Als ich ein kleiner Junge war, gingen wir damals in Istanbul mit der ganzen Familie jeden Sonntag in ein Kino, das ausschließlich ausländische Filme zeigte. Ein Film beeindruckte den kleinen Akif dort besonders: “Sound of Music”, eine musikalische US-Version der Trapp-Familie-Story. Gar nicht mal die Handlung, der Gesang und die schauspielerischen Leistungen taten es mir an, sondern die österreichische Landschaft mit ihren Bergen, saftigen, grünen Tälern und sprudelnden Bächen usw. So stellte ich mir damals Europa vor, ich, der ich inmitten einer Millionen-Stadt lebte, in der Bäume schon eine Seltenheit waren, geschweige denn daß ich je grüne Wiesen ansichtig geworden wäre und Vogelgesang gehört hätte. (Fortsetzung eines langen, aber sehr lesenswerten Artikels von Akif Pirincci, den viele PI-Stammleser noch hiervon kennen, auf der Achse des Guten).

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36 KOMMENTARE

  1. Jetzt Jetzt Jetzt!!!!

    WICHTIG: TV – TIPP!!!!

    Ab 21:50 Uhr auf ARTE

    Europa Nein Danke…

    Über den Ferage oder wie der heißt

  2. …auf FOODWATCH hätte der Autor im Artikel besser verzichten sollen, denn die kümmern sich SERIÖS um unsere Lebensmittel…

  3. Hallo, allgemein:
    Super Beitrag des Achse- Autors Akif Pirincci,
    selten hatte ich einen „langen“ Bericht so schnell durch wie diesen.
    Danke, PI!!

  4. Akif Pirincci – endlich mal einer, der Tacheles redet. Suoer Artikel von Akif.

    Weiter so, Akif!!!

  5. Chapeau!

    Ich hätte es nicht besser schreiben können!

    Und Edathy und Kolat können diesmal keine Nazi-Keule auspacken! 🙂

  6. Habe mir den Artikel gleich abgespeichert – einfach super. Was für ein Beispiel, wie Integration gelingen kann, wen es denn gewollt ist!

    Selten habe ich die grüne Lügerei so schön auf den Punkt gebracht gefunden. Ich werde den Artikel ausdrucken und einigen grünen Stammwählern zu lesen geben!

    Der von PI zitierte Teil lässt sich allerdings so ganz harmlos an. Da fehlt ein wenig der Anreiz zum Weiterlesen. Deswegen hier noch ein kleines Appetithäppchen 😉 , Zitat:

    Der zweite Grund, weshalb der Umweltscheiß in Deutschland anbetungswürdiges Gottniveau erreicht hat, ist einfacher zu erklären. Weil ehemalige Maoisten, Marxisten, Kommunisten, Kinderficker (nicht vergessen, eine der Hauptforderungen der jungen Grünen war, Kinderficken zu legalisieren, Volker Beck hält dafür weiterhin die wortwörtliche Stange) und andere Wegelagerer in der Mitte der Siebziger gemerkt haben, daß in einem Land, in dem ein einfacher Arbeiter alle fünf Jahre ein fabrikneues, bar bezahltes Auto kaufen kann (ja, liebe Kinder, das konnte man damals wirklich), einfach keine Revolution zu machen ist. Da diese Leute aber nichts Gescheites gelernt und auch keinen Bock hatten, bei VW am Fließband zu stehen, schwenkten sie plötzlich auf die Naturschiene um und wurden GRÜN.

    Ist das nicht wunder-wunderschön? (Gibt’s hier ein Herzchen-Smiley 🙂 ?)

  7. Ich habs mir gedacht. Moderation! Wegen etwas, was Akif Pirincci gesagt hat!!
    Also, sorry, Herr Pirincci, ich muss Sie jetzt etwas entschärfen. Nochmal das Ganze:

    Habe mir den Artikel gleich abgespeichert – einfach super. Was für ein Beispiel, wie Integration gelingen kann, wen es denn gewollt ist!

    Selten habe ich die grüne Lügerei so schön auf den Punkt gebracht gefunden. Ich werde den Artikel ausdrucken und einigen grünen Stammwählern zu lesen geben!

