Existieren moderate Moslems?

Moderate MuslimsIch weiß selber, dass die Frage provokativ ist. Natürlich existieren sie und – oh Wunder – ich weiß das sogar. Häufig sieht man sich aber als Islamkritiker mit dem Vorwurf konfrontiert, man würde glauben, es gäbe sie nicht. Häufig sieht man sich mit der Frage konfrontiert: “Glaubst du tatsächlich, jeder Moslem wäre ein Terrorist?” Diese Frage ist genauso provokativ wie meine in der Überschrift… nur ist sie beim besten Willen nicht lustig.

(Aus: Klassiker der Islamkritik. Text: Eisvogel, 18. Oktober 2006)

Sie dient – genau wie meine – nicht der Informationsgewinnung. (Ich hab’s aber gleich im ersten Satz zugegeben, mir hat sie nur als provokanter Aufhänger gedient.) Die andere dient aber dazu, jemanden, dem man keine echten Argumente entgegenbringen kann oder will, zu unterstellen, er würde was Idiotisches, leicht Widerlegbares denken. Und dann kann man sich eifrig daran machen, das, was der andere gar nicht behauptet hat, zu widerlegen. Und man muss sich praktischerweise nicht damit befassen, was er wirklich behauptet hat und was nicht so leicht zu widerlegen ist: Nämlich dass der Islam selber nicht moderat ist.

Ich stelle nicht die Frage, ob es moderate Moslems gibt, ich stelle die Frage, ob die Tatsache, dass es sie gibt, Einfluss darauf hat, was der Islam für uns bedeutet.

Fjordman hat sich ausführlich Gedanken darüber gemacht, inwiefern wir uns auf moderate Moslems verlassen können. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass wir es leider nicht können. Auf den Schluss komme ich auch. Anders als er, der ein unglaublich guter Rechercheur ist und sich daher vor allem mit Moslems befasst, die öffentlich irgendwas angeblich “Moderates” sagen und dieses schonungslos als nicht ganz sooooo moderat entlarvt, will ich mich hier mit denen befassen, die nicht im Rampenlicht stehen.

Können wir uns – wenn wir uns schon auf die prominenten “Moderaten” nicht verlassen können – wenigstens auf die verlassen, die keiner kennt? Auf die schweigende Mehrheit? Und was bedeutet eigentlich in dem Zusammenhang “verlassen”?

Ich habe manchmal den Eindruck, unter den Verfechtern der Idee, es könne einen Euro-Islam geben, herrscht die Meinung vor, moderate Moslems wären eine Art Ritter auf weißen Pferden, die sich – dann wenn’s hart auf hart kommt – den Arsch aufreißen, um uns vor ihren gewaltbereiteren Glaubensbrüdern zu schützen, wenn wir ihnen nur genug Entgegenkommen zeigen.

Hallo? Wir sprechen hier von Privatpersonen. Von Leuten, die zu Hause sitzen, möglicherweise ein bisschen über die strengen Regeln des Islam grummeln und sie mehr oder weniger heimlich brechen und ansonsten ihre Ruhe haben wollen. Von Leuten, die entweder den Koran nicht richtig kennen, oder ihn zwar kennen, aber fünfe grade sein lassen und die Stellen, die in Konflikt mit ihrem guten Herzen kommen, ignorieren. Es gibt solche Menschen. Nur: Die sollen uns vor Gewaltbereiten schützen, die den Koran kennen und fanatisch ernst nehmen? Nie im Leben!

Das ist, als ob Juden 1938 gesagt hätten: Naja, die meisten Deutschen waren in der Reichspogromnacht ja eigentlich nicht randalierend unterwegs, sondern saßen gemütlich zu Hause. Diese Deutschen werden uns schon vor den radikalen Nationalsozialisten schützen. Wir müssen uns mühen, sie zu unterstützen und wir dürfen auf keinen Fall ein böses Wort über den Nationalsozialismus verlieren sonst sind diese moderaten Deutschen beleidigt und treten aus lauter Frust darüber in die SS ein.

Irr? Ja und wie! Aber genau so irr sind wir gegenüber dem Islam. Wie kann man so tief sinken? So wenig selbstbewusst sein, dass man der Bedrohung durch den ernstgenommenen und richtig verstandenen Islam damit begegnen will, dass man darauf hofft, die tumbe, gelangweilte Mehrheit der Anhänger einer Ideologie (die in JEDER Gesellschaft die Mehrheit bilden) würde sich tapfer für die Interessen und das Wohlbefinden anderer in die Schlacht stürzen?

Das ist so hilflos. Das ist das Verhalten von Menschen, die sich selber nicht erlauben, sich zu wehren und verzweifelt hoffen, daß andere sie retten. Warum sind wir so?

