Muammar al-Gaddafi regiert Libyen seit 42 Jahren. In dieser Zeit reiste der Diktator ungestört ins Ausland und empfing in Tripolis alle möglichen westlichen Staatsgäste, speziell nachdem er dem Terrorismus irgendwie abgeschworen zu haben schien. Es gibt auf unzähligen Fotos Händeschütteln und Umarmungen mit Chirac, Sarkozy, Berlusconi, Blair und Brown, Obama, Gerhard Schröder etc., und noch im November 2010 war auch Westerwelle bei ihm. Das Foto spricht ebenfalls für sich.

Dann folgte im Februar dieses Jahres ein Stammesaufstand, der Westen ließ Gaddafi innerhalb weniger Tage fallen und überzog ihn sechs Wochen später mit Krieg. Nach weiteren zwei Monaten folgte ein Haftbefehl gegen Gaddafi vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zwischenzeitlich brandschatzen und plündern seine Gegner mit Billigung des Westens die eroberten Gebiete. Was nach ihrem Endsieg folgt, kann man sich schon jetzt ausmalen.

Ganz ähnlich verlief die Geschichte in Tunesien und Ägypten. Innerhalb weniger Tage wurden dem jahrzehntelang regierenden Regime das Vertrauen des Westens entzogen, die Bankkonten gesperrt, auch in der Schweiz, was die WELTWOCHE ebenfalls kritisierte, und wie kleine Kindlein jubelte unsere Presse und Politik irgendwelchen oppositionellen Demonstranten zu, von denen man gar nichts wußte.

Daß wir gegen Tyrannen sind, steht auf einem anderen Blatt und ist natürlich lobenswert. Wenn aber einer glaubt, eine solch sprunghafte Politik flöße irgendwo auf der Welt irgendwem Vertrauen in den Westen ein, dann ist er schief gewickelt.

Dasselbe betrifft den Panzer-Deal mit Saudi-Arabien. Da möchten manche – Baring nannte sie im Fernsehen Simpel – jetzt schon wissen, was in zwanzig Jahren dort sein wird und lehnen den Handel ab. Das ist unmöglich, und wenn man die Außenpolitik des Westens anschaut, die sich innerhalb einer Woche um 180 Grad drehen kann, mehr als lächerlich.

Wir hätten uns einem demokratischen Umsturz in irgendwelchen Ländern selbstredend nicht in den Weg gestellt, aber der irrwitzige Versuch, sich vom Ausland her liebedienerisch an die Spitze eines Aufruhrs setzen zu wollen, ist mehr als kontraproduktiv. Und was ist nun mit Syrien, mit Bahrein, mit dem Jemen undundund? In der FAZ kam vor zwei Tagen ein Interview mit einem ägyptischen Politologen namens Soltan. Der letzte Satz darin:

Der Nahe Osten hat seine Illusionen über den Westen verloren.

Und was die Aussichten des Islams bei der „Arabellion“ angeht, sagte er:

Der Islam als Teil der Identität wird künftig mehr zur Gestaltung des öffentlichen Raums beitragen – als Folge der immer wichtigeren Rolle der Massen, die von islamischen Werten und der Kultur durchdrungen sind. Auch in Ländern mit einer tiefgehenden Modernisierung, etwa Tunesien, wird es schwieriger werden, islamische Werte herauszufordern. Viele der Errungenschaften des vergangenen halben Jahrhunderts können aber beibehalten werden. In Gesellschaften, in die Modernisierung nicht so tief vorgedrungen ist, werden wir eine stärkere Islamisierung des öffentlichen Lebens sehen, etwa in der Gesetzgebung, im Erlauben und Verbieten bestimmter Praktiken, im öffentlichen Diskurs.

Auch die ZEIT fragt sich inzwischen, was vom arabischen Frühling übrig ist. Klares Denken von Anfang an und konsistentes Handeln wäre vorzuziehen. Wir sollten unsere Interessen verläßlich an die erste Stelle setzen. Stattdessen agieren wir unberechenbar und verschenken dann Milliarden für ein miserables Resultat.

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50 KOMMENTARE

  1. Ich frag mich ob es einem Europäischen Land genauso ergehen würde, wenn das Volk auf einmal gegen den €uro und die Diktatur der EU aufbegehren würde. Mit Sicherheit nicht.

