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Konvertiert die Genfer FDP zum Islam?

Die Zeitung „Le Matin Dimanche“ dokumentierte die ungewöhnliche FDP-Forderung: „Wir möchten Minarette (in der Mehrzahl!) in der Innenstadt!“. So die Meinung der Genfer FDP vor den bald anstehenden Wahlen für den Genfer Verfassungsrat. Die Minarett-Forderung soll nach Willen der FDP als Artikel formell Eingang finden in die neue Verfassung des Kantons Genf. Nicht etwa eine Muslim-Gemeinschaft hat diese Forderung aufgestellt. Wohl aber die Genfer FDP selbst.

Folgt man der publizierten Pressemeldung weiter, dann will die Genfer FDP mit dieser Forderung eine Art Protest markieren gegen die Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten, welche, vor zehn Monaten lanciert, demnächst das Ziel von hunderttausend Unterschriften erreichen dürfte.

Die Genfer FDP will indessen nicht bloß das Zentrum der Calvin-Stadt mit Moscheen und Minaretten (immer in der Mehrzahl!) beglücken. Die FDP will auch die Ausbildung muslimischer Imame zum Verfassungsauftrag erklären. Mit einem Lehrstuhl, der dafür an der Universität der Calvin-Stadt zu errichten sei. Damit, sagt die FDP, verhindere sie, dass die Imam-Ausbildung auf dem Platz Genf weiterhin durch Gelder aus dem Ausland, also von muslimischen Staaten mit allenfalls islamistischen Absichten im Hintergrund finanziert würde. Nur in Genf ansässige Gläubige seien künftig noch zur Finanzierung religiöser Institutionen berechtigt, lautet die FDP-Forderung für die neue Genfer Verfassung. Wie in Genf ansässige Spender gegebenenfalls nachzuweisen hätten, dass von ihnen gespendetes Geld nie und nimmer von dritter Seite, allenfalls auch aus Quellen muslimischer Staaten oder extremistischer muslimischer Vereinigungen an den formellen Spender als Mittelsmann geflossen sei – zu dieser nicht ganz unwesentlichen Frage bleibt die Genfer FDP vorderhand jede Antwort schuldig.

Der Tonangeber und seine Motive

Hinter den Genfer FDP-Forderungen steht nicht zuletzt ein prominentes muslimisches Parteimitglied der Genfer FDP: Ali Benouari, der – nachdem seinem Anlauf in den Nationalrat letztes Jahr der Erfolg versagt blieb – FDP-Kandidat für den Genfer Verfassungsrat ist. Ali Benouari, in internationalen Finanzgeschäften tätig, ist Gründer und Sprecher einer Schweizerischen Gesellschaft von Muslimen (Association Suisse des Musulmans pour la Laïcité, ASML). Er begründet die FDP-Forderungen für die neue Genfer Verfassung vor allem auch damit, dass aktives Eintreten für das Gedeihen und Wachsen muslimischer Gemeinschaften in Genf die Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz zu islamischen Staaten spürbar verbessern würde. Hier vermehrt bekundete Toleranz gegenüber Muslimen könnte sich also in klingende Münze wandeln.

Offene Fragen

Ob die muslimischen Partnerstaaten mit in etwa gleicher Toleranz dortigen religiösen Minderheiten begegnen würden – darüber schweigt sich der prominente Genfer FDP-Verfassungsratskandidat Ali Benouari beharrlich aus. Anzeichen dafür, wonach z. B. Saudi-Arabien im Zentrum Riads den Bau einer christlichen Kirche begünstigen – oder irgendwo im Lande Saudi-Arabien den Bau einer christlichen Kirche wenigstens zulassen würde, sind vorerst jedenfalls keine auszumachen.

Umso eifriger tritt die Genfer FDP dafür ein, dass Genfs neue Kantonsverfassung die religiöse Erziehung in jedem anerkannten Glauben dem Staat zu unterstellen hätte. Die religiösen Feiertage der Muslime müssten im Rahmen der geforderten Gleichstellung in den gleichen Rang erhoben werden wie die christlichen Feiertage.

Keine konkreteren Aussagen sind von der Genfer FDP indessen erhältlich zu machen zur Frage, wo die für das Stadtzentrum der Calvin-Stadt propagierten Moscheen und Minarette genau zu stehen kommen sollen. Ob man sich etwa darauf gefasst machen muss, dass Genfs FDP demnächst für den Abriss der Kathedrale St-Pierre eintritt – auf dass es Platz gibt für eine zentrale Moschee mit Minaretten?

