Ein weiteres Beispiel für die oft behauptete „Meinungsvielfalt“ der deutschsprachigen Presselandschaft ist die kürzlich auf Initiative der „EFD-Group“ (Euroskeptische Fraktion im EU-Parlament) abgehaltene Euro-Konferenz, zu der MdEP Nigel Farage höchstpersönlich in das Parlament nach Brüssel geladen hatte und u.a. Prof. Dr. Hankel referierte.

Bis auf die International Business Times war bisher in den gesamten MSM kein einziges Wort zu finden:

Prof. Dr. Wilhelm Hankel und Philipp Bagus bei Nigel Farage

Prof. Dr. Hankel und Prof. Dr. Philipp Bagus sprechen in einer Konferenz, organisiert von Nigel Farage, in Brüssel über die Eurokrise. Die Eurokrise ist nach Hankel eine politische Krise, die selbst gemacht wurde. „Wir hätten niemals eine Eurokrise gehabt ohne die Rettungspakete,“ sagte Hankel. Bagus stellt klar, dass ein Ausstieg aus dem Euro billiger wäre als dessen Erhalt.

Prof. Dr. Wilhelm Hankel:

„Meine Damen und Herren, das Chaos um dem Euro und seine Zukunft könnte nicht größer sein. Aber was für eine Krise haben wir überhaupt? Wir haben eine Währungskrise, wir haben eine Staatskrise, wir haben eine Bankenkrise.

Diese Frage kann auch auf eine andere Art und Weise beantwortet werden. In der dreitausend jährigen Geschichte der Währungen wurde noch nie ein Fall berichtet, in dem eine Währung seinen Staat oder seine Banken zerstörte… Nur wenn Staaten oder Banken nicht den Regeln der Währung folgen, dann können sie scheitern. Darum ist der eigentliche Grund für die Krise eine Lüge ausgehend von den Staaten und deren Banken. Sie hätten gute Chancen gehabt, die Regeln zu akzeptieren und zu befolgen.

Nur die Zentralbank ist verantwortlich für die Stabilität seiner Währung. Wenn eine Zentralbank den Regeln folgt, kann keine Inflation entstehen. Aber das wirklich ungeheuerliche an dieser Krise liegt daran, dass die EZB versucht hat einige Staaten in ihre eigenen Problem zu unterstützen. Ich habe dem Verfassunggericht erklärt, dass wir niemals eine Eurokrise gehabt hätten, wenn wir nicht diese Rettungspakete angeschoben hätten. Griechenland hätte aus dem Euro austreten müssen. Griechenland hätte seine Schulden 1:1 in Drachme umtauschen können. Im Falle einer Pleite hätte Griechenland seine Zahlungen einstellen können.

Südeuropäische Länder haben seit Jahrhunderten schwache Währungen. Bevor wir den Euro hatten, waren die Zinsen in diesen Ländern bei 15 bis 18 Prozent. Mit dem Euro kamen sie fast auf deutsches Niveau zu 3 Prozent runter. Was war die Konsequenz daraus? Politiker in diesen Ländern begannen billige Kredite aus dem Ausland aufzunehmen und damit Inflation und deftige Defizite aufzubauen. Was nun passierte war, dass die Zinsen wieder auf den ursprünglichen Stand zurück kamen. Die tiefen Zinsen in diesen Ländern waren nie gerechtfertigt, und dadurch auch nicht aufrecht zu erhalten.

Dadurch, dass die Zinsen wieder auf dem ursprünglichen Niveau angelangt waren, haben diese Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren. Wenn ein Land seine Wettbewerbsfähigkeit verliert, dann hat dieses Land nur eine Chance: Die Währung muss abgewertet werden. Wenn sie nicht abgewertet werden kann, steuert das Land auf eine Katastrophe zu. (…)

Prof. Dr. Philipp Bagus:

„Die Kosten der Europäischen Währungsunion sind bereits immens und steigen immer mehr… Heute wäre der richtige Zeitpunkt, um aus dem Euro auszusteigen… Der Euro ist eine strukturelle Fehlkonstruktion. Eine Währung kann nur eine Regierung haben. In der Eurozone haben wir mehrere Regierungen mit unterschiedlichen Budgets und Defizite… Die Effektivität der Währung ist nicht gegeben.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt, der diese Unterschiede hätte glätten sollen, hat versagt… Die Schuldenkrise führt zu einer Zentralisierung der Macht in Brüssel. Wir bewegen uns schnell in Richtung Sozialismus zu… Der EFSF müsste, um alle Schulden der Peripherieländer zu garantieren, mindestens 1.45 Billionen Euro enthalten… Dadurch, dass die Garantien Italiens und anderer Schuldenstaaten wertlos werden können, müsste Deutschland etwa 32 Prozent seines BIP’s garantieren… Noch mehr käme dazu, wenn Frankreich Probleme bekommen würde.

