TV-Tipp: Sarrazin und Herrmann bei „Anne Will“

„Flüchtlinge vor unseren Grenzen – wen wollen wir reinlassen?“ ist der Titel der heutigen Anne Will-Sendung (21.45 Uhr ARD). Nachdem Italien die Einwandererflut jetzt nordwärts schickt, diskutieren Thilo Sarrazin (SPD), Joachim Herrmann (CSU), Katrin Göring-Eckardt (B’90/Grüne), Elias Bierdel (Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation „Borderline Europe“) und Gerald Asamoah (Profi-Fußballer) über die Konsequenzen für Deutschland. Interessant auch die ARD-Umfrage: „Soll Deutschland Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen?“ Bislang (Stand 21.45 Uhr) sind 69,92 Prozent der User der Meinung: Nein, Europa soll Flüchtlinge gleich wieder zurückschicken. JETZT mit Video!




Italien schickt Einwandererflut jetzt nordwärts

Anfang der Woche ist die Konferenz der EU-Innenminister in Luxemburg letztendlich ergebnislos zu Ende gegangen. Während Italien der Meinung war, dass die Zahl der Migranten aus Nordafrika so groß sei, dass dies alle EU-Staaten etwas anginge, lehnten die übrigen Europäer diese Einschätzung ab.

Entsprechend beharrten insbesondere Frankreich und Deutschland darauf, dass Italien – wie in den europäischen Verträgen vorgesehen – sich selbst um die Wirtschaftsflüchtlinge zu kümmern habe. Rom drohte daraufhin, die Bootsflüchtlinge mit Visa auszustatten und nach Frankreich und Deutschland weiter reisen zu lassen. Nun macht die Regierung Berlusconi mit dieser Ankündigung ernst.

n-tv berichtet:

Die Proteste in Frankreich und Deutschland haben nichts genützt: Italien lässt jetzt illegal eingewanderte Tunesier mit Sondervisa ausreisen. Die Papiere bekommt offenbar jeder – egal, ob er einen Ausweis hat. Paris verschärft die Kontrollen. in Deutschland hatten einige Bundesländer ähnliches angekündigt.

Die italienischen Behörden haben am Wochenende damit begonnen, den ersten von Tausenden tunesischen Migranten vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen zur Weiterreise nach Frankreich auszustellen. Mindestens 20 Migranten passierten am Samstag in Ventimiglia die Grenze zu Südfrankreich. Am Sonntagmorgen folgten weitere, wie italienische Medien berichteten. Hunderte warteten noch in der Stadt auf die Papiere und den ersehnten Übergang. Frankreich reagiert mit verschärften Kontrollen.

Um den Zustrom zu stoppen, soll der Präfekt der französischen Grenzregion sogar angeordnet haben, die Bahnverbindung zu unterbrechen. Zwischen dem italienischen Ventimiglia und der französischen Küstengemeinde Menton rolle kein Zug mehr, berichtete die Regionalzeitung „Nice-Matin“ am Sonntagmittag im Internet.

Nach dem Schengen-Abkommen zum offenen Grenzübergang können die umstrittenen Ausweise tatsächlich zum Übertritt berechtigen.

Die Kontrollen wurden in Frankreich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt. Nach Angaben von Innenminister Claude Guéant wurden allein zwischen dem 23. Februar und dem 28. März insgesamt 2800 Illegale aus Tunesien bei Personenkontrollen erwischt. 1700 von ihnen wurden bereits zurückgeführt, die meisten nach Italien.

Selbst mit den Papieren aus Italien dürften die meisten Tunesier keine Chance auf eine legale Einreise haben. Sie müssen unter anderem nachweisen, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. 31 Euro pro Tag und Person sind notwendig, wer keine Bleibe hat muss sogar 62 Euro pro Tag und Person nachweisen.

Es ist nicht auszuschließen, dass dieses Thema nach der Islamkonferenz zur ersten wirklichen Bewährungsprobe für den neuen Bundesinnenminister wird.




Triumph für „Wahre Finnen“ bei Parlamentswahl

Wahlsieger in Finnland: Timo SoiniBei den Parlamentswahlen heute in Finnland zeichnet sich ein starkes Ergebnis der EU- und islamkritischen „Wahren Finnen“ ab. Nach Auszählung von gut einem Drittel der Stimmen kommt die Partei von Timo Soini (Foto) auf 18,7 Prozent, was mehr als einer Vervierfachung ihres Ergebnisses von 2007 entspricht. Neuer Ministerpräsident wird voraussichtlich der bisherige Finanzminister Jyrki Katainen. Seine Konservative Nationalpartei kam auf 20,2 Prozent und überholte damit das Zentrum von Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi. Die bäuerlich-liberale Partei der Regierungschefin erhielt nur 17,3 und war damit klare Verliererin der Wahl.

