Am 13. Dezember fand in Berlin eine Vortrags-Veranstaltung zum Thema „Verfolgung der Christen in Nigeria“ statt. Eingeladen dazu hatte der „Internationale Konvent“, Dachverband der fremdsprachigen Kirchen, Gemeinden und Missionen in Berlin und Brandenburg. Freundliche Gastgeberin des Abends war die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Jacub/ Hl. Jakob in der Potsdamer Straße.

Eingefunden hatten sich etwa 25 Zuhörerinnen und Zuhörer unterschiedlicher Nationalität. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der 40-minütige Vortrag des aus Nigeria stammenden und in Berlin lebenden Predigers Pastor Philip Imasuen (Foto mit seiner Frau Kate), der von einem Dolmetscher in sehr gekonnter Weise simultan aus dem Englischen übersetzt wurde.

Pastor Imasuen begann seine Ausführungen mit einem kurzen historischen Rückblick auf die ursprünglichen, eigenständigen Formen der Religiosität auf dem Gebiet des heutigen Nigeria (mit teilweise ziemlich üblen Riten, Sitten und Gebräuchen), auf die im 19. Jh. beginnende christliche Missionierung, die zunächst bei vielen Einheimischen auf Ablehnung stieß, jedoch mit der Zeit auch ganz reale Verbesserungen im Leben der Menschen sichtbar werden ließ (z.B. Vermittlung des Lesens und Schreibens durch die Missionare) und schließlich auf das von Norden her über die Handelsstraßen erfolgte Vordringen des Islam.

Als ein Schlüssel-Datum für das Entstehen der heutigen Konfliktlage nannte Pastor Imasuen das Jahr 1914, in dem die vormaligen Protektorate Südnigeria (christlich und animistisch geprägt) und Nordnigeria (islamisch geprägt) durch die Kolonialmacht Großbritannien zu einer einzigen Kolonie zusammengefasst wurden, aus der dann später, im Jahre 1960, der unabhängige Staat Nigeria hervorging.

Heute ist Nigeria formal ein säkularer Staat. Von 36 Bundesstaaten werden 19 muslimisch geführt. Jedoch gibt es ein gravierendes Problem: Die muslimischen Bevölkerungsgruppen kontrollieren das Militär, die Polizei und in großem Umfang auch die Finanzen. Dabei handelt es sich um ein Erbe aus der britischen Kolonialzeit. Die britische Kolonial-Regierung sah die islamisch geprägten Sozialstrukturen für die Kontrolle ihres Einflussgebietes als vorteilhaft und nützlich an. (Sie bediente sich der Methode des indirect rule, also der indirekten Machtausübung durch Beibehaltung und Nutzung der existierenden traditionellen örtlichen Herrschaftsstrukturen.)

Seit im Jahre 1999 eine neue Verfassung in Kraft trat, die eigentlich eine Demokratisierung des Landes bewirken sollte, wurde in 12 Bundesstaaten im Norden Nigerias die Scharia als zweites Rechtssystem installiert. Für vier weitere Bundesstaaten gilt dies teilweise.

Heute gibt es ein starkes Streben des islamisch geprägten Nordens nach Vorherrschaft und nach Islamisierung ganz Nigerias. Speerspitze dieser Islamisierungsbestrebungen ist die extreme Organisation Boko Haram, die mit gnadenloser Brutalität gegen Christen vorgeht. Diese islamische Terror-Organisation weiß ihre bestialischen Massaker jedoch rückwärtig durch Unterstützer und Sympathisanten in Militär, Polizei und Verwaltung gedeckt und abgesichert. Dabei macht Boko Haram – im Gegensatz zu zahlreichen anderen islamischen Organisationen weltweit – keinen Hehl aus ihrem strategischen Ziel der Islamisierung ganz Nigerias: „Wenn die Christen in Nigeria den Frieden wollen, dann müssen sie den Islam akzeptieren. Denn der Islam ist die einzig wahre Religion.“

