Hamburg: Schießerei wegen „gekränktem“ Vater

Ibrahim S. (r.)Ein 26-Jähriger hat in einer Bar im Hamburger Stadtteil Billstedt ein Blutbad angerichtet. Um 2.16 Uhr betrat Ibrahim S. (Foto r.) zusammen mit drei weiteren Männern die „Side-Bar“ und schoss ohne Vorwarnung auf zwei Gäste. Der Grund: die beiden lebensgefährlich verletzten Männer sollen den Vater von Ibrahim S. „gekränkt“ haben – da darf man ruhig mal durchdrehen.

Die Hamburger Morgenpost berichtet:

Während seine drei mutmaßlichen Komplizen später von der Polizei gefasst werden konnten, gelang dem Schützen die Flucht. Kurz darauf stellte sich Ibrahim S. jedoch freiwillig der Polizei – und gab zu, die Schüsse abgegeben zu haben. Offenbar hatte er seinen gekränkten Vater verteidigen wollen.

Sonnabend, 2.16 Uhr: Vier Männer betreten die an diesem Abend gut besuchte „Side“-Bar an der Billstedter Hauptstraße. Es wird nicht lange gefackelt. Einer der Männer zieht eine Pistole, zielt auf zwei Bar-Gäste (40 und 42) – und drückt ab. Mehrere Schüsse fallen. Der 42-Jährige wird von zwei Kugeln am Oberschenkel und am Knie getroffen. Der 40-Jährige erleidet einen Bauchdurchschuss – Lebensgefahr! Er muss notoperiert werden.

Nach der Tat rennen die vier Verdächtigen aus der Bar, springen in einen schwarzen 3er BMW mit Hamburger Kennzeichen und rasen davon. Die Polizei macht sich mit 52 (!) Streifenwagen auf die Suche nach den Tätern. An der Maxstraße (Eilbek) halten die Beamten den BMW an. Die drei Insassen (25, 30 und 31) werden festgenommen. Auch der vierte Verdächtige ist schnell gefunden: Ibrahim S. stellt sich auf der Wache 46 (Harburg). Der 26-Jährige aus Billstedt gibt an, er sei derjenige, der geschossen habe. Mehr wolle er aber nicht sagen.

Am Abend konnte die Polizei erste Angaben über das mögliche Motiv machen: Die beiden späteren Opfer hatten den Vater von Ibrahim S. in der „Side“-Bar beleidigt. Der gekränkte Mann rief daraufhin seinen Sohn zu Hilfe.

Die MOPO zeigt sich im letzten Satz ihres Artikels verständnisvoll:

Dieser wusste sich offenbar nicht anders zu helfen als auf die beiden Männer zu schießen.

Tja, so is das eben, wat willste machen…

(Spürnase: skeptiker)




Widersprüche eines „Islamisten“

Shaker AssemMan mag es nicht glauben, aber es gibt sie: Die „friedlichen Islamisten“. Einer von ihnen lebt im beschaulichen Wien und möchte von dort aus das Kalifat für alle Muslime – und nur für diese – errichten, also den Einheitsstaat, in dem alle Muslime unter dem „göttlichen“ Gesetz des Korans und der Scharia in friedlicher Eintracht zusammenleben. In einem Interview, das Corinna Milborn von news.at mit Shaker Assem (Foto) über die radikale islamistische Partei Hizb ut Tahrir (HT) führte, legt Assem seine Sicht der Dinge in teils klaren, teils nebulösen Worten dar.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising, PI-München)

Die HT ist in den meisten arabischen Ländern verboten und hat in Deutschland Betätigungsverbot. Ihr Sprecher für den deutschsprachigen Raum, Shaker Assem, lebt daher in Wien. Im NEWS-Interview erklärt er, warum er demokratische Wahlen ablehnt, Steinigung bei Ehebruch die angemessene Strafe sei – und warum HT damit bei Jugendlichen der zweiten Einwanderergeneration so erfolgreich ist.

Assem:

Hizb ut Tahrir ist eine politische Partei, deren Ideologie der Islam ist.

Na immerhin: Der Islam ist laut Assem eine „Ideologie“, also gar keine Religion. Das lässt hoffen und sollte die Gleichstellung des Islams z.B. mit dem Christentum, dem Judentum oder mit anderen Religionen unmöglich machen.

Assem im Interview weiter:

Unsere einzige Methode ist die Verkündung – das Wort. Wir lehnen materielle Gewalt ab, weil Gewalt dem Islam als Methode zur Staatsgründung widerspricht. Das unterscheidet uns fundamental von den dschihadistischen Bewegungen. Der Prophet hat einen islamischen Staat gegründet, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen.

Hat Assem den Koran nicht gelesen? „Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten. [2:190]
Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. [2:191]“

Kennt Assem nicht die Vita seines „Propheten“, der den Islam mit dem Schwert ausgebreitet hat, jenes Schwert, das unterhalb eines Koranverses bis heute die Flagge des islamischen Staates Saudi-Arabien „ziert“?
Vielleicht kennt Assem auch nicht jene Passage aus einem Brief Voltaires, in dem dieser an den Preußenkönig Friedrich den Großen schreibt „…um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, daß er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, daß er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt …“.
Na ja, man kann nicht alles wissen.

Assem fährt fort:

Österreich ist nicht Teil der islamischen Welt. Hier, in Europa, wollen wir den Muslimen ihre islamische Identität bewahren …

Was denn nun? Wenn Österreich nicht Teil der islamischen Welt ist, warum und wozu will Assem den in Österreich und in Europa lebenden Muslimen ihre „islamische Identität“ bewahren? Und welche „Identität“ ist das? Eine sunnitische, eine schiitische, oder eine, die auf der Basis der in ihrem Herkunftsland Pakistan verbotenen Ahmadiyya-Sekte gründet?