Kommentar von Dr. Ulrich Schlüer, E-Mail-Ausgabe der Schweizerzeit.




Y ungelöst

ypsilanti.jpgBis zu fünf Jahren Haft sieht das Strafgesetz für die Nötigung von Verfassungsorganen vor. Dazu zählen auch Landtagsabgeordnete wie Dagmar Metzger (SPD) in Hessen. Weil Andrea Ypsilanti und der hessische Parteivorstand erheblichen Druck auf die Abgeordnete ausgeübt haben, um sie zum Bruch der Wahlversprechen zu bewegen, haben inzwischen mehrere Personen die SPD-Bonzen und Frau Ypsilanti angezeigt. Zuständig ist die Bundesanwaltschaft. Ob Anklage erhoben wird, ist noch ungewiss.

Die Welt berichtet:

Nötigung eines Verfassungsorgans, eine Straftat, kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Auch bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden gingen mehrere Strafanzeigen ein, wie Behördensprecher Hartmut Ferse bestätigte. Teils richteten sie sich gegen Ypsilanti, teils gegen den gesamten SPD-Landesvorstand. Der Tatbestand der Nötigung eines Verfassungsorgans, dazu zählen neben dem Bundespräsidenten und Ministern auch alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten, kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Die originäre Zuständigkeit für Ermittlungen liegt in diesem Fall bei der Bundesanwaltschaft. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft leitete daher eine der Anzeigen als Musterfall an die Karlsruher Ermittler weiter. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, noch könne keine Aussage getroffen werden, ob die Behörde tatsächlich Ermittlungen einleiten werde.

Die hessische SPD reagierte gelassen. „Sowohl Frau Metzger als auch uns ist klar, dass man ihr das Mandat nicht wegnehmen kann“, sagte Parteisprecher Frank Steibli: „Es handelt sich um eine politische Diskussion und keine juristische.“

(Danke an die zahlreichen Spürnasen!)




Juden fliehen aus Pariser Vororten

parisjuif.jpgImmer mehr Juden werden von muslimischen Einwanderern aus den Pariser Vororten vertrieben, so jetzt in Villepinte. Der 27-jährige Rabbiner Rabbi David Altabe weiß nicht, wie es weitergehen soll. Für viele ist Flucht die einzige Lösung. Wie die Charleston Jewish Federation aufdeckt, wird die 40-jährige Synagoge von Villepinte, die bereits 1991 und 2001 in Brand gesteckt wurde – ohne internationalen Aufschrei – vielleicht bald geschlossen.

Seit der Zunahme des muslimischen Antisemitismus in den Pariser Vororten ab 2000 haben zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung die Gegenden schon verlassen.

Doch Judenverfolgung durch Migranten aus islamischen Ländern ist ein großes Problem in ganz Frankreich. Die Juden werden immer stärker wieder gettoisiert, nicht weil sie so eng zusammenleben möchten, sondern weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt. Antijüdische Angriffe werden je länger je häufiger.

Altabe erzählt, er sei kürzlich aus einem fahrenden Auto mit einer Glasflasche beworfen worden, als er mit seinem dreijährigen Kind an der Hand spazieren ging.

Juden werden beschimpft, verspottet, verprügelt. Die meisten wehren sich nicht, gehen lieber weg, suchen sich ein neues Zuhause – doch auch das wird immer wie schwieriger. Einige geben sich Mühe, möglichst nicht als Juden erkannt zu werden – Verhältnisse wie vor 70 Jahren.

(Spürnase: Stephane)




Geert Wilders im dänischen Fernsehen II

Auf ein weiteres Interview des niederländischen Politikers, Islamkritikers und Filmemachers Geert Wilders im dänischen Fernsehen möchten wir unsere Leser aufmerksam machen. Wenige Tage vor Ausstrahlung seines Films „Fitna“ beantwortet er in perfektem Englisch (ganz im Gegensatz zum Moderator) Fragen zu seiner Person.

