zemmourWas in der schweizerischen Öffentlichkeit vielleicht zu wenig bekannt ist, besonders wenn man unseren Politikern zuhört oder unsere Journalisten liest: Wir sind nicht allein mit unseren Sorgen. Wir sind nicht die Einzigen, die sich über Fragen der Immigration den Kopf zerbrechen. Wenn ein Thema ganz Westeuropa zu beschäftigen scheint, dann ist es der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen aus Afrika, Arbeitern aus Rumänien oder Griechenland, Angestellten aus Italien, Ingenieuren aus Polen – und das wachsende Unbehagen über diese Entwicklung unter den Einheimischen.

Zurück aus den Ferien in Frankreich, einem Land, das zerbricht, bin ich noch erfüllt von den vielen, eher deprimierenden Eindrücken. Von Städten, die nach wie vor reich sind, aber nicht mehr blühen, von Landschaften, die leer wie der Wilde Westen sich ausdehnen, aber keinen Pioniergeist wecken, von Menschen, die immer noch kultiviert sind, aber um ihre Kultur bangen.

Rasanter Autor

Éric Zemmour ist womöglich das interessanteste Phänomen in diesem grossartigen Nachbarland, dessen Bewohner mit Eilesschritten nach rechts zu drängen scheinen. Zemmour, ein brillanter Journalist, der für den Figaro schreibt, dem konservativen Blatt der Bourgeoisie, der offenkundig starke Sympathien für Marine Le Pen hegt, der Chefin des rechten Front National, – ein kluger, wirbliger Kopf, der zum Teil Grenzwertiges über Muslime und andere Einwanderer sagt, ein Gaullist, der Frankreich vom Euro befreien und vielleicht sogar aus der EU führen möchte, dabei selber ein Sohn von Einwanderern ist, nämlich ein Jude aus Algerien, ein Mann auch, den ich nie als Liberalen bezeichnen würde, weil er, wie es sich für einen Franzosen gehört, vom Staat alles Heil erwartet und er im Grunde einem nationalen Sozialismus nachtrauert: Dieser geistreiche Mann beherrscht die Debatte auf allen Kanälen. Man sieht ihn in Talkshows am Fernsehen, man hört ihn am Radio, man liest ihn – man hasst ihn, man verehrt ihn.

Vor Kurzem ist erneut ein Buch von ihm erschienen: «Le suicide français», das innert Stunden zum Bestseller aufgestiegen ist. Paris liest Zemmour, Toulouse auch, Strassburg sowieso. Wenn man eine Buchhandlung in Lyon betritt, wo wir waren, stellen sich einem Berge von Zemmours Büchern in den Weg – und die Kunden greifen danach wie Hungernde nach Brot.

Frankreich hat Angst

Zemmour, Prediger des Untergangs: «Frankreich ist der kranke Mann Europas», beginnt sein finsterer Bericht: «Die Ökonomen vermessen den Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit. Die Essayisten setzen sich mit seinem Niedergang auseinander. Die Diplomaten und die Soldaten beklagen sich im Stillen über seine strategische Deklassierung. Die Psychologen sind besorgt über seinen Pessimismus. Die Meinungsforscher messen seine Verzweiflung. Die reinen Seelen bemängeln seinen Rückzug auf sich selbst. Die jungen Akademiker wandern aus. Die Ausländer, die Frankreich mögen, sind beunruhigt über den Verfall seiner Schulen, seiner Kultur, seiner Sprache, seiner Landschaften, ja sogar seiner Küche. Frankreich macht Angst, Frankreich hat Angst. Frankreich ist immer weniger liebenswert, Frankreich liebt sich nicht mehr. Das süsse Frankreich wird zum bitteren Frankreich. Unglücklich wie Gott in Frankreich?»

