ATTAC-Mitbegründer Daniel MermetZum besseren Verständnis des von Michel Friedman praktizierten Journalismus kann ein Beispiel seines Kollegen, des ATTAC-Mitbegründers Daniel Mermet (Foto) dienen, des in linken Kreisen beliebten France Inter Rundfunkjournalisten der Nachmittagssendung Là-bas si j´y suis …, der keine Gelegenheit ausläßt, sich in seinen Sendungen israel-feindlich und kritiklos pro-palästinensisch zu äußern.

(Von Dr. Gudrun Eussner)

Im Oktober 1998 interviewt er den SS-Offizier und letzten KZ-Arzt von Auschwitz Hans Münch (1911-2001), den er auf einen SPIEGEL-Bericht von 1998 hin gemeinsam mit seinem Dolmetscher Lew Bogdan persönlich in Roßhaupten im Allgäu aufsucht, zu seiner Tätigkeit im KZ Auschwitz und zu seinen Ansichten über Juden und Zigeuner. Für die rassenhetzerischen Äußerungen, die Hans Münch in dem Interview tut, und die Daniel Mermet im Radio ausstrahlt, wird Hans Münch 2001 verurteilt. Verantwortung übernimmt Daniel Mermet dafür nicht. Die gesamte linke Szene leidet mit Daniel Mermet, der von jüdischen Vereinigungen der Aufhetzung zum Rassenhaß verklagt wird, weil er in seiner Sendung am Prozeßtag das Interview wiederholt; er sei von neuem Zielscheibe der Zionisten. (1)

Daniel Mermet scheint Gefallen an Nazis zu haben, oder wie kommt es, daß er, der kein deutsch kann, auf Grund eines Artikels von Bruno Schirra, im Spiegel 40/1998, mit Dolmetscher eigens den KZ-Arzt aufsucht, um es aus seinem Munde noch einmal zu hören, was der damals 87-jährige an Dreck über Juden und Zigeuner auszuschütten hat? Inzwischen gibt´s in Zusammenarbeit mit dem Kommunisten Michel Warschawski und Lew Bogdan eine weitere Wiederholung, in der Hans Münch seine menschenverachtenden Ansichten äußert, den deutschen Journalisten Bruno Schirra erwähnt er nicht namentlich, vielleicht hat er dessen Namen im Gegensatz zu dem des KZ-Arztes schon vergessen. (2)

Michel Friedman geht in seiner journalistischen Arbeit ähnlich vor wie Daniel Mermet, und darauf macht der 81-jährige, in Berlin lebende jüdische Journalist Ivan Denes aufmerksam, der dem Michel Friedman zur Vorbereitung seiner Sendung über Thilo Sarrazin ein Interview verweigert. Er erinnert an dessen zweistündiges Interview mit dem Neo-Nazi Horst Mahler. Den führt er mit seinen Fragen ähnlich aufs Glatteis wie Daniel Mermet den Hans Münch. Der Unterschied ist, daß Michel Friedman nicht wartet, bis andere seinen Interviewpartner anzeigen, sondern er geht weiter und erledigt das gleich selbst. Horst Mahler begrüßt seinen Gesprächspartner mit „Heil Hitler, Herr Friedman“. Das nimmt dieser nicht zum Anlaß das Interview zu beenden, noch ehe es begonnen hat, sondern die Demütigung törnt ihn erst richtig an, er entlockt ihm weitere Sätze, in denen Horst Mahler ihn und die Juden beleidigt und die Judenvernichtung leugnet.

Sehr zur Freude aller Neo-Nazis ist das Interview bei YouTube anzusehen, die Kommentare dort sind entsprechend. Auch auf den Sites der Rechtsextremen, bei der NPD, dem Altermedia etc. wird es ausführlich gewürdigt. Michel Friedman bedient die rechtsextremen Bedürfnisse und stilisiert sich selbst als Opfer: „Ich denke, das war gegen mich und meine Religion gerichtet“, erklärte der jüdische Publizist vor dem Prozess. (3)

Das Verhalten des Michel Friedman verstößt gegen nahezu alle Regeln des Journalismus. Es versteht sich, daß jeder, der nur halbwegs Durchblick hat, einem solchen niemals ein Interview gibt, und daß es sich für jedes MSM, das noch einen Ruf zu verlieren hat, verbietet, Michel Friedman als Journalisten zu beschäftigen. So sagt denn auch Ivan Denes:

Wer als Interviewer auftritt, gibt sich als Journalist. Nun hat Michel Friedman in der Vergangenheit den Neonazi Horst Mahler um ein Interview gebeten. Ich finde Mahlers Positionen abscheulich. Aber er hat sein Recht auf eine eigene Meinung. Friedman musste wissen, mit wem er es zu tun und was er auf seine Fragen als Antwort zu erwarten hat. Trotzdem ist Friedman gleich nach dem Interview zur Staatsanwaltschaft gegangen und hat gegen Horst Mahler Anzeige erstattet. Ich finde, er hat sich damit für immer als Journalist disqualifiziert. Ein Interviewpartner ist für den Journalisten das, was für den Anwalt (was Friedman ebenfalls ist) der Mandant ist. (4)

Während sich ernstzunehmende MSM wie die Weltwoche mit dem Interview des Thilo Sarrazin verantwortungsvoll befassen, rechnet Michel Friedman mit der türkischen und arabischen Klientel anders ab, so wie mit Horst Mahler und so, wie Daniel Mermet es mit Hans Münch hält. (5)

Den Auftakt zur Infamie liest man in der Ankündigung des Senders N24; dort wird Michel Friedman zitiert:

„Ich finde diese Explosionsrede von Herrn Sarrazin schlichtweg unerträglich und unverantwortlich! Nicht nur in der Form und in der Sprache, sondern auch die darin erhaltenen Gedanken halte ich für nicht tragbar und abscheulich.“ (6)

So eingestimmt titelt Politically Incorrect korrekt: Friedman: Sarrazins Worte sind abscheulich. In den Kommentaren # 1-183 schütten die PI-Leser vor der Sendung Abscheu und Wut über Michel Friedman aus, danach geht´s richtig los mit den insgesamt mehr als 260 Kommentaren zur Sendung.

Was macht frau? Sie schaut die halbstündige Sendung an, die Mitternachtsgeister anschließend können sicherlich nicht gruseliger sein. Dann geht´s auch schon los, Michel Friedman raucht Wasserpfeife. Schwenk auf türkischstämmige Gemüseverkäufer. Die erste Frage versteht der erste Interviewte nicht, man muß sie ihm übersetzen. Ein anderer übernimmt, der deutsch versteht und spricht. Michel Friedman: Man sagt, daß viele auf Hartz IV leben … Türken und Araber seien das größte Problem … Was hält (sic!) ihr von solchen Sprüchen? Er befragt getrennt muslimische Schülerinnen und Schüler, dort trifft er einige, die ihre Schule lieben, aber bestätigen, daß es viele gebe, die nicht lernwillig seien, er zitiert Bruchstücke von allerlei Sarrazin-Sätzen, die Muslime (oder waren´s die Araber?) machten die Schulen kaputt, hätte der gesagt, er wedelt bei den Interviewpartnern mit einigen großbuchstabig beschrifteten Papieren mit Sarrazin-Zitaten. Wie ist´s mit dem Arbeiten bei muslimischen Frauen, dürfen sie? Eine junge Frau mit rotem Kopftuch erklärt, daß sie in der Regel nicht arbeiten dürften, Michel Friedman setzt nach, das sei aber nicht der Religion geschuldet, sondern der Tradition? Eine junge Frau antwortet, sie brauche das Geld, das sie hier verdiene, in der Türkei bekomme ich nicht so viel wie hier. Die Interviewten gehen ihm, wie anscheinend in alter Vorsicht, Friedman! Manier vorgesehen, auf den Leim.

Ausführlich interviewt er inmitten drínen einen älteren deutschen Herrn, der vieles in Einzelheiten darstellt, was die originär Deutschen umtreibt, Türken schauten einen nicht an, wenn man sie grüße, man sähe ihr Gesicht nicht, sie selbst grüßten nicht, sie blieben immer für sich, die Integration sei noch weit. Es müsse sicherlich von beiden Seiten noch viel getan werden.

Michel Friedman bringt die „vielen Kopftuchmädchen“ des Thilo Sarrazin ins Gespräch, die interviewten Frauen bestätigen, daß das stimmt mit der hohen Geburtenrate. Derweil werden in der Sendung Szenen gezeigt mit zahlreichen muslimischen Müttern, ihre Kinderwagen schiebend. Ein Interviewter Mann meint, das Problem sei, daß Deutsche zu wenig Kinder bekämen. Bingo!

