Einen ganz leicht verfrühten Rückblick auf das Jahr 2006 wagen heute Michael Miersch und Dirk Maxeiner in der Welt. All die von Weltuntergangspropheten vom Schlage Al Gores prognostizierten Naturkatastrophen sind ausgeblieben. Die Versicherer freuts, haben die doch – auf der allgemeinen Hysteriewelle reitend – kräftig die Prämien erhöht.

Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Das Jahr 2006 ist noch nicht vorüber – es kann immer noch ein Erdbeben oder Tsunami losbrechen. Die Tektonik nimmt keine Rücksicht auf Silvesterpartys. Wenn aber nichts mehr passiert, lässt sich durchaus sagen, dass die Natur im vergangenen Jahr so freundlich wie selten zu uns Menschen war.

Laut einer ersten Übersicht der Schweizer Rückversicherung Swiss Re war 2006 ein schadenarmes Jahr. Naturkatastrophen und von Menschen gemachte Desaster wie Flugzeugabstürze verursachten weltweit Schäden von circa 40 Milliarden Dollar. Rund 30 000 Menschen kamen ums Leben. Das hört sich schrecklich an und ist es auch. Doch verglichen mit früheren Jahren ist dies wenig. 2005 starben mehr als dreimal so viele Menschen durch Katastrophen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind nur 1988 und 1997 geringere Schäden verzeichnet worden.

Die Bilanz ist umso erfreulicher, wenn man sich erinnert, dass 2006 die Katastrophenerwartung zweimal heftig anschwoll. Das erste Mal kurz nach Jahresbeginn, als auch in Deutschland bei toten Wasservögeln die Vogelgrippe diagnostiziert wurde. Ein Seuchenzug nach Art der mittelalterlichen Pest schien bevorzustehen, blieb dann aber aus. Zum Herbst hin hatten düstere Vorhersagen wieder Konjunktur, denn man erinnerte sich an die Prognosen vom Vorjahr, als drei schwere Wirbelstürme den Südosten der USA heimgesucht hatten. So würde es nun weitergehen, erklärten Al Gore und andere wohlmeinende Warner. Doch die Hurrikan-Saison 2006 fiel überaus milde aus. Die Zahl der tropischen Stürme über dem Atlantik war die zweitniedrigste in den letzten zwölf Jahren.

Apropos Statistik: Die globale Durchschnittstemperatur 2006 war wohl die niedrigste seit fünf Jahren. Das dürften Sie aber kaum irgendwo gelesen haben. Eher schon, dass 2006 das sechstwärmste Jahr seit 1998 war. Beides stimmt, es kommt nur auf die Betrachtungsweise an. Auch die erfreuliche Katastrophenbilanz der Swiss Re schaffte es nicht auf die Titelseiten. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie die Schlagzeilen gelautet hätten, wäre es ein Katastrophenrekordjahr gewesen.

Nicht nur für Journalisten, Politiker und Klimalobby kommt die Desasterflaute etwas unpassend. Auch die Munich Re, der große Konkurrent der Swiss Re, gerät ein wenig in Erklärungsnot. Das Unternehmen, das sich in der Öffentlichkeit gern mit apokalyptischen Klimapropheten umgibt, steuert für 2006 einen Rekordgewinn von über 3,2 Milliarden Euro an. Dennoch werden die Gebühren für die Kunden kräftig erhöht. In weiser Voraussicht natürlich, denn, so ein leitender Manager des Konzerns: „Es war der wärmste Winteranfang, seit vor über 100 Jahren mit systematischen Wetteraufzeichnungen begonnen wurde.“ (Was für Westeuropa stimmt.) Er warnte vor Winterstürmen und raunte sorgenvoll: „Das Wetter da draußen ist nicht vielversprechend.“ Außer natürlich für die Gewinnerwartungen großer Rückversicherer.