Es ist ein Choral aus der Apokalypse. Auf gut 500 Seiten, geschrieben von einem Gott des Formulierens, pathetisch, beklemmend, grazil, immer schwarz, entsteht vor den Augen des Lesers wie in einem alten Schlachtengemälde das Bild eines Schlachtfeldes am Tag danach. Blut, Rauch, tote Pferde, tote Soldaten, schwankende Überlebende. Frankreich und Zemmour, eine Leiche und ihr Beschauer. Dass dieser morbide Bericht so viele Leser findet, sagt vielleicht alles über den Zustand der Franzosen. Angesichts von Zemmours Erfolg wäre ich nicht überrascht, wenn Marine Le Pen die nächsten Präsidentschaftswahlen für sich entscheidet. Auch die Intellektuellen sind im Begriff, zu ihr überzulaufen. […]

(Auszüge aus einem Artikel von Markus Somm in der Basler Zeitung!)

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45 KOMMENTARE

  1. ja, ist schon länger bekannt… 30prozent der „franzosen“ sind schwarz, wegen der kolonialgeschichte (angeblich). und in paris zb gibt es ganze stadtteile wo es keine franzosen mehr gibt, dort sieht man zu hauf verschleierte frauen, auf dem boden betende mohammedaner, und fast bärtige östlich gekleidete männer… schrecklich, sieht fast wie in london aus.

    habe auch ne russische doku darüber geguckt, der reporter hat sich auch gewundert. wie ich schon oft sagte, mit europa ist es aus, da kann man machen was man will.

  2. Europa schafft sich ab,wäre wohl treffender.Nicht nur Frankreich kränkelt,es kränkeln alle Staaten.Ein aufgeblähtes,krankes und schwaches Gebilde,wo jegliche Eigenständigkeit und Kultur verloren geht,regiert von jede Menge Guter Menschen,Apparatschiks,Quotenpolitikern und kriminellen Bankiers- und Wirtschaftsgieriganten.Und noch immer mehr wird gegiert und Ausschau gehalten nach weiteren Ländern, die sich selbst aufgeben wollen, oder müssen.Selbst fremdeste und bankrotteste Länder,wie die der Türkerei,oder Ukraine ist man sehr aufgeschlossen gegenüber.Man kann es scheinbar gar nicht erwarten sich solche Länder ein zu verleiben.

  3. Das süsse Frankreich wird zum bitteren Frankreich. Unglücklich wie Gott in Frankreich?»

    Der Amerikaner Hugh Fitzgerald (viele hier kennen ihn von Jihadwatch und dem – sehr empfehlenswerten – „New English Review“) hatte 2004 dazu bereits eine brillante Miniatur geschrieben. Sein Stück „Douce France“ sollte jeder kennen.

    Englisches Original:

    http://www.jihadwatch.org/2004/06/douce-france-by-hugh-fitzgerald

    Deutsche Übersetzung:

    http://www.newenglishreview.org/Hugh_Fitzgerald/Douce_France_(in_German)/

    Eric Zemmour bestätigt ihn jetzt eindrücklich. Gut so. Darüber kann man gar nicht genug schreiben.

  4. Rußland schafft sich auch ab. Es ist naiv zu glauben, daß der Islamisierungsdruck und die aberwitzige Gier nach „reichen Muslimen“ – (hier wegen ausbleibender westlicher Touristen, weshalb man in Moskau um dien Mohammedaner buhlt) – an irgendeinem Nicht-Islamischen Land vorbeigeht. Neues von einem Moskauer Halal-Hotel, das vom russischen Mohammedaner-Halal-Komittee zertifiziert wurde:

    http://gulfnews.com/news/world/other-world/moscow-hotel-goes-halal-in-bid-to-woo-muslim-visitors-1.1401155

    Wenn man Mohammedaner erst mal – egal aus welchen Gründen – im Land willkommen geheißen hat, ist die islamische Lawine losgetreten und nimmt Fahrt auf.

