Kommentar: Entartete Welt

Entartete WeltWährend man sich hierzulande ernsthaft damit auseinandersetzt, ob man den zugewanderten Muslimen ein dümmliches Fußball-Lied zumuten darf, in dessen infantilem Text Mohammed nur genannt, aber nicht gehuldigt wird, geht es anderswo auf der Welt für Christen, Juden und andere Nicht-Muslime um Leben und Tod. Über die Entartung unserer Welt.

„Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht.“

Klingt logisch, oder? Selbst manch einem Kommentator in den großen Tageszeitungen ist aufgefallen, dass die Strophe eigentlich doch ganz passabel ist. Schließlich hat Mohammed ja vor der Erfindung des Fussballs gelebt. Auf die Idee sind die Schreiberlinge allerdings nicht selber gekommen – vielmehr hat der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Mazyek sie darauf gebracht. Grund genug für Stefan Dietrich, in seinem FAZ-Kommentar Lobeshymnen auf dessen „Zivilcourage“ abzulassen.

Na toll! Müssen wir jetzt schon dankbar sein, dass sich ein Moslem-Führer mal ausnahmsweise wie ein normaler Mensch verhält? Gegen Null tendiert in der infantilen Debatte über das genauso infantile Schalke-Lied hingegen die Präsenz der eigentlich weit bedeutenderen Frage, was unsere maßgebliche Instanz für Recht und Ordnung dazu sagt: nein, nicht der Koran. Das Grundgesetz! Nach dessen Auslegung hätten die Muslime nämlich nicht im Entferntesten das Recht, gegen dieses Lied vorzugehen. Aber manchmal fragt man sich schon, welches Recht jetzt eigentlich gilt, in unserem Land.

Apropos Koran. Während sich Medien in der Türkei über das Lied der Schalker echauffieren, das nicht einmal irgendeine erkennbare Beleidigung des so genannten „Propheten“ enthält, und dessen Einfluss auf Politik und Gesellschaft außerhalb der schönen Arena im weniger schönen Gelsenkirchen überschaubar ist, liefert jenes Buch, das laut muslimischem Glauben niemand geringeres als Allah höchst selbst geschrieben hat, Verse eines ganz anderen Kalibers. Man nehme beispielsweise Sure 5.60, die über Christen und Juden sagt:

”Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt.“

Affen, Schweine und Götzendiener? Aha. Wie angenehm. Geradezu poetisch, nicht wahr? Immerhin, mit der „schlimmeren Lage“ und vom „rechten Wege abgekommen“ könnte er sogar recht haben, der Prophet, Erzengel, Allah, oder wer auch immer. Wie sonst könnte man das umschreiben, was in unserer Gesellschaft aktuell passiert? Die Affen, Schweine und Götzendiener sehen zu, wie ihre Kinder auf Schulhöfen verprügelt werden, ignorieren, dass andere Affen, Schweine und Götzendiener weltweit verfolgt und ermordet werden, und müllen ihre Zeitungen voll mit Kommentaren, die sich damit befassen, ob es eine Beleidigung ist, wenn man über den, der sie Affen, Schweine und Götzendiener genannt hat, sagt, er habe vor 1400 Jahren keine Ahnung von Fussball gehabt.

Noch Fragen? Nein? Gut. Besser wird es nämlich nicht. Eher schlimmer. Denn während hierzulande die Frage unserer Zeit lautet, ob Schalke vor den Hass-Mail-Schreibern die Hosen runterlässt, hat man die Frage andernorts längst beantwortet: die Hosen müssen runter. Und zwar sofort. Und wenn sie grade unten sind, gibts gleich paar Peitschenhiebe obendrein, und dann ist wieder Burka angesagt.

So geschehen im Sudan, oder so ähnlich. Die ganze Geschichte über dieses Exempel hoch zivilisierter Rechtssprechung lässt sich auf Heute Online nachlesen. Kurz gefasst: eine Gruppe Frauen hatte es gewagt, Hosen zu tragen. Das gilt als unsittlich. Was genau im übrigen noch so alles unsittlich ist, steht – mehr oder weniger – im Sudanesischen Gesetz, Paragraph 152:

Sind Handlungen oder Verhalten in der Öffentlichkeit unangemessen und unschicklich, z.B. Betrunkenheit, Schande, Prostitution, unmoralische Kleidung etc., dann soll die Person folgende Strafe erhalten: Auspeitschung und/oder Bußgeld.

