John DalliWährend Otto Normalverbraucher mit ehrbarer Arbeit kaum mehr über die Runden kommt, genügt es bei der EU, einfach mal zurückzutreten und sich über ein angenehmes Übergangsgeld zu freuen.

(Von Étienne Noir)

Ob das auch in Ihrer Firma funktionieren würde? Wohl kaum. Aber in der EU gilt die Regel, dass wer einmal zum Establishment gehört, nicht einfach fallen gelassen wird. Zumindest nicht finanziell. Und gut gebettet auf ein paar dicke Tausender pro Monat lässt sich das EU-Leben auch ohne einen Posten ganz gut aushalten. Man kann ja schließlich auch seine Freizeit ganz nett nutzen. Vielleicht hier und da ein paar Vorträge halten oder ein Buch schreiben?

John Dalli (Foto oben) kommt aus Malta war seit Februar 2010 Mitglied der Europäischen Kommission unter dem (Ex-)Maoisten José Manuel Durao Barroso, wo er als EU-Kommissar das Ressort Gesundheit und Verbraucherschutz übernahm. Nun ist Dalli zurückgetreten. Grund hierfür sollen Vorwürfe der Korruption sein. Angeblich soll der Malteser, so berichtet das Handelsblatt, in eine Korruptionsaffäre mit der Tabakindustrie verwickelt sein. Satte 10 Millionen sollen ihm für ein gefälliges Gesetz geboten worden sein. Bei einem „Erfolg“ sollten dann weitere 50 Millionen fließen. Kein schlechter Handel für den Kommissar. Dalli streitet jedoch alle Vorwürfe vehement ab. Der Rücktritt kam trotzdem.

Doch Dalli fällt weich. Bis Anfang 2015 kassiert er 9.300 Euro pro Monat, wie Die Presse berichtet. Danach kann er sich, 2013 wird er 65 Jahre alt, auf seine Pension freuen. Diese beträgt für zweieinhalb Jahre „Arbeit“ in der EU immerhin angenehme 2.356 Euro. Ein bequemes Karriereende. Wie hoch sind wohl die (zukünftigen) Renten vieler Bürger, die nach 45 Jahren harter Arbeit in den Ruhestand gehen?

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14 KOMMENTARE

  1. Die EU ist zu einem richtigen Selbstbedienungs-Laden verkommen, was man ja am obigen Beispiel wieder einmal sieht.

    Kein Wunder, verteidigen alle die in Brüssel hocken die EU. :mrgreen:

    Erst kürzlich war ja hier ein Artikel, der von der Abzocke von EU-Parlamentariern/Innen handelte.

    So auf die Schnelle am Morgen mit fertig gepackten Koffern vorbeigehen, die Präsenz markieren (mittels Stempelkarte) um dann sogleich ins verlängerte Wochenende abzuhauen.

    Also ich kann Euch sagen. Ich an deren Stelle würde mich in Grund und Boden schämen……

  2. Bis Anfang 2015 kassiert er 9.300 Euro pro Monat…

    …was nur schlappe 45% dessen sind, was er bislang kassierte: € 20.667,20 pro Monat (wie natürlich alle anderen EU-Kommissäre auch)

    also noch nen paar eurofuffzig mehr als unser €hrenwulff!

  3. Tja, der Bürger (Steuerzahler) läßt es sich doch so gefallen. Wo ist also die Grundlage der Kritik am Selbstbedienungsladen der Nomenklatura?

  4. Wenn sie den mal hochnehmen, machen die Handschellen „Dalli … klick“ – Wie einst bei Hänschen Rosenthal!

  5. Off topic

    Wirbel um Merkel-Äusserung: »Es ist uns völlig egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit 60 Prozent erreicht!«

    http://info.kopp-verlag.de/nachrichten/wirbel-um-merkel-aeusserung-es-ist-uns-voellig-egal-ob-die-jugendarbeitslosigkeit-6-erreicht-.html

    Nigel Farage spricht viel Wahres klar aus. Allerdings ist die Passage ab Minute 7:50 besonders elektrisierend.

    Angela Merkel sagte:
    „Es ist uns vollkommen egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit 60 % erreicht. Es ist uns vollkommen egal, ob 25 % der privaten Unternehmen in den nächsten fünf Jahren zusammenbrechen. Frei heraus gesagt, ist es uns auch völlig egal, ob ganz Griechenland zusammenbricht, solange wir das europäische Projekt halten können.“

  6. MALTA!
    Was soll man schon von dieser britisch geprägten Insel erwarten?

    Das sogenannte europäische „Abgeordnete/Politiker“ besser sind, als die von Italien + Griechenland!

    Die selben Lumpereien, wie von dem britischen Ganovenfelsen Gibraltar!

  7. Richtig, schon wegen dieser Überversorgung aller EU-Angestellten, (das trifft sogar für Sekretärinnen zu, wie ich erfahren habe) kann ich nur gegen die EU sein.

  8. meine alte mutter,jahrgang 1929 musste als kind krieg mit erleben müssen,hat deutschland danach mit aufgebaut,5 kinder allein gross gezogen,40 jahre gearbeitet und bekommt dafür 780 euro rente schön traurig nicht?schämen sollte sich diese brut „da oben“

  9. Wenn ein Politiker von der EU und den damit verbundenen Vorteilen für Europa spricht, sollte man sich fragen ob dieser mit zweitem Namen vieleicht „Europa“ heißt.

  10. Was heisst rücktreten? Nach meinem persönlichen Ehrbegriff hat man sich zu erschiessen, wenn an den ungeheuerlichen Anschuldigungen etwas dran wäre. Mir wäre es auch peinlich solche Pensionsansprüche geltend zu machen.

  11. Rechnung für Europa

    10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche. Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,00 Euro, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

    – Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.

    – Der Zypriot zahlte 1 Euro. Der Franzose 5 Euro.

    – Der Österreicher 50 Euro. Der Finne 80 Euro.

    – Der Holländer 100 Euro.

    – Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 Euro.

    Das ging schon eine ganze Weile. Immer wieder trafen sie sich zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 Euro zu reduzieren.
    “Weil Sie alle so gute Gäste sind!”

    Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

    Die sechs stellten schnell fest, dass 50 Euro geteilt durch sechs Zahler 8,33 Euro ergibt.

    Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:

    – der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).

    – Der Franzose zahlte 3 € statt 5 € (40% Ersparnis).

    – Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersparnis).

    – Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).

    – Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).

    – Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis).

    Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. “Ich hab’ nur 2 Euro von den 50 Euro bekommen!” sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, “Aber er kriegt
    25 Euro!”.

    “Stimmt!”, rief der Zypriot, “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich”.

    “Wie wahr!!”,rief der Österreicher, “Warum kriegt er 25 Euro zurück und ich nur 5? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!”.

    “Moment mal” riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!”.

    Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

    Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

    Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!

    Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

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