleute kritisieren, so leid es mir tut.

  15. Der Perser,

    ich kenne etliche Deiner Landsleute, die allerdings mittlerweile Christen sind. Ich liebe sie von ganzem Herzen, ihr Eifer für das Evangelium beschämt mich, ja er demütigt mich, da sie keinerlei Hass oder Rachegedanken hegen, wovon ich noch nicht ganz frei bin.

  16. Ja ist sehr schwierig, die iranischen Christen sind dafür bekannt das sie sehr fromm sind.

    Vor allem die Konvertierten.

    Wenn Jesus einen Bruder im Geiste hatte, dann war es unser Lehrer Zartosht.

    Ich schätze sie auch alle sehr, auch die normalen Moslems sind nicht meine Feinde.

    Vorallem die Bahai haben sehr viel zu leiden im Iran. Das MUSS ein Ende haben.

    Alle religiösen Minderheiten werden drangsaliert, aber die wenigsten Rechte haben ie Bahai (diese Menschen tun keiner Fliege was zu leide)

  17. Rafsanjani ist derselbe Blender wie die jetzige iranische Präsident:

    am 14.12.2001 (Iran Press Service)sagte Rafsanjani beim Freitagsgebet in Teheran:
    „If a day comes when the world of Islam is duly equipped with the arms Israel has in posession, the strategy of colonialism would face a stalemate because applicatin of an atomic bomb would not leave any thing in Israel but the same thing would just produce damages in the Muslim world“.

    Ich glaube die meisten Leute hier im Westen haben das wohl wieder vergessen.

  18. 25 Der-Perser (17. Jul 2009 20:17) Für einen stabilen Nahen Osten, wäre es immens wichtig, wenn Israel, Iran u. Libanon westliche demokratische Staaten werden würden.

    Auch der Libanon war früher eigentlich ein ganz solider, demokratischer Staat, bevor die Grünen (die Moslems), dort eingefallen sind, und für Unruhe gesorgt haben.

    Überall wo die grünen einfallen gibts nur ärger, das war in indien so, im Iran und in allen nordafrikanischen Staaten.

    Lest euch mal die Stories durch, wie die Berber von den Arabern behandelt wurden, und die Christen in den nordafrik. Staaten.
    ________________________________

    Genau das müsste geschehen, wobei Israel schon ein westlich demokratisches Land ist. Beirut nannte man mal das Paris des Nahen Ostens. Der Islam muß in seine Schranken gewiesen werden, richtig. Das waren alles einmal christlich, jüdische, zoroastrische Länder……..bis der Islam sich mit Gewalt dort breitgemacht hat.

  19. Iran kämpft weiter um die Freiheit. So ein Blödsinn!
    LEST ENDLICH MAL MUSSAWIS LEBENSLAUF
    Er gehört zu den selben Schweinen, wie Ahmadinedschad!

  20. Warum sind in diesem Thread so viele Beiträge gelöscht? Geschah das auf Veranlassung von PI oder von PC?

  21. # 32 Schweinefleisch

    Ein Mensch kann sich ändern. Jedenfalls ist mein Eindruck der, dass Mousavi und seiner Frau die iranischen Menschen und deren Wohlergehen am Herzen liegt.

    In der Zeit seiner Präsidentschaft hat Mousavi trotz geringer finanzieller Mittel die Wirtschaft seines Landes erfolgreich geleitet. Im Gegensatz dazu verarmen die Iraner in den letzen Jahren immer mehr, und das trotz hoher Einnahmen aus den Ölgeschäft.

  22. #32 schweinefleisch

    schon richtig, ja.
    aber die forderungen der demonstranten gehen weiter. und selbst, wenn dieser musawi (wie immer sich dieser name auch schreibt) an die macht kommt, muss ihm das gleichzeitig eine ernste warnung sein, auf die liberalisierungsforderungen der aufstaendischen unbedingt einzugehen, sonst droht ihm das selbe schicksal. und da bin ich nunmehr ganz zuversichtlich. das gegenwaertige regime hat fertig.

  23. Aufnahme der unfassbaren Barbarei
    17. Juli 2009 — Nasrin Amirsedghi
    Was wirklich in Wohnheimen der Teheraner Universität passiert ist, belegt dieser Film (30 Min.), der von einer Gruppe von StudentInnen am 14. und 15. Juni aufgenommen wurde.

    Kann man immer noch mit diesem Regime einen Dialog führen? Oder sollten jetzt die Wunschträume westlicher Iran-Lobbyisten von einem Dialog nicht ein- für allemal begraben werden, zugunsten einer Einmischung?

    http://freeirannow.wordpress.com/2009/07/17/eine-aufnahme-der-unfassbaren-barbarei/

  24. Video des Tages
    17. Juli 2009 — Simone Dinah Hartmann

    Was die Iraner wirklich wollen !!!! Sie wollen Chance – aber das gesamte System.

    Aus dem Lautsprecher schallt “Tod Amerika”, “Tod Israel”, “Tod den Ungläubigen”, “Tod England”, und die Menge, die hier auf “Allahu Akbar” nicht reagiert, antwortet jedesmal mit “Tod Rußland” (oder “Nieder mit Rußland”). Rußland war neben China einer der ersten Staaten, die Ahmadinejad zur Wahl gratulierten, und Ahmadinejad war fast unmittelbar nach der Wahl auf einem Treffen in Yekaterinburg.

    http://freeirannow.wordpress.com/2009/07/17/video-des-tages/

    Nein, die nach Freiheit drängenden Massen brauchen Rafsandschani und Mussawi so lange als Vehikel, wie sie ihnen nützlich sind, und das ist auch völlig in Ordnung so. Wenn Sie jemals für irgendetwas gut waren dann dafür, dass sie (vielleicht nicht ganz uneigennützig) mithelfen, die Diktatur zu kippen.

    Falls es zu einem Regime-Change kommt, werden sie froh sein, wenn man sich nicht an alte Zeiten erinnert….; schwer vorstellbar, dass sie nicht schlau genug sind, den “Fall der Fälle” jetzt schon zu bedenken.

    http://freeirannow.wordpress.com/2009/07/18/respektabler-kurzkommentar-mit-kleinem-webfehler/

  25. Furcht ja, Angst nicht mehr

    17. Juli 2009 — Thomas v. der Osten-Sacken

    Nur wer viel Zeit in dikatatorisch regierten Ländern verbracht hat, weiß, was diese Art internalisierte Angst bedeutet, die dort herrscht und wichtigstes Mittel ist, um Menschen zu kontrollieren. Verlieren die Leute die Angst, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Diktatur auch verschwindet. Und in den letzten Wochen sind die Berichte von Iranern Legion, die ihre Angst verlieren. Hier ein weiterer im Independent.

    Einfach lesen:

    http://freeirannow.wordpress.com/2009/07/17/furcht-ja-angst-nicht-mehr/

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