Der Spiegel berichtet:

Die Wahl wurde jedoch dominiert von der rechtspopulistischen Partei Wahre Finnen, die den Teilergebnissen zufolge auf den dritten Platz kam. Die betont EU-kritische Partei erhielt demnach 18,6 Prozent. Sie konnte damit ihre Stimmenzahl bei den letzten Wahlen 2007 mehr als vervierfachen.

Die Wahren Finnen sind strikt gegen den EU-Stabilitätspakt mit Hilfen an überschuldete Länder wie Griechenland, Irland und Portugal. Sie verlangen Verschärfungen bei der Ausländerpolitik, das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen sowie ein umfassendes Abtreibungsverbot.

Die Konservativen sind zu einem Regierungsbündnis mit den Rechtspopulisten bereit, aber auch deren Parteichef Timo Soini hatte im Wahlkampf eine Zusammenarbeit angeboten.

Lediglich die Grünen hatten eine Koalition mit den Wahren Finnen ausgeschlossen. Sie waren bisher mit dem Zentrum, den Konservativen sowie der liberalen SVP (Partei der schwedischsprachigen Minderheit in Finnland) in der Regierung.

Das Wahlergebnis in Finnland ist ein guter Tag für Europa. Der Triumph der „Wahren Finnen“ könnte den Euro-Rettungsschirm noch zum Scheitern bringen, denn die Hilfskredite sind an einstimmige Entscheidungen aller EU-Staaten gekoppelt.

Video:




Itamar-Mörder wurden gefasst

Pali-MörderDer IDF-Kommandant in Samaria, Oberst Nimrod Aloni, teilte diese Woche mit: „Die Mörder sind in unseren Händen.“ Es handelt sich bei den Terroristen, wie heute bekannt wurde, um den 19-jährigen Amjad Mahmad Awad (Foto l.) und den 18-jährigen Hakim Mazen Awad (r.). Beide stammen aus einem arabischen Dorf bei Itamar, wo die ermordete Fogel-Familie wohnte (PI berichtete). Die Mörder sind Mitglieder der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) und wurden bei ihrer Tat von mindestens sechs weiteren Mitgliedern unterstützt, vier davon aus der Awad-Familie.

Nach Angaben von Israelnationalnews hatte einer der Täter hatte sogar eine offizielle Zugangsgenehmigung nach Itamar vom IDF als Olivenbaumpflücker. Die „Palästinenser“ bestehen darauf, „ihre“ Olivenbäume selbst zu pflücken und akzeptieren nicht, wenn die jüdischen Siedler die Oliven pflücken und den Arabern die Ernte übergeben, um keine potentiellen Terroristen in die Stadt lassen zu müssen.

Die Terroristen haben bei der Festnahme gestanden und äußerten ihren Wunsch, „Märtyrer“ zu werden. Sie zeigten keinerlei Reue für ihre Tat – wenn es möglich gewesen wäre, hätten sie gerne noch weitere Juden ermordet.

Die Ermittler hegten schon länger den Verdacht, dass die Täter aus Awarta stammen könnten, weil sich befragte Dorfbewohner darüber beklagt hatten, dass sie DNA-Poben abgeben mussten. Mindestens einer der Terroristen hatte mit der Mutter Ruth Fogel gekämpft und der Kampf hatte Spuren unter ihren Fingernägeln hinterlassen.

Israel heute berichtet:

[…] Nach Angaben der Armee zeigen die beiden keinerlei Reue. Vielmehr gaben sie an, sie hätten zwei weitere Kinder der Siedlerfamilie ebenfalls umgebracht, wenn sie gewusst hätten, dass sie im Haus waren.
Beide Tatverdächtigen stammen aus dem Dorf Awarta und haben Beziehungen zur Terroristengruppe „Volksfront“. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet kam den beiden durch sehr umfangreiche und extrem schwierige Ermittlungen auf die Spur, hieß es. Es sei gelungen, den Tatablauf genau zu rekonstruieren: Die beiden hatten sich mit Messern bewaffnet und abends den Sicherheitszaun zur Siedlung zerschnitten. Dann drangen sie in ein Haus ein, dessen Bewohner nicht da waren. Dort stahlen sie ein M-16 Gewehr. Dann brachen sie ins Haus von Fogels ein und schnitten sofort zwei Kindern (11 und 4 Jahre alt) die Kehle durch. Dann kam es im Schlafzimmer zu einem Kampf mit den Eltern, die mit mehreren Schüssen niedergestreckt wurden. Als die beiden fliehen wollten und das Haus schon verlassen hatten, begann das drei Monate alte Mädchen der Fogels, Hadas, zu schreien. Daraufhin gingen die Täter ins Haus zurück und schlachteten auch das Kind ab. Die beiden nahmen aus dem Haus Waffen mit, die sie später mit Hilfe von Verwandten verkauften.
Ein Ermittler von Shin Bet sagte, die beiden hätten ihre Tat detailliert geschildert. Es sei eine „schockierende, kalte und erbarmungslose“ Schilderung gewesen. Die beiden hätten davon geredet, als Märtyrer sterben zu wollen.

Israels Premierminister Netanyahu gratulierte heute dem Inlandsgeheimdienst „Schin Bet“ und der Polizei zu der gelungenen Untersuchung.

Bei der Awad-Familie hat der Terror bereits Tradition: Mörder-Vater Hakim Awad ist ebenfalls Mitglied der Befreiungsfront und saß in einem israelischen Gefängnis. Ein Onkel war 2002 in einen Terroranschlag ebenfalls in Itamar verwickelt, der fünf Menschen das Leben kostete. Ein weiterer Onkel verbrannte angeblich die blutverschmierten Kleider der jungen Mörder und brachte die benutzten Messer nach Ramallah, dann gingen die Jungs weiter zur Schule, als wäre nichts gewesen.

S’ad Nimr, Generaldiektor des Ministeriums für palästinensische Gefangene, rechtfertigt die Itamar-Morde und verlangt die Freilassung der Mörder:

(Spürnase: Mr. Merkava)




Freiheit, Gleichheit und Muslimbruderschaft

Europa, es ist bezahltDas folgende außerordentlich informative Video über den dramatischen Einfluss der muslimischen Bruderschaft wurde von einer norwegischen Produktionsgesellschaft gedreht und am 25. November 2010 in einem Kino in Oslo gezeigt. Der Mann, der uns durch den Film führt, ist ein Moslem, der als Flüchtling aus dem Irak nach Norwegen gekommen ist. Er hat die Prinzipien unserer westlichen Gesellschaft wie Gewaltentrennung, Gleichheit und Demokratie nicht nur adaptiert sondern auch schätzen gelernt. Er hat verstanden, dass Freiheit des Geistes die unabdingbare Voraussetzung unseres Erfolges ist und wert, verteidigt zu werden.

Er fragt sich, woher der religiöse Fanatismus, der Dominanzanspruch und das Sendungsbewußtsein vieler Muslime herrühren, insbesondere von Vertretern der muslimischen Bruderschaft. Er kann das nicht verstehen. Seine offenbare Unwissenheit über ein wesentliches Element der muslimischen Doktrin – den Auftrag zur Beherrschung der Welt – irritieren den Betrachter des Videos anfänglich. Wir bekommen in der 34. Minute des Videos die Erklärung dafür. Offenbar war der Imam, der für die religiöse Bildung des Filmemachers zuständig war, einfach ein netter Mann, der die ganze Gewalt und den ganzen Hass des islamischen Dogmas außen vor gelassen hatte:

„Der Islam, mit dem ich aufgewachsen bin, fasziniert mich.“

„Ich erinnere mich an die heiligen Feiern in den Moscheen meiner Kindheit.“

„Der Imam gab uns Süßigkeiten, damit wir wieder kämen.“

„Die Geschichten von Moses, Abraham und Jesus, die er uns erzählte.“

„Islam war eine Religion und ein gutes Gewissen.“

„Ich kann mich im heutigen Islam nicht wiedererkennen – das Schreien auf den Straßen – sie schreien: „Allahu Akbar“ – „Gott ist groß“ und stiften zu Hass, Macht und Invasion an.“

Herausgekommen ist jedenfalls ein Video, das die Rolle der muslimischen Bruderschaft und ihrer Exponenten im Orient und Okzident umfangreich dokumentiert. Auch wird klar erkennbar, dass diese Organisation ihre dogmatischen Aussagen nicht aus der Luft greift sondern aus dem islamischen Dogma schöpft.