Werfen wir zum Schluss nochmals einen Blick auf die Einschätzung der Schweizer Wettbewerber. Die erwähnten neben der geringeren Zahl der Naturkatastrophen noch einen zweiten Umstand, der die Schadensbilanz 2006 absenkte: Die Desaster fanden hauptsächlich in ärmeren Ländern statt, wo weniger Leute ihr Hab und Gut versichert haben. In Jahren mit hohen Schäden wird dieser Faktor selten thematisiert: Dass Naturkatastrophen immer teurer werden, liegt in erster Linie daran, dass immer mehr Menschen so viel besitzen, dass es sich lohnt, dafür Versicherungsverträge abzuschließen; eine gute Nachricht von wachsendem Wohlstand, die sich hinter düsteren Botschaften versteckt. Hoffen wir also, dass die Natur 2007 freundlich bleibt – und helfen wir denen, die sich nicht aus eigener Kraft vor ihr schützen können.

Aber der Winter, der Winter – so hört man allerorten – der ist ja viel zu warm, und Weihnachten lag kein Schnee… Vorboten der Klimakatastrophe, ganz klar. Im März dieses Jahres, als der Winter gar nicht enden wollte, hörte man nie das Gegenteil.

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26 KOMMENTARE

  1. Fakt ist:

    Es war eines der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Temperatur lag in Monaten wie dem September, Oktober, November und Dezember bis zu fünf (!) Grad über dem Durchschnitt.

    Fakt ist auch, dass sich das Weltklima, trotz all seiner Schwankungen, noch nie derart rasend schnell verändert und erheizt hat – ein evolutionäres Anpassen von Flora und Fauna ist dadurch unmöglich (siehe die plötzlich zu Kannibalen mutierenden Eisbären).

    Fakt ist, dass durch die enormen Hitzewelle im vergangenen Sommer viele Tausend Menschen in ganz Europa und Amerikla den Hitzetod gestorben sind. Siehe auch hier: http://short4u.de/4595185cbaee5 (Video)

    Wer den vom Menschen verursachten Klimawandel noch immer leugnet ist in meinen Augen nicht weniger kriminell als jene, die die Islamisierung des Westens leugnen.

  2. Was für Naturkatastrophen? Vor Erscheinen des Menschen waren diese Vorgänge normal. Anscheinend hat sich der Mensch aus der Natur gelöst, um das so zu sehen. Aber im Vertrauen, die grösste Katastrophe für die biologischen Lebensformen auf diesem Planeten ist der Mensch. Die Erde war vor dem Menschen und wird auch nach dem Menschen sein. Schlimm, wenn man sich so wichtig nimmt.

  3. „Die Temperatur lag in Monaten wie dem September, Oktober, November und Dezember bis zu fünf (!) Grad über dem Durchschnitt.“

    Und in den Monaten Februar, März und Mai bis zu fünf (!!!) Grad darunter. Das war aber nur eine momentane Wetterbesonderheit, stimmt’s?

    Der warme November ist dagegen ein untrügliches Zeichen für den Klimawandel.

    „Fakt ist auch, dass sich das Weltklima, trotz all seiner Schwankungen, noch nie derart rasend schnell verändert und erheizt hat“

    Das ist keineswegs „Fakt“, sondern bloß eine Behauptung, die überdies reichlich dümmlich ist und ohne jeden Beleg daherkommt.

    „siehe die plötzlich zu Kannibalen mutierenden Eisbären“

    Jaja, die Schlagzeile habe ich heute auch in der BILD-Zeitung gesehen, während ich die FAZ gekauft habe. Bären haben schon seit jeher alles gefressen, was sie kriegen konnten.

    Daß die BILD-Zeitung das für die Dummerchen, aus denen sich ihre Leserschaft zusammensetzt, ein bißchen dramatisiert und dabei noch moralisiert („Kannibalen“) ändert daran gar nichts.

    „Fakt ist, dass durch die enormen Hitzewelle im vergangenen Sommer viele Tausend Menschen in ganz Europa und Amerikla den Hitzetod gestorben sind.“

    Selbst wenn das stimmt:
    Bei jeder Kältewelle im Winter sterben auf der Welt tausende Menschen. Was für ein selten albernes Argument.

