Es scheint lange her zu sein, dass die Idee eines geeinten freiheitlichen Europas die Bürger, Politiker und Märkte noch gleichermaßen begeisterte. Aus dem ehrgeizigen Projekt ist im Zuge der Staatsverschuldungs- und Finanzkrise ein ökonomischer und politischer Scherbenhaufen geworden. Die Vergemeinschaftung der Schulden mit immer gigantischer werdenden Rettungsschirmen geht einher mit einem atemberaubenden Entmündigungsprozess: der einzelnen Staaten, der nationalen Parlamente und natürlich der Bürger. Verträge werden gebrochen, demokratische Verfahren ausgesetzt und unterlaufen und die Freiheit verbunden mit Selbstverantwortung bleibt auf der Strecke. Das Primat der Politik über die Ökonomie wollen die EU-Bürokratie, die europäischen Regierungschefs und ihre Finanzminister durchsetzen. Das Heil sehen sie in noch mehr zentraler Planung, Lenkung, Egalisierung und Vereinheitlichung.

Obwohl uns die Geschichte gelehrt haben sollte, dass dies uns auf dem Weg zu Freiheit, Demokratie und Wohlstand gerade nicht weitergebracht hatte. Doch gerade in Krisenzeiten greifen Politiker gerne auf das von ihnen so geschätzte Instrument des Paternalismus zurück und wollen die Bürger in väterlicher Manier an die Hand nehmen und sie vormundschaftlich durch die Unbilden der Zeit führen.

Angesichts der wachsenden Zweifel an den Errungenschaften der westlichen Moderne, an unserem Erfolgsmodell von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft, ist es höchste Zeit, sich unserer Freiheitstraditionen neu zu vergewissern, nämlich uns selbst darüber aufzuklären, was Freiheit bedeutet und was sie uns heute wert ist. Eine kleine Rückbesinnung darauf, wie die individuelle Freiheit in unserem Zivilisationsprozess im Wechselspiel mit der politischen und wirtschaftlichen Freiheit kontinuierlich gewachsen ist, scheint mir deshalb angebracht zu sein… (Fortsetzung des sehr guten Essays bei Novo-Argumente!)

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23 KOMMENTARE

  1. Unsere Freundin Merkel hat zum Thema mal gesagt „Deutschland hat keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit“. Wobei man sich natürlich streiten kann, wie sie das gemeint hat …

  2. Das mit der europäischen oder weltweiten Freiheit erinnert mich immer mehr an das Gleichnis mit den Vögelchen!

    Nicht das Gleichnis wo die nicht säen und nicht ernten und doch ernährt werden! Nee, nee…

    Sondern das Gleichnis von den geraden geschlüpften Küken, die unbedingt fliegen wollten und aus den Nestern stürzten!

    Das Gleichnis mit den Küken die fliegen wollten

    Das geht ungefähr so, die Küken sind gerade geschlüpft und wollten fliegen, weil die große weite Welt lockte, sie waren aber noch nicht kräftig genug. Also fielen sie alle auf den Boden. Sie machten ein erbärmliches piep, piep, piep, da sie so schwach außerhalb des Nestes waren! Da kam eine große Kuh und fragte, warum piept ihr denn so traurig! Sie riefen: „Es ist so kalt, deswegen können wir nicht fliegen“. Kein Problem meinte die Kuh, drehte sich um, hob ihren Schweif und kackte auf die Küken nieder. Diese fühlten sofort die wohlige Wärme und piepten vor lauter Freude: Piep, Piep, Piep! Und alle Kojoten in der Ferne wurden neugierig, wer ist denn da so glücklich und kamen angerannt. Die Küken litten aber zunehmend unter der Last der Kacke, kein flattern möglich und schnell wurde auch die Kacke kalt und immer härter und das entsetzen war groß, die Küken piepten aufgeregter und verzweifelter wie jemals zuvor. Da erkannten die Kojoten das Elend der Küken, da sonst oben fliegend und geschützt fern. Sie nahmen sie sanft aus den vertrocknenden kalten Kuhfladen, säuberten sie liebevoll, nahmen sie hoch und dankbar waren die Küken für die Rettung und lächelten noch, während die Kojoten sie mit einem Schluck verspeisten….