Mit anderen Worten: nichts genaues weiss man nicht. Gut, Betrunkenheit kann man erkennen. Aber wie definiert man Schande, oder unmoralische Kleidung? Und was genau heißt „etc.“? Genauso schwammig ist die Strafe formuliert: Auspeitschung und/oder Bussgeld. Und? Oder? Und wieviel? Und vor allem: wer entscheidet das?

Ein Richter, wahrscheinlich. Ein Gelehrter. Denn wer meint, dem schwammigen Paragrafen lägen keine Werte oder Normen zu Grunde, der irrt. Scharia nennt sich diese Hochleistung menschlicher Innovationskunst. Und die gilt im Sudan. Natürlich, nicht die wahre Scharia, die ist ja friedlich, lieb und missverstanden, wie uns Gross-Mufti Cerec unlängst erklärt hat. Komisch nur, dass überall da, wo die Scharia gilt, Dinge geschehen, die man beim ZDF in einem unkontrollierten Ausbruch von Intoleranz und Rechtspopulismus „drakonisch“ nennt.

Dabei kann es mancheiner hierzulande gar nicht abwarten, die Scharia auch in Europa einzuführen. Zumindest im Finanzsystem, meinte die FAZ neulich in einem köstlich verklärten Artikel. Was heißt das dann? Wer zu viel Rendite macht, kriegt Peitschenhiebe?

Da sind wir wieder bei der Entartung, dieses wunderschöne Wort, das diesem Beitrag die Überschrift spendet. Und wieder fragt man sich: ist die Wahrnehmung derer, die uns vom heilsamen Islamic Banking erzählen, etwa auf das Gequatsche und Gerede von Leuten wie Gross-Mufti Cerec beschränkt? Ist es denn zu viel verlangt von Leuten, die über den Islam schreiben, sich vorher über ihn zu erkundigen? Muss denn jeder seinen Saft dazu geben, dessen Kenntnis vom Orient auf einen selten-dämlichen TerraX Dreiteiler beschränkt ist?

Offensichtlich ja. Sie hat es vorgemacht, alle machen es nach: Claudia Roth. Das Paradebeispiel einer in Unwissenheit gewucherten Persönlichkeit, die paradoxerweise meint, was ihr an Bildung fehlt, mit Entsetzen über die Bildung anderer wettmachen zu können. Kaum eine Debatte zur Integration vergeht, ohne dass CFR die Republik mit einem Ausbruch an Betroffenheit beglückt. Auf Youtube ist ein ganz besonderes Schmankerl verfügbar, quasi der ultimative Beleg ihrer Qualifikation in Integrationsfragen. Im Wortlaut sagt sie dort:

Türkei ist für mich zweite Heimat. Ich mache seit 20 Jahren Türkeipolitik. Das ist viele Jahre! Und ich liebe die Menschen in der Türkei, und ich liebe die Konflikte in der Türkei. Es gibt immer wieder Probleme, immer wieder Konflikte. Mir gefällt in der Türkei Sonne, Mond und Sterne, mir gefällt Wasser, Wind, mir gefallen die Meze, mir gefallen Kichererbsenpüree, mir gefallen Börek – Ich kann gute Börek machen! – Hirrant ist mein Freund und die Türkei ist meine Freundin und jetzt kämpfe ich mit den Freunden von Hirrant, dass diese Türkei eine demokratische Türkei ist.

Sonne, Mond und Sterne. Alles klar. Die größte Kichererbse der Nation tut mutmaßlich ein paar ganz besondere Gewürze in ihren Börek. Wahrscheinlich grüne. Anders ist so ein grober Unfug aus dem Munde einer Poltikerin ja nicht mehr zu erklären, selbst wenn – und das will schon was heißen! – sie bei den Grünen ist.

