SZ wirft Goppel vor, die „Junge Freiheit“ zu lesen

Thomas GoppelWenn es „gegen rechts“ geht, nimmt es die Süddeutsche Zeitung mit der Wahrheit nicht so genau. Am Samstag (16.7.) hat sie im Bayernteil den konservativen Ex-Kultusminister und CSU-Generalsekretär Thomas Goppel (Foto) angegriffen, weil er Werbung für die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ macht und sie als gute Zeitung („wird gebraucht“) bezeichnet.

(Von journalpepe)

Die SZ ist so empört darüber, dass sie die JF gleich mit einer Lüge verleumdet: In der Unterzeile behauptet das Prantl-Blatt, dass in der JF „auch der NPD-Chef gerne schrieb“:

Herr Goppel und die Junge Freiheit

Der CSU-Mann gratuliert einem rechten Blatt, in dem auch der NPD-Chef gerne schrieb

Von Heiner Effern

München – Menschen oder Organisationen, die man sehr schätzt, widmet man zu einem runden Geburtstag gerne ein paar nette Worte. Das hält auch der CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Goppel so. „Die JF wird gebraucht! . . . Zur Verbesserung der Sicht des ganzen Deutschlandspektrums“, schreibt der Gratulant anerkennend. Nun verbirgt sich hinter dem Kürzel „JF“ die Wochenzeitung Junge Freiheit, die im deutschen Medienspektrum sehr weit rechts angesiedelt ist, gerade so weit, dass man zu ihr nicht ungestraft extremistisch sagen darf, sonst aber so ziemlich alles: erzkonservativ, ultrarechts, und auch der NPD-Vorsitzende Udo Voigt hat dort immer wieder geschrieben. Das stört den CSU Mann aus Landsberg am Lech nicht, er hat kein Problem damit, dass er mit einem Gastbeitrag und Bild in dieser Zeitung erscheint. „Ich finde mich in keiner schlechten Gesellschaft“, sagt Goppel.

Die Junge Freiheit wiederum tauchte in den 1990-er Jahren wegen ihrer angeblich verfassungsfeindlichen rechten Tendenzen zweimal im Bericht des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes auf. Die Wochenzeitung klagte erfolgreich dagegen, das Bundesverfassungsgericht sah die abgedruckten Artikel durch die Pressefreiheit gedeckt. Im Moment gilt die Junge Freiheit nach Auskunft bayerischer Verfassungsschützer als nicht extremistisch. Sie werde auch nicht beobachtet, heißt es. „Ich schätze sie so ein wie der Verfassungsschutz: unbedenklich“, sagt Thomas Goppel. Er sieht in den früher deutlicher rechtslastigen Beiträgen Jugendsünden, mittlerweile bewegten sich die Beiträge innerhalb des demokratischen Spektrums. „Das war früher mal anders, das ist inzwischen vorbei“, sagt Goppel. Wenn ihn nun jemand wegen seiner offenen Sympathie in die rechte Ecke stellen wolle, „kann ich das nicht verhindern“. Der Landtagsabgeordnete sieht sich lieber „auf der Seite der Mutigen als auf der Seite der Feigen“, die hinterrücks drohen. Damit spielt Goppel auf die linke Szene an. Er stehe, sagt Goppel, nun im Internet auf einer Liste von Personen, die die Linken erwischen wollten.

Für Goppel ist die Gratulation zum 25-jährigen Bestehen der Jungen Freiheit auch deshalb nichts Besonderes, weil er sie regelmäßig liest. „Ich schaue öfters hinein als in den Bayernkurier, weniger oft als in die Süddeutsche oder die Augsburger“, sagt er. Die Lektüre der rechten Wochenzeitschrift sei für ihn eine „Ergänzungsnotwendigkeit“. Um sich eine Meinung zu bilden, sollte man immer mehrere Positionen prüfen, sagt Goppel. Das sei viel fundierter, als wenn man nur eine Zeitung lese. In diesem Sinne wünscht er der Jungen Freiheit in seinem Gastbeitrag „Ad multos annos“. Auf viele Jahre noch!

Das ist eine handfeste Lüge und Falschbehauptung – ein kurzer Blick ins Archiv der JF beweist es (und die SZ hat es im Internet korrigiert und in „ein Interview gab“ geändert). Niemals hat irgendein NPD-Chef in der JF auch nur eine Zeile schreiben dürfen! Statt dessen hat die JF mal vor sieben Jahren ein sehr kritisches Interview mit Voigt gebracht, in dem sie diesen als neonazistisch und antisemitisch überführt hat. Dieses Interview war knallhart und kritisch, Voigt hat sich darin selbst entlarvt. Es passt aber offenbar nicht ins Weltbild der SZ, dass eine Zeitung rechts und gleichzeitig strikt anti-nationalsozialistisch ist.

Kontakt:

» info@thomas-goppel.de
» online-region@sueddeutsche.de




Aachen: Pro contra Salafisten

Nahe des Aachener Elisenbrunnens haben am vergangenen Samstag (16.7.) ein paar Mitglieder der Partei Pro-NRW einen Informationsstand betrieben. Möglich war dies nach Ansicht von Ordnungsamt und Polizeiführung in Aachen scheinbar nur durch massive Polizeipräsenz. Es waren mehr Polizisten als Pro-NRW Mitglieder vor Ort. Wollte man so Schutz für die Infostandbetreiber schaffen oder Zeichen setzen, dass rechte Gruppierungen in Deutschland unter Generalverdacht stehen (vom Staatsschutz war auch ein Beamter anwesend)?

