TV-Tipp: „Türkisch first?“ und Heisig-Film

Gleich zwei TV-Tipps haben wir für den heutigen Fernsehabend: Taqiyya- und Gutmenschen-Alarm gibt es um 21.45 Uhr auf ZDF Info. In der Sendung „ZDF log in“ für „junge Menschen“, wird über „Türkisch first? Wie viel ‚Deutsch‘ braucht die Integration?“ (schon die Fragestellung ist absurd) diskutiert. Hinweis für unsere Leser: Jeder kann Beiträge online erstellen, ein Chat ist ebenso vorhanden wie ein Livestream. Eine Stunde später um 22.45 Uhr zeigt die ARD den mit Spannung erwarteten Heisig-Film „Tod einer Richterin“ von Nicola Graef und Güner Balci, auf den wir bereits vorige Woche hingewiesen haben. JETZT mit Video!

(Spürnasen: Bonusmalus, Attero Dominatus, Kölschdoc, hanna, WahrerSozialDemokrat, FrankDalton)




Total verhüllt – ZEIT plädiert fürs Kopftuch

KopftücherDie ehemalige Qualitätszeitung „Die ZEIT“, einst die S-Klasse unter den Zeitungen, heute wohl eher der Ford-Transit (schwerfällig, aber mit viel Platz für türkische Großfamilien), geht nach dem abgewandelten Wulff-Motto „Der Islam gehört in die ZEIT“ mit gutem Beispiel voran und lässt muslimische Einwanderer an der Redaktion „teilhaben“, damit diese zusammen mit Alt-68er-Fossilien wie Jens Jessen (wir erinnern uns: Deutschland hat ein Problem mit nörgelnden Rentnern, die sich deshalb nicht wundern müssen, wenn sie von Migrantenjugendlichen zusammengetreten werden) in der Mitte der deutschen Gesellschaft „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“ bekämpfen können.

Insbesondere eine gewisse Deniz Baspinar ist wie keine Zweite in der Lage, den Redaktionsauftrag „Schreibt den Islam schön – ganz egal, wie!“ zu erfüllen, denn erstens quellen ihr Herz und Feder über von dem immensen Reichtum, der unglaublichen Vielfalt und den großartigen Schönheiten so glücklich mit dem Türkentum verwobenen Moslemseins, und zweitens hat sie dafür eine regelmäßige „Kolümne“ erhalten, um in ihr die immer noch uneinsichtig und verstockt auf ihrem Deutschtum – was immer das sein soll – beharrenden Ureinwohner belehren zu können.

In der vorletzten Ausgabe schilderte Frau Baspinar ihr „Jahr mit [dem oberverstockten] Onkel Sarrazin“ und zeigte auf, wie „wir Türken“ darunter leiden, durch die Sarrazindebatte dauernd in den Mittelpunkt gestellt zu werden – wo doch jeder weiß, wie wenig dem bescheidenen Türkentum daran liegt. Wegen der leidigen Sarrazindebatte habe sogar der türkische (oder etwa deutsche?) Nationalspieler Mesut Özil den Integrationsbambi erhalten – wozu der gut sein sein soll, weiß zwar auch kein Mensch, nicht einmal ein deutscher – was Frau Baspinar zu dem empörten Aufschrei brachte: „Kann man einen Menschen schlimmer erniedrigen?“ Schande über Sarrazin und Schande über ein integrationsbambiverleihendes Deutschland!

In ihrer jüngsten Kolümne „Der Reiz des Kopftuches“ schildert sie nun, wie junge selbstbewusste Kopftuchträgerinnen das Flirtpotenzial dieses anmutig wehenden und bunt-leuchtenden Stückes Stoff erkannt haben und dieses gekonnt und kokett im ewigen Geschlechterspiel einsetzen, selbst wenn sie „Gespräche und Körperkontakt mit Männern vermeiden und damit Ehrbarkeit signalisieren“.

