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Elf Fragen an Cem Özdemir

Die freie Journalistin Marianne Brückl hat dem Grünen-Politiker Cem Özdemir (Foto) öffentlich elf Fragen gestellt. Denn Özdemirs Pressebüro hatte ein Interview mit ihr zu dem hochsensiblen Themenkomplex „Christentum und Islam“ vor der Bundestagswahl abgelehnt. Aus dessen Sicht wohl zurecht, denn diese hervorragend formulierten Fragen dürften jeden muslimischen Politiker in akute Erklärungsnöte bringen und Schweißperlen auf die Stirn treiben.

So viel verschleiernde Taqiyya hat in Deutschland wohl kaum ein Moslem auf Lager, um sich aus diesem Fragendickicht unbeschadet herauszuwinden.

Hier die elf Fragen:

Sehr geehrter Herr Özdemir,

bedauerlicherweise haben Sie durch Ihr Pressebüro ein Interview aus Zeitgründen vor den Bundestagswahlen im September 2009 abgelehnt. Diesbezüglich stelle ich nunmehr die Fragen an Sie öffentlich:

1. Welchen Stellenwert hat für Sie der Erhalt des Christentums in den nah- und mittelöstlichen Ländern?

2. Befürworten Sie ein Bleiberecht von christlichen Flüchtlingen in Deutschland?

3. Aus welchen Gründen ist es nicht möglich, den Christen in ihren ursprünglichen Heimatländern ein friedliches Leben mit allen religiösen Freiheiten ebenso zu gewähren, wie es die Moslems hier in Deutschland für sich fordern?

4. Kann es sein, dass die Christen auch in Europa nur noch die Wahl zwischen Islam, Akzeptanz der Sharia und Tod haben, wie es in den islamischen Ländern der Fall ist?

5. Die Karikatur Mohammeds löste eine Welle der Gewalt gegen Christen aus. Warum wird es toleriert, dass diese Aktionen ungestraft in Deutschland von den Muslimen praktiziert werden können?

6. Ihre Visionen, die Sie auf Ihrer Internetseite als Ziel kennzeichnen, gleichen denen, die Ibrahim El-Zayat schon 1996 geäußert hat. Wörtlich: „Heute gibt es ca. 2,5 Millionen Muslime in Deutschland. Durch die Gnade Allah leben wir in einem der reichsten Länder dieser Erde. Das ist eine große Barmherzigkeit von Allah uns gegenüber, aber ebenso eine riesige Verantwortung. Wir sind ein Teil dieses Landes und ein Teil dieses Volkes. Allah wird uns am jüngsten Tag befragen, was wir für unser Volk getan haben und unser Volk die Muslime fragen, warum wir den Islam nicht weitergegeben haben. Damit es nicht soweit kommt, ist es dringend erforderlich, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst werden und die Herausforderung annehmen…
Nur wenn wir es schaffen, unsere Identität und unseren Glauben in dieser Gesellschaft zu wahren, können wir eine Bereicherung für diese Gesellschaft werden und unser Allah eine zentrale Führungsrolle übernehmen…
Die Zukunft, den Islam in diesem, unserem Land, in DEUTSCHLAND, gestalten wir, wir, die wir hier geboren und aufgewachsen sind, wir, die wir die deutsche Sprache sprechen und die Mentalität dieses Volkes kennen…
Entscheidend ist, dass wir in diesem Land unsere Religionsfreiheit haben (auch wenn wir sie häufig vor Gericht erst erstreiten müssen) und dass es keinen Grund gibt, nicht aktiv an der Neugestaltung dieser Gesellschaft mitzuwirken.
Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, dass der Bundeskanzler im Jahre 2020 ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Muslim ist, dass wir im Bundesverfassungsgericht einen muslimischen Richter oder eine muslimische Richterin haben…
Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf Erden machen, um es der islamischen Ummah (Weltgemeinschaft) und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen.“ (Ibrahim El-Zayat, islamisches Jugend-Magazin „TNT“ Ausgabe 1/1996)

7. Wie verträgt sich diese Einstellung mit einer Gleichberechtigung von Muslimen und Christen, von europäischen und nah- bzw. mittelöstlichen Kulturen?

