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Martinssingen: Türken passen sich an

Der Brauch des Martinssingens geht mancherorts mit der freundlichen Angewohnheit einher, den Kindern an der Haustür Süßigkeiten zu überreichen. Es ist somit eine der deutschen Leitkultur entsprungene Tradition, die nun eine fünfköpfige Bande von Türken zum Anlass genommen hat, die eigenen Adaptionsfähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich an den sozialen Beziehungen der Einheimischen zu beteiligen.

Die bereitwillig zum Verteilen von Süßigkeiten geöffneten Eingangstüren zweier Wohnungen aus Bielefeld nutzten fünf Türken zwischen 13 und 15 Jahren dazu, sich des Süßigkeitenvorrats der überrumpelten Hausherrinnen zu bemächtigen. Das sind aber nicht die einzigen Räuber, die sich an der Tradition des Martinssingens bereichern möchten.

Die GEMA, die sich an der Bereicherung gleichfalls beteiligen will, hat es allerdings eher auf klingende Münze abgesehen und will künftig für Liedtexte und Noten Lizenzgebühren verlangen.

Wenn also beide Seiten aufeinander zugehen, dann klappt das mit der Integration.




Bürgermeister will Problemfamilien rauswerfen

Wim CornelisDer Bürgermeister des niederländischen Städtchens Gouda, Wim Cornelis (Foto), will ganze Problemfamilien für immer aus seiner Stadt verbannen. Gouda wird schon jahrelang vom Straßenterror von marokkanischen Jugendlichen geplagt. Auch vergangene Woche wurden zum wiederholten Male Bewohner von 12-Jährigen aus dieser Volksgruppe mit Eiern und Blumenzwiebeln beworfen.

(Übersetzung des Algemeen Dagblad-Artikels „Ik zet de Marokkaanse asogezinnen Gouda uit“)

Nach Bürgermeister Wim Cornelis verweigern die Familien die Mitarbeit, um das Betragen ihrer Kinder zu verbessern. Die Probleme werden ignoriert, obwohl auf den Straßen Vandalismus, Überschreitung des Lärmpegels und Misshandlungen stattfinden. Der Bürgermeister spricht von mindestens 20 Problemfamilien innerhalb Goudas.

Der Vorschlag vom Minister für innere Sicherheit, Ivo Opstelten, den Jugendlichen an bestimmten Stellen Platzverbot zu erteilen, geht Cornelis nicht weit genug. „Es besteht ein hartnäckiger Kern, der sein Betragen niemals ändert. Das sind Familien, die den Ernst der Situation nicht erkennen, oder sich weigern, Hilfe anzunehmen.“

Cornelis schlägt vor, Problemfamilien aus anderen Städten auszutauschen. Man kann nicht alles über Bord werfen, aber so holt man sie aus ihrer gewohnten Umgebung, und mit intensiver Hilfe lässt sich viel ändern.

Der Bürgermeister ist der Meinung, dass die Probleme, gegen die Gouda schon jahrelang kämpft, nicht anders gelöst werden können. Und stellt symbolisch die Frage: „Müssen wir ihnen die Hände abhacken oder sie sogar exekutieren? Wir werden keine Möglichkeit auslassen.“

(Übersetzung: Günther W.)




Die seltsamen Verbindungen des Imams Idriz

Die seltsamen Verbindungen des Imams IdrizDer Focus beschäftigt sich in seiner aktuellen Druckausgabe intensiv mit Imam Bajrambejamin Idriz aus Penzberg (Foto r.), der in seinem Bemühen, Nichtmuslimen einen „modernen europäischen Islam“ schmackhaft zu machen, ein weiteres blitzsauberes Eigentor geschossen hat. Denn er propagiert auf seiner Internetseite einen gewissen Prof. Husein Djozo als „Pionier islamischer Reformen“ in Bosnien und Herzegowina.

Der Focus ist nun den Spuren dieses Professors gefolgt und stieß auf einen Sumpf aus Judenhass, Waffen-SS und Naziverherrlichung. In dem Artikel mit dem Titel „Hitler? Ach so“ wird wahrhaft Erschreckendes zu Tage gefördert (Fotos von PI eingefügt):


Hitler? Ach so

Benjamin Idriz, Imam von Penzberg, beruft sich für seinen Reformislam auf einen Imam und Hauptsturmführer der Waffen-SS.

Er ist das freundliche Gesicht des Islam. Wenn Politik oder Kirche zum interreligiösen Dialog aufrufen, fehlt Imam Idriz selten. Benjamin Idriz, 38, gilt als weltoffener, aufgeklärter Muslim. Die Aktivitäten des von ihm geleiteten Islamischen Zentrums im bayerischen Penzberg werden reihum gelobt – obwohl der bayerische Verfassungsschutz Idriz‘ Gemeinde wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Aktivitäten beobachtet. Demnächst will Idriz in München ein „Zentrum für Islam in Europa“ eröffnen samt Moschee und Imam-Akademie. Der Stadtrat, einschließlich der CSU, unterstützt das Großprojekt. Seltsam nur: Ein wichtiger Vordenker des umtriebigen Imams war Hauptsturmführer der Waffen-SS, Kriegsteilnehmer auf dem Balkan und Judenhasser.

Die Rede ist von Hussein Djozo (1912- 1982), einem Militärimam von Hitlers Gnaden in der sogenannten „Handschar-Division“ der Waffen-SS. Djozo nimmt in Idriz‘ Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam eine zentrale Rolle ein. Er nennt ihn einen „Pionier islamischer Reformen in Bosnien und Herzegowina“. So steht es auf der Homepage des Islamischen Forums Penzberg unmittelbar über Idriz‘ Aufsatz zur „muslimischen Geschichte in Bosnien“. Dort ist Djozo mit einem Foto prominent vertreten. Laut Idriz, der aus Mazedonien stammt, ist der Bosnier Djozo „ein Vorreiter für ein ausgeprägtes und konsequentes Reformschema“ in der muslimischen Welt. Dank der von Djozo gegründeten ersten islamischen Wissenschaftsfakultät in Bosnien seien „die Reformideen weit und effektiv verbreitet“ worden. Im neuen, von Idriz mitherausgegebenen Sammelband „Islam mit europäischem Gesicht“ beruft sich Idriz abermals auf Djozo. Dessen Arbeiten seien „wegweisend“ für die „progressiveren Kräfte“. Auch in seinem für Ende November angekündigten Buch „Grüß Gott, Herr Imam!“ lobt Idriz Djozo.