Warum fallen wir vor Begeisterung, einen Moderaten gefunden zu haben, fast um, wenn ein Moslem sich gnädig herablässt, zu sagen, dass er den Terror nicht gut findet? Fragen wir nach, WARUM er Terror nicht gut findet? Ich habe bei Terrorverurteilungen von islamischer Seite auf das “Warum” geachtet. Fast immer ist die Begründung: “Die Terroristen schaden dem Islam” dabei. Eigentlich bin ich der Ansicht, dass sie in erster Linie den Opfern schaden, und zwar so sehr schaden, dass man sich darüber, dass sie vielleicht auch dem Islam schaden, gar keine Gedanken machen muss. Es bleibt die bohrende Frage: “Wenn diese Terror-Verurteiler glauben würden, der Terror würde dem Islam nützen, was wäre dann ihre Ansicht?” Denn die Ansicht, dass er dem Islam nützt, ist nicht von der Hand zu weisen. Terroristen vertreten sie ganz offensichtlich, sonst würden sie nicht tun, was sie tun. Ich übrigens auch. Aber das ist ein anderes Thema.

Wer erinnert sich noch an die große Anti-Terror-Demonstration “moderater Muslime” inclusive anbiedernder Politprominenz von grün über rot bis schwarz? Ich erinnere mich an heiseres “Islam heißt Frieden”-Geschrei und an Plakate mit der Aufschrift “Gegen JEDEN Terror” – und irgendwie hatte ich ganz stark den Eindruck mit dem “JEDEM Terror” war die Terrorabwehr Israels und der USA gemeint. Irgendwie kam diese Demonstration, die von unseren Gutmenschen schon lange vorher erfolglos eingefordert wurde, dann auch just in dem Moment, als in Holland nach dem van Gogh-Mord ein paar Moscheen brannten.

Es war keine Demonstration gegen den Terror, es war eine Demonstration gegen Leute, die sich die Frechheit erlauben, zu denken, der Terror hätte was mit dem Islam zu tun!

Ich halte die Moslems, die an dieser Demonstration teilgenommen haben, nicht für moderat. Viele haben natürlich auch nicht daran teilgenommen und unter denen sind sicher auch echte Moderate. Sie sind für mich wie die Deutschen, die in der Reichspogromnacht zu Hause blieben. Sie belegen die ganze Bandbreite von “Ich find Terror gut, aber ich bin zu faul und feige dazu, es selber zu tun” über “interessiert mich nicht” bis zu “eigentlich find ich’s nicht ok, aber was kann ich schon tun? Hauptsache, mir passiert nichts”.

Man müsse ganz dringend die Moderaten stärken, wird uns gesagt. Doch was wird unter “stärken” verstanden? Aufpassen, nichts “Falsches” sagen, weil sonst die Moderaten auch radikal werden? Sind Leute, bei denen man fürchten muss, dass sie radikal werden, wenn ihnen eine Laus über die Leber läuft, moderat? Sind Leute, die nur dann moderat bleiben, wenn man nichts aber auch gar nichts sagt oder tut, was sie ärgert, moderat? Ist dann eigentlich nicht auch jeder Tyrann moderat? Verhalten wir uns gegenüber moderaten Moslems nicht in Wirklichkeit wie Untertanen gegenüber einem Tyrannen? Tyrannen tun denjenigen Untertanen, die sie nicht ärgern, schließlich auch nichts.

Oder bedeutet das “stärken”, dass wir sagen: “Die Moderaten sind uns angenehm, die mögen wir lieber als die bösen Dschihadisten”? Tolle Idee. Sicher werden die Radikalen dadurch ganz furchtbar neidisch auf dieses Kompliment und gierig danach, auch von uns Ungläubigen geliebt und als ”ganz wunderbar friedfertige Anhänger einer Religion des Friedens” bezeichnet zu werden und werden dann ebenfalls moderat. Herr wirf Hirn vom Himmel!

Die moderaten Moslem gibt es. Wieviele es sind, weiß ich nicht. Wie man sie ohne Gedankenleser von Radikalen unterscheiden kann, ebenfalls nicht. Wie schnell sie den Rappel bekommen und wegen einer “Kränkung” von moderat auf radikal umschalten, erst recht nicht. Und was wir auf gar keinen Fall wissen, ist, wie die Kinder und Enkel der Moderaten sein werden.

Und selbst die echten Moderaten sind ganz bestimmt nicht unsere Ritter auf dem weißen Pferd… bis auf ein paar sehr Vereinzelte, die eher Apostaten als Moslems sind, auch wenn sie die Apostasie nicht offen vollzogen haben, und die wir schützen müssen (nicht umgekehrt!):

Wohl einfach nur die teilnahmslose, gedankenlose Masse, für die sich irgendwann – wenn es hoffentlich keinen Islam mehr gibt – irgendwelche Nachkommen peinlichst berührt schämen.