    Der von PI zitierte Teil lässt sich allerdings so ganz harmlos an. Da fehlt ein wenig der Anreiz zum Weiterlesen. Deswegen hier noch ein kleines Appetithäppchen 😉 , Zitat:

    Der zweite Grund, weshalb der Umweltschxxx in Deutschland anbetungswürdiges Gottniveau erreicht hat, ist einfacher zu erklären. Weil ehemalige Maoisten, Marxisten, Kommunisten, Kinderfixxxx (nicht vergessen, eine der Hauptforderungen der jungen Grünen war, Kinderfixxxx zu legalisieren, Volker Beck hält dafür weiterhin die wortwörtliche Stange) und andere Wegelagerer in der Mitte der Siebziger gemerkt haben, daß in einem Land, in dem ein einfacher Arbeiter alle fünf Jahre ein fabrikneues, bar bezahltes Auto kaufen kann (ja, liebe Kinder, das konnte man damals wirklich), einfach keine Revolution zu machen ist. Da diese Leute aber nichts Gescheites gelernt und auch keinen Bock hatten, bei VW am Fließband zu stehen, schwenkten sie plötzlich auf die Naturschiene um und wurden GRÜN.

    Ist das nicht wunder-wunderschön? (Gibt’s hier ein Herzchen-Smiley 🙂 ?)

  8. Schön mal wieder etwas von Akif Pirincci zu hören und vor allem, lesen zu können.

    Die Älteren unter uns dürften ihn noch kennen.

    Er brachte in den späten 80ern den Katzenkrimi „Felidae“ heraus, in dem der Hauskater eines möchtegern-Yuppies zum unfreiwilligen Dedektiv bei einer Katzenmord-Serie wird.

    Zugleich war dieser Krimi ein hervorragendes Sittengemälde eben dieser Yuppiekultur voe 25 Jahren.

    Erst kürzlich habe ich mich gefragt, wo sind die Akif Pirinccis geblieben?

    Diese hochintelligenten avantgardistischen Neubürger, die eine echte kulturelle Bereicherung waren, während die Themenauswahl der heutigen türkischen Meinungsführer „meine Religion und wer mich wieder mal beleidigt hat“ in etwa so inspirierend ist, wie ein Seniorennachmittag beim katholischen Frauenbund.

  9. Das beste Beispiel, warum die Kritik niemals entlang von Staatsangehörigkeiten verlaufen sollte.

  10. @ #7 Altenburg (08. Jan 2013 22:26)

    Du verwechselst da etwas – wie sehr viele andere auch! Das, was im verlinkten Artikel angesprochen wird – Vermüllung zB von Berlin, Verspargelung der Landschaft, … – gehört nicht zu Themenkomplex Umweltschutz. Es würde zum Themenkomplex „Schutz des menschlichen Lebensraumes“ gehören und betrifft damit genau genommen Menschenschutz!

    Und das ist kein Zufall: diejenigen, die uns das bescheren, bezeichnen sich selbst als Umweltschützer – sind aber zugleich mit die widerlichsten Menschenfeinde.

    Und schon passt’s.

    Eben darum passt übrigens auch, dass Abertausende tote Fledermäuse, deren winzige Lungen vom Druck der Windrotorblätter zerrissen wurden, keinem GRÜNEN auch nur ein müdes Lächeln abringen, aber ein Fledermauspärchen auf einem Baugrundstück dieses Klientel im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bäume treibt:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/es_gibt_solche_und_solche_fledermaeuse/