(Von Max)

Jedenfalls musste die Polizei einschreiten, als einige wohl „linksorientierte Jugendliche“ versuchten, mit Megafon und Papierzetteln eine der von ihnen so beliebten Gegendemonstrationen aus dem Boden zu stampfen. Dies gelang jedoch nicht, da die Polizei darauf hinwies, dass man dazu eine Genehmigung benötige. Die Linken waren hörbar empört darüber. Sie konnten nicht verstehen, dass sie (als Linke im Kampf gegen Rechts!) so etwas bräuchten.

Eine linke Aktivistin beschimpfte dann noch ein Pro-NRW Mitglied als„Faschistenschwein“. Worauf hin der Verunglimpfte eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattete. Wer weiß, wie sich die Situation entwickelt hätte, wäre die Polizei nicht sofort aktiv geworden. Wir kennen ja genügend Beispiele von linker Gewalt.

Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnte uns der Kreisvorsitzende von Pro-NRW in Aachen, Wolfgang Palm (55), einiges über die Reaktionen von Bürgern zu seinem Stand erzählen. Viele seien sehr angetan von dem, was Pro-NRW vermittelt. Dazu gehöre Kritik am Islam, eine Forderung nach mehr innerer Sicherheit und die Ablehnung von Transferzahlungen an die EURO-Pleite-Staaten. Viele Menschen hätten Angst nach Sonnenuntergang in die Stadt zu gehen, weil sie sich vor den so genannten „Gruppen Jugendlicher“ fürchteten. Diese machten mit Pöbeleien („was guckst du mich an“, „scheiß Deutsche“) und Gewalt auf sich aufmerksam. Außerdem machten sich besonders die bereits älteren Mitbürger Sorgen, ob trotz der angeblich notwendigen Transferzahlungen an andere Staaten (z.B. Griechenland) ihre Renten noch gesichert seien.

Ein weiterer pikanter Umstand ergab sich, da zeitgleich einige hundert Meter entfernt, ein Infostand von Fundamental-Islamisten (weder von Polizei noch Staatsschutz beobachtet) aufgestellt war. Bereits im Genehmigungs-Verfahren für die Infostände kamen sich Pro-NRW und die sunnitischen Muslime, ohne es zu wissen, in die Quere. Beide Gruppen bewarben sich für denselben Ort, um ihren Infostand zu betreiben. Der Infostand zur Verbreitung des Salafismus bekam die Zusage, Pro-NRW musste sich mit einer anderen Stelle zufrieden geben. Warum nicht beide Stände an dem ausreichend Raum bietenden Wunschplatz gleichzeitig sein durften, scheint unverständlich, da Pro-NRW noch nie durch Gewalt aufgefallen ist und sich zum Grundgesetz bekennt, und die Salafisten sich selbst doch als friedliebend bezeichnen.

Auffällig war auch der Qualitätsunterschied beider Stände. Während Pro-NRW aufgrund begrenzter Mittel mit einem Tisch, einem Schirm und Flyern auskam, fuhren die Salafisten in ihrem Zelt mehrere Hochglanzmagazine, Bücher und CDs auf (in Türkisch, Arabisch und sogar Deutsch!). Die Titel der Magazine ließen erahnen, dass ihr Inhalt Aufklärung verbreitet, wie zum Beispiel „Die Frau im Islam“, oder „Muslim und Christ im Dialog“. Bereits nach den ersten Seiten dieser „Aufklärungsliteratur“ wurde klar, dass es sich um reine Propaganda handelte.

Es waren kaum Argumente für den Islam vorhanden (da scheint es nur eine geringe Anzahl zu geben) aber dafür gab es reichlich negatives über das Juden- und Christentum zu lesen. So wird zum Beispiel verdeutlicht, dass Bibel und Rabbiner zur Frauenunterdrückung aufrufen würden. Dass die einzige Religion, die Apartheid von Mann und Frau noch heute auf breiter Front aktiv und aggressiv vertritt, der Islam ist, wird einfach ignoriert. Der Inhalt der CDs lässt sich schnell entlarven; alle angebotenen CDs (bedruckt mit der Internetadresse: www.EinladungZumParadies.de) enthalten Vorträge vom deutschen Konvertiten und Hassprediger Pierre Vogel… Und nach Recherche über die Herkunft der finanziellen Mittel des Infostandes, finden sich Quellen in Ägypten und Saudi-Arabien. Die Islamisierung Deutschlands wird also u.a. von diesen Ländern finanziert, und das sogar (durch Ägypten) mit deutschen Entwicklungshilfegeldern?

Sorgen über einen wachsenden radikalen Islam in Deutschland, die Gefährdung der Staatsfinanzen durch Transferzahlungen und die innere Sicherheit in Städten scheinen unsere „Spitzenpolitiker“ und Massenmedien nicht mit dem Volk zu teilen. Das brächten auch viele Bürger zum Ausdruck, so Palm. Sie hätten das Gefühl, dass ihre Interessen nicht mehr von den Alt-Parteien vertreten würden. So sei es das Ziel von Pro-NRW, weiterhin auf sich und die verdrängten Probleme in unserem Land aufmerksam zu machen.