Linke reingelegt

In Frankfurt findet zur Zeit die 6. konservativ-subversive Aktion (ksa) statt. Die Dementi auf Sezession und auf Politically Incorrect waren lediglich Finten, da bereits am Vormittag auf diversen Internetseiten Informationen über die Aktion publik gemacht wurden. Die Blaue Narzisse hat Bilder und News von der ksa…




Britin Catherine Ashton wird EU-Außenministerin

Catherine AshtonDie EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf geeinigt, der bisherigen EU-Handelskommissarin Catherine Ashton (Foto) den Posten einer „EU-Außenministerin“ zu geben. Das berichteten Diplomaten am Donnerstagabend in Brüssel am Rande des EU-Sondergipfels. Ashton (53, Labour) gilt als Vertraute von Großbritanniens Premier Gordon Brown. EU-Ratspräsident soll Belgiens Ministerpräsident Herman Van Rompuy werden.




Türken fühlen sich in Deutschland unerwünscht

Es gibt mal wieder eine neue repräsentative Studie und zwar von den zusammengehörenden Forschungsinstituten Info und Liljeberg Research. Diesmal um zu sehen, ob sich unsere türkischen Mitbürger hier mehrheitlich wohlfühlen. Deshalb wurden insgesamt 1000 Personen befragt – jeweils ein Drittel davon Deutsche, in Deutschland lebende Türken und Türken in der Türkei. Große Überraschung: „82 Prozent von ihnen sagten, die deutsche Gesellschaft sollte stärker auf Gewohnheiten und Besonderheiten der türkischen Einwanderer Rücksicht nehmen.“

Der Focus schreibt:

Auch bei ihren Wertvorstellungen stehen die hier lebenden Türken oft zwischen den beiden Kulturen, teils sind sie in ihrer Meinung näher an den Türken in der alten Heimat als an den Deutschen, wie es weiter hieß. So sagten nur neun Prozent der Deutschen, dass Kindererziehung Frauensache sei. Unter den türkischen Migranten waren es 32 Prozent, unter den Türken in der Türkei 52 Prozent.

Ein Zusammenleben von Mann und Frau vor der Ehe lehnen acht Prozent der Deutschen ab, aber 47 Prozent der Türken in Deutschland und 67 Prozent der Türken in der Türkei. Beim vorehelichen Sex der Frau sind es den Angaben zufolge sieben Prozent der Deutschen, 56 Prozent der Türken in Deutschland und 84 Prozent der Türken in der Türkei. Vor wichtigen Entscheidungen fragen 66 Prozent der Deutschen die Familie um Rat, aber 84 Prozent der Türken in Deutschland und 88 Prozent der Türken in der Türkei.

Wie die Autoren weiter berichteten, fänden es 28 Prozent der Deutschen unangenehm, wenn ein gläubiger Moslem in ihre Familie einheiraten würde. Dagegen fänden es 40 Prozent der türkischen Migranten und 63 Prozent der Türken in der Türkei unangenehm, einen gläubigen Christen in die Familie aufnehmen zu müssen.

Von den befragten Deutschen sagten 62 Prozent, die Gesellschaft sei zu tolerant gegenüber Kriminellen. Unter den türkischen Migranten waren es jedoch 76 Prozent, unter den Türken in der Türkei 74 Prozent. Dass man anderen Menschen grundsätzlich nicht vertrauen könne, sagten 81 Prozent der Türken in Deutschland und 87 Prozent der Türken in der Türkei, aber nur 58 Prozent der Deutschen.

„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Türken in Deutschland eine Volksgruppe sind, die fest zu ihren kulturellen und religiösen Wurzeln und den türkischen Wertewelten steht“, erklärte Holger Liljeberg, Geschäftsführer von Info und von Liljeberg Research. Die Studie sei als Denkanstoß gedacht, um die Integration zu verbessern. Bei den Zuwanderern handele es sich inzwischen wohl eher um eine ethnische Minderheit.

„In der Öffentlichkeit wird Integration verlangt, aber Assimilation gemeint“, analysierte Liljeberg. „Diese ist aber innerhalb der nächsten Generationen nicht zu erwarten.“ Zu stark seien die Bindung an Familie und Mutterland. Kulturelle und religiöse Überzeugungen würden dadurch reproduziert.

Wie schön, dass wir jetzt auch eine Studie haben, die belegt, dass viele Türken sich gar nicht integrieren wollen. Da hilft sicher ein weiterer Integrationsgipfel.

(Spürnasen: schmibrn, AlterQuerulant, erkanmallekken, Martino, Andreas61, Volker L. und searcher)




„KSA“ in Frankfurt abgesagt

Wann findet man schon einmal so viel geballte Verantwortung für die gescheiterte Integration auf einer Veranstaltung wie heute Abend in Frankfurt: Daniel Cohn-Bendit, Mitglied des Europäischen Parlaments, Armin Laschet, Integrationsminister NRW und die Frankfurter Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg diskutierten zum Thema Integration. Da durfte eigentlich die Konservativ Subversive Aktion (KSA) nicht fehlen. Aber wie uns PI-Leser Frank S. aus Frankfurt berichtet, hat die Linke von den ungebetenen Gästen Wind bekommen und so wurde die Aktion abgesagt. Geblieben ist dieses schöne Plakat (Foto).