  2. Die vermeintlich „gutmenschliche“ Politik ist ein erbärmliches Gefeilsche um Macht, Geld und Vorteile.

    Beim Eintritt in die Parlamente steht an der Garderobe ein Schild mit der Aufschrift: Mäntel, Jacken, Gewisschen und Anstand sind hier abzugeben“

    Dazu passt ein Beitrag von einem Mitkommentator, welcher etwas Licht auf die Machenschaften der Politik wirft, hier sind NATO und die moralsche Instanz UN am Pranger.

    #28 widerstand (14. Jul 2011 00:01)

    Jetzt gerade im ZDF:

    ZDFzoom
    Blutige Geschäfte
    Auf den Spuren des Organhandels im Kosovo

    “Zwölf Jahre nach dem Ende des Kosovokrieges verdichtet sich ein fürchterlicher Verdacht. Im Sommer 1999 könnte ein unglaubliches Kriegsverbrechen statt gefunden haben, das bis heute nicht aufgeklärt wurde.

    Der Sonderberichterstatter des Europarats, Dick Marty, wirft der Befreiungsarmee des Kosovo, der UCK vor, damals Hunderte serbischer Zivilisten entführt zu haben, um sie zu töten und ihre Organe zu verkaufen……….

    Die Vereinten Nationen stoppten vor Jahren die Untersuchungen in diesem Fall. Die bis dahin gesammelten Beweismittel wurden vernichtet…….. “

    Mehr Text:
    http://zoom.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8251831,00.html

    stream:http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1385252/ZDFzoom-Blutige-Geschaefte#/beitrag/video/1385252/ZDFzoom-Blutige-Geschaefte

  3. #1 FeuerHoden (14. Jul 2011 15:57)

    Mit Sicherheit gäbe es Repressalien.

    Wie war das noch, als Österreich „nicht EUdSSR-konform“ wählte?

    Wie ist das jetzt aktuell bei den Dänen?

    Was passiert, wenn wirtschaftliche Repressalien nicht mehr reichen, wenn sich ein Volk auch noch gegen die „Rechtsprechung“ der EUdSSR-Gerichte aufleht und deren „Urteile“ ignoriert, wird sich noch zeigen müssen.

  4. Die EU macht sich außenpolitisch doch eh nur lächerlich und die USA mindestens seit Obama auch. Und die USA müssen die Leute wenigstens ernstnehmen, da sie dir ne Rakete per Drohne in den Allerwertesten schiessen können. Den EU-Nationen geht hingegen nach zwei Wochen Krieg die Munition aus. In Peking grinst man sich dabei einen ab.

    Inkompetente Politiker nutzen schon seit Jahren Verteidigungs- und Außenpolitik nur als Profilierungsspielwiesen und haben keinerlei Horizonte, die über ihren Parteitag und die nächste Wahl hinausgehen. Und dann lassen sie sich natürlich auch zum Spielball diverser Einflüsterer machen, hohe Beamte, Berater aller Art usw.

    Eine große, aber gleichzeitig realistische, Strategie gibt es nicht. Wenn von strategischen Dingen gesprochen wird, geschieht dies zumeist nur im realitätsfernen Vakuum und in der Form von leeren Visionen über die man woanders längst spottet.

  5. Mutmaßlicher türkischer Terrorist festgenommen

    Das Bundeskriminalamt hat in Köln einen 37-jährigen Türken gefasst. Ihm wird vorgeworfen, für eine linke terroristische Vereinigung Spenden gesammelt zu haben. Außerdem soll er eine Propagandazeitschrift vertrieben haben.

  6. Wir hätten uns unbedingt aus dem Krieg in Libyen heraushalten sollen. Was hat dieser Krieg uns denn bisher gebracht? Verschwendetes Militärmaterial, verschwendetes Geld, ein Tsunami an nicht-integrierbaren Maghrebiner, und ein riesiger Verlust an Ansehen in der Dritten Welt.

    Wir hätten die Verträge mit Gaddafi achten, Business machen as usual, und uns aus seinem Reich heraushalten sollen!

    Merkel macht nicht alles falsch, hier lag sie richtig!top

  7. Guten Tag,

    hier mal ein Paradebeispiel für Integrationsverweigerung sowie eine Bestätigung von Aussagen eines prominenten Anti-Dhimmi und erfolgreichen Buchautors.