Sarrazin im Wespennest

Man hat Sarrazin aus der Türkenzone – Verzeihung, aus dem Multikultigebiet – vergrault. Ohne die Kameras hätte der couragierte Mann den aggressiven türkischen Mob und seine nützlichen Gehilfen voraussichtlich nicht unverletzt überstanden. Solche Gebiete mit einheimischer Minderheit werden oft sehr effektiv von gewaltbereiten Migranten organisiert, die per Handy rund um die Uhr vernetzt sind.

(Kommentar von Selberdenker)

Die wirklichen Chefs sitzen irgendwo abseits und geben den Ton und die Richtung an, während sie in der Öffentlichkeit von Integration schwafeln oder sogar in städtischen „Integrationsrunden“ sitzen. Alles ist recht effektiv organisiert – eine Art türkischer Staat im deutschen Staate.

Mehr oder weniger offen verfilzt sind diese expansiven sozialen Parallelgebilde – die oft islamische Bethäuser oder „Deutsch-Türkische Kulturvereine“ als kleine lokale Oranisationsbasen nutzen – mit Milli Görüs oder der Vorzeigeislamisierungsorganisation in Deutschland, der türkischen DITIB.

Freiheitlich denkendere Türkeistämmige wissen, dass man sich mit diesem Filz besser nicht anlegt, wenn man nicht Probleme bekommen möchte – daher auch die „freiwilligen“ Absagen des türkischen Unternehmers und des alevitischen Gemeindevertreters. Besonders die Aleviten haben schon in der Türkei erlebt, wie mit Abweichlern umgegangen wird.

Sie wissen auch, dass die deutsche Polizei ihnen hier nicht die nötige Sicherheit garantieren kann, wenn sie sich hier mit türkischen Führern anlegen. Die haben begründete Angst. Die Polizei weiss lange schon um diese Zustände und vermeidet es deshalb möglichst, in den Filz dieses türkischen Wespennestes zu tief hineinzustechen.
Diese rechtsfernen Nester wachsen überall in Deutschland, gefördert durch die deutsche Feigheit, durch das durch Nazizeit und ideologische Verzerrungen danach völlig gestörte kulturelle Identitätsgefühl der Deutschen, durch irrige Toleranzvorstellungen und durch in Deutschland anerzogenen linksideologischen Unterwürfigkeitsdruck dem Fremden gegenüber.

Wenn Probleme auftauchen, kommen Linke in der Regel mit der Floskel „die Gesellschaft trägt Schuld“. In diesem Fall haben sie damit nicht gänzlich Unrecht. Wir haben diese Entwicklung jahrzehntelang beobachtet und sie zugelassen. Wir? Ja, wir Deutschen. Denn unsere Vertreter können wir an- und abwählen – wenn es demokratisch zugeht.

Mit einer weiteren Macht im Staate sieht das leider etwas anders aus: Mit den linksdominierten Massenmedien, die an den Missständen eine große Mitschuld tragen und abweichende Meinungen bis heute unterdrücken. Demnächst werden wir für das wohl auch noch automatisch GEZ-Gebühren abdrücken müssen, was man etwas überspitzt „volkspädagogischer Linksfunk“ nennen könnte.

Jedoch auch die privaten Sender weichen keinesfalls von der politisch korrekt einseitigen Doktrin ab und machen sich nebenbei noch der systematischen Volksverblödung schuldig. Das System steht.

Die wenigen Menschen wie Sarrazin stören dieses System – deshalb wurden auch diesmal wieder die Wespen aufgescheucht. Hat schon jemand mal versucht, einer aufgescheuchten Wespe mit Argumenten zu begegnen? Wohl kaum! Man kann nur versuchen, still zu halten, bis sie abhaut.

Das ähnelt der deutsche Standartreaktion einem einfach strukturierten wütenden Türken gegenüber. Noch anders sieht es aus, wenn man es mit mehreren Wespen zu tun hat oder in ein Wespennest gelatscht ist. Nur Schutzausrüstung kann dann noch helfen – in Sarrazins Fall schützte ihn wohl die mediale Öffentlichkeit.




Kinderheim-Chef zeigt Herz für deutsche Kinder

Probsthof in NiederdollendorfDas Evangelische Kinder- und Jugendheim Probsthof (Foto) gehört als eine gemeinnützige und mildtätige Gesellschaft seit über 100 Jahren fest zum Ortsbild von Niederdollendorf in Königswinter bei Bonn. Doch jetzt scheinen dunkle Wolken über die Einrichtung zu ziehen…

(Von Verena B., PI-Gruppe Bonn)

Der Bonner General-Anzeiger ist außer sich:

Empörung über den Probsthof

Königswinter. Mit einem Ausschluss von Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich das Evangelische Kinder- und Jugendheim Probsthof bei seiner Bewerbung um die Trägerschaft für die Häuser der Jugend selbst aus dem Rennen katapultiert. Der Stadtrat sprach sich am Montag in nichtöffentlicher Sitzung für die Katholischen Jugendwerke Rhein-Sieg-Kreis aus.