Komplett ausgeblendet wird die Begeisterung Djozos für den Nationalsozialismus. In enger Zusammenarbeit mit dem Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, einem fanatischen Judenhasser, beteiligte Djozo sich am Versuch, eine nationalsozialistisch-muslimische Allianz zu bilden.

Heinrich Himmler, Chef der SS, war überzeugt: Das Deutsche Reich und der Islam „haben dieselben Ziele“ – so Himmler im Januar 1944.

Divisionsimam Djozo formulierte diese Ziele 1943 in einem Beitrag für die „Handschar“-Zeitschrift: Europa müsse von seinen „Feinden“ mit Hilfe der SS befreit werden, konkret von den Juden, den Freimaurern, den Kapitalisten und Kommunisten. Leicht, so Djozo, werde das nicht, aber „die SS wird eine bessere Zukunft für Europa bauen“. Djozos Aufruf gibt der US-amerikanische Historiker George Lepre in seinem Buch über „Himmler’s Bosnian Division“ wieder.

Auf dem Balkan sollte die „13. Waffen-Gebirgs-Division der SS“, die nach dem arabischen Wort für Krummdolch benannte „Handschar“, diese „Befreiung“ vorantreiben. Im April 1941 hatte Jugoslawien rasch vor den Hitler-Truppen kapituliert. Die Nationalsozialisten riefen den „Unabhängigen Staat Kroatien“ aus. Um den Widerstand der kommunistischen Partisanen zu brechen, legten die SS-Leute eine große Brutalität an den Tag. George Lepre rechnet allein für die Operationen zwischen Juni und August 1944 mit mehreren tausend getöteten Aufständischen und einigen hundert Toten auf nationalsozialistischer Seite. Auch gegen die Zivilbevölkerung wurde gewütet.

Die „Handschar“ sollte nach Himmlers Vorstellung eine rein muslimische Division sein. Faktisch zählten zu den rund 20 000 Soldaten auch etwa 2800 Katholiken. Da sie in der Minderheit waren, blieb der Modellcharakter der Division für eine weltweite nationalsozialistisch-muslimische Allianz gewahrt. Zur Schulung des geistlichen Personals gründete die SS im brandenburgischen Guben ein Imam-Institut. Bei dessen Eröffnung am 21. April 1944 sprach erst der Großmufti von Jerusalem, dann Militärimam Djozo.

Großmufti Al-Husseini, hier bei einer Rede vor Imamen 1943 in Babelsberg.

Mufti al-Husseini erklärte, die Muslime würden keinen besseren Verbündeten finden als das Deutsche Reich, und das nationalsozialistische Deutschland habe „keinen loyaleren Freund als die Muslime“. Djozo, der das Institut leitete, schloss sich an: Das Institut werde die „freundlichen Bande zwischen der islamischen Welt und dem nationalsozialistischen Deutschland weiter stärken“. Die Imame seien bereit, „unsere größten Anstrengungen auszuweiten, um die Neue Ordnung zu verwirklichen“ – das von den Nazis beherrschte Europa also. Im Dezember 1943 hatte Djozo auf Deutsch an Himmler geschrieben, „uns Muselmanen“ sei es eine Ehre, „unser Leben im Kampfe für den großen Führer Adolf Hitler und das Neue Europa“ einzusetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Djozo kein Philosemit. Er verbüßte wegen Kollaboration mit den Nazis eine fünfjährige Gefängnisstrafe. Danach wandte er sich dem Studium des Korans zu, ohne seine alten Abneigungen ganz abzulegen. Wie die serbische Schriftstellerin Zeni Lebl in ihrem 2003 publizierten Buch über Al-Husseini schreibt, trafen sich der antisemitische ehemalige Jerusalemer Großmufti und sein bosnischer Bewunderer Anfang Oktober 1968 erneut. Auf der vierten islamischen Konferenz in Kairo mit Würdenträgern aus 34 Ländern wurde laut Lebl ein Aufruf verabschiedet, wonach Jerusalem im „heiligen Krieg“ von den Juden zu „befreien“ sei. Djozo versprach „im Namen der jugoslawischen Muslime“, durch Freiwillige und durch Spenden zum „Sieg des Dschihad im Nahen Osten“ beizutragen.

Kann Husein Djozo, wie es im von Idriz herausgegebenen Sammelband über den Islam der ehemalige Kölner Imam Dzevad Hodzic´ tut, für ein „authentisches Leben“ gepriesen werden? Ist Djozos „Reformschema“, auf das sich Idriz beruft, durch die Mitwirkung am nationalsozialistischen Vernichtungszug kontaminiert?

Auf Nachfrage erklärt Benjamin Idriz, seine Wertschätzung Hussein Djozos beruhe auf dessen religiösen Reformschriften, wie sie von den 1960er-Jahren an entstanden seien. Damals hätten konservative Gelehrte Djozo angefeindet, weil er den Islam so modern auslegte. Im Übrigen sei Djozos Reformbemühung für ihn, Idriz, eine Inspiration, Djozo selbst aber kein Vorbild. Die Verstrickung des jungen Djozo in den Nationalsozialismus sei ihm bisher unbekannt gewesen.


Soweit der Focus. Ab hier wird es aber erst so richtig spannend. Denn die Behauptung von Idriz, über die Vergangenheit Djozos im Nationalsozialismus nichts gewusst zu haben, ist mehr als abenteuerlich. Denn Idriz hat in diesem Jahr ein Buch mit dem Titel „Islam mit europäischem Gesicht – Perspektiven und Impulse“ herausgegeben, in dem Husein Djozo und sein Gedankengut auf 13 Seiten ausführlich dargestellt werden.

Gleich auf der ersten Seite der Ausführungen über Djozo steht geschrieben:

Während des Zweiten Weltkrieges diente er als Imam auf Seiten der deutschen Besatzung, weshalb er von der kommunistischen Militärmacht zu fünf Jahren Haft und zu fünf Jahren Verlust der Ehrenrechte verurteilt wurde.