8. Ist nicht die Einführung der islamischen Gesetze in Europa im Namen der „Integration“ und der Forderungen, die an die Christen im eigenen Land, nämlich Deutschland, gestellt werden, eine Art der Landnahme und somit eine Eroberung, die von muslimischer Seite nicht militärisch erreicht werden konnte? Also eine Taktik, den „Gottesstaat“ durch demographische Gegebenheiten zu erreichen?

9. Weshalb wird in den muslimischen Ländern der Tod einer Muslima, wie in Dresden geschehen, mit Massenmorden an Christen gerächt, während die Ermordung von Menschen wie beispielsweise der Foltermord der Mitarbeiter des Zirve-Bibelverlages einfach ungestraft bleiben kann? Weil sie Christen sind? Wie beurteilen sie das?

10. Die Augen vieler Menschen sind auf die Tragödie bezüglich der Enteignung des Klosters Mor Gabriel gerichtet, die letzte Verhandlung wird am 30. September 2009 in Ankara stattfinden. Was werden Sie tun, um das syrisch-orthodoxe Kloster zu retten? Die Antwort vor den Bundestagswahlen wäre für viele Wähler entscheidend. Wie äußern Sie sich dazu?

11. Wie sehen Sie den Zusammenhang Ihrer Person mit Wolfgang Schäuble, der Islam-Konferenz und Ibrahim El-Zayat? Wohin tendieren Sie?

Als Journalistin bedanke ich mich für die Beantwortung und weise auf das Recht der Pressefreiheit gem. Art. 5 des Grundgesetzes hin, das stets die Grundlage der Demokratie darstellen sollte.

Auf die Antworten sind wir sehr gespannt. Aber wir werden wahrscheinlich vergeblich warten…

(Text: byzanz)




Wieder ein „Ehrenmord“ in Schweinfurt?


Erst ein paar Wochen ist der „Ehrenmord“ von Schweinfurt her, bei dem ein Türke seine 15-jährige Tochter erstach, (PI berichtete). Nun erschüttert ein weiteres Verbrechen an zwei Irakern die unterfränkische Industriestadt, bei dem die Polizei trotz klaren Hinweisen auf eine Hinrichtung im orientalischen Traditionsstil erstmal von „Selbstmord“ ausgeht.

Auf seinem Weg zur Arbeit in der „Ledward“-Kaserne in Schweinfurt entdeckte ein US-Soldat am Dienstagmorgen gegen 8:40 Uhr auf einem Parkplatz die blutüberströmten Leichen eines 35-jährigen Irakers und seiner fünf Jahre jüngeren Schwägerin. Der GI rief daraufhin die US-Militärpolizei der USAG Schweinfurt, die nach Inaugenscheinnahme des Tatortes die zuständige Kripo in Schweinfurt informierte. Bei beiden Leichen wurden von den Ermittlern neben Kopfschüssen mehrere weitere Schussverletzungen festgestellt. Die Opfer lagen zusammengesackt auf Fahrer- und Beifahrersitz in einem silbernen Mercedes mit Schweinfurter Kennzeichen, der auf dem Parkplatz in der Willi-Kaidel-Straße vor der Eissporthalle „Icedome“ abgestellt war.

„Bislang ist den Ermittlern zufolge aber noch nicht klar, ob der Mann und die Frau wirklich von einer fremden Person getötet wurden, oder ob es sich unter Umständen nicht doch um einen sogenannten erweiterten Selbstmord handelte“, so der Polizeisprecher Heiko Sauer. Es werde aus diesem Grund in alle möglichen Richtungen ermittelt. Trotz intensiver Suche durch Beamte der Polizei und K9-Suchhunde des US-Sicherheitsdienstes, fehlt von der Tatwaffe noch immer jede Spur. Nach den entdeckten Projektilen zu schließen, müsse es sich um eine kleinkalibrige Tatwaffe handeln, so der Polizeisprecher. Es wurde am gestrigen Tage noch eine Sonderkommission mit Namen «Icedome» gebildet. Wie die Polizei der Stadt Schweinfurt weiter bekannt gab, wurden der Mann und seine Schwägerin am vergangenen Montagabend von mehreren Familienangehörigen erfolglos im Schweinfurter Stadtgebiet gesucht.

Da an diesem Abend der örtliche Schützenverein sein Sommerfest feierte, werden auch alle Teilnehmer, die evtl. dort geparkt haben, gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt in Verbindung zu setzen. Alle Beobachtungen, die an diesem Abend an dem Parkplatz gemacht wurden, können von Bedeutung sein.