Bei einem Ausstieg aus dem Euro würden verschiedene Kosten auftreten… Einige Studien wurden dazu bereits geschrieben und haben horrende Kosten aufgelistet…“

Bagus glaubt nicht daran, dass die Kosten so hoch wären. Der Handel zwischen den Staaten würde weitergehen wie bisher. Die Probleme, die sich durch einen Ausstieg aus dem Euro ergeben, wären alle lösbar. Alternativlos ist der Euro sicherlich nicht. (…)

Sehen Sie hier die ganze Konferenz:

Bei Interesse hier den gesamten Artikel lesen…

(Herzlichen Dank allen Spürnasen)

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24 KOMMENTARE

  1. #4 Erwin Mahnke (18. Okt 2011 07:51)

    Man fragt sich, ob vor den Banken nicht eher die Medien abgeschafft gehören.

    die medien werden auch noch ihren rettungsschirm bekommen, wart`s ab.
    es gab schon leute, die angesichts des leserschwundes eine zeitungs-gez gefordert haben, um sich ihren fetten a+r+s+c+h+ subventionieren zu lassen.

  2. Meine Überzeugung ist folgende:
    Die Zeit der doch noch recht friedlichen
    außerparlamentarischen u.politischen Aus-
    einandersetzungen geht nun langsam auf
    sein Ende zu.
    An einen so friedlichen Umbruch wie es die
    Wiedervereinigung Deutschlands war,glaube
    ich nicht.Damals ging es noch nicht an die
    Substanz unserer Nation.Hier geht es ja
    um den deutschen u. gesamteuropäischen
    Wirtschaftsraum u.speziell um die demogra-
    fische Entwicklung in Deutschland u.Europa.
    Auch ich bin um den Schlaf gebracht,denk ich
    an Deutschland in der Nacht.(frei nach
    Heinrich Heine)
    Wenn wir jetzt versagen,unduns nicht um unsere
    Zukunft kümmern,dann ist die einstige Nation
    der Dichter u. Denker dem sicheren Untergang
    geweiht.

  3. Zbigniew Brzezinski,der gut vernetzte ehemalige Berater Carters und ausgemachte Antisemit, hat sich mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit gewandt, der vorsichtig gesagt besorgniserregend klingt.

    “ Wissen Sie, ich schaue mir die weltweiten Riots an die sich entwickeln. Sie sind Ausdruck großer Leidenschaft,tiefempfundenen Ärgers und Angst.Nun ist die Frage, „Wo wird das hinführen?“Wie kann das irgendwie konkretisiert werden? Ein Gedanke ist mir gekommen – und lassen sie ihn mich ganz inoffiziell äußern, ohne dass ich ihn richtig und systematisch durchdacht habe – ich denke es wäre zunehmend hilfreich,wenn es eine Bewegung gäbe, die weltweit Listen erstellen würde von denen, die enorme Mengen an Geld,schnell und hauptsächlich durch Spekulation gemacht haben und diese Tatsache regelrecht vor ihrem sozialen Umfeld verbergen. Wissen Sie, wie viele Amerikaner wissen zur Gänze wie viele gute Leute, wie sagen wir mal Warren Buffet und andere wirklich eine Menge ihres Geldes der Wohltätigkeit spenden, philanthropischen Projekten? Aber wie viele andere sind in den Hedge Fonds, den Banken und einer Reihe anderer Plätze, die auf Grund von Spekulation real Millionen von Dollars gemacht haben, die ein Normalbürger in einem Jahrhundert oder zwei machen würde? Ich möchte solche Listen sehen. Und es sollte nicht so schwer sein sie zu erstellen.

    http://weaselzippers.us/2011/10/17/former-carter-adviser-zbigniew-brzezinski-on-ows-there-should-be-a-list-of-very-wealthy-who-do-not-give-to-charity/

    Ist dieser Mann einfach nur irre????

  4. Merkel, Barroso, Khameni, Obama, Mumia abu Jamal,Steinbrück, Attac, die US Neonazis, China…

    Alle lieben „occupy Wall Street“.Die Welt wird doch an jedem Tag ein wenig besser!Ich denke selbst Gaddafi fühlt in seinem Versteck mit den tapferen Demonstranten!
    Haben sich der Dalai Lama und Desmond Tutu schon gemeldet?