    „Wer den vom Menschen verursachten Klimawandel noch immer leugnet ist in meinen Augen nicht weniger kriminell als jene, die die Islamisierung des Westens leugnen.“

    Jetzt kommen wir langsam zu des Pudels häßlichem Kern: Die fanatisierten Anhänger der Klimakatastrophen-Religion wollen Ungläubige am liebsten kriminalisieren. Solche Forderungen wurden schon ernsthaft erhoben, nicht nur von kognitiv einfachen Klimakult-Anhängern (wie hier) sondern sogar von hochgestellten Klimakult-Priestern und Zeremonienmeistern.

    „Klimakatastrophen-Leugnung“ als Straftatbestand analog der „Holocaust-Leugnung“.

    Für die internationale Clique sogenannter Klimaforscher, die z.Zt. die Medien dominiert, wäre das freilich die Garantie, daß sie ihr Geschäft der Ausplünderung der Staatskassen zu persönlichem Wohlstand bei gleichzeitiger Vernichtung der Industriegesellschaften lebenslang ungestört von öffentlichen Erörterungen weiterbetreiben könnten.

    Allein, dieser Schachzug ist allzu durchsichtig; er wird nicht funktionieren.

    Zuviele Leute dürften auch ahnen, daß wir im nächsten Schritt zwangsweise zur Anbetung der seltsamen Tiergötter von Greenpeace (Wale, Delphine, vielleicht bald auch liebe -nichtkannibalische- Eisbärchen) verpflichtet werden würden.

  4. So richtig dumm sind vor allem die Leute, die behaupten vor der Industrialisierung hätte es keine starken Klimaänderungen gegeben! Wer sich nur mit dem Wetter der letzten ca. 2000 Jahre beschäftigt (dieser Zeitraum läßt sich über Baumringe, Bohrkerne und ähnliches recht gut rekonstruieren) wird feststellen, daß Schwankungen, wie sie jetzt gemessen werden, nicht ungewöhnlich sind. Um 1200 waren z.B. weite Teile Grönlands („Grünland“) eisfrei, die Jahresdurchschnittstemperaturen lagen deutlich über den derzeitigen und die Eisbären sind dennoch nicht geschmolzen.

    Es gibt eine Menge guter Gründe für Umweltschutz, aber der menschliche Einfluss auf das Weltklime ist doch eher gering.

  5. Das Wetter ist und bleibt nichts und niemandem unterworfen außer der Chaostheorie. Das einst so gängige Szenario, nach dem die Klimaerwärmung bei uns für immer mildere Winter sorge, will seit drei Jahren hier auch niemand mehr aufgestellt haben. Es ist schon auffällig, dass heutzutage von denjenigen, die die Daten erfassen, ausschließlich die zur Katastrophe passenden an die große Glocke gehängt werden: Eisschmelze am Nordpol, Hitzewellen hier, Regenfälle dort. Etwas anderes kommt nicht mehr heraus aus der Klimaforschung, die aus dem Alarm ihre Existenzberechtigung und ihre Gelder zieht.

    Eine statistische Absonderlichkeit – als würde die Klimaforschung ständig nur noch Sechser würfeln. Geht’s nicht noch ein bisschen heißer, nicht noch etwas katastrophaler? Andere Nachrichten scheinen auch für die Medien uninteressant, die unisono in Alarmstimmung sind. Dabei gibt es durchaus widersprüchliche Daten in erheblichem Ausmaß und erheblicher Zahl.

    Vor drei Monaten hat ein Wissenschaftler der erwähnten NOAA, John Lyman, festgestellt, dass die Ozeane in den letzten Jahren nicht wärmer, sondern kälter geworden sind. In unseren Zeiten ist dies doch eine ungeheure Information, eine echte Neuigkeit in der Klima-Einheitsdebatte. Dennoch taucht sie nicht in unseren Zeitungen auf, nicht in den Fernsehnachrichten. Sie passt nicht in die Zeit. Übrigens muss man auch auf der Website von NOAA jene Angaben schon gezielt suchen.
    Laut Lyman haben die oberen Wasserschichten im Durchschnitt allein in den Jahren 2003 bis 2005 ein Fünftel der Hitze verloren, die sie in den 50 Jahren zuvor aufgebaut hatten. Dies ergaben Messungen im umfangreichsten System zur Feststellung der Ozeantemperaturen, „Argo“, mit einem dichten Netz von Bojen rund um den Globus.