Seit Beginn des Jahres 2009 bis heute haben nach Aussage von Pastor Imasuen etwa 4000 Menschen infolge des islamischen Terrors durch Boko Haram ihr Leben verloren. Zur Bestärkung seiner Aussage listete Pastor Imasuen mehr als ein Dutzend Massaker auf, die allein in den letzten zwölf Monaten verübt wurden. Er begann mit der Anschlagsserie vom ersten Weihnachtstag vergangenen Jahres auf Kirchen in drei Städten Nordnigerias. (In einer der Kirchen kamen dabei allein 53 Menschen ums Leben.) Und er endete mit dem erst vor wenigen Wochen, am 10.11.2012, erfolgten Mord an einem Polizei-Abschnittsleiter. Und dazwischen: ein Angriff auf eine Gruppe Trauernder, Bombenangriffe auf Kirchen, Selbstmordanschläge, Massaker an schlafenden Familien (mehr als 500 Menschen getötet), Maschinengewehr-Angriffe auf Studenten und auf Kirchen usw. usw.. Pastor Imasuen wörtlich: „Diese Liste ist endlos. Dass Christen angegriffen werden, geschieht wöchentlich. …… Gegenwärtig steht Nigeria in der Gefahr, in einen religiösen Krieg zu geraten.“

An den Vortrag von Pastor Imasuen schloss sich eine Fragerunde an, die dem Vortrag selbst an Nachdrücklichkeit nicht nachstand. Diese dauerte mehr als ein und eine Viertelstunde und wurde nicht nur für Fragen an den Referenten, sondern auch für ergänzende Bemerkungen durch andere, z.T. sehr sachkundige Anwesende genutzt. Etliche dieser Ausführungen wären es sicher auch wert, hier etwas ausführlicher wiedergegeben zu werden. In besonderer Weise herausheben möchte ich jedoch lediglich noch das sehr flammende Plädoyer der ebenfalls anwesenden Ehefrau von Pastor Imasuen, Frau Pastorin Kate Ivara Imasuen. Mit großer Vehemenz brachte sie ihre christlich geprägte Ansicht zum Ausdruck, dass es sich bei der Auseinandersetzung mit dem Islam im Kern um einen geistlichen Kampf handelt, der mit diplomatischen Mitteln nicht zu gewinnen ist. Sie ordnete die Entwicklung in Nigeria in ein sich weltweit entäußerndes endzeitliches Geschehen ein. Immer mehr Menschen kämen dadurch in die Situation, sich irgendwann doch noch klar entscheiden zu müssen zwischen dem Weg zum Guten und dem, wovon kein guter Geist ausgeht. Die Entscheidung vieler Menschen zum Guten könne die Kraft freisetzen, die in der Lage ist, den Islam zu besiegen.

Das Schlusswort hatte dann jedoch noch einmal Pastor Philip Imasuen selbst. Hier sollen – quasi stichpunktartig – noch ein paar markante Gedanken daraus widergegeben sein:

„Es ist der dämonische Geist der Gewalt, der diese Religion antreibt.“

„Die einzige Kraft, die die Macht des Islam brechen kann, ist das Gebet.“

„Der Westen versucht, alles zu tun, um dem Islam zu gefallen, aber der Islam interessiert sich nicht dafür.“

„Ich glaube, am Ende wird der Islam den Islam zerstören.“

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25 KOMMENTARE

  1. ich habe Ende der 70er Jahre knapp 3 Jahre in Nigeria gelebt. Warri,Sapele und Lagos. Die Christen tun mir aufrichtig leid. In der ganzen Zeit fühlte ich mich niet bedroht oder gefährdet. Heute würde ich zu Besuch auf gar keine Fall mehr dort hinfliegen.

  2. „Die einzige Kraft, die die Macht des Islam brechen kann, ist das Gebet.“

    Pastor Philip Imasuen

    Da bin ich anderer Meinung. Die Nationalsozialisten konnten auch nur mit Gewalt gestoppt werden, um nur ein Beispiel zu nennen.

    Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.

    Edmund Burke (1729 – 1797) Staatsmann, irischer Philosoph

  3. Angeblich weitere deutsche Panzer für Saudi-Arabien..Die Regierung habe Zustimmung signalisiert.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/waffenexport-saudi-arabien-deutschland-panzer

    …und es sind eben genau Vetreter dieses Landes die massenhafte Vergewaltigungen für legitim halten und die Kämpfer der FSA, anhand einer Fatwa, dazu ermutigen, da sie ja seit 2 Jahren keinen Sex mehr hatten. Damit aber alles Religionskonform abgeht, muss der Dschihdist eine wenige Stunden dauernde “ Geschlechtsverkehr-Ehe“ eingehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=6Qvo4_hMrF4

  4. Frau Pastorin Kate Ivara Imasuen.
    „Sie ordnete die Entwicklung in Nigeria in ein sich weltweit entäußerndes endzeitliches Geschehen ein.
    Die Entscheidung vieler Menschen zum Guten könne die Kraft freisetzen, die in der Lage ist, den Islam zu besiegen.“