Aus der Grundthese, dass Bedecktes durchaus reizvoller sein kann als offen Dargelegtes, folgert sie in messer(uups)scharfer Logik, dass Kopftüchlerinnen mehr erotisches Potenzial haben als Unbedeckte, d.h. in normale Kleidung Gewandete. Diesen Schluss konnte sie durch die Erfahrungen von Kopftuchträgerinnen belegen, die auf der Suche nach einem Arbeitsplatz von der ausgrenzenden Mehrheitsgesellschaft gezwungen wurden, das [Scham-, nein eigentlich: Flirt-] Tuch abzulegen und nun empört feststellten, dass sie ohne Kopftuch viel weniger angeschaut werden als zuvor. Frau Baspinar steht nunmehr kurz vor einem empirischen Selbstversuch! Die absolute Wissenschaftlichkeit eines solches Beweises wäre dann selbstredend nicht anzuzweifeln – wer wollte schon leugnen, dass z.B. eine Burkaträgerin nicht tatsächlich alle Blicke auf sich zöge!

Zudem führte sie als unbestechlichen Zeugen einen iranischen Freund an, der sich in einer Bar im leider noch unzureichend islamisierten Istanbul wehmütig daran erinnerte, wie es seinerzeit im wunderschönen Iran noch völlig ausreichte, nur den unbeabsichtigt enthüllten Knöchel einer Frau zu sehen, um so richtig in Fahrt zu kommen, während ihn die knapp verhüllten Frauen um ihn herum inzwischen nur noch langweilen. Man möchte dem so schnöde um seine „sexuelle Erregung“ geprellten Baspinarfreund so gerne zurufen: Dann komm doch nach Deutschland und „flirte“ islamkonform in Wedding oder Neukölln-Nord, dort wirst du garantiert auf deine Kosten kommen, und Deutschland könnte einmal, ein einziges Mal, stolz darauf sein, seine Bringschuld erbracht zu haben.

Das lockende Geschlechterspiel ist aber nur das eine – die ernsthafte Erfüllung (des Fortpflanzungs- und Vermehrungsauftrages) in der Ehe ist jedoch das andere. Doch auch hier haben die Kopftuchträgerinnen eindeutig die Nase vorn. Während die Ureinwohnerin zwar leichtbekleidet signalisiert, „sexuell verfügbar (!) zu sein“, obwohl dies doch jemanden, der keine „Schlampe“ zur Frau will, gar nicht interessieren dürfte, zeigt die Bedeckte, dass sie sich in erster Linie selbstbewusst-modern als durch und durch sexuelles Wesen definiert, welches aber nur dem Richtigen [als Acker, s. Koran]) „zur Verfügung steht“. Wenn das keine Emanzipation ist!

Leider hat ein Großteil der latent rassistischen und islamophoben Kommentatoren dies überhaupt nicht verstanden und mokiert sich in einer Vielzahl von Kommentaren z.B. darüber, dass eine – nach moslemischen, also richtigen Maßstäben – nur mangelhaft verhüllte Frau von vielen Moslems als „Schlampe“ angesehen wird, obwohl „Schlampe“ doch ein urdeutsches Wort ist und die deutsche Sprache hier noch viel drastischere Worte kennt. Es liegt somit auf der Hand – und nur böswillig Verstockte können dies bestreiten – dass das Problem ein deutsches ist. Manche Kommentatoren behaupten sogar dreist, dass das Kopftuch bei ihnen gar keine erotischen Gedanken hervorrufe. So gibt es noch viel Integrationsarbeit von Seiten der Deutschen zu tun, doch wir können sicher sein, Frau Baspinar wird sich in den kommenden „Kolümnen“ unserer zahlreichen Defizite annehmen – der ZEIT sei Dank!

(Eisbärin, PI-Gruppe Berlin)




Linksextreme Gewalt: Keine Bundesliga am 1. Mai

In Deutschland ist erstmalig ein kompletter Spieltag der 1. und 2. Bundesliga verschoben worden. Es steht nicht genügend Polizei zur Verfügung, um am 1. Mai dem linken Terror zu begegnen, und gleichzeitig Sicherheit in den deutschen Fußballstadien zu gewährleisten.

(Von Michael Böthel, PI-Lübeck)

Der „Kicker“ schreibt:

„Die Arbeitsbelastung der Polizei ist am 1. Mai aus Gründen, die nichts mit Fußball zu tun haben, überdurchschnittlich hoch. Der Profifußball erkennt diese Arbeit an und verzichtet daher freiwillig auf Liga-Spiele am 1. Mai. Der Profifußball steht zu seinem Wort und übernimmt Verantwortung für seine Fans, aber auch für die Polizei“, begründete Ligapräsident Reinhard Rauball den Verzicht.

