Linke haben in Bad Nenndorf eine Versammlung gesprengt - und wurden von der Polizei mit Erfrischungsgetränken belohnt.

Bad Nenndorf: Polizei bringt Blockierern Getränke

Die sogenannte Antifa skandierte „Deutsche Polizisten kämpfen für Faschisten“ – zur Belohnung gabs Softdrinks.

In Bad Nenndorf westlich von Hannover haben gestern mehrere hundert linke Blockierer eine Kundgebung des rechten Spektrums verhindert. Die Polizei war einmal mehr nicht Willens oder in der Lage, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit durchzusetzen. Hätte die Kundgebung des rechten Spektrums vor einem ehemaligen britischen Militärgefängnis bereits um 16 Uhr beginnen sollen, so begannen die Beamten erst gegen 18 Uhr gemächlich damit, Blockierer wegzutragen. Für diese karrte sie zudem jede Menge Erfrischungsgetränke heran (Foto).

Die „Hannoveraner Allgemeine Zeitung“ jubelt:

Party gegen Neonazis: Rund 2000 Bürger haben am Sonnabend friedlich und phantasievoll gegen einen Neonaziaufmarsch in Bad Nenndorf demonstriert – darunter Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Im Anschluss an die Kundgebung unter dem Motto „Bad Nenndorf ist bunt“ kam es zu mehreren Blockadeaktionen, die den geplanten „Trauermarsch“ der Rechtsextremisten zum früheren Wincklerbad um fast drei Stunden verzögerten.

Auf dem Bahnhof in Bad Nenndorf ketteten sich gegen 12. 45 Uhr zwei junge Frauen an eine mit Beton gefüllte Biotonne an, die in die Tür eines haltenden S-Bahnzuges gestellt worden war. Eine der Angeketteten befand sich im Zug, die andere auf dem Gleis. Die Polizei brauchte fast zwei Stunden, um die Frauen von der „Beton-Tonne“ mit Säge, Meißel und Hammer zu befreien. Die Aktion führte dazu, dass der eingleisige Schienenverkehr für zweieinhalb Stunden unterbrochen war. Ziel der Aktion war, es, die Anreise der Neonazis zu verhindern.

Gut 300 schafften es trotzdem. Das Verwaltungsgericht Hannover hatte ihnen zugebilligt, um 16 Uhr – zwei Stunden nach dem Ende der Kundgebung des Bürgerbündnisses – direkt vor dem Wincklerbad zu demonstrieren. Mit sogenannten Trauermärschen wollen die Neonazis daran erinnern, dass in dem früheren Schlammbad von 1945 bis 1947 NS-Schergen und mutmaßliche Kriegsverbrecher, interniert, misshandelt und in mindestens drei Fällen zu Tode gefoltert wurden. Doch bereits 1947 hatte die britische Regierung das Internierungslager geschlossen und die Folterer vor Gericht gestellt. Seit 2006 nehmen die Neonazis die Vorgänge im Wincklerbad gleichwohl zum Anlass, um vermeintliche Verbrechen der Alliierten gegen die Deutschen anzuprangern.

Doch an diesem Sonnabend mussten sie ihre Kundgebung an der Rückseite des Wincklerbades abhalten, nachdem sie zuvor schon vor einem Eiscafé in der Fußgängerzone Bad Nenndorfs Station gemacht hatten. Ihren Plan, zum Platz vor dem Wincklerbad vorzurücken, gaben sie nach dreistündiger Wartezeit auf.

Denn die Bahnhofsstraße vor dem Wincklerbad wurde von rund 200 Demonstranten stundenlang blockiert. Neben schwarzgewandeten Antifa-Aktivisten setzten sich auch Mitglieder des Sportvereins „VfL Bad Nenndorf“ auf die Straße. Während die Antifa-Protestler die Polizei mit Sprüchen wie „Deutsche Polizisten kämpfen für Faschisten“ zu provozieren versuchten, verbanden die Sportvereinsmitglieder ihren Protest mit heiteren Lockerungsübungen und Fangesängen wie im Fußballstadion:. Motto: „Hier regiert der VfL“.

Als die Polizei gegen 18 Uhr schließlich mit der Räumung begann, spitzte sich die Situation zu. Manche der Blockierer wehrten sich so heftig, dass es zu leichten Verletzungen kam. Insgesamt aber bemühte sich die Polizei um Deeskalation und ging äußerst behutsam vor. „Die Kollegen sind hier besonders sanft zu Werke gegangen, und das ist gut so“, sagt der Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Dietmar Schilf. „Unsere Sympathien gelten den Demonstranten. Wir finden es gut, dass erstmals auch unser Innenminister hier war und so klar Farbe bekannt hat.“

Besondere Probleme bereiteten der Polizei sogenannte Pyramiden: Vier Blockierer hatten ihre Hände an einen Betonklotz gekettet, drei Demonstranten hatten sich mit Fahrradketten am Hals zusammengeschlossen. Doch die Polizeitechniker hatten damit keine größeren Probleme. Gegen 19.10 Uhr war die Straße wieder frei.

