Zwei Gleichgesinnte haben sich gefunden: Die Süddeutsche Zeitung war heute offenbar geneigt, ihrer Sicht der „Tragödie der Palästinenser“ wieder einmal Raum zu schaffen. So bietet sie dem Judenhasser Israelkritiker Jimmy Carter ein Forum, um Deutschland seine anti-amerikanischen und anti-israelischen „Weisheiten“ zu vermitteln.

Woher der Wind weht, wird bereits aus dem Carter-Zitat zu Beginn klar:

Die Welt darf nicht länger hinnehmen, dass Israel mit Hilfe der USA in Gaza eine ganze Bevölkerung brutal bestraft. Es ist Zeit, dass sich gegen diese Menschenrechtstragödie starke Stimmen erheben.

Carter, einst selbst amerikanischer Präsident, schiebt den Juden die Schuld für das in die Schuhe, was er eine „Menschenrechtstragödie“ nennt. Eine menschliche Tragödie ist es tatsächlich, die sich in Gaza abspielt. Allerdings handelt es sich vor allen Dingen um ein Verbrechen, das von den eigenen Machthabern am eigenen Volk begangen wird: Lügen, Radikalisierung, Schulung zum Hass, immer wieder Aufstachelung zum Judenmord oder Märtyrertod, wie es beschönigend heißt. Das Regime in Gaza ist bis ins Mark korrupt und investiert lieber in Raketen, als der eigenen Bevölkerung zu helfen.

Ganz anders klingt das freilich im Hamas-C(h)arter-SZ-Chor:

Diese grausame Misshandlung der Palästinenser im Gazastreifen wurde von Israel – mit US-Unterstützung – drastisch verschärft, nachdem politische Kandidaten, die die Hamas vertraten, 2006 eine Mehrheit der Sitze im Parlament der Palästinenserbehörde errangen. Die Wahlen waren von allen internationalen Beobachtern unisono als ehrlich und fair bewertet worden.

Wir müssen im Gedächtnis behalten, dass Wirtschaftssanktionen und Beschränkungen der Lieferung von Wasser, Nahrungsmitteln, Strom und Kraftstoffen unter den unschuldigen Menschen in Gaza, von denen etwa eine Million Flüchtlinge sind, extreme Not verursachen.

Selbstverständlich gibt es in Gaza unschuldige Menschen, aber umgekehrt gilt nicht, dass alle Menschen in Gaza unschuldig sind. Komplett verdreht ist die Wahrnehmung bei dieser Behauptung:

Israelische Bomben und Raketen schlagen in regelmäßigen Abständen in dem umschlossenen Gebiet ein und verursachen gleichermaßen hohe Verluste unter militanten Kämpfern und unschuldigen Frauen und Kindern.

Wenn man „israelisch“ in diesem Zitat mit „palästinensisch“ ersetzt, könnte man der Wahrheit in etwa nahe kommen. Schon die Bezeichnung „Kämpfer“ lässt etwas Ritterliches assoziieren, was im Hamas-Fall wirklich ganz fehl am Platz ist. Man muss nämlich bedenken, wie die palästinensischen Verluste an Frauen und Kindern Zustande kommen: Durch den Missbrauch von Frauen und Kindern als menschliche Schutzschilde. Die Israelis wollen eigentlich nur „die Kämpfer“ treffen, die sich hinter ihren Familien verstecken. Es sind die Palästinenser, die ohne Rücksicht auf Verluste Bomben in Wohngebiete fallen lassen und es ist nur ihren mangelnden technischen Möglichkeiten zu verdanken, dass bisher noch nicht mehr Todesopfer auf israelischer Seite zu beklagen waren – aber das wird sich ja mit Iranischer Hilfe vielleicht schon bald ändern.

Carter, der in politisch korrekter Weise en passant die „häufig von aus dem nahe gelegenen Gaza abgeschossenen rudimentären Raketen“ auf Israel auch mit-verurteilt hat letztlich ein klar definiertes Ziel: Die öffentliche Verurteilung Israels.

Es ist eine Sache, wenn andere Führer den USA bei den entscheidenden Friedensverhandlungen den Vortritt lassen. Doch die Welt darf nicht tatenlos zusehen, während unschuldige Menschen Grausamkeiten ausgesetzt werden. Es ist Zeit, dass sich in Europa, den USA, Israel und andernorts starke Stimmen erheben und diese Menschenrechtstragödie unter dem palästinensischen Volk verurteilen.

Die Frage nach der Haltung der Süddeutschen Zeitung erübrigt sich in diesem Fall.

(Spürnase: ComebAck)

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29 KOMMENTARE

  1. Oh Süddeutsche, ich glaub ich muss kotzen. Kann man bald gar keine Zeitung mehr lesen, außer die Welt? Selbst die Bild ist mir mittlerweile lieber..