Die Innenminister der Länder wollten sogar durchsetzen, dass am kompletten Wochenende kein Fußball stattfinden sollte. Die Antwort gegen Linksextremismus heißt in Deutschland – Kapitulation! …




EU: Türkei-Beitrittsverhandlungen festgefahren

Der aktuelle Fortschrittsbericht des Europäischen Parlaments zu den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei fällt vernichtend aus. Wie der von der niederländischen Christdemokratin Ria Oomen-Ruijten verfasste Text feststellt, „[kommen] die Reformen in der Türkei […] kaum voran.“ Die Türkei sei nach fünf Jahren Beitrittsverhandlungen meilenweit davon entfernt, Mitglied der Europäischen Union zu werden.

(Von Thorsten M.)

Die Mängelliste liest sich dabei wie das Sündenregister einer nahöstlichen Autokratie. Die WELT berichtet:

Die Türkei schütze religiöse Minderheiten nicht ausreichend und lasse immer noch zu, dass Frauen diskriminiert würden. Ehrenmorde und Zwangsheiraten nähmen zu. Die Regierung untergrabe die Pressefreiheit, etwa durch die strafrechtliche Verfolgung von Journalisten, die Menschenrechtsverletzungen aufdeckten. Die Reform des Justizsystems komme nicht voran. Das Land sperre sich im Zypern-Streit.

Gleichwohl finden sich bei Erdogans „fünfter Kolonne“, z.B. dem für die bayrische SPD im Europaparlament sitzenden Abgeordneten Ismail Ertug, wie die WELT weiter berichtet, auch verständnisvolle Worte:

„Der Text ist in Teilen einseitig“, sagt Ismail Ertug, Türkei-Experte der SPD-Abgeordneten, gegenüber „Welt Online“. Die EU kritisiere ohne Unterlass, sei ihrerseits jedoch nicht zu Zugeständnissen bereit. „Dadurch verliert die Union ihre Glaubwürdigkeit.“ […] „Der Bericht fordert die Türkei auf, Zypern anzuerkennen, verschweigt aber, dass die EU ihr Versprechen von 2004 nicht einhält – die Türken könnten dies als Provokation empfinden“, sagt SPD-Mann Ertug. Der Bericht könne die Fronten in dem diplomatischen Konflikt um die Insel endgültig verhärten.

Ganz als ob das Thema „Provokationen“ nach dem nationalistischen Auftritt des türkischen Premiers in Düsseldorf ein einseitiges Problem wäre, und zuvorderst die EU ein Glaubwürdigkeitsproblem hätte.

Trotzdem sollte man diesen Bericht – der wesentlich die Handschrift der christdemokratischen Mehrheitsfraktion (EVP) trägt – nicht überbewerten. Die Verfasserin Ria Oemen-Ruijten will den Text als „wichtiges politisches Signal“ wenige Monate vor den türkischen Parlamentswahlen verstanden wissen. Er solle auch ein Ansporn für die pro-europäischen Kräfte in der Türkei sein, womit sie die Tür zu einem EU-Beitritt weiter offen hält.

Es bleibt Europa und der Türkei zu wünschen, dass sich Ankara auch weiterhin darum drückt, ein zahnloser Rechtsstaat nach Brüsseler Vorstellungen zu werden. Zum einen, weil die Türkei nun einmal nicht Teil der europäisch-christlichen Völkerfamilie ist und die Nicht-Umsetzung von Verhandlungskapiteln die eleganteste Art ist, den Beitritt auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben. Zum anderen aber auch, weil es sich als eine Art „Bananenrepublik“ in direkter Nachbarschaft zu Ländern wie Iran, Irak und Syrien einfach leichter leben lässt, denn als „Bananenverordnungsrepublik“ europäischen Zuschnitts.




Selbstmordanschlag bei Beerdigung in Pakistan

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 34 Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Der Anschlag wurde am Stadtrand von Peshawar verübt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Zunächst war von mindestens 24 Toten die Rede gewesen. Der Attentäter sprengte sich laut Polizei inmitten einer Trauergemeinde in die Luft. Die Menschenmenge hatte sich zur Beerdigung der Frau eines Mitglieds einer gegen die Taliban kämpfenden Miliz versammelt. Der Chef des größten Krankenhauses der Stadt, Abdul Hameed Afridi, beschrieb den Zustand von elf der Verletzten als „äußerst kritisch“.