    Koran, Fußwaschbecken, Geschlechtsapartheid-Gebetsräume, Halal-Fraß, Halal-Schamoo, Halal-Seife, gesonderter Hotel- und Eßbereich mit Spezialkellnern, weg von den noch verbliebenen „Ungläubigen“. Die komplette Packung im Moskauer Hotel. Gäste: Malaien und Iraner. Das müssen übrigens die „modernen, westlichen Iraner“ sein, denen „das religiöse Mullahregime“ stinkt/sarc.
    Auch hier wieder beachten: Sunniten (Malaien) und Schiiten (Iraner) haben maximal islamische Binnenprobleme, wenn sie unter sich sind; etwa die Mo-Nachfolge. Wenn es um Islam, Islam, Islam gegenüber den Kafirun = „uns“ geht, sind sie tupfengleich.

    http://gulfnews.com/news/world/other-world/moscow-hotel-goes-halal-in-bid-to-woo-muslim-visitors-1.1401155

  5. Die frazösischen Sozialisten unter Hollande nennen Neo-Reparationen nun „Investitionen“:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article133453430/Paris-fordert-von-Berlin-Milliarden-Investitionen.html

    Paris fordert von Berlin Milliarden-Investitionen

    Vor dem Treffen der französischen und deutschen Finanz- und Wirtschaftsminister schlägt Frankreich einen Deal vor: Deutschland solle 50 Milliarden Euro investieren, dann würde Frankreich einsparen.

    Frankreich hat unter dem Sozialismus die Industrie verloren aber viele neue „Franzosen“ bekommen, die nun in den Departements 93 und 13 die französische Republik abgeschafft haben.

    Die 6. Republik wird wohl keinen Präsidenten sondern ein maghrebinischen Kalifen haben.

    Die Buntesrepublik Schland hingegen wird einen Sulaten aus Asis Minor bekommen und Umma Kingdhim New Pakistan werden.

    Sozialismus ist in erster Linie immer auch Verachtung für das eigene Volk!

  6. Die EU ist der Vampir am Hals Europas. Kluncker ist Meister der Vampire. Kalt beobachtet er, wie das Blut Europas tropft.
    Abends zieht er sich auf die Luxemburg zurück, um am Hals Deutschlands zu laben.

  7. #4 Babieca (20. Okt 2014 11:11)

    Im August hatte ich mangels Internet mal den Print-SPARGEL in den Händen. Dort gab es unter dem Titel „Inventur de France“ einen Bericht über den Zustand des Landes.

    Unter anderem stand dort, dass es Offiziere in Fallschirmjäger-Regimenten gäbe, die über einen Putsch nachdenken…..

  8. Geht mir weg mit dem!
    So ein typisch rechter Vorbestrafter. 😉

    Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er im franz. Fernsehen gesagt hat, dass Arbeitgeber ein Recht hätten, Araber oder Schwarze abzulehnen. Wenn man die ganze Geschichte kennt, fragt man sich, ob die Franzosen, extra für diesen Fall, nicht mal schnell einen deutschen Richter eingeflogen haben. Passen würde es! 😉

  9. Frankreich hat ohnehin die hochkarätigeren, schärfer denkenden, wirkungsmächtigeren „Rechtsintellektuellen“ als Deutschland (hoffentlich tue ich damit jetzt niemandem hierzulande unrecht). Man denke, natürlich, an Raspail, oder auch an Richard Millet:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gespraech-mit-richard-millet-was-breivik-uns-sagen-wollte-11896090.html

    PI hat schon verschiedentlich über Millet berichtet.

    II
    #4 Babieca

    „La Douce France“ gab es vor sechs Jahren auch schon auf PI. Das hat mich damals sehr beeindruckt, und ich habe es bis heute nicht vergessen:
    http://www.pi-news.net/2008/08/hugh-fitzgerald-douce-france/

  10. Auch die eidgenössischen Nachbarn sind besorgt:

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schweizer-Armee-simulierte-franzoesischen-Angriff-/story/14984144

    Schweizer Armee simulierte französischen Angriff

    Die Finanzkrise hat Europa ins Chaos getrieben, französische Paramilitärs greifen die Schweiz an: Eine Panzerbrigade der Schweizer Armee übt den Ernstfall.

    Das Szenario der Übung «Duplex Barbara» sah folgendermassen aus: Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Europa an den Rand des Chaos gebracht. Frankreich ist in mehrere Kleinstaaten zerbrochen. Einer davon, das fiktive Saonia auf dem Gebiet des französischen Juras, macht die Schweiz für seine prekäre finanzielle Situation verantwortlich. Die paramilitärische «Brigade de Dijon» will mit Attentaten in der Schweiz den Schuldenerlass erzwingen.