Die 500 einflussreichsten Moslems 2009

moslems2009In der neusten Ausgabe der moslemischen Selbstbeschau über die einflussreichsten Moslems werden auch die verschiedenen islamischen Strömungen aus der Innenpenspektive vorgestellt. Darin steht interessanterweise auch, dass 96 Prozent aller Moslems Traditionalisten sind. Nur gerade ein Prozent sind Modernisten und somit Vorzeigemoslems. Hardcore Extremisten sind mit drei Prozent schon dreimal mehr. Einflussreichster Moslem überhaupt ist der saudische Monarch, König Abdullah, gefolgt vom iranischen religiösen Führer, Ayatollah Ali Khamanei, und König Mohammed von Marokko. Den gesamten Bericht lesen Sie hier.

(Spürnase: Die Realität)




Linker Antisemitismus: „Ihr Judenschweine“

Dass linker und rechter Extremismus sich nur marginal unterscheiden, ist eine Binsenweisheit. Neu aber ist der offene Judenhass der Linken, da der normalerweise als Antizionismus beschrieben wird und als solcher voll salonfähig ist. Auf St. Pauli, stets ganz vorn dabei im Kampf gegen Rechts™, verhinderten Linke die Aufführung des Films „Warum Israel“ und bespuckten und beschimpften die Zuschauer.

Nicht so schlimm, weil sie ja keine Glatzen trugen, sondern vermummt waren.

SpOn schreibt:

Vermummte Demonstranten, bespuckte und geschlagene Kinobesucher, der Ruf „Ihr Judenschweine!“ – die Augenzeugenberichte von einer militanten Aktion gegen den Film „Warum Israel“ erinnerten an die dreißiger Jahre. Doch stattgefunden hat sie im Jahr 2009, dort, wo wohl kaum jemand mit derartigen Übergriffen gerechnet hätte: auf St. Pauli, einem traditionell linken Viertel in Hamburg.

Nun hat sich Claude Lanzmann, der Regisseur des Films, erstmals öffentlich zu dem Angriff geäußert: „Ich bin schockiert“, sagte er SPIEGEL ONLINE.

Der 83-jährige Lanzmann ist berühmt geworden als Regisseur von „Shoah“, einer filmischen Spurensuche über die Ermordung der europäischen Juden im Dritten Reich. „Warum Israel“ ist sein Debüt aus dem Jahr 1973. Darin befragt Lanzmann Israelis zu ihrem Leben in Israel und beleuchtet die Gründe für die Existenz dieses Staates – ein vielschichtiges, nachdenkliches Bild entsteht.

Für einige Deutsche aber scheint allein das Thema des Films eine Provokation: Als das Hamburger Programmkino B-Movie gemeinsam mit der linken Gruppierung Kritikmaximierung den Film am 25. Oktober 2009 vorführen wollte, blockierten Mitglieder des benachbarten, ebenfalls linken antiimperialistischen Zentrums namens B5 den Eingang: „Sie hatten das Kino mit einem Metalltor abgeriegelt“, so schildert Martin Schnitzer, einer der Betreiber des B-Movie, den Nachmittag.

„Die Leute waren vermummt, trugen Kleidung in Tarnfarben, einer hatte sich die auf ein Stück Klopapier gemalte israelische Flagge angesteckt. Ihr Auftreten war massiv militärisch“, sagt Schnitzer. „In der Hand hielten sie selbst gebastelte Maschinengewehre aus Holz. Mit Videokameras und Fotoapparaten nahmen sie alle auf, die ins Kino wollten.“ So sollte eine israelische Kontrollstation simuliert werden. Auf einem Plakat wurde die Grenzmauer zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten mit dem einstigen südafrikanischen Apartheidsregime in Verbindung gebracht.
(…)
Claude Lanzmann ist ein politischer Filmemacher. Er war im Zweiten Weltkrieg antifaschistischer Résistance-Kämpfer, später Weggefährte von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, er hat viele Schlachten geschlagen, zuletzt gegen die geplante Berufung des Ägypters Faruk Hosni zum Generalsekretär der Unesco.

Doch so etwas hat er noch nie erlebt: „Es ist noch nie irgendwo auf der Welt die Vorführung meiner Filme verhindert worden“ – jetzt ist es passiert, ausgerechnet in Deutschland. „Die Deutschen dürfen nie wieder als Herren auftreten“ meint Lanzmann und es ist klar, worauf er anspielt: Auf die Nationalsozialisten. Zu deren Kampfrepertoire gehörten in den frühen dreißiger Jahren auch Blockadeaktionen gegen „verjudete“ Filme.

In Hamburg eskalierte die Situation schließlich, bis, wie der Augenzeuge Lennart K.* berichtet, der klassische Kampfruf des Antisemitismus fiel: „Die Blockierer schrien: Ihr Judenschweine!“ Er habe zurückgerufen: „Jetzt sagt ihr endlich, was ihr denkt.“ Daraufhin hätten die antiisraelischen Demonstranten losgeschlagen: „Es waren etwa 30 bis 40 Angreifer zwischen etwa 16 und 70 Jahren. Ein älterer Herr ist mit dem Gürtel auf mich losgegangen.“ Die Leute, die Lanzmanns Film sehen wollten, so berichtet K. in Übereinstimmung mit anderen Augenzeugen, seien geschlagen und bespuckt worden.