Werden muslimische Frauen unterdrückt? Eine Frau antwortet: Heute nicht mehr. Doch, widerspricht eine andere. Eine Frau, die sich wohlfühlt an ihrer Arbeitsstelle, berichtet, daß sie ganz frei entscheide. – Ist ihr Mann einverstanden? – Ich habe mich radikal von meinem Ehemann getrennt, ich bin geschieden. Vorher sei sie zu Hause gewesen, als Hausfrau. – Wollten sie das? – Nein, ich sollte. Auf die Frage, was sie an der Mehrheitsgesellschaft kritisiere, antwortet eine andere Frau, sie sei in ihr nicht angekommen. Sie hätte aber einen Mann (gehabt?), der sie habe abends ausgehen lassen (sic!).

Ob man das Problem lösen könne, wenn man so emotionalisiere wie Thilo Sarrazin, geht´s weiter, was sei mit der Gleichberechtigung der Frauen, ob es Parallelgesellschaften gebe usw. Dann kommt er zu einigen Männern, keine Frau dabei, anscheinend auch ein deutschstämmiger Sozialarbeiter unter ihnen. Er befragt einen der Männer und ein Schwall unverständlicher Sätze in schlechtestem Deutsch kommt über die N24-Zuschauer. Es folgt die alte Leier, daß die Immigranten vom Staat im Stich gelassen würden, dann wird eine sehr modern gekleidete Frau in ihrem exotisch türkischen Ambiente aufgesucht und zum Tanzen von Frauen in der Disco befragt, Männer und Frauen seien doch nach dem Grundgesetz gleichberechtigt. Die Frau antwortet etwas, das so ähnlich lautet wie von Islamisten darf man nicht fordern, ihre ganze Kultur zu ändern.

Michel Friedman kommt zu seinen Interviewpartnern als angeblicher Gegner der Äußerungen des Thilo Sarrazin, er raucht mit ihnen Wasserpfeife, er spielt den Freund. Dabei stellt er seine muslimischen Interviewpartner bloß und macht sie lächerlich. Sie selbst beweisen mit ihren Antworten, daß Thilo Sarrazin Recht hat. Bis zu strafbaren Äußerungen wie bei Horst Mahler manipuliert er sie nicht, das ist in diesem Fall auch nicht angesagt, Straftaten von Muslimen gibt es täglich in unserer Gesellschaft, hervorkitzeln muß man nichts, ein jeder braucht die Fragen und Antworten wie beim Sarrazin-Interview nur mit seinen eigenen Erfahrungen abzugleichen.

Im Interview ist auch Erik Lehnert, der sich selbst als gelernten Sezessionisten bezeichnet, und der davon auszugehen scheint, daß Michel Friedman das bei seiner Einladung nicht gewußt hat. Dr. Erik Lehnert ist Mitherausgeber der Zeitschrift Sezession, informiert Politically Incorrect. Das hätte Michel Friedman nicht gewußt? Er unterstellt weiterhin, daß Michel Friedman das Interview des Thilo Sarrazin vermutlich nur in Form der Skandalzitate aus der BILD gekannt habe. Ja, geht´s noch? Den Erik Lehnert benutzt Michel Friedman genauso wie seine muslimischen Gesprächspartner, keiner von ihnen hat die Rolle verstanden, die Michel Friedman ihm zubilligt. Woran das im Fall von Erik Lehnert zu erkennen ist? An dessen Einschätzung der Sendung:

Ich muß allerdings sagen, daß die Gesprächsfetzen recht fair zusammengeschnitten sind. Daß ich das Schlußwort habe, finde ich auch nicht schlecht. Insgesamt ist die Sendung, wenn man bedenkt, daß Friedman Sarrazin als ressentimentgeladenen Dummkopf darstellen wollte, nach hinten losgegangen.

Die einzigen beiden Deutschen, die interviewt werden, haben keine Glatze und geifern auch nicht. Und die Ausländer, die sich Friedman vornimmt, sind entweder nicht integriert (gleich die erste Frage Friedmans belegt das schön), sind als Frauen der lebende Beweis, daß es mit der Integration hapert, ereifern sich über die bösen kulturalistischen Deutschen oder wollen Sarrazin „plattmachen“, wenn er mal an ihre Schule kommt. Wiederum das Übliche also, aber gerade deshalb: bizarr. (7)

So unterschätzen sie alle gemeinsam den Michel Friedman und seine lumpige Art, sich über die anderen Menschen zu erheben, mit ihnen zu spielen, sie zu benutzen. Seine Absicht ist nicht nach hinten losgegangen. Nirgends ist Michel Friedman gegen die Äußerungen des Thilo Sarrazin, in keinem Punkt. Er entlockt seinen Gesprächspartnern, die ihm weder intellektuell noch sprachlich gewachsen sind, die Beweise der Richtigkeit dessen, was Thilo Sarrazin in Klasse statt Masse äußert. Das scheint er als seinen kleinen privaten Triumph zu genießen.

Ich nenne das Lumpenjournalismus.

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75 KOMMENTARE

  1. Er entlockt seinen Gesprächspartnern, die ihm weder intellektuell noch sprachlich gewachsen sind, die Beweise der Richtigkeit dessen, was Thilo Sarrazin in Klasse statt Masse äußert.

    (Zitat aus Südfrankreich) 🙂
    Yep,
    und das wird in den ungekürzten Interviews tlw sehr deutlich.

    Insoweit sind Ankündigung und Zusammenschnitt dieser Sendung ziemlich irreführend.
    (Und dementsprechend ein grosser Teil der Kommentare hier.)
    Leider. 🙁

  2. Gebe zu diesen Artikel angesichts der späten Stunde nicht ganz gelesen zu haben… 🙂
    aber, soeben habe ich den Film „Friedmann schaut hin“ zum Thema Sarrazin auf N24 gesehen und muss sagen: Genial!
    Herr Friedmann baut den kulturbereichernden Mitbürgern, mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, eine Brücke nach der anderen und diese danken es ihm damit, dass sie jede These Sarrazins deutlichst untermauern.
    So muss Herr Friedmann nicht mit erbösten Anrufen aus dem Lager der Gutmenschen und der „Schätzchen“ rechnen und kann doch der Nation zeigen, dass Sarrazin recht hat.
    Allein die Schnittfolge, indem der Sarrazinunterstützer ans Ende des Beitrags gesetzt wurde (also der Teil, an den sich jeder Zuschauer am ehesten erinnern wird) spricht Zeugnis von der Unterstüzung für das Anstoßen der Diskussion.
    Danke Herr Friedmann!

  3. Sehr sehr nett der Beitrag. Ich muss sagen, ohne PI würde ich das gar nicht in einem solchen Licht sehen geschweige denn die Zusammenhänge erkennen.

    Weiter so mit qualifizierten Artikeln!!

  4. @ #2 Andromeda (22. Okt 2009 22:59)
    Zur Klarstellung:
    Michel Friedman ist seit längerer Zeit auf meiner persönlichen TTS *), da er einen IMHO ziemlich unfairen Diskussionsstil pflegt.
    Die Häufigkeit der unsauberen dialektischen Unterbrechungen von Äusserungen seiner Interview-Partner ist für mich unerträglich.
    Aber…
    Diese Sarrazin-Story von ihm ist deutlich besser, als ich jemals erwartet hatte.
    Er ist nun auf Position 9, kurz vor´m Rauswurf aus der TTS. 🙂

    *) = TTS/Top Ten Shitlist

  5. Das Ganze nennt sich Schweinejournalismus,Ist eine Mischung aus Boulevard und Egotrip,es geht den S-Journalisten nicht um Fakten ,Aufklärung oder gar um die Beseitigung von Missständen durch Nennung derselben.Es geht ihnen nur um sich selbst.Sie haben den nötigen unabdingbaren Abstand zur Sache abtrainiert bekommen sind Ankläger und Richter in einer Person,und werden dafür auch vom Herrchen wohlwollend getätschelt.Unabhängigkeit wurde durch Linientreue ersetzt .Wer sich den Luxus des freien Denkens erlaubt wird von dieser Meute gnadenlos verbissen,siehe Broder.Die haben diese Berufsbezeichnung nicht verdient,sie sind nur erbärmlichen Lakaien.

  6. Vielleicht lädt Herr Friedman Frau Eussner zur Diskussion über Journalismus.

    Das könnte interessanter werden als dieser Artikel, der auf Spekulation beruht, die zwar plausibel wirkt, allerdings Michel Friedman eine Intention unterstellt, die er womöglich nicht hatte. Ich glaube nicht, dass es Absicht von Michel Friedman war, seine Gesprächspartner so vorzuführen, aber das kann auch an meiner Naivität liegen.

  7. Genau!
    Und deshalb ist es kontraproduktiv, wenn man Friedman nur wegen seiner kriminellen Vergangenheit angreift und nicht auf die Fakten eingeht!
    Damit setzt man sich selbst ins „Aus“!