„Wir sind da mit viel Augenmaß rangegangen, so dass keiner verletzt worden ist“, sagt Axel Bergmann von der Polizei Nienburg. „Es hat zwar einige Ingewahrsahmnahmen gegeben. Insgesamt ist aber alles ziemlich friedlich abgelaufen.“

Unappetitlich: Auf einem Plakat wurde der Wehrmachtssoldat Gerhard Menzel, welcher in britischer Haft gefoltert worden war (PI berichtete), auf niederträchtigste Art und Weise verspottet:

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AfD – eine Alternative auch auf dem Land

DSCF1000aDie AfD rief zu ihrem Sommerfest in Mölln und die Menschen kamen in überraschend großer Zahl: mindestens 200 Bürger fanden sich am 3. August erwartungsvoll im großen Saal des ersten Hauses am Platze in der Kleinstadt Mölln ein. Als Starredner angekündigt waren Professor Starbatty und die Spitzenkandidatin der AfD für Schleswig-Holstein, Ulrike Trebesius. In einem nahezu vollen Saal machte sich Aufbruchstimmung breit. UPDATE: Jetzt mit Video der Starbatty-Rede!

(Ein Photobericht aus Mölln von Mr. Merkava)

Der erste Eindruck der Partei AfD, des Landesverbandes und des gastgebenden Kreisverbandes war erstaunlich professionell: Broschüren, Partei-Devotionalien, ein angemessen im Partei-Design geschmücktes Podium und eine Hitech-Videodokumentations-Ausstattung in einem sehr geeigneten Veranstaltungssaal – als wenn die Partei bereits seit Jahrzehnten nicht anderes getan hätte. Und alles ohne den Parteienfinanzierungstropf, wie bei der Begrüßung ausdrücklich betont wurde – dabei ist sie als ganzes noch kein Jahr alt. Respekt vor Tempo und Tatkraft:

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Nach der Begrüßung und Einführung durch Kreissprecher Hasso Füsslein, in der berechtigter Stolz auf das in der kurzen Zeit bereits für die AfD Erreichte mitschwang, hielt Ulrike Trebesius, Spitzenkandidatin für Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl im September, eine frisch vorgetragene Einstiegsrede in das Euro- und Demokratiedefizit-Thema des Abends (Video am Ende dieses Beitrags). Aphorismus am Rande: seitdem es die „Alternative für Deutschland“ gibt, würde Frau Merkel das Wort „alternativlos“ peinlichst vermeiden und nur noch das Wort „unverzichtbar“ benutzen, um ihre Politik durchzudrücken. Starke Heiterkeit im Saal.

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Stargast Starbatty folgte dann mit einer thematisch außerordentlich kompetent vorgetragenen Rede, meist frei gesprochen, in der er den Großbetrug an den Deutschen, aber auch an den anderen Europäern fundiert anprangert: nicht zuletzt den Stolz hätte das Zwangskorsett des Euros auch den Griechen, den Portugiesen, den Spaniern genommen, die nun als Almosen- und Befehlsempfänger dastünden. Daß zwischendurch einmal das Licht ausging und Starbatty dann ungerührt auf dunkler Bühne seinen Vortrag weiterhielt, mag ein Symbol dafür sein, daß der AfD von der Blockparteienkonkurrenz sicher gerne der Stecker gezogen würde, aber so einfach bleibt anscheinend dieser Partei nicht die Spucke weg. Stehender Applaus der Zuhörer dankte Starbatty für seine ausgezeichnete, fundierte, wenn auch gelegentlich langatmige Rede zum Euro-Desaster (Video am Ende dieses Beitrags).

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Ein alles in allem gelungener weiterer AfD-Auftakt zum Wahlkampf auch in der Provinz.

Videos:

Rede von Ulrike Trebesius, AfD-Spitzenkandidatin für Schleswig-Holstein:

Rede von Prof. Joachim Starbatty:

(Video-Credit: C. Plaass)

Die AfD hat jetzt auch einen eigenen TV-Kanal:




Sven Lau und die Krankenwagen für Syrien

lau 445Eine vom Verfassungsschutz überwachte Moscheegemeinde in Neuss-Weckhoven hat zwölf Rettungswagen gekauft, um diese nach Syrien zu bringen. Es gibt Hinweise, dass solche Fahrzeuge dort für Terror-Anschläge gegen die syrische Armee benutzt werden. In diesen Vorgang verwickelt ist auch Sven Lau (32, Foto), ehemaliger Mönchengladbacher Salafisten-Chef. Dass Lau überhaupt noch auf freiem Fuß ist, verdankt er der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft, die ihn bis heute für keine einzige seiner Missetaten angeklagt hat. Und wer nie angeklagt wird, der kann auch nicht verurteilt werden.

(Von Peter H., Mönchengladbach)

In der Nacht zum 5. Juni 2011 kam es am Rande eines Stadtteilfestes in Mönchengladbach-Eicken zu einer Brandstiftung in der damaligen Salafisten-Moschee. Die Salafisten um Sven Lau behaupteten sofort, die „Muslim-Hasser“ einer damaligen Mönchengladbacher Anti-Salafisten-Initiative hätten den Brand gelegt. Die wiederum behaupteten, Lau & Co hätten den Brand selber gelegt, um sich als Opfer zu inszenieren und verwiesen sofort darauf, dass Lau eine Woche vor dem Brand vor Zeugen angekündigt habe, zum Stadtteilfest in Eicken werde es „brennen“. Bereits wenige Wochen später ermittelte der Staatsschutz der Mönchengladbacher Polizei drei Tatverdächtige, darunter Sven Lau. Aus Polizeikreisen war im August 2011 zu vernehmen, die Beweise gegen Lau & Co seien „erdrückend“.