Eine solche Strafe setzt natürlich mehr als nur die bloße Mitgliedschaft in der Wehrmacht voraus, das müsste eigentlich jedem klar sein. Dass Djozo Hauptsturmführer der SS war und das von Himmler gegründete Institut Guben leitete, in dem Imame für die Handschar-Division ausgebildet wurden, ist in dem Buch „Himmler’s Bosnian Division“ des Historikers George Lepre aus dem Jahr 1997 ausführlich beschrieben.

Auf diesem Foto ist er beispielsweise mit dem Großmufti al-Husseini und dem Generalleutnant der Waffen-SS Karl-Gustav Sauberzweig vor Hakenkreuz- und SS-Flaggen zu sehen. In einem Brief an den SS-Reichsführer Heinrich Himmler vom 6.12.1943 schrieb Imam Djozo:

„Ich erachte es daher für meine Pflicht, im Namen der Imame dieser Division sowie im Namen von Hunderttausend Armen aus Bosnien dem Reichsführer unseren Dank auf die Art auszusprechen, indem ich unsere aufrichtigste Bereitschaft ausspreche, unser Leben im Kampfe für den großen Führer Adolf Hitler und das Neue Europa einsetzen zu wollen.“

Diese Zuneigung beruhte wohl auf Gegenseitigkeit, denn Heinrich Himmler hielt am 28.1.1944 eine Rede vor Leitern des Rassepolitischen Amtes, in der er mitteilte:

„Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion“.

Und am 11. Januar 1944 sagte er vor der Führung der 13. SS-Gebirgsdivision:

„Es war doch klar: Was sollte denn die Muselmanen in Europa und in der ganzen Welt von uns trennen? Wir haben gemeinsame Ziele. Es gibt keine solidere Grundlage für ein Zusammenleben als gemeinsame Ziele und gemeinsame Ideale. Deutschland hat seit 200 Jahren mit dem Islam nicht die geringste Reibungsfläche gehabt. Deutschland, das Reich und seine maßgebenden Führer waren in den vergangenen zwei Jahrhunderten nicht aus Zweckmäßigkeiten, sondern aus Überzeugung Freunde des Islams.“

Die ideologischen Ähnlichkeiten zwischen Islam und Nationalsozialismus haben wir ausführlich in unserem vor kurzem veröffentlichten Artikel über Erdogan und seine Weltmachtsphantasien dargelegt.

Infos über die SS-Vergangenheit Djozos sind auch reichlich im Internet zu finden. Bei vojska.net beispielsweise findet sich unter der Rubrik „2. Weltkrieg in Jugoslawien“ die Namensliste der 13. Waffen- Gebirgsjägerdivision SS-Handschar. An fünfter Stelle ist Husein Djozo aufgeführt.

• Sulejman Alimajstorovic, born 1913, Medical detachment
• Hasan Bajraktarevic, born 1919, Sarajevo, 27th Regiment
• Bubalo, Military Police
• Osman Delic, born 1919, Tuzla, 1st Battalion/27th
• Husein Dozo, born 1912, Goražde, 28th Regiment

Auf der wohl rechtsradikalen Seite „Der Freiwillige“ ist zu lesen, dass Djozo durch „einige antisemitische, antikapitalistische und antikommunistische Reden und Schriften“ bekannt wurde. Außerdem schien sich Djozo ganz schnell auch dem kommunistischen System windschnittig angepasst zu haben. So arbeitete er für Tito als Dolmetscher bei dessen Reisen in die arabische Welt. Das passt zu dem Prinzip des „Idschtihad“, das er befürwortete und das in Idriz’ Buch auf Seite 257 in der Legende beschrieben ist:

Zur Auslegung der Quellen (Koran und Sunna) sind grundsätzlich zwei Wege vorgesehen: die Bezugnahme auf früher getroffene Rechtsentscheidungen und darauf basierende Ableitung und die selbstständige Auswertung der Quellen auf Grundlage veränderter Umstände und eigener Kompetenz.

Dieses Prinzip der flexiblen Auslegung der Quellen aufgrund „veränderter Umstände“ erklärt, dass sich Djozo problemlos erst an die Nazi-Ideologie und anschließend nahtlos an den Kommunismus anschmiegen konnte. Heutzutage würde er sich mit der gleichen Skrupellosigkeit an die regierenden demokratischen Politiker heranrobben, um dem Islam zu einer Ausdehnung seiner Macht zu verhelfen. Und Imam Idriz sieht diesen gewissenlosen Opportunisten als Vorbild an – was für eine Inspirationsquelle für die europäische Zukunft…

Äußerst aufschlussreich ist es auch, dass dieser Imam Djozo, der sowohl rechtsradikale als auch linksradikale Affinitäten hat, für die heutigen bosnischen Muslime „prägend“ ist, wie der Theologe Dr. Hansjörg Schmid, Referent an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem Schwerpunkt christlich-islamischer Dialog, in seinem Aufsatz „Brücke zur islamischen Welt -Was die bosnischen Muslime modellhaft macht“ schreibt:

Prägend für die heutige Generation bosnischer Muslime ist der Reformtheologe Husein Djozo (1912-1982), dessen Anliegen eine zeitgemäße und traditionskritische Islaminterpretation war: „Selbst wenn es sich um dasselbe Problem handeln würde, nur in einer anderen Zeit und unter anderen Umständen, gäbe es zwei verschiedene Lösungen und Anwendungen. Es ist unmöglich, zu welchem Problem auch immer eine endgültige konkrete Lösung zu bieten und darüber das letzte Wort zu sagen. (Izabrana djela, Bd. 1.: Islam u vremene, Sarajevo 2006, 358). Wenn sich die heutigen Vordenker des bosnischen Islam mit dem Verhältnis von Islam und Europa befassen, greifen sie dabei mehr oder weniger auf Djozos Leitprinzip zurück.“

Bei Imam Idriz entpuppt sich nicht nur sein von ihm benutzter Vorname „Benjamin“ bei näherem Betrachten als vorgetäuschter Schein. In Wahrheit heißt er laut Eintrag im Penzberger Telefonbuch Bajrambejamin, was sich in deutschen Ohren eben nicht ganz so nett und sympathisch anhört. Das größte Problem, das ganz Deutschland tiefste Sorgen bereiten sollte, ist sein Plan, ein „Zentrum für Islam in Europa in München“ zu bauen. Und das auch ganz ohne Skrupel mit dem Geld aus arabischen Golfländern, die sich ja nicht unbedingt durch religiöse Toleranz und freiheitlich-demokratische Gesinnung auszeichnen.