Die zweite Generation der Einwanderer sind am ehesten für unsere Ziele offen: Darunter sind viele, die in einer Identitätskrise stecken. Sie sind hier aufgewachsen, weder empfinden sie sich als echte Türken oder Araber noch als Österreicher, weil sie sich hier nicht willkommen fühlen […]
Wir sagen ihnen klar, dass ihre einzige Identität der Islam sein kann. Der Islam lehnt den Nationalismus und Rassismus ab. Das einzige, was zählt, ist Gottesfurcht.

Wenn die einzige Identität, die sie haben können, der Islam sein kann, dann wären sie in einem islamischen Land besser aufgehoben, statt sich im säkularen Europa ständig diskriminiert fühlen zu müssen. Dort, in den islamischen Ländern können sie sich dann vergnüglich vor ihrem Gott namens Allah „fürchten“, wie es Assem vorschlägt, wenn er sagt: „Das einzige, was zählt, ist Gottesfurcht.“

NEWS fragt:

„Wie funktioniert der islamische Staat, den Sie sich vorstellen – das Kalifat? Gibt es dafür derzeit ein Vorbild?“

Assem antwortet:

Nein – deshalb wollen wir diesen Staat gründen, weil er heute nicht existiert.

NEWS fragt weiter:

Und wie ist es mit Nicht-Muslimen innerhalb des Kalifats?

Assem dazu:

Die haben dieselben Rechte und Pflichten – vor dem Gesetz sind sie alle gleich. Im öffentlichen Leben gilt für alle die Scharia, das islamische Recht.

Wie das im Kalifat von Cordoba respektive Al-Andalus [Andalusien] ausgeschaut hat, kann man bei Francisco Garcia Fitz nachlesen („Die Toleranz im islamischen Spanien ist nur ein multikultureller Mythos“). Damals „durften“ die dort ansässigen Juden in der Öffentlichkeit ein „gelbes Stoffzeichen“ an ihrer Kleidung tragen. An was erinnert uns das? Nicht-Muslime durften in diesem Kalifat keine höheren Ämter in der Verwaltung oder im Militär bekleiden, durften nicht auf Pferden reiten, sondern nur auf Eseln …
Also „gleiche Rechte und Pflichten“? Kalifat kann so schön sein – wenn man muslimischen Glaubens ist.

NEWS fragt weiter:

Wie stellen Sie sich die Stellung der Frau vor?

Assem dazu:

Die Frau ist dem Mann im Menschsein ebenbürtig und hat deswegen vor dem Gesetz gleiche Rechte und Pflichten.

Und widerspricht sich gleich darauf:

Der Mann muss die Familie ernähren und für seine Eltern sorgen. Daher erbt das Mädchen die Hälfte des Mannes, weil der Mann ja eine größere Belastung zu tragen hat.

Was ist, wenn die Frau oder der Mann alleinerziehend ist? Darauf gibt es im islamischen „Recht“ vermutlich keine Antwort.

NEWS:

Wie wird Ehebruch gehandhabt?

Assem:

In letzter Konsequenz steht die Todesstrafe, die Steinigung. Der Islam stellt aber in diesem Fall extrem hohe Ansprüche an die Beweislast, die nur schwer zu erbringen ist. Durch sein allgemeines Rechtssystem und eine strikte Geschlechtertrennung achtet der Islam aber darauf, dass es zu so einem Vergehen gar nicht kommt. Deswegen wird die Strafe nur in seltenen Fällen vollzogen.

Sehr interessant: Der Islam achtet darauf, dass es „zu so einem Vergehen gar nicht kommt.“ „Deswegen wird die Strafe nur in seltenen Fällen vollzogen.“ Warum dann die Todesstrafe bei Ehebruch, wenn es „zu so einem Vergehen gar nicht kommt“? Das ist völlig absurd!

Vollends abstrus wird Assem, wenn er sagt:

Die islamische Welt hingegen erlebte unter der Herrschaft der Religion, des Islam, eine Blütezeit, die ihresgleichen in der Geschichte sucht. Wissenschaften, Architektur und Sozialwesen erlebten einen großen Aufschwung. Deshalb ist die Herrschaft des Glaubens bei den Muslimen – anders als bei den Europäern – positiv besetzt. Wegen der heutigen prekären wirtschaftlichen und politischen Lage in der islamischen Welt, unter dem Joch korrupter, säkularer Diktaturen, sehnen sich viele Menschen die Herrschaft des Islam immer mehr zurück.

Hab ich da etwas falsch verstanden; ist z.B. Saudi-Arabien ein Land, in dem der Islam Staatsreligion ist – oder hat die dortige Herrscherclique der Al-Saud den Koran und den Islam fehlinterpretiert?

Assem meint weiter:

Alle Gesetze und Befehle aus Koran und Sunna sind für uns göttliche Offenbarung und deswegen besser geeignet die menschlichen Belange zu regeln als Gesetze aus Menschenhand.

Die Tatsache, dass der Koran keine „göttliche Offenbarung“ sein kann, weil wir Menschen es waren und sind, die diese Götter als Machtinstrumente schlicht erfunden haben [bis zum Beweis des Gegenteils], sondern dass der Koran von einem armen Irren und Psychopathen zusammenphantasiert wurde, erkennt Assem mangels Bildung oder aufgrund ideologischer Indoktrination und Verblendung – auch bekannt als Gehirnwäsche – offenbar nicht.




Griechenland endgültig vor dem Staatsbankrott

Griechenland endgültig vor dem StaatsbankrottDer Spiegel meldete es bereits gestern, die FAZ bringt es heute auf den Punkt: Griechenland ist endgültig bankrott, der Rettungsplan ist fehlgeschlagen „Umschuldungsplan“ nennt der Spiegel vornehm, was in Wirklichkeit ein Schuldenerlass ist. Griechenland will seinen Gläubigern anbieten, griechische Anleihen zum Marktwert zurückzukaufen.

Dieser liegt bei nur 70% des Nennwerts, die Gläubiger müssten demnach auf 30% verzichten. Der Rückkauf würde aus Mitteln des europäischen Rettungsfonds finanziert. Wenn Griechenland also seine Schulden auch nach dem Schuldenerlass nicht bedienen kann – was jeder vorhersehen kann, wenn er nicht gerade linksgrüner Journalist oder Politiker ist – wird der europäische Rettungsfonds sie übernehmen.

