Wenn einer die Juden so aus ganzer Seele hasst wie der iranische Diktator, dann muss er im Grunde seines Herzens doch ein guter Mensch sein. In diesem Punkt sind sich deutsche Extremisten links und rechts einig. Im Ramschladen des deutschen Ein-Euro-Journalismus, der linksextremistischen taz, freut sich Bahman Nirumand daher besonders, dass im Iran jetzt endlich ein „vernünftiger Gottesstaat“ entsteht.

Wenn man auf die häßlichen Blutstrafen der öffentlichen Steinigungen und Verstümmelungen verzichten wollte, wäre dem bescheidenen Anspruch der deuschen Linken an Menschenrechten für Perser Genüge getan. Wichtig ist nur eines: Auf keinen Fall sollten die iranischen Bestrebungen zur atomaren Bewaffnung durch militärische Maßnahmen behindert werden!

Unter dem Titel: „Ein Gottesstaat kommt zur Vernunft“ erfährt der Linksspießer zum Morgenmüsli:

Es geht also doch. Druck kann das Regime in Teheran zu Zugeständnissen zwingen. Dass es die Steinigung und das Handabhacken bei Diebstählen abschaffen will, ist ein bemerkenswerter Schritt. Zwar handelt es sich erst einmal um eine Gesetzesvorlage, die die Justiz dem Parlament eingereicht hat. Es gilt aber als sicher, dass sowohl das Parlament als auch der mächtige, konservative Wächterrat, ohne dessen Zustimmung kein Gesetz in Kraft treten kann, die Vorlage beschließen werden.

Seit der Gründung des islamischen Gottesstaats und der Islamisierung der Gesetzgebung wurde die Steinigung als Strafe für Ehebrecher, Prostituierte, Vergewaltiger und Homosexuelle praktiziert. Warum diese Praxis gerade jetzt enden soll, hat viele Gründe. Zuerst ist es ein Erfolg für die iranische Zivilgesellschaft, die sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt hat. Druck gab es auch aus dem Ausland, von vielen Menschenrechtsorganisationen, Regierungen und Parlamenten. Er hat zu einem Sinneswandel im islamischen Lager und in Kreisen der Konservativen im Iran geführt.

In diesen Kreisen sind immer mehr Menschen- darunter viele Geistliche – zu der Erkenntnis gelangt, dass der konservative, rückwärtsgerichtete Islam nicht mehr in der Lage ist, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, und dass Reformen erforderlich sind – auch, um den islamischen Staat zu erhalten.

Wer sich mit dem Iran beschäftigt, muss diese Entwicklung kennen und die Vielfalt der iranischen Gesellschaft deshalb mit einem differenzierten Blick betrachten. Und wer im Iran Veränderungen in Richtung Demokratie herbeiführen möchte, sollte wissen, dass man mit Gewalt von außen nichts erreichen kann. Würde man, statt den Atomkonflikt anzuheizen, mehr Druck auf den Iran wegen dessen permanenter Verletzung der Menschenrechte ausüben, dann hätte man Millionen Verbündete im Land, die den Prozess der Demokratie im eigenen Land vorantreiben wollen. Bomben und Sanktionen hingegen spalten die Zivilgesellschaft – und stärken nur die radikalen Fundamentalisten.

Im Zusammenhang mit dem Islam von Vernunft zu sprechen ist generell kühn. Im Zusammenhang mit dem grausamen Unrechtsregime des Iran ist es entlarvend. Zum Thema Religion und Vernunft sei den taz-Autoren besonders die Regensburger Rede von Papst Benedikt ans Herz gelegt. Es ist allerdings zu befürchten, dass diese die Verständniskapazitäten des Herrn Bahman Nirumand bei weitem übersteigt. Das würde er aber nie zugeben. Eher würde er wohl die Argumentation mit Hinweis auf die schweren Menschenrechtsverletzungen durch den Vatikan während der Inquisition und der Kreuzzüge zurückweisen. Denn da entdecken Freunde des Islamfaschismus gerne ihre Sensibilität für Menschenrechte.