Über Bajrambejamin Idriz lässt sich viel schreiben. Bei diversen Veranstaltungen, die die PI-Gruppe München besuchte, hat sich jedes Mal ein Sumpf aus Lügen, Verdrehungen und Verfälschungen ergeben, wenn Idriz kritisch über den Islam befragt wurde. Bei der Stadtversammlung der Münchner Grünen im April dieses Jahres kam er besonders ins Schwimmen, da er bei diesem Publikum offensichtlich keine Kritik erwartet hatte. Und so sprach er nachweislich bei drei ganz entscheidenden Punkten klar die Unwahrheit. So log er, in Sure 4:34 stünde gar nicht, dass Männer ihre Frauen bei Widerspenstigkeit schlagen dürften. Er behauptete, dass es in der „richtigen Übersetzung“ von Mohammed Asad anders dargestellt sei. Die Wahrheit ist allerdings schnell festgestellt, denn in dieser Koranausgabe steht:

„And as for those women whose ill-will you have reason to fear, admonish them (first), then leave them alone in bed, then beat them.“

Beat them – schlagt sie! Und so ist es auch in allen anderen Übersetzungen zu finden. Idriz ist aber offensichtlich so auf die Verharmlosung des Islams getrimmt, dass er auch die klarsten Fakten zu vernebeln versucht. Auf den bosnischen Großmufti Mustafa Ceric angesprochen, der die „Verpflichtung auf die islamische Scharia“ als „immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“ bezeichnete, flunkerte er, dass Ceric die Scharia „nur als die Verbindung zwischen Gott und Mensch, das elementare Glaubensbekenntnis zu Gott“ sehen würde. Aber dieser Mustafa Ceric hat die Scharia in diesem Artikel für „European View“ als genau das bezeichnet, was sie ist, nämlich das islamische Recht:

Diese einheitliche Muslim-Autorität solle auf den drei Grundpfeilern des Islam fußen. Nämlich auf Aqidah (dem Glauben), auf der Scharia (dem islamischen Recht) und auf dem Imamat, wohinter die Vorstellung steht, dass die Menschen von religiösen Führern geleitet werden sollen. Die Scharia ist die Basis, von der aus alle Muslime in allen Generationen das Recht und die Pflicht haben, über gut und böse, richtig und falsch zu urteilen, im Kontext von Zeit und Raum und in Übereinstimmung mit den eigenen Erfahrungen.

Es geht munter weiter: Geldgeber für die Moschee seiner wunderbar offenen, toleranten und liberalen Islamischen Gemeinde Penzberg ist mit drei Millionen Euro der Scheich Sultan bin Mohammad al-Qassimi vom Emirat Schardscha, das konservativste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate, da es noch weitgehend das religiös legitimierte, unabänderliche Gesetz des Islams, die Scharia einhält. Es verfügt z.B. immer noch über ein strenges Alkoholverbot auch für Ausländer. Dieser Scheich al-Qassimi hat auch die Moschee in Cordoba finanziert, die der islamistischen Vereinigung der Murabitun zugerechnet wird. Idriz behauptete, dass er die Murabitun nicht kennen würde. Nun, der deutsche Ableger dieser Murabitun ist die 1995 gegründete „Islamische Gemeinschaft in Deutschland / Weimar-Institut“ mit Sitz in Erfurt. Die Führung des Weimar-Instituts gibt die deutschsprachige Publikation “Islamische Zeitung” (IZ) in Potsdam heraus. Der IZ-Herausgeber Andreas Abu Bakr Rieger ist Mitglied im Islamrat.

Und genau dieser islamischen Zeitung hat der „liebe Herr Idriz“ – wie die IZ schreibt – Ende April ein interessantes Interview gegeben. Diese vertraute Anrede deutet darauf hin, dass hier ein freundschaftliches Verhältnis besteht.

Bei einem weiteren Zusammentreffen bei einer „Dialog“-Veranstaltung in Penzberg versuchte er einer Fragestellerin durch ständige Gegenfragen den Antworten zur Scharia aus dem Weg zu gehen. Dieser Imam, der an dem islamistischen Institut Château Chinon ein Fernstudium belegte, ist bei weitem nicht der harmlose Vertreter eines „friedlichen, toleranten und modernen Euro-Islam“, als den ihn alle naiv hoffenden Gutmenschen dieses Landes, angefangen von der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger über den evangelischen Landesbischof Johannes Friedrich bis hin zum kompletten Münchner Stadtrat, der die Pläne zum „Zentrum für Islam in Europa“ kritiklos unterstützt, gerne sehen wollen.

Hochinteressant sind auch die Bücher in der Bibliothek der angeblich der Modernität verpflichteten Moschee in Penzberg. Dort wird offensichtlich auch Sayyid Qutb eifrig studiert. Dessen Buch „Zeichen auf dem Weg“ gibt es in den Regalen gleich zweimal:

Qutb kann als geistiger Führer der Muslimbruderschaft betrachtet werden. Der deutsche Ableger der Muslimbruderschaft ist die Islamische Gemeinschaft Deutschland. Idriz behauptet, keinen Kontakt mehr mit dieser zu haben, was der bayerische Innenminister Herrmann als Lüge betrachtet. Idriz sah sich zur Distanzierung von manchen islamischen Organisationen genötigt, was ihn aber offensichtlich nicht davon abhält, die Literatur von Theoretikern des Dschihad zu verbreiten, die im Falle des Qutb hinsichtlich des Antisemitismus der Waffen-SS in nichts nachsteht. Insofern schließt sich der Kreis zu Djozo.