  8. Start 19. Oktober 15:25 Uhr – Bisher sind
    4591
    bestätigte Einträge in der Unterschriftenliste. Die Bestätigung nicht Vergessen!
    ===============================
    Das ist auch ziemlich lahm!
    Demokratie heißt für uns anscheinend nur, dass man mal wählen geht, aber ansonsten nur „dumm durch die Wäsche guckt“!
    Was soll auch schon passieren?!?!
    Wenn´s ganz schlimm wird, dann ziehen wir halt auch ein Kopftuch an. Is noch immer alles juut jejange!
    Woll!
    Da treten wir auch nicht für unsere Meinungsfreiheit und unsere Rechte ein. Nee, keine Lust! Was ist schon Demokratie?
    So richtig wissen wir das doch gar nicht. Scheint anstrengend zu sein, diese Demokratie.

  9. Gestern habe ich mir überlegt, ob ich einen Kommentar im Sinne dieses Artikels schreiben soll. Ich hatte mich gewundert, dass keiner von euch die hinterhältige Strategie Friedmans durchschaut. Aber ich fand es auch recht witzig, dass er die Musel mit seiner plumpen Anbiederung dazu brachte, mal den Taqquia-Filter wegzulassen. Schliesslich sagte ich mir, dass es doch klüger wäre, solche Tricks nicht zu verraten, man könnte sie doch ausbauen und weiterhin anwenden. Also ich bin nicht gegen „Lumpenjournalismus“, wenn er die Wahrheit ans Licht bringt.

  10. Vor ein paar Jahren lief in den Privaten die Sendereihe „Der heiße Stuhl“ mit eben Michel Friedman. Von Talkshow konnte man beim besten Willen nicht reden, eher von Inquisition. Wenn sein Gesprächspartner (treffender ausgedrückt Angeklagter) ihm nicht einigermaßen intellektuell und rhetorisch ebenbürtig war (und das war kaum einer), dann wurde er gnadenlos runtergeputzt. Ich hatte mich damals immer gefragt, wie sich jemand die Blöße geben konnte, da als „Gesprächspartner“ teilzunehmen.

    Er hatte jeweils einen Gast, aber

  11. Wieso sich über Friedmann aufregen ?Er ist doch nur ein Journalist, den die Themeni nicht interessieren, er will nur geschickt entlockte Skandalantworten. Er ist gerissen, aber nicht moralisch. Solche Menschen sind es nicht wert, sich über sie aufzuregen.

  12. Ich habe da mal eine Frage nebenbei:
    Wir haben ein GG! Wie ich sehe, kann dieses GG geändert werden, ohne dass man den Bürger gefragt hat.
    Bei einer „Verfassung“ wäre das nicht möglich!
    Wieso stört das die Bürger dieses Landes überhaupt nicht?

  13. Na, wird hier der PI-Gemeinde nicht etwas viel zugemutet? Gestern noch schönstes Friedmann-Bashing, bei dem auch endlich mal der eine oder andere antisemitische Reflex ausgelebt werden konnte. Völliges Missverstehen des Friedmann’schen Filmchens, das ja in der Tat eher auf die Bestätigung von Sarazzins Moslem-Schelte angelegt war.

    Jetzt ein neuer Beitrag, der den Leser vor die schmerzliche Wahl stellt, entweder einzusehen, dass Friedmann und Sarazzin ins gleiche Horn stoßen. Da müsste man dann irgendwie die „Schmierfink, (jüdischer)“-Kommentare von gestern ungeschehen machen, schwierig. Oder Eussner zu folgen und Friedmann weiter als „Lumpenjournalisten“ verdammen, weil er ja seine muslimischen Gesprächspartner so unfair hinters Licht führt. Liegt dem Durchschnitts-Leser hier vielleicht auch nicht so…

    Also: In Zukunft besser auf Beiträge setzen, die ein klares Schwarz-Weiß-Bild zeichnen, damit man als Leser hier vor dem Losbölken nicht erst noch denken muss!

    Ach ja: Denes‘ Kritik, von Eussner aufgegriffen, Friedmann habe den armen Horst Mahler in eine Falle gelockt, die versteh ich bis jetzt nicht. Hat ja keinen den Nazi gezwungen, einem Journalisten gegenüber NS-Gedankengut zum Besten zu geben. Und wenn es ne fiese Falle war, sei’s drum: Ein Nazi mehr hinter Gittern…

  14. Ich finde die Vergleiche mit diesem o.a. Nazi-Appeaser und anderen Nogos haarsträubend.

    Wenn man sich die Sendung „Friedman schaut hin“ wirklich einmal gründlich anschaut (und ich habe es zweimal getan, um einige der hier geäußerten Kritikpunkte nachvollziehen zu können) dann stellt man fest, dass er es sehr elegant hinbekommt, den Muslimen die Maske herunterzuziehen ohne der Gutmenschitis-Fraktion einen weiteren Prügelvorwand zu schenken. Clever!

    Wer sich zudem das Making of dazu auf n24.de angesehen hat, sieht unter anderem dass die islamische Kopftuchkröte (mit dem belehrtenden Zeigefinger, den sie wahrscheinlich bei ihrem Mullah abgeschaut hat) sogar zugeben musste, dass sie den Idiotentest der Arbeitsagentur nicht bestanden hat.

    Diese ewige Jauchekipperei über Friedman und andere Juden hier finde ich langsam absurd. ich gehöre zwar nicht der christlichen Fraktion an, aber an die ganzen Schlammwerfer sei für jedes Rezitieren der Negativ-Episoden Friedmans mit miesem Wortgut sehr passend die die Worte zu richten: Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!

  15. man mag es nennen, wie man will, Tatsache aber ist, er hat gerade mit diesem Interview alles bestätigt, was Sarrazin bemängelt hat…..

    Punkt.

  16. #17 Ruhig Blut
    Wo liegt dein Problem – nur auf der rechten Seite? Gehörst du auch zu denen, die alles links vom Seeheimer Kreis ausblenden? Wenn linksextreme arbeitsscheue Spacken skandieren „Deutschland verrecke“ ist das ganz ok, wenn ein Rechter ruft „Deutschland den Deutschen“ wird er eingebuchtet? Schöne heile Welt voller Gerechtigkeit!

  17. #17 Ruhig Blut (23. Okt 2009 00:06)
    Na, wird hier der PI-Gemeinde nicht etwas viel zugemutet? Gestern noch schönstes Friedmann-Bashing, bei dem auch endlich mal der eine oder andere antisemitische Reflex ausgelebt werden konnte. Völliges Missverstehen des Friedmann’schen Filmchens, das ja in der Tat eher auf die Bestätigung von Sarazzins Moslem-Schelte angelegt war.

    Ja, es wird zuviel zugemutet, wie kann der Drecksack nur auf einmal…..

    Jetzt ein neuer Beitrag, der den Leser vor die schmerzliche Wahl stellt, entweder einzusehen, dass Friedmann und Sarazzin ins gleiche Horn stoßen. Da müsste man dann irgendwie die “Schmierfink, (jüdischer)”-Kommentare von gestern ungeschehen machen, schwierig.

    Das wird dann etwas schwieriger….

    Oder Eussner zu folgen und Friedmann weiter als “Lumpenjournalisten” verdammen, weil er ja seine muslimischen Gesprächspartner so unfair hinters Licht führt. Liegt dem Durchschnitts-Leser hier vielleicht auch nicht so…

    Frau Eussner ist hier auch schwer zu folgen, woher will Sie wissen, daß Friedmann es von Anfang an so beabsichtigt hat.

    Ach ja: Denes’ Kritik, von Eussner aufgegriffen, Friedmann habe den armen Horst Mahler in eine Falle gelockt, die versteh ich bis jetzt nicht. Hat ja keinen den Nazi gezwungen, einem Journalisten gegenüber NS-Gedankengut zum Besten zu geben. Und wenn es ne fiese Falle war, sei’s drum: Ein Nazi mehr hinter Gittern…

    Fällt mir auch etwas schwer, schliesslich hat ihn niemand gezwungen, Friedmann mit dem Hitlergruß zu begrüßen, hätte er mich so begrüßt, es wäre mir auch eine Freude gewesen, ihn auseinander zu nehmen. Rache wird am Besten kalt genossen.

  18. Hab es bei der Pest so kommentiert:

    Hoch interessant, was Gudrun Eussner da herausfiltert:

    Zitat:
    Nirgends ist Michel Friedman gegen die Äußerungen des Thilo Sarrazin, in keinem Punkt. Er entlockt seinen Gesprächspartnern, die ihm weder intellektuell noch sprachlich gewachsen sind, die Beweise der Richtigkeit dessen, was Thilo Sarrazin in Klasse statt Masse äußert. Das scheint er als seinen kleinen privaten Triumph zu genießen.

    Nach der reisserischen Anklage gegen Sarrazin im Prequel, führt der Friedman Leute vor, wie immer – allerdings so und das ist wohl das perfide, dass er irgendwann behaupten kann, er stünde eh auf der – na sagen wir richtigen Seite.
    Wo immer die auch ist.

