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Hamburg: Workshop für Hausbesetzer

linksradikaleDass Linke ihre bunt-radikalen „Weisheiten“ als alleingültig kultivieren ist altbekannt. Die Auswüchse dahinter allerdings werden immer abstruser. Vom 27. bis 31. August findet in Hamburg eine Art Wokshop für Hausbesetzer statt: „Squatting Days“ nennt sich die Veranstaltung. Man ist im ersten Impuls geneigt, das nicht ganz ernst zu nehmen. Aber die Initiatoren sind eben Linke und denen ist bekanntlich nichts zu dreist.

(Von L.S.Gabriel)

Der Arbeitstitel dieser Schulung zum Gesetzesbruch ist wohl: „Wie besetze ich ein Haus richtig“. Initiiert werden die Squatting Days von Personen aus dem Biotop der „Roten Flora“ und ihrer linksradikalen Krawallisierer, die seit Jahrzehnten das ehemalige Flora-Theater im Hamburger Schanzenviertel besetzen. Man feiert damit wohl auch 25 Jahre erfolgreichen Gesetzesbruch, Widerstand gegen den Staat, und dass sich die unfähige Hamburger Stadtregierung seit Ende der 80er-Jahre am Nasenring der linken Staatsfeinde spazieren führen lässt.

Im Aufruf zur Veranstaltung heißt es:

In Hamburg ist momentan eine Menge in Bewegung, während die Rote Flora anlässlich ihres 25jährigen Bestehens ein kulturelles Highlight nach dem anderen hervor zaubert und ein Programm auf die Beine stellt, das in der Stadt seines Gleichen sucht.. [..]

Die Squattingdays Ende August bieten eine neue Gelegenheit, theoretisch und praktisch die Frage zu stellen, wem die Stadt eigentlich gehört und sich mit Aktiven aus anderen Zusammenhängen auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam zu handeln.

Es gibt aber noch mehr Gründe für das Inbesitznehmen fremden Eigentums, wie man auf der linken Terrorplattform Indymedia erfahren kann:

Die Gründe für Besetzungen sind zahlreich und unterschiedlich: Um unbezahlbaren und steigenden Mieten etwas entgegenzusetzen, einen drohenden Abriss zu verhindern, aus der Notwendigkeit für neue, selbstverwaltete und unkommerzielle Räume, zum Wohnen, für Atelierräume, Werkstätten, Kulturzentren und vieles, vieles mehr. [..]

Gründe, in leere Häuser einzuziehen oder nicht aus unseren Wohnungen auszuziehen haben wir genug.

Der Workshop:

Wie erhöhen wir unsere Chancen auf erfolgreiche Besetzungen? Was sind die Schwierigkeiten, die uns hindern uns die Häuser zu nehmen? Und wie kommen wir zu einer Praxis ,die unsere Vorstellungen Realität werden lässt?

Wenn wir gemeinsame Interessen finden und aus Erfahrungen lernen, können wir viele Fehler vermeiden, uns gegenseitig unterstützen und inspirieren. Zusammen können wir uns unseren Ängsten stellen, uns gemeinsam wehren gegen Kriminalisierung und Repression.

Gemeinsame Interessen will man finden? Die gibt es doch schon: Polizeiwachen angreifen, Illegale bei der Landnahme unterstützen und ganze Stadtteile terrorisieren. Und was die Ängste betrifft: es gibt in Hamburg hervorragende ärztliche Betreuung. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gibt es stationäre Hilfe in der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie“.

Die Anleitung zum Gesetzesbruch ist natürlich bis zum letzten Planungspunkt verbrieft. Unter „Anfahrt“ ist da zu lesen:

Fahren ohne Fahrschein

Grundsätzlich ist es in Hamburg möglich, in den S- und U-Bahnen nicht zu bezahlen. Meistens (nicht immer!) sind die Kontrolettis in Uniformen unterwegs, also schon am Bahnsteig erkennbar. Manchmal und gerade an der S Holstenstraße (hier gibt es nur einen Ausgang) gibt es beim Verlassen der Stationen Großkontrollen, bei denen auch oft Cops dabei sind.

Und weiter heißt es:

Bei all unseren Unterschieden und Widersprüchen was unsere Kämpfe angeht, unsere Art zu leben, zu diskutieren und zu streiten, wird der Kongress eine Chance sein, all diese gemeinsam zu nutzen. Es gibt genug zu lernen, zu diskutieren, zu hinterfragen. Und viel zu erleben. [..]

Lasst uns städteübergreifend vernetzen und gemeinsam in Bewegung kommen.
Am Samstag, den 30. August 2014 findet ein Aktionstag statt, in Hamburg und überall da, wo ihr was startet.

Dass diese Zusammenrottung und Verabredung zum organisierten Verbrechen unter „Kongress“ geführt wird, zeigt nur, wie sicher und im Recht sich die linksradikale Szene inzwischen fühlt. Ob das den Verfassungsschutz genauso interessiert wie die „so gefährlichen“ Kommentare unserer Leser und die von uns täglich hervorgehobenen Wahrheiten, wäre durchaus interessant. Aber vermutlich fallen solche „Workshops“, ähnlich wie Salafistengrillnachmittage, unter die Kategorie „Kulturveranstaltung“.