Deutschland ist mit 27% Hauptgarantiegeber des Fonds, der von der im Juni 2010 gegründeten Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) gespeist wird. Die Bundesregierung hat bis vor kurzem so getan, als wehre sie sich gegen eine Übernahme der griechischen Staatsschulden durch die EFSF. Heute signalisiert jedoch Finanzminister Schäuble, dass die (vor sieben Monaten gegründete!) EFSF reformiert werden müsse, damit „der EU-Anteil von 440 Milliarden Euro bei Bedarf auch tatsächlich zur Verfügung stehe“.

Wie schrieb doch der Spiegel am 9. April 2010 unter der Überschrift „Warum deutsches Geld in Athen gut angelegt ist“: „Die Bundesrepublik würde Kredite an Athen verteilen – und nicht Geschenke. Für geliehene Milliarden aber müsste das Land selbstverständlich Zinsen zahlen.“ So kann man sich irren. Hätte man einen Malermeister statt eines Journalisten schreiben lassen – er hätte gewusst, dass man, wo nichts ist, auch nichts holen kann.




Dschihadist diente in der Bundeswehr

Terrorcamp PakistanDie Bundeswehr hat offenbar bereits ihren eigenen Terrornachwuchs: Yannick Nasir, ein in pakistanischen Terrorlagern ausgebildeter 23-jähriger Mann, diente im Anschluss an seine Dschihadisten-Ausbildung ab 2007 freiwillig mehrere Monate lang als Marinesoldat bei der Bundeswehr, obwohl man dort offenbar über seine Vergangenheit Bescheid wusste. Entlassen wurde er später zu seiner eigenen „Sicherheit“.

Der Focus berichtet:

Der 23-jährige Yannick ist der Stiefsohn des 2009 zu acht Jahren Haft verurteilten Aleem Nasir. Yannick Nasir trat in diesem und in einem zweiten Terror-Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz als Kronzeuge der Staatsanwaltschaft auf. Durch seine Aussagen konnte bewiesen werden, dass Aleem Nasir Mitglied der Terrororganisation El Kaida war, diese mit Geld, Material und Kämpfern versorgte und Zugang zu hohen Führungskreisen von El Kaida in Pakistan hatte.

Die Bundeswehr habe von seiner Vergangenheit gewusst, sagte Yannick Nasir dem SWR. In einem Vier-Augen-Gespräch habe ihm sein Kommandant gesagt, dass er eingeweiht worden sei, berichtet der 23-Jährige darin.

Steinmeier und der Gotteskrieger

Als Soldat war er mit der Fregatte im Einsatz vor der Küste des Libanon – auch als im Juni 2008 der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier kam. Auf Bildern sollen der SPD-Politiker und der Ex-Dschihadist gemeinsam zu sehen sein. Mit Beginn des Verfahrens gegen seinen Stiefvater sei er dann aber beurlaubt worden, sagte Nasir. Danach sei die Entlassung mit der Begründung gekommen, dass man bei der Bundeswehr nicht für seine Sicherheit sorgen könne.

Es ist wohl auch die vordringlichste Aufgabe der Bundeswehr, für die Sicherheit von Dschihadisten in ihren eigenen Reihen zu sorgen…




Ägypten gibt Palästinensern Schuld an Morden

Anschlag AlexandriaDie Palästinenser haben einiges auf dem Kerbholz, aber ob sie für die Terroranschläge auf die christliche Kirche in Alexandria in der Silvesternacht verantwortlich gemacht werden können (PI berichtete), ist zumindest zweifelhaft. Nichts desto trotz werden sie von der ägyptischen Regierung aufgrund angeblicher „Beweise“ der Tat beschuldigt.

Die Schuldzuweisung ist vor allem in deutliches Zeichen dafür, dass mit den Palästinensern von den viel beschworenen arabischen Brüdern und Schwestern in der Region niemand etwas zu tun haben möchte und dafür, dass man nicht den Verdacht aufkommen lassen will, die Morde hätten etwas mit dem Christenhass in der ägyptischen Gesellschaft zu tun.

20 Minuten berichtet:

Das ägyptische Innenministerium hat eine im Gazastreifen ansässige Extremistengruppe für den tödlichen Anschlag auf Christen in Alexandria verantwortlich gemacht. Es gebe „überzeugendes Beweismaterial“, wonach die der Al-Kaida nahestehende Gruppierung Armee des Islams für die Planung und Ausführung des Angriffs verantwortlich sei, erklärte Innenminister Habib el Adli am Sonntag bei einer Rede vor Präsident Husni Mubarak, Kabinettsministern und ranghohen Polizisten in Kairo. Bei dem Selbstmordanschlag vor einer Kirche waren in der Silvesternacht mindestens 21 Menschen getötet und rund 100 weitere verletzt worden.

Die Armee des Islams wies die ägyptischen Vorwürfe auf einer Website für Dschihadisten zurück. …

Nach dem tödlichen Anschlag in Alexandria war der Verdacht auf eine der Al-Kaida nahestehende Organisation gefallen. Der irakische Zweig des Terrornetzwerks hatte Christen im Irak und in Ägypten mit Anschlägen gedroht, nachdem zwei Frauen daran gehindert worden waren, vom koptischen Christentum zum Islam überzutreten.

Dass Al-Kaida etwas mit dem Anschlag zu tun hat, kann durchaus den Tatsachen entsprechen. Dennoch kommt die Ungreifbarkeit der Al-Kaida vielen islamischen Regimes gerade ganz gelegen, um alles Böse im Islam auf sie abschieben zu können – nicht der Islam ist schlecht, nur Leute, die ihn falsch interpretieren, wie Al-Kaida.