In seiner Bewerbung, die dem General-Anzeiger vorliegt, hatte der Probsthof als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit in den beiden Jugendhäusern in Niederdollendorf und Oberpleis genannt, dass die einseitige Dominanz der Migranten aufgehoben werden müsse. Um zu verhindern, dass kulturelle Gruppierungen in den beiden Einrichtungen überrepräsentiert sind „werden diese keinen Zutritt mehr zu den Häusern haben“, heißt es in dem Bewerbungsschreiben vom 23. Mai.

Dadurch sollten sich andere Jugendliche „angstfrei“ diesen Orten wieder zuwenden können. Eine Wiedereingliederung einzelner Jugendlicher könne allerdings erarbeitet werden. Die Passage im Abschnitt „Multikulturelle Jugendarbeit“ hat der Probsthof ausdrücklich gefettet. Propbsthof-Geschäftsführer Ulrik Dyckerhoff blieb gestern gegenüber dem General-Anzeiger inhaltlich bei seiner in der Bewerbung zum Ausdruck gekommenen Sichtweise.

Als „skandalös“ bezeichnete ein Königswinterer Ratsmitglied das Papier. Empört hätten auch andere Mitglieder des eigens gebildeten Unterausschusses, der sich in zwei nichtöffentlichen Sitzungen mit den Bewerbungen beschäftigte, reagiert. Das gelte auch für die Vertreter der beiden Kirchen, die als Freie Träger im Ausschuss sitzen. Bei der zweiten Sitzung des Unterausschusses am 24. Juni hatten die drei Bewerber Probsthof, Stadtjugendring und Katholische Jugendwerke jeweils 45 Minuten Zeit, ihre Konzepte zu präsentieren. Dort hätten die Vertreter des Probsthofs, auf die kritische Passage in ihrer Bewerbung angesprochen, keine Bereitschaft gezeigt, diese zurückzunehmen. Bei der anschließenden Bewertung im Ausschuss sei man sich dann einig gewesen, dass der Probsthof für die Trägerschaft nicht in Frage komme. Dieser Sichtweise schloss sich der Jugendhilfeausschuss am vergangenen Donnerstag in seiner nichtöffentlichen Sitzung an und empfahl dem Stadtrat im Einvernehmen, den Bewerber Probsthof „aus sachlichen Gründen“ nicht zu berücksichtigen. Dem folgte der Stadtrat am Montagabend.

Probsthof-Geschäftsführer Ulrik Dyckerhoff bat gestern gegenüber dem General-Anzeiger darum, die fragliche Passage im Zusammenhang darzustellen. „Die Jugendlichen können sich den Zugang wieder erarbeiten“, betonte er. Er blieb allerdings bei seiner Bewertung der momentanen Situation in den Jugendhäusern. „Es gibt dort einen Überhang von jeweils einer Gruppierung, was dazu führt, dass andere Jugendliche sich dort nicht mehr hintrauen. Die offene Jugendarbeit muss aber ein Angebot für alle sein.“

Nach Dyckerhoffs Informationen wird das Niederdollendorfer Haus der Jugend von jungen Türken und Russen dominiert. „Wir wollen die Jugendhäuser durch kulturelle Angebote wie Musik- oder Kabarettveranstaltungen auch für andere Migranten und Deutsche wieder attraktiver machen.“ Ziel der Bewerbung sei es gewesen, dass auch solche Jugendliche die Jugendhäuser wieder „angstfrei“ besuchen könnten.

Da hat Herr Dyckerhoff (Foto l.) doch tatsächlich die Unverfrorenheit, deutschen Kindern und Jugendlichen eine unbeschwerte, angstfreie Verweildauer in einem Heim zusichern zu wollen, in dem sich die Kinder nicht islamischen Gepflogenheiten, Sitten und Traditionen beugen müssen. So wie es im katholischen Kindergarten „Am Domhof“ in Bonn-Mehlem bereits der Fall ist, wo über 80 Prozent der Kinder der Religion des Friedens, der Toleranz und des Kopftuchs angehören. Glückwunsch zu Ihrem Mut, Herr Dyckerhoff, und weiter so. Deutsche und auch ihre Kinder haben ein Recht auf Heimat!

» dyckerhoff@der-probsthof.de




Die geschlechtergerechte Landeshymnine

FeminismusIn Österreich stehen gegenwärtig alle Landeshymnen unter politisch-korrekter, gender-gerechter Beobachtung. Bei der Bundeshymne wurde bereits beschlossen, die Zeile „Heimat bist du großer Söhne“ mit „Töchtern“ zu ergänzen. In der Salzburger Landeshymne soll der Beginn „Land unsrer Väter“ ersetzt werden durch „Land unsrer Eltern“. Auch der Absatz „Mein Heimatvolk, mein Heimatland! Mit Öst’reichs Länderbunde hält dich verknüpft das Bruderband schon manche gute Stunde“ aus der burgenländischen Hymne soll der Bearbeitung unterworfen werden.

Nicht in Frage kommt eine Bearbeitung des Landeshymnen-Textes für die Tiroler. Der Tiroler Landeschef Platter meint nämlich, es gebe im Land wichtigere Themen und Herausforderungen zu bewältigen und damit hat er durchaus recht.

Um die Zukunft dennoch vorwegzunehmen, hier unser Vorschlag für eine politisch-korrekt gender-gerechte österreichische Bundeshymne:

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Minarette,
Land der Hämmer, zukunftsbereichert!
Heimat bist du großer Töchter,
Volk, begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich,
Vielgerühmtes Österreich.