    Die Moral von der Geschicht ist, naja, da kommt ihr selber drauf…

    Die Kurzfassung wurde soagar mal verfilmt:

    Mein Name ist Nobody – Vogelgeschichte
    http://www.youtube.com/watch?v=R4kswRXZ7_g

  3. Bitte unterstützt alle unseren Wahlantritt, damit auch eine freiheitliche und islam- und zuwanderungskritische Partei zur Europawahl bundesweit wählbar ist!
    Am 25. Mai 2014 EU- und islamkritische Politik nach Brüssel wählen. Damit wir bundesweit antreten können, brauchen wir 4.000 Unterstützungsunterschriften.
    Jeder, der wahlberechtigt ist, kann uns bundesweit (!!!) unterstützen. Einfach das Formblatt im Link öffnen, ausdrucken und ausgefüllt an uns senden. Die Daten unterliegen dem Datenschutz und werden im Anschluss geschreddert.

    Hier geht es zu dem Formblatt:
    http://pro-nrw.net/pro/wp-content/uploads/2013/09/Anlage_14.pdf

    Adresse: Bürgerbewegung PRO NRW
    Postfach 10 17 05
    40008 Düsseldorf

    Liken und Teilen!
    http://www.facebook.com/proNRW

    +-+-+ BITTE TEILEN UND VERBREITEN +-+-+
    https://www.facebook.com/groups/575199945889785/575595232516923/?notif_t=group_activity

  4. Auch ich habe früher von einem vereinigten und friedlichen Europa geträumt. Der Gedanke war schon verführerisch. Alle Menschen werden Brüder und alle leben in Frieden und Wohlstand zusammen, so wurde es uns erzählt!

    Aber die Realität ist einfach nur noch ernüchternd.

    Anstatt Frieden und Wohlstand zu schaffen haben sich diese Bürokraten und Technokraten ein Monster erschaffen. Dieses erinnert an die ehemalige UdSSR früherer Zeiten, aber auf keinem Fall mehr an ein demokratisches und liberales Staatsgebilde .

    Der Euro sollte das alles zusammenhalten. Er ist aber bald das Papier nicht mehr wert auf dem es gedrückt wurde. Anstatt Frieden schafft der Euro extremen Un-Frieden. Die Schuldenberge wachsen wie bei einem Schneeballsystem ins unermessliche. Und kein Mensch hat diese Entwicklung mehr unter Kontrolle.

    Und als Krönung des ganzen ist der deutsche Steuerzahler die Melkkuh diesem ganzen Schwachsinns. Das undemokratische Gebilde mit dem Namen EU kostet uns Deutschen real an Wohlstand, an Freiheit und vor allem an inneren Frieden!

  5. als normaler Bürger versteht man viele Sachen nicht,ich bin jetzt gespannt,ob der Staat auch für die Deutsche Bank einen Rettungsschirm bereit hält.
    dafür kürzt man den Rentnern die Rentenerhöhung, die Kindergärten erhalten keine Zuschüsse.
    Die einzigen die in diesem Staat gut dastehen sind die Beamten.
    Ein normaler Bürger wird an Prostatakrebs operiert,bekommt vom Arzt Cialis geringe Dosis verschrieben,damit wieder Bewegung in die Sache kommen soll. der Bürger muss es selber bezahlen, der Beamte kriegt es vom Staat bezahlt.
    Kommentar von der Richterin beim Sozialgericht,der Staat hat eine gewisse Fürsorgepflicht für seine Beamten.
    Wir leben in einer angeblichen Demokratie ,die keine mehr ist, man wird verarscht

  6. Der neueste Schwachsinn aus Brüssel sind ja hör- und sehbehindertengerechte Piep und Lichtsignale an den S-bahntüren.
    Dieses Gepiepe ist dermaßen laut und nervtötend, ich hab mich schon beschwert aber man können nichts tun, wird abgewiegelt.
    Bei so einem Radau ist S-bahnfahren unerträglich aber uns Deppenbürgern kann man ja alles zumuten.
    Brüssel muss weg, schießt es auf den Mond endlich !

  7. #5 Powerboy

    Ich habe an PI einen Gastbeitrag gemailt:
    Freihandelsabkommen TTIP

    Wenn das von der EU abgesegnet wird sind wir nur noch US-Kolonie.