Sayyid Qutb wurde in Ägypten mehrfach inhaftiert und letztlich zum Tode durch Erhängen verurteilt. Das in Penzberg geführte Buch „Zeichen auf dem Weg“ wurde in Ägypten interessanterweise verboten. Wikipedia liefert folgende Informationen über Sayyid Qutb:

Am 8. Oktober 1954 scheiterte ein angeblich durch Muslimbrüder geplantes Attentat auf Nasser, wobei ein Anhänger der Muslimbruderschaft festgenommen wurde. Nasser ließ die Organisation zerschlagen, zahlreiche Aktivisten wurden verhaftet und gefoltert, darunter auch Qutb. Das Urteil für Qutb, gefällt am 13. Juli 1955, lautete auf 25 Jahre Zwangsarbeit. Diese musste er anfänglich in einem Staatsgefängnis in Tura und dann in einem Gefängniskrankenhaus verbringen. Zu dieser Zeit erhielt er die Möglichkeit zu schreiben. Seine Werke Fi zilal al-Qur’an (Im Schatten des Koran) und Ma’alim fi-t-tariq (Zeichen auf dem Weg) entstanden während seiner Haftzeit. Letztgenannte Schrift konnte in ersten Entwürfen erstmals 1962 einem größeren Kreis bekannt gemacht werden. Qutb wurde 1964 durch die Intervention des irakischen Präsidenten, der damals auf Staatsbesuch in Ägypten weilte, aus dem Gefängnis entlassen. Sein Buch „Zeichen auf dem Weg“ wurde veröffentlicht, jedoch von der Zensur verboten, wieder zugelassen und nach der fünften Auflage erneut verboten. Nach einer erneuten Anklage und einem Gerichtsverfahren verurteilte man ihm zum Tod durch Erhängen. Das Urteil wurde am 29. August 1966 vollstreckt.

Noch erschreckender liest sich die Analyse des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes:

Der Ägypter Sayyid Qutb (1906-1966) gehört zu den einflussreichsten islamistischen Denkern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Qutb war zunächst Schriftsteller und Literaturkritiker, wandelte sich aber nach einer USA-Reise Anfang der 50er Jahre zu einem scharfen Kritiker westlicher Lebens- und Ordnungsmodelle und entwickelte einen radikalen islamischen Gegenentwurf dazu. (…)Qutb war zunächst Schriftsteller und Literaturkritiker, wandelte sich aber nach einer USA-Reise Anfang der 50er Jahre zu einem scharfen Kritiker westlicher Lebens- und Ordnungsmodelle und entwickelte einen radikalen islamischen Gegenentwurf dazu. Ziel des Kampfes sei die Errichtung einer göttlich legitimierten Herrschaft. Die Muslime, die sich nicht dieser Weltsicht anschließen wollen, einschließlich der Herrscher in der islamischen Welt, werden zu Ungläubigen erklärt, die bekämpft werden müssen.

Qutbs Werke werden bis heute vielfach als Argumentationshilfen für den militärischen Kampf gegen als ungerecht empfundene Systeme gelesen und rezitiert. Seine Schriften stellen daher einen entscheidenden Schritt auf dem Weg hin zum gewalttätigen Islamismus dar und seine Ideen haben bis heute großen Einfluss auf zahlreiche Anhänger der islamistischen Bewegungen.

Und von diesem Hetzer stehen gleich zwei Bücher in der Penzberger Moscheebibliothek. Eine Gemeinde, die immer als Paradebeispiel für gelungene islamische Integration genannt wird. Und die auch hochaktiv bei der Verbreitung verharmlosender Islam-Propaganda ist. Am kommenden Samstag beispielsweise findet im Gymnasium Geretsried bei München wieder eine solche Veranstaltung statt, bei der den Bürgern mit ziemlicher Sicherheit die Fata Morgana der „Religion des Friedens“ vorgegaukelt werden soll. Gönül Yerli, die Frau des Vorsitzenden der Islamischen Gemeinde Penzberg, hat zusammen mit ihren islamischen Brüdern und Schwestern ein ganzes Jahr Vorbereitungszeit benötigt, um den Besuchern in Vorträgen zu bezeichnenden Themen wie „Fakten zum Islam“; „Die Kreuzzüge“; „Die Stellung der Frau im Islam“; „Gegenseitige Provokationen“; „Integration und Chancengleichheit“; „Das Gebet“ und „Die Moschee – Gotteshaus des Islam“ nun vermutlich gehörig das Hirn zu waschen.

Um 13 Uhr beginnt am Samstag dann eine Podiumsdiskussion mit der Bundesjustizministerin sowie Gönül Yerli, Rainer Öchslen (Evangelische Kirche) und Andreas Renz (Erzbistum München-Freising). Da haben sich dann wieder einmal die üblichen Islam-Verharmloser, mit denen wir schon einschlägige Erfahrungen sammeln durften, zu einem unkritischen Stelldichein versammelt. Man sollte zumindest der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Vorfeld einige Information aus diesem Artikel zukommen lassen, mit welcher Islamischen Gemeinde sie es dort zu tun hat.

» sabine.leutheusser-schnarrenberger@wk.bundestag.de

Auch die Münchner CSU freut sich sicher über Zuschriften bezüglich ihrer Unterstützung des „Zentrums für Islam in Europa in München“. Bei den anderen Parteien dürfte jeglicher Versuch zur Aufklärung aufgrund ideologischer Blockiertheit ohnehin zwecklos sein.

» muenchen@csu-bayern.de

(Text: Michael Stürzenberger / Video: Robert Markus / Fotos: Roland Heinrich – PI-Gruppe München)




Pakistan: Christin soll am Galgen baumeln

Asia BibiIn Pakistan hat eine junge Christin (Foto) getan, was PI-Leser täglich tun: Sie hat den edlen Propheten Mohammed kritisiert – sie soll sogar Jesus über Mohammed gestellt haben. Zur Strafe für diesen Frevel soll sie am Galgen hängen, nachdem sie bereits seit über einem Jahr im Gefängnis sitzt. Zunehmend werden Christen weltweit diskriminiert und verfolgt, auch in anderen arabischen Ländern, insbesondere im Irak.