Heiß umfehdet, wild umstritten,
Liegst dem Erdteil du inmitten
Einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
Hoher Sendung Last getragen,
Vielgeprüftes Österreich,
Vielgeprüftes Österreich.

Mutig in die neuen Zeiten,
Frei und gläubig sieh uns schreiten,
Arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig lass in Schwesternchören,
Mutterland, dir Treue schwören.
Vielgeliebtes Österreich,
Vielgeliebtes Österreich.




Bahners schwurbelt in Aachen

Am Dienstag, dem 14. Juli 2011, wurde von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung Bonn (KAS) und vom deutsch-türkischen Forum der CDU Aachen (DTF) eine Diskussion mit dem Feuilletonisten Patrick Bahners und dem CDU-Politiker Armin Laschet, MdB, mit dem Titel „Antworten auf Sarrazin“ veranstaltet. Treibende Kraft dieser Veranstaltung ist die stellvertretende Vorsitzende des DTF und Moderatorin des Gesprächs, Cemile Giousouf.

(Von PI-Aachen)

Die Veranstaltung war so gefragt, dass der Veranstaltungsort auf die Kurpark-Terrassen im schönen Kurviertel Burtscheid verlegt werden musste. FREIHEITler aus Köln, Düsseldorf und Aachen hatten bei der Stadt einen Stand vorm Eingang zur Veranstaltung angemeldet. Die Veranstalter wurden von den Verantwortlichen zeitig in Kenntnis gesetzt. Ein auf die CDU zugeschnittenes DIN A4 Flugblatt sowie der rote „Die Partei zum Buch“-Flyer wurden an die Besucher der Veranstaltung verteilt. Die Menschen nahmen die Informationen sehr bereitwillig an und im Saal konnte man beobachten, wie eine große Zahl der Anwesenden das Informationsblatt sehr genau studierte.

Gundolf Siebeke (Foto r.) von der FREIHEIT NRW.

Es gab eine gewisse Polizeipräsenz, aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie sie nötig war, als Dr. Thilo Sarrazin nach Aachen kam. Linke Antidemokraten waren nicht auszumachen. Die Veranstaltung verlief im Vorfeld, währenddessen und im Nachhinein absolut friedlich und demokratisch. Alle FREIHEITler wurden eingelassen.

Die Lesung und Diskussion werden, wie bei Artikeln aus Aachen gewohnt, zusammengefasst und rednerspezifisch zum Ende des Artikels hin detaillierter wiedergegeben. Wer Interesse an den Inhalten von Laschets und Bahners Aussagen hat, möge auch nach der Überschrift „Inhalte“ lesen.

Bevor die Veranstaltung mit viertelstündiger Verspätung begann, hörte im abgetrennten Bistrobereich Patrick Bahners einer sichtlich aufgebrachten Cemile Giousouf zu. Sie ging noch einmal auf Stellen in Sarrazins Buch ein und schärfte Bahners ein, dass er darauf eingehen müsse. Dann stellte sie ihn auf die Fragen ein, die sie stellen würde. Ob Sarrazin wohl ähnlich zuvorkommend gebrieft wurde? Giousouf stellte ihre Parteilichkeit im Laufe der Diskussion ständig unter Beweis. Sie beeilte sich, sooft sie zu Wort kam, zu betonen, dass Umfragen mittlerweile 46 % der Menschen mit negativer Stimmung gegenüber Moslems sähen. Das „Gift, das er versprüht und auf fruchtbaren Boden fällt“ und die „sehr islamfeindliche Stimmung im Land“ bereiteten ihr Sorgen. Sie meinte, man müsse „diese Stimmung ächten und dagegenhalten“, ja „müsste man nicht härter durchgreifen, Herr Laschet?“. Sie kritisierte ganz klar das Zurückrudern der SPD-Spitze beim angestrengten Parteiausschlussverfahren gegen Dr. Sarrazin. Zur allgemeinen und lautstarken Belustigung bedauerte sie in resigniertem Tonfall, dass sie als Moderatorin ihre Meinung leider nicht in die Diskussion einbringen dürfe und angeblich auch nicht tue. Viele Menschen verließen schon während der Veranstaltung, manche entrüstet kopfschüttelnd, den Saal und kamen nicht wieder.

Bevor wir zur „Frage“runde kommen, möchten wir Kernsätze zu Laschet und Bahners aus dem Inhaltsteil vorwegnehmen.

Fazit Laschet:

L. versucht sehr eloquent und redegewandt, eine Parallele zwischen der heutigen Problematik mit einer totalitären Weltanschauung und dem weitgehend überwundenen protestantisch-katholischen Antagonismus zu ziehen. Im gegebenen Rahmen schien die Unzulänglichkeit dieses Vergleichs nur wenigen aufzufallen. Außerdem kam ihm die bereits von Dr. Udo Ulfkotte angestellte Parallele zwischen den Hispanics in den USA und unserer islamspezifischen Problematik sehr zupass, um abzuwiegeln. In Neusprech bezeichnet man so etwas als „gelebten Relativismus“.