  11. Wachsendes Unbehagen?

    Wo??? Woran merkt man es?

    Am Wahlausgang?

    Muuuuuhahahahhaaahahahahahahahaaaa.

    Der grüne Boris Palmer wurde mit satter Mehrheit gewählt.

    Wachsendes Unbehagen?

  12. Lieber würde ich meine Ferienwohnung eigenhändig abreißen..

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Kühlungsborn
    Stadt will Flüchtlinge in Ferienhäusern unterbringen

    Auch gegen den Willen der Besitzer könnten Asylbewerber in Kühlungsborn (Landkreis Rostock) bald in Urlaubsquartieren wohnen.
    Kühlungsborn. Mit einer umstrittenen Idee hat Kühlungsborns Bürgermeister Rainer Karl (parteilos) für Aufsehen gesorgt: Weil es an geeigneten Unterkünften fehlt, hält er es für möglich, Asylbewerber künftig in Ferienwohnungen unterzubringen – auch gegen den Willen der Eigentümer. Derzeit werde dies zwar noch nicht in Betracht gezogen, sagte Karl bei einer Einwohnerversammlung. „Aber wenn es nicht anders geht, müssen wir das prüfen. Ich kann den Besitzern die Angst nicht nehmen.“

    http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Bad-Doberan/Stadt-will-Fluechtlinge-in-Ferienhaeusern-unterbringen

  13. #13 Drohnenpilot (20. Okt 2014 11:46)

    Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert.

    Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

    Geschrei? Aufstände? Fehlanzeige.

    Man macht nur noch für das neueste Apple-Produkt mobil.

  14. Und wenn sich EU-Mitglieder gegen ihre Abschaffung wehren, kommt der Sozialist Barroso:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/barroso-cameron-eu-rede#comments

    Barroso macht demnach dem Frust in Brüssel über das Vorgehen der konservativen Partei in Großbritannien Luft. Der britische Premier riskiere mit seinem Weg den Austritt seines Landes aus der Euro-Zone. Deutliche Worte fand Barroso vor allem für den Plan Camerons zur Begrenzung der Einwanderung. Das Vorhaben sei mit EU-Recht nicht vereinbar, das Reisefreiheit für Bürger aller Mitgliedstaaten garantiere. Damit stoße Großbritannien seine Verbündeten vor den Kopf. „Mein deutlicher Ratschlag an Cameron ist dieser: Stellen Sie dieses Prinzip nicht infrage“, sagte Barroso bereits am Wochenende in der BBC.

    Nach einem Bericht der Sunday Times will Cameron in dieser Woche Regierungsvorschläge zur Begrenzung der Einwanderung erläutern. Im Mittelpunkt stehe der Plan, eine jährliche Obergrenze für die Ausgabe von Sozialversicherungsnummern festzulegen, die den Bezug staatlicher Unterstützung erlauben. Die Beschränkungen sollen für schlecht ausgebildete Migranten gelten.

  15. #17 sator arepo (20. Okt 2014 12:02)

    Hoffentlich wird die Zeitung in 10 Jahren berichten, wie die GutmenschInnen von heute morgen denken werden…

  16. wenn France untergeht, dann säuft aber D-eu-tschland auch ab! unsre Bürgschaften und Targetschulden werden unser Verderben sein….in Zeiten der Globalisierung fallen die Länder wie Dominosteine der Finanzkrise zum Opfer…

    Front National wird aber als Trost die nächste Wahl gewinnen…the rights must stand together !

  17. ACHTUNG +++ ACHTUNG +++ ACHTUNG

    Leute schützt euch und eure Familie selber… mit allen Mitteln.. es gibt keine Tabus mehr..
    Der Staat hat euch aufgegeben.. Er ist Schuld dran das es solche Zustände gibt. Danke an Drecks-Multi-Kulti..

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    In Rodenkirchen

    Jugendliche am Rheinufer mit Machete ausgeraubt

    Köln –Brutaler Raubüberfall am Rheinufer in Rodenkirchen: Eine Gruppe von neun Jugendlichen ist in der Nacht zu Samstag ausgeraubt worden – von drei Maskierten mit einem Messer und einer Machete!