» Geert Wilders-Interview im dänischen Fernsehen I




Palästinensische Rückkehrinvasion

palastinenserche.jpgDie Autonomiebehörde fordert alle Palästinenser der Welt dazu auf, zum 60-Jahr-Jubiläum Israels in ihre Heimat zurückzukehren. Damit soll die UN-Resolution 194 vom Dezember 1948 umgesetzt werden – eine Rückkehrinvasion. Der Plan stammt vom PA-Minister Siad Abu Ein von der Fatah.
Palästinenser im Che-Look

In Artikel 11 der UN-Resolution 194 heißt es:

„Denjenigen Flüchtlingen, die zu ihren Wohnstätten zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, soll dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt gestattet werden und für das Eigentum derjenigen, die sich entscheiden, nicht zurückzukehren sowie für den Verlust oder die Beschädigung von Eigentum, soll auf der Grundlage internationalen Rechts oder nach Billigkeit von den verantwortlichen Regierungen und Behörden Entschädigung gezahlt werden.“

Israelnetz berichtet über die Pläne, gestützt auf die Jerusalem Post. Abu Ein fordert die Ausland-Palästinenser auf, am 14. Mai 2008 mit Koffern und Zelten nach Israel zurückzukehren, damit sie sich wieder an ihren früheren Wohnorten ansiedeln können. Am 14. Mai 1948 hatte David Ben Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung verlesen – dieses geschichtliche Ereignis möchten die Palästinenser gern wieder rückgängig machen. Die Anreisenden sollen UN-Flaggen bei sich haben und ihre Ausweise von der „Organisation für palästinensische Flüchtlinge“ (UNRWA) mitbringen.

In dem Plan heißt es:

„Das Rückkehrrecht zu erfüllen, ist ein menschlicher, moralischer und legaler Wunsch, der nicht von den Juden oder der internationalen Gemeinschaft in Abrede gestellt werden kann. Zum Jubiläum des großen Leidens ist das palästinensische Volk entschlossen, diese Ungerechtigkeit zu beenden.

Zu allem Überfluss werden die Israelis auch noch gebeten, die Palästinenser willkommen zu heißen, die

„zurückkehren werden, um mit ihnen gemeinsam im Land des Friedens zu leben“.

Islam ist ja bekanntlich Frieden.

Die arabischen Staaten, in denen Palästinenser leben, werden aufgefordert, ihnen die Rückkehr zu erleichtern und werden diesem Aufruf vermutlich sehr gerne Folge leisten.

Natürlich soll das Ganze auch noch mit internationaler Unterstützung von statten gehen:

Die Initiatoren fordern politische Führer, den UN-Generalsekretär, Journalisten und Rechtsexperten aus aller Welt auf, ihre Unterstützung für das Rückkehrrecht zu bekunden.

Machen sie sicher gern…

(Spürnase: Kurnass)




Götz Aly: 1968er wesensverwandt mit 1933ern

Götz AlyIm Rahmen der Funkhausgespräche des WDR äußert sich heute Abend um 20:05 Uhr (WDR 5-Hörfunk) der Historiker und Publizist Götz Aly (Foto) zu den 68ern. Könnte eine kurzweilige Sendung werden, denn in seinem Buch „Unser Kampf“, in Anlehnung an Hitlers „Mein Kampf“, vertritt Aly die provokante These, dass die 1968er in ihrem radikalen Denken und Handeln wesensverwandt mit den 1933ern sind.

Zur Sendung schreibt der WDR:

1968 gilt als Schicksalsjahr der bundesdeutschen Geschichte und als Jahr der Abrechnung mit der (nationalsozialistischen) Vergangenheit. Studenten und andere Bewegte vertrieben nicht nur unter den Talaren den Muff aus 1000 Jahren. Der Protest spaltete die Gesellschaft.

Heute, vierzig Jahre später, ist 68 wieder heftig umstritten. Die provokanteste These hierzu vertritt der Historiker Götz Aly in seinem Buch „Unser Kampf“: In ihrem radikalen Denken und Handeln, so Aly, seien die 1968er wesensverwandt mit den 1933ern. Deshalb auch der Buchtitel „Unser Kampf“, in Anlehnung an Hitlers „Mein Kampf“.