Vergleiche:
» The Muslim Brotherhood „Project“
» Koranverse zum „Heiligen Krieg“ mit Exegese

(Gastbeitrag und Video-Übersetzung vom Propheten des Islam)




Joschka Fischer als Kanzler?

Der grüne Kräschmann ist in Stuttgart noch nicht vereidigt, da sehnt die linksgrün versiffte Presse den Polizistenprügler Joschka Fischer als Kanzler herbei! Weitere Links:

Es wird eng in der Schweiz! Und es kommen auch Dumme aus EU!
Aznar haelt Gaddafi fuer Freund des Westens! Die westliche Libyen-Politik ist jedenfalls Mist hoch drei!
Boys will be Girls, Girls will be Gender, Gender will be schwul. egal, Hauptsache, niemand ist normal!
Auf zu den kommunistischen Ostermaerschen!
Wie die ZEIT den Kachelmann-Anwalt drangsalierte!
Elisabeth Badinter contra Burka, sind nicht in Afghanistan!
Das kollektive Schweigen der Polen!
Nazi-Outing in linksextremen Kreisen!
Margot Honecker in der Schweinebucht!
Medien als Taktgeber linker Politik!

Bitte gerne Links posten! Danke!




PI-Einzelkämpfer darf nicht zu Sarrazin

Manfred BezAnfang März berichtete PI über die Gesprächsreihe „Halberstädter Abend“, zu der Thilo Sarrazin eingeladen war – und von der er auf Druck der geschiedenen Magdeburger Bischöfin Junkermann zunächst wieder ausgeladen wurde. Der konservative jüdische Historiker Michael Wolffsohn hatte daraufhin seinerseits aus Protest und Solidarität auf eine Teilnahme als Gast der Gesprächsreihe verzichtet.

(Von Thorsten M.)

Die veranstaltenden Pfarrer Harald Kunze (Evangelisches Kirchspiel Halberstadt) und Pfarrer i.R. Hartmut Bartmuß (SELK) – entsetzt über diese Gängelung – kündigten als Konsequenz ihrerseits das Ende ihrer Tätigkeit als Gastgeber der Gesprächsreihe an.

Was in den in der Regel politisch korrekten Westkirchen sicher problemlos durchgegangen wäre, hatte in Halberstadt allerdings ein mächtiges Nachspiel. Der dortige Kirchengemeinderat begehrte auf und forderte nicht nur die Fortsetzung der Gesprächsreihe, sondern eine Erneuerung der Einladung von Thilo Sarrazin.

Am Ende konnte die Magdeburger Kirchenleitung nicht mehr anders, als die streitbaren Halberstädter, die von einem Oberbürgermeister der Linken regiert werden, und darum Kummer gewöhnt sind, gewähren zu lassen. Natürlich war dies keine Niederlage für die wiederverheiratete Bischöfin aus dem Westen. Vielmehr hätte sich deren ursprüngliche Kritik natürlich auf den Termin kurz vor der Landtagswahl bezogen und darauf, dass die NPD angekündigt hatte, den Abend für den eigenen Wahlkampf nutzen zu wollen.

Nun war es am vergangenen Donnerstag also tatsächlich so weit und Thilo Sarrazin konnte zu Gast in der bis zum letzten Platz besetzten Halberstädter Moritzkirche sein. Wenn man den Presseberichten glauben darf, war die Veranstaltung einer dieser zahllosen Sarrazin-Auftritte über die landesweit immer gleich berichtet wird. Wir ersparen den Lesern die Einzelheiten. Nachdem die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nun vorbei war, ließen sich allerdings weder linke Gegendemonstranten, noch Nazis bei der Veranstaltung blicken.

Damit die Polizei in Zivil nicht ganz umsonst anwesend war – und sicher weil bei den verantwortlichen Pfarrern immer noch die Nerven blank lagen – kam es allerdings zu einem unerfreulichen Hausverbot für einen PI-Einzelkämpfer.

Manfred Bez (Foto oben), der in Bad Frankenhausen, zu Füßen des Kyffhäuser, die „Pension Schönblick“ betreibt, wurde wegen des Mitführens eines Plakats, auf dem er lediglich mit den zwei Worten „Meinungsfreiheit bewahren“ auf den Artikel 5 unseres Grundgesetztes verwies, am Betreten der Kirche gehindert.