    Das gaben die Opfer später bei der Polizei zu Protokoll. Demnach saßen sie zu neunt am Rheinufer und wollten den Start ins Wochenende begehen. Die Angreifer hatten sich ihr Gesicht verhüllt, auf ihre Opfer eingeschlagen.

    Mit ihrer Beute, den Handys der Jugendlichen, flohen die drei Angreifer in unbekannte Richtung. Die Fahndung läuft.

    Die Täter wurden von den Jugendlichen wie folgt beschrieben: Circa 17 bis 19 Jahre alt, 180 bis 190 cm groß, dunkel gekleidet, Sprechweisen mit ausländischem Akzent. Einer der Räuber soll eine weiße Jacke mit der Aufschrift „Hollister“ getragen haben.

    http://www.express.de/koeln/in-rodenkirchen-jugendliche-am-rheinufer-mit-machete-ausgeraubt,2856,28773956.html

  18. #22 Drohnenpilot (20. Okt 2014 12:14)

    Wieder eine Erinnerung daran, daß wir mitten aus dem 21. Jhd. durch diese eingefallenen Primaten wieder ins Eozän katapultiert werden. Hordenüberfälle auf friedlich am Rhein sitzende Leute!

    Bald werden alle, die das genießen wollen, was bis vor einem Jahrzehnt selbstverständlicher, sicherer Aspekt unseres Landes und unserer Kultur war, sich bei Einbruch der Dunkelheit mit Fackeln und Steinen gegen tollwütig angreifende Orks, also dem gigantischen, primitiven, hochaggressiven und keinerlei Impulskontrolle unterliegendem Männerüberschuß der 3. Welt verteidigen müssen.

    Den von diesen Horden sorgfältig isolierten Politruks im Panikraum ins Stammbuch: Das müssen wir mitnichten „aushalten“. Wenn der Staat sein Gewaltmonopol ausschließlich und energisch gegenüber seiner friedlichen, entwaffneten Stammbevölkerung durchsetzt, die eingefallenen maximalbrutalen bewaffneten Horden aber kultursensibel, ängstlich und daher exkulpativ wüten läßt, führt das nur in äußerst überschaubaren Grenzen zur weiteren Akzeptanz dessen, was sich mal Rechtsstaat, Demokratie und GG nannten.

    Nicht mißverstehen: Ich finde alle drei großartig. Wenn sie aber politisch korrekt dermaßen ausgehöhlt und gedehnt werden, daß sie zu einem reinen Förderungs- und Schutzgebilde für eingewanderte brutale Gewaltkulturen werden, deren Mitglieder nicht die geringste Einsicht, Lust, Laune und Motivation haben, sich an andere Regeln außer der Gewalt und der größten Keule und dem schärfsten Messer zu halten, ist als Bürger meine Loyalität zu diesem Staat, der mich als friedliches, unbewaffnetes, gehorsames, rationalen Argumenten und Gesetzen zugängliches Individuum nicht mehr schützen kann, irgendwann futsch.

    Und zwar restlos. Die beste Verfassung – egal wie man sie jetzt nennt und sei es GG – ist das Papier nicht wert, wenn sie legalistisch ausgehebelt wird. Und über genau dieses Problem von Parteien, die laut Verfassung NIEMALS den Staat okkupieren durften, von Parteien ein Diskussionsverbot verhängt wird.

    Genau wie das unausgesprochene, aber eisern erzwungene Gebot seit nunmehr 30 Jahren, Einwanderung von wem auch immer zum Gegenstand des Wahlkampfes zu machen. Geschweige denn klarer Aussagen dazu im Parteiprogramm.

    Wenn dann noch Medien, Kirchen, Gewerkschaften, „Künstler“ fleißig und freiwillig an dieser Generalparteilinie mitschuften, kann man auch gleich mit Fähnchen zum totalitären Jubelwinken auf der eigenen Beerdigung antreten.

    Nein danke.