(Foto: So ist Islam vernünftig im Sinne der taz: Auspeitschung statt Amputation. Geht doch!)

(Spürnase: Lieschen M.)

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48 KOMMENTARE

  1. Was hat Vernunft mit Glauben zu tun? Entweder ich weiss oder ich glaube. Naja, taz halt, die letzte Bastion der Irrationalen, die glauben, der Sozialismus siegt, wie 1917 oder 1949.

  2. Herr Bahman Nirumand hat als Iraner offenbar noch zu große Sympathien für das Musel-Regime….
    Wenn es da so toll ist, dann fragt man sich, wieso er weiter deutsche Linksspießer in der taz beglückt, statt im „vernünftigen Gottesstaat“ zu leben????

    Interessant im übrigen der Wiki-Artikel über ihn. Vater von Miriam Lau, Schwiegervater von Jörg Lau….. Offenbar gibt es da Verflechtungen, die an Clanstrukturen erinnern……

    Im übrigen hoffe ich sehr, die Israelis lesen keine taz und tun, was getan werden muß!

  3. Würde man … mehr Druck auf den Iran … ausüben, dann hätte man Millionen Verbündete im Land … Sanktionen hingegen spalten die Zivilgesellschaft – und stärken nur die radikalen Fundamentalisten.

    Gibt es jetzt schon Sanktionen ohne Druck?
    Also toll, was die moderne Wissenschaft so alles leistet!
    Dann kann ich bestimmt bald auch duschen ohne Nass zu werden.

  4. Schöne Worte! Zitat“…abschaffen will…“

    Der Iran „will“ ja auch seit 2000 eine „Lösung“ bei der „Atomfrage“.

    Wer diese nichtssagenden Propagandasprüche eines Landes, dass offen die atomare Vernichtung eines anderen Volkes vorbereitet, mit derartig schönfärberischem Wohlwollen adelt, wie Herr Nirumand, der macht sich mitschuldig am heraufziehenden Verderben.

    Sicherlich wird die taz und Herr Nirumand beim Eintreten der bereits heute klar sichtbaren Katastrophe am Horizont zu den Ersten gehören, welche lauthals verkünden werden: „Wer konnte das nur ahnen, sie wollten sich doch bessern, nicht mal Hände wollten sie mehr abhacken, die Guten!“

    Sollten Herrn Nirumand und der taz etwa eine der Lehren der Geschichte des 20sten Jahrhunderts entgangen sein, nämlich dass diktatorische und menschenverachtende, Staaten nicht nach ihren blumigen Worten, sondern nur an ihren Taten zu messen sind sind?

    Im Klartext, Herr Nirumand: Wenn der Iran etwas Derartiges ankündigt, ist es das Papier nicht wert auf dem es steht.
    Ich behaupte Sie wissen das ganz genau! Weshalb versuchen Sie also, uns zu täuschen?

  5. Die linken Schwachköpfe freuen sich schon, wenn Steinigungen und Handabhacken abgeschafft werden sollen. Noch ist ja nichts beschlossen.

    Aber Baukranhängen für Schwule etc und weiterhin Todesstrafe für Ehebrecher etc soll ja fortgeführt werden, oder habe ich da was falsch verstanden. Insofern scheint das aus Sicht der Linken ja ganz vernünftig zu sein.

    Und im Umkehrschluss – wenn Steinigungen nicht mehr vernünftig sein sollen, dann wäre ja Mohammed ein unvernünftiger Prophet, da der ja fleißig hat steinigen lassen..

    Ui, ob das wohl mal keine Todesfatwa aus dem Iran gibt 🙂

  6. @7 – Zvi_Greengold

    manche Dinge brauchen eben etwas länger. Wurde im Iran nicht erst das Heiratsalter für Mädchen heraufgesetzt? Klar, nur ein kleiner und nicht ausreichender Schritt, aber immerhin bewegt sich etwas. Fürchtet PI um ein Feindbild?

  7. Ich würde sogar noch weiter gehen: Wenn ich in Teheran was zu sagen hätte würde ich Herrn Nirumand einen dicken Scheck für diese erstklassige PR zukommen lassen.