    Pastor Philip Imasuen:
    Es ist der dämonische Geist der Gewalt, der diese Religion antreibt.“

    „Die einzige Kraft, die die Macht des Islam brechen kann, ist das Gebet.“

    „Der Westen versucht, alles zu tun, um dem Islam zu gefallen, aber der Islam interessiert sich nicht dafür.“

    „Ich glaube, am Ende wird der Islam den Islam zerstören.“

    Das muss ein sehr guter Vortrag gewesen sein.
    Das Ehepaar Imasuen haben mich mit o.g. Sätzen sehr beeindruckt.
    Die Bibel hat recht….

    Mit freiheitlichen Grüßen
    g.witte

  5. #2 76227 (30. Dez 2012 14:13)

    Traurig, dass in einer Millionenstadt sich nur vierzig Zuhörer finden.
    #3 76227 (30. Dez 2012 14:14)

    Korrektur: Fünfundzwanzig Zuhörer
    —————–
    Macht Euch nichts draus, das ist für Berlin eine gute Zahl. Immerhin gab es an dem Tag 2999 Alternativveranstaltungen (kein Witz, keine Ironie), zu denen man auch hätte gehen können.

  6. Religionskrieg: Massen-Exekution in Pakistan

    Militante islamistische Gruppen haben in Pakistan am Sonntag 41 Menschen getötet. Bei den zwei unterschiedlichen Angriffen gab es außerdem zahlreiche Verletzte. Extremistische, sunnitische Terrororganisationen sind in Pakistan auf dem Vormarsch und versuchen das Land an den Rand eines Bürgerkrieges zu drängen. …

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/30/religionskrieg-massen-exekution-in-pakistan/

  7. Habe persönliche Bekanntschaft aus Nigeria (Ibo, Christ) schon seit den 80er Jahren. Es gibt dort etwa 300 verschiedene Ethnien mit eigenen Kulturen und Sprachen (nicht bloß Dialekte), die selbst die „großen“ Religionen nur oberflächlich verbinden. Allerdings würde es ohne diese zu wesentlich weniger, und wenn, dann deutlich kleineren Konflikten kommen. Man kann zwar nicht für jedes, aber für dieses Land mit Recht sagen, daß die Kolonialzeit ein problematisches Erbe hinterlassen hat. Es wächst nun mal nicht zusammen, was nicht zusammengehört, und wenn man es zusammen in einen Raum zwingt, dann ist wachsende Aggression als Folge so sicher wie die Schwerkraft. Mit einem Raubtier, einem Allesverschlinger wie dem Islam zusammenleben zu müssen, ist ganz und gar unmöglich, sobald dieser die Hürde aus der Bedeutungslosigkeit heraus genommen hat. Auch in Nigeria wird es über kurz oder lang zu einem Flächenbrand kommen. Wieder wird es dummes, blindes und verlogenes Toleranzgequatsche aus der ach so „zivilisierten Welt“ dazu geben.

  8. #14 Religion_ist_ein_Gendefekt
    Dies ist die Quintessenz, so isses.
    Im 19. Jahrhundert, als eine ungeheure technisch-industrielle Entwicklung ihren Lauf nahm, als so viele Erfindungen gemacht wurden wie nie zuvor und vielleicht nie danach, als das osmanische Reich begann, zu zerfallen, als die Städte Mekka und Medina noch zum osmanischen Reich gehörten, als der Islam eine Randreligion von Beduinen war, aber auch das Christentum eine Krise erlebten, weil die Menschen fühlten, dass der technische Fortschritt die Religionen vielleicht ablösen könnte, als in Deutschland der Kulturkampf herrschte, als die Augen der Welt mehr auf die neuen technischen Errungenschaften blickten als auf Kruzifixe und Gebetsteppiche, da hätte Großbritannien Mekka und Medina besetzen können, und den Pflock der Zivilisation dort einschlagen können. Vermutlich aus überheblichem Gutmenschentum, dem Wahn, eh über allem zu stehen, haben sie die Chance vertan, der Welt einen säkulareren Islam zu verschaffen.

  9. Es ist jetzt vollkommen falsch evangelische Feindesliebe und protestantischen Weltuntergang zu predigen!!!

    Sollen wir Christenmenschen uns etwa abschlachten lassen???