  11. Oh, wie schön, von einem Türken, den kann niemand einen Rassisten, Nazi o.ä. nennen!

  12. Ein dufter Typ ist das. Mit einer Türkei voll von solchen Leuten könnten wir heute prima leben. Es ist traurig.

    Das Pamphlet gegen den Umweltwahnsinn tut richtig gut, da helfen allein die starken Worte einen Moment lang befreit durchzuatmen. Eine Kleinigkeit habe ich aber doch. Daß es nie Umweltprobleme gegeben hat, kann ich aus einer Kindheit am Rheinufer und neben einer großen Chemiefirma statt in einem Eifeldörfchen wie seinem nicht ganz bestätigen. Alle Weile hat es ziemlich ungesund gestunken, und das war wirklich nicht Gülle auf den Feldern (hier gibt’s fast nur Wein- und Obstbau). Das hat nach 1975 ziemlich plötzlich aufgehört, und das war gut so. Der Rhein war auch eine Dreckbrühe, da konnte man hartnäckige Schaumkrönchen sehen und gerochen hat der auch nicht gut. Fische gab’s schon lange keine mehr. Viele Jahre später ging als große Meldung durch die Presse, das erste Mal seit anno dunzemal sei wieder der ein Lachs gefangen worden, eine Spezies, die als Indikator für sauberes Wasser taugt. Es hat sich also schon einiges getan. Aber es ist natürlich immer vernünftiger, gezielt Probleme anzugreifen, als eine Quasireligion daraus zu machen, die unglaublich viele Ressourcen verschlingt und uns am Ende mehr schadet als nutzt. Was heute abläuft, das ist nicht mehr normal. Über die sinnlosen Plaketten-Verbotszonen für Dieselautos komme ich noch immer nicht hinweg. Das darf doch alles nicht mehr wahr sein.

  13. Noch ein schönes Pirincci-Interview, der exakt so schnodderig und klar denkt und spricht, wie es Francis in seinen Romanen „tut“:

    http://tinyurl.com/b86bqot

    Für mich war Piricci 1989 mit Felidae so eine saftige Entdeckung wie einst der 1933 geborene Cormack Mac Carthy 1992 („All die schönen Pferde“). Noch was hübsches von Piricci auf Achgut:

    http://tinyurl.com/b86bqot

  14. 😀

    Ich wette, die „Grünen“ mögen Pirinci nicht so gut leiden.

    Erstens spricht er erfrischenden Klartext, zweitens ist er im Denken wirklich deutsch und drittens bekennt er sich dazu auch noch, Pirinci ist also all das, was Grünfaschisten auf den Tod nicht ausstehen können können.

  15. Fantastisch, habe den Artikel verschlungen. Und die drastische Sprache ist gerade angebracht. Endlich mal einer, der die Traute hat, Kacke auch Kacke zu nennen. Und der Mann durchschaut das ganze idiotische aber perfide grüne bis bürgerlich feige Politkonstrukt absolut.

    Ich bin im Übrigen großer Naturfreund, befasse mich mit Begeisterung mit der Flora und Fauna Mitteleuropas und verbringe am liebsten jeden freien Moment in der Natur. Und die ist so großartig und so intakt wie lange nicht zuvor. Selbst Biber habe ich letztes Jahr wieder auf meinen Radtouren gar nicht weit von zu Hause entdeckt.

    Aber die rot-grünen Flachpfeifen und ihre bürgerlichen Vollstreckungsbeamten wie Merkel und Altmeier haben ohnehin gar keine Ader für die Schönheiten und die Größe der Natur.

    Das grüne Ökologie- und Nachhaltigkeits-Gewäsch ruft in mir ausschließlich Brechreiz hervor. Armselige Idioten, die nicht mal begriffen haben, dass die Natur viel zu mächtig ist, um sich von den Menschen den Hahn abdrehen zu lassen. Die Natur nimmt alles zu sich und in ihren Besitz, wie ein Korallenriff sich ein Schiffswrack in wenigen Jahren komplett einverleibt.

    Aber wir Vollbekloppten machen uns ins Hemd, weil unsere Kernkraftwerke Tsunami-gefährdet sind!

  16. #8 Altenburg (08. Jan 2013 22:26)
    Die Umweltprobleme so einfach wegzuwischen ist fahrlässig. Es sei denn, daß dieser Beitrag bewußt übertreiben soll. Unsere Gesellschaft leidet eben auch an der Vermüllung in vielfältiger Form und das hat seine Ursachen.

    Aber nicht zuletzt wegen „Bereicherern“ und „Rotationseuropäern“, die sich um Müll von Hause aus einen feuchten Dreck scheren und alles ohne Unrechtsbewusstsein in die Pampa kippen, was sie an Unrat produzieren. Der Durchschnittsdeutsche geht indes schon recht sorgsam mit seinen Hinterlassenschaften um.