Fazit Bahners:

Sarrazin wolle Moslems nicht respektieren, sondern verachten. Folgerichtig heißt es für uns: B. will freiheitsliebende Islamkritiker nicht respektieren, sondern verachten. Er argumentiert gegen unsere Diskussionskultur und geht so weit, generell Rügen gegen Meinungsabweichler zu fordern.

Die „Frage“runde entpuppte sich als „Statement“runde. Es schien, dass da viel Aufgestautes bei den Menschen in der CDU ist. Dabei gab es viele schöne Hinweise, wie z.B. zu Frauenrechtlerinnen wie Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und Seyran Ates und dann wieder kamen Redner mit viel Pathos an, die auf den Relativismuszug eines Armin Laschet aufsprangen und genau wie er, mit den islamischen Migranten die Renten retten und eine heile Welt von gegenseitigem Respekt kreieren wollten.

Der FREIHEITler Gundolf Siebeke wurde mit hämischen Kommentaren B.’s über eine „Splitterpartei“ zu Wort gelassen. Siebeke setzte mit knappen, präzisen Worten auseinander, dass Deutschland sich einem Bevölkerungsexperiment historischen Ausmaßes ausgesetzt sehe. Dieser Versuch mit Menschen sei in seiner möglichen Folge für die kulturelle Identität endgültiger als der durchlittene Kommunismus und Nationalsozialismus. Auch sei nicht zu leugnen, dass unser Land bereits einem Wandel seiner kulturellen Wesenheit durch den Islam unterläge. Patriarchalische und radikale Denkmuster nähmen in Deutschland und weiten Teilen Europas erschreckend zu.

Der Vorsitzende des Verbandes Demokratisch-Europäischer Muslime (VDEM), Dipl.-Ing. Eyüp Özgün betonte, dass es keine menschenverachtende Aussage sei, wenn man sage, dass das Kopftuch kein religiöses Symbol sei. Hier gab es zum Teil entrüstetes Geraune, vor allem bei Mitbürgern mit muslimischem Vordergrund, wie dem Vorsitzenden der Ditib in Aachen, Abdurrahman Kol.

B. warf den aufgebrachten Menschen entgegen, „Demographische Futurologie“ sei keine Wissenschaft. Das stimmt… „Innere Sezierologie“ ist ebenfalls keine Wissenschaft. Medizin schon. Es kommt darauf an, wie man es ausdrückt. B. war kaum noch zu halten, als er fragte, was so schlimm daran sei, wenn die BRD muslimisch würde. Er redete von „eingeredeter Angst“ und bei Necla Kelek von „dummen Sätzen“, „Demagogie“ und ist empört, dass ihre Bücher bei einem den Grünen nahen Verlag gedruckt worden wären. Einen ähnlichen Klops leistete sich L., als er fragte, ob die Gesellschaft wirklich besser würde, indem es immer mehr Atheisten gebe. Es schien, als ob er Menschen, die nicht in die Kirche gingen, für asozial hält.

Eine heitere Geschichte zum Schluss. Ein RWTH-Professor erzählte mit lauter und klarer Stimme wie ein muslimischer Student versucht habe, ihn zum „wahren“ Glauben zu bekehren. Als der Professor fragte, was denn geschähe, wenn er nicht konvertierte, dann meinte der Student trocken, dass er ihn in dem Fall töten MÜSSE. Der Professor bemerkte ironisch, dass das Christentum, das so oft als Entschuldigung für heutige islamische Verfehlungen herangezogen würde, auf dem Niveau höchstens vor 15 Jahrhunderten mal war. Außerdem prangerte er an, dass bei gemischten Paaren, der nicht-muslimische Part zum Islam konvertieren müsse und die Kinder automatisch Moslems seien.

Den Abend ließen mehr als ein Dutzend FREIHEITler und PIler in einem netten italienischen Restaurant in der schönen Innenstadt von Burtscheid bei haram-Bier und Pizza ausklingen.


Inhalte

Laschet:

Das Buch hätte man lesen sollen, bevor Vorverurteilungen erfolgten. Zunächst kümmerte sich Sarrazins Buch um die Sozialpolitik und überhaupt gar nicht um Muslime. Es würden wertungsfreie Feststellungen gemacht, die bei jeder sozialpolitischen Debatte in ähnlicher Form stattfänden. Danach ginge Sarrazin dazu über, schwankende Werte in einer sich ändernden, globalisierten Welt zu sehen. L. sehe da keine schwindenden Werte. Unsere christlichen Werte würden gerade in dieser Zeit jetzt stärker ausgeprägt sein und spielten eine große Rolle. Im dritten Teil letztendlich, wäre von der überdurchschnittlichen Fruchtbarkeit der „Fremden, Frommen und Bildungsfernen“ die Rede. Die Erwähnung der Frommen schien den Christdemokraten besonders zu ärgern. Er kritisierte „gruppenspezifisches Definieren von Menschen“. Selber ein bekennender Katholik, mag er die Behauptung, evangelische Menschen seien – aufgrund des katholischen Zölibats bei den durchschnittlich intelligenteren Priestern im Mittel – begabter, nicht. Dabei schien er sich selbst als die glänzende Bestätigung seiner Theorie anzuführen. Auch die Heranziehung von Intelligenzvergleichen mit ausdrücklicher Benachteiligung der Uckermark (Angela Merkels Ursprung) hielt er für herabwürdigend.