  8. Mag zwar alles schön und gut sein. Aber mein Empfinden ist folgendes: Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Mauer und des Kommunismus gibt es die „Soziale Marktwirtschaft“ nicht mehr. Es gibt, wenn man davon noch sprechen kann die „Marktwirtschaft“. Sozial ist nicht mehre nötig. Es gibt ja kein anderes System mehr, dem man zeigen muss wie eine „Soziale Marktwirtschaft“ aussieht. Ich würde jedem raten, die Originalschrift von Armack und Erhardt zu lesen, das ist besser als jedes Essay und alles was darauf folgte: Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard: Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft Ich habe noch ein Exemplar von 1966. Das sollte wieder gelesen werden, auch von unseren „Wirtschaftsführern“.

  9. Das Primat der Politik über die Ökonomie …

    Nee, nee, nee, so geht das nicht, sehr geehrte Frau Ackermann. Sie können nicht den Begriff „Primat der Politik“ im Sinne Walter Euckens mit Verweis auf das Monstergebilde EU(dSSR) einfach in die Tonne treten und einem dabei den Primat der Ökonomie als Rettung und leuchtenden Gegenentwurf unterjubeln.

    Wie Ihr favorisierter Primat sich so auswirkt, das können Sie in # 41, # 43, # 59 und # 60 hier sehen, und zwar am Beispiel der „Finanzindustrie“ (Stefan Homburg). Aber bitte auch lesen, vor allem den verlinkten FAZ-Artikel von Homburg („Rettung ohne Ende“):
    http://www.pi-news.net/2014/01/muttis-kalte-rache-willsch-raus/

    Oder sehen Sie doch mal hier:
    http://www.pi-news.net/2014/01/staatsfinanzen-wir-leben-von-druckerschwaerze/

    …und zwar # 90, # 95, # 96, # 97, # 105 und # 106, und hier vor allem # 95 mit diesem Zitat:

    Die Politik muß ihr Primat über die Finanzmärkte zurückgewinnen. Sie hat den Interessen der Finanzmarktakteure zu viel Raum ohne Regeln überlassen.
    Das was ein Grund dafür, daß die Finanzkrise überhaupt entstehen konnte und es hat dazu geführt, daß der Staat in der Finanzkrise erpressbar war und bis heute erpressbar ist und so etwas darf sich nicht wiederholen.

    Bundespräsident Horst Köhler am 29. April 2010 auf dem Munich Economic Summit

    Ach, übrigens: genau wegen solcher Äußerungen und Ansichten mußte Köhler weg, er wurde von Mutti perfide abserviert. Der von ihm angegebene Grund für seinen Rücktritt hat kaum jemanden überzeugt und war ganz offensichtlich vorgeschoben. Er war dem Druck einfach nicht mehr gewachsen.

    (Fortsetzung folgt, mit einem sehr versöhnlichen Schluß!)

  10. Sehr geehrte Frau Ackermann (2)

    Diese EUdSSR-Krake will niemand. Dieses Krakenwesen ist aber nicht dem „Primat der Politik“ zu verdanken, sondern Ihre hochgejubelte „Wirtschaft“ mischt doch in Komplizenschaft kräftig mit. Sehen Sie doch mal # 74 hier:
    http://www.pi-news.net/2014/01/euro-kritiker-prof-wilhelm-hankel-gestorben/#comments

    Es sind ja gerade die letzten wirklich Liberalen, wie Holger Krahmer und Frank Schäffler (die mich voll auf ihrer Seite haben) und die wegen ihres wirklichen Liberalismus` gerade von ihrer Partei, der Wirtschaftslobby-Partei FDP, abserviert wurden (Krahmer) oder demnächst vermutlich werden (Schäffler)!!! Und dann sehen Sie sich, sehr geehrte Frau Ackermann, die totale Deckungsgleichheit der Ansichten Schäfflers und Stefan Homburgs an (siehe einschlägige #s oben), dann wissen Sie, was gespielt wird!