  8. NEIN!!!!

    Der Islam wird vernünftig???

    Dank TAZ wird mein ganzes Feindbild auf den Kopf gestellt

  9. #9 Weiterdenker
    Papier ist geduldig, irgendein Mullah stellt fest, dass es nicht Korankonform ist und still und leise wird das Rollback durchgeführt. Darüber wird die taz sicherlich nicht berichten.
    Mission erreicht: Dhimmis ruhiggestellt, Koran befolgt.

    Ich kenne welche von den „bösen“ Deutschen, die gute Geschäfte mit dem Iran gemacht haben in den 80ern und selbst dort waren: Dieser Staat ist eines der perversesten Regime auf diesem Planeten.

    Mein Lieblingszitat aus einer Unterhaltung: „Die Verträge mit uns, sind für die nicht mal Scheisshauspapier. Die versuchen permanent uns nach Strich und Faden zu verarschen.“

    Ist länger her und kam mir damals merkwürdig vor, aber mit meinem heutigen Wissen über den Islam: Konsequent muselmanisches Verhalten.

  10. … dass der konservative, rückwärtsgerichtete Islam nicht mehr in der Lage ist, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, und dass Reformen erforderlich sind – auch, um den islamischen Staat zu erhalten.

    Islam an die Bedürfnisse der Bevölkerung anpassen um islamischen Staat zu erhalten?
    Soll das heißen, dass die Iran jetzt eine überarbeitete Neuauflage des Koran herausbringen werden?
    Und falls ja, wann gibt es dann die Nächste?
    Die Bedürfnisse ändern sich bekanntlich.

    Reform einer Buchreligion geht immer nur in eine Richtung: zurück zu den Wurzeln. Alles Andere ist eine bewußte Verfälschung der Grundlagen.

    Eine Reform des Islam hallte ich sogar für wünschenswert: Dhimmis werden in sogenannten „islamischen Staaten“ oft schlechter behandelt als Mohammed es vorgeschrieben hatte.

    Weder in Koran noch in der Sunna habe ich die Verse gefunden: „Oh ihr Polizisten, wenn Dhimmis ihre Töchter gestohlen, zwangskonvertiert und zwangsverheiratet werden, dann sperrt diese Dhimmis so lange ins Gefängnis bis Gras über die Sache gewachsen ist.“

  11. Der Iran will also aufhören zu steinigen? Vermutlich so lange, bis er Atom-Waffen besitzt. Dann können die Reformen wieder rückgängig gemacht werden, denn dann kann der Westen nicht mehr viel ausrichten. Bei jeder Androhung von Sanktionen kann der Iran mit seinen Atom-Waffen drohen und somit machen, was er will.

  12. @ #6 Mahner

    Gibt es dann auch einen vernünftigen Führerstaat
    mit moderaten Konzentrationslagern ?

    Von linker Seite höre ich wenig Klagen über Nordkorea.

    Die Worte „vernünftig“ und „moderat“ sind relativ zur politischen Gesinnung

  13. also ich finde es auch laecherlich, das die taz ein gesetz das es vielleicht mal irgendwann geben soll so abfeiern da kann man echt nur den kopfschuetteln. mal zu den iranern im allgemeinen das ist kein dummes volk was mir aber trotzdem unverstaendlich bleibt warum die sich von den hohlbirnen vertreten lassen.

  14. Angenommen die Linken wären wirklich davon überzeugt, dass der Iran die Atomkraft friedlich nutzen wolle, warum kämpfen sie dann für das Recht des Iran Atomkraftwerke zu betreiben, wenn sie Deutschland dieses Recht sogar per Grundgesetzänderung nehmen wollen?

    Also irgendwas stimmt da doch nicht!

  15. #8 byzanz (09. Aug 2008 13:35)

    Die linken Schwachköpfe freuen sich schon, wenn Steinigungen und Handabhacken abgeschafft werden sollen. Noch ist ja nichts beschlossen. …

    „Linke“? Dann laß‘ ich mal rechte islamofobe Propaganda vom Stapel: 🙂

    „Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“

    – Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. MEW 1, S. 378, 1844

  16. Es gibt keinen vernünftigen Gottesstaat. Religiöse Staaten (zumindest der Monokulturreligionen) arten immer in Fanatismus/Fundamentalismus aus, da sie keine Gewähr und Freiheitlichen Raum für anders Gläubig-Denkende lassen!

