"Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern", sagte Olaf Scholz im Jahr 2002. Der Verband Familienarbeit e.V. fordert nun eine Rückkehr zur Selbstbetreuung von Kindern unter drei Jahren, um deren Bedürfnisse nach Nähe und Bindung zu ihren Eltern zu gewährleisten.

Von JOHANNES RESCH* | Als Vorstand des Verbandes Familienarbeit e.V. – eines parteipolitisch, weltanschaulich und konfessionell unabhängigen Eltern-Verbandes, setzen wir uns seit dessen Bestehen für eine tatsächliche Wahlfreiheit für Eltern ein, damit sie eigenverantwortlich entscheiden können, ob sie ihre Kinder in Krippenbetreuung geben oder zu Hause selbst betreuen wollen.

Wir beobachten seit langem, dass die Familienpolitik die Fremdbetreuung der Kinder mit enormen finanziellen Mitteln fördert, die Betreuung durch die eigenen Eltern dagegen nicht. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten für junge Familien besonders in den Großstädten drastisch gestiegen, sodass sich immer mehr Eltern gezwungen sehen, beide in Vollzeit einer außerhäuslichen Erwerbsarbeit nachzugehen und ihre Kinder bereits in einem Alter von unter drei Jahren in eine Gruppenbetreuung abzugeben. All das steht nach unserer Auffassung in klarem Gegensatz zum in Art. 6 (2) GG verankerten Elternrecht.

Laut eines Artikels in der FAZ vom 12. Dezember 2022 hat die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) im Jahr 2012 Fremdbetreuungszeiten für Kinder unter 18 Monaten völlig abgelehnt und für die Altersgruppe zwischen 18 und 36 Monaten Fremdbetreuung nur mit hohen Qualitätsansprüchen und halbtags als sinnvoll erachtet, und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat sich diesen Empfehlungen im Jahr 2019 weitgehend angeschlossen. In demselben FAZ-Artikel werden die negativen Effekte der Fremdbetreuung für unter Dreijährige ausführlich geschildert und als Beleg werden Studien aus den USA (NICHD-Studie) und Kanada (Québec-Experiment) angeführt.  Angesichts dieser Sachlage halten wir es für dringend geboten,

  • die immer noch gültigen Empfehlungen des BVKJ zur Gruppenbetreuung von Kindern unter drei Jahren wirksam an die Öffentlichkeit zu tragen,
  • den Eltern zu helfen, ihr im Grundgesetz verankertes Recht auf Erziehung ihrer eigenen Kinder ohne jegliche Benachteiligung wahrnehmen zu können,
  • einen öffentlichen Diskurs über dieses wichtige gesellschaftliche Thema in Gang zu bringen,
  • die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien als oberste Priorität zu betrachten und nicht den Interessen des Arbeitsmarkts nach mehr Arbeitskräften unterzuordnen.
  • die einseitige Finanzierung der Fremdbetreuung zu beenden und die Eigenbetreuung von Kindern unter drei Jahren – entsprechend den Forderungen des Grundgesetzes – in gleichem Umfang zu finanzieren wie einen Krippenplatz (heute ca. 1000 €/Monat).

Die Empfehlungen der DGSPJ von 2012 können von immer mehr Eltern kleiner Kinder aus finanziellen Gründen nicht eingehalten werden. Damit dies wieder möglich wird, muss die familiäre Betreuungsarbeit vergleichbar der Krippenbetreuung gefördert werden.  Dies dient dem Kindeswohl, dem Wohl der Familien und dem Gemeinwohl. Eine solche Förderung hätte gleichzeitig den Effekt, die extrem angespannte Gesamtsituation in den Kindertagesstätten zu beheben.

Es ist an der Zeit, den Eltern zu helfen, ihr im Grundgesetz verankertes Recht auf Erziehung ihrer eigenen Kinder in vollem Umfang wahrzunehmen. Auch die Kinderärzte vor Ort sollten den Eltern Mut machen, die Bedürfnisse ihrer Kinder nach Nähe und Bindung zu erkennen und ihre eigenen Wünsche zur Selbstbetreuung nicht zu verleugnen.