    Oder sehen Sie mal hier, da haben wir noch so ein Schlüsselwort, und das heißt LOBBY (ein anderes wichtiges Schlüsselwort ist MONOPOL), dieser FAZ-Artikel fängt sogar mit diesem schönen Satz an:

    Die Energiewende ist ein Paradebeispiel für die Macht von Lobbygruppen in unserem Land.

    http://www.pi-news.net/2014/01/energiewende-im-foerdersumpf/#more-381668

    Und jetzt aus Ihrem Artikel:
    „Der Eros ist jene Kraft, die unser persönliches Leben trägt und der individuellen Freiheit den Ansporn gibt.“

    Wunderbarer Satz, den doch jeder hier sofort unterschreiben würde, und ich als erster. Aber diese höchst geschätzte Freiheit hier so, Entschuldigung, plump in Stellung zu bringen, um damit alle möglichen Auswüchse des Neo-Liberalismus zu rechtfertigen, das kann ich Ihnen nicht durchgehen lassen. – Ich wünsche Ihnen noch einen gelungenen Tag.

    Tja, diese Neo-Liberalen, die lernen`s auch nie … 😉 . Wollen jetzt ihre Thesen in diesem novo-Magazin unters Volk bringen und sind mir schon anderthalbmal negativ gefallen. Das halbe Mal war dieses Fleischhauer-Interview, wozu die natürlich nichts konnten, es war ja Fleischhauer, der im zweiten Teil des Interviews zunehmend dummes Zeug erzählte, und das ganze Mal habe ich vergessen.

    (Fortsetzung folgt, mit einem sehr versöhnlichen Schluß!)

  11. Sehr geehrte Frau Ackermann (3)

    Sehen sie doch mal , wohin der „Primat (*) der Ökonomie“ führt, wenn man die machen läßt, was sie wollen:
    http://www.pi-news.net/2014/01/rumaenen-und-bulgaren-schlau-deutsche-doof/

    Und sehen Sie doch mal, wie das so ankommt beim „Volk“, das sich hier Luft machen kann, weil das nämlich sonst in diesem Land kaum noch irgendwie möglich ist, wegen dieser verfluchten Political Correctness, an der Ihre hochgeschätzte „Wirtschaft“ kräftig mitdreht. Ich sage nur: Bertelsmann-Stiftung. Schon mal davon gehört? Informieren Sie sich mal darüber, wer solche „Stiftungen“ finanziert. Na? Richtig: „die Wirtschaft“!

    Und jetzt erzählen Sie mir bitte nicht mehr, die arme „Wirtschaft“ würde hier von der bösen „Politik“ kujoniert! Und faseln (Entschuldigung) Sie bitte nicht mehr davon herum, daß alles Übel daher rühre, daß man „die Wirtschaft“ nicht einfach machen lasse. Es ist nämlich genau umgekehrt: alles Übel rührt eben genau daher, daß man „die Wirtschaft“, wozu selbstverständlich auch die Finanzindustrie gehört, machen läßt!

    Aber dazu ist „die Politik“ eben gar nicht in der Lage, weil sie in mieser Komplizenschaft mit „der wirtschaft“ agiert – oder agieren läßt. Man hat ja seine Leute und sein Personal. Daß „die Politik“ mit ihrer verantwortungslosen Schuldenmacherei eine ebenso große Übeltäterin ist, ist unbestritten. Aber … jetzt habe ich keine Lust mehr, und irgendwann muß ja auch mal Schluß sein.

    (*) Es heißt übrigens der Primat – und nicht das. Aber das will ich Ihnen gern nachsehen. Das ist so ein Fall, wo man „aus dem Bauch heraus“ tatsächlich eher „das“ sagen möchte. Pogrom ist auch so ein Fall. Aber ich bin alles andere als pingelig, und daraus will ich Ihnen nun wirklich keinen Strick drehe. Ich denke, ich habe Ihnen oben schon Stricke in genügender Anzahl gedreht. :mrgreen:

    (Fortsetzung folgt, mit einem sehr versöhnlichen Schluß!)

  12. # 9 Koltschak

    Die sog. “ Soziale Markwirtschaft “ war nur in den Zeiten des “ Kalten Krieges “ modern. Immerhin hätte es ja sein können, daß eine revolutionäre Lage entstehen könnte und somit der Kommunismus doch noch für die Bevölkerung des Westens interessant geworden wäre. Kaum war diese Bedrohung weg, schwenkten die netten
    „Wirtschaftsführer“ wieder auf ihren angestammten Kurs um.Das habe ich damals schon gesagt und habe recht behalten.