Im Folgenden ließ sich L. lang und breit über Katholiken und Protestanten aus. Dabei betonte er immer wieder die Spannungen, die Unterschiede zwischen beiden Gruppen, um dann letztendlich darauf zurückzukommen, wie toll sich beide Gruppen heutzutage verstünden. Seine Argumentation führte absehbarerweise dahin, dass das Misstrauen, das heute Moslems entgegengebracht würde, mit demjenigen Bismarcks 1871 gegenüber den papsttreuen Katholiken vergleichbar sei, da ihnen Untreue gegenüber dem protestantischen Kaiser vorgeworfen worden wäre. An dieser Stelle ein wichtiger Satz von L., dem wir nur beipflichten können: „Jeder soll seine Religion so ausleben, wie er will, solange er sich an das demokratische Grundgesetz hält.“ Ansonsten ist seine Ansprache eine Ansammlung bekannter Vorhaltungen: die Integration der Moslems würde an Hartz IV gemessen. Bei evangelischen und katholischen Menschen fragten wir aber nicht danach. Dann die üblichen Argumente der schlechteren Bildungschancen, die anscheinend hauptsächlich durch unsere verfehlte Integrationspolitik verursacht sein sollen. Er geht so weit, christliche Altennachmittage mit muslimischen Teenachmittagen in der Moschee zu vergleichen. Folklore eben. Erstaunlich war, dass L. sich über Sarrazins Unterscheidung von Persern und anderen muslimischen Gruppierungen echauffierte. Dabei stellt sich uns die Frage: Hat Sarrazin nicht damit bewiesen, dass er ganz und gar nicht L.’s Schubladendenken der starren Gruppenzuweisung zuspielt?

Auf Nachfrage der Moderatorin hin, erklärte L. Sarrazins Bucherfolg: Sarrazin sei beschimpft worden, daher habe er Erfolg gehabt. Die Leute wollten mit dem Kauf des Buches ihren Protest gegen die politische Klasse zum Ausdruck bringen. Viele hätten es nach dem Kauf ja nicht einmal gelesen. Für die Integrationsdebatte brauche man indes einen Sarrazin, der sich das Image des Tabubrechers selber gegeben habe, nicht. Man solle ihn nicht weiter durch Angriffe zum Märtyrer machen. Necla Kelek sieht L. von Leuten, die so oder so gegen Einwanderung seien, als Kronzeugin vereinnahmt. Sie käme mit ihrem Schicksal authentisch herüber. Das sei das Problem… Der Fachausdruck hierfür ist „Opferneid“!

Dennoch hat L. auch viele richtige und vernünftige Dinge behauptet, wie zum Beispiel, dass es selbstverständlich Gene und Vererbung gebe und dass Sarrazins Aussagen an keiner einzigen Stelle rechtsradikal oder volksverhetzend seien. Leider meinte er, sie „dumm“ finden zu müssen. Wie pi diese Aussage war, merkte man daran, dass die Moderatorin unwillig zurückwarf, dass sie da ganz anderer Meinung sei.

Fazit:

L. versucht sehr eloquent und redegewandt, eine Parallele zwischen der heutigen Problematik mit einer totalitären Weltanschauung und dem weitgehend überwundenen protestantisch-katholischen Antagonismus zu ziehen. Im gegebenen Rahmen schien die Unzulänglichkeit dieses Vergleichs nur wenigen aufzufallen. Außerdem kam ihm die bereits von Dr. Udo Ulfkotte angestellte Parallele zwischen den Hispanics in den USA und unserer islamspezifischen Problematik sehr zupass, um abzuwiegeln. In Neusprech bezeichnet man so etwas als „gelebten Relativismus“.

Bahners:

Er sei nicht ganz L.’s Meinung, das sei aber auf die Politiker-Journalist-Ambivalenz und die größere Weltoffenheit letzterer zurückzuführen. Während er sich selber als „Optimisten“ und „Republikaner“ verortete, sprach er unentwegt von „radikalen Islamkritikern“ und einer „politisch maßlosen Islamkritik“. Das sei viel heiße Luft bei denen, wie sie sich als Verteidiger der Republik aufschwängen, aber die liberale Öffentlichkeit würde diese Ideen schnell in die richtige Schublade schieben.

Islamkritiker kämen mit „scheinbaren Opferbiographien“ an und verfolgten eigentlich wirtschaftliche und politische Interessen. Hier ging er indirekt auf die PVV in den Niederlanden ein („mittlerweile sogar Regierungen, die von solchen Parteien geduldet werden müssen“). Die Islamkritik sei bei ehemaligen Politikern beliebt, die sich dadurch profilieren wollten (durch das Drumherumgerede war klar, dass René Stadtkewitz gemeint war).