    Eben jener Autor, äußert sich zu Recht über das niedrige Bildungsniveau der Integrationsverweigerer.
    Erstaunlicherweise kommt dieser Artikel von der Taz, die wohl Versucht haben dem Leser dieser „Migranten_innen sind doch nur Opfer der schlechten Integrationspolitik und können selber nichts für ihre Situation-Story“ die Tränen in die Augen zu treiben. Aber leider ist eben dieser Artikel ein tausendfaches Beispiel in Deutschland zum Thema – Integrationsverweigerung.

    Eigentlich sollte die Kopfzeile dieses Artikels so lauten:
    Integrationsverweigerung – Und was geht mich das an?

  8. Gamad Abdalgawad Soltan, Direktor der Denkfabrik des Ahram-Zentrums für politische und strategische Studien in Kairo äußerte sich am 12.7.2011 in eine Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die Frage, ob die ägyptische Parlamentswahl im September das Ergebnis haben wird, das die säkularen Aktivisten wollen, folgendermaßen:

    „Teilweise wird sie ein Ergebnis hervorbringen, wie es die Jugend vom Tahrir-Platz wollte. Zum größeren Teil wird es aber nicht das sein, wovon sie träumten. Alle Entwürfe eines neuen Wahlgesetzes, die zirkulieren, würden die traditionellen Kräfte, vor allem aus dem ländlichen Ägypten, in großer Zahl ins Parlament bringen. Als „unabhängige“ Kandidaten repräsentieren sie die lokalen Notabeln. Sie werden den größten Block im Parlament stellen, gefolgt von einem bedeutenden islamischen Block von vielleicht dreißig Prozent.“

    Das sagt alles. In Ägypten ist der Gottesstaat im Anmarsch.

    Dennoch gehen die naiven Vorstellungen (?) der deutschen Politiker in eine andere Richtung, nämlich in die einer Demokratie nach westlichem Vorbild.

    Wie kann man nur so blind sein. Genügt es nicht, die Realität der Islamisierung im eigenen Land zu leugnen bzw. weiter zu betreiben?

  9. Der Krieg gegen Libyen hat nur ein einzigen Grund: Die riesigen, unerschlossenen Ölfelder. Für den Westen war es bisher nicht lohnend, diese Felder auzubeuten, weil Gaddafi sehr hohe Steuern auf Exploration und Förderung verlangte. Die Chinesen aber waren dazu bereit. Und so mussten die grossen westlichen Ölfirmen wie BP tatenlos zusehen, wie sich die Chinesen in Libyen breit machten, ohne selbst zum Zug zu kommen. Das war Kriegsgrund Nr.1.
    Dazu hat Gaddafi den Fehler gemacht, der schon Saddam Hussein zum Verhängnis wurde: Er wollte den Öl-Dollar Standard kippen, für die USA ist das eine Todsünde. Das war Kriegsgrund Nr.2

    Libyen geht es von allen nordafrikanischen Ländern wirtschaftlich immer noch am besten. Gaddafi wollte einfach nicht, das sich grosse westliche Konzerne die libyschen Bodenschätze für ein Appel und ein Ei an Land ziehen. Und das ist sein Todesurteil.

    Dem Westen ist es völlig egal, ob er ein Islamist ist, ob der früher Bomben gebaut hat, ob der Terrorismus unterstützt oder Frauen vergewaltigt. Hier geht es nur um knallharte wirtschaftliche Interessen, alles andere ist drittrangig.

  10. „Der Nahe Osten hat seine Illusionen über den Westen verloren.“ Die Völker des nahen Ostens hatten mehrheitlich noch nie „Illusionen“ über den Westen. Mehrheitlich ist Neid, Verachtung und Hass die Einstellung zum Westen. Daran ändert auch der Panzerdeal mit Saudi Arabien kein Jota.

    Die Illusionen des Nahen Ostens sollte nicht unsere Politik bestimmen. Es muss eine Balance zwischen unseren berechtigten Interessen und unserem Wunsch nach Achtung der Menschenwürde in der Region austariert werden.

  11. In Gesellschaften, in die Modernisierung nicht so tief vorgedrungen ist, werden wir eine stärkere Islamisierung des öffentlichen Lebens sehen, etwa in der Gesetzgebung, im Erlauben und Verbieten bestimmter Praktiken, im öffentlichen Diskurs.