Die Welt schreibt über die zum Tod wegen Mohammed-Lästerung verurteilte fünffache Mutter Asia Bibi:

Frau Bibi sitzt seit dem Juni vergangenen Jahres im Gefängnis. Sie war von der lokalen Polizei zunächst in eine Art Schutzhaft genommen worden, nachdem ein Mob, darunter auch islamische Geistliche, ihren Tod gefordert hatte. Vorangegangen war, laut „Telegraph“, einige Tage zuvor ein Zwischenfall bei der gemeinsamen Feldarbeit mit anderen Frauen. Bibi war losgegangen, um Wasser zu holen. Mehrere Frauen weigerten sich, laut dem Bericht des Telegraph, das Wasser zu trinken, weil es aus den Händen einer Christin komme und somit „unrein“ sei. Der Vorfall sei bereits fast vergessen gewesen, bis einige Tage später der Mob auftauchte. …

Shahzad Kamran vom der Organisation Sharing Life Ministry, bestätigte, dass Frau Bibi von dem Mob beschuldigt wurde, schlecht vom Propheten Mohammed gesprochen zu haben. Die Blasphemie-Anzeige sei von den Polizisten, die sich zu ihrem eigenen Schutz in Haft genommen hätten, daraufhin routinemäßig aufgenommen worden. „Der Prozess hätte – eigentlich – ein eindeutiges Ergebnis gehabt: Sie war unschuldig und hat die inkriminierten Worte nicht gesagt.“

Pakistans Blasphemiegesetz wird häufig missbraucht, um religiöse Minderheiten – neben Christen vor allem Hindus – zu diskriminieren. Wie der Telegraph schreibt, ist in Pakistan noch nie jemand wegen Blasphemie hingerichtet worden, die meisten Verurteilten wurden von Appellationsgerichten freigelassen. Allerdings wurden etwa zehn jenes Vergehens angeklagte Menschen im Gefängnis ermordet. Möglicherweise deshalb befindet sich Frau Bibi seit über einem Jahr in Isolationshaft.

Christliche Minderheiten zum Verschwinden bringen, falsch Anklagen und Ermorden lassen ist auch im Irak voll trendy. Erst gestern erschütterte Im Irak eine Serie von Anschlägen auf Wohnbezirke der christlichen Minderheit Bagdad.

Bei einer Anschlagsserie gegen Christen in Bagdad sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, explodierten in der Früh innerhalb von einer Stunde elf Sprengsätze in überwiegend von der christlichen Minderheit bewohnten Bezirken der irakischen Hauptstadt. Mehr als 20 Menschen erlitten nach Angaben der Sicherheitskräfte Verletzungen.

Ziel der islamischen Terroristen ist, die Christen endgültig zu vernichten oder zu vertreiben. Nicht nur im Irak und in Pakistan – weltweit.

» Spiegel: Christin soll am Galgen sterben

(Danke allen Spürnasen)




Erdogan wechselt obersten Religionswächter aus

Ali Bardakoglu (l.) geht, Mehmet Görmez (r.) kommt.Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat überraschend seinen obersten Religionswächter ausgewechselt. Nachfolger des bisherigen Chefs der Religionsbehörde Diyanet, Ali Bardakoglu (l.), soll der bisherige Vizechef Mehmet Görmez (r.) werden. Laut der türkischen Zeitung Milliyet missfiel der islamisch-konservativen Regierung, dass Bardakoglu das Kopftuch-tragen nicht als Pflicht ansah.

Die WELT berichtet:

Die Zeitung schrieb, Bardakoglu habe der Regierung im Kopftuch-Streit eine klare Position verweigert, indem er erklärte, das Kopftuch sei für muslimische Frauen keine religiöse Pflicht, sondern eine persönliche Entscheidung. Alkohol hatte er zwar als Sünde im religiösen Sinne bezeichnet, „egal ob am Steuer eines Autos oder in den Bergen“. Allerdings sei es eine politische Frage, in welchen Situationen der Genuss von Alkohol auch eine Straftat sei. Zudem ging er zuletzt auf Distanz zur Politik. „Ich habe bis heute an keinem Empfang teilgenommen“, sagte er.

Der türkische Staatsminister Faruk Celik bestritt, dass Bardakoglu entlassen worden sei. Die Regierung habe ihn immer mit Respekt behandelt. Allerdings kündigte er dem Zeitungsbericht zufolge „radikale Veränderungen“ in der Behörde an.

Die laizistische Opposition wirft der Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, eine schleichende Islamisierung der Türkei zu betreiben. Das lange heftig umstrittene Kopftuchverbot in Hochschulen ist zuletzt aber deutlich aufgeweicht worden.

Ob die EU-„Eliten“ jetzt endlich aufwachen?

(Danke allen Spürnasen)




DIE FREIHEIT in Hessen

V.l.n.r.: Jörg Bader, René Stadtkewitz, Sabine Merkelbach und Marc Doll.Nur 12 Tage nach der Gründung der Partei DIE FREIHEIT machten sich der Bundesvorsitzende René Stadtkewitz und sein Stellvertreter Marc Doll auf den Weg nach Hessen. In der Goethe-Stadt Wetzlar beauftragten sie die bisherige Stadtverbandsvorsitzende der FDP Herborn, Sabine Merkelbach und den bisherigen stellvertretenden Kreisvorsitzenden der FDP Lahn-Dill, Jörg Bader, die Gründung eines Landesverbandes Hessen vorzubereiten.

Merkelbach und Bader, die in zahlreichen Fachausschüssen, bis hin zum Bundesfachausschuss für „Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie“ der FDP tätig waren, sind letzte Woche mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern pressewirksam aus der FDP ausgetreten.

In einem mehr als vierstündigen Gespräch über die politische Situation in Deutschland kamen sie sehr schnell zu der Erkenntnis, dass es hohe Schnittmengen gibt und man die gleichen Visionen von einer neuen Politik zum Wohle der Menschen in Deutschland hat.

So stimmten alle vier Gesprächspartner darin über ein, dass es dringend geboten ist, dem Volk mehr Mitspracherecht bei wichtigen politischen Entscheidungen zu geben. Eine Politik der Bevormundung und weiteren Entmündigung der Bürger wollen alle Gesprächspartner nicht länger mittragen. Volksentscheide auf Bundesebene seien genauso wichtig und richtig, wie eine Direktwahl des Bundespräsidenten.