    http://www.welt.de/data/2006/09/25/1049013.html

  6. Der absolute Oberhammer:

    Der Chemiker Dr.Heinz Hug schreibt in seinem Buch „Die Angsttrompeter“ u.a.:

    „Es waren einfache Messungen, dennoch zeigten sie das Wichtigste: Der Treibhauseffekt des CO2 war bereits unter vorindustriellen Konzentrationen – also zu Goethes Zeiten – weitesgehend gesättigt….

    ….Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Eine Steigerung des Kohlendioxodgehalts um 100 Prozent (!) bringt nach offiziellen Angaben einen zusätzlichen Treibhauseffekt von schwachbrüstigen 1,2 Prozent. Eine solche Bagatelle soll wegen des Willens einiger Politiker die Welt aus den Angeln heben!

    Der Sättigungscharakter wird übrigens vom Nobelpreisträger Paul Crutzen ganz unumwunden eingestanden. Er schreibt in einem Lehrbuch:
    „Es gibt bereits soviel CO2 in der Atmosphäre, dass in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr.“

    Quelle: Heinz Hug, Die Angsttrompeter, Seiten 223-224. ISBN 3-7766-8013-X

  7. Mir fehlt leider die Zeit für eine große Debatte, daher will ich nur zu einigen Punkten Stellung beziehen.

    Und in den Monaten Februar, März und Mai bis zu fünf (!!!) Grad darunter. Das war aber nur eine momentane Wetterbesonderheit, stimmt’s?
    Nein. Keiner dieser drei Monate war so deutlich zu kalt und letztlich ist auch dieses Jahr eines der Wärmsten seit Beginn der Messungen. Es ist natürlich nicht weiter auffallend, dass wir jedes Jahr neue Rekorde brechen.
    Die Schneelast im vergangenen Winter war nicht deshalb so erdrückend, weil es so viel geschneit hat und es so kalt war. Im Gegenteil! Durch die Temperaturen von tagsüber teils nur um die null Grad war der Schnee irrsinnig feucht und dadurch auch schwer. Wäre es nämlich kalt gewesen hätten wir leichten Pulverschnee gehabt.

    Jaja, die Schlagzeile habe ich heute auch in der BILD-Zeitung gesehen, während ich die FAZ gekauft habe. Bären haben schon seit jeher alles gefressen, was sie kriegen konnten.
    Das ist ein dummer Kommentar. Eisbären waren NIEMALS Kannibalen. Und wenn Du die Satellitenfotos der letzten 30 Jahre ansiehst, wirst auch Du feststellen, dass allein in der Zeit, die EIsfläche des Nordpols um über 30 Prozent zurückgegangen ist.

    dass die Ozeane in den letzten Jahren nicht wärmer, sondern kälter geworden sind.
    Sie sind an EINIGEN WENIGSTEN Stellen kälter wegen der enormen Mengen an Schmelzwasser. Zudem waren Mittelmeer, Nord- und Ostsee im vergangenen Sommer so stark erhitzt wie noch nie – man denke nur an die Algenpest.

    Wir hatten hier in Niederbayern zum Jahreswechsel seit Beginn der Messungen noch nie Temperaturen von 10 Grad plus – im JANUAR! Aber das ist alles natürlich eine ganz natürlich Schwankung.

  8. Um 1970 waren wegen der niedrigen Temperaturen Eiszeitängste angesagt.. Deshalb gab es 1970 für abkühlende, anthropogene Aerosole mehr Forschungsgelder als für Treibhausfantasien. Da die Ökojunkszene immer auf den jeweils aktuellen Musikdampfer aufspringt, rechnete sich der Klimaperformancekünstler und Stanford-Professor Stephen S. Schneider mit Aerosolstäuben glücklich und schrieb 1976 ein Buch mit dem Titel The Genesis Strategy. Darin fabulierte er von der unmittelbar bevorstehenden Eiszeit, die unabwendbar sei, weil die technische Zivilisation zu viele den Himmel verdüsternde Feinstäube (Aerosole) produziere.