Nun muss es ein Gastgeber nicht mögen, wenn man zu solch einer Veranstaltung mit politischen Plakaten erscheint. Doch dieses hätte Manfred Bez ganz sicher vor der Kirche abstellen können. Aber Herr Bez erdreistete sich auch noch, ein T-Shirt zu tragen, auf dem „Danke! Thilo Sarrazin“ und darunter „blue-wonder.org“ stand. Des weiteren zierte seine Jacke eine aufgenähte kleine Deutschlandfahne, wodurch er sich als Patriot outete, was in diesem Land (selbst für einen Pfarrer) bekanntlich schlimmer ist als sich zur Homosexualität zu bekennen.

Das war dann doch zu viel für die durch eine linke Bischöfin und einen linken Oberbürgermeister geschwächten Nerven der Veranstalter. Das ironischerweise „Volksstimme“ heißende örtliche Käseblatt sprach deswegen auch gleich von der „Faschistenfalle, die zugeschnappt habe“ und befand die altersbedingte Glatze unseres Aktivisten als „kurze Haare“ (die an einen Skinhead denken lassen) für erwähnenswert.

Das Fazit der Veranstaltung ist: Als lobenswert kann die Zivilcourage der Pfarrer und Kirchengemeinderäte bezeichnet werden, dass sie die Veranstaltung mit Thilo Sarrazin gegen Bischöfin Junkermann durchgesetzt haben. Und erfreulich ist natürlich auch der Mut von Manfred Bez. Der Ausschluss des PI-Aktivisten von der Veranstaltung ist gleichwohl ein Wermutstropfen, wofür man allerdings vor allem die linke Bischöfin und die Sarrazin-feindliche veröffentlichte Meinung in der Verantwortung sehen muss. Anders als mit Medienangst ist eine solch panische Reaktion auf einen schwarz-rot-goldenen Aufnäher und ein „Danke Thilo“-T-Shirt bei einer Sarrazin-Veranstaltung nämlich nicht zu erklären.

Manfred Bez




Finnland-Wahlen: Medien fürchten „Rechtsruck“

Es ist doch immer das gleiche Schauspiel: Immer wenn irgendwo in Europa Parlamentswahlen stattfinden und eine konservative, eu- und islamkritische Partei dort aussichtsreich im Rennen liegt, warnen die deutschen Medien vor einem „Rechtsruck“ – so als zöge demnächst der Faschismus wieder in Europa ein. Dabei sieht der charismatische Chef der „Wahren Finnen“, Timo Soini (Foto), seine Partei mehr als eine Art finnische Ausgabe der CSU: „In unserem Parteiprogramm steht, dass die Wahren Finnen eine christlichsoziale Partei sind. Wir sind konservativ, was unsere Werte anbelangt“, sagte Soini einmal in einem ARD-Interview.

Bei der heutigen Parlamentswahl in Finnland könnte Timo Soini und seine Partei die politische Landschaft umkrempeln. Laut aktuellen Umfragen werden die Wahren Finnen ihren Stimmenanteil vervierfachen und damit womöglich an der nächsten Regierung beteiligt sein. Im Gegensatz zu Deutschland, das konservative Parteien rechts der Union stets in die Nazi-Ecke stellt, haben die bisherigen Regierungsparteien keinerlei Berührungsängste mit Soini. Der Parteiführer gilt nämlich trotz seiner politisch inkorrekten Haltungen gegen Zuwanderung, EU, Homosexuellenehe und liberale Abtreibungsregeln als absolut koalitionstauglich.

Der Spiegel versteht die Welt nicht mehr:

Sieht so ein Radikaler aus, ein Rechtspopulist und Ausländerfeind, der Einwanderung und „kurzsichtige Multikulturprojekte“ stoppen will, der Minderheiten und Muslime verachtet und den Euro abschaffen möchte?

Timo Soini, 48, lächelt milde und beißt herzhaft in sein Krabbenbrot. „Ich bin traditionalistisch finnisch, mehr nicht“, sagt er, und so sieht er auch aus: leicht übergewichtig, strähnig zurückgekämmtes Haar, rundes, gemütliches Gesicht. Soini liebt die Sauna, sein Sommerhaus und Trabrennen. „Jeder braucht seine Wurzeln“, sagt er, „in diesem Sinne bin ich auch populistisch.“

Soini ist Parteichef der „Wahren Finnen“, dem jüngsten Rechtsausleger in der europäischen Parteienlandschaft. Noch sitzt er als einziger Abgeordneter der fremdenfeindlichen Populisten im Europaparlament. Am kommenden Sonntag will er die Hinterbank in Straßburg mit einem komfortableren Sitz in Helsinki tauschen, mindestens im Reichstag, lieber noch in der Regierung. Wäre da nicht das rechte Image seiner Partei.