Trotzdem wurde das Strafverfahren gegen Lau und die anderen Tatverdächtigen im Januar 2012 eingestellt. Die Frage eines Journalisten, warum belastende Abhör-Protokolle des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes (LfV) über ein Telefonat, in dem Lau die Brandstiftung gegenüber dem Salafisten-Prediger Pierre Vogel angekündigt haben soll, keinen hinreichenden Tatverdacht begründen sollen, beantwortete der Presse-Sprecher der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft mit den vielsagenden Worten „Kein Kommentar“. Eine Beschwerde wie auch ein Strafantrag eines Mönchengladbacher Bürgers gegen die verantwortliche Dezernentin wurden im Februar 2012 von der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft reflexartig zurückgewiesen.

Aber auch in anderen Zusammenhängen konnten sich Sven Lau und seine „Brüder“ stets der Gunst dieser Staatsanwältin erfreuen. Und dieser Skandal geht weiter, denn obwohl sich Sven Lau am 30. Mai 2012 bei einer Zeugenaussage im Zusammenhang mit einer mysteriösen Karnevals-Schlägerei mitten in einem Mönchengladbacher Gerichtssaal und somit in Anwesenheit eines Staatsanwaltes selber einer gefährlichen Körperverletzung bezichtigt hat, gibt es auch 14 Monate später noch immer keine solche Anklage. Da die Mönchengladbacher Presse, die gerne und oft über die Salafisten im Allgemeinen und Lau im Speziellen berichtet hat, wie auch die Staatsanwaltschaft selber zu dieser Merkwürdigkeit konsequent schweigen, rätselt man in unserer Stadt schon seit Monaten darüber, ob auch dieses Verfahren längst von der zuständigen Dezernentin heimlich, still und leise eingestellt wurde?

Jetzt ist Sven Lau also in das „Verticken“ von Krankenwagen nach Syrien verwickelt. Natürlich erzählt er in einem Video (unten) rührende Geschichten darüber, dass diese Rettungsfahrzeuge nur benutzt werden sollen, um den dortigen „Geschwistern“ zu helfen. Märchen aus 1001 Nacht, die man nicht glauben muss; dass deutsche Salafisten zum Zwecke des Jihads nach Syrien ziehen, ist allgemein bekannt und von deutschen Sicherheitsbehörden inflationär bestätigt worden. Auch gibt es Berichte darüber, dass Rettungswagen von Jihadisten zu Terror-Anschlägen gegen die syrische Armee benutzt werden.

Dass die Warnungen der Mönchengladbacher Bürgerinitiativen vor der Gefährlichkeit der Salafisten so schnell Bestätigung erfahren, hätte sich vor drei Jahren niemand vorstellen können. Aber die für Staatsschutz-Delikte zuständige Staatsanwältin hatte ja nichts Besseres zu tun, als ein Strafverfahren gegen Sven Lau nach dem anderen einzustellen und stattdessen einer der Bürgerinitiativen mit einem Strafverfahren wegen „Störung der Religionsausübung“ zu drohen. Und solange Sven Lau von dieser Staatsanwältin gehätschelt wird und keine Anklage und somit auch keine Strafe, gar den Weg ins Gefängnis zu befürchten hat, kann er sich auch weiterhin im syrischen Bürgerkrieg „engagieren“.




Ermittlungen gegen Richter Korf eingestellt

Der Gladbecker Amtsrichter Friedrich Korf (Foto) hat keine Rechtsbeugung begangen. Zu diesem Ergebnis ist nach eingehendem Aktenstudium die Staatsanwaltschaft Essen gekommen. Korf hatte den 18-jährigen Erdinc K., der in Gladbeck den 21-jährigen Kevin Schwandt mit einem einzigen Schlag zum Pflegefall geprügelt hatte, lediglich zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und 120 Sozialstunden verurteilt (PI berichtete). Der Autor dieses Beitrags hatte daraufhin Strafanzeige wegen des Verdachts der Rechtsbeugung gemäß § 339 StGB erstattet.

(Von Rosinenbomber, PI-Münster)

In der Begründung für die Einstellung schreibt der zuständige Staatsanwalt, dass es sich bei Korf um einen „sehr erfahrenen Jugendrichter, der stets den Erziehungsgedanken des Jugendstrafrechts im Auge“ habe, handele. Und die Interessen der Täter – möchte man hinzufügen. Im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe gab der Jurist einige Monate vor dem Urteil etwa zum besten, dass der Abschreckungsgedanke in Deutschland „überwunden“ sei.

Den überproportionalen Anteil von ausländischstämmigen Straftätern erklärte Korf damals damit, dass bei diesen wie auch bei der Unterschicht „anders ermittelt“ werde. Soll heißen: Die deutschen Strafverfolgungsbehörden nehmen Einwanderer und Unterschichtsangehörige aus ausländerfeindlichen bzw. sozialdarwinistischen Gründen härter an. Da hat jemand seinen Marx gelesen…

Außerdem weiß der „erfahrene Jugendrichter“ Korf zu berichten, dass „in über 50 Prozent der Fälle nicht die Jugendlichen, sondern die Eltern auf die Anklagebank gehören“ würden. Auch Alkohol und Cannabis seien Ursachen. Dass für einen Mann wie Friedrich Korf alle möglichen Umstände schuld sind, nur nicht der Täter selbst, überrascht schlussendlich nicht wirklich…

Die Einstellungsbegründung kann hier heruntergeladen werden: Seite 1 / Seite 2




Türkei: Revisionsprozess gegen Menschenrechtler

Ihr schlechtes Image, was die Pressefreiheit angeht, bestätigt die Türkei wieder einmal, denn unbequeme Autoren verfolgt sie auch in Deutschland. Mehr als eineinhalb Jahre nach seinem Freispruch in der Türkei, wo er in einem Strafprozess wegen angeblicher Teilnahme an einem 1989 geschehenen Raubüberfall mehrere Monate in Untersuchungshaft verbrachte, ist in Istanbul der Revisionsprozess gegen den türkischstämmigen Kölner Autor und Menschenrechtler Dogan Akhanli (Foto) eröffnet worden. Die elfte Große Strafkammer von Istanbul hat nunmehr einen internationalen Haftbefehl gegen den in Deutschland lebenden Autor beantragt.