Grün ist auch die Farbe des Islam. Und grün ist die Farbe der Hoffnung. Das passt gut – zu der offensichtlichen Hoffnung der Muslime auf die Weltherrschaft zum Beispiel. Hach was wäre das fein. Eine Welt, ein Mufti. Weltfrieden. Zumindest eine Zeit lang. Bis sich diese Super-Community abgewirtschaftet hätte. Oder an ihrer eigenen Geburtenrate erstickt. Funktionieren kann der Islam nämlich alleine nicht. Er braucht Ungläubige. Während seine Angehörigen von morgens früh bis abends spät den Koran auswendig lernen und anderer Leute Geld sparen, um nach Mekka zu pilgern, muss ja auch irgendwer anders mal arbeiten.

Darin begründet sich übrigens die gerne als Toleranz missinterpretierte Strategie des Islam. So funktionierte zum Beispiel die heutzutage als Blütezeit verklärte Herrschaft der Mauren in Andalusien. „Geht ihr mal schön aufs Feld malochen, und zahlt brav Eure horrenden Steuern, sonst schlagen wir Euch den Schädel ab. Und wenn ihr auf dem Acker fertig seid, dürft ihr uns noch ne Alhambra bauen, die eigentlich keiner braucht“. Blütezeit! Köstlich! Selten so gelacht.

Wenn keiner die Desinformationsmaschinerie unserer verwirrten Alt-68er aufhält, wird man Kindern im Geschichtsunterricht 2068 wahrscheinlich auch was von Blütezeiten in Berlin-Neukölln erzählen. Oder in Paris-Saint Denis. Oder in Bagdad, bevor die Amis kamen. Oder in Nigeria, oder in Pakistan. Auch hier passt die Farbe grün, die Farbe der Hoffnung. Doch da ist dann spätestens Schluss mit lustig. Hoffnung ist wahrscheinlich das einzige, was die armen Menschen dazu bewegt, in diesen Ländern zu leben, als Christen oder Juden, als Nicht-Muslime, kurzum, als Affen, Schweine und Götzendiener. Hoffnung, dass es besser wird. Hoffnung, dass sie am leben bleiben, anders als die vielen Opfer, die der Islam bei seiner Ausbreitung schon gefordert hat. Hoffnung, dass der Westen ihnen irgendwann mal hilft, sie überhaupt mal zur Kenntnis nimmt, vielleicht, irgendwann, wenn die wesentlich wichtigeren Dinge gelöst sind – wie das Schalke-Lied zum Beispiel.

Entartet, das ist eine Welt, in der jener Teil, der sich Westen nennt, der nicht perfekt ist, aber doch der Teil der Welt, der am anständigsten ist, am tolerantesten, am gerechtesten, Tag ein Tag aus damit beschäftigt ist, sich selbst zu kritisieren. Doch im Schatten seines Selbsthasses lässt der Westen die gedeihen, deren Ideologie seit 14 Jahrhunderten mit dem Schwert verbreitet wird. Und sie gedeihen nicht nur, sie missbrauchen ihn. Sie fordern seinen Anstand, ohne selber anständig zu sein. Sie fordern seine Toleranz, ohne selber tolerant zu sein. Sie fordern seine Gerechtigkeit, ohne selber gerecht zu sein.

Sie fordern seinen Frieden, ohne selber friedlich zu sein.

Wer laufend PI liest, wird dieses Gefühl kennen: man packt sich an die Stirn, atmet einmal tief, schüttelt sich, kneift sich, und merkt dann langsam: Mist, ja, das ist die Welt, in der wir derzeit leben.

(Kommentar: Frank Furter)




„Ewig skeptischer Unterton führt zu Abschottung“


In der FTD fordert Peter Ehrlich in seiner heutigen Kolumnne Migranten – und hier speziell türkische – mehr an der politischen Macht zu beteiligen. Man würde sonst, ebenso wie mit dem Einbürgerungstest oder dem Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft, signalisieren: Wir wollen euch nicht und den Integrationsprozess um Jahre zurückwerfen.