  17. @#9 Weiterdenker

    😀 Ich glaube nicht, dass wir uns um unser „Feindbild“ Sorgen machen müssen, obwohl ich es mir oft wünsche.
    Was der Iran plant, und was dann hinterher daraus wird, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Glaubst ernsthaft, die iranische Polizei oder die dortige sog. „Justiz“ greift ein, wenn ein Mädchen mit 10 Jahren verheiratet wird, oder wenn ein wildgewordener Mob eine Frau lyncht?? Da können die Gesetze sein, wie sie wollen, solange sie nicht durchgesetzt werden, regiert dort ein anderes Gesetz. Schau Dir doch die ach so aufgeklärte, demokratische und vollkommen europakonforme Türkei an: Was passiert bei Zwangsheiraten und Ehrenmode? Da kräht kein Hahn danach. Die Gesetze dagegen gibt es, aber… who cares?

    Was der Iran da in letzter Zeit abzieht mit seinen „Menschenrechts-Tagen“ und seinen Gesetzesvorlagen, das halte ich persönlich für reine Taktik, um bei einem Angriff von aussen zumindest annähernd wie ein Land zu wirken, in welchem Menschenrechte und Reformen gerade zu blühen beginnen. (Wäre doch eine Schande, wenn man da jetzt von aussen mit einem Krieg dazwischenfunken würde…!) Sorry, aber einem Ex-Terroristen, der als Staatschef die Vernichtung Israels bei jeder Gelegenheit propagiert in den Medien, dem kann ich solch edle Absichten nicht glauben.

  18. # 20: Das glaube ich auch. Teheran ist selbst von einigen Gegenden im Iran sehr, sehr weit entfernt. Und wo die alten Strukturen aus Clans, religiösen Dorfältesten etc. das Sagen haben, da gibt´s business as usual in Sachen Menschenrechtsverletzungen.
    Erinnert mich alles ein wenig an uns Schröder, der ein Jahr nach seiner Abwahl und seinem Beginn bei Gazprom bei Sabine Christiansen auf den Vorwurf, in Russland würden Journalisten staatsseitig getötet, ohne rot zu werden sagte: In Russland ist die Todesstrafe abgeschafft! Das steht so (bzw. eben nicht mehr so) im Gesetzbuch!
    Na dann! Puh, Glück gehabt!

    Eure
    Siobhan

  19. Eines muss man dem iranischen Regime lassen: es spielt geradezu virtuos auf der Klaviatur der westlichen Medienlandschaft. Allein die Ankündigung einer möglichen Liberalisierung des grausamen Scharia-Strafrechts versetzt Leute wie Bahman Nirumand in Freudentaumel – ohne dass diese auf den Gedanken kommen, dass sie nur benutzt werden könnten.

  20. Nicht mehr steinigen? Und was sagt die Schjaria dazu? Wenn das man keinen Ärger innerhalb der Fundamentalisten-Fraktionen gibt ……..

  21. Man muß natürlich „am Ball“ bleiben und schauen, ob dies auch so umgesetzt wird – „Iran watch“, sozusagen.

  22. Ich halte es für völlig unerheblich, ob der Iran einige Formen der Bestrafung abschafft oder nicht. Mögen sich die Perser weiterhin gegenseitig peitschen, steinigen, aufhängen oder verstümmeln. Wen interessiert das?

    Wichtig ist lediglich die Tatsache, daß der Iran (neben Pakistan) mit seinem Atomprogramm derzeit die größte Bedrohung für den Weltfrieden darstellt. In dieser Angelegenheit hat gegenüber dem Iran absolute Kompromißlosigkeit zu gelten. Darum ist möglichst rasch ein Angriff auf den Iran zu unternehmen.

    Überlassen wir es den grünen Weltverbesserern, sich um die iranischen Menschenrechte zu kümmern.