  13. Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Ackermann (4 und Schluß)

    Freut mich übrigens, daß Sie meinen Lieblingsphilosophen so ausführlich zitieren:

    „Die Renaissance barg dann in sich alle die positiven Gewalten, welchen man die moderne Kultur verdankt“, so der Philosoph Friedrich Nietzsche 1878: d.h. Gedankenfreiheit, Traditionskritik, Bildungswillen, Wahrheitssuche und die Entfesselung des Individuums. Ausdrücklich bezogen sich die Philosophen und Künstler der Renaissance auf das alte Griechenland und Rom und verstanden ihre Epoche als eine Art „kulturelle Wiedergeburt der Antike.“

    Alles, was Sie zur Freiheit sagen, ist wunderbar. Dafür könnte ich Sie küssen. Da besteht doch nicht der geringste Dissens!

    Denn wirtschaftliche Freiheit bedeutet Eigentum, Wettbewerb, Vertrags- und Gewerbefreiheit, aber eben auch Haftung, d.h. Verantwortung. Unternehmen, Banken und Staaten müssen für ihre Schulden und ihre Misswirtschaft geradestehen.

    Eben!! Eben!! Eben!!
    Das ist O-Ton Frank Schäffler!

    Wir brauchen deshalb einen starken, aber schlanken Staat, der seinen ordnungspolitischen Aufgaben nachkommt …

    Eben!! Eben!! Eben!!
    Das sage ich doch die ganze Zeit!

    … kreative Dissidenz gegenüber der „sozialen Tyrannei“ der Mehrheit

    Genau! Nicht nur „soziale Tyrannei“. Sondern „Tyrannei der Mehrheit über die Minderheit“ (Herbert Spencer) allgemein!

    Als unser höchstes Gut und Lebenselixier sollten wir die Freiheit offensiv verteidigen, um sie immer wieder neu mit List, Lust und Wonne ergreifen zu können.

    Genau! Wunderbarerer Appell!

    “Schwerpunkt „Freiheitslehre und -forschung“
    Geil! Das hätte ich auch gern studiert.

    Also, sehr geehrte Frau Dr. Ackermann, bitte, bitte, nichts für ungut. Ich bin eben nur sofort auf Ihre Kritik am „Primat des Politischen“ angesprungen und dachte, einen meiner Lieblingsökonomen, nämlich Walter Eucken, verteidigen zu müssen (bin nämlich gerade heiß auf dieses Thema 😉 ). Später sehe ich dann: Sie fordern ja selbst einen „starken Staat“. Jetzt erklären Sie das bitte mal den wildgewordenen Hardcore-Liberalen, die ich hinter diesem novo-Magazin vermute. Lasse mich da aber gern eines Besseren belehren.

    Lassen wir also den ganzen Text hier so stehen, wie er „historisch gewachsen“ ist, eben: frei! Würde mich freuen, mal wieder etwas von Ihnen zu lesen, sehr geehrte Frau Prof. Dr. Freiheitsforscherin. 😀

    ps: Vermute übrigens, die vom novo-Magazin wollten Ihren Text über Freiheit nur für sich instrumentalisieren. Der ökonomische Einstieg erscheint mir als etwas aufgesetzt, aufgesetzt auf einen wunderbaren Text über die Freiheit. – Vielleicht ist aber alles auch nur ein großes Mißverständnis.

  14. Die demokratisch gewählten Abgeordneten des Bundestages haben den ESM-Vertrag unterschrieben und genau gewusst was Freiheit als Lebenselexier bisher bedeutet hat, und trotzdem sie haben für das deutsche Volk entschieden – „es muss mehr Freiheit her“.
    Im Kollektivwahnsinn haben sie das entschieden. Und wir, demokratisch regiert, werden jetzt dieses „verbesserte“ Lebenselexier genießen dürfen.

    Und wenn man es genau bedenkt, hat die Deutschen mal jemand gefragt, ob sie die Islamisierung wollen oder ob sie Gefahren in dieser Entwicklung erkennen?
    Nichts, Nullkommanichts Freiheit und Selbstbestimmungsrecht. Mit der Wahl völlig verkalkter Parteienstrukturen und ihrer völlig ahnungslosen über Jahre gehaltenen Begrüßungsrede für eine der gefährlichsten Glaubensdiktaturen der Welt, ist der Wähler in Deutschland dieser Diktatur ausgesetzt worden. Und heute, da die Tatssachen dieser politisch-religiösen Erpressungslehre weltweit auffliegen, wird geleugnet, dass hier blind- und taubgewordene Politiker jahrelang Alleinherrschaft betrieben haben.