Vor einer Woche präsentierte sich SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier politisch korrekt mit einem Team, in dem Frauen die Mehrheit stellen. Viele haben deshalb vermutlich gar nicht bemerkt, dass auf dem Bild eine bestimmte Art von Gesicht fehlt. In den USA, in Großbritannien, selbst in Frankreich würde keine große Partei ein Team präsentieren, das ausschließlich aus weißen Gesichtern beziehungsweise ausschließlich im Land geborenen und aufgewachsenen Bürgern besteht. Das Team Steinmeier beweist unfreiwillig, dass die Integration in Deutschland viel zu langsam vorankommt.

Wer hätte das gedacht, dass Herr Steinmeier politisch derart unkorrekt daherkommt. Denkt nur an die Quotenfrauen, nicht aber an die Quotenmigrantan. Dabei kann man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Quotenmigrantenfrau, am besten noch mit Kopftuch, dann haben wir sogar eine Quotenmigrantenmuslima! Mensch, Steinmeier, sowas wird sich in der SPD doch wohl finden lassen! Auf Qualität kommt es in der Politik doch schon lange nicht mehr an! Und in einem deutschen Wahlkampf nur mit WeißInnen anzutreten…Ja, wo sind wir denn hier?

Die SPD ist hier nur Beispiel. Bei der Union sieht es nicht besser aus. Cem Özdemir als Parteichef der Grünen ist leider nur die Ausnahme von der Regel, dass kaum Migranten oder deren Kinder auf Wahlplakaten zu sehen sein werden. Dieser Wahlkampf trägt zu dem Irrtum bei, dass alle „nicht deutsch“ aussehenden Gesichter die Gesichter von Ausländern sind. Dabei gibt es inzwischen mehrere Millionen Einwanderer und Einwandererkinder, die Deutsche sind.

Klar, denn wir nehmen jeden. Warum nicht auch in der Politik?

Es ist eine deprimierende Geschichte. Erst wurde jahrzehntelang von den Regierungen behauptet, Deutschland sei kein Einwanderungsland. 1998 wollte die rot-grüne Regierung mit dieser Fiktion Schluss machen. Aber als der Bundespräsident Johannes Rau unmittelbar nach seiner Wahl 1999 klarmachte, dass er sich als Staatsoberhaupt aller im Lande Lebenden versteht einschließlich der Einwanderer, war die erste große Schlacht schon verloren.

Ja, was sind wir rassistisch! Statt einen türkischstämmigen Einwanderer, möglichst noch mit doppelter Staatsbürgerschaft, zum Kanzler zu machen. Der könnte dann seine Länderkollegen „bitten“, die Geschichte nachhaltig zu fälschen.

Dank des erfolgreichen Wahlkampfs von Roland Koch (Anm.: erfolgreich sieht für uns irgendwie anders aus) in Hessen wurde die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft verhindert, nur Kinder erhalten sie quasi auf Probe, um sich dann als Erwachsene zu entscheiden.

Viele Ausländer vor allem in der türkischen Gemeinschaft haben das als Signal verstanden: Wir wollen euch nicht. Ähnliches gilt für die Einbürgerungstests. Es war nicht falsch, von den Migranten aktive Integration zu verlangen und von den Kindern Deutschkenntnisse vor der Einschulung. Der ewige skeptische Unterton in allen Debatten hat aber die Abschottung von Teilen etwa der islamischen Bevölkerung gefördert.

Womit denn auch gleich klar gestellt wird, wer am Scheitern der Integration der moslemischen Zuwanderer schuld ist: Wir, wir RassistInnen aus der Mehrheitsgesellschaft, weil wir uns nicht genug selbst aufgeben und nicht vorbehaltlos integrieren. Und weil wir keinen türkischen BundeskanlerIn installieren wollen.

Nichts aber ist schlimmer für die Integration als das Abdriften in Parallelwelten.

Ach wirklich? Eine Qualitätsfeststellung in der Qualitätspresse.