So So… Also ein Iraker, der zusammen mit seiner Schwägerin auf einem abgelegenen Parkplatz (Schäferstündchen) mit mehreren Schüssen in den Kopf und Torso getötet wurde, die Tatwaffe jedoch bis jetzt unauffindbar ist… das kann also nur Selbstmord sein! Nicht auszudenken, wenn das ganze etwas mit dem Islam zu tun hätte, der bekanntlich doch nur Frieden bringt…

(Gastbeitrag von Sven – Foto: Polizeibeamte suchen am Rande eines Parklplatzes nahe dem Eisstadion in Schweinfurt nach Spuren)




Ihr Kinderlein kommet, O kommet doch all!

Die Zahl der Einbürgerungen geht zurück. Dramatisch. Das ist schrecklich. Zumindest findet das Thomas Kufen (Foto r. mit seinem Dhimmi-Vorbild Armin Laschet), Integrationsbeauftragter in NRW. Deswegen startet er eine Einbürgerungskampagne. „Wir wollen den Menschen die Vorteile vermitteln, die sie mit einem deutschen Pass haben” , sprachs und will vor allem die Türken erreichen.

Thomas Kufen hat sich viel vorgenommen. Zehn Städte, 500 Großflächen, 50 Veranstaltungen. Ende August fällt der Startschuss. Kufen, der Integrationsbeauftragte, will sie alle erreichen. Die Kroaten, die Italiener, die Afrikaner – vor allem aber die Türken. Gut eine Million Migranten in NRW erfüllen die Kriterien für eine Einbürgerung. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Zahl derer, die einen deutschen Pass beantragen, ist massiv rückläufig. Und Experten bezweifeln den Erfolg der Aktion. „Plakate allein tun es nicht”, kritisiert Leyla Özmal, Integrationsbeauftragte der Stadt Duisburg.

Eine bestimmte Einbürgerungsquote peile das Land nicht an, sagt Kufen. Die Landesregierung sei sich aber bewusst, dass man das Thema jetzt verstärkt angehen müsse. Und ein deutscher Pass sei nun mal ein Ausdruck gelungener Integration in unserer Gesellschaft. „Wir wollen den Menschen die Vorteile vermitteln, die sie mit einem deutschen Pass haben.” Dazu gehöre die freie Berufswahl, die Visa-Freiheit, aber auch die Teilnahme an Wahlen und die Möglichkeit, sich in öffentliche Ämter wählen zu lassen.

Jemand, der einen Pass als Beweis einer gelungenen Integration betrachtet, beweist, dass er gar nix begriffen hat.

» thomas.kufen@mgffi.nrw.de

(Spürnasen: Pillepalle und Viktor St.)




Gehört der Bonner Muslimrat verboten?

keinemoscheeDass die Bonner Ratsparteien sich vorsorglich gleich mit zwei Resolutionen von der dort noch nicht vertretenen Pro-Bewegung distanziert haben, findet der örtliche „Muslimrat“ schon ganz gut. Aber jetzt will man mehr sehen, deswegen fordert man nach Muslimart, die in diesen Tagen auch in Bonn zu sehenden Wahlplakate mit durchgestrichener Moschee mögen verschwinden. Den Worten sollten endlich Taten folgen.

Der Bonner Generalanzeiger berichtet:

Der Rat der Muslime in Bonn, dem unter anderem alle Moscheegemeinden im Stadtgebiet angehören, bezeichnete die Plakate als diffamierende und diskriminierende Hetzkampagne. Moslems empfänden sie „als Angriff auf das friedliche Zusammenleben der Bonner Bürger“, sagte Bacem Dziri vom Rat der Muslime.

„Wir fordern, dass mit allen rechtsstaatlichen und demokratischen Mitteln dem offenkundigen Rassismus entgegengewirkt wird und rufen die politischen und gesellschaftliche Akteure auf, diese Kampagne, die eine religiöse Minderheit diskreditiert, nicht unwidersprochen hinzunehmen.“ Auf Besucher aus dem Ausland – wie beispielsweise muslimische Patienten aus den Golfstaaten – könnten die Plakate bedrohlich wirken. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass das friedliche Miteinander der Kulturen und Religionen in Bonn gefährdet wird.“

Initiiert vom Integrationsrat hatte der Stadtrat im März bereits eine Resolution gegen Pro Bonn verabschiedet, in der es heißt, „alle Demokraten in Bonn sind aufgerufen, gegen derartige Ideologien und gegen Organisationen, die diese Ideologien vertreten, vorzugehen“.