    Zur hellen Freude der Ökozündhütchen „bewies“ Schneider 1971 mittels „Modellierung“, dass selbst eine 800-prozentige (!) Steigerung des CO2-Gehalts die Temperatur um höchstens zwei Grad erhöhen würde. Wer hätte denn das gedacht? Dem stünde eine Abkühlung durch die Aerosole der Industriegesellschaft von 3,5 °C gegenüber. Spätestens im Jahr 2000 wäre die neue Eiszeit da.

    Quelle: Heinz Hug, Die Angsttrompeter, Seite 232, ISBN 3-7766-8013-X

    P.S. Heute ist Ökojunkie Stephen S.Schneider wieder ganz vorne mit dabei. Aus finanziellen Gründen ist er derzeit selbstverständlich von einer katastrophalen Klimaerwärmung überzeugt. Das bringt satt Schotter. Würde er in 30 Jahren noch leben, so darf man davon ausgehen, dass er dann wieder auf die aktuell angesagten Eiszeitszenarien umschwenken würde.

  9. „Zur hellen Freude der Ökozündhütchen „bewies“ Schneider 1971 mittels „Modellierung“, dass selbst eine 800-prozentige (!) Steigerung des CO2-Gehalts die Temperatur um höchstens zwei Grad erhöhen würde. Wer hätte denn das gedacht? Dem stünde eine Abkühlung durch die Aerosole der Industriegesellschaft von 3,5 °C gegenüber. Spätestens im Jahr 2000 wäre die neue Eiszeit da.“

    Kleine Fehlprognose. Interessiert doch niemanden mehr. Aber diesmal stimmen die Modellrechnungen, gell!

    Nee, ganz im Ernst: Gut möglich, daß sich das Klima ändert, das hat es bekantlich schon immer getan, außer vielleicht in Niederbayern.

    Fraglich ist doch bloß der menschliche Anteil an diesen Veränderungen. Und dafür, daß es den gibt, existiert zwar nicht der geringste wissenschaftliche Beweis, wohl aber eine riesige Medienkampagne die das behauptet, heftig befeuert von einer Clique sog. „Klimaforscher“.

    Das ganze ist natürlich Wasser auf die Mühlen von den Leuten, die die bürgerlich-freiheitlich-kapitalistische Ordnung schon immer beseitigen wollten, um sie durch was anderes zu ersetzten. Was dieses „andere“ sein soll, weiß zwar seit dem weltweiten Scheitern des Sozialismus so recht niemand mehr, aber egal: Hauptsache weg mit dem System, das uns Wohlstand und Freiheit gebracht hat, wie sie in diesem Ausmaß noch nie zuvor in der Geschichte ganze Völkerschaften genossen haben.

    Dabei ist der Paradigmenwechsel dieser Bewegung schon erstaunlich. Noch Marx und Engels galt der materielle Wohlstand für alle als höchstes Ziel, dessen Verwirklichung der Kapitalismus angeblich im Wege stand und das durch den Aufstand des Proletariats erreicht werden sollte.

    Als das nichts wurde, schwenkte man unter Lenin bzw. später Mao hinsichtlich des modus operandi bei der Verwirklichung dieses Ziels auf die avantgardistische Rolle der Partei um. Auch gescheitert, wie man einige Jahrzehnte und 100 Millionen Tote später weiß.

    Jetzt gibt man das Ziel gänzlich auf und erklärt materielles Wohlergehen der einzelnen Individuen zur ökologischen Ursünde, die natürlich – wen wundert’s – in der Verderbtheit des kapitalistischen Systems wurzelt, das folglich zu beseitigen oder wenigstens möglichst streng zu beaufsichtigen sei.

    Nicht wenige die so denken, hoffen wohl insgeheim, daß die Drecksarbeit bei der Beseitigung der verhassten freiheitliche Ordnung durch den Islam erledigt wird; Lafontaine hat ja schon erhebliche „Schnittmengen“ entdeckt.