  17. #10 lieschen m (08. Jan 2013 22:30)
    Diese hochintelligenten avantgardistischen Neubürger, die eine echte kulturelle Bereicherung waren, während die Themenauswahl der heutigen türkischen Meinungsführer “meine Religion und wer mich wieder mal beleidigt hat” in etwa so inspirierend ist, wie ein Seniorennachmittag beim katholischen Frauenbund.

    Oder eine Einladung zum Stricknachmittag bei der Frauen-Union unter Federführung von Maria Böhmer mit Special Guest Rita Süssmuth. 😉

    Sie haben das prima auf den Punkt gebracht!

  18. Aus dem Pirinci-Artikel:

    Da diese Leute aber nichts Gescheites gelernt und auch keinen Bock hatten, bei VW am Fließband zu stehen, schwenkten sie plötzlich auf die Naturschiene um und wurden GRÜN. Und wenn man selbst grün war, also eine Art unschuldige Pflanze, war der andere automatisch Beton.

    Ja, da lagen SYPH mit ihrer Grünen-Kritik von ’79 schon goldrichtig…

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=zMQ-dafBR9k

  19. Und weiter:

    Und das ist der wahre Grund, weshalb die Kaste der Grünen seit diesem erfolgreichen Brainwash vierlagiges Toilettenpapier benutzt und du, lieber Leser, dreilagiges und weshalb die keinen Wein unter dreißig Euro trinken und du Bier aus der Plastikflasche und warum ein derart häßlicher Mann wie Joschka Fischer bis jetzt 700 blutjunge Frauen gefickt hat und du nur eineinhalb.

    Ich komm aus dem Staunen nicht mehr heraus! Also gibt es doch mindestens noch ein weiteres Gebiet auf dem ‚GRÜNE‘ zu echten Spitzenleistungen 😆 fähig sind. Aber trotzdem die Frage: Kennt irgendjemand eine Bestätigung dafür? Ist das vielleicht eine O-Angabe des häßlichen Herrn Ficker, äh, Fischer natürlich? Aus einem seiner Werke, die so überflüssig sind wie seine Pfunde. Und natürlich seine Pfründe.

  20. Tiefseetaucher

    Ich bin im Übrigen großer Naturfreund, befasse mich mit Begeisterung mit der Flora und Fauna Mitteleuropas und verbringe am liebsten jeden freien Moment in der Natur. Und die ist so großartig und so intakt wie lange nicht zuvor. Selbst Biber habe ich letztes Jahr wieder auf meinen Radtouren gar nicht weit von zu Hause entdeckt.

    Schön & gut – nur, was glauben Sie weshalb das so ist? Ich bin jetzt 54 Jahre alt, nie grün gewesen und auch niemals deren Verteidiger. Dennoch: Ohne den Bewußtseinswandel und die dadurch erst durchsetzbar gewordenen gesetzlichen Änderungen etlicher Rahmenbedingungen würden Sie keine Biber und auch keine ‚intakte Natur‘ (ob die nun wirklich ‚intakt‘ ist, weil sie vielleicht so ausschaut, wage ich nicht zu beurteilen…) genießen können. Pirinci übertreibt stellenweise hemmungslos zur anderen Seite hin. Das mag als Stilprinzip und aufgrund der gesellschaftlichen totalen Übermacht der GRÜNEN gerechtfertigt sein … aber die Wahrheit ist es deshalb auch noch nicht notwendigerweise.

  21. Klasse Text, schade nur, dass er zum Ende hin etwas arg „schlüpfrig“ wird, was mich wohl leider davon abhalten wird, ihn einigen Leuten zum „Aufwachen“ vorzulegen.

  22. Komisch nur, daß keiner hier mal auf die PI-Rubrik „Warum ich Deutschland liebe“ hinweist. Also tue ich es jetzt. Schwenkt mal Euren Blick in die Spalte links! Gleich der erste Beitrag ist von Pirincci und läßt das Herz aufgehen. Unbedingt lesen!

  23. Guter Artikel von Herrn Pirincci.
    Das Traurige ist ja, daß es diese maoistischen Tagediebe über den Umweg Grüne Partei bis an die Spitze der deutschen Politik geschafft haben.