    Eben doch: Nicht Fisch, nicht Fleisch – Selbstdarsteller ohne Gewissen.

  19. Ich kann verstehen, wenn es einigen hier auf den „legendären Sack“ geht, dass Friedman noch nicht genug Buße geleistet hat und trotzdem immer noch mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Lande läuft.
    Aber ich kann es auch nicht ab, dass man einen Menschen dann immer wieder auf seine begangenen Fehler reduzieren will, weil er mal etwas sagt, dass einem nicht so in den Kram passt.
    Das ist nämlich das, was ich an der allgegenwärtigen Meinungsdiktatur kritisiere.
    Ja, Friedman hat mal Scheiße gebaut. Er fühlte sich wohl wie ein „Herrgott“, so wie alle Kokser!
    Ich hoffe, er hat es überstanden!
    Das ist das Leben unserer Zeit.
    Konsum, Konsum,…
    Höher und immer höher….

    Aber wenn wir Friedman kritisieren, weil er irgendwann mal etas gemacht, das dazu noch unser Alltag ist, dann machen wir etwas falsch.
    Wir gucken nicht auf die Ursachen.
    Hier wäre der „Werterelativismus“ zu nennen. Auch unsere geringe Bereitschaft, die Demokratie zu nutzen.

    Na ja, jedenfalls sollten wir lernen, uns nicht von Emotionen leiten zu lassen. Sollte ein „öffentlicher“ Mensch polarisieren, dann sollten wir bewusst auf seine Aussagen, seine Gesten oder seine Fragen achten. Wir sollten uns nicht blenden lassen.

  20. Richtig, Frau Gudrun Eussner, endlich, Danke sehr! Sie haben es verstanden. Friedman hat sie alle ganz locker in die Tasche gesteckt, und sie merkens teilweise noch nicht einmal. SO sehr ist er ihnen überlegen.

    Allerdings würde ich nicht so weit gehen, diese Friedman’sche Art und Masche gleich Lumpenjournalismus zu nennen. Offenbar hat er durch seine provokante oder provozierenden Journalismus Erfolg, und es ist auch Teil von Demokratie und Marktwirtschaft, dass Erfolg nicht hypermoralisch vordefiniert werden kann. Man kann ihm eine gewisse Meisterschaft seines Fachs nunmal nicht absprechen.

    Das sage ich, obwohl ich Friedmans politische Überzeugungen zutiefst ablehne.

  21. #18 debka127

    dass er es sehr elegant hinbekommt, den Muslimen die Maske herunterzuziehen ohne der Gutmenschitis-Fraktion einen weiteren Prügelvorwand zu schenken.

    Warum, verdammt nochmal, muss man immer versuchen, irgendwelchen (linken) Gutmenschen mit ihrer selbstverliehenen Meinungshoheit gerecht zu werden. Warum bedarf es immer so Leuten wie Broder, Sarrazin usw., das sonst Unaussprechliche zu äußern? Herr Friedman ist wie Broder Jude und hätte daher eigentlich die Möglichkeit, Klartext zu reden. Wenn normale Bürger über moslemische Migranten und damit verbundene Probleme sprechen, schauen sie sich um und tun konspirativ, damit ja niemand Außenstehender davon hört. Wir haben mittlerweile ein Klima wie in D 33-45 oder in der DDR und ähnlichen Staaten.

  22. nach genießen sollte eigentlich „Zitat Ende“ stehen.
    PI, ich weiß, das nervt, aber so ein Editor….?

  23. Konvertiten sind anfänglich wie Leute, die gerade mit dem Rauchen aufgehört haben.

    Nur mit dem Zeigefinger unterwegs…

  24. @ pro D

    Wo liegt dein Problem – nur auf der rechten Seite? Gehörst du auch zu denen, die alles links vom Seeheimer Kreis ausblenden? Wenn linksextreme arbeitsscheue Spacken skandieren “Deutschland verrecke” ist das ganz ok, wenn ein Rechter ruft “Deutschland den Deutschen” wird er eingebuchtet? Schöne heile Welt voller Gerechtigkeit!

    Mahler ist wohl ein etwas anderer Fall als die in Deinem Beitrag angesprochenen jugendlichen Hohlköpfe von links oder rechts (die mich nebenbei auch stören). Lies das Interview: der Kerl ist bekennender Nationalsozialist mit allen Schikanen: gewalttätiger Rassenkampf und völkisches Weltbild, das „Reich“ besteht weiter, die Bundesrepublik als Diktatur der Besatzungsmächte, „der Jude“ als durchgehend destruktiv-zerstörerischer (wenn auch sehr gerissener) Charakter und so weiter. Der bezeichnet sich selbst als Nationalsozialisten, zeigt den Hitlergruß, leugnet geschichtliche Fakten, also: ab in den Bau, Nazisau!

  25. Ausführlich interviewt er inmitten drínen einen älteren deutschen Herrn, der vieles in Einzelheiten darstellt, was die originär Deutschen umtreibt, Türken schauten einen nicht an, wenn man sie grüße, man sähe ihr Gesicht nicht, sie selbst grüßten nicht, sie blieben immer für sich, die Integration sei noch weit. Es müsse sicherlich von beiden Seiten noch viel getan werden.

    Sich der hiesigen Kultur anzupassen ist einzig und allein die Bringschuld der Einwanderer, nicht in umgekehrter Weise die der autochthonen Deutschen.

    Bis zu strafbaren Äußerungen wie bei Horst Mahler manipuliert er sie nicht (…)

    Jeder trägt für sein Reden und Handel die volle Verantwortung. Wer sich „manipulieren“ lässt – selbst Schuld.

    Von Herrn Friedman kann man halten, was man will. Zumindest im Bezug auf Israel sollten wir mit ihm auf einer Linie sein und eine interessante Persönlichkeit ist er ohne Frage. Wenn man ihn nicht mag – in Ordnung. Es fragt sich aber schon, warum die Antipathien gegen ihn häufig so überzogen sind.

    Noch kurz zu der Stellungnahme von Ivan Denes:

    Meiner Ansicht nach hat Michel Friedman durch seine penetrante, aggressive Art mit seinen Gesprächspartnern umzuspringen mehr Antisemitismus hiezulande generiert als irgendeine andere Einzelperson (vielleicht mit der Ausnahme der nunmehr verstummten Lea Rosh und dem mit ihm konkurrierenden Stephan Kramer).

    Der gesunde Menschenverstand sollte einem sagen, das einige Angehörige dieser Gruppe nicht repräsentativ für die gesamte Gruppe sind. Wenn man das nicht wahrhaben will, ist das die eigene Schuld. Alles andere erinnert mich daran, dass Antisemiten auch den Juden die Schuld geben, dass diese von ihnen nicht gemocht werden. Sonst hat Herr Denes aber voll ins Schwarze getroffen.

  26. „Die schwarz-gelbe Angst vor der Unterschicht….“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article4940087/Die-schwarz-gelbe-Angst-vor-der-Unterschicht.html
    Die politische Klasse ist sich schon längst bewußt, was sich gesellschaftspolitisch anbahnt. Die „Unterschicht“ ist größtenteils und überproportional anwachsend migrantisch (=“südländisch“); das will noch nicht offen aussprechen, aber seit Sarrazin wird das wohl häufiger benannt werden.

  27. Oi, oi, oi, was soll das noch werden?

    1. Akt: Michel Friedmann greift in Mephistopheles‘ Trickkiste, straft der Ankündigung einer Sarrazin-Schelte Lügen, läßt ein paar Moslems auf Glatteis schlitternd schautanzen und schaut anschließend – mit unwiderlegbarem Alibi – unschuldig drein.
    2. Akt: Gudrun Eussner bemerkt den Taschenspielertrick und sagt es auch noch(!) – Fein!
    3. Akt: Der ZdJ sitzt nach traumatischem Vor- und Rückwärtsrudern seines GS in causa Sarrazin nun wiederum zwischen schwer definierbaren Stühlen, während alle auf eine Replik aus dieser Ecke warten. Gleichzeitig sorgt ebendort der liebe Broder für Kopfzerbrechen, weil nicht ganz klar, ist, ob sein Kanditaturbegehren nur eine Chuzpe war oder gar tiefer Ernst, möglichweise jedoch irgendetwas, noch gestaltungs- und ausbaufähiges, in der Mitte; der hektische Notbremsversuch des Vize deutet auf fahrige Gemütsbewegung.

    Lassen wir also das Gesellschaftsspiel um einen der längst überfälligen Tabubrüche auf kleiner Flamme weiterköcheln…
    Wehe, wenn jetzt einer kommt und den Deckel draufmacht!