    Als wenn das den Unterschied ausmacht. Selbst die Türkei, als modernstes islamisches Land, islamisiert sich zunehmend.

    Unsere Politiker stehen den Diktatoren in keinster Weise nach. Sie haben bis heute nur besser verstanden, diesen Umstand zu kaschieren. Deutschland gibt sich beispielsweise nach außen als Rechtsstaat aus, obwohl zahlreiche Urteilssprüche rechtswidrig sind, dem Handeln von Unrechtsstaaten sehr nahe kommt.

  12. wenn man 1 und 1 zusammenrechnet, dann sieht man wie schmutzig,wie abartig und Menschenfeindlich Politik betrieben wird. Politik wurde, und wird nie im Interesse der Völker betrieben!!!!Die Gier, der schnöde Mammon, treibt die Politischen und Wirtschaftlichen Eliten in allen Zeiten, und es finden sich immer wieder willfährige Idioten welche die Richtigkeit beweisen wollen, um ihrer selbst Willen.
    Mein Gott,was haben unsere Eltern ,Grosseltern und Urgrosseltern alles auf sich nehmen müssen , bzw. werden heute noch beschimpft , nur um den wirtschaftspolitischen Interessen der Länder zu entsprechen,dessen Stern in der Zukunft hoffentlich bald erlischt.

  13. Interessanterweise ist gutmenschlich in Anführungszeichen gesetzt. Das könnte zum einen bedeuten, dass man diese Politik konkreter kritisieren könnte.

    Vielleicht bedeutet das aber auch, dass man keine Alternative zu dieser Politik formulieren kann?

    Man sollte m. E. nicht drum herum reden!

    Wie will man „mit“ seinem Todfeind eine realistische Außenpolitik betreiben?

    Im Prinzip ist der Westen dem Islam hilflos ausgeliefert. Er ist hilfloser denn je zuvor. Denn die Diktatoren, die für ihn die Gotteskrieger in Schach gehalten haben, sind gestürzt.

    Eine realistische Außenpolitik des Westens müsste die Anti-Zivilisation und religiös fanatische Barbarei des Islam ohne Wenn und Aber beim Namen nennen. Aber dann wäre jede internationale Zusammenarbeit mit islamischen Ländern unmöglich.

    Außer ganz radikalen Lösungen (die ich nicht weiter spezifizieren will) sehe ich keine Möglichkeit einer realistischen Außenpolitik gegenüber dem Islam. D. h. selbst wenn westliche Politiker eine korrekte Einschätzung der Lage hätten, hätten sie keine praktikablen Alternativen.

    Vor Jahren haben wir privat schon von der Errichtung von Schutzwällen um diese Länder gesprochen wohlwissend, dass das nicht möglich ist. Denn dann wäre kein Handel mit diesen Ländern mehr möglich.

    Ich habe auch nie den Optimismus von aufgeklärten Bekannten zu dieser Thematik hinsichtlich positiver Entwicklungen in Irak und Afghanistan verstanden. Ich habe immer versucht mit meiner realistischen Einschätzung zurückzustecken, aber (natürlich) immer Recht behalten.

    Vielleicht kann ja hier jemand alternative Vorschläge unterbreiten?

    Ich denke aber nicht!

  14. OT – Erinnert ihr euch noch an den Bericht über den Lehnert-Artikel im (Bundeswehr-unabhängigen) Marineforum? Lehnert ist Chef des IfS.

    http://www.pi-news.net/2011/07/ist-dieser-gorch-fock-artikel-wirklich-sexistisch/

    Die Bundeswehr folgt (wie es ihr Auftrag ist) der politischen Führung, würgt den Autor ab und droht mit Konsequenzen. Die Präsidentin der Münchner Bundeswehr-Universität, Merith Niehuss, teilt mit (auch die Erwähnung der JF beachten):

    Sehr geehrte Studierende, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität

    in der von unseren Studierenden herausgegebenen Zeitschrift Campus (01/11) ist auf Seite 27 eine Anzeige des “Instituts für Staatspolitik (IfS)” geschaltet. Dieses Institut wurde im Jahr 2000 durch Personen aus dem engsten Umfeld der “Jungen Freiheit” gegründet mit dem Ziel der Bildung “geistiger Eliten”. Es ist damit dem weiteren Bereich der sog. “Neuen Rechten” zuzuordnen. Die dort beworbene Schrift “Die Frau als Soldat” entspringt einer eigenen Veröffentlichungsreihe, wie ersichtlich.