    Was haben wir all die Jahre nicht alles von Formaldehyd, Asbest, Ozonloch, Tschernobyl und Feinstaub gehört.
    Komischerweise werden die Deutschen aber immer älter und unser angeblich kontaminiertes Land erfreut sich größter Beliebtheit unter Kriminellen und Arbeitsscheuen aus aller Herren Länder (Asylanten).

    Das Schlimme ist, daß viele immer noch den Grünen auf den Leim gehen.
    Es ist makaber, denn bei der nächsten Bundestagswahl gibt es nur zwei Alternativen. Entweder ist es Merkel, die unser Land wirtschaftlich und national in den Abgrund reitet, oder Steinbrück, der dasselbe tut, allerdings mit grünem Touch.

  24. #24 animaltorture (09. Jan 2013 05:08)
    Tiefseetaucher
    Ich bin im Übrigen großer Naturfreund, befasse mich mit Begeisterung mit der Flora und Fauna Mitteleuropas und verbringe am liebsten jeden freien Moment in der Natur. Und die ist so großartig und so intakt wie lange nicht zuvor. Selbst Biber habe ich letztes Jahr wieder auf meinen Radtouren gar nicht weit von zu Hause entdeckt.

    Schön & gut – nur, was glauben Sie weshalb das so ist? Ich bin jetzt 54 Jahre alt, nie grün gewesen und auch niemals deren Verteidiger. Dennoch: Ohne den Bewußtseinswandel und die dadurch erst durchsetzbar gewordenen gesetzlichen Änderungen etlicher Rahmenbedingungen würden Sie keine Biber und auch keine ‘intakte Natur’ (ob die nun wirklich ‘intakt’ ist, weil sie vielleicht so ausschaut, wage ich nicht zu beurteilen…) genießen können. Pirinci übertreibt stellenweise hemmungslos zur anderen Seite hin. Das mag als Stilprinzip und aufgrund der gesellschaftlichen totalen Übermacht der GRÜNEN gerechtfertigt sein … aber die Wahrheit ist es deshalb auch noch nicht notwendigerweise.

    Ich will nicht komplett in Abrede stellen, dass das, was Sie beschreiben, eine – die wohl einzig positive – Nebenfunktion der grünen „Bewegung“ ist. Allerdings war das nie das Ziel der grünen „Eliten“, für die Natur und Umwelt stets nur Vehikel zur Zerschlagung und Deformation der ihnen verhassten bürgerlichen Gesellschaft war.

    Ohne Übertreibung, wie sie auch Pirincci benötigt, kann man dem weltanschaulichen Mief, der uns aufoktroyiert wird, auch nicht wirksam Contra geben. Leider sind bürgerlich-konservative Kreise meist zu nüchtern und sachlich und wägen zu stark ab, so dass deren „Botschaft“ im öffentlichen Raum untergeht. So sehr übertreibt Pirincci indes nicht, dass sein Artikel nicht zu rechtfertigen wäre.

    Tatsache ist – und da liegt für mich des Pudels Kern -, dass die grüne Weltanschauung nie originär etwas mit Natur- und Naturverständnis zu tun hatte. Ich habe diesen Wandel damals an einer deutschen Brennpunkt-Uni in jeder Phase miterlebt und weiß, wie die Fischers und Trittins getickt haben und auch heute noch ticken.

    Das Thema Umwelt im Sinne von intakter Natur, zu der eben auch ein passables, zeitgemäßes menschliches Leben zählt, hat die nie auch nur ein kleines bisschen interessiert. Es war immer nur Vehikel, um den politischen Kampf gegen die bürgerliche Gesellschaft auf eine andere Ebene zu hieven und über angestrebte Massenhysterien verunsicherte Menschen dem ultralinken Lager zuzuführen. Nicht von ungefähr blieben urgrüne Nichtmarxisten der ersten Stunde wie Gruhl oder Springmann schnell außen vor, weil ihnen der marxistische Stallgeruch fehlte und sie wirklich nur Natur im Sinn hatten.