Die „Armee des Islam“ ist eine gefährliche Gruppierung, nur ist sie, wie die meisten palästinensischen Terrororganisationen, speziell gegen Israel und die Juden ausgerichtet:

Die im Gazastreifen ansässige Armee des Islams wird hinter der Entführung eines israelischen Soldaten 2006 und eines Journalisten des britischen Senders BBC vermutet. Im vergangenen Jahr wurden bei israelischen Luftangriffen drei Mitglieder der Extremistengruppe getötet. Israel warf den Männern vor, Anschläge auf Israelis und US-Bürger auf der ägyptischen Halbinsel Sinai geplant zu haben.

Ägyptens Präsident Hosni Mubarak war unter Druck geraten, als Papst Benedikt XVI. ihm nach den Anschlägen indirekt vorgeworfen hatte, nicht-muslimische Menschen in seinem Land, in dem 10 Prozent der 80 Millionen Einwohner Christen sind, zu unterdrücken. Unabhängig davon, ob die palästinensische Terrororganisation hinter dem Anschlag steckt oder nicht: dass es Nicht-Ägypter gewesen sein sollen, kommt Mubarak sehr gelegen.




Inkorrektes Fernsehen auf „Schweiz 5“

Schweiz5Der SVP-nahe TV Sender „Schweiz 5“ macht der öffentlich Rechtlichen Schweizer Fernsehanstalt SF Konkurrenz. Geplant ist unter anderem eine eigene Version der beliebten Politdiskussionssendung „Arena“ auf dem Privatsender, die der SVP weitere Wählerstimmen bringen soll. Auch wenn „Schweiz 5“ eher national ausgerichtet ist, sind die dort ohne politisch-korrektes Feigenblatt diskutierten Inhalte auch für andere Europäer interessant.

20 Minuten berichtet:

Rechtzeitig für den Wahlkampf plant der kleine Schweizer Privatsender Schweiz 5 eine Talkshow im Stil der „Arena“. „Die Pläne sind schon sehr konkret“, bestätigt Schweiz-5-Chef Peter Heeb einen Bericht der „NZZ am Sonntag“. Entweder starte die Sendung bereits im April/Mai oder aber Mitte August. …

Klar ist, dass die politische Ausrichtung der Diskussionssendung rechtsbürgerlich sein wird. Heeb strahlt bereits seit Ende August das „Schweizerzeit-Magazin“ aus, moderiert von Ulrich Schlüer, SVP-Nationalrat und Herausgeber der rechtsnationalen Publikation „Schweizerzeit“. Zudem überträgt Schweiz 5, das aus U1 hervorgegangen ist, die Albisgüetli-Tagung der SVP Zürich, die am letzten Freitag stattgefunden hat. …

Auf Sympathie stößt die Idee einer privaten „Arena“ auch bei SVP-Ständerat Maximilian Reimann, der selbst jahrelang in einer Teilzeit-Anstellung vor der Kamera stand. „Ich würde es begrüßen, wenn das Monopol der SRG durchbrochen wird.“ Denn eigentlich habe das Fernsehen die Pflicht, das Spektrum der politischen Meinungen abzubilden. „Mit der angekündigten Kuschelarena für die Mitte-Parteien verstößt die SRG gegen den Programmauftrag.“

Kritisch anzumerken ist, dass sich der Sender noch sehr stark aus dem Bereich Esoterik und Erotik zu finanzieren scheint, was auch für die Programmgestaltung prägend ist. Diese Ausrichtung wird sich vermutlich ändern, wenn sich eine ernsthafte Gegenkraft zum Links-Grünen Staatsfernsehen aufbauen lässt.

» Website des Senders
» Berichterstattung SVP-Parteitag




Brandanschläge auf Berliner Moscheen aufgeklärt

Die Brandanschläge auf Berliner Moscheen scheinen aufgeklärt. Der von der Polizei vor zwei Tagen festgenommene 30-jährige Manuel K. soll mehr als zehn Taten gestanden haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Seine Mutter, Marion K., fiel aus allen Wolken. Sein ehemaliger bester Freund sei doch ein Araber gewesen. Die Polizei schließt nach aktuellem Stand politische Hintergründe für die Taten aus und geht davon aus, dass der als “einfach strukturiert” geltende Neuköllner lediglich Aufmerksamkeit erregen wollte.

Ganz anders hatte das noch bis vor kurzem geklungen. Die Süddeutsche meldete am 8. Januar, die Taten hätte eine „politische Motivation“. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) verurteilte die Tat und rief zu mehr Toleranz auf. „Wir brauchen den Zusammenhalt der Religionen in der multireligiösen Stadt Berlin“.

Nun darf man gespannt sein, wie Presse und Politiker zurückrudern, die einmal mehr schon die (natürlich rechtsradikalen) Motive für die Brandstiftungen kannten, bevor man sie kennen konnte.




Noam Chomskys Israelbashing in Cambridge

Am Freitag fand im Massachusetts Institute of Technology in Cambridge eine Veranstaltung vom Zentrum für internationale Studien mit dem Titel „GAZA“ statt. Starredner war der emeritierte Prof. Noam Chomsky (Foto l.), übrigens ein MIT-Professor, eingeleitet wurde sein Vortrag von Nancy Murray (r.). Die Veranstaltung war so überlaufen, dass eine Videoübertragung ins Foyer stattfand. Da ich zu spät ankam, musste ich damit Vorlieb nehmen.

(Ein Bericht von MIT-Student Nico H.)

Leider bekam ich nur das Ende der Einleitung von Murray mit, aber die war bereits sehr aussagekräftig. Sie berief sich auf die Konvention zu Genoziden von 1948, um Israel eines Genozids zu bezichtigen. Gemäß ihrer Meinung wird es in Gaza bald einen Krieg geben, der von Israel mit der Absicht geführt werde, den Widerstand eines noch vom letzten Krieg tief traumatisierten Volkes zu zerstören. Die Hamas wäre nur ein offensichtlicher Vorwand, um neue Waffengattungen an den „Palästinensern“ auszuprobieren. Zentral in ihrem Schlussteil war, dass Israel den „Genozid“ verstärkt fortsetzen wolle, und sie hoffe, dass „wir“ (die Leute im Raum) gegen den Genozid seien. Äußerst geschickt vorgetragen, da sich dem Hörer eine einfache, zwingende Logik darlegt: Israel begeht Völkermord. Ich bin gegen Völkermord. Ergo muss ich auch gegen Israel sein. Sie wurde mit Applaus verabschiedet, aber doch weniger als bei einem vollen Vorlesungssaal erwartet.