„Es stimmt, ich arbeite gut mit der Dänischen Volkspartei zusammen“, sagt Soini. Das sind die Rechtspopulisten aus Kopenhagen. „Aber ich rede auch mit unserem Außenminister Alexander Stubb und mit Verteidigungsminister Jyri Häkämies.“ Die sind konservativ und von der finnischen Sammlungspartei.

Beide hofierten ihn erst kürzlich zusammen mit seiner Fraktion „Freiheit und Demokratie“ aus dem Europaparlament, in der auch Rechte aus Dänemark, Griechenland, Italien oder Großbritannien sitzen. Soini freut sich. „Niemand hat mehr Berührungsängste vor uns.“

Gegen außerehelichen Sex, Ausländer und die EU

Nun also auch die Finnen. Nach Dänemark und Schweden, nach Marine Le Pen in Frankreich und den meisten EU-Mitgliedstaaten – außer Deutschland – sind die Rechtspopulisten auch in Helsinki angekommen. Die „Wahren Finnen“ schwören auf die „Sitten des Landes“ wollen das „Finnischtum“ fördern, sie lehnen die Homo-Ehe und die Abtreibung ab, sind gegen außerehelichen Sex und Frauen im Pfarramt, und gegen Ausländer und die EU sind sie sowieso.

In den Umfragen liegen sie, je nach Institut, mit etwa 18 Prozent Kopf an Kopf mit den drei etablierten Parteien, die gewöhnlich die Macht unter sich aufteilen – den oppositionellen Sozialdemokraten, der Zentrumspartei von Regierungschefin Mari Kiviniemi und ihrem Koalitionspartner, der konservativen Sammlungspartei. […]

Die Wahllokale sind von 9-20 Uhr Ortszeit (8-19 h MESZ) geöffnet. Unmittelbar danach beginnt die Auszählung der Stimmen. Die erste Hochrechnung auf das Endergebnis wird um etwa 20.30 Uhr MESZ erwartet. PI wird zeitnah darüber berichten.




Vielvölkerstaaten in Europa alle gescheitert

Und wahrscheinlich nicht nur in Europa! Tausende Kroaten haben am Sonnabend gegen die Verurteilung des ehemaligen kroatischen Generals Ante Gotovina durch das Haager UN-Kriegsverbrechertribunal demonstriert. Man kann ihnen, aber auch den Serben, nachfühlen. Als Jugoslawien noch existierte, war die deutsche Presse einhellig der Meinung, nach Titos Tod werde der Vielvölkerstaat auseinanderbrechen. Genauso ist es gekommen. Die Serben haben Kroaten und Moslems vertrieben, die Moslems haben Serben vertrieben und der Kroate Gotovina hat auch Serben vertrieben – mit Waffengewalt. Wie sonst unter den damaligen Umständen?

Im Prinzip war schon der Vielvölkerstaat der Habsburger gescheitert, nicht umsonst startete der Erste Weltkrieg in Sarajewo. Dann kam der Zweite und mit ihm das größte „ethnic cleansing“ der Geschichte, wie es neumodisch heisst, die Vertreibung von 14 Millionen Deutschen aus dem Osten mit massenweise Vergewaltigungen, Mord und Totschlag, von den Alliierten abgesegnet, und nebenbei gesagt stand da nie ein Verantwortlicher vor einem Kriegsverbrechertribunal.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brachen ebenfalls mehrere derartige Konflikte aus, die mit Vertreibungen endeten. Und in Spanien heute sind die Basken ein bekanntes Beispiel für Sezessionsbewegungen. Eben wurde wieder tonnenweise ETA-Sprengstoff gefunden. Aber auch die Katalanen wollen selbständig sein, die Andalusier und die Galizier. Soweit ersichtlich, haben Vielvölkerstaaten in Europa bisher nicht viel gebracht. Umso erstaunlicher, mit wieviel Power man hierzulande zu Werke geht, um einen neuen Vielvölkerstaat mit orientalischen Elementen zu schaffen! Dabei ist ausgerechnet die Türkei ja ein ganz schlechtes Vorbild!