Abenteuerreisen in Duisburg-Marxloh

Busfahrer in DuisburgWer Lust auf Spannung und Abenteuer hat, braucht heutzutage keine Fahrten in die weite Welt mehr zu unternehmen – man muss nicht nach Afghanistan oder an den Amazonas. Und auch wer authentisches Exotikflair und einen Hauch von 1001Nacht spüren möchte, muss keine klimaschädlichen Fernreisen mehr machen – denn dank des zum Islam gehörigen Deutschlands, wie Herr Wulff sagt, gibt es hier bei uns inzwischen genügend Jobs mit Dauergarantie auf Adrenalin und Spannung, massive körperliche und seelische Nebenwirkungen allerdings inklusive.

(Von Roland)

Zum Beispiel als Busfahrer im Duisburger Norden, genauer gesagt in Marxloh (auf PI mehrfach Thema, interessantes Video hier). Der WAZ-Redakteur Christian Balke hat für einen Artikel eine Busfahrt mitgemacht – und danach einen ziemlich offenen Bericht darüber geschrieben, ohne das übliche Weglassen und Beschwichtigen.

Es geht halt nichts über eigene Erfahrungen und Eindrücke der gelebten Kulturbereicherung. Von „surrealer Geisterbahnfahrt“ ist dort zu lesen, von „Chaos und Bedrohungen“ durch türkische Migranten, aggressive Jugendliche, die zwar sonst mit der deutschen Sprache ihre Schwierigkeiten haben, aber „eins in die Fresse“ bzw. „aufs Maul“ immerhin sofort und überzeugend aussprechen können. Der Fahrer hat offenbar resigniert und sich mit Ausnahmezustand als Dauerzustand abgefunden, er spricht von Alltag und freut sich, nur verbal statt körperlich angegriffen worden zu sein. Vielversprechend auch die unter dem Artikel zu findenden Hinweise auf weitere Nachrichten, z.B. „Jugendgang schlägt Fahrgast zusammen“ (übrigens mit lächerlicher, politisch-korrekter Täternichtbeschreibung) oder „Couragierter Zeuge wird bedroht“.

Angesichts solcler Szenen sollte man alle Verharmloser und Gutmenschen einfach mal zwingen, allein und im schicken Anzug bzw. Kleidchen abends den ÖPNV zu nutzen, da dürfte manchen ein Lichtlein aufgehen (von ganz verkorksten Fällen mal abgesehen).

Oder man macht es wie einst der mutige Polizeipräsident von Berlin, Dieter Glietsch – der fuhr nach diversen Gewaltvorfällen demonstrativ U-Bahn. Allerdings nur kurz und auch nur in Begleitung mehrerer stämmiger Polizeibeamter in Zivil. Für alle anderen gilt einmal mehr der Ausspruch der früheren Ausländerbeauftragten der Bundesregierung, Marie-Luise Beck (Die Grünen):

„Das müssen wir aushalten!“




Döner-Morde: Ultrarechte Türken die Täter?

Wie wehrlos deutsche Sicherheitsbehörden der importierten „Organisierten Kriminalität“ aus dem Morgenland gegenüberstehen, hat uns das linksgrün-verblödete Bundesland Bremen im Umgang mit den „Kurdenclans“ häufig bewiesen. Auch die mit den „Döner-Morden“ beauftragte „BAO Bosporus“ sucht nach zehn Jahren lieber noch nach einem Türkenhasser, dem die Morde sexuelle Befriedigung verschafften.

In der Ausgabe 8/2011 des Spiegel erschien ein interessanter Artikel zum Thema, der jetzt auch online verfügbar ist:

Düstere Parallelwelt

Acht Türken und ein Grieche wurden mit derselben Tatwaffe erschossen. Es gibt Hinweise, dass eine Allianz türkischer Nationalisten, Gangster und Geheimdienstler dahinter stehen könnte.

Nichts, überhaupt gar nichts. „Man hat“, sagt die Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Elke Schönwald, „noch nicht einmal das Schwarze unter dem Fingernagel.“ Keine gute Nachricht nach zehn Jahren Ermittlungsarbeit. Es gab neun Tote, sieben Sonderkommissionen, 3500 Spuren, 11 000 überprüfte Personen, Millionen Datensätze von Handys und Kreditkarten. Und nicht den Hauch eines Ergebnisses.

160 Polizisten aus mehreren Bundesländern arbeiteten für die „Besondere Aufbauorganisation (BAO) Bosporus“ in Nürnberg. Die Aktenordner der Mordermittler, Kriminaltechniker und Profiler füllten zuerst Schrankwände, dann ganze Zimmer. Doch der oder die Täter bleiben ein Phantom.