    Weder die “Junge Freiheit” noch das “Institut für Staatspolitik” sind derzeit Objekt der Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Somit kann der Bezug der Schriften grundsätzlich jeder und jedem Einzelnen, auch jeder und jedem einzelnen Studierenden, nicht untersagt werden. Ich möchte dennoch darauf hinweisen, dass nach meiner Auffassung hier eine politische Nähe zum Rechtsextremismus nicht auszuschließen ist und dass diese Affinität zur “Neuen Rechten”, die mit der Schaltung der Anzeige in unsere Universität einzieht, eine politische Richtung auf den Campus bringt, die weder an der Universität noch auch im Bereich des BMVg hingenommen werden kann.

    Wenngleich die Universität die Meinungsfreiheit des Einzelnen als hohes Gut der Demokratie schützt und garantiert, sehen wir doch in einer Verbreitung dieses geistigen Gedankenguts einen potenziellen Herd für eine Näherung an den Rechtsextremismus, die wir schon im Grundsatz verhindern wollen. Somit wird jegliche weitere Werbung von Organen der”Neuen Rechten” hiermit untersagt.

    Ich weise auch darauf hin, dass der Bezug kostenloser Leseexemplare, der in der Anzeige beworben wird, dem “Institut für Staatspolitik” dazu dienen wird, Adressen von Beziehern der Schrift zu speichern.

    Bitte denken Sie über diese Entwicklungen nach!

    Mit den besten Grüßen
    M. Niehuss
    Präsidentin

  15. Herrlich wie hier mit dem Begriff „Gutmensch“ um sich geworfen wird es wen etwas geht was einem nicht passt. So kann man ein Feindbild aufbauen, so verliert man aber vorallem jeden Sinn für die Realität.

    Das Vorgehen des Westens ist rein interessengesteuert, mit gutmenschlichen Moralvorstellungen hat das nicht zu tun. Solange ein Tyrann wie Gaddafi ein Land fest unter Kontrolle hat und er bereit ist sein Land gegen die Interessen seines Volkes an den Westen zu verkaufen wird er hofiert, er bekommt Honig um den Mund geschmiert und alles in den Arsch geschoben was er sich wünscht, auch ein paar Waffen um die gegen die „bösen Terroristen“ zu Verteidigen, die seinen völlig legitimen Machtanspruch in frage stellen. Wen sich dann allerdings abzeichnet, das die Terroristen gewinnen könnten, ja dann muss man natürlich auf ein anderes Pferd setzten. Die jetzt Freiheitskämpfer gegen den jetzt bösen Diktator werden dann mit Waffen unterstützt um sie in ihrem völlig legitimen Freiheitskampf zu unterstützen. Man will ja gute Beziehungen (=gute Geschäfte) mit den neuen Machthabern aufbauen.

  16. Mehr arabische Migration wagen:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/Juwelier-verbietet-Marokkanern-den-Zutritt-id4871228.html

    Niederlande Juwelier verbietet Marokkanern den Zutritt

    Nimwegen. Immer wieder ist er überfallen worden. Jetzt hat ein Juwelier aus dem niederländischen Nimwegen genug: Er engagierte einen Sicherheitsdienst, der keine Marokkaner mehr in seinen Laden lassen soll.

    …..

    Warum wird ihnen der Eintritt in den Juwelierladen verweigert? Jos Kamerbeek sagt: „In den vergangenen zehn Jahren wurde ich achtmal in meinem Geschäft überfallen. Die Diebe waren immer marokkanisch-stämmige Jugendliche oder Menschen von den Antillen.“ Beim jüngsten Überfall, am 23. April, wurde Juwelier Jos Kamerbeek von einer Gruppe marokkanisch-stämmiger Jugendlicher brutal zusammengeschlagen. Seither ist er teilweise gelähmt und muss seine Kunden nun im Rollstuhl sitzend bedienen. Bei einem anderen der acht Überfälle, die er und seine Frau Margo durchgemacht haben, schossen die Diebe dem Juwelier in die Brust. Die Chirurgen der Nimweger Universitätsklinik retteten dem Juwelier durch eine Notoperation das Leben.