Das internationalistische Zentrum B5 wies den Vorwurf, der Ausdruck „Judenschweine“ sei gefallen, in einer schriftlichen Erklärung zurück und begründete seine Aktion mit den Worten, es sei darum gegangen eine „prozionistische Veranstaltung“ und „Hetze“ zu stoppen.

Für Lanzmann ist die Tatsache, dass es nicht Nazis, sondern Linke waren, von denen dieser in der bundesdeutschen Geschichte wohl einmalige Übergriff ausging, Ausdruck einer unguten Nähe gewisser links- und rechtsextremer Denkmuster: „Sie nennen es Antizionismus, aber es ist Antisemitismus“ sagt er.

Im Dezember soll die Filmvorführung wiederholt werden. Die Betreiber des Kinos hoffen, dass sie diesmal statt finden kann. Und Claude Lanzmann wundert sich angesichts der Tatsache, dass die Medien den Eklat weitgehend ignoriert haben: „Wie kann es sein, dass die Deutschen auf diesen Vorfall fast gar nicht reagieren?“

Die Frage können wir beantworten. Deutschland ist fixiert auf den Kampf gegen Rechts™. Was von links kommt ist per se gut. Es waren einfach die falschen Gegner. Sonst stünde die Republik Kopf.




„Vorauseilender Gehorsam und Selbstzensur“

Gabriele BrinkmannDer Fall sorgte deutschlandweit für Aufsehen: Im Oktober wurde bekannt, dass der Droste-Verlag den Ehrenmord-Krimi „Wem Ehre gebührt…“ von Gabriele Brinkmann (Foto) wegen angeblicher darin enthaltener islamfeindlicher Äußerungen aus dem Programm genommen hatte. Zwar ist der Roman mittlerweile in einem anderen Verlag erschienen, dennoch warnt die Autorin im Interview mit der Wochenzeitung Junge Freiheit davor, Werte und Grundrechte in „vorauseilendem Gehorsam“ preiszugeben. Es sei ein Skandal, wenn in Deutschland ein Verleger aus Angst vor Repressalien die Wahrnehmung von Grundrechten aufgebe.

Überhaupt herrsche im Literaturbetrieb laut Brinkmann eine große Furcht, die Gefährdung gewisser Werte durch Islamisten zu thematisieren – aus Angst, in die „rechte Ecke“ gestellt zu werden. Dabei handle es sich nicht nur um ein rein deutsches Problem, sondern um ein Phänomen, mit dem ganz Europa konfrontiert sei: „Menschen werden im Namen einer Religion bedroht, ja sogar getötet“, warnte Brinkmann gegenüber der JF. Sie hoffe daher, dass ihr Fall nun zu einer Diskussion führe, „über die Schräglage, in die unsere Gesellschaft zu geraten droht“.

Auszug des Interviews:

JF: Im Interview mit der „taz“ wirft Verleger Droste Ihnen inzwischen nicht mehr nur Beleidigung des Islam vor, sondern allgemein „ausländerfeindliche Passagen, dass es einem kalt den Rücken runterläuft“.

Brinkmann: Ich gebe Ihnen ein weiteres Beispiel, um Ihnen zu zeigen, von welcher Qualität der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit tatsächlich ist: In der dritten Textstelle, die ich hätte ändern sollen, denkt die Protagonistin an eine türkische Wohnung voller grüner Polstermöbel im Bochumer Stadtteil Stahlhausen zurück, die sie zuvor aufgesucht hatte, und äußert entnervt: „Erst die grüne Hölle von Stahlhausen und jetzt das!“ Laut Herrn Droste und seiner Gutachterin ist das bereits eine Beleidigung des Islam. Warum? Weil Grün dessen Farbe ist. Inzwischen versteigt er sich ja sogar zu so andeutungsvollen wie unerhörten Aussagen wie: „Ich weiß nicht, wer der geistige Vater von Frau Brinkmann ist.“

Sprich, Sie driften von der Islam-Verunglimpfung über die Ausländerfeindlichkeit hin zum Rechtsextremismus?

Eine steile Karriere für eine Krimiautorin, könnte man sagen. Ich weiß nur: Meine Mutter ist Ausländerin, stammt aus Mazedonien, ich habe überall auf der Welt Freunde, von jeder Hautfarbe und jeder Religion. Droste verfolgt damit nur eine Absicht: das eigene Versagen hinter den ausufernden Vorwürfen gegen mich zu verstecken. Denn der eigentliche Skandal ist doch, dass ein Verleger sich erstens nicht in der Lage sieht, seine Verantwortung gegenüber unseren Grundrechten wahrzunehmen bzw. zweitens, wenn es wirklich um seine Angst vor Repressalien geht, diese korrekt darzustellen und in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Es müßte sich doch auch ihm die Frage aufdrängen: „Warum habe ich überhaupt Angst? Vertraue ich etwa der Kraft unseres Staates nicht, mich beim Erhalt unserer Grundrechte und Werte zu unterstützen und zu schützen?“

Offenbar meint er, bei nur drei kritischen Textstellen auf 256 Seiten wäre es doch einfacher gewesen, wenn Sie nachgeben.