*Offener Brief des Verbands Familienarbeit e.V. an die Verbände der Kinder- und Jugendärzte

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19 KOMMENTARE

  1. .
    .
    Wir vergessen NIEMALS
    Wir vergessen NIEMALS
    Wir vergessen NIEMALS
    Wir vergessen NIEMALS
    Wir vergessen NIEMALS

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    Im GEDENKEN an die Vergewaltigungsopfer vom KÖLNER Vergewaltigungsprogrom 2015/16 durch tausende moslemische Asylanten und Ausländer…

    .
    Auch nach Jahren und Jahrzehnten werden die Schuldigen (Politiker: Merkel und ihre Schergen, Minister, hohen Beamte) im hohen Alter dafür zur Rechenschaft gezogen werden wie früher die Alt-Nazis. Niemand wird der Strafe entkommen.
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    .

    Wir vergessen NIEMALS vergessen und niemals VERGEBEN!
    Wir vergessen NIEMALS vergessen und niemals VERGEBEN!
    Wir vergessen NIEMALS vergessen und niemals VERGEBEN!
    Wir vergessen NIEMALS vergessen und niemals VERGEBEN!

  2. Familienpolitik? Welche Familienpolitik?
    Förderung von Fremdbetreuung ist keine Familienpolitik. Die finge an mit anständigen Löhnen und Gehältern, daß wenigstens nur einer im Haushalt ganztags arbeitet und damit genug verdient, die Familie zu ernähren.

    Aber die Regierung betreibt Migrationspolitik, dahin gehen die Milliarden.

  3. „Unsere“ Teenager heute….

    …die Gewalt über deren Betten oder die Betten ihrer Nachkommen werdet ihr nie erringen, denn sie tanzen euch schon heute auf der Nase herum, liebe Altparteien!

    .
    „ Jugendliche liefern sich Böller-Schlacht

    „Verletzte nehmen wir in Kauf“
    Es geht schon los! Böller-Chaoten verängstigen Anwohner

    Von: MANDY KYNAST
    30.12.2023 – 12:29 Uhr
    Weimar (Thüringen) – Dieser Leichtsinn kann Leben kosten!

    In Weimar haben sich am Freitagabend mehrere Gruppen junger Männer gegenseitig zum Spaß mit Böllern und Raketen beworfen – und die Polizei zum Narren gehalten. Erst ein Großaufgebot an Einsatzkräften konnte die Horde schließlich stoppen.

    Gegen 20 Uhr hatten mehrere verängstigte Anwohner in der Innenstadt die Beamten alarmiert, als es am Goetheplatz plötzlich fast jede Sekunde knallte.

    Als die Einsatzkräfte anrückten, rannten dutzende Teenager wie wild in alle Richtungen durch die Stadt, während sie immer weiter Feuerwerkskörper zündeten…..“

    https://www.bild.de/regional/thueringen/thueringen-aktuell/silvester-verletzte-nehmen-wir-in-kauf-jugendliche-liefern-sich-boeller-schlacht-86579146.bild.html

  4. Für Kinder hat der Staat überhaupt kein Geld übrig.
    Er hat nicht mal Geld übrig für die berufstätigen Mütter, diese sicher und pünktlich zur Arbeit zu bringen.
    Mit Bahnverspätungen weil das Personal zu Tode gespart wurde und maroden Bahnschienen, mit provozierten Streiks mutet man den Eltern Unmögliches zu. Die Kinderkrippenplätze und Kindergartenplätze sind teurer als eine Penthouse Wohnung mit Au-pair-Betreuung vor Ort.

    Aber für die UKRAINE, die KRIEGSSPIELE und die FLÜCHTLINGE
    ist nichts zu teuer!
    Es kann für diese Leute und für die Kriegswaffen nichts zu teuer sein!
    Milliarden werden dort durch die Luft gepulvert TÄGLICH !!! und den Ukrainerinnen
    läuft man neuerdings sogar mit Bürgergeld, kostenloser Kinderbetreuung, Bevorzugung auf dem
    Wohnungsmarkt und Kindergartenmarkt förmlich die kostspielig improvisierte „Hütte“ ein.

  5. Wenn man den da oben schon sieht weiß man schon

    für 2024

    wird für eine VERSCHLIMMBESSERUNG

    garantiert wieder alles Mögliche und Unmögliche geleistet
    von ihm und von seinem Qualitätsteam!