  19. #22 @Drohnenpilot

    Vielleicht macht es ja Sinn, über Ausgangssperren nachzudenken. Alternativ sollten mal wieder Spiele- bzw. Familienabende auf dem Plan stehen.;-) Jeder sollte sich derzeit überlegen, wo und wie er „das Wochenende bei Nacht begeht“. An der Tat gibt es nichts zu beschönigen. Allerdings würde mich interessieren, welches Alter die Opfer hatten und wenn es Jugendliche sind, warum laufen die nachts am Rheinufer rum? Sorry, aber der Schutz fängt schon damit an, dass Grenzen gesetzt werden müssen.

  20. Die Ausländer, die Frankreich mögen, sind beunruhigt über den Verfall seiner Schulen, seiner Kultur, seiner Sprache, seiner Landschaften, ja sogar seiner Küche.

    Was den Niedergang der Küche und der Restaurants betrifft, hat ein passionierter Frankreichkenner, der große Zettel, schon vor fünfeinhalb Jahren geschrieben:

    Über die Veränderungen, die in der französischen Gastronomie stattgefunden haben, seit die sozialistische Regierung Jospin die 35- Stunden- Woche gesetzlich vorschrieb, habe ich vor knapp zwei Jahren hier und später noch einmal in diesem Artikel berichtet: Man kann sich seit dieser „Reform“ weniger Personal leisten. Ein umfangreiches Menü ist zwar vom Materialeinsatz her nur unwesentlich teurer als ein Menü aus zwei oder drei Gängen mit entsprechend größeren Portionen. Aber man braucht mehr Köche, die es zubereiten, und mehr Kellner, die es servieren.

    Auch Madame Cornut, die Wirtin meines Pariser Stammlokals Chez Clovis, mußte notgedrungen diesen Weg gehen, bevor sie vor zwei Jahren ganz aufgab.

    http://zettelsraum.blogspot.de/2009/03/gedanken-zu-frankreich-30-wie-teuer.html

    Siehe auch:
    „Wie der Sozialismus die französischen Restaurants verändert hat. Und warum es das Bistrot von Madame Cornut nicht mehr gibt“
    http://zettelsraum.blogspot.de/2007/05/wie-der-sozialismus-die-franzsischen.html

  21. #27 Deutsche Wertarbeit (20. Okt 2014 13:20)

    Vielleicht macht es ja Sinn, über Ausgangssperren nachzudenken…

    Jeder sollte sich derzeit überlegen, wo und wie er “das Wochenende bei Nacht begeht”…

    …warum laufen die nachts am Rheinufer rum? Sorry, aber der Schutz fängt schon damit an, dass Grenzen gesetzt werden müssen.
    _______________________________________________

    Wenn wir wirklich an dem Punkt sind, uns ernsthaft solche Fragen zu stellen…
    dann sind wir bereits an dem Punkt, KEINE staatliche Ordnung mehr zu haben!

  22. … wenn Marine Le Pen die nächsten Präsidentschaftswahlen für sich entscheidet. Auch die Intellektuellen sind im Begriff, zu ihr überzulaufen.

    Das ist ja der schönste Satz des ganzen Artikels! Bin mal gespannt, was unsere „Intellektuellen“ dann dazu sagen. Günni Grass zum Beispiel. Der wird dann wohl wieder ein „Gedicht“ schreiben. 🙂

  23. #29 Max von Buch

    Wenn wir wirklich an dem Punkt sind, uns ernsthaft solche Fragen zu stellen…
    dann sind wir bereits an dem Punkt, KEINE staatliche Ordnung mehr zu haben!

    Welchen Schutz kann uns der Staat denn bieten? Mangels Polizeipersonal etc. gibt es diese Form der Sicherheit doch fast nicht mehr. Was die jugendlichen Opfer angeht, so denke ich schon, dass hier das Alter maßgebend ist. Wir als Eltern haben Verantwortung und der sollten wir nachkommen. Dazu gehören auch feste Regeln, wann Kinder (ich wähle bewusst „Kinder“) abends wieder im Haus sein sollten.