Dann trat besagter Noam Chomsky auf. Das Einleitungsgemurmel des Linguistikprofessors ging unter, da er es an Lautstärke und Deutlichkeit seines Geredes vermissen ließ. Nach Einstellung des Übertragungsfernsehers auf volle Lautstärke bekam man mit, dass Amerika sich als Kämpfer für Freiheit und Demokratie ausgäbe, es aber unterbinde, Staaten, die die USA der Ausbeutung beschuldigten, in der UN zu Wort kommen zu lassen. Speziell wurde auf Nicaragua verwiesen, das die USA beschuldigte, internationale Verträge zu verletzen. Eine Information, die man schwer beurteilen kann, zumal nicht bekannt ist, ob die Vorwürfe zutreffen. Daher bestens geeignet, den Teufel, sprich Amerika, anzuprangern. Bitte haltet euch nicht weiter an dieser Argumentationsweise auf, da diese den ganzen Vortrag durchdrang und der Bericht ein einziges Ärgernis darstellte, hängte man sich an jeder einzelnen Stelle auf. Man lehne sich zurück und „genieße“.

Als nächstes wurde der Libanon angeführt, der mehrmals schon versucht habe, eine Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik in der „Westbank“ (Judäa und Samaria!) vor der UN zu erreichen und einer Blockade der USA diesbezüglich. Wie übrigens von allen arabischen Staaten dieses ehrbare Vorhaben vorgebracht worden sei. Das führte ihn dazu, dem unwissenden Zuhörer zu erklären, dass der Aggressor Israel und der Aggressor USA in seinen Ausführungen unzertrennlich wären. Wenn er also „Israel“ sagte, meinte er natürlich auch „uns“ (die USA). Daher wird im weiteren Bericht der Ausdruck „Isus“ (meine Bezeichnung) für diese Symbiose aus Israel und den USA verwendet werden. Da der Plausch einen roten Faden geringen Durchmessers hatte, erlaube ich mir, das Weltbild des Noam Chomsky, wie er es uns darbot, zusammenzufassen.

Bevor die Israelis 1948 den aggressiven und recht grundlosen Krieg gegen die „Palästinenser“ und all ihre Nachbarn gestartet hätten, wäre „Palästina“ ein „friedliches Land“ mit „wunderschönen Stränden“ (siehe „Sonne, Mond und Sterne“, Claudia Fatima Roth) gewesen. Dann habe Israel angegriffen und die Menschen wären entweder vertrieben worden oder seien verängstigt geflohen. Dann wurden 1967 die Golanhöhen, Gaza und das „Westjordanland“ annektiert. Der unsägliche General Moshe Dayan habe doch tatsächlich Gaza zu israelischem Staatsgebiet machen wollen. Dann seien Isus aber auf einen noch perfideren Plan gekommen. Man kolonisierte die „Palästinenser“, hielte sie aber in Abhängigkeit, wandte Repression und Gewalt an und demütigte sie kontinuierlich. Die schlimmste Demütigung sei es gewesen, den „Palästinensern“ ständig beibringen zu wollen, wie sie ihre Kinder zu erziehen hätten. Und um die Parallele zwischen Israel und ihrem angeblichen geistigen Pendant, nämlich den Nazis, herzustellen, wurde eine besonders einfallsreiche Geschichte angestrengt: Unbekannte israelische Soldaten – wobei er sich hier entschuldigt, weil er nicht wisse, ob man so „Etwas“ Soldat nennen könne – wären in ein unbekanntes „palästinensisches“ Dorf eingedrungen, hätten unbekannte „palästinensische“ Männer durch unbekannten Dreck robben lassen und ihnen dann unbekannte Zahlen auf die Handgelenke gemalt. Eindeutig als Nazis überführte Israelis, dem Neusprech für Juden.

Dann, 1987, habe ein israelischer Siedler von seiner Siedlung aus ein Schulmädchen auf einem Schulhof erschossen. Er sei zwar verhaftet worden, sei aber von seinen Leuten gefeiert und später aus Mangel an Beweisen freigelassen worden. Natürlich ist diese angebliche Tat zu verurteilen. Der Wahrheitsgehalt und wie es sich bei einer gleichen Tat auf der anderen Seite verhalten hätte, blieb vorerst ungeklärt. Doch dann kam die Rede auf die erste Intifada, die eine direkte Folge dieses angeblichen Mordes gewesen sein solle. Diese „großartige soziale Revolution“ vom Dezember 1987 sollte dem Morden, Unterdrücken und Erniedrigen durch die rassistische Terrormilitärherrschaft der Söldnerarmee der Israelis im Südlibanon (?) ein Ende bereiten. An dieser Stelle darf widersprochen werden, weil, wenn es eine Armee auf der Welt gibt, die eben keine SÖLDNERarmee, sondern eine reine VOLKSarmee darstellt, dann ist das Israels Armee. Dort dient jede junge Frau und jeder junge Mann. Alle Bürger sind lange Zeit ihres Lebens ständig auf Abruf in der Reserve und dienen auch im fortgeschrittenen Alter immer noch der Verteidigung ihres Landes. Doch so viel Wahrheit würde Israel zu menschlich aussehen lassen und das mühsam aufgebaute Zerrbild der Welt beeinträchtigen.

Auf die Intifada habe Isus „sadistisch“ mit noch mehr Gewalt reagiert. Gemäß dem „sehr zurückhaltenden“ „Human“ Rights Watch sollen an die 10.000 „Palästinenser“ in Folterkammern zu Geständnissen gezwungen worden sein. Gewalt sei eben effektiv, anders als manche behaupteten. 1991 sei die Politik der Abschottung, das „Prinzip Gefängnis“, betrieben worden und die „palästinensische“ Einheit durch die Abtrennung der „palästinensischen Gebiete“ Gaza und „Westjordanland“ zerstört worden. In den Schurkenstaaten Isus (ja, wörtlich „rogue states“ zu Israel und USA!) habe es nur wenige ehrliche und großartige Journalisten gegeben, die das Leid der „Palästinenser“ und die himmelschreiende Ungerechtigkeit anprangerten.