(Von Verena B., Bonn)

Als Mitglied der linksextremen „Volksbefreiungsfront“ sei er 1989 an einem Überfall auf ein Wechselgeldbüro in Istanbul beteiligt gewesen. Bei dem Überfall wurde der Besitzer des Büros, Ibrahim Yasar Tutum, getötet. Akhanli soll der führende Kopf der Gruppe gewesen sein, berichtet die Zeitung Radikal. Das Gericht habe einen internationalen Haftbefehl gegen ihn verhängt, sagte Akhanli in Köln der Nachrichtenagentur dpa. Das habe er von Freunden in der Türkei erfahren. Der nächste Prozesstag sei am 4. Oktober.

Akhanli war im Oktober 2011 von einem Gericht in der Türkei vom Vorwurf des Raubes und Totschlags freigesprochen worden. Er lebt seit seiner Flucht aus der Türkei im Jahr 1991 in Deutschland und ist deutscher Staatsbürger. Die Wiedereröffnung des Prozesses mache ihn sprachlos, sagte Akhanli. „Ich habe gehofft, dass sie mit diesem Quatsch aufhören. Ich fühle mich wie ein Fußball, der von den Machtgruppen in der Türkei hin- und hergeschossen wird.“ Welche Funktion seine neuerliche Verfolgung für einzelne Machtgruppen habe, welche Interessen dahinterstünden, könne er nicht sagen: „Das überfordert mich.“

Wie die Süddeutsche jetzt berichtet, habe der Journalist Günter Wallraff vor Beginn des Prozesses die Unterstützung der Bundesregierung für Akhanli gefordert. „Hier wäre unser Außenminister (Guido Westerwelle) gefordert, sich für ihn einzusetzen und zwar auch öffentlich“, sagte Wallraff im Deutschlandradio Kultur. Immerhin sei Akhanli deutscher Staatsbürger. Die Aufhebung des Freispruchs, mit dem das erste Verfahren gegen Akhanli 2011 geendet hatte, sei „offensichtlich“ politisch motiviert. Akhanli hat sich in seinen Werken unter anderem mit der Verfolgung der Armenier in der Türkei befasst.

Auch der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir kritisierte, Akhanli werde „durch eine offensichtlich politisch motivierte türkische Justiz schikaniert“. Das Verfahren müsse umgehend eingestellt werden, forderte Özdemir. Der Prozess gegen Akhanli sei nur eines von vielen fragwürdigen und politisch motivierten Verfahren gegen Journalisten, Anwälte, Intellektuelle und Studierende in der Türkei. „Ich fordere die Bundesregierung und ihre EU-Partner auf, ein eindeutiges Signal an den EU-Beitrittskandidaten Türkei zu senden, dass das schikanöse Vorgehen der türkischen Staatsanwaltschaft international nicht toleriert wird.“

Nach Informationen der Deutsch-Türkischen-Nachrichten hat das Bundesaußenministerium die Rechtslage gründlich geprüft und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass diese im Fall Akhanlis und der Türkei eindeutig sei. Der Artikel 16, Absatz 2 GG besagt, dass kein Deutscher an das EU-Ausland ausgeliefert werden dürfe. Daher schließt Deutschland Akhanlis Auslieferung an die Türkei aus. 2011 sagte Akhanli, dass er viele Unterstützer in Deutschland habe. „Diese Öffentlichkeit hat mich gerettet“, so der türkischstämmige Autor. Doch als Opfer sehe er sich nicht.

Bereits 1975 wurde der 1957 in Savsat, Provinz Artvin, geborene Akhanli wegen des Kaufs einer linksgerichteten Zeitschrift kurze Zeit inhaftiert. Daraufhin begann er, sich politisch zu engagieren. Nach dem Militärputsch 1989 in der Türkei ging er in den Untergrund. 1985 bis 1987 saß er als politischer Häftling im Militärgefängnis von Istanbul. 1991 floh er nach Deutschland, lebt als Schriftsteller in Köln und ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN.

In seinem Buch „Kryamet Günü Yargiclari“ (Die Richter des jüngsten Gerichts) thematisiert Akhanli den Völkermord an den Armeniern und die staatliche Unterdrückung und Verfolgung von Anerkennung des Völkermords in der Republik Türkei. Der Roman „Madonna’nm Son Hayali“ (Der letzte Traum der Madonna), erschienen 2005, erzählt über den Fall `Struma’, eines Schiffes mit über 700 jüdischen Flüchtlingen, das 1942 im Schwarzen Meer versenkt wurde. Das Buch wurde von türkischen Kritikern und Schriftstellern zu den besten zehn Romanen des Jahres 2005 gerechnet.