Seit September 2000 starben neun Kleinhändler in ihren Läden in Nürnberg, München, Rostock, Hamburg, Kassel und Dortmund, acht türkische Zuwanderer und ein Grieche. Freundliche, unauffällige Menschen, denen am helllichten Tag aus nächster Nähe ins Gesicht geschossen wurde.

Es gibt scheinbar nichts, was diese neun Menschen miteinander verbindet. Zwei von ihnen verkauften Döner, deshalb wird in Medien über die unheimliche Mordserie meist unter der Überschrift „Döner-Morde“ berichtet. Nur eine Verbindung kann zwischen den neun Opfern gezogen werden. Das ist die Tatwaffe, eine Pistole mit Schalldämpfer aus tschechischer Produktion, Ceska Typ 83, Kaliber 7,65 Millimeter.

Und weil alle Spuren abgearbeitet sind und alle Wege ins Drogen-, Glücksspiel- und Schutzgeldmilieu im Nichts endeten, klammern sich die Nürnberger Ermittler an die These vom mordenden Psychopathen: Irgendwer hasst offenbar türkische Döner-Verkäufer und Gemüsehändler so sehr, dass er sie vernichten will. Er reist – vielleicht als Handelsvertreter – durch Deutschland, im Gepäck die Ceska, und lauert auf das nächste Opfer. Eine mögliche Erklärung, sicher, aber ist sie auch plausibel?

Viele Fahnder der Sonderkommission sind, anders als die Nürnberger Ermittler, davon überzeugt, dass die Spur der Morde in Wirklichkeit in eine düstere Parallelwelt führt, in der eine mächtige Allianz zwischen rechtsnationalen Türken, dem türkischen Geheimdienst und Gangstern den Ton angeben soll. Und sie glauben, dass sie bei ihren Ermittlungen diesem Täterkreis immerhin so nahe gekommen sind, dass die Mordserie nach der Erschießung des Internetcafé-Betreibers Halit Y., 21, in Kassel am 6. April 2006 gestoppt wurde.

Doch auch ihnen fehlen die Beweise. Alle Ermittlungen endeten irgendwann an einer Mauer des Schweigens. Es herrsche, berichten die Beamten, Angst – Angst vor dem „tiefen Staat“, einem Netzwerk aus Ultranationalisten, Militärs, Politikern und Justiz. „Ergenekon“, eine angebliche Verschwörungsorganisation, soll genauso wie die rechtsextremen Angehörigen der Grauen Wölfe in dieses Netzwerk verstrickt sein.

Die Erkenntnisse der Ermittler decken sich weitgehend mit den Aussagen mehrerer Informanten, die gegenüber dem SPIEGEL glaubwürdig schilderten, wie sie selbst Teil dieses kriminellen Netzwerks wurden. Danach sollen Mitglieder ihre Geschäfte auch in Deutschland mit Hilfe von Killern und Drogenhändlern betreiben und für die Morde an den neun Männern verantwortlich sein.

Die Geschichte beginnt am 3. November 1996, einem Datum, das in der politischen Geschichte der Türkei eine besondere Bedeutung hat.

An jenem Sonntag rast ein schwarzer Mercedes SEL 600 über die Landstraße 565 von Izmir nach Bursa. Nahe der Stadt Susurluk rollt plötzlich ein unbeleuchteter Lastwagen von einer Tankstelle auf die Fahrbahn. Die schwere Limousine prallt in den Laster, der Kabeltrommeln geladen hat und wie ein Betonklotz auf der Straße steht. Im Wagen sterben zwei Männer und eine Frau, ein weiterer Mann überlebt verletzt.

Das Ergebnis der Unfallaufnahme löst in der Türkei ein politisches Beben aus. Denn in dem Mercedes saßen der Mafia-Pate Abdullah Çatli, der von Interpol gesucht wurde, ein ehemaliger Polizeioffizier, ein Parlamentsabgeordneter der Partei des Rechten Wegs, die mit Tansu Çiller zu dieser Zeit die Außenministerin stellt, und schließlich die Schönheitskönigin Gonca Us, eine ehemalige Geliebte eines Agenten des Geheimdienstes MIT.

Bei Interesse bitte hier weiterlesen…

(Spürnase Wolle aus Polen)