    Die Einschleusung so vieler Menschen, die alle auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind in Deutschland, der gar nicht mehr existiert und auch nicht mehr existieren kann, wird weiter die Entwicklung fördern, Menschen an Arbeitsplätzen anzutreffen, für die sie gar nicht geeignet sind.
    Versklavung. Je größer die Unfähigkeit, d.h. die Verdummung des Volkes, um so besser für die EU. Diese Institution ist jedoch schon so ausgefuchst, um sie die „Besten“ für ihre Betrebungen bestbezahlt in die Entscheidungsgremien zu holen.

    Wer selbst schon mal die Arbeitslosigkeit erlebt hat, kann beurteilen wie klein der Schritt zur Versklavung ist. Ein Lebenselexier kann Freiheit sein – nur wer definiert für den Abhängigen was Freiheit ist? Der Besitz eines Arbeitsplatzes? Und das war`s? Einschleusung von Millionen, die auf der Suche nach Freiheit (Arbeitsplatz) sind?

    Wer schon mal auf dem Arbeitsamt bzw. Argentur für Arbeitsvermittlung seine Beobachtungen gemacht hat, der weiß von was ich rede.

    Banksekretärinnen, schick bis zur Zehenspitze für`s Vorstandsbüro – noch gar nicht in der Welt der Arbeitslosen angekommen – glauben es noch nicht, dass das jetzt mit der Freiheit ein Ende hat. Herren mit Aktentasche, feiner Anzug, blankgeputzte Schuhe, sehr nervös und mit der Sprechblase über dem Kopf: Hier gehöre ich nicht her. Ist das der Dank für meine Leistung, die ich immer zur Zufriedenheit aller Vorgesetzten erbracht habe? Die Irritation des Freiheitsverlustes ist förmlich in den Augen zu lesen.
    Gruppen Kopftuchtragener füllen Stapel von Formularen aus. Wartende, still vor sich hinstarrend in ihrer Freiheit. Und man zieht eine Nummer und wartet, einmal sogar bis 4 Stunden. Und der Satz: Sie sind alt, fällt nicht im endlich die Nummer anzeigendem Raum. Nein hier werden die beschränkten Möglichkeiten nochmal zur Sprache gebracht und, na ja, sagen wir mal für nen Appel und en Ei geht die Freiheit weiter, vielleicht, wenn man Glück hat und der vor dir das Zimmer mit der Nummer betretende Ausländer nicht die Stelle bekommen hat.
    Alt, du hast ausgedient, Ehrenamt, Hartz IV, Suppenküche für Freiheitssuchende, nützlicher Idiot, um die Freiheit zu erhalten? Anwärter auf Pflege durch Freiheitssuchende aus dem Ausland? Der letzte Tritt einer Freiheit, die überhaupt keine war?
    Und Journalisten entziehen sie in der Freiheit die Arbeit oder das Bankkonto, weil sie die Freiheit gefährden?

    Fragen über Fragen.

  15. @ Frau Prof. Dr. Ackermann,

    wie kann man zugleich für einen „starken Staat“ eintreten – und den „Primat der Politik“ kritisieren? Ich sehe darin einen Widerspruch, eine Inkonsistenz. Für Aufklärung wäre ich dankbar.

    Herzlichen Gruß!
    B.

  16. Nachtrag zu # 16:

    Wir brauchen deshalb einen starken, aber schlanken Staat, der seinen ordnungspolitischen Aufgaben nachkommt …

    (Ackermann)

    Das ist ja genau das Credo des Ordo-Liberalismus! Und dessen Vordenker war Walter Eucken.
    http://www.faz.net/aktuell/ordoliberalismus-das-verwaiste-erbe-der-freiburger-schule-1912163.html

    Und der Kernsatz dieser „Freiburger Schule lautet:

    “Es ist also nicht der sogenannte Mißbrauch wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst.”
    Walter Eucken

    Und Roger Köppel hat kürzlich auch etwas sehr Gutes und sehr Richtiges gesagt:

    Der Staat ist am Ende nicht bloss eine Ansammlung von Menschen aus allen Himmelsrichtungen, die wie kleine Kampfroboter die ihnen zugedachte Rolle im grenzenlosen Wettbewerb um Arbeitsplätze spielen.