Dann habe man unter Sharon, dem härtesten aller israelischen Premiers, die 30 besetzten Prozent des Gazastreifens geräumt und von allen Siedlern befreit, die die Rohstoffe dieses Gebietes ausbeuteten. Anstatt aber, dass „Israel tue, was man ihm sage“, habe es eine Propagandamaschinerie in Gang gesetzt, um Assoziationen mit dem Holocaust zu wecken. So sei ein kleiner, weinender Siedlerjunge vor dem Elternhaus gezeigt worden, das die israelische Armee abreißen sollte. Es sei ekelhaft, wie Kinder für politische Propaganda ausgenützt würden. Ich habe ein recht dickes Fell, aber angesichts von Pallywood ließ mir diese Unverfrorenheit das Blut in den Adern gefrieren. Jemand, der so etwas sagt und so vieles mehr unterschlägt, zu welchen Lügen und auch Taten ist der in der Lage, fragt man sich? Die oben genannte Propaganda habe Isus auch verwendet, als die „illegal“ gebauten Städte auf dem „ägyptischen Sinai“ geräumt wurden.

Nach der Räumung 2005 seien die Morde an „Palästinensern“ und die Misshandlung in einem Akt der direkten Barbarei seitens Israel und der indirekten, da stillschweigend duldenden, seitens der USA betrieben worden.

Das größte, und scheinbar einzige, Verbrechen der Palästinenser sei es gewesen, die Hamas zu wählen. Übrigens in ganz legalen und regelmäßig abgelaufenen Wahlen [so wie in Bremen wahrscheinlich]. Denn jetzt hätte Isus einen weiteren Weg gefunden, die „Palästinenser“ zu quälen: durch die Bestrafung dafür, wie sie abgestimmt haben.

Dann wendete sich Chomsky Gilad Schalit zu. Kein Wort des Mitleids. Schließlich habe der Militärposten auf besetztem Gebiet das geradezu herausgefordert. Und eigentlich wäre das Ganze von Isus dankbar politisch instrumentalisiert worden, um die Operation, sorry, das Kriegsverbrechen „Cast Lead“ (Gegossenes Blei) durchzuführen. Zeitgleich wären zwei Brüder in Ramallah von israelischen Soldaten entführt worden. Der eine sogar ein Doktor! Beide seien in der Gefängnismaschinerie verschwunden. Zivilisten zu entführen sei ein viel schlimmeres Verbrechen, als Soldaten zu entführen. Nun habe die Hamas folgerichtig nach dem israelischen Angriff ZURÜCKgefeuert, aber die israelische Feuerkraft wäre ungleich gemeiner und, „as usual“, alle Opfer seien „palästinensisch“ gewesen.

Dann durften wir noch lernen, dass das Recht auf Selbstverteidigung natürlich bestehe. Aber das Recht auf gewalttätige Selbstverteidigung habe man erst dann, wenn die friedlichen Mittel ausgeschöpft worden seien. Ja, man hätte wahrscheinlich darauf warten sollen, bis die Hamas 10.000 weitere Raketen im Laufe der nächsten acht Jahre auf Israel abfeuert, bis der „Frieden“ gefährdet sein könnte. Der israelische Angriff sei also bloße Aggression gewesen und überhaupt wäre schon eine einzige Bombe auf Gaza ein Verbrechen.

Während des Konfliktes hätten sich die USA mit ihren unaufhaltbaren Waffenlieferungen und auch die Europäer nicht mit Ruhm bekleckert. Nur Griechenland sei ein zivilisiertes Land gewesen, da es sich geweigert hätte, eine Waffenlieferung der USA an Israel von einem griechischen Hafen auslaufen zu lassen. Bei so viel Zivilisiertheit sei es kein Wunder, dass die rückständige europäische Staatengemeinschaft Griechenland erst so spät aufgenommen habe. Ihre Barbarei sei ein zu großer Kontrast gewesen.

Obama bekam überraschenderweise auch sein Fett ab. Chomsky glaubt, dass Barack Hussein Obama Israel in den nächsten zehn Jahren mit 30 Milliarden Dollar unterstützen wollte. Dass die EU diesen Betrag wahrscheinlich allein in einem Jahr in die Taschen der so genannten „Palästinenser“ pumpt, war hierbei unwesentlich. Das einzig Gute, was er getan habe, sei, George Mitchell als Nahost-Friedensgesandten zu berufen. Zunächst stutzig, ergibt eine kurze Wikipedia-Suche, warum besagter Gesandter bei Chomsky und Konsorten beliebt zu sein scheint. Schließlich setzt er sich für die erste „palästinensische“ Siedlung „Rawabi“ ein. Siedlung ist eben nicht gleich Siedlung.

Als letzter Punkt kam der „Mord“ an neun „Passagieren“ auf einem „türkischen Boot“ zur Sprache. Der Name schien ihm wohl entfallen zu sein. Jedenfalls konnte er sich entsinnen, dass einer der zu Tode gekommenen „Passagiere“ amerikanischer Staatsbürger gewesen sei. Zufällig schien der „Amerikaner“ den bezeichnenden Namen „Furkan Dogan“ zu tragen, wie wir leider erst durch eigene Recherche erfahren durften. Die ganze Aktion sei ein weiteres Beispiel für die Piraterie Israels auf hoher See. Dies sei nur ein weiterer Aspekt der grausamen und illegalen Blockade, ja gar Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Die Türkei habe fast die Beziehungen zu Israel abgebrochen. Glücklicherweise wäre die Türkei gnädig und habe sie nicht vollkommen abgebrochen. Welch ein Glück aber auch.