  28. Guter Beitrag!
    Die „Taktik“ von Friedman ist doch echt genial. Denn Leute, die Sarrazins Äußerungen schon so 100%ig unterstützt haben, brauchen nunmal nicht mehr überzeugt zu werden. Stattdessen baut Friedman insbesondere durch die entsprechende Ankündigung („unerträgliche und unverantwortliche Explosionsrede“) den Schein auf, gegen Sarrazin zu sein. Doch das ist dann in der Sendung selbst nicht der Fall. Wobei Friedman selbst auch gar nicht viel dazu beitragen muss, wie von Frau Eussner richtig festgestellt. So werden den Gegnern Fakten serviert, bei denen sie sonst erst gar nicht hingesehen und abgewunken hätten.

    Friedman for Vize-Präsident des ZdJ !!!

  29. @ Ping & Gudrun Eussner
    Ich glaube nicht, dass Friedman „auf der Seite von Sarrazin“ steht. Bestimmt nicht. Am Ende – als er mit Lehnert spricht – zeigt er deutlich, dass er Sarrazin für einen Rassisten hält. Und Friedman lehnt Rassismus strikt ab.

    Viele hier bei PI und anderswo sind so sehr pro-national (eine gewisse Minderheit ist sogar völkisch) und anti-islamisch, dass sie jede (wie bei Friedman zB „konstruktiv“ und „progressiv“ gemeinte) Kritik an bestimmten „rechten“, konservativen oder reaktionären Elementen des Islam gleich als riesigen Durchbruch für die Islamkritik, als Treueschwur für die eigene Sache oder sonstwas fehl-wahrnehmen.

    In dem Film auf N24 stellt Friedman die Probleme nur als (sozusagen) Beispiele einer „lebendigen demokratischen Gesellschaft“ dar. Die „diskursiv“, unter „Einschluss der muslimischen Gemeinde“ von Friedman erörterten Problematiken wecken erfahrungsgemäß erst recht nur das „Gutmenschentum“ in vielen Zuschauern.
    Wisst ihr, das ist durchaus „links“. Weil „kritisch“. Die Linken (soweit sie älter als 22 Jahre sind) wollen immer „kritisch“ sein. Friedman „kritisiert“ dann auch, aber nicht dualistisch, d.h. nicht zu dem Resultat, dass die Moslems schlecht da stehen, „raus“ sollen, sondern sozusagen in dialektischen „Widersprüchen“, um diese letztlich im Sinne von „Entwicklung“, Multikulti und „buntes Miteinander“ aufzulösen.

    Wenn Friedman den Moslems selbstentlarvende Aussagen entlockt, dann sicher nicht mit dem Ziel eine Stimmung zu wecken, bei der die Moslems irgendwann entweder das Land verlassen oder aber vollständig zu Deutschen assimiliert werden müssten.
    Friedman kommt aus der Schülergeneration der 68er-Bewegung (d.h. er war jüngere Schülergeneration, als die Älteren 68er schon Hauptseminarstudenten und Doktoranden waren, aber er hat die Zeit erlebt und in der Generation der Schüler auch mitgemacht), ist Linksliberaler in der Union, und (modern)orthodoxer Jude.
    Als alles drei lehnt er den Islamismus gewiss ab, als „Linker“ mystifiziert er ihn aber auch nicht, sondern erklärt ihn zB soziologisch. „Diskurs“ – auch harter, „proletarischer“ und „migrantischer“ Diskurs – ist für Friedman das beste Mittel, dieses erklärliche Phänomen „demokratisch“ zu lösen – das ist so ungefähr die Habermas-Ideologie. Also Friedman ist gegen Islamismus und gegen rechts (also auch gegen tradtionelle Gesellschaftsstrukturen im Islam), aber vor allem gegen rechts. Individuen (zb Ali oder Mehmet) vollständig durch Gruppenzugehörigkeit wahrzunehmen (d.h. durch ihr Moslemsein), widerspricht seinem Verständnis von Judentum – und er hat wahrscheinlich auch recht mit dieser Auslegung.

    Friedman hat ein bißchen die Rückständigkeit des Islam entlarvt, aber vor allem mal wieder die vermeintliche Falschheit der weltfremd-schreibtischhaften rechten Positionen, vertreten durch Lehnert. Die Rückständigkeit des Islam wird durch die Bereitschaft zum „Diskurs“ der Moslems (dadurch dass sie mit Friedman diskutieren) relativiert, d.h. ist entwicklungs- und demokratiefähig, muss und wird sich entwickeln wie die Deutschen sich nach Hitler entwickelt haben, wie die Japaner (ehemals Kriegervolk unter der Militärdiktatur des Shogun mit seinen Samurais) und Chinesen (die heute irgendwas zwischen Marxisten und Turbokapitalisten sind – beides neuzeitliche westliche Ideen) sich entwickelt haben, so werden sich die Moslems in Deutschland entwickeln und doch ihre orientalisch-südländische Eigenheit behalten, Deutschland ist bunt, Problemchen sind einfach Teil der modernen BRD-Realität mit ihren kleinen Sommerlochproblemchen, prolligem Bildzeitungsniveau und Talkshows.für die Unterschicht. Problematisch, ein Fall für linke „Sozialkritik“ – aber doch normal, zeitgeistig. Ein Plädoyer für die pseudokritische, liberal-multikulturelle Sozialarbeitergesellschaft.

    Friedman hat sie alle für seine Ziele eingespannt („ausgenutzt“), allen ihre kleinen Rollen zugewiesen und es hat wunderbar für ihn geklappt.

  30. Egal…….Das sarrazinische Zeitalter ist angebrochen, keine wissentschaflichen Umformungen mehr, sondern Klarheit in den Aussagen ….der Probanden der Administration..!
    Sie werden wieder zum Diener dess Volkes und das ist gut so, denn umständliche Pseudowissentschaftliche Wortgebahren zählen nun nicht mehr.!

    Gruß

  31. Ach ja, für Friedman ist es sicher normal, dass es Konflikte und gesellschaftliche „Kämpfe“ gibt (Klassenkämpfe, Interessenskämpfe, feministische Kämpfe, Emanzipation, Jugendrevolte ala 68 usw.). Das findet er gut, das bedeutet für ihn Entwicklung.

    Der Konservative empfindet diese Dinge als Störung, aber der Linke nicht. Für Linke ist das die Luft zum Atmen.

  32. @ #35 Besht (23. Okt 2009 02:05)
    Können Sie, bitte, Ihr „Sozio“-Deutsch auch ´mal für andere Menschen übersetzen?

    Es darf auch kürzer sein; 2..3 Sätze reichen. 🙁

  33. besht, eine interessante analyse, der ich in großen Teile zustimme:
    Friedman “kritisiert” dann auch, aber nicht dualistisch, d.h. nicht zu dem Resultat, dass die Moslems schlecht da stehen, “raus” sollen, sondern sozusagen in dialektischen “Widersprüchen”, um diese letztlich im Sinne von “Entwicklung”, Multikulti und “buntes Miteinander” aufzulösen.
    So sehe ich Friedmanns Absicht ebenfalls in etwa – und möchte nicht fast jeder in idealisierender Weise in „buntes Miteinander“, wenn das möglich wäre? Dass dies eine gefährliche Utopie ist, hat Friedmann aber nicht erkannt. „Buntes Miteinander“ geht mit dem Islam nicht, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Diese Einsicht ist der Unterschied von „uns“ zu Friedmann.
    Und da wäre ich auch bei deiner völlig falschen Beurteilung der meisten PI-Leser:
    Viele hier bei PI und anderswo sind so sehr pro-national (eine gewisse Minderheit ist sogar völkisch) und anti-islamisch, dass sie jede (wie bei Friedman zB “konstruktiv” und “progressiv” gemeinte) Kritik an bestimmten “rechten”, konservativen oder reaktionären Elementen des Islam gleich als riesigen Durchbruch für die Islamkritik, als Treueschwur für die eigene Sache oder sonstwas fehl-wahrnehmen.
    „Pro-national“, „völkisch“ oder „anti-islamisch“ sind hier die wenigstens; islamkritisch und freiheitsliebend sind stattdessen die Motive fast aller hier. Islam und Demokratie sind nach heutiger Erkenntnis nicht gleichzeitig zu haben.

  34. Hab es mir erst jetzt anschauen können. Michel Friedman ist ein hervorragender Journalist, er befragt sehr gut – und er fragt jeden genau nach dem, was derjenige nicht wahrhaben will.
    „Wenn der einzelne sich auf den Weg macht, kann es eine Erfolgsstory geben“ – das genau will doch niemand aus der Integrations-Industrie wissen (Gott bewahre – wie sollte man dann die ganzen deutschen Sozialpädagogen integrieren).
    Und bei aller Arroganz, die er in seiner Talkshow zeigt – der kann mit Menschen reden.