    Fragt sich jetzt noch jemand, weshalb die mehrheitlich links unterwanderten Medien sich vor Begeisterung über Klimakatastrophenmeldungen nicht mehr einkriegen und das Vordringen einer eigentlich zutiefst reaktionären Ideologie wie dem Islam begrüßen?

  10. schon die gleichsetzung klimaerwärmung=klimakatastrophe belegt die ideologische färbung der ganzen diskussion.
    abgesehen davon, dass die erwärmung nicht nachgewiesen wird, schon garnicht als folge des co2: da gott kein grüner war, sind die menschen ohnehin sehr ungerecht mit klimatischen vor- und nachteilen gesegnet. man nennt das auch klimazonen. eine erwärmung würde einigen gebieten durchaus vorteile bringen, höhere landwirtschaftliche erträge und rückgang der energiekosten. dummerweise sind das besonders die gemässigten bis kühleren zonen der nordhalbkugel, nordamerika, mittel- und nordeuropa. also wir. wenn ein klimawandel länder der dritten welt begünstigen würde, spräche man kaum von einer katastrophe sondern würde von der ausgleichenden gerechtigkeit der weisen mutter erde fabulieren.

  11. @Daniel

    „Es ist natürlich nicht weiter auffallend, dass wir jedes Jahr neue Rekorde brechen.“

    Du verwechselst Schumacher mit dem Wetter, denn wer lesen kann ist klar im Vorteil!:
    Die globale Durchschnittstemperatur 2006 war wohl die niedrigste seit fünf Jahren…

    („Und als in der Wüste plötzlich dieser Löwe auf mich zusprang, konnte ich mich gerade noch auf einen Baum retten!“
    ?? In der Wüste gibt es doch gar keine Bäume??
    „In dem Augenblick war mir alles Wurscht..“
    (Apropos was macht eigentlich unser Waldsterben, soweit damals prognostiziert, darf es heute doch gar keinen Baum mehr in Deutschland geben??)

  12. Die Zunahme der Temperaturen dürfte zu einem guten Teil auch auf die Wetterstationen zurückzuführen sein: Die Mehrzahl der Stationen befand sich noch vor 100 Jahren an entlegenen Stadträndern (JWD wie es im Berlinerischen heißt) inzwischen liegen ebendiese Stationen fast überall inmitten von ausgedehnten Vorstadtsiedlungen. Allein das bringt locker 2-3 °C !

    Inzwischen halte ich es nichtmehr für Zufall, daß solche Diagramme nicht veröffentlicht werden!

    http://www.politicallyincorrect.de/upload/mannkort.jpg

    (zumindest nicht „in Ganz“ – denn wenn nur der Teil 1900-2006 veröffentlicht wird, entspricht das Diagramm ja der gängigen Hysterie!)

  13. Ich glaube schon, dass das Klima sich ändert. Ich glaube auch, dass das einige Änderungen mit sich zieht. Warum nicht?

    War jemand so naiv zu glauben, dass wir diesen Zustand für die kommenden 4,5 Mrd. Jahre einfrieren können, bis dann die Sonne zum Roten Riesen wird und unsere Erde einverleibt?

    Es ist nichts selbstverständlicher auf der Erde als das ständige Wandel: in der Klima, in der Biosphäre, in der Geosphäre… Flüße wechseln ihr Bett, aus Meeren werden Berge, wo heute das ewige Eis herrscht, waren einst tropische Urwälder… Die Dinosaurier sind ausgestorben und nicht nur die. Was geht, schafft Platz für neuem. Änderung ist Fortschritt und Fortschritt kann nur als Änderung eintreten.

    Ich wundere mich immer wieder nur, dass die Menschen sich von diesen Bewahrungsideologen so verdummen lassen. Wir haben ein paar Eiszeiten hinter uns und sicher werden noch welche kommen. Wenn man Anhänger der Aufbewahrungsideologie ist, glaubt man etwa wirklich, dass die selbsternannte Vertreter dieser Ideologie uns von jegelicher Änderung bewahren könnten, wenn wir ihnen nur freie Hand geben?