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-03/editorial-entkrampft-die-weltwoche-ausgabe-032014.html

  17. Freiheit wird verschieden definiert:

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.“

    Jean-Jacques Rousseau

    „Do What You Wilt Shall Be The Whole Of The Law“

    Crowley

    Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

    2 Kor 3,17

    ———————————————————–

    Der Westen folgt Crowleys Auffassung von Freiheit.
    Die aber führt in Egoismus und schliesslich zum Verfall.

  18. @kaluga

    nämlich uns selbst darüber aufzuklären, was Freiheit bedeutet und was sie uns heute wert ist.
    (…)

    Freiheit wird verschieden definiert:

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.“

    Eine Perspektive fehlt meiner Ansicht nach in der Diskussion über die Freiheit:

    Freiheit ist nur dann ein wertvolles Gut, wenn wir sie im Sinner der Gesellschaft benutzen, nicht für egoistischen, hedonistischen Zwecken.

    Und genau das ist das Problem der postmodernen Gesellschaft: Sie verlangen Freiheit, um ihren Spaß auszuleben. Aber unsere Vorfahren (oder auch jene, die gegen die kommunistische Diktatur kämpften) wollten die Freiheit für die Gesellschaft erkämpfen, nicht damit sie ihre eigene Lust ausleben konnten (z. B. die pädophilie, Drogenkonsum usw.)
    Im Sinne dieses Freiheitskampfes ist freiheit ein absolut positives Wert.

    Aber Freiheit steht komplementär zur Ordnung, Disziplin. D. h.: Zu viel Freiheit ist der Tod der Ordnung, der Disziplin (also des Zusammehalts in der Gesellschaft, der Wehrhaftigkeit).

    Deswegen sollte man genau hinsehen, wie weit Freiheit ein wertvolles, unerläßliches Gut ist, und ab wann sie anfängt, für eine Gesellschaft schädlich zu werden, indem man undiferenziert nur noch für die eigene „Freiheit“ leben will, und nicht mehr bereit ist, sich der Ordnung der Gesellschaft zu fügen.
    (Aber das ist nur meine Meinung)

  19. @20 Kybeline
    Die Freiheit der Menschen bedeutet, dass sie wahrheitsgemäß aufgeklärt werden über einen alle Lebensbereiche des Bürgers betreffenden wichtigen Sachverhalt, den sie per Plebiszit gemeinschaftlich entscheiden sollen.
    Freiheit bedeutet Aufklärung. Vorauszusetzen, dass der zu Aufklärende zu dumm ist, eine Aufklärung richtig zu verstehen, ist ja schon Diskriminierung und somit die Bescheinigung, dass diees wählende Volk eigentlich gar nicht wählen dürfte aufgrund vorhandener Auffassungsbeschränkung.

    ***Und genau das ist das Problem der postmodernen Gesellschaft: Sie verlangen Freiheit, um ihren Spaß auszuleben.***

    Hier geht es ja auch um eingeschleusten Spaß, den die den Eingeschleusten ausgesetzten Gastgeber ertragen sollen, ohne dass die Eingeschleusten auch nur einen Hauch von Spaß verstehen und korangehorsam dir ganz in aller Ruhe erklären, dass der Koran lehrt wie mit Frevlern, die keinen „Koranspaß“ würdigen wollen, umzugehen ist.