  35. Eigentlich geht es doch hier gar nicht um Friedman!
    Es geht um uns!
    Was oder wer sind wir?
    Was müssen oder sollen wir erdulden?
    „Do you want to marry me?“
    Ja, das waren die Fragen, die man als Teenie ertragen musste, wenn man an bestimmten „Gaststätten“ vorbeiging.
    Das war das, was man aushalten musste. Das hätte es in anderen Ländern nicht gegeben.
    Man war aber darauf gefasst, denn man wusste, dass bestimmte Lokalitäten ihren Gewinn durch Drogenkonsumenten erreichten.
    Man musste sich eben daran gewöhnen, oder man musste einen anderen Weg nehmen.
    So fing es an! So fing das Tolerieren an.
    Ein Aufmucken dagegen wäre rassistisch gewesen.
    Man musste sich auch an die Angrabscherei gewöhnen, die tagtäglich in den öffentlichen Verkehrsmitteln stattfand.
    Ja, daran musste man sich gewöhnen. Es war auch nie ein Thema im Fernsehen.
    Dass wir (die deutschen Frauen) nun langsam alle zu Nutten werden…, daran müssen wir uns wohl auch gewöhnen!
    Wer A sagt, der muss auch B sagen!
    Hauptsache unsere Frau Roth kann noch unangetatscht und unbeschimpft durch Berlin laufen. Man braucht sie ja noch!
    Und sie braucht die angeblichen „Opfer“!

  36. „Mit welchem Budget arbeiten Sie?“ (Friedman, so nebenbei beim Frauenverein)

    (Nach mehreren Nachfragen dann, dauerte etwsa) „Ungefähr 450000 kostet die Qualifikation von 38 Frauen.“ Sagt die deutsche Sozialarbeiterin.

    P.S. War nicht Frau Kelek, wie Herr Friedman sagte, die die sexuelle Revolution des Islam gefordert hat – war Frau Ates. Die sich jetzt zurückgezogen hat, wegen Bedrohung. Und DAS widerspricht allem, was ich vorher gesagt habe – Friedman guter Journalist und so. DAS sollte man wissen als Journalist.
    Nehme alles zurück und weiß gar nix mehr.

  37. Für die zukünftige Entwicklung der BRD hatt Sarrazin auf alle Fälle Gutes getan, die Meinugen schweifen endlich mal und sind nicht mehr so starr…!!!

    Gruß

  38. O.T.

    Der Chef der Britischen National Partei, Nick Griffin (MEP), gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments, war am 22.October 2009 Gast bei der BBC-Show „Question Time“.

    Er wurde vor dem Sendegebäude und im Studio massiv von Moslems und Multi-Kulti-Fanatikern attackiert.

    http://www.bnp.org.uk/

    http://www.news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/8319596.stm

    Die BNP wird als rassistisch und faschistisch verleumdet. Aber — wir kennen die Masche der Ökofaschisten, Gulagkommunisten und Multi-Kulti-Irren. Wir beobachten das täglich auch in unserem Lande.
    _________________

  39. Nick Griffin, gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments und Chef der Britischen National Partei, war Gast bei der BBC-Sendung „Question Time“.

    Vor dem Sendegebäude und im Studio wurde er von Moslems, Ökofaschisten, Gulagkommunisten und Multi-Kulti-Irren heftig bedrängt.

    Hier bei Interesse eine Aufzeichnung der BBC und weitere Nachrichten rund um das Ereignis….

    http://www.bbc.co.uk/questiontime/

    http://www.bnptv.org.uk/

  40. Manche Artikel von Gudrun Eussner sind ganz gut, andere wiederum – nichts als unsäglich blödes Geschwafel. So wie der hier.
    Wäre das, was sie über Friedmanns „Absichten“ schreibt, zutreffend, müsste ich Friedmann die Hand schütteln. Und der Vergleich mit Mermet und Müch ist abwegig bis zum Schwachsinn.

  41. #53 jhunyadi

    Im Großen und Ganzen ist es immer lohenswert, auf dem Blog von Gudrun Eussner zu stöbern. Für die Islamkritik unseres Sprachraumes ist die Journalistin aus Perpignan wirklich unverzichtbar.

    Dieser Beitrag hier löst bei mir allerdings noch keine Erleuchtung aus, ich werde ihn aber heute Abend noch ein zweites mal lesen und mit Freunden besprechen und dann auf ihrer (wie gesagt) äußerst informativen Homepage spazieren gehen.

  42. Dass sich die globalisierungskritische Szene, namentlich ein attac-Gründer anti-israelisch äußern (und sich von der demokratiebedrohenden Scharia nicht distanzieren) ist immer der Rede wert.

    Attac und organisierter Antisemitismus, linke Kapitalismuskritik und Islambeschwichtigung: eine Angelegenheit, die es weiterhin zu verfolgen gilt …

    „it’s worth keeping an eye on, affaire à suivre …“

  43. Lumpenjournalismus? Von Friedman, der doch einen Bruder hat, der in Israel lebt, hätte ich allerdings erwartet, daß er über den Islam, seine Ziele und Methoden genau Bescheid weiß. Aber der unbändige Drang, den verhaßten deutschen Gojim endlich wieder was am angeblich so fremdenfeindlichen Zeuge flicken zu können, hat ihn völlig blind gemacht, blind für den Wortlaut der Äußerungen Sarrazins und erst recht blind für die bundesdeutsche und europäische Realität. Die Erkenntnis, daß die in Deutschland/Europa lebenden Juden mit den dortigen Gojim in ein und demselben Boot der Bedrohung durch die unsere Verfassungen unterwandernden und uns aus ihren Gegengesellschaften heraus attackierenden Moslem sitzen, wäre ihm/Frau Knobloch u.a. allzu schrecklich; für die sind in alle Ewigkeit die Deutschen das „Tätervolk“, für irgendwelche anderen Täter ist in ihrer Vorstellungwelt überhaupt kein Platz. Da rennt Friedman mit dem Interview der hier etwas leistenden Ausländer lieber sperrangelweit offene Türen ein und präsentiert Denke von vorgestern. Vielleicht ist Herr Friedman kein journalistischer Lump, der absichtlich verzerrend darstellt, sondern ein Opfer seines überkommenen Denkens, das sich auf die heutige Realität einfach nicht einstellen kann. Von dieser seiner Sendung war ich jedenfalls sehr enttäuscht, da hätte ich mir mehr Vernunft und Realitätssinn erwartet.

  44. Nirgends ist Michel Friedman gegen die Äußerungen des Thilo Sarrazin, in keinem Punkt. Er entlockt seinen Gesprächspartnern, die ihm weder intellektuell noch sprachlich gewachsen sind, die Beweise der Richtigkeit dessen, was Thilo Sarrazin in Klasse statt Masse äußert.

    Genau DAS hab ich in meinen Kommentaren zum PI-Artikel über diesen Friedman-Beitrag ebenfalls anklingen lassen. Das nenne ich „Propagandatechnik“ – das ist doch nicht schlecht:

    „Um etwas zu verändern, muss man MIT den Wolfen heulen, nur VIEL VIEL LAUTER.“ Bsp.:

    1. Sarrazin sagt, Moslems sind integrationsunwillig;
    2. ich empöre mich über diese Aussage soooo maßlos, daß die Presse aufmerksam wird
    3. ich beweise meine Empörung und widerlege Sarrazins Aussage, indem ich ein Musterbeispiel für moslemische Integration im TV bringe:
    ein Moslem, der seit 20 Jahren hier lebt, kein Wort Deutsch spricht, aggressiv gegen alle Deutschen hetzt, aussieht wie Taliban frisch aus Afghanisten, am besten noch vor laufender Kamera seine Frauen schlägt, noch niemals gearbeitet hat und trotzdem die neueste Mercedes S-Klasse besitzt.

    Frage:
    Wie würde so ein „Widerlegungsbeweis“ denn wirken?

  45. Friedman betreibt journalistische Kulturpädagogik.

    Er zeigt den Zuschauern, dass sich auch auf andere Art als der direkten Befragung oder der direkten Aussage Antworten finden lassen.
    Nämlich mit Umgangsformen, Stil und Klasse.

    Wer auf dem Klavier der Umgangsformen spielen kann, kann seine Gesprächspartner sehr leicht auf das Glatteis führen.

    Ich möchte das nicht weiter ausführen, aber Frau Dr. Eussner liegt mit ihrer Einschätzung dieses Interviewstils als „Lumpenjournalismus“ überwiegend richtig. Ganz so hart ins Gericht gehen möchte ich mit Herrn Friedman nicht, denn wenn ein bekennender Sezessionist die von Frau Dr. Eussner aufgezeigten Details nicht erkennt, dann ist der Interviewstil von Herrn Friedman offensichtlich angemessen gewesen. Denn dann hat er seine volle Wirkung entfaltet.

    Es scheint wohl wirklich so zu sein, dass man in die Oberschicht geboren sein muss, um die Oberschicht zu verstehen. Die kulturellen Feinheiten im zwischenmenschlichen Umgang lassen sich (wohl) leider später nicht mehr erlernen. Selbst für eigentlich sonst halbwegs intelligente Menschen.