Auch in den USA ist das Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen nicht konfliktfrei, Millionen sprechen kein Englisch. Trotzdem gibt es ein geteiltes öffentliches Leben. Man steht zu seinem Staat USA.

Sehr richtig. Sie stehen zu ihrem Staat USA. Das ist anders als hier. MigrantIn hier steht zu seinem/ihrem Staat Türkei. Mit politischer Verantwortung in Deutschland?

(Spürnasen: Ingo T. und Nassauer)




Missionare, die „Attentäter“ des Christentums

Christen-MärtyrerDie ZDF-Sendung „Frontal 21“ hat sich bereits so sehr von der Idee des islamischen Friedens einspannen lassen, dass sie in einer Reportage zeigen muss, die evangelikal-missionarischen Christen wären mit Selbstmordattentätern zu vergleichen, weil sie „für Jesus sterben“. Dass die einen Mörder sind, die sich selbst das Leben nehmen, um andere in den Tod zu reißen, die anderen aber Opfer, die für das Verkünden der Frohen Botschaft alles auf sich nehmen, sogar getötet zu werden, ist für die ZDF-Reportage ein nicht erwähnenswertes Detail.

Die „Missionare“ werden so dargestellt, als würden sie in islamischen Ländern – statt fern zu bleiben oder sich zu unterwerfen – das „Abenteuer“ suchen. Diese zweifelhafte Deutung mündet denn auch in die sofortige Gleichsetzung des islamischen und „christlichen Terrors“ in der Anmoderation:

„Bereit sein, für Gott zu sterben: Das klingt vertraut – bei islamischen Fundamentalisten. Doch auch für radikale Christen scheint das zu gelten.“

Eine ziemlich leicht durchschaubare antichristliche Polemik, bei der es lediglich darum geht, fromme Christen schlecht zu machen und die Muslime im gleichen Atemzug zu entschuldigen.

Die Autoren täten so, „als gäbe es keinen Unterschied zwischen der biblischen Botschaft der Liebe und Versöhnung und dem unbändigen Hass radikaler Islamisten, möglichst viel Blut von ‚Ungläubigen’ zu vergießen“. Der AEM-Vorsitzende bezeichnet es als Doppelmoral, wenn man einerseits Journalisten und Umweltaktivisten bewundere, die ihr Leben für Recherchen aufs Spiel setzten, während andererseits Christen, die von ihrem Glauben begeistert seien, als „Fanatiker“ abgetan und mit „Abscheu“ betrachtet würden.

Dass es sich bei dem Beitrag um eine „Tendenzberichterstattung der übelsten Sorte“ handelt, die den Zuschauern „Mission gleich Märtyrer gleich Selbstmordattentäter“ weismachen will, findet denn auch der Vorsitzende der Evangelischen Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden, Pfarrer Hermann Traub, der das ZDF in einem Brief ermahnt. Der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, legte seinerseits eine offizielle Programmbeschwerde ein.

Das Video zur Sendung sehen Sie hier.

(Spürnasen: Hausrecht, Tho K. und Garfield)




„Russia Today“-Reportage über Susanne Winter

Susanne WinterRussia Today, ein auf internatio- nales Publikum ausgerichteter englischsprachiger Fernsehsender mit Sitz in Moskau, hat vor kurzem eine Reportage über Susanne Winter gesendet. Neben der FPÖ-Politikerin kommen darin auch Tarafa und Carla Baghajati (Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich), Geert Wilders und PI zu Wort.




Mahnwache zur Christen-Ermordung in Pakistan

Der Landesverband Baden-Württemberg der Bürgerbewegung Pax Europa veranstaltet am kommenden Samstag, den 8. August, in Stuttgart (12 – 15 Uhr am Rotebühlplatz, City Plaza) eine Mahnwache zum Gedenken an die ermordeten Christen in Pakistan und andernorts. Die Organisatoren freuen sich über zahlreiche Unterstützung. Weitere Infos hier…

» PI: Christen in Pakistan lebendig verbrannt
» Jesus.ch: Neuer Höhepunkt der Gewalt gegen Christen in Pakistan




Kenan Kolat (TGD) fordert Geschichtsfälschung

völkermordDamit unsere Türken sich in Deutschland wohlfühlen, muss auch die Mehrheitsgesellschaft ein wenig Entgegenkommen zeigen. Zum Beispiel bei den Lehrplänen für den Geschichtsunterricht. Denn historische Wahrheiten sind manchmal rassistisch – zum Beispiel wenn sie den Völkermord der Türken an den Armeniern benennen. Das ist in der Türkei verboten und soll es nun auch in Deutschland sein, fordert der Bundesvorsitzende der türkischen Gemeinde Kenan Kolat (Foto l.).