  23. Ich glaube das hat mit einer gewissen „Todessehnsucht“ die den Linken inne wohnt zu tun. Sie wünschen sich aus tiefstem Herzen die eigene Vernichtung aus dem Gedanken ja schliesslich vom „Tätervolk“ ab zu stammen heraus. Als ob sie nicht wüssten das Menschen „taz“ Redakteure im Iran die ersten sind die am baumeln.
    Ok , bin ich ehrlich . Denen würde ich keine Träne nachweinen aber das sie auch noch versuchen uns mit runter zu ziehen.

  24. #26 Weiterdenker (09. Aug 2008 14:34)
    „Man muß natürlich “am Ball” bleiben und schauen, ob dies auch so umgesetzt wird – “Iran watch”, sozusagen“

    Sie könnten stattdessen ja auch sagen, o.k., ich rasiere mich erst wieder, wenn dies umgesetzt ist und rennen dann den Rest Ihres Lebens (äußerlich) als Mullah rum.

  25. @ #20 Islamophober

    Religiöse Staaten (zumindest der Monokulturreligionen) arten immer in Fanatismus/Fundamentalismus aus, da sie keine Gewähr und Freiheitlichen Raum für anders Gläubig-Denkende lassen!

    Sowohl Judentum als auch Islam lassen Freiräume für anders Gläubig-Denkende. Das Christentum war gar nicht als Staatsreligion vorgesehen. Wie der Vatikan darauf kommt, ein „christlicher Gottesstaat“ zu sein, bleibt mir ein Rätsel.

    Dhimmitude ist ein islamisches Konzept, die islamischen Staaten halten sich nur nicht konsequent an den Islam.

    Ich würde deine Aussage gerne andersherum aufbauen:
    Weil religiöse Staaten immer in Fanatismus ausarten, lassen sie trotz ihrer Fundamente keinen Freiraum für anders Gäubig-Denkende.

    Die Frage ist jetzt, wie kriegen wir den Fanatismus weg? Den gibt es zur Genüge auch außerhalb der Theologie.

  26. Übrigens: Im aktuellen Welt-der-Wunder Heft ist nachzulesen: Die Katholische Kirche hat zur Zeit der Inquisition höchstens 10% der Hexenmorde verübt. Papst Alexander ordnete 1260 sogar an, Hexen nicht aktiv zu verfolgen, die spanische Inquisition lehnte Hexenverfolgung sogar ausdrücklich ab. Zudem fand ein Großteil der Prozesse nie statt, da es aufwendige Rechtsprozesse waren und nur wenige ausgewählte Inquisitoren urteilen durften. Durch die dadurch entstehenden langen Wartezeiten wurde nur jede 50. hingerichtet.
    Den Großteil der Hexenverfolgungen verübten wetliche Eiferer, heißt es weiter.

  27. #24 Maethor (09. Aug 2008 14:19)

    Zitat“…[Iran] spielt geradezu virtuos auf der Klaviatur der westlichen Medienlandschaft.“

    Schön gesagt, aber eigentlich zu unkritisch, denn es sind die Leute, die – um in deinem Bild zu bleiben – nach der Pfeife dieser iranischen Silberzungen bereit sind zu tanzen.

    die Klaviatur taz und Nirumand sind willig und bereit für das iranische Vorspiel.
    Wider besseres Wissen.

    Und das ist das, was mich eigentlich ärgert: Menschen die sich als Intellektuelle bezeichnen und uns als Stammtisch, gehen dieser billigen Islam-Nazi-Propaganda auf den Leim, weil sie ideologisch so furchtbar verblendet sind.

  28. Klasse Foto.
    Mensch Meier!

    Hat man etwa heimlich die Münchener U-Bahn-Schläger in den Iran ausgeschafft?

    Das wäre ja die Topmeldung.
    *traum aus*

  29. Äh… wenn Auspeitschen Vernunft bedeutet, dann wird Kenia auch wieder „vernünftig“. Die wollen dort die Auspeitschung der Kinder in der Schule wieder zulassen. Natürlich erwähnt man pc nicht, dass das was mit dem Islam u. ä. zu tun hat, aber einige hatten die Nachrichten zum Jahreswechsel mitbekommen.