    Ganz egal, wann, wo und wie solche „Überfälle“ stattfinden, es ist einfach widerlich. Leider ist dies Alltag in unserem Land. Wir können unsere Familien nicht
    zu 100% schützen. Kinder und Jugendliche brauchen selbstverständlich ihren Freiraum, aber immer angemessen und nicht beliebig bis in die tiefe Nacht bzw. die frühen Morgenstunden. Umsichtiges Verhalten hilft, das Risiko zumindest etwas zu verringern. Erwachsenwerden ja, aber Schritt für Schritt.

  24. #32 Deutsche Wertarbeit (20. Okt 2014 14:03)

    Ihrer Argumentation hinsichtlich unseres Nachwuchses stimme ich vollumfänglich zu.

    Ich hatte meine etwas weiter gefaßt:
    Wenn wir unser Verhalten so ausrichten müssen, Parkanlagen zu bestimmten Zeiten oder auch ganztags (Berlin) nicht mehr zu betreten, Bahnlinien nur noch mit Bauchgrimmen zu nutzen usw. ohne Angst um Gesundheit oder Leben zu haben, hat der Staat bereits versagt.

    Wenn der rechtschaffene und gesetzestreue Staatsbürger den Freiraum der eigenen Städte und Kommunen nicht mehr jederzeit und angstlos nutzen kann, hat der Staat seine Legitimation und jeden Respektsanspruch bereits verloren!

  25. .. wie es sich für einen Franzosen gehört, vom Staat alles Heil erwartet ..

    Wie soll denn selbst der größtmögliche Staat sich um alle Sorgen und Bedürfnisse seiner knapp 66.000.000 Einwohner kümmern können? Das konnte die DDR nicht, die Sowjetunion und auch Nordkorea kann es nicht. Sozialismus und sein in Mode gekommener kleiner Bruder der Staats-Interventionismus führt zu Stillstand. Und Stillstand heißt relativer Rückschritt.

    Ach ja, der Sozialismus wurde angeblich noch nie richtig umgesetzt. Wie ist er denn richtig? Rot? Braun? Grün? Bunt? Na dann drücke ich den Franzosen mal alle Daumen, dass sie nachher nicht auf Pol Pots Feldern enden.

  26. #22 Drohnenpilot

    Unsere Kinder und Jugendliche müssen die Untaten unserer politischen Entscheidungsträger mit größter Gefahr für Gesundheit und Leben bezahlen.

  27. #34 Max von Buch

    Wenn wir unser Verhalten so ausrichten müssen, Parkanlagen zu bestimmten Zeiten oder auch ganztags (Berlin) nicht mehr zu betreten, Bahnlinien nur noch mit Bauchgrimmen zu nutzen usw. ohne Angst um Gesundheit oder Leben zu haben, hat der Staat bereits versagt.

    Wenn der rechtschaffene und gesetzestreue Staatsbürger den Freiraum der eigenen Städte und Kommunen nicht mehr jederzeit und angstlos nutzen kann, hat der Staat seine Legitimation und jeden Respektsanspruch bereits verloren!

    Nun…da gehen wir absolut konform!

  28. # 27Deutsche Wertarbeit.

    Bei dieser Einstellung ist die Minirockfrau dann auch selbst Schuld, wenn sie begrabscht wird?!

    Da steht, dass es sich um Jugendliche gehandelt hat. Die werden wohl Abends am Rheinufer zu neunt(!) das We einläuten dürfen, ohne damit rechnen zu müssen, dass sie überfallen werden.

    ……von ebenfalls Jugendlichen…..

    Diese Taten geschehen übrigens auch tagsüber.
    Um welche Uhrzeit also, soll die Grenze gesetzt werden, dass die Jugendlichen im sicheren Zuhause aufzutauchen haben?
    Im Winter um 17 Uhr, weils dunkel wird?

    Und warum setzen sie das Wort Überfälle in Anführungszeichen???

  29. #41 Diedeldie

    Ich habe den Eindruck, Sie haben meinen Beitrag missverstanden. Ich erwähnte mit keiner Silbe die Selbstschuld, weder die der Jugendlichen, noch die irgendeiner Minirockfrau.