  2. Erdnussfarmer und unbeliebtester Präsident aller Zeiten weiss wie die Welt zu retten ist…
    Da bleiben keine Fragen mehr offen…

  3. Israel wird auch ohne den Segen Jimmy Carters und der Süddeutschen Zeitung gegen seine Feinde bestehen…
    keine Sorge…

  4. Wer am Sonntag bereit war, seine freie Zeit zu vergeuden und Herrn Prantl im Preseclub zu beobachten, ist jetzt nicht überrascht. Die Allianz SZ -Carter ist eine leidenschaftliche Gesinnungsaffäre, die sich bereits über Jahrzehnte zieht. Aber es ist Bewegung da, man zeigt sich immer frecher und offener.

    Der SZ-Artikel ist als begleitender und nachfassender Beitrag zu Carters Terroristen-
    kumpanei mit der Hamas zu werten und wohl gedacht als Empfehlung an die Front des Bösen.

    Es ist sicher, weitere Artikel werden folgen und Carter wird nochmals seine Freunde in Gaza besuchen. Den Hohn der Hamas,über ihn ausgegossen, will er wiederholt genießen. Demütig will er die zweite Backe hinhalten.

    Dieser Carter hat keine Ahnung vom christlichen Glauben. Es nimmt Wunder, wie ein solcher Mittelmaßprediger jemals Präsident der USA werden. Es waren wohl doch nur die Erdnüsse seiner Farm, die ihn qualifizierten.

    Jetzt aber juckt es den Unverbesserlichen erneut. Zusammen mit der Hamas schmiedet er eine Front gegen Israel, die Bastion der Freiheit in der Region.

    Warum und zu welchem Ende ?

  5. Jahrzehntelanges EURABIA Projekt, auch EAD genannt, hat halt seine Spuren hinterlassen.

    Die gewollte Islamisierung Europas.

    Ein Hoch auf Bat Ye’or!

  6. Darf man Carter, den senilen Greis, jetzt nur einen Terroristenunterstützer oder auch einen ausgemachten Antisemiten nennen?

  7. Fragt mal einen Amerikaner was er von Carter hält – LOL!
    Der Typ war als Präsident die totale Pfeife –
    einer der schlechtesten überhaupt.

    Das Carter ein Judenhasser ist – ähnlich wie Frau Clinton ist kein Geheimnis.

  8. Was ist den so schlimm an der Abriegelung?

    Etwa, dass Israel damit die Selbstmordattentate stoppen und sich der Erpressung durch Terroristen erwehren konnte?

  9. Die SZ liefert eine komplette Verdrehung der Wirklichkeit. Aber das ist man von Linken ja gewohnt.

    Man klammert einfach aus, von wem die Gewalt seit Jahrzehnten immer wieder ausgeht. Der Hass der Palästinenser, durch den Koran sanktioniert, hat schon 1929 zu den ersten massiven Mordpogromen geführt, lange bevor es ein Israel gab.

    Die geben erst dann Ruhe, wenn der letzte Israeli durch eine Kassam-Rakete in die Luft wurde.

    Mit freundlicher Unterstützung von SZ und dem Rest der Linken.

    Und Carter scheint schon alterssenil zu sein..

  10. Priorität muss die Sicherheit Israels haben, wenn dabei die Palis leiden, sollten ihnen die arabischen Länder, wovon es bei Gott sehr viele gibt, helfen. Die Europäer sollten endlich aufhören, diesen mordhungrigen Palis noch Geld zu geben, denn das nehmen die Palis nur, um ihre Mordlust zu befriedigen. Diese Palis sind Bestien.

  11. Es ist ja nicht so, als ob Carter und Konsorten blöd oder naiv wären und selber an den Mist glauben, den sie von sich geben. Die wissen genau was Sache ist. Schlußfolgerung: Pecunia non olet!

  12. The blockade on Hamas-ruled Gaza, imposed by the US, EU, UN and Russia – the so-called Quartet – after the organisation’s election victory in 2006, was „one of the greatest human rights crimes on Earth,“

    http://elderofziyon.blogspot.com/2008/05/carter-to-eu-stop-being-wimps-defy-us.html

    Carter hat nicht das geringste Gespür für Geschichte.
    Mir fallen da alleine im letzten Jahrhundert etliche Völkermorde und „Säuberungen“ ein in:
    Deutschland, Türkei, Sowjetunion, China, Korea, Sudan, Eritrea, Tansania, …

  13. @ #16 torfkopp (26. Mai 2008 21:39)

    Iran und auch Irak (!) sollte ich auch noch erwähnen, wegen Carters persönlicher Verantwortung:

    The Left in America is screaming to high heaven that the mess we are in in Iraq and the war on terrorism has been caused by the right-wing and that George W. Bush, the so-called „dim-witted cowboy,“ has created the entire mess. The truth is the entire nightmare can be traced back to the liberal democratic policies of the leftist Jimmy Carter, who created a firestorm that destabilized our greatest ally in the Muslim world, the shah of Iran, in favor of a religious fanatic, the ayatollah Khomeini.
    .
    Carter viewed Khomeini as more of a religious holy man in a grassroots revolution than a founding father of modern terrorism. Carter’s ambassador to the UN, Andrew Young, said „Khomeini will eventually be hailed as a saint.“ Carter’s Iranian ambassador, William Sullivan, said, „Khomeini is a Gandhi-like figure.“

    http://yidwithlid.blogspot.com/2008/05/jimmy-carters-legacy-crazy-islamic.html

  14. #15 torfkopp

    Carter plaudert Geheimnis aus. Israel hat 150 Kernwaffen

    Die Israelis werden gerade einem Jimmy Carter erzählen, wie viele „Wirkkörper“ in ihren Bunkern haben. Aber wenn der Iran weiterhin auf Konfrontationskurs bleibt, werden wir wohl bald etwas genaueres wissen.