Alys Indizien für seine steile These: Der antibürgerliche Impetus, die Gewaltbereitschaft, der Antiamerikanismus, der latente Antisemitismus, das Ausblenden von Kritik an „linken“ Despoten. Außerdem jede Menge Quellenmaterial, das der Historiker neu entdeckt und ausgewertet hat.
Die 1968er, so Götz Aly, waren als „Spätausläufer“ nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems Totalitarismus. Und auch bei der viel genannten Liberalisierung der Sitten seien die 1968er nicht die Auslöser, sondern lediglich die Nutznießer eines Prozesses gewesen, der schon in den 50er Jahren begonnen habe.

Hinweis:

Öffentliche Veranstaltung am Donnerstag, 20. März 2008, 20.05 Uhr im Kleinen Sendesaal in Köln, WDR Funkhaus Wallrafplatz, Eintritt frei, Gesprächsleitung: Jürgen Wiebicke, Wiederholungen auf WDR 5: Sonntag, 23.3.2008, 23.05 bis 24.00 Uhr und Mittwoch, 26.3.2008, 3.03 bis 4.00 Uhr

» Interview mit Götz Aly in der taz

(Spürnase: Andreas)




Türkei: Eren Keskin wegen Interviews verurteilt


“Das türkische Volk ist ein Volk der Freundschaft und Toleranz. … Wo es hingeht, bringt es nur Liebe und Freude.” Die türkische Menschenrechtlerin Eren Keskin (Foto) wird diese Worte ihres Ministerpräsidenten kaum nachvollziehen können, denn ihr bringt das türkische Volk statt Liebe und Freude jetzt sechs Monate Knast.

Grund für das völlig unerwartete Verhalten des liebenswerten Volkes ist ein Interview, das Keskin im Sommer 2006 dem Tagesspiegel gegeben hatte.

Damals sagte sie, das Militär bestimme in der Türkei nicht nur die Innen- und Außenpolitik, es trete auch als große Wirtschaftsmacht auf. Ihrer Ansicht nach gebe es eine „militärische Staatsstruktur“, die eine islamistische Gefahr im Land vorgaukele, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren und die eigene Macht zu stärken.

Für diese Äußerung, was immer man auch inhaltlich davon halten will, trat nach nur 15 Minuten Verhandlungszeit der berühmte Paragraph 301 in Aktion: Das Türkentum hatte Frau Keskin beleidigt und die ganze Türkei gleich mit.

(Spürnasen: Pingpong, Sawwas M. und Liegeamstrand)




Grenze der Freiheit: Fritierte Schweineschwarten

schweine-weltall.jpgDie akademische Freiheit gegenüber Denkverboten ist der Schlüssel zum Erfolg der Wissenschaften und die Grundlage des Vorsprungs freier Gesellschaften vor totalitären Regimen. Der natürliche Hort dieser Freiheit sind die Universitäten. Besser: sie waren es. Denn die kulturelle Bereicherung durch die vermehrte Anwesenheit von Anhängern einer totalitären Ideologie, denen die Einrichtung von Gebetsräumen meist wichtiger ist als die Einrichtung der Laboratorien, fordert ihren Preis.

Ungläubige sollen jetzt im Widerspruch zu Freiheit und Kreativität von Wissenschaft und Kunst aufpassen, was sie denken, sagen und schreiben. Verbotene Gedanken könnten die Gefühle rechtgeleiteter Komillitonen verletzen.

PI-Leser Rolf berichtet in einem Gastbeitrag von fritierten Schweineschwarten an den neuen Grenzen der akademischen Freiheit:

„Bereits vor geraumer Zeit gründete ich auf der Studentenplatform „studivz.net“ die offenkundig und für jeden erkennbar satirisch intendierte Gruppe namens „frittierte Schweineschwarten – essbares Bollwerk gegen den Islam“. So weit so gut, im Laufe der Zeit fanden sich dort einige weitere humorvolle Gesellen ein, ohne dass sich bei mir persönlich(!) jemand zu beschweren befleissigt hätte.