Eine zweite allgemeinere Resolution – die „Bonner Erklärung gegen Rassismus“, die von der Bezirksschülervertetung (BSV) ausging – verabschiedete der Rat im Juni. Rechtsanwalt Martin Heising vom Rat der Muslime forderte nun, dass solchen Resolution Taten folgen müssten.

Ernesto Harder, SPD, verwies darauf, seine Partei habe auf Initiative der BSV hin auch Aufkleber mit dem Motto „Bonn – Stadt gegen Gewalt und Rassismus“ gedruckt. „Diese Aufkleber können im Prinzip alle Partein verwenden“, sagte Harder.

Das Rechtsamt der Stadt teilte auf GA-Anfrage hin mit, dass das Aufhängen der Plakate mit dem Anti-Moschee-Schild durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei.

Jetzt habe ich etwas nicht verstanden: Wenn doch die Plakate vom hohen Grundrecht der Meinungsfreiheit geschützt sind, die Muslime aber „Taten“ dagegen fordern … ist es dann nicht so, dass die Plakate auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, diejenigen, die „Taten“ dagegen fordern, diese gemeinsame Basis aber offenbar verlassen haben? Und müssten dann die Bonner Ratsparteien, als örtliche Repräsentanten von Volk, Staat und Verfassung sich nicht eigentlich mit einer deutlichen Resolution von dem gegen das Grundrecht der Meinungsfreiheit hetzenden Muslimrat distanzieren? Oder gar dessen Verbot anstreben?

(Vielen Dank allen Spürnasen)




Grün gegen Grün

Die Grünen demonstrieren gerade Basisdemokratie vom Feinsten. Auf Druck der Parteiführung dürfen die von der Sittenpolizei geouteten rassistischen Plakate nicht mehr gezeigt werden. Die grüne Basis demonstriert ihr Missfallen durch Überkleben (Foto). Die Grünen sind sich selbst nicht grün und zeigen Mut gegen Grün. Das nennen wir Zivilcourage!!

(Spürnase: Juris P. und Thomas D.)




Kirchennovela findet endlich einen Abschluss

Räumung der besetzten Kirche in KopenhagenNeue und hoffentlich letzte Folge der Kirchennovela aus Kopenhagen. Was bisher geschah, lesen Sie hier. Nach fast halbjähriger Besetzung von irakischen Ausreiseunwilligen der Brorson-Kirche, mit freundlicher Unterstützung des zuständigen Dhimmi-Pfarrers, wurde das Gotteshaus in der Nacht auf heute endlich gestürmt und Duzende der abgewiesenen Asylbewerber festgenommen.

Um der in der Kirche Schutzsuchenden habhaft zu werden, brauchte die Polizei sogar mehr Einsatzkräfte, als es Kirchenbesatzer festzunehmen galt. In Gewahrsam genommen wurden dabei nur die Männer. Frauen und Kinder blieben bei der Stürmung unbehelligt.

Draußen der Kirche kam es zudem zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und etwa 300 Demonstranten, die den Abtransport der Iraker verhindern wollten. Menschenrechtsgruppen und auch die Palästinenser-Flüchtlingshilfe UNHCR hatten die dänische Regierung immer wieder aufgefordert, den Irakern aus „humanitären Gründen ein Bleiberecht“ zu gewähren.

Bestürzt satt erleichtert zeigte sich auch Per Ramsland, der Pfarrer der gestürmten Kirche im Stadtteil Nörrebro und Schutzpatron der irakischen Asylsucher. Zwischen 50 und 60 Iraker haben sich insgesamt seit Mitte Mai in seiner Kirche aufgehalten, nachdem ihre Asylanträge abgelehnt worden waren.

Es bleibt zu hoffen, dass die Kirche ihre ursprüngliche Funktion als Ort des Gottesdienstes bald wieder wahrnehmen kann.

(Spürnasen: Conservative AMERICA, Brak und hadschihalefomar)




„Grundlegende Verfremdung“

Das BGH hat entschieden: Nazi-Parolen, die im Deutschen verboten sind, dürfen verwendet werden, wenn sie in eine andere Sprache übersetzt werden. Dadurch wäre eine „grundlegende Verfremdung“ gegeben. Mit anderen Worten: nur was deutsch ist, ist wirklich rechts.