Mein Glück war es, dass jetzt endlich die Fragerunde begann. Noch glücklicher war ich, dass im Vorlesungssaal zwar Applaus zu hören war, aber nicht allzu enthusiastisch. Auch im Foyer, in dem ich saß, war wenig zu hören. Die Antworten von Chomsky sind großenteils in obigen Text eingeflossen. Die Antworten der Murray-Frau werden ausgelassen, da sie sich durch reißerische Hetze, Armut an Argumenten und einseitiger Darstellung auszeichnen.

Ein junger Israeli stellte die erste Frage und zwar direkt ein Pfund: Wieso solle Israel einen offensichtlichen Feind mit Hilfslieferungen versorgen, wenn doch Gaza auch eine nie angesprochene, geschlossene Grenze mit dem Brudervolk aus Ägypten habe? Leider habe ich Chomskys Argumentation nicht verstanden und kann sie daher nicht wiedergeben.

Die zweite Frage stellte eine junge Frau. Ob Professor Chomsky durch seine sehr eindeutige und suggestive Wahl seiner Adjektive Israel mit den Nazis gleichsetzen wolle? Die Antwort war schlicht und kam sofort: Ja!

Die nächsten beiden Fragesteller wollten sich Tipps holen, wo sie sich am besten informieren könnten, um ein umfassendes Bild zu bekommen. Die Antworten lauteten: www.endtheoccupation.org und www.BCPRights.org („Hilfsorganisation“ in Boston). Es darf angezweifelt werden, wie objektiv diese Quellen die „Wahrheit“ wiedergeben.

Die letzte Frage war auch sehr erfreulich, da sie ansprach, wie denn Murray „Genozid“ definiere und ob sie einen sehr vagen Begriff nicht nach eigenem Gusto auslege, nur um ihren Präferenzen nachzukommen. Sei das Ganze nicht zu komplex, um es so einseitig und beschränkt auf einige historische Ereignisse zu betrachten. Murray bekräftigte hierbei eine Aussage, die sie wohl am Anfang ihrer Hasstiraden, sorry, Ausführungen angebracht hatte und zwar, dass Israel „Apartheid“ anwendete.

Erst Nazi und jetzt Apartheid. Bevor ich mir im falschen Film vorkommen konnte, setzten sie das Sahnehäubchen auf. Der britische General Allenby habe die Eroberung Jerusalems als Erfüllung des Zieles der Kreuzzüge gesehen. Der „christliche Zionismus“ sei tatsächlich noch älter als der jüdische. Und wenn man die Bibel läse, dann erführe man, dass es ein auserwähltes Volk gäbe und alle anderen, die in den diesem versprochenen Gebieten vorher lebten, dürften getötet werden. Warum die USA Israel dabei gewähren ließe? Na, wegen ihrer eigenen Vergangenheit mit den amerikanischen Ureinwohnern natürlich. Was aber vergessen wurde zu erwähnen, war, dass in der Bibel dies alles allerhöchstens als geschichtliches Zeugnis niedergeschrieben ist. Im Koran ist es ein unmissverständlicher Befehl!

Zusammenfassung der Chomsky-Taktik

Man verstärke seine Ansichten durch häufiges Einbringen des Adjektivs „international(e/es)…“ und durch das beiläufige Erwähnen von Personen aus AI, UN, „Human“ Rights Watch etc.. Dann bezeichne man Israel und die USA entgegen den Fakten als Schurkenstaaten und kritisiere ihre Politik als mörderisch, herablassend und demütigend. Ihre Macht im verführten Volk haben sich die entsprechenden Regierungen durch „Propaganda“ gesichert. Siedlungen der Israelis haben grundsätzlich „illegal“ zu sein. Was dazu führt, dass die „Palästinenser“ unter „Besatzung“ durch die Israelis stehen. Das Ganze muss man mit der Erfolgszutat „Kolonialismus“ würzen und fertig ist die Tarte à Chomsky.

Am Ausgang bekam ich dann eine Zeitung, die das Sprachrohr der „Revolutionären Kommunistischen Partei“ in den USA darstellt, die sich für eine „Neue sozialistische Republik in Nordamerika“ einsetzen, ausgehändigt. Die Titelseite sagt eigentlich schon alles aus:

Trotz eines emeritierten MIT-Professors mit erschreckenden Thesen, liebe ich das MIT und bin glücklich, dort zu forschen. Am MIT sieht man immerhin fast genauso viele Männer mit Kippa, wie Frauen unter Kopftüchern. Und außerdem gibt es eine starke pro-israelische universitätenübergreifende Allianz in Boston und Cambridge.

Ganz im Sinne unserer kommunistischen Betonköpfe in Boston, verabschiede ich mich mit einem:

Join the Revolution (but democratically please)!




Video: Marc Doll im Gespräch

Marc DollDer stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIHEIT, Marc Doll (Foto), war jahrelang Mitglied der CDU und dort als Experte für die „Innere Sicherheit“ zuständig. Mit dem Vertreter der Jugendorganisation der FREIHEIT, Dustin Stadtkewitz, spricht er über seinen Werdegang in der CDU, die starke Themenzensur und die Erfolgsaussichten der Partei bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September.

Von der CDU zur FREIHEIT

Enttäuscht von der starken Themenzensur, insbesondere wenn es um die Islamkritik ging, trat Marc Doll im September 2010 aus der CDU aus. Rückblickend berichtet er von seiner anfänglichen Hoffnung, mit der CDU die Probleme in Berlin ansprechen und lösen zu können,. Er musste aber schnell erkennen, dass dies anscheinend gar nicht gewollt ist. Die CDU rückt offensichtlich lieber nach links, um sich als potentieller Partner der Grünen in Berlin anzubieten und vergisst dabei die Werte, die man einst mit dieser Partei verbunden hat.

„Vor allem islamkritische Meinungen waren sehr verpönt, die wollten nicht diskutiert, die wollten nicht mal gehört werden“, berichtet der 33-Jährige und verdeutlicht, in welche Richtung die etablierten Parteien tendieren.