    Sicher, man mag Herrn Friedman zu recht nicht mehr als Moralisten sehen und seinen Interviewstil daher eher in der von mir beschriebenen und von Frau Dr. Eussner als „Lumpenjournalismus“ bezeichneten Art einordnen. Also als gekonnte Anwendung überlegener Stilmittel zur Entlarvung der Interviewpartner.

    Dann bleibt nur ein Problem:

    Ist Herr Friedman dafür der Richtige?

  46. ATTAC, Mermet, Islam. Schreibt Gudrun Eussner, wer sonst:

    „ATTAC lädt … Tariq Ramadan als Redner … zum Europäischen Sozialforum [ESF], vom 12. bis 15. November 2003. … [Tariq Ramadan] erobert das ESF und die Globalisierungskritik und verwandelt das Forum in eines zur Durchsetzung des Islam in Europa: der islamische Bürger ist sein Ziel …“

    http://www.isioma.net/sds05803.html

  47. Islamisierung heißt Brutalisierung, da können wir (hoffentlich) nicht mithalten. Wir müssen Lichtjahre anständiger bleiben als die taqiyya-verlogenen Ayatollahs und Scheichs, nur so sind wir (schwierig genug) der Mehrheit ‚einleuchtend‘ (sobald wir nicht der Mehrheit einleuchtend sind, ist hier Kalifat, das gilt es zu vermeiden).

    Sicherlich kann auch die Provokation heilsam sein. Reines sensationelles Getöse aber zerstört die Ruhe zum Nachdenken, auf die es ankommt, und die Gegenseite wird nachrüsten.

    Sehr ethisch gesagt: Der Zweck heiligt eben NIE die Mittel.

    Insofern ist tricksendes Enthüllen zwar eine interessante und aufregende Sache, aber einem – unsere, – aufklärerischen, nüchternen Geist nicht würdig. Die Parteigänger Allahgottes werden immer mehr tricksen können als die freiheitlichen Demokraten, die werden bald die sensationelleren, aufregenderen Fernsehschows veranstalten.

    Friedmann täte besser daran, die koranisch legitimierte Polygamie, islamische Kinderheirat, islamische Zwangsverheiratung (wali mudschbir) und islamische FGM (Schafiiten) zu kritisieren.

    Jemanden ‚vorzuführen‘ ist unanständig und sollte ein zünftiger Schreiber oder gar Journalist nicht nötig haben. Wir brauchen eine hohe ‚handwerkliche‘ Ethik, die Nazis & Schariafreunde haben keine.

    Lumpig, in der Tat. Und unsere islamkritische Perspektive unglaubwürdig machend: ‚Ihr Islamkritiker wollt ja nur Türken vorführen, entblößen – also besser keine Islamkritik mehr.‘

  48. Übergeordnetes Fachgebiet: ‚Wie können wir die Demokratie gegen den Extremismus verteidigen, ohne selbst undemokratisch zu werden?!‘

    Think about freedom …

  49. #61 Jacques

    „Sehr ethisch gesagt: Der Zweck heiligt eben NIE die Mittel.

    Insofern ist tricksendes Enthüllen zwar eine interessante und aufregende Sache, aber einem – unsere, – aufklärerischen, nüchternen Geist nicht würdig.“

    Neee, Jaques, da widerspreche ich Dir absolut. Unser Zweck heisst FREIHEIT, und wir haben es mit einem Gegner zu tun, der vor keiner Verdrehung, vor keiner Verleumdung und keiner Lüge zurückschreckt. Das hier ist kein Spiel, es ist unser Kampf für die Freiheit Europas.
    Wenn Friedmann tatsächlich so wie beschrieben gehandelt und die Muslime in der beschriebenen Art und Weise vorgeführt haben sollte, dann hat er in keiner Weise „getrickst“, dann hat er die Muslime nur für sich selbst sprechen lassen – etwas anderes hat auch Geert Wilders in „Fitna“ nicht gemacht!
    Und dann muss ich meine Meinung über Friedmann total ändern. Dann ziehe ich den Hut vor ihm.

  50. Chapeau Dr. Eussner und Chapeau PI!!!

    Eine so messerscharfe Analyse der zwei Gesichter des Michel Friedmann habe ich noch nirgendwo anders gelesen.

    Besonders verwerflich daran ist die zu 100% gelogene, parteiergreifende Empörung über Sarrazin im Vorfeld.

    Deutlich ist zu erkennen, wie Friedmann selbst die edelsten moralischen Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft sinnentleert und sie zur eigenen Zielerreichung disponiert.

    Noch tiefer kann sich ein Mensch nicht mehr selbst herabwürdigen.

    Das tragische daran – Friedmann bedient damit das alte Klischee vom verschlagenen Juden und leistet so dem Antisemitismus in der Bevölkerung Vorschub.

    Meine Vermutung – auch das ist doppeltes Spiel. Auch das ist absichtliche Inszenierung um das rechtsextreme Spektrum zu nähren. Denn ohne rechte Bedrohung wäre die bequeme Opferrolle und die daraus abgeleiteten finanziellen Forderungen wohl erheblich schwerer zu argumentieren.

    Für diese Feststellung, die ja auch Ivan Denens unmißverständlich getroffen hat, wurde übrigens Möllemann öffentlich hingerichtet. Die Gutmenschen, die Schafe, merken ja gar nicht wie durchtrieben sie manipuliert werden.

    Um es einmal ein wenig prosaisch auszudrücken – sowohl der ostanatolische Moslem auf Hartz IV als auch Friedmann sind nichts weiter als Blutegel am fetten weißen Arsch der deutschen Leistungsgesellschaft.

    Der ungebildete Moslem wird dabei aber eher von einem dumpfen religiös-kulturell gespeisten Bauchgefühl getrieben, Friedmann hingegen von eiskaltem Intellekt.

    Ich möchte mich nicht dazu äußern, welche Motivation ich wohl als verwerflicher erachte.

  51. Ich muss ehrlich sagen, auf die Interpretation von Frau Eussner wäre ich Simpel nicht gekommen.
    Aber Lumpenjournalismus?
    Denn so betrachtet hat Friedmann denen ganz schön die Hose ausgezogen.

  52. Friedmann ist ein selbsverliebter Gockel, der glaubt, dass Eloquenz Intelligenz bedeutet.

    Es ist aber nicht so.

    Natürlich erfordert Eloquenz eine gewisse
    Intelligenz.

    Aber: Denken ist viel tiefer als Formulieren.

    Dieser Unterschied ist (nicht nur) Herr Friedmann nicht bewusst.

    Aber er ist zu bemitleiden, da das „Establishment“ ihn anhimmelt.

  53. #65 Freiheitskaempfer (23. Okt 2009 10:54)

    i>Deutlich ist zu erkennen, wie Friedmann selbst die edelsten moralischen Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft sinnentleert und sie zur eigenen Zielerreichung disponiert.

    So, und womit hat er die edelsten moralischen Grundpfeiler der deutschen Zivilgesellschaft sinnentlehrt ? Weil er gezeigt hat, wo die Intergrationsprobleme liegen, eben weil er die „Betroffenen“ auch auf ihre Defizite hingewiesen hat ? Zum Beispiel auch auf den Rassimus, der ja ohne Zweifel in dieser Gesellschaft besteht ?

    Das tragische daran – Friedmann bedient damit das alte Klischee vom verschlagenen Juden und leistet so dem Antisemitismus in der Bevölkerung Vorschub.

    Kann Friedmann etwas für dieses Klischeè oder ist es nicht so, daß egal wie oder wer von der Mehrheitsgesellschaft die im öffentlichen Leben stehenden deutschen Juden GANZ besonderer Beachtung zukommen lassen ? Lesen Sie einfach die Beiträge, in welchen ungehemmt über Kramer, Knobloch, Friedmann, Graumann gehetzt werden darf und welche Resonanz sie bekommen. Gerade erst zum heute eingestellten Beitrag Friedmann gegen Broder, dort sind innerhalb weniger Minuten bereits mehr als 80 Antworten zu verzeichnen, bei diesem Beitrag von Frau Dr. Eussner aber erst seit gestern 68 inklusive meinem.

    Meine Vermutung – auch das ist doppeltes Spiel. Auch das ist absichtliche Inszenierung um das rechtsextreme Spektrum zu nähren. Denn ohne rechte Bedrohung wäre die bequeme Opferrolle und die daraus abgeleiteten finanziellen Forderungen wohl erheblich schwerer zu argumentieren.

    Das ist eine perfide Vermutung, angesichts der politischen Brisanz und Lage, warum soll man Nazis fördern und provozieren, das linke Spektrum ist nicht weniger antisemitisch als das Rechte, der muslimische Judenhass omnipräsent!! Und glauben Sie, daß es Spaß macht, als Opfer zu fungieren, wäre es nicht wesentliche besser für ALLE, wenn es diese leider noch immer deutlich existierende Gesinnung nicht mehr geben würde ?

    Für diese Feststellung, die ja auch Ivan Denens unmißverständlich getroffen hat, wurde übrigens Möllemann öffentlich hingerichtet. Die Gutmenschen, die Schafe, merken ja gar nicht wie durchtrieben sie manipuliert werden.