Die Gesprächspartner stimmten weiter darin überein, dass die unkontrollierte Zuwanderung, insbesondere aus islamisch geprägten Ländern, zu Integrationsproblemen geführt hat, die offen ausgesprochen und angegangen werden müssen. Integration ist eine Bringschuld der Immigranten. Alle Kosten müssen von ihnen selbst getragen werden. Die Einwanderung in unsere Sozialsysteme muss ein Ende haben.

Darüber einig waren sich auch alle Anwesenden, dass es Steuervereinfachungen und Steuersenkungen für die Bürger geben muss. Zur Gegenfinanzierung sind alle Subventionen auf den Prüfstand zu stellen. Mit einer echten Finanzreform könnte nicht nur die Einkommenssteuer erheblich gesenkt, sondern zahlreiche Steuern, wie z.B. die Gewerbesteuer, Kfz-Steuer und Grunderwerbssteuer schlicht und einfach abgeschafft werden. Die holprigen und teils hilflosen Bemühungen der derzeitigen Bundesregierung seien eine Ohrfeige für jeden, der sie gerade deshalb gewählt hat.

Alle vier stimmten aber auch darin überein, dass das im Grundsatzprogramm genannte „Workfare-Konzept“ ein wichtiger Ansatz ist, die Voraussetzungen für eine Rückkehr oder überhaupt erst einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Der Staat kann es sich nicht länger leisten, auf der einen Seite viele Menschen auszugrenzen und in „Hartz IV“ abzuschieben, während immer weniger die hohen finanziellen Lasten schultern sollen, und gleichzeitig auf der anderen Seite Infrastrukturen wie Straßen, Schul- oder Verwaltungsgebäude, zunehmend verfallen. So sollen statt Transferleistungen künftig früheren Langzeitarbeitslosen nach diesem Konzept eine würdige Arbeit entsprechend ihrer Fähigkeiten angeboten werden. Es soll sich dabei um Arbeit handeln, die Bund, Länder, Kommunen gemeinsam aushandeln. Durch würdige Arbeit wird ein neues Selbstwertgefühl und gesellschaftliche Anerkennung erlangt und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft entgegengewirkt.

„Man kam sehr schnell zu der Erkenntnis, dass es hohe Schnittmengen gibt und man die gleichen Visionen von einer neuen Politik zum Wohle der deutschen Bürger und der Bundesrepublik hat“, erklärte Merkelbach auf der anschließenden Pressekonferenz. Beide bekundeten, dass sie diese Herausforderung gerne im Sinne der gemeinsamen politischen Ziele und Visionen annehmen. Als erstes sollen die organisatorischen Voraussetzungen für eine Geschäftsstelle geschaffen werden. Danach werde man sich mit der Vielzahl der Interessenten in Hessen in Verbindung setzen, um damit die Grundlage für die Gründung des Landesverbands Hessen zu schaffen.

Merkelbach wies darauf hin, dass sie am 21. Jahrestag des Mauerfalls stolz und glücklich sei, dass sich gerade am 9. November Menschen aus Ost und West als Bürger eines vereinten und freien Deutschlands treffen. „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Verbrechen des SED-Unrechtsregimes nie in Vergessenheit geraten und dass in unserem Land jegliche Form von Totalitarismus nie wieder die Oberhand gewinnt“, so Merkelbach. Herzlich dankte Stadtkewitz den früheren FDP-Kollegen für ihr Mitwirken. „Vor uns liegt ein hartes Stück Arbeit. Nach diesem Gespräch bin ich davon überzeugt, mit Frau Merkelbach und Herrn Bader fachlich kompetente und engagierte Bürger gewonnen zu haben, mit denen wir gemeinsam unsere Freiheit verteidigen werden“, betonte Stadtkewitz abschließend.

» Sabine Merkelbach
Frühere Funktionen und Aufgaben: FDP-Ortsvorsitzende Herborn, Mitglied im Bezirksvorstand Mittelhessen, stellv. FDP-Kreisvorsitzende FDP Lahn-Dill, Mitglied im Landesfachausschuss „Wirtschaft, Steuern und Finanzen“.

» Jörg Bader
Frühere Funktionen und Aufgaben: Stellv. Kreisvorsitzender FDP Lahn-Dill, Mitglied im Bundesfachausschuss „Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie“, Mitglied im Landesfachausschuss „Internationale Politik“, Mitglied im Landesfachausschuss „Forschungs-, Technologie und Umweltpolitik“.

(Pressemitteilung der Partei DIE FREIHEIT)




PI wird sechs

PI wird sechsHeute vor sechs Jahren ging PI online, nachdem wenige Tage zuvor Theo van Gogh auf offener Straße ermordet worden war, weil er es gewagt hatte, seiner Sichtweise Ausdruck zu verleihen. Dennoch widmete sich der erste Beitrag damals am 11.11.2004 um 9.55 Uhr dem Abschalten des von Spiegel online betriebenen „Bush-Messers“, mit dem die Wahlchancen von John Kerry gegen George W. Bush hochgejubelt wurden und dessen Prognosen sich als falsch herausstellten. Es war bei diesem und allen anderen von uns aufgegriffenen Themen von Anfang an unser Bestreben, eine andere Sichtweise als die der Mainstream-Medien zu vertreten und eine zunächst leise, aber dank unserer Leser immer lauter werdende Stimme für die politisch Inkorrekten zu werden.

Wie beim „Bush-Messer“ von Spiegel online haben wir solche und andere Berichterstattungen der MSM aufgegriffen und ihr unsere eigene Sichtweise entgegen gesetzt. Der sich über die Zeit einstellende Erfolg hat uns darin bestätigt, dass eine andere Stimme in der Medienlandschaft bitter notwendig war und auch immer noch ist.

Doch unser Erfolg ruht nicht nur auf einer einseitig ausgerichteten Medienlandschaft, sondern vor allem auf den Schultern all derer, die PI zu dem gemacht haben, was es ist: Das größte deutschsprachige Polit-Blog. Das Team, das dies ermöglicht hat, hat über die Jahre immer wieder Veränderungen erfahren. Gleichgeblieben ist über die ganze Zeit aber, dass es ohne die ehrenamtliche und unermüdliche Mitarbeit vieler Beteiligter nicht möglich gewesen wäre und auch weiterhin nicht möglich sein wird.