    Ich begreife ebenso wenig, wenn man die sogenannte Naturvölker in ihrem Naturzustand bewahren will, und ständig bedauert, dass bei ihnen die Cola und Handy Einzug erhielten. Wieso denkt man nur, dass es für sie paradiesischer ist, Brachwasser zu trinken als Cola. Wenn ihnen so sehr nach einem Cola dürstet, sollen sie es ruhig auch genießen dürfen; oder einen Kaugummi, eine Zigarette… Das war in den 70-80ern, wo die Gutmenschen ständig bedauerten, dass die Naturvölker auf ihre paradiesische Idylle immer häufiger verzichteten, dass sie nicht so leben wollten, wie zu der Zeit Winetous, Humboldts und Gauguins…

  14. Fakt ist jedenfalls, daß Jünger der Glaubensgemeinschaft mit dem Namen „Klimakatastrophe“ gern Aussagen mit dem Begriff „Fakt“ adeln, um sie so von vornherein einer kritischen Diskussion zu entziehen.

  15. Wenn es in Folge der Klimaveränderung zu einem Massensterben auf der Erde kommt, dann kann man imo durchaus von einer Katastrophe sprechen. Denn von dem Wandel betroffen sind nicht nur die Pole. Auch der Amazonas droht binnen zehn Jahren vollkommen zu versteppen.

    Aktuelle Meldung:

    Das Jahr 2006 gehört zu den wärmsten Jahren in Deutschland seit 1901: Die Durchschnittstemperatur lag bei 9,5 Grad Celsius und damit 1,3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt von 8,2 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Das zu Ende gehende Jahr passe gut in das Bild einer allmählichen Erwärmung der Erdatmosphäre, auch wenn ein einzelnes Jahr keine Beweiskraft haben könne, erklärte DWD-Experte Gerhard Lux. Viele der wärmeren Jahre seien Ende des vergangenen und Anfang des neuen Jahrhunderts verzeichnet worden.

    Die höchste Temperatur in Deutschland registrierte der Wetterdienst am 20. Juli mit 38,9 Grad in Bernburg an der Saale. Am kältesten war es am 12. März auf der Zugspitze mit minus 25,9 Grad. Die niedrigste Temperatur im Flachland wurde am 23. Januar mit minus 23,6 Grad in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern gemessen.

    Zudem fiel in diesem Jahr in Deutschland etwas weniger Niederschlag als gewöhnlich. Über alle Regionen gemittelt fielen rund 732 Liter pro Quadrameter Regen, Schnee oder Hagel. Das seien 93 Prozent des Normalwertes von 789 Litern pro Quadratmeter. Die Sonne zeigte sich im Jahr 2006 häufiger als normalerweise: Im bundesweiten Mittel wurden 1780 Sonnenstunden gezählt. Dies sind laut DWD 116 Prozent des Mittelwertes von 1528 Stunden.

    Im Jahresverlauf zeigte sich das Wetter zugleich von unterschiedlichsten Seiten: Während der Jahresbeginn sehr kalt war und an vielen Orten auch Schnee fiel, setzte pünktlich zum Beginn der Fußball-WM im Juni sommerliches und warmes Wetter ein. Der Juli war dann der heißeste und sonnigste Einzelmonat seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1901. Schließlich registrierte der Wetterdienst noch den wärmsten Herbst seit über hundert Jahren.

  16. Arktisches Eisbrett löst sich von Gletscher

    Ottawa (dpa) – In Kanada ist ein Jahrtausende alter Gletscher auseinander gebrochen. Nach Fernsehberichten löste sich ein Eisbrett rund 800 Kilometer südlich des Nordpols, das so groß wie 11 000 Fußballfelder ist. Der inzwischen festgefrorene Eisbrocken könnte im Frühjahr zu einer Gefahr für Ölplattformen werden. Der Vorfall habe sich bereits im August 2005 ereignet, sei aber erst später bemerkt und erforscht worden, so der Sender. Forscher vermuten, dass die globale Klimaerwärmung zu dem Vorfall beigetragen haben könnte.