In seinen Romanen, Aufsätzen und Interviews sowie in Projekten setzt sich Akhanli immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte ein. Seine Projekte wurden unter anderem von der Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gefördert und zuletzt im Jahr 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Wie ap im Juli 2013 berichtete, sitzen in der Türkei laut einer Studie der größten Oppositionspartei zurzeit 64 Journalisten im Gefängnis, weitere 123 stehen aktuell vor Gericht, wie die Republikanische Volkspartei am 23. Juli 2013 in Ankara anprangert. Die Partei warf dem konservativ-islamischen Ministerpräsidenten Erdogan vor, aus Furcht vor der regierungskritischen Protestwelle gezielt die Medienfreiheit zu beschränken und das Land in eine Art Gefängnis verwandeln zu wollen. Ein Journalistenverband wies zudem darauf hin, dass 59 Journalisten und Medienbedienstete seit dem Ausbruch der Proteste Anfang Juni entlassen oder zur Kündigung genötigt worden seien.

In der Rangliste der Pressefreiheit steht Deutschland laut „Reporter ohne Grenzen“ im Jahr 1913 auf Platz 17. Die Türkei steht auf Platz 154 von insgesamt 179 Positionen. Wie es scheint, lässt die Pressefreiheit dort doch noch Wünsche offen. Der grüne Herr Özdemir und die grüne Frau Roth sollten sich da noch aktiver einsetzen. Aber erst müssen sie ja noch dafür sorgen, dass Pressefreiheit und Demokratie in Deutschland abgeschafft werden. Es gibt viel zu tun bei den Grünen…




Berlin: Blonde Bademeister haben nichts zu sagen

Wer sich gestern gefragt hat, was denn das für jugendlichen Randalierer im Freibad Pankow (Ostberlin) waren, erhält heute die Antwort im „Tagesspiegel“. Tipp: Es handelt sich nicht um Chinesen und Japaner. Die Störenfriede dürften eher aus dem ominösen „Südland“, dessen genaue Lage wohl nur eingeweihten Qualitätsjournalisten bekannt ist, stammen.

Das Blatt schreibt:

Wie bei früheren Auseinandersetzungen sollen die Krawallmacher arabisch- und türkischstämmige Jugendliche aus Wedding gewesen sein. „Seitdem die Straßenbahn eine direkte Verbindung bietet, haben wir diese Klientel in Pankow“, hieß es bei den Bäderbetrieben. Erst vor einer Woche musste wegen tumultartigem Gedränge am Einlass die Polizei geholt werden. Neben dem Neuköllner Bad am Columbiadamm gibt es in Pankow die meisten Polizeieinsätze. Die Bäderbetriebe verhängten am Freitag drei Dutzend Hausverbote. Gegen 19.30 Uhr war das Bad geräumt, Strafanzeigen gab es keine. Am Sonnabend waren 16 Sicherheitskräfte im Einsatz und meist um einen freundlichen, aber konsequenten Ton bemüht. Hunde hatten sie nicht mehr, dies habe zu martialisch gewirkt, hieß es bei den Bäderbetrieben: Aggressive Jugendliche fühlten sich noch mehr angestachelt. Leider ließen sich viele Jugendliche mit Migrationshintergrund auch von blonden Badmitarbeiterinnen nichts sagen. In Wedding ist jetzt ein iranischstämmiger Berliner, ein früherer Ringer, Schwimmbadmeister.

Das sich viele türkische und arabische Jugendliche nichts von blonden Bademitarbeiterinnen sagen lassen, hat übrigens nichts mit Rassismus zu tun. Einen Aufschrei der üblichen Verdächtigen gäbe es nur im umgekehrten Fall.




Welcher Islam ist an der Uni?

Seit ungefähr zehn Jahren erleben wir einen Islam-Boom an unseren Unis. Da inzwischen jede Bundestagspartei der Meinung ist, der Islam gehöre zu Deutschland und wir bräuchten dringen Islam-Unterricht vom Kindergarten bis zum Gymnasium, konstatierte man plötzlich das selbst herbeigeführte Defizit an Islam-Lehrern und Islam-Professoren und Fakultäten, welche diese Lehrer ausbilden sollten. Wie überall, wo Islam draufsteht, folgten und folgen massive Probleme.

Problem Nummer eins: Wer sollen die neuen Islam-Professoren und -Lehrer sein? Wir hatten kaum welche. Woher also nehmen? Natürlich aus dem Ausland. Und woher da? Die Moslems im Lande dachten weniger an Grönland oder Hawaii, sondern an Professoren, Dozenten und Lehrbeauftrage aus islamischen Ländern, also von Marokko bis Ankara und allem, was dazwischen liegt, von Moslembrüdern bis zum türkischen Religionsministerium – bei uns der Ditib. Die Moscheevereine und die Mohammed-Lobby im Lande wollen gar nichts anderes als dasselbe Uni-Niveau wie in ihrem früheren Zuhause, nämlich gar keines. Sie wollen die eins-zu-eins Verkündigung der reinen Lehre und sonst nichts. Was im Koran steht, stammt von Allah, und das gilt wörtlich, auch für Dozenten und Professoren. Ein Qualitätsproblem, wie auch unser heutiger Artikel über Khorchide zeigt.