  5. Vorbildlich!!!

    occupy Frankfurt Face Book:

    „Wir haben endlich Internet im Camp. Außerdem haben wir jetzt das Wiki so gesperrt, dass es nicht mehr von jedem bearbeitet werden kann. Unser Presse-Team im Camp wird sich jetzt um die Aktualisierung kümmern.
    vor 19 Stunden“

    Beruhigend zu wissen.

  6. Man könnte eine neue Rubrik einführen:
    Die Lüge des Tages
    Im Sinne dieser Fjordman-Worte:

    „Unsere gesamte Gesellschaft ist im Wesentlichen zu einer großen Lüge geworden. Unsere Medien, unsere Schulen und unsere politischen Führer wiederholen diese Lügen jeden einzelnen Tag.“
    http://willanders.wordpress.com/2009/12/26/fjordman-den-kommenden-zusammenbruch-uberleben/

    Die Wahl fiele natürlich schwer. Für gestern hätte dieses Aussicht auf einen vorderen Platz:

    Die Begleitumstände des Präsidenten-Besuches sprechen für sich. Nachdem die Visite Christian Wulffs Mitte September kurzfristig abgesagt werden musste, weil ein Terrorkommando die US-Botschaft attackiert hatte, konnte sie auch jetzt nur unangemeldet stattfinden – aus Sicherheitsgründen. Dies hinderte das Staatsoberhaupt nicht daran, Kabul als pulsierende Metropole zu würdigen und die Fortschritte im Land zu rühmen.

    Die Widersprüche zwischen den öffentlichen Erklärungen und der Realität könnten größer kaum sein. Offiziell wird die Darstellung aufrechterhalten, dass sich die Dinge trotz mancher Widrigkeiten zum Positiven entwickeln.

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1318610494095

  7. Diese Konferenz wurde von den MSM Totgeschwiegen. Noch Fragen?

    Euro, Euro über alles, über alles in der Welt! Weil mit Deinem Untergange die Union Europas fällt…..

    Um diese Diktatur loszuwerden müssen wir wohl unseren Wohlstand Opfern.

  8. @Peter Blum,
    die 200 000 Petitionen über Abgeordneten Check auch.
    Dafür war der Werbeseehund von occupy Frankfurt schon bei Illner bevor die Aktion überhaupt begonnen hatte.

    Zu Frankreich wird und eigentlich immer verschwiegen, dass die private Verschuldung ( Konsumenten und Unternehmen) ebenfalls exorbitant ist. Damit ist die Trennung von Investment und Kundenbereich keineswegs die „Rettung“.
    Beide Bankenbereiche stehen auf der Kippe und wir dürfen nicht nur Frankreichs öffentlichen Dienst bezahlen, sondern auch den Privatkonsum und die durch Erpressung „errungenen“ hohen Löhne…

  9. Wen kann es noch wundern, daß die euroskeptische Fraktion im EU-Parlament nicht die ihr zustehende Aufmerkamkeit in den Massenmedien erhält ?

    Die MSM sind zu Brüsseler Jubel-Onkels verkommen, das beweisen sie tagtäglich.

  10. Das die Rote-bis Dunkelrote Presse darüber nichts berichtet ist klar, sind sie doch Intrumente des Politbüros.

    Aber warum berichten nicht Zeitungen wie die JF oder Weltwoche darüber?

    Cyrus

  11. Das hier ist zur Abwechslung mal eine fundierte Medienkritik: In der „Neuen Zürcher“ bespricht der Kommunikationswissenschaftler Stephan Russ-Mohl den amerikanischen Sammelband „Bad News“, in dem verschiedene Autoren die klägliche Rolle des Wirtschaftsjournalismus‘ in der Finanzkrise beschreiben. In dem Buch wird auch die zu enge Beziehungen zwischen Journalisten und ihren Informanten kritisiert:

    „Dieses enge Verhältnis füge der Gesellschaft oftmals Schaden zu. Zudem verleite Hybris Journalisten zur Fehleinschätzung, sie könnten als Empfänger von Informationen verzerrte und fehlerhafte Darstellungen aussortieren, solange sie nur die Information selbst bekommen. Allzu oft flüchteten Redaktionen obendrein in ,He said, she said‘-Berichterstattung, ein ,einfaches, wenig ausgewogenes Reportieren der verschiedenen Positionen, ohne jedwede Analyse‘ – als würde ,ein farbenblinder Reporter über den Himmel berichten und denen, die ihn für orangefarben erklären, gleiches Gewicht geben wie denen, die ihn für blau halten‘.“

    „Mitschuld an der Finanzkrise?
    Amerikanische Experten beleuchten die Rolle des Wirtschaftsjournalismus“:

    http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/mitschuld_an_der_finanzkrise_1.13034830.html

  12. #14 Peter Blum (18. Okt 2011 11:07) Um diese Diktatur loszuwerden müssen wir wohl unseren Wohlstand Opfern.