Brinkmann: Dass Sie „nur“ sagen, zeigt, dass Sie das Problem verkennen. Natürlich gab es genug Leute, die auf mich eingeredet haben: „Schreib eben Ehre statt Koran, Familie statt Prophet und Kitsch statt Hölle, und dann ist Ruhe!“ Aber ich frage Sie: Wo hört das auf? Nein, das wäre Selbstzensur, nichts anderes.

Denkt man an Fälle wie die von Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali oder  Theo van Gogh, ist dann die Angst des Verlags nicht plausibel?

Brinkmann: Vor meiner Tür stehen keine Polizisten, und wenn ich hinausschaue, kann ich nicht sehen, dass dort Fahnen verbrannt werden. Und der Leda-Verlag, der das Buch nun mittlerweile unter dem abgewandelten Titel „Ehre, wem Ehre …“ doch herausgebracht hat, hat bisher auch keinen Polizeischutz nötig.

Haben die Fälle der genannten Intellektuellen also nichts mit Ihnen zu tun?

Brinkmann: Doch, sie haben mit uns allen zu tun. In der Tat ist das ein Phänomen, mit dem wir in ganz Europa konfrontiert sind: Menschen werden im Namen einer Religion bedroht, ja sogar getötet. Das muß man als Schriftsteller wahrnehmen, und diesem Problemkreis widme ich mich im weiteren Sinne ja auch mit meinem Buch.

Dann stellt sich die Frage, ob eben nicht der Droste-Verlag das Problem ist, sondern die Umstände, auf die er reagiert?

Brinkmann: Das mag sein, aber mein Buch geht ja dann doch lange nicht so weit wie etwa van Gogh oder Hirsi Ali, die den Islam ganz gezielt kritisiert haben – was ihr gutes Recht war. Keine geäußerte Kritik, an wem oder was auch immer, kann eine Bedrohung oder Tötung eines Menschen rechtfertigen – nicht im Namen eines Regimes oder eines beleidigten Gottes oder eines warum auch immer angekratzten religiösen Gefühls. Nur gibt der Inhalt meines Buches überhaupt keinen Anlaß zu Befürchtungen, was die Geschichte noch absurder macht.

Einerseits räumen Sie eine spezielle Verantwortung als Künstlerin gegenüber Ihren bedrohten bzw. ermordeten Kollegen ein. Andererseits betonen Sie, dass Ihr Buch damit nichts zu tun habe. Ist da nicht ein gewisser Widerspruch?

Nein. Letztlich gilt, dass wir als Künstler, die wir gewisse Werte hochhalten, diese Werte auch verteidigen müssen. Und das heißt, wenn jemand wie der Droste-Verlag von mir in vorauseilendem Gehorsam einen Kniefall und sicherheitshalber die Preisgabe dieser Werte fordert, dieses Ansinnen zurückzuweisen und die Angelegenheit an die Öffentlichkeit zu bringen. Das war es, was ich in dieser Situation tun konnte. So verstehe ich unter anderem Solidarität mit den Künstlern, die von islamischer Seite tatsächlich bedroht sind.

Sie kritisieren aber mehr Ihren Verleger als das, was ihn zu diesem übereifrigen Handeln veranlaßt. Alis, Rushdies und van Goghs Problem ist allerdings nicht der Droste-Verlag.

Dass wir bereit sind, zurückweichen, das ist das Problem. Und ich hoffe, dass mein Fall nun eine Diskussion über die Schräglage befördert, in die unsere Gesellschaft dadurch zu geraten droht. Denn offensichtlich ist doch, dass sich etwas in Deutschland verändert, sonst wäre es in der Tat zu einer Reaktion wie der des Droste-Verlags gar nicht erst gekommen. In dieser Hinsicht bin ich enttäuscht, dass sich etliche, die in so einem Fall eine Haltung hätten zeigen müssen, erst gar nicht zu Wort gemeldet haben.

Zum Beispiel?

Etwa Literaturbüros, Verbände, alle möglichen Institutionen des Literaturbetriebes. Nicht um meines kleinen Buches willen, sondern wegen des Sachverhalts, der durch den Fall zum Ausdruck kommt.

Warum ist das nicht passiert?

Es ist fast wie eine Furcht davor, darüber zu diskutieren oder Stellung zu beziehen. Vermutlich, weil man unter anderem von der Gutmenschenfraktion sofort in die rechte Ecke gestellt wird, wenn man es tut: Funktioniert heutzutage wie ein Pawlowscher Reflex, wie ich ja selbst durch Drostes Interview-Einlassungen erfahren durfte.

Das vollständige Interview mit Gabriele Brinkmann können Sie in der morgen erscheinenden Jungen Freiheit (Nr. 48/09) lesen.