Turkishpress berichtet in seiner deutschen Ausgabe. Wir geben den Beitrag im Original mit integrativer Rechtschreibung und antirassistischer Stilistik wieder, damit sich unsere Leser schon einmal daran gewöhnen können, wie unsere Sprache klingt, wenn die Türken nach dem Geschichtsunterricht auch den Deutschunterricht einer osmanischen Revision unterziehen:

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat erklärte: Die Lehrhandreichung in brandenburgischen Schulen ist eine psyhologische Belastung für türkische Schüler und gefährdet den inneren Frieden.

Der Vorsitzende der TGD, Kenan Kolat sprach in der Hürriyet über den Lehrplan in brandenburgischen Schulen, in der die Massaker im osmanischen Reich zwischen 1915-1917 als Genozid behandelt werden. Kolat sagte, das die TGD in dieser Frage aktiv werde, um die Lehrerhandreichung aus dem Lehrplan zu entfernen.

Dem Bericht zufolge, soll Kenan Kolat die Kanzlerin Merkel bereits schriftlich darüber informiert haben, das man gegen die geplante Gedenkstätte für den Potsdamer Pfarrer Lepsius ist. 1915 sollen nach verschiedenen Schätzungen der Genozid-Befürworter rund 1,5 Millionen Armenier in einem genozidären „Todesmarsch“ durch die Jungtürken in den Tod getrieben worden sein. Die türkischen Vertreter gehen hingegen von weit weniger aus und schließen eine staatliche Anordnung aus, die in der Genozid-Konvention als Tatbestand „Völkermord“ vorrausgesetzt wird. Kenan Kolat sagte, das die Lehrerhandreichung für türkische Schüler eine besondere Belastung sei, sie psyhologisch unter Druck setze und somit auch den inneren Frieden gefährde. Die Schüler würden mit dieser Behauptung regelrecht konfrontiert. Sie würden dabei unnötig an der schulischen Leistung beeinflusst.

Vielmehr sei es die Aufgabe der Historiker, solche geschichtlichen Ereignisse zu hinterfragen und zu bewerten. Dies sei bisher unzureichend und einseitig behandelt worden. Deshalb müsse der Lehrplan geändert und die Genozid-Behauptung aus der Lehrerhandreichung genommen werden. Der Lehrplan wurde vom Land Brandenburg im Jahre 2005 erneut mit dem Armenier-Genozid angereichert. Zuvor hatte die türkische Diplomatie erreichen können, das sie kurzfristig aus dem Lehrplan genommen wurde.

Der deutsche Pfarrer Johannes Lepsius – vom Oberbürgermeister Potsdams in eine Reihe mit Albert Schweitzer, Dietrich Bonhoeffer und Oskar Schindler gestellt – soll dabei den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich dokumentiert haben. Sein Nachlass ist u.a. im Marbacher Literaturmuseum ausgestellt, worin diese dokumentiert sein sollen. Bereits Ende Mai 2006 hatte sich ein wissenschaftliches Symposium unter der Leitung mehrere türkischer Vereine in Deutschland mit dieser Frage im Berliner Urania beschäftigt. Dabei erklärten Teilnehmer des Symposiums, das in der Handreichung der Verweis auf den Holocaust fehle, da man das formale Nebeneinander mit anderen Ereignissen vermeiden wollte. Das sei zwar für die brandenburgische Entscheidung richtig gewesen, das Fehlen des Völkermordes an den Juden könne es aber nicht entschuldigen. Die Handreichung würde ausserdem zahlreiche Stereotypen enthalten: „Erste Völkermord des 20. Jahrhunderts“ „kranker Mann am Bosporus“ „Armenien, der erste christliche Staat“ „Zweiteilung der Welt bei den Osmanen“. Besonders gestört habe sie der Umstand, das man die türkische Version zwar miteinbezogen habe, aber keinesfalls von türkischen Historikern und Wissenschaftlern. Das sei auch nicht verwunderlich, schliesslich sei die türkische Version, die durch die tr. Diplomatie und Regierung ausgearbeitet wurde, voll und ganz der Lesart der Handreichung dienlich. Wieso man nicht die türkischen Historiker dazu befragt habe, um die Handreichung ausgewogen zu gestalten, sei kein Geheimnis.