Heute erhielt ich nun die folgende Mitteilung des studivz-„Support“-Teams:

„Hallo Rolf, laut Verhaltenskodex sind Beleidigungen gegen Menschen und Gruppen im studiVZ nicht erlaubt. Deshalb bitten wir dich, den Gruppennamen innerhalb einer Woche (bis zum 26.6.08) zu ändern. Solltest du dies nicht tun, werden wir weitere Schritte unternehmen. MfG René“

Da ich mir freilich keinerlei Schuld bewusst war, schließlich hatte ich
niemanden beleidigt, und mir zudem auch der Ton der Aufforderung alles andere als höflich bzw. angemessen erschien, fand diese Mitteilung rasch folgende Erwiderung meinerseits:

„Wer oder was wird denn durch den Gruppentitel bitte beleidigt? Der Islam? Weil Muslime kein Schweinefleisch essen dürfen? Ich appeliere an Ihren gesunden Menschenverstand! Eine Beleidigung ist eine Beleidigung und Satire ist Satire! Zumindest in meinem Heimatland. Ich weise darauf hin, dass ich die Angelegenheit umgehend an die Öffentlichkeit bringen werde. Mit verbindlichem Gruß“

Wenig später erhielt ich folgende erhellende Zusatzinformation, deren Inhalt mich eigentlich kaum überraschen konnte:

„Hallo Rolf, es ist leider so, dass diese Gruppe hier im studiVZ von einigen Muslimen nicht als Satire angesehen wird, sondern eher als beleidigend. Da hat es dann wenig damit zu tun, was ich über diese Gruppe denke. Außerdem habe ich lediglich gefordert, den Gruppennamen etwas eindeutiger auszudrücken. Ich habe die Gruppe ja nicht gelöscht. Mit freundlichen Grüßen René“

Es wird als mal wieder etwas „als Beleidigung aufgefasst“, ach so… Ich konnte offen gesagt kaum an mich halten, rang mich aber dennoch zu einer mühsam die zivilisatorische Firnis wahrenden Antwort durch:

„Ja gut, ich werde jetzt jedenfalls erstmal eine schöne Welle machen und die Sache an blue-wonder.org weiterleiten. Weil einige satireresistente Mullahs die Pointe nicht entdecken (wollen) soll ich mich in meiner Entfaltung einschränken lassen? Das verstößt gegen keinen Kodex? Fasst euch bitte mal an den Kopf und denkt darüber nach wo wir hier leben. Ich lasse mir jedenfalls nicht von ein paar potentiellen Selbstmordattentätern den Mund verbieten.“

Nun hatte ich offenbar auch den Supportmitarbeiter überfordert, zumindest schließe ich das aus seiner wuttriefenden Reaktion, die wohl auch ganz gut von einem fahnenverbrennenden Araber hätte stammen können:

„Hier redet keiner von irgendwelchen potentiellen Selbstmordattentätern. Ich glaube nicht, dass es ein Weltuntergang ist, einfach den Gruppennamen in ein unmissverständlicheren umzuändern. Und wer sich durch eine Meldung der Gruppe so provoziert fühlt, sollte vielleicht selbst erstmal nachdenken und sich an die eigene Nase fassen, bevor er einen unsinnigen Medienrummel auslösen will. Hier scheint es nämlich wohl er so zu sein, dass hier eine ganz andere Person keinen Humor hat und Wünsche und Gefühle anderer Menschen nicht respektieren kann.“

Aha, und wer nimmt Rücksicht auf meine Wünsche und Gefühle? Interessiert es jemanden ob ich öffentlich sagen kann was ich denke und meine? Sind am Ende meine Ernährungsgewohnheiten (ein halbes Kilo Schweinefleisch täglich) auch ein rücksichtsloser Angriff auf die Gefühle anderer Mitgeschöpfe? Ich habe es mir letztlich erspart diese Fragen zu stellen, da ich die Antworten bereits zu kennen glaube.“

»Email an StudiVZ

(Gastbeitrag: Rolf)

UPDATE: Nach offenbar zahlreichen Protesten hat sich der Teamleiter von StudiVZ inzwischen bei PI-Leser Rolf entschuldigt:

Hallo Rolf,

ich möchte mich hiermit bei Dir für das Vorgehen eines meiner Mitarbeiter entschuldigen. René hat grob fahrlässig und nicht im Sinne des studiVZ gehandelt. Deine Gruppe ist eindeutig mit satirischen Absichten gegründet worden und stellt mit den momentanen Inhalten keinerlei direkte Beleidigung anderen Nutzern gegenüber dar. Du musst den Namen der Gruppe nicht ändern, allerdings würde Ich Dich bitten die Kategorie der Gruppe in “Spaß & Unsinn” zu ändern, damit noch deutlicher wird, dass Du nicht die Intention hast, andere Nutzer zu diffamieren.