  25. Die Grünen waren schon immer tief dunkelrot in der Wolle gefärbte Stalinisten, die sich nur einen Eimer grünen Lack übergekippt haben, um mit dem damals neuen politischen Thema (was für sich genommen Berechtigung hatte und tragischerweise von sonst keinem aufgegriffen wurde) dem Volk ihre fiese Ideologie durch den Hintereingang in den Körper zu rammen. Wir haben uns von ihnen buchstäblich f*cken lassen.

  26. Die Kritik an den Grünen und deren heuchlerischer Politik ist angemessen, nicht aber an dem Sinn und Nutzen von Umwelt- und Natur- und Tierschutz. Was dieser Pirinci hier unterschlägt, sind die Schaumberge und toten Fische in den Flüssen, die Müllhalen, der grauschwarze Himmel in den Kohlerevieren des Ruhrgebiets und den Industriegebieten der ehemaligen DDR, die es wirklich gegeben hat und der bedenkenlose Raubbau an der Natur und der achtlose Umgang mit ihr. Ohne dieses ökologische Bewußtsein würde es heute in Deutschland auch anders aussehen.

    Daß die Grünen mit Hilfe dieser Bewegung ganz andere, linke, gesellschaftsverändernde Ziele verfolgen, das ist das eigentliche Problem, welches Pirinci ansprechen müßte. Er tut es aber nicht, warum wohl? Vielleicht weil er selbst zu den Nutznießern der liberalen Einwanderungspolitik gehört und es für ihn ein Tabu ist, über die maßgeblich von den Grünen und Linken in Gang gesetzte Masseneinwanderung von Türken und Moslems zu schreiben.

    Er sollte sich weiterhin ebenfalls einmal fragen, warum in seinem Heimatland der Türkei so etwas wie Umwelt- und Natur- und Tierschutz nur rudimentär existiert und die Natur dort eben in diesem Zustand dort ist. Warum es in der Türkei so wenig Grün und Wasser gibt. Hat dies vielleicht nicht nur mit dem Klima dort etwas zu tun, sondern vielleicht an der Einstellung der Menschen, die dort leben?

    Wo der Islam herrscht, breitet sich irgendwann die Wüste aus.

    Und genau mit dieser Einstellung kommen viele Türken nach Deutschland, die sich einen feuchten Kehricht um Umwelt und Natur- und Tierschutz scheren, ihren Müll in Parks und Grünanlagen liegenlassen, Tiere quälen (Halalschlachtung) und hemmungslos Ressourcen in Deutschland verbrauchen. Dieser Pirinci macht da keine Ausnahme.

  27. Schon in den Siebzigern schwamm die deutsche Gesellschaft in einem solch unglaublichen Wohlstand, daß sie sich den Luxus erlauben konnte, sich mit deppertem Zeug zu beschäftigen.

    Das alte Dekadenzphänomen. „Denen geht es einfach zu gut“, wie die älteren Generationen schon die „Studentenunruhen“ treffend zu kommentieren pflegten. Ähnlich die sowjetischen Dissidenten, die diese „Proteste“ nie verstanden haben: „Was wollen die? Die haben doch – Freiheit!“

    Auch die Hardcore-Kommis etwa vom MSB (Marxistischen Studenten-Bund) Spartakus standen in den 70ern vor einem Problem: Die von Marx prognostizierte Massenverelendung des Proletariats wollte sich einfach nicht einstellen. Man behalf sich mit einem Trick: Aus der materiellen Verelendung machte man kurzerhand eine „psychische Verelendung“ (kein Witz, habe ich selbst erlebt!).

    Weitgehend frei von materiellen Sorgen (wobei zugleich perverserweise die Staatsverschuldung zu galoppieren begann!), fingen die Menschen an, sich Sorgen um „sich selbst“ zu machen. Wenn man alles hat, kommen halt die Sinnkrisen. „Selbsterfahrungsgruppen“ kamen groß in Mode. Und damit begann das Elend erst richtig. 🙂

    Fällt mir dieses nette Döneken aus dem preußischen Offiziersmilieu ein:
    „Na, mein Wertester, jestern abend jut amüsiert?“
    „Nee, war nich so dolle. Bin ick da in dieset und jenet Etablissmang jejangen, war überall nischt los. Bin ick in mir jejangen – war ooch nischt los.“