    Freiheit für die Koranlehre – und Freiheit für die Ablehnung der Koranlehre. Produziert Feindschafthaft. Also muss man einer Seite den Spaß verderben, damit der anderen Seite, den Einheimischen der Spaß, die Freiheit, erhalten bleibt.
    Die Koranlehre und ihre Hörigen sind somit kein Teil gelebter Freiheit in einer Demokratie, sondern der gelebte Teil der eingeschleusten Unfreiheit und die mit ihr verbundenen Bedrohung jeglichen freien Denkens.
    Und hier hat das Grundgesetz ganz klare Grenzen gesetzt. Eingeschleuste politisch-religiöse Überzeugungen sind kein Grundrecht für Einwanderer in Deutschland.
    Weder Meinungsfreiheit, noch Religionsfreiheit treffen auf die Parallelstaatlichkeitsforderung der Koranaussage zu. Die klare Abwendung der Koranaussage von Grundgesetzfestlegungen, die politische sowie religiöse Bedeutung hat, ist in ihrer Existenz in Deutschland unrechtmäßig.
    Sie ist kein Garant für Weltoffenheit und Freiheit, so wie es die Grünen und die SPD sowie große Teile der CDU/CSU sieht, sondern die Warze Kosovo, die nur ihre eigene Freiheit in der hässlichen Zerstörung der Umgebungsfreiheit sieht, um sich die Korandiktatur zu sichern.
    Schächten – wer will hier die freiheitliche Selbstbestimmung eines mitfühlenden Menschen erkennen? Es ist der Auswuchs eines Koranwahnsinns, der Tierquälern lehrt, dass sie rechtgeleitete Taten vollbringen, wenn sie Tiere quälen.
    Irrenhausreife Freiheit.

  20. Ich kenne eine Möglichkeit,dass sich die Menschen gegen Merkel und Konsorten vereinen: Wir legen allen Menschen die Beweise vor,dass die linksfaschistischen „Herrscher“ über dieses Land aus der SED Partei kommen und eine unantastbare Terrorherrschaft mit dem Slogan: „Kampf gegen RÄÄÄÄÄÄÄÄCHTS“ und: „Nie wieder Deutschland!“ gebildet haben.Oder haben unsere roten „Genossen“ die Gerichte und die Bürger schon so weit unter Kontrolle,dass man uns wieder mit der Nazikeule kommt? Wenn ja,dann sehe ich islamisch-Schwarz für unser Land (bezogen auf diese ganzen schwarz gekleideten vermummten Muslima-Tussen).

  21. Freiheit ist natürlich ein Riesenthema. Nur noch ein paar Mosaiksteine.

    I
    Die Deutschen und die Freiheit, ein trauriges Kapitel.

    Und da lese ich neulich, dass eine Mehrheit der Deutschen sich vorstellen kann, in einem sozialistischen Staat zu leben, wenn er Sicherheit, Solidarität und Arbeitsplätze bietet. Und die gleiche Emnid-Umfrage zeigt, dass die Freiheit von den meisten Deutschen als ein Sekundärwert wahrgenommen wird.

    http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blogs/rainer+bonhorst/2978-freiheit-wir-halten-ein-glueck-den-haenden.html

    II
    Eine klassische Aussage zum Thema ist ja auch diese:

    „Es geht nicht um Freiheit wovon, es geht um Freiheit wozu!“

    Taucht zum Beispiel in diesem Artikel auf:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/leitartikel-wirtschaft-freiheit-wozu-1433231.html

    III
    Und schließlich ein schöner Satz des „Anden-Nietzsche“ (*)

    „Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken.“
    Nicolás Gómez Dávila

    (*) Der im Gegensatz zu Nietzsche aber gläubig war, und zwar ein leidenschaftlicher Katholik.

    Das Zitat mag für andere Völker und andere Zeiten gegolten haben, ist aber für den gegenwärtigen Deutschen irrelevant, da in den Reden „jener, die ihn unterdrücken“ die Freiheit gar keine Rolle spielt. Denn sie schätzen die Freiheit ja gar nicht (mehr), wie unter I zu sehen. Traurig, traurig.

    IV
    … seine Stimme im doppelten Wortsinn abzugeben
    #18 Gipfler (21. Jan 2014 10:48)

    Das ist ja auch das Nette an dieser frech und dreist „Demokratieabgabe“ genannten Zwangsgebühr zur Finanzierung der politisch-korrekten Indoktrination der Deutschen: der doppelte Wortsinn.

  22. Wer frei sein will,der muss v.a in der Lage sein Indoktrinierung/Gehirnwäsche und Propaganda auch als Solche zu erkennen.

    Das heisst er muss fähig sein sich nicht täuschen zu lassen.

    Und daran scheitern viele,weil sie nicht in der Lage sind, eine gesunde Distanz zu ihrer Umgebung,zu Menschen und den Dingen zu wahren,aus welchen Gründen auch immer.

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