Problem Nummer zwei ist der Name und was dahinter steckt: An unseren Universitäten gab und gibt es durchaus respektable Islam-Wissenschaftler, das Fach nannte sich oft Orientalistik oder Arabistik. Dort wurde der Islam historisch wissenschaftlich untersucht, nicht bekenntnisorientiert. Es handelt sich nicht um Theologie. Nun haben aber alle möglichen Unis alle möglichen mißverständlichen Namen eingeführt wie zum Beispiel „Islamische Studien“, und man weiß nicht, was dahintersteckt – ein Islamist oder ein Wissenschaftler. Darum wurde die Forderung laut, die bekenntnisorientierten Lehrstühle sollten konsequent überall in „Islamische Theologie“ umbenannt werden, sodaß man gleich weiß, was los ist. Die Verwirklichung steht aber dahin. Der Politik scheint es eh egal, was sie angerichtet hat. Hauptsache man wird von der Moschee gelobt! Und die Moschee interessiert nur die reine Scharia.

(Hier ein FAZ-Artikel, welcher diese neuen Probleme beleuchtet.)




Videos München: Die Ausbreitung des Islam muss gestoppt werden!

nawal-3Kaum jemand in Deutschland kann sich vorstellen, wie fürchterlich das Leben eines Christen in einem islamischen Land ist. Nawal erlebt es in Ägypten hautnah und berichtet tabulos und offen über die dortigen schlimmen Zustände. Wo der Islam an der Macht ist, lebt er seine Intoleranz, Gewaltbereitschaft, Tötungslegitimation, Frauenunterdrückung und Machthunger hemmungslos aus. Die barbarische Scharia wird geltendes Gesetz. Nichtmoslems gelten als minderwertige Wesen, müssen unterworfen werden und haben weniger Rechte. Ein Moslem darf bei Todesdrohung seine Religion nicht verlassen. Eine moslemische Frau darf keinen Christen oder sonstigen Nichtmoslem heiraten, sonst ist sie in akuter Lebensgefahr.

(Von Michael Stürzenberger)

Es gab in der Geschichte der Menschheit neben dem National- und International-Sozialismus noch nie so ein gefährliches totalitäres System, dessen Anhängern von klein auf per Gehirnwäsche eingetrichtert wird, seine menschenverachtenden Bestimmungen seien von einem „Gott“ angeordnet. Es braucht in jedem Land mutige Menschen wie Nawal, die dies in die Welt hinausrufen, um endlich den 1400 Jahre langen Spuk zu beenden.

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Alle freien, demokratischen, nichtmoslemischen Länder dieser Welt müssen sich zusammenschließen, um diese Bedrohung für den Weltfrieden endlich einmal tabulos zu thematisieren und anschließend politische Maßnahmen zu ergreifen. Die gefährliche Apeasement-Politik, die sich aus verachtenswerter opportunistischer Taktik wegen arabischem Öl, Gas und Geld begründet, ist unverzüglich zu beenden. Die nichtmoslemische Weltgemeinschaft hat allen 57 islamischen Ländern per Ultimatum vorzuschreiben, die brandgefährlichen Elemente ihrer Heiligen Befehlschrift zu streichen. Alle Koranausgaben sind einzuziehen und dieses gefährlichste Buch der Welt muss anschließend in einer ungefährlichen zensierten Form veröffentlicht zu werden.

Die Gleichheit aller Menschen, die Gleichberechtigung der Frau, der Vorrang eines demokratischen durchdachten Gesetzeswerkes vor der barbarischen im siebten Jahrhundert der arabischen Wüste „von Allah“ verordneten Scharia und die Ächtung des Tötens im Auftrag eines Gottes ist weltweit durchzusetzen. Die islamische Einteilung der Welt in das Haus des Islams, in dem Moslems herrschen, und das „Haus des Krieges“ (Dar-al-Harb), in dem (noch) die „Ungläubigen herrschen, ist in aller Schärfe abzulehnen und muss als den Weltfrieden gefährend umgehend verboten werden.

Es grenzt an suizidären Wahnsinn, länger zu tolerieren, dass dieses Buch täglich Menschen zu Morden motiviert. Die Leugnung der Verantwortung des Islams für den täglichen Terror-Horror muss als Beihilfe zum Mord justiziabel werden. Es kann nicht sein, dass die organisierte Vertuschung und Beschönigung die unselige Tradition des Appeasements vor einer gewalttätigen Ideologie, wie wir es in den 30er Jahren in ganz Europa vor dem National-Sozialismus erlebt haben, fortführt.

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In Nawal lebt hingegen der Geist einer Sophie Scholl weiter, einer mutigen Frau, die im Gefängnis auf die Rückseite des Todesurteils, das ihr der Blutrichter Freisler in die Zelle schicken ließ, schrieb:

„Freiheit!“

Sie hat die Widerstandskraft einer Johanna von Orleans und den unbeugsamen Willen einer Susanne Zeller-Hirzel. Nawal ist das Symbol für die Millionen in islamischen Ländern verfolgten und unterdrückten Christen. Sie schweigt nicht wie die feigen Kirchenvertreter hierzulande, die verantwortungslosen Islam-Appeaser, die opportunistischen Schleimer, deren Charakterlosigkeit in „Oechslen“ gemessen werden sollte.