  17. Die, die unsere Feinde sind, werden in der Auffassung über uns bestärkt, die, die uns bisher für ihre Freunde gehalten haben, werden wissen, was sie von uns zu halten haben.

  18. @Sauerlaender (14. Jul 2011 17:17)
    . . . Dazu hat Gaddafi den Fehler gemacht, der schon Saddam Hussein zum Verhängnis wurde: Er wollte den Öl-Dollar Standard kippen, für die USA ist das eine Todsünde. . . .
    Das ist ja interessant – hierzu ein Griff in die Kiste:“ Zitate der Weltgeschichte“:
    “Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte.” *
    – Winston Churchill In seinen “Erinnerungen”

  19. #34 malleusmaleficarum + #16 Sauerlaender (14. Jul 2011 17:17) haben recht mit

    “ . . . Dazu hat Gaddafi den Fehler gemacht, der schon Saddam Hussein zum Verhängnis wurde: Er wollte den Öl-Dollar Standard kippen, für die USA ist das eine Todsünde. . . .“

    Kein
    Reiner Zufall,
    dass man auch dem Saddam Hussein nachsagte, er wolle Öl für Euro verkaufen.

    Da das Öl nur für Dollar gekauft werden darf, so frei ist der Welthandel und die Demokratie auf höchster Stufe, nehmen die USA nur für das Eintauschen des Geldes Geld ein, ohne dass ein Wert entstanden ist.

  20. Daß wir gegen Tyrannen sind, steht auf einem anderen Blatt und ist natürlich lobenswert. sagt Kewil

    Sind WIR das? Sicher nicht. Der „Westen“ lebt von den Tyrannen. Ohne sie wäre er bereits untergegangen. Millionen meinen, sie würden noch an der westlichen Zivilisation teilhaben,
    weil sie billigsten, von chinesischen Lohnsklaven hergestellten Billigschrott konsumieren und meinen ihr Geld wäre noch etwas wert. Ihre tägliche Wahrheit beziehen sie aus einem ratenfinanzierten Großbildfernseher der Kommunisten und ihren Billigfraß kaufen sie in Supermärkten und verfetten daran. Wären WIR gegen Tyrannen, könnten die Saudis ihre Panzer aus Wüstensand und Kamelhaaren bauen und in ihrem Öl könnten sie baden, weil WIR es ihnen nicht abkaufen würden. Was aber wieder der Volkswirtschaft schaden würde und somit unterbleibt, weil dann die Sozialtransferleistungen nicht mehr sprudeln könnten. Nein Kewil, wir sind nicht gegen Tyrannen, wir wählen sie sogar. Sie kommen einem nur nicht so vor. Im Geist sind sich aber alle von ihnen, ob gewählt, an die Macht gebombt oder per Geburt erwählt, einig: Volk darf gerade soviel, dass es nicht merkt, wie es verarscht wird. Und sollte es dass merken, stört es solange nicht, wie man den Pöbel ruhig halten kann. Danach wird es spannend…

  21. Natürlich ist die Politik des Westens interessengesteuert. Aber er kann seine Interessen nur innerhalb des Rahmens steuern der ihm von der Diktatur bzw. dem totalitären Gegner vorgegeben ist. Europa ist da alleine machtlos, selbst wenn es Einsicht in die Zusammenhänge hätte.

    Nur eine konzertierte Aktion aller bedeutenden westlichen Mächte einschließlich China und Russland könnte dem Islam noch etwas entgegensetzen. Aber auch das würde die Welt sicherlich ins Chaos stürzen.

  22. Etliche Machthaber in Europa, die die Stimmen der Wähler durch arglistige Täuschung, Unterschlagung der Wahrheit und die Wühlarbeit ihrer dem Diktat der PC und des Multi Kulti Wahns verpflichteten Presse ergaunert haben, sind Lumpen.

    Abgrundtief verdorbene Lumpen.

  23. Da wollte die BBC den eigenen Muslimen eine Freude zum Ramadan machen und eine TV-Serie über das glorreiche Leben des Propheten ausstrahlen… Hoppla! Jetzt geht der Schuss aber hinten hinaus: Der iranische Kulturminister – ohne die Sendung gesehen zu haben – wittert eine Profanierung des Gesandten Allahs und droht, „ernsthafte Massnahmen“ dagegen zu ergreifen:

    http://ripostelaique.com/liran-menace-la-bbc-qui-ose-projeter-un-documentaire-sur-mahomet.html
    (Am Ende des Artikels steht der Link zum englischen Original.)