„Klare Worte“ von Ökologismus-Kritiker Miersch

Michael MierschCicero Online hat einen neuen Video-Podcast ins Leben gerufen, in dem Wolfram Weimer mit bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens über aktuelle Themen debattiert. Erster Gesprächspartner von Weimer bei „Klare Worte“ ist Ökologismus-Kritiker Michael Miersch (Foto), Autor zahlreicher Sachbücher und Dokumentarfilme zum Thema Umwelt. Hier geht es zum kultivierten 18 min-Gespräch…




Iran: Inhaftierte Konvertitinnen wieder frei

Maryam Rostampour und Marzieh AmirizadehDie Menschenrechtsorganisation „Open doors“ meldet die lange ersehnte Nachricht, dass die beiden iranischen Konvertitinnen Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh Esmaeilabad (Foto) gestern freigelassen wurden. Eine Vielzahl von kleinen und großen Bemühungen führte zu diesem Ziel. Auch die Bürgerbewegung Pax Europa hatte sich für die Freilassung der beiden Frauen eingesetzt.

Idea berichtet:

Ursprünglich hatten Beobachter damit gerechnet, dass die 27-jährige Maryam Rostampour und die 30-jährige Marzieh Amirizadeh bereits am 16. November aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen würden. Doch verzögerte sich ihre Freilassung aus „verfahrensrechtlichen“ Gründen. Unklar ist auch, ob sie weiter für gerichtliche Anhörungen zur Verfügung stehen müssen. Mitte Oktober war eine Anklage wegen staatsfeindlicher Aktivitäten gegen die Frauen fallengelassen worden. Jedoch wurde ihnen weiter der „Abfall vom Islam“ und die Propagierung des christlichen Glaubens vorgeworfen. Im Mai hatten die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea Rostampour und Amirizadeh als „Gefangene des Monats“ benannt und zur Unterstützung für sie aufgerufen. Die beiden Frauen wurden zwar nicht misshandelt, aber sie litten unter fieberhaften Infektionen und anderen Erkrankungen. Sie mussten sich eine Gefängniszelle mit 27 weiblichen Gefangenen teilen. Im August waren sie bei einem Verhör gedrängt worden, ihrem Glauben abzuschwören. Sie antworteten: „Wir lieben Jesus. … Wir werden unseren Glauben nicht verleugnen.“ Von den 68 Millionen Einwohnern des Iran sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Muslime, die zum christlichen Glauben übergetreten sind, wird auf bis zu 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

(Spürnasen: Benny & Conny)




Krawalle nach WM-Quali-Spiel Algerien – Ägypten

Krawalle nach WM-Quali-Spiel Algerien - ÄgyptenNach dem Entscheidungsspiels in Khartum (Sudan) zwischen Algerien und Ägypten um das letzte WM-Ticket – Algerien siegte mit 1:0 und hat sich damit für die WM in Südafrika qualifiziert -, ist es in Paris und anderen französischen Städten zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen gekommen (Videos dazu hier). Die Bereicherung fand aber nicht nur Flaschen werfend und Fensterscheiben zerstörend statt, sondern auch sprachlich.

„Sami“ äußert sich auf Yahoo-Eurosport wie folgt:

ihr habt das sehr gut gehmacht jung, ich bin sehr stolz­ auf ouch und auf unser presidant, das ihr de zuchauer­ mit armi flugzug nach sudan gehschickt es libe­ buteflika ihr hat geh zeigt das ihr hinter sein­ heimatland manchaft schtehen nach dem was als pasert in­ kairo [*] und de vrlire ist blater von de FIFA maradona hat­ ein wort gehsagt und ist er fur zwei monat gespert ,­ und de Ägyptesche volkes hat de gans bus von algeriech­ manchaft mit stein beworfen und da sind auch da bei­ spiler verletzt 36 stunde vor spil und de FIFA sagt­ nicht aber gött sei danke ist algerienn weiter onhe­ plater von de FIFA

War da nun algerischer Wein im Spiel oder ist es das „südländische“ Temperament, das es uns mal wieder geh zeigt hat?

[*] „sami“ spielt hier auf das WM-Qualifikations-Rückspiel beider Teams vor kurzem in Kairo an, bei dem – ganz nach „südländischer“ Manier – der algerische Mannschaftsbus samt Spielern gesteinigt wurde (Video).




„Als Kind mit Vater und Mutter geschmust?“


Vor fünf Monaten haben die Innenminister das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) damit beauftragt, die wachsende Gewalt gegen Polizisten zu untersuchen. Harausgekommen ist ein sehr interessantes Machwerk. Den Polizisten wird nämlich eine gehörige Portion Mitschuld gegeben, wenn sie Opfer einer Gewalttat werden. Jetzt wird gegen den Fragenkatalog Sturm gelaufen.

