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Imam Idriz und die Scharia

Imam Bajrambejamin IdrizImam Bajrambejamin Idriz entstammt einer Familie, die seit vielen Generationen Imame und Theologen hervorbringt. Dieser Tradition folgte er schon in seiner Jugend und konnte den Koran bereits im Alter von elf Jahren auswendig aufsagen, womit er den Ehrentitel Hafis erwarb. Umso erstaunlicher sind die Diskussionen, die er sich jüngst bei einer Veranstaltung im Pfarrsaal der katholischen Gemeinde Penzbergs mit Islamkritikern lieferte.

Zunächst hatte Idriz einen Vortrag gehalten, in dem er sich darüber beklagte, dass Gruppen wie Politically Incorrect und Pax Europa die friedliche Integration behindern würden, indem sie beispielsweise Video-Interviews mit Penzberger Bürgern über den Islam führten. Er habe sich alle Interviews angesehen: „Daher weiß ich sehr gut, wer was gesagt hat. Meine Penzberger haben sehr gut geantwortet“.

Dies lag in erster Linie daran, dass die meisten Interviewten faktisch keine oder nur sehr wenig Ahnung vom Islam haben und dem Penzberger Imam daher (noch) seine wohlfeilen Sprüche vom friedlichen Zusammenleben und dem „harmlosen“ Euro-Islam abnehmen. Seinen finanziellen Förderer Scheich Sultan bin Mohammad al-Qassimi vom Emirat Schardscha stellte er mal wieder als besonders kooperationsbereit dar, da er „acht Kirchen“ dort gebaut habe. Dies sollte man bei Gelegenheit einmal nachrecherchieren, denn in der Vergangenheit entpuppten sich viele Behauptungen des frommen Imams als handfeste Falschdarstellungen. Der „Spiegel“ berichtet zumindest über aktuelle Verhaftungen von unverheirateten Paaren im „modernen“ Schardscha. Sie würden allerdings nicht ausgepeitscht, sondern nur ins Gefängnis gesteckt. So sieht wohl Fortschrittlichkeit im Islam aus. Und so scheine es im Moment, frei nach Idriz, einen wahren Kirchenbauboom in der arabischen Welt zu geben, denn in Kuwait werde beispielsweise eine große Kirche „mitten im Zentrum“ gebaut und Katar finanziere ein Grundstück für eine christliche Gemeinde. Irgendwie decken sich diese Geschichten nicht so ganz mit den erschreckenden Berichten über verfolgte und ermordete Christen überall in der islamischen Welt.

Bei der anschließenden Diskussion wurde es dann spannend in Penzberg. Eine jüdische Mitbürgerin stellte Idriz eine Frage, die einen bemerkenswerten Wortwechsel nach sich zog:

„Sind Sie bereit, sich vollkommen von der barbarischen Scharia zu distanzieren“?

„Wie kommen sie auf den Begriff barbarische Scharia?“

„Die Scharia ist barbarisch.“

„Was ist die Scharia?“

„Die Scharia ist das islamische Gesetz!“

„Wo steht das?“

„In Ihren Büchern.“

„In welchem Buch? Mein heiliges Buch ist der Koran.“

„Im Koran sind doch die Grundlagen der Scharia.“

„Der Islam hat keine barbarische Scharia.“

„Da werden also keine Hände abgehackt und Frauen gesteinigt?“

Es ist schon hochinteressant, wie Idriz versucht, sich um die Beantwortung dieser einfachen Frage herumzuwinden. Indem er die Fragestellerin selbst mit Gegenfragen zur Scharia bombardiert, die er selbst am besten beantworten könnte, versucht er vom eigentlichen Thema abzulenken. Es ist eine regelrechte Dreistigkeit, wie er die Anwesenden im katholischen Gemeindehaus zu Penzberg hinters Licht zu führen versucht. Die Scharia ist das islamische Rechtssystem, das weiß jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Islam beschäftigt. Und die Scharia speist sich bekanntermaßen aus dem Koran und den Hadithen, den Sammlungen der Aussprüche und dem Verhalten des Propheten Mohammed. Wenn sich die ahnungslosen Penzberger Bürger einmal informieren wollen, sollten Sie diesen hochinteressanten Artikel aus „Europe News“ über die Scharia nachlesen. Aber es könnte sein, dass die heile Welt in der oberbayrischen Gemeinde durch unangenehme Fakten durcheinandergewirbelt werden könnte.