    LOL, welchen Wohlstand???
    Die 1-€-Jobs?
    Die prekären Zeitarbeitsverhältnisse?
    Die H4-Aufstockung trotz Vollzeitarbeit?
    Die steigenden Sozialausgaben trotz sinkender Arbeitslosigkeit?
    Die x-te reale Rentenkürzung?
    Das Ende des Geldes vor dem Ende des Monats?

    Sorry ;-), das ist gemein, ich weiß, aber was ich teilweise in meinem direkten Umfeld mitbekomme, läßt sich nur noch mit Zynismus halbwegs verarbeiten.

  13. #5 kongomüller

    Ja ich weiss. Sie wollen eine GEZ-ähnliche Gebühr für das Internet dahingehend umwidmen, dass die Printmedien alimentiert werden. Noch habe sie es sich nicht getraut, aber die Verlockung für die Politiker muss riesengross sein, denn wer zahlt bestimmt, was geschrieben wird.

    Davon abgesehen, gehören der SPD ja schon eine Menge Zeitungen. Flösse das Geld also direkt in die Parteikasse. Interessenskonflikte sehen nur Miesmacher.

  14. Wenn Merkel keinen Text vorgibt, dann können die Massenmedien auch nichts schreiben.

    Journalisten hatten früher eine Ausbildung. Da aber bei den Linken der Leistungsdruck abgebaut wurde, musste auch keine Ausbildung zum Journalisten als Qualifikaation vorgezeigt werden.
    Bei der anderen Zeitung abschreiben reicht völlig aus, um sich als König der Buchstaben fühlen zu können.

  15. Ein weiteres Beispiel für die oft behauptete “Meinungsvielfalt” der deutschsprachigen Presselandschaft ist die kürzlich auf Initiative der “EFD-Group” (Euroskeptische Fraktion im EU-Parlament) abgehaltene Euro-Konferenz.

    …wie bitte? Das ist doch ein Widerspruch in sich selbst!? Als würden Schlachter über die Zukunft der Vegetarier sprechen – oder der Papst über Familienpolitik 🙂

    zu der MdEP Nigel Farage höchstpersönlich in das Parlament nach Brüssel geladen hatte und u.a. Prof. Dr. Hankel referierte.

    Als ob das eine Bedeutung hätte….Unfähigkeit trifft Panikmache. Vor mir aus dürfen die Briten die EU gerne verlassen und dann ihre sog. „Europaparlamentarier“, wie den Herren Farage (der so europäisch ist, wie der letzte Kaiser von China es war), gerne mit auf die Insel nehmen.

    #1 HarryM (18. Okt 2011 06:47)
    Hierzu ist folgende Meldung aufschlußreich:
    http://kopp-online.com/nachrichten/finanzkrise-deutschland-druckt-wieder-dm-scheine-.html
    Deutschland druckt wieder DM-Scheine!

    ….eine tolle Meldung, erinnert an die Schlagzeilen über den „Fäkal-Dschihad“ zu Zeiten des EHEC-Hypes. Leute, Leute…..dabei hat die angebliche Bush-Dame sogar teilweise recht, der Euro in der jetzigen Form ist dringend reformbedürftig, aber das ist doch schon lange bekannt und mit ESM und Wirtschaftsregierung sind die Lösungen schon in Sicht. Wenn die USA mit ihren größeren Schuldenbergen bestehen bleiben, wird es auch die EU überleben.

  16. Nur mal zur Info und für´s Archiv:

    Aktuell gibt die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) noch 17 Ländern die bestnote „AAA“.

    Deutschland
    Frankreich
    England
    Australien
    Neuseeland
    Österreich
    Kanada
    Hongkong (chinesische Sonderwirtschaftszone)
    Singapur
    Niederland
    Schweiz
    Schweden
    Dänemark
    Norwegen
    Finnland
    Luxenburg
    Liechtenstein

  17. #1
    Ja genau .. der Kopp Verlag. Die haben damit kein Problem, weil sie vor Ende der Krise mit dem Ufo abgeholt werden.

  18. FOCUS:

    Schäuble will EFSF auf 1000 Milliarden Euro hebeln!

    Erst brocken diese Politclowns uns die Suppe ein, dann lassen sie uns den Mist auslöffeln.

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