Die Redner wiesen auch darauf hin, das vieles in der Handreichung ausgelassen wurde. Unter anderem werde Lepsius als ein neutraler Unterhändler und Zeitzeuge der Ereignisse dargestellt, aber dass er politisch nicht neutral und untätig war und dass er Dokumente (zugunsten der Armenier) massiv gefälscht hat, werde unterschlagen. Dabei verwiesen sie auf den Bundestagsbeschluss, das die „fast“ Völkermord-Anerkennung, auf Lepsius beruft. Die Handreichung sei in dieser Form deshalb nicht akzeptabel. Es gebe „fundamentale Unterschiede“ (so der Historiker Jäckel) zum Holocaust. Diese Unterschiede würden aber in der Handreichung nicht erwähnt und eine Holocaust-Relativierung sei damit nicht ausgeschlossen.

Einen Artikel über die psyhologischen Auswirkungen auf Türken, hatte der türkische Armenier-Experte, Derya Tulga verfasst. Darin antwortete er gegenüber der Frage, was für Eindrücke und Erfahrungen er über Johannes Lepsius gesammelt habe, folgendes:

„Nach meinen Eindrücken ist er ein rassistischer und antitürkischer Lügner. Er war nicht jemand, der die Türkei sonderlich gut kannte, auch wenn er einige Türkei Aufenthalte hatte. In einem Text schrieb er, dass sie diese Sache nicht aufgeben werden, bevor der letzte Andersgläubiger in der Türkei Christ geworden ist. Dieser Text wurde von dem Berliner Forscher und Priester Uwe Feigel in seiner Arbeit „Evangelische Kirche und Armenische Frage“ veröffentlicht. Da findet man diese Ausdrücke.

Die berühmte Show von Lepsius fing mit der Ermordung Talat Pa?as an. Im Mai 1921 wird er in den Prozess des armenischen Mörders Tehlirian als Sachverständiger eingeladen. Wenn man sich die Protokolle dieses Prozesses anschaut sieht man, dass es eine juristische Schande ist.“

Apropos juristische Schande: In Frankreich, wo die Leugnung des türkischen Völkermordes an den Armeniern verboten ist, würde sich Kolat mit seiner unverschämten Forderung strafbar machen. Es wäre wünschenswert, wenn Deutschland sich auch in dieser Frage um eine Angleichung deutschen Rechts an europäische Normen bemüht.

(Spürnase: Eisfee)




Trotz „Vernichtungswillen“ kein Mord

Eine für deutsche Verhältnisse hohe Jugendstrafe von achteinhalb Jahren Haft wegen „Totschlags“ erhielt ein „jugendlicher“ türkischer Messerstecher, der die Mutter seiner Ex-Freundin umgebracht hatte. Trotz „direkten Tötungsvorsatzes“ und einem „unbedingten Vernichtungswillen“ erkannte der Vorsitzende Richter nicht auf Mord.

Der 19-jährige Türke hatte die Mutter seiner Ex-Freundin im September 2008 mit 17 heftigen Messerstichen und mehreren Fußtritten in ihrer Wohnung getötet  – „aus besessener Liebe zu dem Mädchen“.