  30. Der Nirumand hat jahrzehntelang unsere Gastfreundschaft genossen. Er durfte in Deutschland tun und lassen, was er wollte und was gerade beliebte.

    Nun spuckt er uns via taz ins Gesicht.

    Ich würde ihn augenblicklich des Landes verweisen, er hat unsere guten Gaben zu unrecht empfangen.

    Raus !

  31. War das nicht schon vor 2 bis 3 Jahren auf Henryk Broders Website zu lesen, daß Amnesty ganz entzückt darüber war, daß der Iran die Steinigung von Frauen abschaffen wollte? Und man sie stattdessen nur aufhängen wollte?
    Mal schaun, da hamm wirs:
    http://henryk-broder.de/html/tb_haengen.html
    Es war Nirumands alter ego, die da was abgelassen hat, die große Katajun Amirpur!
    2004! praktisch der gleiche Tenor des Aretikels, wie bei Nirumand. Ach, wie die Zeit vergeht!

  32. Taz-Leser Kommentar:

    Ich bin sicher, daß nicht zuletzt wegen des nachhaltigen Eintretens der deutschen Linken, aller Smpathisanten und auch der TAZ das Aufheben der Steinigung vorgenommen werden wird. Dadurch, daß wir in den letzten Jahren massenhaft Demos in allen größeren deutschen Städten veranstaltet haben und auch gerade in der letzten Zeit unheimlich viel engagierte Arbeit geleistet haben, um die Benachteiligung der Frauen in den dortigen Ländern zu thematisieren, ist es nun uns gelungen, diese barbarische Überbleibsel aus dem Tierreich zu verscheuchen. Wir werden weiterhin jedes Unrecht, sei es hier oder im Nahen oder Fernen Osten unermüdlich anprangern, um die gerechte Gemeinschaft voranzubringen.

    Tja – schon beinahe ein Wunder, was die Linke und die Taz alles bewegen kann …

  33. #38 RadikalDemokrat

    Den Kommentar habe ich grade auch gelesen und mich gefragt, ob das ironisch gemeint ist. Aber der meint das ernst, der Spinner!

  34. Geht mal auf den Link zu Henryk Broder, Leute:
    „Humanes Hängen“
    Über den Iran im Jahr 2004!

    http://henryk-broder.de/html/tb_haengen.html

    Statt Steinigen jetzt „humanes“ Aufhängen der Frauen im Iran (2004).
    Die Mühlen eines Gottesstaates mahlen eben langsamer, als Nirumand und Amirpur denken.
    Oder haben die immer noch nix kapiert?

  35. Also, hier mal eine kleine Kostprobe.

    Süddeutsche Zeitung vom 26.08.2004

    „Eine Hinrichtung, die weniger grausam sein soll

    Der Tod am Strang hat die Steinigung abgelöst – manche Iraner sehen darin bereits die vorsichtige Abkehr vom starren Korsett der Scharia. Von Katajun Amirpur.

    München – Wegen »unkeuschen Verhaltens« ist die 16-jährige Ateghe Radschabi am 15. August in der nordiranischen Provinzstadt Neka erhängt worden.
    …..
    Dass die Steinigung in Iran seit etwa anderthalb Jahren nicht mehr angewendet worden ist, führte man hier allgemein auf den europäisch-iranischen Menschenrechtsdialog zurück.“

    http://henryk-broder.de/html/tb_haengen.html

    Wie war das nochmal laut Nirumand? Es wird im Gottesstaat 2008 darüber gesprochen die Steinigung abzuschaffen?

  36. Das Foto ist ja echt heftig.
    Ob die TAZ sowas wohl auch abdrucken würde?
    Vielleicht mit der Unterschrift „Humaner Islam…Im Iran werden den Ausgepeitschten sogar die Händchen gehalten“ ?

  37. Leute,

    ihr glaubt doch nicht im ernst das die das abschaffen?? Damit würden Sie ja gegen ihre eigene Religion, ja gegen ihren eigenen propheten agieren?