    So, Möllemann wurde hingerichtet ? Woher wissen Sie das ? Möllemann war ein Antisemit und Judenhasser, das ist nicht nur mir bekannt, seine 18 % waren eine klare Aussage !

    Um es einmal ein wenig prosaisch auszudrücken – sowohl der ostanatolische Moslem auf Hartz IV als auch Friedmann sind nichts weiter als Blutegel am fetten weißen Arsch der deutschen Leistungsgesellschaft.

    Der ungebildete Moslem wird dabei aber eher von einem dumpfen religiös-kulturell gespeisten Bauchgefühl getrieben, Friedmann hingegen von eiskaltem Intellekt.

    Diese Aussage allerdings entlarvt allerdings Ihre Motivation, die sie angetrieben hat……und die ist nicht sehr ehrenhaft.

    Der Sache an sich, nämlich der Islamkritik und den Versuch diese zu ändern, tun sie allerdings keinen Gefallen, solche „völkischen“ Einstellungen hatten wir nämlich schon einmal.

  54. #57 Pythagoras (23. Okt 2009 07:07)

    Aber der unbändige Drang, den verhaßten deutschen Gojim endlich wieder was am angeblich so fremdenfeindlichen Zeuge flicken zu können, hat ihn völlig blind gemacht, blind für den Wortlaut der Äußerungen Sarrazins und erst recht blind für die bundesdeutsche und europäische Realität. Die Erkenntnis, daß die in Deutschland/Europa lebenden Juden mit den dortigen Gojim in ein und demselben Boot der Bedrohung durch die unsere Verfassungen unterwandernden und uns aus ihren Gegengesellschaften heraus attackierenden Moslem sitzen, wäre ihm/Frau Knobloch u.a. allzu schrecklich; für die sind in alle Ewigkeit die Deutschen das “Tätervolk”, für irgendwelche anderen Täter ist in ihrer Vorstellungwelt überhaupt kein Platz.

    Warum kommen Sie nicht ohne solche Vergleiche aus ? Was haben religiöse Dinge mit dieser Debatte zu tun ? Meines Erachtens hat Friedmann gerade in seinem Interview aufgezeigt, wo die Defizite für gelungene Integration liegen, hat den Rassimus der Einwandergesellschaft angesprochen, hat die Rückständigkeit aufgezeigt……

    Dies dann, (man muss ihn nicht mögen), aber über seine Religionszugehörigkeit und angeblicher Schuldzuweisung abzuwickeln, zeigt mir etwas ganz anders hier. Wenn die Juden euch wirklich so hassen würden, hätten sie gewiss andere Mittel…….Diese angeblichen Schuldzuweisungen kommen meist aus der extrem rechten Ecke und das ist bekannt, nur so kann man die Abneigung gegen die Opfer weiterschüren.

    Broders Worte:

    Eine neue Form von Antisemitismus macht sich breit.

    Eine versteckte und zumeist anfangend mit den Worten:

    Ich betrauere den ungeheuren und irreparablen Schaden, den das dritte Reich durch die Vertreibung und Ermordung der sich als Deutsche fühlenden jüdischen Intelligenz angerichtet hat. Allerdings weigere ich mich, als Vater in der Verantwortung vor meinen Kindern eine Kollektivschuld im Sinne der ewigen deutschen Schuld anzuerkennen. Andererseits bin ich stolz darauf, dass sich das deutsche Volk letztendlich uneingeschränkt zur Verantwortlichkeit für den Holocaust bekennt, anders als neuerdings der Staat Israel und die Mehrheit seiner Bürger zu der Diskriminierung und alltäglichen völkerrechtswidrigen Verbrechen an den Palästinensern.

    Der moderne Antisemit leugnet nicht den Holocaust, aber er benutzt ihn als Argument gegen die Juden. Zuerst ein wenig Trauer und Scham über die Ermordung von jüdischer Intelligenz, die sich als deutsch gefühlt haben (jüdische Arbeiter und Handwerker hatten natürlich nichts zu befürchten) dann aber ein grenzenloser Stolz auf die Verantwortlichkeit für den Holocaust.

    Das soll uns erst einmal einer nachmachen, diesen nahtlosen Übergang vom Brandstifter zum Feuerwehrmann, und während der Deutsche aus der Geschichte gelernt hat, und man nun endlich damit aufhören könnte, diesen gesamten Abschnitt immer wieder vorgehalten zu bekommen und man sich weigert und nicht mehr daran erinnert werden will, dass auch in Deutschland man für ca. 12 Jahre dem Aberglauben (man sei ein auserwähltes Volk) bis zur bitteren Neige gefrönt hatte, machen die Juden mit ihrem gefährlichen Aberglauben weiter und erzeugen durch ihre Arroganz einen Antisemitismus, den es eigentlich nicht mehr gibt, anstatt die Schuld dafür mitzutragen.

    Man ist gewissermaßen ein ehrbarer Antisemit, wenn man den Holocaust zwar nicht bestreitet, zugleich aber darauf hinweist, dass es die Juden sind, die durch ihr Verhalten die Antisemiten herausfordern. Man könnte diese heute weiträumig etablierte Argumentation auch einen „differenzierten Antisemitismus“ nennen, denn meist wird auch noch klar herausgestellt, dass man ja nichts gegen Juden hat und man sicherlich auch einige „gute Juden“ kennt…….

    Aber warum immer wieder die Juden ?? Warum nicht mal die Linkshänder, die Vegetarier, die Raucher oder die Surfer. Warum also immer wieder die Juden, sogar in Armenien, Japan und Zimbabwe, wo es praktisch keine Juden gibt ?

    Das ist nur auf den ersten Blick absurd, denn es sind die Antisemiten, die sich als Opfer der Geschichte fühlen, und sie werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen……….

    Es kommt also immer darauf an, wie man Antisemitismus definiert. Es ist schon seltsam; in einem Land, in dem die „Nürnberger Gesetze“ alle Variationen von Voll, Halb-, Viertel- und Achteljuden festlegten, indem „Rassenschande“ mit dem Tode bestraft wurde, indem Einstein und Freud zu der Gattung „Untermenschen“ gehörten, während Himmler und Heydrich aber die „Herrenrasse“ repräsentierten, in einem solchen Land mit solch einem Erbe tun sich auch heute noch Journalisten, Politiker und Wissenschaftler schwer, „Antisemitismus“ und „Antisemiten“ klar zu definieren, ja man muss wirklich genau hinhören und sauber differenzieren, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Wirklich „neu“ am „neuen Antisemitismus“ ist eben nicht, dass er auch ohne Juden auskommt, sondern das es faktisch keine Antisemiten gibt, die sich selbst als solche definieren und empfinden würden.

    Bezeichnend ist auch, was dabei NICHT ausgesagt wird, nämlich Israel, die Palästinenser und der Nahostkonflikt, das ist es nämlich, was den modernen Antisemiten (von denen die meisten noch nicht einmal wissen, wie man Dafour 🙂 schreibt) umtreibt – die Angst um den Frieden, das Mitgefühl mit den Palästinensern, die Sorge, die Juden könnten aus der Geschichte nichts gelernt haben.

    Über 60 % der Deutschen halten Israel für die größte Bedrohung des Friedens, da ist ein „ehrlicher Antisemit“ der die Juden einfach nur sche….. findet, ein richtiger Lichtblick im Zwielicht der Heuchelei, denn das alte und neue Nasenbohrer die Juden nicht mögen ist vollkommen normal und kann von daher nur diejenigen überraschen, die den Antisemitismus für eine Nebenwirkung bei übertriebenen Alkoholgenuss halten……

  55. Das ist hier einer der besten Kommentar-Threads der letzten Jahre.

    Selten so gute Leserbeiträge gelesen – Danke 🙂

  56. Mit Herrn Friedmann würde ich gerne
    eine Partie Schach spielen !
    Diese Sendung war großartig und hatte
    sehr hohen Unterhaltungswert ! 🙂 🙂 :0

    Türken-Louis

  57. *****Newsticker*****
    Human Rights Watch hat Klage gegen sämtliche Polizisten eingerecht.
    Begründung:
    Polizisten tragen Waffen und benutzten somit die selben Werkzeuge wie Kriminelle. Damit sind sie Verbrecher.
    Der designierte Bundesinnenminister De Maiziere konnte noch kein Konzept vorstellen den entstandenen Personalverlust auszugleichen. Trotz mehrfacher Aufrufe in den Medien sind derzeit noch keine Bewerbungen eingegangen. Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Notfallplan.
    ********************

  58. @#73 Freiheitskaempfer

    Hey Zahal, kleiner fetter Troll, zieh weiter. Bei mir gibt’s kein Futter.

    Aufruf zu einer Döner-Spendenaktion für Freiheitskämpfer. Der Arme ist schon ganz gefrustet.

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