Der vorsitzende Richter Karl Iglhaut begründete das hohe Strafmaß unter anderem mit der Brutalität der Tatausführung. Mord sei die Tat jedoch nicht. Das Mädchen hatte sich wegen der Eifersucht des Verurteilten im Sommer 2008 von ihm getrennt. Der junge Mann kam mit dem Verlust nicht klar und versuchte die Mutter bei einem Gespräch dazu zu bringen, die Tochter zu Rückkehr zu bewegen. Erst die Abfuhr der Mutter, er werde ihre Tochter nie wieder sehen, löste nach Worten Igelhauts das Ausrasten aus.

Das Gericht lastete Haydar S. zu diesem Zeitpunkt einen direkten Tötungsvorsatz und einen unbedingten Vernichtungswillen an und begründete dies durch die Anzahl und Heftigkeit der Messerstiche. Das Küchenmesser mit der 15 Zenitmeter langen Klinge trug der Täter bei sich, um für eine Konfrontation mit dem Bruder des Mädchens gewappnet zu sein.

Verschärfend auf das Urteil wirkte sich zudem das überlegte Verhalten nach der Tat und die gezielte Irreführung der Familie aus. Der Verurteilte nahm dem Opfer Geld für die Flucht mit der Bahn weg und versteckte die Leiche unter dem Ehebett. Die Tochter ließ er durch eine SMS im Glauben, die Mutter lebe noch.

Haydar S. wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das Gericht sah Reifeverzögerungen bei dem Heranwachsenden. Mit Ausbildung und Schule sei er nicht zurecht gekommen. Zudem sei er völlig auf die Beziehung fixiert gewesen. In der Vorgeschichte hatte Haydar S. das Mädchen für einige Tage entführt, weil es sich geweigert hatte die Beziehung fortzusetzen. Mehrmals sprach er Drohungen gegenüber ihr und der Familie aus.

Erschwerend kam hinzu, dass er erst am zweiten Verhandlungstag die Schuld eingestand und zuvor auf einer Falschaussage beharrte. Das Geständnis allerdings ersparte dem traumatisierten Mädchen eine Aussage.

Haydar S. muss mit einer Abschiebung in die Türkei und der nachträglichen Sicherheitsverwahrung rechnen.

(Spürnase: Skeptiker)




Erste Moslempartei in Westeuropa

nmp2Schlechte Nachrichten für alle Parteien, die mit Blick auf die Demographie auf künftige Mehrheiten mit muslimischen Wählerstimmen spekulieren. In den Niederlanden werden die knapp 6% Moslems in Zukunft mit einer eigenen Partei an Wahlen teilnehmen.

Islamkennern und -kritikern ist schon lange klar, dass die Erpressung demokratischer Parteien mit muslimischen Wählerstimmen nur so lange dauert, bis sich die Moslems stark genug fühlen, mit einer eigenen Partei anzutreten. In den Niederlanden ist es jetzt soweit. Die Nederlandse Moslim Partij des Konvertiten Henny Kreeft strebt aber zunächst keine Islamische Republik Niederlande an, sondern beschränkt sich erst einmal auf das, was Muslime unter Gleichberechtigung verstehen: Eigene Friedhöfe, eigene schariakonforme Banken und noch dies und jenes, was nach dem Ramadan in einem Parteiprogramm bekannt gegeben wird.

Der Wahlantritt einer ersten Moslempartei in Westeuropa ist großes Thema in der niederländischen Presse, wie etwa im Handelsblad und wurde im deutschsprachigen Raum von der österreichischen Nachrichtenagnetur ATA bekannt gegeben. Merkwürdigerweise befindet die geschlossene Qualitätspresse Deutschlands die beunruhigende Entwicklung keiner Nachricht wert, so dass hierzulande nur die Junge Freiheit in gedruckter Form darüber berichtet.




Wo bleibt die rationale Diskussion?

Die Schweizer Weltwoche ist in der öden Medienlandschaft ein Stern. In einem Videokommentar der aktuellen Ausgabe beklagt der stellvertretende Chefredaktor Markus Somm die „Informations“politik der Behörden in Sachen Jugendkriminalität mit Migrationshintergrund.

(Spürnase: WahrerSozialDemokrat)