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Dieser Rainer Oechslen, „Dialog“-Beauftragter der evangelischen Kirche in Bayern, schoss den Vogel ab, als er bei einer dieser typischen DiaLüg-Veranstaltungen in Regensburg im März 2010 dreist log, alle Christen, die an „Gott“ glaubten, hätten im Islam nichts zu befürchten. Hierbei versuchte er den Anwesenden weiszumachen, der Begriff „Allah“ würde mit dem christlichen Begriff „Gott“ gleichgesetzt, nur weil im arabischen das Wort „Allah“ eben „Gott“ bedeutet. Dass der Islam aber von den Christen fordert, ihren mordbefehlenden und selbst tötenden Allah als alleinige Gottheit anzuerkennen und den christlichen Gott zu verleugnen, dass Christen, die an ihren dreieinigen Gott glauben, im Koran sogar verflucht werden und als „Ungläubige“ wie alle anderen Nicht-Moslems unterworfen und bei Widerstand bekämpft und getötet werden sollen, das verschwieg dieser Oechslen. Er versündigt sich an den 100.000 Christen, die jedes Jahr in islamischen Ländern getötet werden. Solche Typen, die im Auftrag ihrer kirchlichen Herren den Menschen Sand in die Augen streuen, um den Blick auf diese gefahrliche Ideologie zu verstellen, sind regelrechte Kollaborateure des Islamterrors. Sie stehen in einer Tradition mit den widerlichen kirchlichen Nazi-Unterstützern.

Ein Pfarrer Schallinger aber, der sich öffentlich gegen den Bau des Europäischen Islamzentrums einsetzt, wird von der Münchner katholischen Diözese telefonisch zurückgepfiffen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie ich diese verlogenen Kirchenbonzen verachte. Wegen denen sollte in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat wie im laizistischen Frankreich konsequent durchgezogen werden. Die Philosopie von Jesus ist wunderbar, bestens für das moralische Wertegerüst eines Menschen geeignet und wird auch vielen Moslems den Ausstieg aus ihrer Religion erleichtern. Aber die gefährliche Einmischung der Kirchenführer in die politische Gestaltung unseres Landes ist scharf zu verurteilen und zu unterbinden. Ein Schallinger, der den Geist von Jesus verinnerlicht hat, lässt sich auch nicht verbiegen. Er sieht sich nur seinem reinen Gewissen verpflichtet und agiert im Geiste eines Rupert Mayer, der sich auch mutig den Nazis widersetzte.

pfarrer schallinger

All die Steigbügelhalter der Ausbreitung der gefährlichsten Ideologie, die jemals auf dieser Welt entstanden ist – da von einem Gott legitimiert – werden irgendwann für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Nawal hingegen verkörpert den reinen, nicht berechnenden, sich nur der Wahrheit verpflichtenden Typus Mensch, der die Völker aufrüttelt und Weltgeschichte schreiben wird:

Die Kundgebung am gestrigen Samstag auf dem Münchner Marienplatz lebte von starken und mutigen Frauen. Eine davon ist PI-Autorin L.S. Gabriel, die ebenfalls die schockierenden Fakten hinausruft: Über 21.000 islamische Terroranschläge mit hunderttausenden Toten alleine seit 9/11, gesteigerte Mordbereitschaft im Ramadan, aktuelle Reisewarnung wegen drohender Anschläge für islamische Länder, zunehmende Gewalt und Terror auch schon in Deutschland:

Unserem geradlinigen Weg schließen sich immer mehr Menschen an. Bei der gestrigen Kundgebung bestätigten uns wieder Menschen aus der ganzen Welt, wie wichtig die Botschaft ist, die wir hinausrufen. Besonders eindrucksvoll war das Leuchten in den Augen eines Hindus aus Indien, dem Volk, das den bisher höchsten Blutzoll in dem 1400 Jahre andauernden islamischen Djihad bezahlen musste: 70 Millionen Tote.

Insgesamt starben bisher 270 Millionen Menschen in der fürchterlichen Geschichte der islamischen Eroberungszüge. Wie lange wird das Morden noch weitergehen? All jenen opportunistischen Politiker wie einem Obama, Westerwelle, Ashton und alle anderen jämmerlichen Appeaser, die weltweit rückgratlos vor dem Islam zu Kreuze kriechen und jetzt nach dem Horror der Muslimbruder-Herrschaft in Ägypten auch noch fordern, diese totalitären Schariastaat-Fanatiker wieder an der künftigen Regierung zu beteiligen, muss endlich ein Strich durch ihre gefährliche Rechnung gemacht werden. Das lächerlichste Beispiel für das faktenresistente Islam-Gebuckel ist in die verlogene, lachhafte und faktenverdrehende Islamschleim-Rede Obamas vom 4.6.2009 in Kairo, vermutlich verfasst von einem seiner moslemischen Berater:

Obamas Islam-Märchenstunde in Kairo:

In allen Ländern dieser Welt müssen sich nun neue Politiker vom Schlage eines Geert Wilders, Oskar Freysinger und Allen West erheben, die den Islam klar analysiert haben und ihre Erkenntnisse in politische Maßnahmen umsetzen. Beispielhaft die Antwort von Allen West in einer Podiumsdiskussion auf die Frage, warum der Islam den Westen hasst. Die anderen Redner auf der Bühne drucksen verlegen herum, bis es Allen West schließlich ausspricht – ab 1:40 in diesem Video – und dafür frenetischen Applaus bekommt:

„Sie führen exakt das aus, was in ihren heiligen Schriften steht“

Freysinger hat als geistiger Vater des Schweizer Minarett-Verbotes bereits Geschichte geschrieben, Wilders liegt in Umfragen in den Niederlanden an der Spitze der Wählergunst und Allen West sollte einmal Präsident der USA werden – auch „farbig“, aber ansonsten der vollkommene Gegensatz zum linken, opportunistischen und islamverharmlosenden Obama. Um ihn in seinem Wahlkampf zu unterstützen, würde ich in einem Paddelboot den Atlantischen Ozean überqueren..