  15. Warum nennt ihr diesen Furunkel auf dem Arsch der Menschheit immer noch „Palästinenser“ ?

    Das mit den „Palästinensern“ war ein Marketing Gag von Yassir Arafat aus dem Jahre 1964. Vorher hat es nie „Palästinenser“ gegeben.

    Nennt diese Typen doch als das was sie sind….Araber.

  16. @ #18 Plondfair (26. Mai 2008 22:05)

    Ex-US-Präsident haben das Recht einige CIA Berichte einzusehen.

  17. Wie kann es bloss dazu kommen, dass eine Zeitung die Wahrheit dermassen verdreht?

    Da wird einem ja ganz schlecht!

  18. Wer mit Carter in einem Boot gesichtet wird, der hat ein Problem. So eine Art Indikator-Funktion. Ein früher Bote dessen, was demnächst auf uns zukommen könnte. Ironie der Weltgeschichte: bereits er scheiterte an den Iranern.

    An ihm teilt sich die Welt. Ob das nun Hamas ist, oder das Friedensnobelpreiskomitee. Oder die Süddeutsche.

  19. Selten gute, richtige, schlaue und pfiffige Analyse. Bravo, bravo,bravo !

    Und danke, besser kann man es nicht sagen.
    Jeder Politikinteressierte muß das lesen.

    Topanalyse mit wenigen Worten !

  20. #24 E.Ekat (27. Mai 2008 08:20)

    „… Ironie der Weltgeschichte: bereits er scheiterte an den Iranern.“

    Würde ja implizieren, dass alle Anderen künftig ebenfalls scheitern.

    Da vergisst Du, dass peanut-jimmy es garnicht ernsthaft versucht hat. Das Scheitern einer Aktion zur Befreiuung von Geißeln ist kein Beweis militärischer Unterlegenheit.

    Ernsthaft versucht hat es – wenn überhaupt – Saddam Hussein, als er mit Eroberungsgedanken im Schatt el-Arab einmarschierte und acht Jahre lang Krieg gegen Irak führte.

    Der Iran konte seine Niederlage nur vermeiden, indem er zehntausende Kinder als lebendige Minenräumer über Minenfelder hetzte und insgesamt über 1 Mio. Menschen verlor…

    USA / Israel haben militärische Möglichkeiten in ganz anderer Dimension als damals der Irak, die aktuell erforderliche Aktion wird sich ausschließlich auf die Zerstörung der Anlagen zum Bau von A-Waffen konzentrieren.

  21. Ach Wurstbrot… du als regelmäßiger Leser weißt doch genau, wie oft wir dieses Thema hier „durch“ haben. Carter, Hamas, SZ und andere „antizionistische“ (vulgo:judenhassende) Terrorsympathisanten…. gähn!

    Wer sich hier nicht so auskennt, dem sind besonders die PI-Beiträge zu Israels 60. Geburtstag zu empfehlen!

  22. #26 kurnass

    USA / Israel haben militärische Möglichkeiten in ganz anderer Dimension als damals der Irak, die aktuell erforderliche Aktion wird sich ausschließlich auf die Zerstörung der Anlagen zum Bau von A-Waffen konzentrieren.

    Wirklich? Der Iran schaut seelenruhig zu, wie man ihm sein Spielzeug kaputt macht und das war es dann?

    Der Iran wird wie auch immer zurückschlagen und dann eskaliert die Sache richtig. Darüber sollte man sich vorher klar sein. Aber die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung sind ausgeschöpft, da hätte man viel früher ganz anders handeln müssen.

    Nachdem der Iran mit Hochdruck an Nuklearwaffen arbeitet ( http://www.debka.com/headline.php?hid=5299 ) und sich von nichts und niemandem davon abbringen läßt, kann das noch ein heißer Sommer/Herbst werden.

  23. #28 Plondfair (27. Mai 2008 14:51)

    „Aber die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung sind ausgeschöpft, da hätte man viel früher ganz anders handeln müssen.“

    Na ja, dann ist es ja ohnehin unausweichlich, oder? Oder sollte Israel wie der Hase vor der Schlange in starrer Bewegungslosigkeit verharren?

    Und was könnte denn „richtig eskalieren“, wenn die existentielle nukleare Bedrohung ausgeschaltet wäre? Ist denn eine Eskalatíon im Verhältnis zu einer verhinderten atomaren Auslöschung noch ein relevantes Szenario?

    Eher eine Deeskalation.

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