    Müssen wieder die Katholiken die Kastanien aus dem Feuer holen?

    z.B.:

    Wenn die kath. Heilige Liga nur(!) gebetet hätte, dann hätte sie verloren bei Lepanto…

    „“Hunderte Kämpfer drängten nun mit Schwertern und Säbeln in einem blutigen Nahkampf gegeneinander an. Das Meer vor Lepanto färbte sich rot vom Blut der Gefallenen und Verletzten. Endlich gelang es den spanischen Elitekämpfern an Bord der “Real”, die Türken zurückzudrängen. Sogar Rudersklaven wurden freigelassen und bewaffnet, um beim Angriff der Türken das Schiff zu halten…

    Die Krieger der Liga stürmen ungestüm vorwärts, die “Sultana” wurde erobert und geräumt. Gegen den Willen von Don Juan wurde Ali Paschas Kopf abgeschlagen und unter dem lauten Jubelgebrüll der Soldaten der Liga weithin sichtbar hochgehalten. Einer der Befehlshaber des Massakers von Famagusta ist tot, ein Mann, den die Christen gefürchtet hatten…““
    http://noricus.org/2010/10/06/wir-vergessen-nicht-die-schlacht-von-lepanto/

    z.B.:
    Der Drückeberger Luther mußte vom evangelischen Adel gedrängt werden, endlich gegen die Türken zu wettern. Luther meinte nämlich, die Osmaneneinfälle seien die Geißel Gottes für eine sündige Christenheit und müßten demütig angenommen werden.
    Schließlich raffte sich Luther u.a. dazu auf, ein Kampflied zu schreiben, worin er den Türk und den Papst gleichermaßen verdammte. Ekelhaft! Nachzulesen bei Wikipedia.

  10. @ #15 Hirschhorn (30. Dez 2012 16:27)

    Es wird niemals einen säkularen Islam geben!

    Denn der Koran ist das direkte Wort Allahs, die Kriegs- und Tötungsbefehle darin sind nicht zeitlich begrenzt, sondern immer gültig.
    Feinde der Moslems sind nicht ein oder zwei feindliche Völkchen irgendwann einmal in der Vergangenheit gewesen, sondern immer und ewig, gestern heute und zukünftig ALLE Nichtmoslems!

  11. OT: Nadja Hirsch (MdEP, FDP)
    ist mir schon öfter durch ihren Einsatz für Ausländer aufgefallen.
    Nun wurde sie mal von proAsyl mit einer Mailschwemme gesegnet, weil sie einer „menschenrechtswidrige Praxis“ im EU-REcht zugestimmt habe.

  12. Hoffentlich hat der Pastor Recht mit der Prognose, dass der Islam sich eines Tages selbst zerstört!
    Leider sieht es bis heute noch nicht danach aus, wie uns Ägypten leider deutlich vor Augen führte.

    Für mich ist der Islam jedenfalls eine bösartige und menschenverachtende Lehre. Und zwar deshalb, weil er seine ausufernde und mörderische Intoleranz mit dem Willen Gottes legitimiert.

    Das ist zutiefst menschenverachtend und um Dekaden schlimmer noch als das abscheuliche Denken von nationalen und internationalen Sozialisten, à la Hitler und Lenin!

    Wen wundert es, dass der Islam mehr Menschen auf dem Gewissen hat als der rote und braune Terror zusammen.

  13. #21 Chi-Rho (30. Dez 2012 19:20)

    Hoffentlich hat der Pastor Recht mit der Prognose, dass der Islam sich eines Tages selbst zerstört!

    Ich fürchte nicht, das ist ein frommer Wunsch bzw. eine politisch korrekt verklausulierte Ausdrucksweise dafür, daß „jemand etwas tun sollte“, wozu man natürlich direkt niemals aufrufen kann, ohne seine eigenen Prinzipien zu verraten. Es ist ein Dilemma. Es kann der beste nicht in Frieden leben, wenn’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

  14. Die syrisch-orthodoxe Kirche ist der passende Gastgeber: in Nigeria ist die Ausrottung der Christen in vollem Gange, in Syrien steht diese noch bevor wenn Assad gestürzt werden sollte! Der Vormarsch des Islamfaschismus muß jetzt gestoppt werden!

  15. Solche Vorträge wird es in ein paar Jahren hier nicht mehr geben, um nicht „die Gefühle unserer muslimischen Mitbürger“ zu verletzen.

    Sicher sind die Gefühle der Muslime wichtiger als die unversehrten Hälse der Christen. Es ist ja auch in Ordnung Menschen zu töten und sich trotzden als friedliche Religion anzusehen.

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