    Im Beitrag ist die Rede von NACHTS und nicht von 17.00 Uhr. Das ist, so meine ich, schon ein wesentlicher Unterschied. Unter #32 sehen Sie, dass mir die Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen ein besonderes Anliegen ist. Wenn Sie unter #32 weiterlesen, erkennen Sie, dass ich das Wort Überfälle in Anführungszeichen setze, weil ich es hervorheben, aber keinesfalls bagatellisieren möchte. Dies ist allerdings aus dem Kontext ersichtlich.

    Wenn Sie möchten, schauen sie sich doch auch #38 noch einmal kurz an. Dankeschön 🙂

  30. #28 Biloxi (20. Okt 2014 13:22)

    Über die Veränderungen, die in der französischen Gastronomie stattgefunden haben, seit die sozialistische Regierung Jospin die 35- Stunden- Woche gesetzlich vorschrieb, habe ich vor knapp zwei Jahren .. berichtet

    Danke für den Link auf die lesenswerte Geschichte über Madame Cornut. Da bekommt der sozialistische Tod der Mittelschicht ein Gesicht.

  31. Einen richtigen Schock bekommt man, wenn man eine französische Schulklasse sieht:
    von 20 Kindern vielleicht noch 2-3 weiß.

    Wer einen Schritt weiter denken kann, fragt sich, was z.B. mit französischen Atomkraftwerken in Zukunft passiert.

  32. Nochmal zum dummdreisten Vorschlag aus Frankreich. Ein Riesengewinn, daß endliche eine ernstzunehmende politische Kraft in Deutschland, nämlich die AfD, Klartext zu so etwas redet:

    Die Deutschen sollen Geld ausgeben, das sie nicht haben; im Gegenzug versprechen die Franzosen, etwas zu tun, was sie nicht wollen, nämlich zu sparen. Beide Seiten machen Zusagen unter dem stillschweigenden Vorbehalt, nicht ernst genommen zu werden. Adam nennt das ein Geschäft unter Rosstäuschern.

    Die Partner versuchen, sich gegenseitig übers Ohr zu hauen. Einig sind sie sich nur noch in der Entschlossenheit, die vertraglich vereinbarten Maastricht-Kriterien, Voraussetzung für eine seriöse Haushaltspolitik, zu unterlaufen.

    http://www.aktiencheck.de/exklusiv/Artikel-AfD_Sprecher_Adam_Frankreich_versucht_seine_lahmende_Wirtschaft_auf_Kosten_Deutschlands_Schwung_bringen-6069627

    II
    #44 Gotthilf dem Gesetz-Nehmer

    Freut mich! Ja, Zettel war ein Großer. Sein Tod ist ein Riesenverlust (gestorben im Februar 2013). So einer stirbt, und Gabriel lebt. Die Welt ist ungerecht.

  33. Gerade als junger Mann macht man sich natürlich Sorgen, um sein Land, um die anderen Länder in Europa, um ganz Europa.
    Wenn’s gut läuft hat man vielleicht noch 50 Jahre (oder mehr) zu leben, doch wie wird dann die Welt sein?

    Werde ich als alter Mann in glückliche Augen blicken können und lachende Gesichter sehen? Werde ich Menschen sehen, die sich im Sommer leicht bekleidet in die Sonne legen und einfach nur die Freiheit genießen? Menschen, die auf der Wiese toben und Fußball spielen? Die miteinander Spaß haben und feiern?

    Oder…werde ich kaum noch die Sonne sehen, weil alles voller Rauch ist, weil dauernd irgendwelche Dinge in die Luft gejagt werden? Oder werde ich nur noch weinende und ängstliche Gesichter sehen, die ums überleben kämpfen? Menschen, die einander nicht mehr vertrauen und sich gegenseitig angreifen? Menschen, die nach Nahrung suchen, Angst haben umgebracht zu werden und nicht wissen, ob sie am nächsten Tag noch da sind? Welche Welt erwartet uns?

    Im Moment sehe ich da nur ein riesiges Fragezeichen.

  34. Immer mehr exotische Ausländer mit Wahlrecht: Das bedeutet langfristig; Immer weniger Deutsche mit Wahlrecht.Was wiederum bedeutet; Keine Deutschen,und kein Deutschland mehr!

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