(Kamera: Spider Pig & Michael Stürzenberger)




Hans-Thomas Tillschneider über Mouhanad Khorchides Buch „Islam ist Barmherzigkeit“

korchideProfessor Mouhanad Khorchide (Foto), die Westfälischen Nachrichten nennen ihn einen „international bekannten islamischen Theologen aus Münster“, weil er schon mal in der Tagesschau und im Heute-Journal war, hat es nicht leicht. Moslemische Vereine kritisieren ihn, weil er nicht haarscharf auf Linie bleibe, denn sie betrachten die reihenweise in Deutschland eingeführten Lehrstühle für Islamlehrer selbstverständlich als Einfallstore für den orthodoxen Scharia-Islam. Der Österreicher Khorchide kommt aber noch anders unter Druck. Hans-Thomas Tillschneider bescheinigt Professor Khorchides Buch „Islam ist Barmherzigkeit“ Proseminar-Niveau.

„Islam ist Barmherzigkeit“ besteht aus biographischen Anekdoten, etwas Proseminarwissen zur islamischen Theologie und Geschichte, Versatzstücken aus der Tradition des Reformislam, einem guten Schuss Esoterik und einem bunten Strauß Allerweltsansichten über Gott und die Religion. Spuren eines profilierten theologischen Denkens sind nicht erkennbar. Das Ganze ist eine Laienpredigt auf gut zweihundert nicht sehr dicht bedruckten Seiten. Wir erfahren beispielsweise, dass Khorchide seinen Kindern verbietet, am PC zu spielen, wenn sie ihre Schulaufgaben nicht gemacht haben, nicht etwa weil es ihm darum ginge, seine hausväterliche Gewalt zu demonstrieren, sondern weil er doch nur das Beste für seine Kinder will. Und genauso sei es mit Gott und mit uns.

Khorchide belehrt uns darüber, dass „die Idee des Teufels metaphorisch für das Böse“ stehe, und führt uns vor Augen, dass es immer noch einen Grad kitschiger geht, bis er schließlich bei der Erkenntnis ankommt: „Einen Menschen anzulächeln ist ebenso Gottesdienst, wie eine Pflanze zu gießen.“ Zwischendurch wiederholt er regelmäßig sein Mantra, der Mensch sei ein Medium von Gottes Liebe und Barmherzigkeit.

Seine These, dass ausnahmslos alle Menschen ins Paradies kommen und auch im Koran die Barmherzigkeit Gottes über allem steht, begründet Khorchide, indem er freundlich klingende Koranverse aus ihrem Zusammenhang reißt, unfreundliche übergeht und die Auslegungsgeschichte des Korans als eitel Menschenwerk ignoriert – im Prinzip keine andere Methode als die der vielgescholtenen Islamkritik, nur eben unter umgekehrtem Vorzeichen.

Der Artikel mit dem kleinen Seitenhieb auf die Islamkritik von Hans-Thomas Tillschneider ist am 7. Juni 2013 in der FAZ erschienen, war aber damals nicht online. Hier ist er nachgedruckt! Die Diskussion um die Fakultäten zur Ausbildung von Islam-Lehrern an den Unis geht unterdessen weiter. Wir werden darüber extra berichten.




Öko-Dschihad am Goethe-Institut

Das vom Steuerzahler finanzierte Goethe-Institut, dazu da, um dem Ausland Deutsch und Deutschland nahezubringen, hat mit Fikrun wa Fann eine Kulturzeitschrift entwickelt, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und islamisch geprägten Kulturkreisen fördert und mitgestaltet… Fikrun wa Fann bietet neben Information und Dialog mit den und innerhalb der islamisch geprägten Kulturkreise ein literarisches Forum für aktuelle gesellschaftspolitische Debatten. Da darf der globale Umweltschutz und die Klimarettung, wo wir weltweit führend sind, nicht fehlen: Öko-Dschihad! Es gibt Hinweise, daß Mohammed auch ökologisch gedacht hat.

Die Strömung einer islamischen Öko-Theologie, die sich aus islamisch-ökologischer Philosophie, Scharia-basiertem Umweltrecht und islamisch-ökologischem Aktivismus zusammensetzt, ging von muslimischen Akademikern und Gelehrten aus, die oftmals in einem mehrheitlich muslimischen Land aufwuchsen und später in westlichen Ländern lebten bzw. leben. Mit der neuen Konfrontation der Umwelt-Problematik fand eine Auseinandersetzung mit der Position der eigenen Religion im Diskurs statt. Seitdem verbreitete sich die ökologische Dimension des Islams und fand Anwendung in Organisationen und Initiativen von Muslimen weltweit.

Und:

„Green Khutba Campaign“, „Green Guide to Hajj”, „Muslim Green Guide to Reducing Climate Change”, „Greening Ramadan”, „Clean Medina Campaign” – den Namen dieser Initiativen, Projekte und Kampagnen ist auf den ersten Blick anzusehen, dass die Verbindung von Islam und Natur im Zentrum steht. Die Labels eines „grünen“ Islams bzw. eines „Öko-Islams“, in erster Linie im Englischen als „Eco-Islam“ verwendet, haben sich in den letzten Jahren zur Bezeichnung dieser zeitgenössischen Strömung durchgesetzt.

Verfasserin des Elaborats:

Monika Zbidi ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg und Promotionsstipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit dem Thema Islam und Ökologie. Sie studierte Islamwissenschaft, Politische Wissenschaft und Semitische Philologie.

Moslem-Frau im Öko-Islam! Was für eine interkulturelle Bereicherung!

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