    Die eigenen Raketen fliegen noch nicht ganz so weit… Vielleicht müssen es wieder ein paar Touristen mit Rucksack richten?

    Das kann ja heiter werden: Der Ferienmonat August für die Dhimmis – Ramadan für die Rechtgläubigen… Schöne Aussichten! Und in einem Jahr die Olympischen Spiele in Londonistan.

  24. Na nun aber mal halblang,zu welchen neuen Erkentnissen angesichts dieses Bildchens sollten wir denn gelangen?Unsere Machthaber sind verkommen?müdes lächeln ,den kennen wir schon,ist auch nicht zum lachen.Haben keine Skrupel?Wissen wir längst auch schon .Machen Geschäfte notfalls auch mit Beelzebub,nichts neues in dieser Kaste ,schon Legion.Ergo ,Michel ist es Wurst und mir so langsam auch.Sollten wir uns denn wirklich weiterhin für diese ganzen Triefnasen einsetzen,diese Narren wollen belogen und betrogen werden.Dann halt das volle Programm.

  25. #36 ratio2010 (14. Jul 2011 20:44)

    Komisch! Auf diesen Bildern sind nie deutsche Politiker abgelichtet.

  26. #36 ratio2010 (14. Jul 2011 20:44)

    Auf keinem Bild ist Gerd Schröder abgelichtet, obwohl Sie ihn erwähnen. Zufall!

  27. @kewil :
    ich weiß nicht wie gut Du dich in MENA auskennst, aber Libyen war schon immer
    der Arsch der Welt. Cottbus anno 1989 dürfte spannender gewesen sein als Tripolis heute.

    Ich denke das Problem besteht eher darin, das der Westen nicht diese riesige Masse an contract-workers zu bieten hat wie China. Die Chinesen stellen keine Fragen und betreiben ihre Projekte immer in Eigenregie. Siehe hier:

    http://www.oilweek.com/news.asp?ID=26181

    China entsendete mal eben 35000 Arbeiter um
    die komplette Infrastruktur von Algier zu überholen. Araber sind auf den Baustellen der Chinesen schlicht nicht vorhanden.

    westliche Firmen haben immer das Problem das sie nicht genügend Arbeiter für ihre Projekte kriegen und deshalb Araber anheuern müssen.
    Das ist teuer und ineffizient.

  28. #1 FeuerHoden (14. Jul 2011 15:57)
    Ich frag mich ob es einem Europäischen Land genauso ergehen würde, wenn das Volk auf einmal gegen den €uro und die Diktatur der EU aufbegehren würde. Mit Sicherheit nicht.

    Ich frage mich, ob es einem – oder allen – europäischen Ländern auch so ergehen wird, wenn ein undemokratisches und skrupelloses Regime die Politik und Wirtschaft der Welt dominiert (z.B. China) – ich fürchte die Antwort kann in so einem Falle nur ein klares „Ja“ sein.

    Zum Thema:

    Dasselbe betrifft den Panzer-Deal mit Saudi-Arabien.

    …ich sehe den eigentlichen Skandal auf zwei Ebenen: zum einen ist da die geopolitisch/strategische Ebene. In eine Krisenregion liefert man keine Waffen, an eine radikal/islamische Monarchie liefert man erst Recht keine Waffen. Und da kümmert es mich ehrlich gesagt auch nicht, ob die USA der Israel bzw. deren Regierungen „grünes Licht“ geben. Ich habe einen eigenen Kopf und ein eigenes Gewissen Weshalb die Amerikaner die Saudis hochrüsten und trotz aller offensichtlichen Widersprüche fast bedingungslos unterstützen, dürfte kein Geheimnis sein. Wie man u.a. am Beispiel des Irak gesehen hat, kann man sich allerdings bei der Wahl seiner Verbündeten tief ins eigene Fleisch schneiden.

    Die zweite Ebene betrifft die Moral. Für Rüstungsexporte gibt es nun einmal strenge Vorschriften, die eigenhalten werden müssen. Diese Vorschriften und Bedingungen sind u.a. moralisch begründet, auch die Bundesregierung sprich von einer moralisch orientierten Außenpolitik. Wenn man nun zu 100% – aus rein wirtschaftlichen Erwägungen – hinter dem Rüstungsdeal mit den Saudis und afrikanischen Semi-Diktaturen steht, soll man dies öffentlich Kundtun und sich öffentlich von der moralischen Selbstverpflichtung lösen.