Mittlerweile schreibt sogar der Spiegel von einem „Vorzeige-Imam mit seltsamen Verbindungen – Muslimischer Geistlicher im Zwielicht“. Idriz belegte demnach ein Fernstudium bei einem Privatinstitut im französischen Château Chinon, das nach Recherchen der Spiegel-Redakteurinnen höchst bedenklich erscheint (Hervorhebungen durch PI):

Doch das Privatinstitut genießt bei Insidern einen höchst zweifelhaften Ruf. Unterstützt mit Geld aus den Golfstaaten und Saudi Arabien soll dort der Vorrang der Scharia vor weltlichem Recht gelehrt werden. Den wissenschaftlichen Rat der Einrichtung führt Scheich Jussuf al-Karadawi an, der schon mal Selbstmordattentate rechtfertigte. Für die Marburger Religionswissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann ist klar: Wer dort studiert habe, sei „ideologisch von islamistischem Gedankengut geprägt“.

Idriz hat dort also sehr wohl verinnerlicht, dass das Ziel des Islams die Installierung der Scharia, die Errichtung eines Gottesstaates und die Überwindung der von Menschen gemachten Demokratie ist. Und so führte er seine Gesprächstaktik wie üblich fort, wenn es thematisch eng für ihn wird: Dann bringt er gebetsmühlenartig die Geschichte vom Massaker in Srebrenica. Dabei lässt er immer unerwähnt, dass die muslimischen Kämpfer zivil gekleidet waren und daher Gefallene schwer von Zivilisten zu unterscheiden waren. Fast alle Opfer waren übrigens bezeichnenderweise männlich. Idriz verschweigt auch, dass in den Jahren 1992-1995 Muslime Massaker an geschätzt 1000 bis 3000 bosnischen Serben verübt hatten. Und er lässt auch wohlweislich die Vorgeschichte mit vielen Vergewaltigungen und anderen Ausschreitungen von Muslimen an „Ungläubigen“ aus. Das passt dann doch nicht so sehr in die Geschichte von armen, wehrlosen Muslimen, die von bösen Serben dahingemetzelt wurden. Bei den Opferzahlen steigern sich seine Schilderungen in astronomische Höhen. Die 8000 Opfer von Srebrenica multipliziert er mal eben 25-fach:

„Wenn Sie sagen, dass es eine barbarische Scharia gibt, dann wollen Sie damit sagen, dass der Islam barbarisch ist. Wissen Sie, wer die Barbaren sind? Die vor 15 Jahren am 11. Juli in Srebrenica 200.000 Muslime getötet haben. Waren diese Muslime barbarisch? Und hier in Penzberg gibt es keine barbarischen Muslime. Der Koran sagt, dass Allah die Menschen unterschiedlich geschaffen hat, damit sie sich kennenlernen. Nicht, damit sie Kriege führen. Distanzieren Sie sich von den Nazis!“

Es ist eine Unverfrorenheit von Idriz, die jüdische Mitbürgerin zu einer Distanzierung von „Nazis“ aufzufordern. Denn er weiß, dass sie Mitglied bei Pax Europa und der PI-Gruppe München ist, und so stellt er diese Gruppierungen hiermit als rechtsextrem dar. Mit einer solchen Unterstellung hat er sich als Taqiyyist geoutet, als jemand, der immer wieder die Wahrheit nach Belieben auf den Kopf stellt. Und gleichzeitig hat er sich damit rund eintausend Personen nicht gerade zu seinen besten Freunden gemacht. Gegenangriff ist nicht immer die beste Verteidigung, Herr Imam. Die Nazikeule kann sehr wohl auch zurückschwingen, denn die einzigen, die sich im Moment mit Vergasungsphantasien brüsten und von Hitlers Vernichtungswerk schwärmen, sind jede Menge Moslems in ganz Europa, die den Juden den Tod wünschen. Genau wie es der Prophet Mohammed vorexerziert hat. Sie schrieen auf dem „Hilfsschiff“ nach Gaza „Kaybar – die Armee Mohammeds kommt wieder“ und erinnern dabei an die Schlacht in der Oase Kaybar im Jahre 628, bei der eine muslimische Armee die dort ansässigen Juden überfallen und niedergemetzelt hat. Viele Moslems schreiben bei Facebook „Hitler hat sein Werk leider nicht ganz vollendet“ und man solle „alle Juden vergasen“. Wir erinnern uns auch deutlich an den Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini, der in Hitler einen Gesinnungsgenossen sah und eine bosnische Waffen-SS Division aufstellte. Daher war die Antwort des jüdischen Pax Europa-Mitgliedes konsequent:

“Die Nazis haben Teile meiner Verwandtschaft umgebracht, natürlich distanziere ich mich von Nazis! Aber Ihr Prophet hat selbst 800 Juden in Yathrib töten lassen!“

An dieser Stelle unterbrach der katholische Gemeindevertreter erst einmal die Diskussion. Er erwarte, dass die Fragesteller die Personen hier im Raum schätzen sollten. Die Anwesenden seien hier, um sich gegenseitig kennenzulernen. Penzberg stehe für gegenseitiges Schätzen.

Da ist der gutmütige Katholik wohl den Flunkereien des Penzberger Imams aufgesessen, die schon an der Eingangstür seiner Moschee beginnen. Dort steht der Koranvers 49:13 verfremdet übersetzt in Stein gemeißelt. Dieses von Idriz immer wieder zitierte „Kennenlernen“ steht so gar nicht im Koran, sondern es geht um das gegenseitige „Erkennen“ von Muslimen in den unterschiedlichen Stämmen und Völkern. Dies wird selbst von islamischen Gelehrten so dargestellt, und wir haben dies bereits in einem früheren Artikel ausführlich dargestellt. Aber Idriz wiederholt seine Flunkereien unbeirrt.

Der Sumpf wird immer tiefer, je weiter man Idriz’ Spuren folgt. Der „Islamischen Zeitung“ gab er kürzlich ein Interview, in dem er mit „Lieber Benjamin“ angeredet wurde. Man scheint sich also schon lange und gut zu kennen. Der Herausgeber dieser Zeitung ist ein gewisser Andreas Abu Bakr Rieger, der 1993 in Köln eine extremistische Rede mit schlimmstem Inhalt hielt. Auszüge:

„Wir sind eine Gruppe deutscher Muslime und freuen uns, dass wir hier von Euch türkischen Brüdern so freundlich aufgenommen wurden (…) wir haben heute hier sehr sehr viele Kämpfer gesehen, künftige Kämpfer für den Din vom Islam und das hat uns sehr viel Mut gemacht (…) wie die Türken, so haben auch wir Deutsche oft schon in der Geschichte für eine gute Sache gekämpft, obwohl ich zugeben muss, dass meine Großväter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz gründlich waren (…) aber heute haben die jungen Deutschen keine Ziele mehr (…) wir wollen viele junge Deutsche bereit machen, den Din anzunehmen, damit der Islam in Deutschland eine wirkliche Macht wird, auch unter den Deutschen“.

Mit dem „gemeinsamen Hauptfeind“, bei dem „die Großväter nicht so ganz gründlich waren“, sind natürlich die Juden gemeint. Unfassbar, was hier für ein massenmordlüsternes Gedankengut sichtbar wird. Aber unter dem Deckmäntelchen der Religionsfreiheit darf man solche Aussagen offensichtlich von sich geben. Rieger hat sich bis heute nicht von dieser Rede und seinen Inhalten distanziert. Warum auch? Wer wie er den Koran studiert und die Hetze gegen Juden verinnerlicht hat, der denkt eben so. Sein Gott hat es ihm schließlich vorgeschrieben.

In Penzberg ging die Diskussion mit Imam Idriz nun weiter. Ein Bürger fragte, von welchen Koranstellen sich Idriz denn lossagen könne. Als Beispiele nannte er die Taqiyya-Verse, in denen Allah als „der beste Listenschmied“ dargestellt wird (3:54), und „jeden in die Irre führt, wen er will“ (42:44).

Die Antwort von Bajrambejamin Idriz:

„Das ist eine hochtheologische Frage. Ein Muslim kann sich nicht von einem Koranvers distanzieren. Der Koran ist vor 1400 Jahren in einem Ort veröffentlicht worden, und einige Verse sind dort geblieben. Einige sind historisch und sind in diesem Jahrhundert geblieben. Wenn da zum Beispiel steht „Tötet“, dann gilt das nur für den Krieg, der damals stattgefunden hat.“

Hierzu kam dann prompt die Nachfrage des Bürgers:

Könnte ich das schwarz auf weiß haben?