Die Art und Weise wie Du Deinen Unmut über Renés Vorgehensweise kund getan hast, ist nicht OK. Laut unserem Verhaltenskodex ist es nicht erlaubt Nachrichten zu veröffentlichen, bitte sieh in Zukunft davon ab dies zu tun.

Diese Nachricht von mir darfst Du in der Gruppe veröffentlichen, wenn Du willst, denn Ich hoffe, dass sich damit auch für weitere Mitglieder der Gruppe einiges klären wird.

Also, nochmals Entschuldigung für den Vorfall und vielen Dank für Dein Verständnis

Mit freundlichen Grüßen

Daniel

Teamleiter Customer Support




Eine Kathedrale in Mekka!?!

mekka.jpgIm Jahr 1095 rief Papst Urban II. in Clermont, Frankreich, den 1. Kreuzzug aus. Heute, fast 1000 Jahre später, wollen die Franzosen tatsächlich in Mekka eine Kirche bauen und nicht irgendeine – eine richtige Kathedrale soll es werden. Das in einer Stadt, die Christen gar nicht betreten dürfen und in einem Land, wo auf den Besitz einer Bibel Todesstrafe steht. Vive la France.

In Frankreich hat sich in voller Ernsthaftigkeit ein „Initiativkomitee für eine Kathedrale in Mekka gebildet“. Das Komitee Reconquête (Rückeroberung) stellt fest, dass die Eröffnung der großen Moschee in Rom, der Hauptstadt der katholischen Kirche und in gewissem Sinn sicher auch Zentrum der Christenheit, in der islamischen Welt Freude ausgelöst hat. Da war die Rede von Respekt, Freundschaft, Toleranz und Gegenseitigkeit. Diese guten Ansätze sollen jetzt auch im Umkehrschluss zu Gunsten der Christen konkretisiert werden und zwar in der „Hauptstadt des Islam“, in Saudi Arabien, wo Hunderttausende christliche Einwanderer leben, denen die freie Religionsausübung verboten ist. Am Stadtrand von Mekka soll eine katholische Kathedrale errichtet werden, so fordern es die Franzosen. Diese würde die heiligen Orte des Islam in keiner Weise beleidigen, so das Komitee:

Ohne etwas auf religiösen Synkretismus zu geben, sondern aus der Betrachtung der effektiven Fortschritte im Aufbau harmonischer Beziehungen zwischen den großen „monotheistischen“ Religionen für den Frieden unter den Menschen, haben wir festgestellt, wie zahlreich sich überall in der islamischen Welt die Würdenträger und Gläubigen über die Eröffnung der Großmoschee in Rom gefreut haben.

In Anbetracht dessen, dass in Saudi Arabien Hunderttausende christliche Einwanderer leben, denen jede Form des Gottesdienstes – öffentlich oder privat – verboten ist, lancieren wir einen Appell zur Konkretisierung der Prinzipien des Respekts, der Freundschaft, der Toleranz, und der Gegenseitigkeit, die alle muslimischen Würdenträger in Frankreich und in Europa fordern.

So wie in Rom die christlichen Stätten durch das bauen einer Großmoschee nicht entweiht wurden, wäre es schön, wenn in den Außenbezirken von Mekka (oder mindestens in Djedah) eine katholische Kathedrale errichtet werden könnte, welche die heiligen Stätten des Islam in keinster Weise angreifen würde.

Wie könnte es heute auch anders sein?

Das Initiativkommitee für eine Kathedrale in Mekka, das in Kürze eine Liste mit der Trägerschaft veröffentlichen wird, bittet darum jetzt um Unterschriften und um Unterstützung, sowohl von katholischer als auch von muslimischer Seite. Schon bald werden die ersten Schritte gegenüber der Botschaft Saudi Arabiens und der vatikanischen Nuntiatur eingeleitet.

» Kontaktadresse:

Centre Henri et André Charlier / Chrétienté Solidarité / Reconquête
70, boulevard Saint-Germain
75005 Paris

» E-Mail: contact@reconquete.fr




Happy Birthday, Ralph Giordano!

giordano-85.jpgRalph Giordano vollendet heute sein 85. Lebensjahr. Aber Zeit, sich seinem Hobby, dem Sammeln von Dampfmaschinen zu widmen, wird er auch im 86. kaum finden. Statt dessen macht er lieber selber Dampf. In der besten Tradition unserer größten Dichter hat Giordano auf die Schmeicheleien der Mächtigen und ihrer Herolde gepfiffen, sich auf die Seite des Volkes gestellt und denen seine Stimme gegeben, die nicht gehört werden sollten.

Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Die unbequeme Diskussion über das Wesen des Islam und seine Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen in Deutschland lässt sich nicht länger als Hirngespinst islamophober Rechtsradikaler aus dem öffentlichen Diskurs fernhalten. Unwillig müssen sich die „xenophilen einäugigen Beschwichtigungsdogmatiker“ (Giordano), die die Sorgen vieler Deutscher bereits für nicht diskussionswürdig erklärt hatten, den Argumenten und dem Wissen ihrer Kritiker stellen. Dabei machen sie keine gute Figur, und so ist der Hass groß, der dem mutigen Schriftsteller entgegen gebracht wird. Von den ängstlichen Journalisten, die hofften, sich rechtzeitig auf die Seite der vermuteten Sieger gestellt zu haben wie von den feigen anonymen Morddrohern, deren „Allah u akbar“ Giordano, wie er zugibt, durch Mark und Bein geht.

Das Volk aber liebt seinen Dichter, wenn er den Mächtigen vom Kölner Oberbürgermeister bis zum Bundesinnenminister schonungslos die Leviten liest oder in Fernsehdiskussionen – und das traut sich nur Giordano – die Lügner Lügner nennt und ihnen dabei ins Gesicht schaut.

PI hatte schon vielfach die Ehre, Gutes über Ralph Giordano zu berichten. Angefangen bei der Veröffentlichung seiner „ungehaltenen Rede“ vor dem Kölner Dom, die Verleihung des Heinrich Heine Preises in Düsseldorf, zu deren Anlass Stefan Herre ihm die PI-Dokumentation der Bürgerdemonstration am 11. September 2007 in Brüssel überreichen konnte bis zu seinem glänzenden Auftritt in der Kölner Universität. Zahlreiche Berichte über Giordanos offene Briefe, Interviews und Fernsehauftritte wurden immer wieder begeistert von unseren Lesern aufgenommen, denen das Beispiel des prominenten Dichters Mut gibt, in ihrem persönlichen Umfeld für die Errungenschaften und Werte unserer Verfassung und der abendländischen Kultur einzutreten, die denen, die sie in vorderster Front zu schützen hätten, bereits gleichgültig geworden sind.

Wir wünschen Ralph Giordano zum 85. Geburtstag alles Gute! Mögen seine roten Schuhe ihn zu unserer Freude noch auf viele Podien tragen! Unsere Leser sind herzlich eingeladen, sich den Glückwünschen im Kommentarbereich anzuschließen. Wir werden dann alles zusammen dem Jubilar zukommen lassen.




Karikaturen schlimmer als Kindermorde?

Nach kurzer schöpferischer Pause meldet sich wieder ein prominenter Vertreter der Friedensreligion zu Wort. Bin Laden knurrt ganz in der Tradition des Propheten eine weitere blutige Botschaft gen Westen, diesmal wegen der erneuten Veröffentlichung der Mohammad-Karikaturen. „Die Veröffentlichung der Karikaturen sei ein größeres Verbrechen als das Vorgehen der westlichen Truppen gegen muslimische Dörfer und die Tötung von Frauen und Kinder“, sagte er.

Menschenleben zählen somit im islamischen „Kultur“kreis weniger als eine Zeichnnung auf einem Blatt Papier. Treffender wurde die von westlichen Nix-Verstehern als „Religion des Friedens“ angepriesene Barberei selten charakterisiert. Die Propaganda der Islam-Freunde trägt dennoch langsam Früchte. Immerhin finden 40% der Welt-Leser in einer dem Beitrag angeschlossenen Umfrage, dass die Karikaturen muslimische Gefühle beleidigen würden. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Verständnis für muslimische „Gegenmaßnahmen“, die dann aber natürlich wiederum nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern diesen missbrauchen. Ein ziemlich unübersichtliches Gewusel – sozusagen die moderne Quadratur des Kreises.

Die Umfrageergebnisse zeigen einmal mehr den unschätzbaren Wert von Menschen wie Giordano.

(Spürnasen: Puseratze, Blackbox, Tobias, JJPershing, Dominik)