    Nicht akzeptabel ist es hingegen, weiterhin die Moral und den Anstand zu preisen und widersprüchliche – ja konträre – Entscheidungen zu fällen. Und dies auch noch im Geheimen, hinter verschlossenen Türen. So stellt sich der Bürger die Demokratie sicher nicht vor und Doppelmoral wird noch immer bei Wahlen abgestraft.

    Da möchten manche – Baring nannte sie im Fernsehen Simpel – jetzt schon wissen, was in zwanzig Jahren dort sein wird und lehnen den Handel ab.

    Die Argumentation des Herren war aber nun auch nicht gerade brilliant. Er hat ja selbst davon gesprochen, dass die Saudis „in etwa 10 Jahre“ keine Verbündete mehr sein könnten – also wenn er selbst dies nicht ausschließt, macht der Deal noch weniger Sinn. Und wofür werden die Saudis die Panzer eigentlich brauchen? Selbst wenn es nicht gegen Israel gehen sollte, ist es doch nicht unwahrscheinlich, dass sie eines Tages gegen das eigene Volk, oder die aufmüpfigen Nachbarn, gehen könnte. In Bahrain ist es ja schon geschehen – merkwürdig, wie ruhig unsere moralischen Staats-und Regierungschefs waren. Gaddafi soll vor Gericht, Assad soll abdanken, aber ein zutiefst undemokratisches Regime, dass den Islam strenger auslegt, als selbst der Iran, wo es Christen und Juden praktisch unmöglich ist, ihre Religion zu leben – von „nichtgläubigen“ ganz zu schweigen, wird nicht angetastet. Und wieder spricht die Doppelmoral, die eben letztendlich dafür sorgt, dass westliche Werte buchstäblich „entwertet“ werden. Wer sie selbst nicht achtet, kann nicht erwarten, dass sie von anderen geachtet werden.

    #4 nicht die mama (14. Jul 2011 16:06)
    Mit Sicherheit gäbe es Repressalien.
    Wie war das noch, als Österreich “nicht EUdSSR-konform” wählte?
    Wie ist das jetzt aktuell bei den Dänen?

    Off Topic, aber scheinbar ist es immer noch nicht durchgedrungen: Regeln und Verträge gelten für alle Mitglieder einer Gemeinschaft:im Privatleben, auf kommunaler, nationaler und natürlich auch supranationaler Ebene. Wer bewusst diese Regeln missachtet, kann nicht erwarten, dafür auch noch gelobt und getätschelt zu werden.

  29. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

    Judas war ein Dreck dagegen.

    Für wieviel Silberlinge haben sie ihn verkauft ?

    Eigentlich war der manchmal etwas bizarr wirkende Herr doch immer recht deutschfreundlich, soweit ich mich erinnern kann.

  30. #40 unverified__5m69km02 (14. Jul 2011 22:38)

    Die Lumperei gibts offenbar auch in den unteren Etagen.

    Die Netzwerke halten.

    Falsche Doktorinnen bekommen in der EU immer noch einen sehr gut bezahlten Job.

  31. Die Feuilleton-Aufmacherseite unternimmt eine Zwischenbilanz zum Stand der arabischen Revolution(en). Im Gespräch macht sich dabei der tunesische Theatermann und Filmregisseur Fadhel Jaibi einige Sorgen um die Entwicklung in seinem Land: „Wir haben einen Totalitarismus verjagt, aber vielleicht entsteht gerade ein neuer. Es gibt in Tunis einen Kinosaal namens ‚L’Africart‘, der von einem Freund und Kollegen geleitet wird. Vorletzten Sonntag wurde das Kino angegriffen, weil man dort einen religionskritischen Film zeigen wollte. Schon der Filmtitel ‚Ni Allah, ni Maitre‘ (‚Weder Gott noch Herrscher‘) hat die Islamisten völlig verrückt gemacht, sie haben das Kino attackiert, die Fassade zertrümmert, den Besitzer verprügelt und die Vorführung verhindert.“

    Perlentaucher heute über Süddeutsche

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