Der 11.11. und damit der offizielle Beginn der Karnevalssaison ist dabei zufällig das Geburtsdatum dieses Blogs. Dennoch hat das Datum insofern seine Berechtigung, als es uns daran erinnert, dass wir trotz des uns antreibenden Ärgers über die aus unserer Sicht falsche Politik, voreingenommene und an einem selbst erteilten Erziehungsauftrag ausgerichtete Berichterstattung den Humor nicht zu kurz kommen lassen sollten. Dieser Humor trägt auch zu einer unaufgeregten Sicht auf uns selbst bei, die von unseren Lesern und teilweise von unseren (externen) Kritikern angeregt wurde. Manchmal sind wir über das Ziel hinausgeschossen, manchmal haben wir aber auch die Themen nicht hart genug aufgegriffen und nicht selten wird von verschiedenen Seiten beides gleichzeitig behauptet. Wir wollen auch weiterhin kritisch die „Qualitätsmedien“ begleiten. Aber eigene Berichterstattung von, mit und durch unsere Leser und Teammitglieder soll auch künftig breiten und womöglich noch größeren Raum einnehmen.

Um unser aller Freiheit weiterhin zu befördern, werden wir auch künftig dem treu bleiben, was seit sechs Jahren unser Motto ist und in unseren Leitlinien zum Ausdruck kommt: News gegen den Mainstream • Proamerikanisch • Proisraelisch • Gegen die Islamisierung Europas • Für Grundgesetz und Menschenrechte

Wir laden alle ein, uns dabei zu begleiten!

(Video: DieRealität, Musik: Kutless – „Loud“)




Die Wut der Bürger

Der deutsche Michel läßt sich von seinen gewählten Volkszertretern längst nicht mehr alles gefallen. Die Schulreform in Hamburg wurde erfolgreich gekippt und auch bei anderen Themen gehen die Menschen immer öfter auf die Straße. Das dieser Umstand auch einen politischen Wandel zur Folge haben wird, vermutet jetzt sogar ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Grünen.

In einem lesenswerten Artikel berichtet die taz:

Wütende Bürger

Leute betreiben öffentlich Affektabfuhr, und schon werden sie zum neuen politischen Subjekt erklärt. Dirk Kurbjuweit inszenierte den „Wutbürger“ für den Spiegel, die Süddeutsche Zeitung umkreiste das Phänomen und berichtete vom „Siegeszug der Wut-Literatur“. In demonstrativ postideologischer Manier wird dabei kein Unterschied zwischen Wut nach oben (Bahnhofsbauer) und Wut nach unten (Migranten) gemacht.

Die ganze „Debatte“ also ignorieren? Jetzt findet sich aber in dem kürzlich erschienenen Essay „Müdigkeitsgesellschaft“ des südkoreanischen Philosophen Byung-Chul Han eine Passage, die nahelegt, dass sich mit der Ankunft des Wutbürgers doch mehr ändern könnte als gedacht. Folgt man Han, ist die Wut nämlich ein anachronistischer und ebendeshalb utopischer Affekt. Er schreibt: „Im Zuge einer allgemeinen Beschleunigung und Hyperaktivität verlernen wir auch die Wut. Die Wut hat eine besondere Temporalität, die sich mit der allgemeinen Beschleunigung und Hyperaktivität nicht verträgt. Diese lässt keine temporale Weite zu. Die Zukunft verkürzt sich zur verlängerten Gegenwart. Ihr fehlt jede Negativität, die den Blick auf das Andere zuließe.“ Und weiter: „Die Wut stellt dagegen die Gegenwart ganz in Frage.“

Han verdrängt allerdings, dass sich „Negativität“ im politischen Raum allzu oft als Ressentiment gegen „die da oben“ äußert; erinnert sei nur an die rechtspopulistische Wählervereinigung „Bürger in Wut“ (BIW). Trotzdem glaubt er daran, dass die Wut eine geradezu subversive Antihaltung ist: „Die Wut ist ein Vermögen, das in der Lage ist, einen Zustand zu unterbrechen und einen neuen Zustand beginnen zu lassen.“ Er scheint keine Zweifel an der politischen Produktivität der Wut zu haben.

Bei Interesse bitte hier weiterlesen…




Angriff: Diesmal noch Ketchup für OB Sauerland

Die Menschen sind nicht nur in der Stadt Duisburg sehr wütend. Auch dreieinhalb Monate nach der Loveparade-Tragödie sind alle Verantwortlichen unbehelligt in Amt und Würden. Sogar der Polizeibericht wird mittlerweile unter Verschluß gehalten. Den angestauten Unmut bekam jetzt einer der Hauptverantwortlichen, Totalausfall Adolf Sauerland (CDU), zu spüren.

Die BILD berichtet:

Ketchup-Anschlag auf Duisburgs OB Sauerland
Noch immer gibt es offenbar Protest gegen Duisburgs OB Adolf Sauerland. Nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten wird der CDU-Politiker bei öffentlichen Auftritten immer wieder ausgebuht.

Jetzt allerdings wurde er tatsächlich angegriffen – ein Mann bewarf ihn mit Ketchup. Der OB war von oben bis unten mit der Tomaten-Masse beschmiert. Sauerland wollte gerade einen neuen Marktplatz im Duisburger Stadtteil Rheinhausen einweihen.

Sofort schritt die Polizei ein, aber Sauerland hielt die Beamten zurück: Er machte direkt klar, dass er auf eine Strafanzeige verzichten wird.

Polizeisprecher Ramon van der Maat (51): „Es ging bei dem Marktplatz-Termin auch um die neue Verkehrsführung, deshalb haben Beamte teilgenommen. Nachdem der Mann Herrn Sauerland mit Ketchup bespritzt hat, sind die Kollegen sofort eingeschritten und haben die Personalien des Mannes festgestellt. Da Herr Sauerland aber keine Anzeige erstatten wollte, konnten wir auch nichts unternehmen.“

Die Polizei nahm anschließend nur noch die Personalien des Werfers, Rolf K., auf. Sauerland hatte seine Rede bereits abgeschlossen, er brachte den Rest der Veranstaltung dann auch zu Ende.

Nachdem OB Sauerland nun seine Pensionsansprüche gesichert hat, wäre es vielleicht an der Zeit, zu gehen…

(Herzlichen Dank allen Spürnasen)