Die FAZ berichtet:

Naziparolen sind künftig in der Regel nicht mehr strafbar, wenn sie in eine andere Sprache übersetzt sind. Das folgt aus einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Namen der in Deutschland verbotenen rechtsextremistischen Organisation „Blood & Honour“. Die Karlsruher Richter hoben damit am Donnerstag die Verurteilung eines Angeklagten durch das Landgericht Gera auf, der T-Shirts mit der Aufschrift der verbotenen rechtsextremistischen Organisation „Blood & Honour“ verbreiten wollte. Zwar handelt es sich dabei um die Übersetzung der Hitlerjugendparole „Blut und Ehre“ – ein Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation, dessen Verwendung strafbar ist. Allerdings haben Naziparolen nach dem Karlsruher Urteil nicht nur durch ihren Sinngehalt, sondern auch durch die deutsche Sprache ihre charakteristische Prägung erfahren. Deshalb stelle eine Übersetzung in eine andere Sprache eine „grundlegende Verfremdung“ dar, die nicht von der Strafvorschrift erfasst werde. (Az: 3 StR 228/09 vom 13. August 2009)

Darüber darf man sich durchaus wundern, vor allem, da die Verfasser hier keine ideologieverseuchten Politiker sind, sondern Richter am BGH. Kommt es bei extremistischen Parolen – gleich ob links, rechts, oder religiös – denn etwa auf die Sprache an, in der sie gegröhlt werden, und nicht auf den Inhalt?

Offensichtlich schon – meint zumindest wohl eine illusionierte Mehrheit hierzulande. Denn nur so ist zu erklären, dass die Menschen in Schockstarre verfallen, wenn irgendein minderbemittelter Glatzkopf „Heil Hitler“ schreit, aber von Bereicherung und Multikulti schwärmen, wenn eine tobende, genauso minderbemittelte Menge „Allahu akbar“ gröhlt.

(Text: Frank Furter, Foto oben: Nazi-Parole „Meglio morto che rosso“ – „lieber tot als rot“, gefunden in Norditalien)




Ich möchte Türkisch lernen!!!

Türkisch lernen: Ist das der Trend der Zukunft? Vielleicht noch nicht. Der Berliner Tagesspiegel versuchte schon vor einigen Jahren, seinen Lesern das Erlernen der türkischen Sprache in einer extra Kolumne schmackhaft zu machen. Doch das Projekt scheiterte bald. Darum musste die Media-Architektin Anke Romel eigene Wege beschreiten. Im neuen „Kiezboten“ (Foto) berichtet sie über ihre Erfahrungen. Wir bringen Auszüge.

Ich heiße Anke, bin Deutsche und brauchte Anfang des Jahres Gehirnfutter, ‚Ne neue Sprache lernen – Türkisch! – was liegt auch näher im Wedding. […]

Na dann eben persönlich im Sprengelhaus [nachgefragt]. Eine nette, junge Türkin hörte mir zu – ’nen Türkisch-Kurs und am besten noch ’n Tandem-Partner zum Üben – ihre Augen wurden immer größer und als ich fertig war, brach sie in ein freundliches Gekicher aus. DAS habe noch niemand gefragt! […]

Na dann die VHS in der Antonstraße. […] Das erste Semester ist jetzt rum und es hat voll krass viel Spaß gemacht. Die Wörter sind sooooo fremd, ich muss sie richtig auswendig lernen. Mit mir im Kurs schwitzen auch ein paar Berlinerinnen, die aus türkischen Familien kommen. Die stottern zwar bei den Vokabeln genau so dusselig rum wie ich, aber die können automatisch die Aussprache von ‚deutsch‘ auf ‚türkisch‘ schalten – boahhhh wie gemein, da werd ich neidisch!

Erste Erfolge in der Praxis habe ich auch schon: In der U-Bahn sprachen zwei junge Frauen mit einem Kleinkind, wiederholten immer wieder die gleichen drei Worte. Ich hörte genauer hin – und strahlte auf einmal. Bir, ici, üc – eins, zwei, drei! Hej! Verstanden! Das Kind lernt gerade zählen! Und auf dem Schild im Geschäft finde ich irgendwo zwischen lauter unbekannten Wörtern ‚lüften‘ – ‚bitte‘ – wieder verstanden! […]

Das bringt mich wieder zum Thema ‚Tandem-Partner‘. Im Edeka und im Sprengelhaus hängt mein Zettel. Das Alter von meinem Partner oder meiner Partnerin ist mir egal. Ich würde auch mit einem Kind Deutsch lernen und mit den Eltern Türkisch sprechen.