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet:

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) und einige seiner Kollegen in den Ländern sehen sich mit heftigen Protesten von Polizeipräsidenten konfrontiert. Die Polizei dringt darauf, den Fragenkatalog grundlegend zu überarbeiten und dem KFN den Forschungsauftrag notfalls wieder zu entziehen. Der Konflikt wird an diesem Donnerstag auch die Konferenz der Innenstaatssekretäre von Bund und Ländern in Bremen beschäftigen. „Die Irritationen innerhalb der Polizei müssen ausgeräumt werden“, stellte Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) klar.

Auslöser des Ärgers ist der Abschnitt zehn des Fragebogens, der dem Blatt vorliegt. Darin fragt das KFN die 260000 Polizisten in Deutschland nach ihren „innerfamiliären Erfahrungen in der Kindheit“. Wissen möchten die Forscher etwa, ob die Polizisten als Kinder „mit Vater und Mutter geschmust haben“, von den Eltern „gelobt und getröstet“ oder aber „mit einem Gegenstand geschlagen“ wurden. Diese Fragen seien „besonders wichtig“, weil es eine „hohe Bedeutung des elterlichen Erziehungsverhaltens für das spätere Risiko gebe, Opfer von Gewalt zu werden“, heißt es in dem Fragebogen.

Es sei blanker Hohn, wenn Polizisten im Einsatz durch Steinwürfe oder Brandsätze in Lebensgefahr gerieten und sich nun einer Untersuchung ihrer Persönlichkeit stellen müssten, kritisierte ein hochrangiger Polizeibeamter. „Damit wird der Forschungsauftrag auf den Kopf gestellt“. Verkürzt gesagt werde die Frage aufgeworfen, ob Polizisten nicht selbst schuld seien, wenn sie angegriffen würden.

Irritiert reagieren viele Beamte auch darauf, dass sie eine lange Liste von Fragen zu ihren gesellschaftlichen und politischen Ansichten beantworten sollen und zudem eine Art Selbstanalyse gefordert wird. Aussagen wie „Ich halte mich für einen wertvollen Menschen, jedenfalls bin ich nicht weniger wertvoll als andere“ sollen von den Polizisten als auf sie zutreffend oder nicht bewertet werden.

Womit denn schon vorab den Polizisten eine lieblose Kindheit und eine gewisse Arroganz unterstellt werden, sollten sie Opfer von Gewalt werrden. Und der Täter gleichzeitig entlastet wird.

(Spürnase: Wanderer)




„Ich schneid dir deine Zunge raus!“

Aurang ZebDer moslemische Geschäftsmann Aurang Zeb (Foto) wollte einen ganz normalen Handel abschließen: seine Tochter Rozina Akhtar in Pakistan zwangsverheiraten. Doch seine widerspenstige Gattin Parveen Akhtar sperrte sich gegen die Verheiratung der Tochter. Sie sei selbst vor 24 Jahren mit Zeb in die Heirat gezwungen worden und seither unglücklich. Sie wolle nicht, dass ihr Kind das selbe Schicksal erduldet.

Dies machte Zeb so wütend, dass er auf seine Frau losging und drohte, ihr die Zunge herauszuschneiden und sie zu töten. Die Tochter entehre die Familie, wenn sie sich der Verheiratung entzieht, argumentierte der Vater. Jetzt darf er seine Familie nicht mehr sehen. Ins Gefängnis muss er aber nicht, nur gemeinnützige Arbeit leisten. Ein viel zu mildes Urteil, warnen Betroffenenorganisationen. Die Familie kann sich so nicht in Sicherheit fühlen. Der Sohn Nasir Khan wurde vom Vater bereits angeheuert, Mutter und Tochter zu „bestrafen“, er würde nur fünf bis sieben Jahre Gefängnis für die Morde kriegen. Nasir Kahn lehnte ab. Zeb verfolgt seinen Plan immer noch.

(Spürnase: Hausener Bub)




Holland: Kein Kreuz für den Nikolaus

Der Nikolaus darf in Amsterdam, genau wie in Antwerpen, kein Kruzifixzeichen auf seiner Kleidung, insbesondere der Mitra (Die Mitra ist die traditionelle liturgische Kopfbedeckung der Bischöfe vieler christlicher Kirchen) tragen. Jetzt sieht man auf der Mitra das Stadtzeichen von Amsterdam. Das berichtet die Achse des Guten. „In Antwerpen darf man in der Schule das Kruzifixzeichen noch benutzen, der Lehrer darf aber den Schülern nicht sagen, was es bedeutet.“ Wozu auch ein Kreuz auf einem heiligen Mann und einem christlichen Fest?

(Spürnase: MozartKugel)




Köppel: Minarettverbot fördert die Integration

Roger KöppelIm Editorial der neuen Weltwoche-Ausgabe befasst sich Chefredakteur Roger Köppel zum einen mit Roland Emmerich („Das Problem liegt nicht beim Filmemacher, sondern bei der Politik“) und zum anderen mit der Minarettinitiative. Er schreibt: „Niemand, der wirklich integrieren will, erlaubt Symbole, die für eine Kultur stehen, die mit der eigenen Kultur nicht vereinbar ist. Wer Minarette verbietet, fördert die Integration der Muslime.“ Lesenswert…