    Und noch ein schöner Davila:

    „“Die Idee der `freien Entfaltung der Persönlichkeit` scheint ausgezeichnet, solange man nicht auf Individuen stößt, die sich frei entfaltet haben.“

  28. #32 dumpfe masse (09. Jan 2013 10:53)
    Daß die Grünen mit Hilfe dieser Bewegung ganz andere, linke, gesellschaftsverändernde Ziele verfolgen, das ist das eigentliche Problem, welches Pirinci ansprechen müßte. Er tut es aber nicht, warum wohl?

    Also ich lese da Ähnliches schon heraus, etwa hier:

    „Der zweite Grund, weshalb der Umweltscheiß in Deutschland anbetungswürdiges Gottniveau erreicht hat, ist einfacher zu erklären. Weil ehemalige Maoisten, Marxisten, Kommunisten, Kinderficker (nicht vergessen, eine der Hauptforderungen der jungen Grünen war, Kinderficken zu legalisieren, Volker Beck hält dafür weiterhin die wortwörtliche Stange) und andere Wegelagerer in der Mitte der Siebziger gemerkt haben, daß in einem Land, in dem ein einfacher Arbeiter alle fünf Jahre ein fabrikneues, bar bezahltes Auto kaufen kann (ja, liebe Kinder, das konnte man damals wirklich), einfach keine Revolution zu machen ist.“

  29. Tiefseetaucher

    Das Thema Umwelt im Sinne von intakter Natur, zu der eben auch ein passables, zeitgemäßes menschliches Leben zählt, hat die nie auch nur ein kleines bisschen interessiert.

    Darüber besteht weitestgehend Konsens. Es ging mir nur darum darauf hinzuweisen, daß eine schlichte Fortschreibung des … nun ja, nennen wir es ruhig mal so: ‚gesellschaftlichen Bewußtseins‘ der ‚vorgrünen‘ Zeit eine schlichte Fortschreibung des nicht nur, aber auch wesentlich sozialdemokratischen Machbarkeitswahns geworden wäre – mit Städten, in denen heute wohl nicht mal mehr Spurenelemente der Bausubstanz früherer Jahrhunderte zu finden gewesen wären.

    Die Grünen waren eben am Anfang indifferent – wie die meisten Dinge, die sich noch nicht wirklich formuliert haben. Es gab die Gruhls und Springmänner, die die eigentlichen Anfangs-Grünen waren. Es gab Anti-AKWler, die sich seit den Auseinandersetzungen um dieses AKW in … Wyhl war das glaub ich, formiert hatten. Und dazu kamen dann als die beiden zentralen 68er-Stränge die Feministinnen und die Kommunisten – und bei letzteren dann auch noch wieder die ‚Realos‘ und die ‚Fundis‘, wobei ‚Fundis‘ wie Trampert, Ebermann und auch ‚die Dicke‘ (Dithfurt) letztlich vom Fischer-Flügel rausgedrängt wurden.

    Wie die Machtverhältnisse sich bei den Grünen heute intern ausgestaltet haben, kann ich, ehrlich gesagt, nicht einschätzen – aber Trittin ist mit Sicherheit, würde man ihn ‚aufschneiden‘ innen mittlerweile nicht mehr rot sondern weiß … von den Bergen an Kreide, die er zwischenzeitlich gefressen hat. Davon abgesehen ist er wohl das kommunistische Hardcore-Urgestein schlechthin … und er wird schon dafür gesorgt haben, daß er Nachfolger an den richtigen Stellen hat. Auf jeden Fall dürfte feststehen, daß die Grünen ihren Erneuerungsimpuls verbraucht haben, sowohl was das Thema ‚Umwelt‘ wie auch ‚Gesellschaft‘ angeht. Daß es für Deutsche mit den Grünen definitiv keine Zukunft geben wird, sondern unsere Nachkommen sich allenfalls glücklich schätzen dürfen als geduldete ‚Hilfstürken‘ in der ‚Westtürkei‘ die Existenz der türkischen Herrenmenschen zu sichern, ist wohl auch nicht weiter strittig.

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