Es hat sich noch niemand gemeldet. Sehr schade! Warum eigentlich nicht?

Liebe Anke,
hier der Versuch einer Antwort: Die meisten Türken, jedenfalls die, die in Deinem Kiez wohnen, haben keinerlei Interesse daran, Deutsch zu lernen, wenn sie es nicht unbedingt müssen. Nicht nur unsere Worte sind denen sooooo fremd, sondern auch wir, unsere Sitten, Regeln und Gebräuche, und sie möchten, dass diese ihnen auch weiterhin sooooo fremd bleiben. Auswendig lernen tun die nix, außer dem Koran. Und an Gehirnfutter haben sie schon mal überhaupt kein Interesse. Typisch die Szene mit den beiden Frauen, die einem Kleinkind das Zählen beibringen. Auf Türkisch? In Deutschland? Na ja, zu Hartz IV wirds allemal langen! Boahhhh, wie gemein!

Und die türkische Idee von ‚Tandem‘ geht so: Der Deutsche strampelt sich ab und der türkische Partner lässt sich bequem durch die Gegend gondolieren. Anladın mı?? Verstanden?

Viele Grüße von PI!

PS: Wir sind zwar keine VHS und Sprachunterricht bieten wir auch nicht an, dafür gibt es bei uns keine Semesterpause, wir sind durchgehend geöffnet und bieten eine Menge Hintergrundinformationen über Türken und andere Immigranten.

» Email-Adresse von Anke Romel: A@mediarchitektin.de

(Quelle: Der Kiezbote. Die Stadtteilzeitung für den Sprengelkiez Nr. 3/2009)




Berlin: Kundgebung vor der iranischen Botschaft

Bereits seit März dieses Jahres sind die beiden jungen Frauen Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh Esmaeilabadim (Foto) im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis. Ihnen droht die Todesstrafe, sollten sie ihren Schritt nicht rückgängig machen.
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» BPE-Demo vor iranischer Botschaft in Berlin




Interview: Gregor Gysi zum Tag des Mauerbaus

Linke an der Berliner MauerHeute vor 48 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut, die eine ganze Stadt teilte und unzählige Menschenopfer kostete. Zum Mauerbau veröffentlichen wir nachfolgend ein Kurz-Interview* mit dem Fraktionsvorsitzenden der SED-Nachfolgepartei, Gregor Gysi.

PI: Sehr geehrter Genosse! Heute vor 48 Jahren, am 13. August 1961, wurde in Berlin die Mauer gebaut. Was empfinden Sie dabei?

Gregor G.: Also wissen Sie, das ist mir zu pauschalisierend, was Sie da sagen. Ich finde, wir müssen Mauern aufbauen. Mauern um die Orte, wo rechtsradikale faschistische Gewalt auf Deutschem Boden wieder wütet. Mügeln, Mittwaida, Passau um nur einige zu nennen. Um diese Orte müssen wir antifaschistische Schutzwälle errichten und den Klassenfeind besiegen!

PI: Aber Genosse Gregor, das sind doch alles Orte, bei denen entweder nicht einmal klar ist, ob es dort rechtsradikale Übergriffe gab. Im Fall Mittwaida….

Gregor G.: Papalapapp! Ich weiß jenau worauf Sie hinauswollen! So geht das nicht! Man kann den Faschismus nicht bekämpfen, wenn man nicht bereit ist, alles und jeden in den Dreck zu ziehen! Man muss anders interpretieren lernen im Kampf gegen Rechts! Es „hätte eine faschistische Tat sein können!“ Das ist der Tenor, den wir brauchen. Und darum sind Mauern um Orte notwendig, in denen faschistische Angriffe hätten stattfinden können. Alles andere wäre Faschismus!

PI: Sie wollen also Mauern um Orte bauen in denen….