Es geht ihnen schon lange nicht mehr um Werte wie Demokratie, freie Meinungsäußerung oder bürgernahe Politik, sondern schlicht um Machterhaltung. Themen, über die sie nicht diskutieren wollen, werden totgeschwiegen und jeder, der unser Grundrecht der freien Meinung in Anspruch nimmt und unangenehme Wahrheiten anspricht, wird als „Rechtspopulist“ diffamiert.

Was ist überhaupt ein Rechtspopulist?

Doll: „Das Wort Populist ist vollkommen deplatziert was uns betrifft. Ein Populist ist jemand, der seine Meinung, wie der politische Wind gerade weht, dreht und das trifft eigentlich auf alle unsere Politiker zu.“ Wie Recht Marc Doll mit dieser Aussage hat, wird an den Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich. Ohne das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Dr. Thilo Sarrazin überhaupt gelesen zu haben, bezeichnete sie den Bestseller als „nicht hilfreich“. Als sie später merkte, wie viel Zustimmung Sarrazin im Volk hat, äußerte sie sich plötzlich sehr viel zurückhaltender.

„Die Politiker haben keinen eigenen Standpunkt, außer, dass sie selbst an der Macht bleiben wollen, das Volk kommt in diesen Überlegungen überhaupt nicht vor. Das sieht bei uns ganz anders aus: wir vertreten seit Jahren eine feste Meinung und das nicht mit dem Wind, sondern gegen den Wind. Das ist das Gegenteil von Populismus“, so Doll im Interview.

„Die Jugendkriminalität ist fast vollkommen importiert“

Schon bevor Thilo Sarrazin mit seinem Buch die politische Debatte in Deutschland anstieß, stand das Thema „Jugendkriminalität“ zur Diskussion. Wenn wir jedoch von Jugendkriminalität sprechen, ist der Begriff irreleitend, wie Marc Doll es im Interview ausführt: „Die Jugendkriminalität ist fast vollkommen importiert. Die Intensivtäter in Berlin besitzen zu rund 80% einen Migrationshintergrund, die meisten davon sind Muslime. Bis zu 90% der Berliner Gefängnisinsassen sind Muslime.“

Wir sprechen hier also nicht davon, dass ein paar Kinder eine Packung Kaugummis klauen, sondern wir sprechen von systematischer Kriminalität. Es sind türkische und arabische Jugendgangs, die keine Achtung vor Deutschland und dem deutschen Rechtssystem haben, sondern mit Vorliebe Menschen „abziehen“ und dafür nichts weiter als eine Ermahnung vom Richter zu erwarten haben.

Es würde daher mehr Sinn machen, diese neue Form der Kriminalität als „Migrantenkriminalität“ zu bezeichnen. Man muss in Deutschland die Probleme beim Namen nennen dürfen, nur so können Lösungen gefunden werden. Jedoch ist auch dieser Begriff kritisch zu sehen, weil man eindeutig zwischen den verschiedenen Nationalitäten der Migranten unterscheiden muss. Wir haben in Deutschland keine Probleme mit den gut integrierten Vietnamesen, Italienern, Jugoslawen oder Russlanddeutschen. Die Probleme, die wir im Bereich der Integration und Kriminalität haben, haben wir fast ausschließlich mit Menschen aus dem islamischen Kulturkreis.

„Antifa hat in Berlin Narrenfreiheit“

Nicht erst seitdem DIE FREIHEIT unfreiwillig mit den Berliner Linksextremisten um Dirk Stegemann konfrontiert wurde, ist zu beobachten, dass die Gewaltbereitschaft linker Gruppierungen wie der „Antifa“ immer weiter ansteigt. In Berlin werden Autos angezündet, Scheiben eingeschlagen, Politiker bedroht und Anschläge verübt. Im Gegensatz zum Rechtsextremismus, der genauso und aufs Schärfste zu verurteilen ist, wird jedoch das Thema Linksextremismus medial und politisch kaum wahrgenommen.

Die Rechtsextremisten versuchen seit Jahren politisch Fuß zu fassen und bekommen selten mehr als ein Prozent der Wählerstimmen. Eine Gefahr von diesem politischen Spektrum für die Demokratie besteht also nicht. Wenn jedoch hochrangige Politiker der Linkspartei sich offen undemokratisch äußern und von einer Demokratie lieber zurück zum Kommunismus wollen, dann sollte man dies genauso verurteilen wie den Rechtsextremismus. Die Linke kann im Gegensatz zu rechtsextremen Parteien oftmals mit einem zweistelligen Wahlergebnis punkten. Die neue Gefahr geht also viel eher vom Linksextremismus als vom Rechtsextremismus aus und das sollte jedem bewusst werden.

Wenn Linksextremisten gegen eine demokratische Partei demonstrieren, „Nie wieder Deutschland“ skandieren und dabei von den Grünen, der Linkspartei und ver.di unterstützt werden, sollte man anfangen, sich Sorgen zu machen. Ihnen geht es dabei nicht darum, sich kritisch mit der Politik auseinander zu setzen. Sie wollen dagegen sein – gegen die Demokratie, gegen den Staat, gegen Deutschland.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: „Das Mindestziel ist einzuziehen“

Am 18. September 2011 findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt, bei der DIE FREIHEIT als neue bürgerliche Kraft antreten wird. „Das Mindestziel ist einzuziehen“, so formuliert es Marc Doll im Interview und ist gleichzeitig überzeugt davon, dass die neue Partei mehr als die benötigten fünf Prozent der Wählerstimmen für sich beanspruchen kann. Die Forderungen nach einer direkten Demokratie, einer besseren Familien- und Arbeitsmarktpolitik und nicht zuletzt nach einer verschärften Zuwanderungsspolitik treffen den Nerv der Zeit. Doll: „Wir sehen jetzt schon, was Einzelpersonen bewegen und wie sehr sie diese ganze Debatte am Laufen halten. Aber ab September wird es zum ersten Mal der Fall sein, dass eine ganze Fraktion aus einem deutschen Parlament heraus die Probleme anspricht. Das ist bis jetzt noch nie passiert.“

Hier das Interview mit Doll:

(Videobearbeitung: theAnti2006)