  17. „Arktisches Eisbrett löst sich von Gletscher“

    Noch viele arktische Eisbretter werden sich lösen müssen, bis Grönland wieder eisfrei ist – wie vor 700 Jahren, als wohl die Wikinger durch ihren astronomisch hohen CO2-Ausstoß eine solch gewaltige „Klimakatastrophe“ ausgelöst haben…

    Im übrigen korreliert das Klima in erster Linie mit dem Sonnenzyklus. Der Höhepunkt des Sonnenzyklus ist nun überschritten und es ist für richtige Experten daher wenig überraschend, dass es dieses Jahr eine globale Abkühlung einsetzt.

    Und in fünf Jahren wird uns dann wieder weisgemacht, dass eine Eiszeit bevorsteht…

    Mit Sicherheit schon mindestens zum 3. mal stelle muss ich hier folgenden Link einstellen, um Klimahysterikern wenigstens das elementarste und grundlegendste Basiswissen zu diesem Thema zu vermitteln:

    http://www.schulphysik.de/klima.html

  18. Na, GOTTSEIDANK hat es wenigstens noch EINE Katastrophe gegeben… 😉
    Ein Eisberg ist abgebrochen! Nun können die Anhänger der Klimakatastrophen-Religion wenigstens noch zum Jahresende frohlocken.
    Gruß an alle Klimakatastrophisten (ein neuer -ismus muß her!)
    /emote schiess gelich mal ein paar Böller in die Luft!
    SCNR 😛

  19. Alles hat sein Gutes. Russland freut sich schon auf die Beschiffbarkeit des Nordpolarmeeres.

    Gibt es eigentlich noch die professionellen Eisbergjäger in Kanada und den USA? Ich glaub ich sah da mal was. Das Eis soll mächtig gefragt sein. Für Trinkwasser und Cocktails.

  20. Verlassen wir kurz die Klimadebatte und reden Daniel zu Liebe erst einmal über das Wetter:

    März 2006
    Kälterekorde in Deutschland
    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.03.2006/2409289.asp

    Dezember 2002
    Kälterekorde in Deutschland
    http://www.welt.de/data/2002/12/10/24076.html

    Vom Wetter zum Klima.

    Die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt, und hat eine dementsprechend lange Klimageschichte. Das Klima änderte sich ständig. Klimaänderungen sind normal und aus Sicht der Evolution wünschenswert. Wenn es nun wieder an der Zeit ist, wärmer zu werden, so sollten wir uns einfach freuen. Der Anstieg der CO2-Konzentrationen ist aber sicher nicht für eine Erwärmung verantwortlich, wie jeder Chemiker bestätigen kann.

    Weil es so wichtig ist, wiederhole ich mich gerne:

    Der Sättigungscharakter wird vom Nobelpreisträger Paul Crutzen ganz unumwunden eingestanden. Er schreibt in einem Lehrbuch:
    „Es gibt bereits soviel CO2 in der Atmosphäre, dass in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr.“

  21. An alle Katastrophengläubige: Der DWD meldet: „Das Jahr 2006 gehört zu den wärmsten Jahren in Deutschland seit 1901“ darüber kann ich mich freuen, aber alle Katastrophiker reiben sich die Hände, die Katastrophe kommt näher. Die ARD posaunt das besonders heraus, gestern in den tagesthemen. Weggelassen werden schicht ein paar Einschränkungen: Der DWD spricht von Deutschland, alle anderen von der Welt. Die Welt schert sich aber nicht um die Ansgttrompeter. Die Durchschnittstemperatur der Welt hat in der Spitze -und darum handelt es sich hier- seit 1998 um 0,4 °C abgenommen. (http://www.ghcc.msfc.nasa.gov/MSU/msusci.html). Die Ozeane kühlen seit 3 Jahren massiv ab. (http://www.agu.org/pubs/crossref/2006/2006GL027033.shtml) In guten alten Zeiten so um 1976 hätten (es sind oft die gleichen alten Säcke wie heute) alle Klimaforscher wieder vor einer Eiszeit gewarnt. Die einzigen die sich über eine kl. Eiszeit so richtig freuen werden sind die Römer. Liegt doch ihre Durchschnittstemperatur um ca. 6 °C über der von Berlin. Wie konnten die das bisher nur aushalten?

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