Darauf Idriz:

„Das steht alles in dem Buch, das wir im Oktober veröffentlichen. Der Koran gilt für mich nur für die religiösen Dinge. In Deutschland ist für mich das Grundgesetz gültig“.

Auf dieses geheimnisvolle Buch darf man gespannt sein. Denn im Islam ist alles religiös. Auch der Kampf um die Herrschaft und das Töten dabei, denn Allah will es so. Der Koran ist als Allahs direkte Anweisung wörtlich zu nehmen und zeitlos gültig. Der Hinweis auf ein ominöses Buch in der Zukunft ist nichts anderes als ein Ausweichen, ein Taktieren, ein Auf-Zeit-spielen. Idriz wird sich darin von keinem einzigen Gewaltvers des Korans lossagen. Denn wir wissen ja: Solange Muslime in der Minderheit sind, sollen sie sich dem Koran gemäß unauffällig, tolerant, geduldig und kooperationsbereit zeigen. Wenn man auf die Hilfe der „Ungläubigen“ nicht mehr angewiesen ist und in Machtpositionen kommt, dann soll der Kampf beginnen. Hierzu gibt es auch offizielle islamische Rechtsgutachten, die Fatwen:

Diese [veränderte Handlungsweise] gilt, wenn die Muslime die Oberhand haben [die politische oder/und militärische Hoheit] und wenn keine verderblichen Folgen befürchtet werden müssen. Wenn die Muslime schwach sind [politisch bzw. militärisch] – so wie die Lage derzeit ist – müssen sie sich gemäß der Koranverse, die zur Toleranz und Duldung aufrufen, verhalten. Diese [Anweisungen] beruhen auf zwei grundlegenden Fakten:

1. Allah beauftragt nur denjenigen, der in der Lage ist [den Auftrag auch auszuführen]. Die Beweise dafür wurden genannt. Die Muslime sind derzeit nicht in der Lage, gegen die anderen [Nichtmuslime] zu kämpfen.

2. Der Gelehrte des Islam, Ibn Taymiyya, erkannte diese Tatsache. Er erwähnte, dass sich ein Muslim in einer Situation der Schwäche gemäß der Texte zu verhalten hat, die zu Toleranz, Vergebung und Geduld aufrufen. Wenn der Muslim jedoch in einer starken Position sei, müsse er sich gemäß der Texte verhalten, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufrufen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich fundamental orientierte Moslems auch in Deutschland stark genug fühlen, um nach der Macht zu greifen. Dann wird es wie überall, wo sich der Islam ausbreitete, zu ausufernder Gewalt und Bürgerkrieg kommen. Ein ganz wichtiger Schritt, um diese Entwicklungen im Ansatz zu unterbinden, ist die Forderung an islamische Verbände nach einem schriftlichen und unbefristeten Verzicht auf die Scharia. Die Reaktion des Penzberger Imams zeigt deutlich, wie sehr tiefgläubige Muslime diese Forderung fürchten. Hier trennt sich ganz klar die Spreu vom Weizen zwischen denen, die es aufrichtig mit dem uneingeschränkten Bekenntnis zur freien und demokratischen westlichen Gesellschaft meinen, und denen, die nur taktieren und an die Umformung zu einem islamischen Gottesstaat hinwirken.

In der Münchner CSU wird jetzt um die politische Umsetzung dieser Forderung gerungen. Von diesem Ansatz, der maßgeblich vom türkischstämmigen Aleviten Dr. Aydin Findikci erarbeitet wurde, kann eine Signalwirkung auf ganz Europa ausgehen. Der politische Islam muss gebändigt werden, sonst wird es in den kommenden Jahren brandgefährlich. Hierzu müssen die naiv-hoffenden Gutmenschen, von denen viel zu viele dieses Land politisch gestalten, endlich aufwachen und erkennen, mit welch knallharter Ideologie sie es zu tun haben. Mittlerweile gibt es so viel Aufklärung und Information über das Wesen des Islams, dass später niemand mehr sagen kann, er habe von nichts gewusst. Keiner wird sich herausreden können. Schon heute zeigt sich, wer sich schuldig an der kommenden Katastrophe macht und wer sie zu verhindern versucht.

(Text: byzanz)