  6. Nun sollen aber aus den Kindern doch als erste vegane, sexuell desorientierte Genderzögling werden. Da stören Eltern nur, die noch klare Vorstellungen vom Leben haben. Kindergärten sind heute deshalb zum Teil Fallen, in die man seine Kinder schickt. Als erstes muss man sich deshalb dort unbedingt die sog. Erzieher anschauen und denen auf den Zahn fühlen.

  7. @ Goldfischteich 30. Dezember 2023 at 13:47
    Familienpolitik? Welche Familienpolitik?
    Förderung von Fremdbetreuung ist keine Familienpolitik. Die finge an mit anständigen Löhnen und Gehältern, daß wenigstens nur einer im Haushalt ganztags arbeitet und damit genug verdient, die Familie zu ernähren.

    Aber die Regierung betreibt Migrationspolitik, dahin gehen die Milliarden.
    ———————————–
    Familienverhinderungspolitik ?

  8. Grundgesetz
    Artikel 6. (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.
    Insbesondere in Bezug auf (2) und die „Lufthoheit“ muss man nicht mehr die Frage stellen, ob eine Verfassungsfeindlichkeit vorliegt – es darf als beantwortet gelten. Für die woke, gesetzliche Gleichstellung absurder Lebensformen mit der Ehe und Familie kann man zu gleichen Ergebnissen kommen.

  9. Was soll die Aufregung?

    Herr Scholz liebt eben kleine Kinder und das machen andere auch. Dass Herr Scholz sich nicht erwischen lässt, ist einfach der Tatsache geschuldet, dass er mehr Geld ausgibt.

  10. Det Symbolbild „Ratloser Demenz-Olaf vor Wand mit Stiefeln“ find ick knorke .

    Ich wuerde es als Meinungsbild interpretieren
    „Kinder stimmen über Familienpolitik mit ihren Stiefeln ab“

    Bei Mohammedanern ist das zeigen der Schuhsohle für den Feind
    ohnehin ein Zeichen grosser Verachtung – also Aufruf zum Jihad.

  11. @ Marie-Belen 30. Dezember 2023 at 13:51
    „Teenager…Jugendliche…Böller-Chaoten…Gruppen junger Männer…Horde… wie wild“..

    Nicht „wie“ – die sind wild. Nur nicht edel wie das freie Tier in natürlicher Wildbahn.
    Sie verhalten sich wider/unnatuerlich, nicht mal naturnah wie der Bonobo in Berlin.

  12. „ist einfach der Tatsache geschuldet, dass er mehr Geld ausgibt.“

    Es war hart klingen, aber es ist so. Pädophilie ist nur dann ein Problem, wenn man ein armer Schlucker oder ein armer einsamer Priester ist.

    Schon für einen Bischof ist es Leichtes, reihenweiseweisse kleine Chorknaben zu vernaschen. Als oberster Religionsherr darf man völlig ungestraft Babys vergewaltigen, so oft man will. Und hat irgendjemand einen Aufschrei gehört, dass sich Bill Gates für Minderjährige Mädchen interessiert? Ja, Melinda hat sich genau deswegen scheiden lassen. Und als schwuler Neger mit Vorliebe für kleine weisse Jungen hat man sowieso Narrenfreiheit.

  13. da haben die Kinder in Brandenburg ausnahmsweise mal Glück gehabt.
    Verdi im Jammermodus*
    In Brandenburgs Kitas herrscht nahezu Normalbetrieb – und die Erzieher*innen gehen weiterhin jeden Tag das hohe Risiko ein, an Covid-19 zu erkranken. Die zuständige Ministerin lässt die Erzieher*innen mit ihren Sorgen und Nöten weiterhin alleine – Britta Ernst nimmt ihre Aufsichtspflicht für die Kitas nicht wahr: Es gibt in Brandenburg kaum Masken für das Personal, keine Corona-Tests, keine Impf-Angebote – de facto kein Konzept für die, die täglich den Kopf hinhalten. Und das bei vollen Kitas.

    Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/ist-die-kanzler-ehefrau-deswegen-als-ministerin-zurueckgetreten/

  14. Unser lieber, kleiner, vergesslicher, immer grinsender Glänzeglatzenkanzler Olafchen hat von Kindern keine Ahnung, er durfte immer durchschlafen und will bei diesem Thema mitreden? Ich kann nicht mehr.

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