    Seid ihr naiv? Solange das Mullah Regime die Führung hat im Iran, wird der schariatische Islam praktiziert.

    Ich glaube diesen Berichten kein einziges Wort! Wie oft haben die Mullah das schon versprochen, die Steinigungen abzuschaffen? 2x, 5x 15x??

    Nie und Nimmer wird die Scharia im Iran abgeschafft, glaubt mir.

    Ausser es kommt ein radikaler Welchsel des Regimes, und ein demokratisches Parlament mit sakulärer Regierung; aber davon ist der Iran noch jahrzehnte entfernt.

    Euer Perser,

    Donaldo

  38. Wenn ich mir das Bild so anschaue, komme ich fast zu der Überzeugung, das die Scharia für Moslems wohl doch die bessere Bestrafung ist, als unsere „weichen“ Gesetze, welche eigentlich für zivilisierte Menschen erschaffen wurden.

  39. wie isses denn mit baukranen? wird wohl weiter praktiziert und als folklore respektiert. wir wollen doch keine arbeitsplatzverluste bei man, mercedes benz, liebherr u.a..

  40. Ich muss Nirumand zustimmen. Es gibt im Iran eine gebildete Ober- und Mittelschicht, die den Mullahs kritisch gegenübersteht. Man darf auch die große Zahl junger Menschen im Iran nicht unterschätzen, die kommende Generation will mehr Freiheit und Bomben sind genau der Weg, der die Jungen Menschen in die Arme der Mullahs treibt. Ich halte die Einschätzung von Herr Nirumand für richtig.

  41. @ bordi
    Klar, die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Leider hat das was Nirumand jetzt wieder schreibt, seine Kollegin Amirpur schon 2004 geschrieben, Motto „die Liberalisierung geht jetzt los“.
    Und er schreibt 2008 zum gleichen Thema (Abschaffung der Steinigung) „die Liberalisierung geht jetzt los“.
    2012 schreibt dann wahrscheinlich jemand zum gleichen Thema in der Frankfurter Rundschau „die Liberalisierung geht jetzt los“.
    Sicherlich gibt es die gebildete Mittel- und Oberschicht, die sich zum Teil auch aufmüpfig gebärdet.
    Naja, im Fernsehen gab es auch einmal einen Bericht über die wirtschaftlichen Strukturen im Iran. Dabei wurden auch Clubs in den Bergen gezeigt, in denen besagte Mittel- und Oberschicht verkehrt.Man fährt dort Ski, trägt natürlich kein Kopftuch, Jungen und Mädchen sitzen zusammen und flirten und es wurde sogar geraucht und Alkohol getrunken. Der Club gehörte übrigens zum Wirtschaftimperium der Revolutionswächter…

  42. Die Kreuzzüge waren eine längst fällige Reaktion der Christen, auf die barbarischen Eroberungszüge der Muslime um das Mittelmeer herum. Die Römer waren ab Ende des 2.Jahrhunderts zum Christentum konvertiert, das galt, weil nun Staatsreligion, auch für alle eroberten Völker im Römischen Reich. Nach dem Untergang des Römischen Reiches im 4.Jahrhundert (Völkerwanderung etc.) und der Entstehung des Islam im 7.Jahrhundert begann die Islamisierung der Mittelmeerländer. Rom z.B. wurde im 7.Jahrhundert von den Muslimen geplündert und gebrandschatzt. Die Eroberungszüge der Muslime konnten um 730 herum nur mit Mühe unter der Führung von Karl Martell abgewiesen werden. Als dann um 1090 herum die Muslime auch noch Jerusalem eroberten und aus Christensicht das Heilige Grab schändeten, war das Maß voll. Nur zum Vergleich: Man stelle sich vor, die Christen würden Mekka oder Medina besetzen, usw. usf…..Wer eine Suchmaschine bedienen kann ist klar im Vorteil. Die Wahrheit hat ein langes Leben, sie kann warten, das hat schon Arthur Schopenhauer gesagt. Die linken Gutmenschen versuchen seit Jahren diese und andere Historische Tatsache zu verdrehen.

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