Gregor G.: Niemand hat vor eine Mauer zu bauen. Ich liebe alle Menschen! Unterstellen Sie mir nicht so etwas. Man muss doch aber auch ökonomisch denken. Wir haben noch so viele Mauerreste. Warum diese nicht einsetzen, um den Faschismus zu bekämpfen? Dresden zum Beispiel. Da muss man ernsthaft erwägen, eine Mauer drum zu ziehen. Oder nehmen Sie Berlin…. Wilhelmstraße, Führerbunker, Tempelhof… Alles Faschismus…. Nennen wir es einmal nicht „Mauer bauen“. Nennen wir es doch lieber Antifaschistischer Schutzwall!

PI: Vielen Dank für das Kurzinterview, Genosse Gysi.

*Achtung: Satire.




Lockerbie-Attentäter wird aus Haft entlassen

Abdelbaset Ali Mohmed al-MegrahiDer libysche Attentäter Abdel Baset al-Megrahi (Foto), der für die schlimmste Flugzeugkatastrophe auf britischem Boden verantwortlich ist und für das Attentat auf Pan Am Flug 103 mit 270 Toten 1988 über dem schottischen Lockerbie zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, soll jetzt auf freien Fuß kommen, weil der Massenmörder unheilbar an Prostatakrebs erkrankt ist.

Unser Rechtssystem ist anscheinend so „human“, dass lebenslänglich nicht einmal für Terroristen wirklich lebenslänglich sein darf. Dabei hätte al-Megrahi besten Grund, einen ähnlichen Versuch zu wiederholen, hat er doch nichts mehr zu verlieren, nur noch das „Märtyrerparadies“ zu gewinnen.

Der 1952 in Tripolis geborene ehemalige libysche Geheimdienstoffizier, der in den 70er-Jahren in den USA studiert hatte, befand sich nach dem Anschlag auf der FBI-Liste der zehn meist-gesuchtesten Verbrecher. Doch erst 2001 konnte al-Megrahi, der bis zum Schluss seine Unschuld betonte, überführt und „lebenslänglich“ inhaftiert werden. Wenn der libysche Terrorist tatsächlich bald freikommen wird, hat er für die Ermordung von 270 Menschen gerade einmal sieben Jahre hinter Gittern verbracht.

(Spürnase: Barbara)




Keine Burkinis in Frankreichs Schwimmbädern

Im Gegensatz zu deutschen unterstützen französische Politiker und Arbeitgeber Bademeister, die Frauen im Burkini aus hygienischen Gründen nicht ins Wasser lassen. Was bei uns Fortschritt ist und als integrationspolitische Meisterleistung gefeiert wird, gilt in Frankreich auch bei den Linken als „politisches und militantes Vorhaben„.

Mit einem Auftritt im Ganzkörper-Badeanzug hat eine Muslimin in Frankreich eine öffentliche Debatte ausgelöst. Die etwa dreissigjährige Frau wollte mit einem «Burkini» in einem Schwimmbad ins Wasser gehen, kam aber nicht am Bademeister vorbei.

Der Bademeister in Emerainville bei Paris habe ihr «aus Hygienegründen» verboten, mit der langen Hose, der überhüftlangen Tunika und dem badehaubenartigen «Schleier» zu schwimmen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Gemeindeverbandes Val-Maubuée im Osten von Paris, Daniel Guillaume.

Daraufhin sei die Frau zur Polizei gegangen, um Anzeige zu erstatten. Weil das Baden mit Kleidung in Schwimmbädern aber verboten sei, habe die Polizei dies verweigert, so dass die Frau den Fall lediglich zu Protokoll geben konnte.

Der Bürgermeister von Emerainville gab den Angestellten des Schwimmbades Recht. Männer dürften auch nicht mit normalen Shorts ins Becken gehen, sondern müssten aus hygienischen Gründen eine Badehose tragen, betonte Alain Kelyor.

Im übrigen habe die ganze Angelegenheit «nichts mit dem Islam zu tun», sagte er. Der «Burkini» sei kein islamischer Badeanzug, «diese Art von Anzug gibt es im Koran nicht».

Der kommunistische Abgeordnete André Gerin sagte der Tageszeitung «Le Parisien», das Verhalten der Frau sei eine Provokation. «Zur Polizei rauschen, den Staatsanwalt anrufen, das zeigt doch ganz deutlich, dass hinter ihrer Kleidung ein politisches und militantes Vorhaben steht.»

Solche Ansichten wünscht man sich auch für Deutschland!

(Allen Spürnasen herzlichen Dank)