Der Auslöser dafür, dass er sein Buch „Die Panikmacher“ schrieb, wäre die „pseudowissenschaftliche Beweisführung“ im Interview mit Dr. Sarrazin im Lettre International gewesen. Das „Benehmen“ Sarrazins in der Öffentlichkeit sei so nicht hinnehmbar. Er habe „Sprüche geklopft“, deren Resonanz den „Republikaner“ B. alarmiert hätte. Das legendäre Statement zu den „Kopftuchmädchen“ bezeichnet B. als „erschreckenden Satz“. Der Schlüssel zum erfolgreichen Zusammenleben läge in der wechselseitigen Anerkennung der Menschen. Sarrazin habe damit einer Prozentzahl von X der Türken in Berlin und Y Prozent der Araber jedwede Anerkennung versagt. X und Y spielen hierbei kaum eine Rolle, da die Zahlen eher willkürlich gewählt zu sein schienen. Genauso seriös führte B. weiterhin aus, dass eine islamkritische Lieblingsidee die sei, die „Religionsfreiheit für Moslems ein[zu]schränken, bis diejenige für Christen in Moslemländern angeglichen [sei]“. Hier begeht B. denselben Fehler wie L.: Die Islamkritik hat nichts mit Rosinenpickerei zu tun. Es geht um ALLE Menschen im Dunstkreis der totalitären Ideologie des Islam; auch den Moslems selbst. Die Aussage B.’s schien lediglich darauf abzuzielen, die Islamkritik in die Ecke evangelikaler Extremisten zu drängen.

Die Hauptquelle für die islamkritische Volksverdummung konnte B. in der bösen Bild-Zeitung finden. Im Gegensatz dazu diente sein Buch, aus dem er nun auszugsweise und mit Kommentaren vorlas. Sarrazin ginge es gar nicht um die sachlichen Punkte, er ziele lediglich darauf ab, „Gruppenschicksale“ anzudichten. B. verspottet den Ausdruck „autochthon“, indem er ihn mehr als zwanzig Mal am Stück verwendet und letztendlich zu ergründen glaubt, die Bedeutung läge darin, dass man „auf deutschem Boden geboren, mit Atmen deutscher Luft groß geworden“ den Ausdruck am ehesten beschreiben könnte. Außerdem wäre für Sarrazin eine „gute Familie“ nur diejenige, deren Elternhaus schon „gut“ zu bezeichnen sei. Die Permeabilität zwischen den Schichten hieße Sarrazin damit offenbar nicht gut.

B. erklärt, wie in seinem Buch, an keiner einzigen Stelle, woher die Islamkritiker denn so plötzlich alle herkommen. Sie sind einfach da und sie liegen falsch. Punkt. Er bekräftigt erneut seine Thesen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit: Es gäbe eine Linie des „das gehört sich nicht“ (wo diese Linie verortet wird, liegt dabei wahrscheinlich im Ermessen guter „Republikaner“ wie B.), die, wenn man sie überschritte, eine Zurechtweisung des Übeltäters nach aristotelischem Vorbild nach sich ziehen „müsse“. Darauf müsse man nicht mit Argumenten antworten, da die Überschreitung auch nicht auf Argumenten fuße. In unseren Augen ist dies eine geschickte Aushebelung unserer bis in die Antike zurückreichenden Diskussionskultur, die, auf den Punkt gebracht, so viel bedeutet: „Dein Argument gefällt mir nicht, also verteufle ich dich und brauche mich nicht mit diesem unliebsamen Gedanken beschäftigen.“ Von der Aufklärung und besonders Voltaire, der gar sein Leben für das Recht der fremden, unliebsamen Meinung herzugeben bereit war, scheint der mit totalitärem und grundgesetzfeindlichem Gedankengut liebäugelnde B. nicht viel zu halten.

Fazit:

Vor diesem Hintergrund behauptet B., Sarrazin wolle Moslems nicht respektieren, sondern verachten. Folgerichtig heißt es für uns: B. will freiheitsliebende Islamkritiker nicht respektieren, sondern verachten.

Hier eine kleine Probe, ob wir auch etwas aus der Diskussion mitgenommen haben:

„Unter Bezugnahme akribisch zusammengetragener – von einer nicht unwesentlichen Menge politisch auf einer positiv zu besetzenden Seite zu verortender Angehöriger des vielfältigen, demokratischen Spektrums dieses unseren gesellschaftlichen Systems – und unter Berücksichtigung der sich in Wirklichkeit in signifikanter Kontinuität darstellenden Sachverhalte der Bevölkerungsverschiebungsbewegungen im globalen Zusammenhang führen die ausgewerteten Aspekte der Bahner’schen Argumentationsstruktur zwangsläufig zu einer unumgehbaren Feststellung: der ausgewiesene Islamapologet betreibt in seinem Pamphlet eine Aneinanderreihung von Behauptungen, deren fehlende Grundlagen ihm aufgrund der ihm zur Kenntnis vorliegenden Gegebenheiten, sowie seiner während Studienzeiten unter Beweis gestellten anerkannt überdurchschnittlich kognitiven Fähigkeiten, nur den Schluss erlaubt, dass die Umkehrung der tatsächlichen Zustände in einem nicht unwesentlichen Maße absichtlich aus nicht näher bekanntem Grund erfolgt. Die inkontinente Insuffizienz der sprachlichen Ausdrucksweise, hat die eindeutige Intention, Klarheit durch Verschleierung, konzisen Verstand durch pseudointellektuelle Ausdrucksweise und ausgewiesenen Inhalt durch impertinentes ,Geschwurbel’ (Henryk M. Broder) zu substituieren.“

Und hier die Aufschlüsselung der oben in Bahnerisch verfassten Aussage:

„Unserer Meinung nach täuscht Bahners gezielt und es ist noch unklar, welche Beweggründe er hat. Hinter Phrasen kann sich jeder verstecken.“




13-jähriger von Linken schwer verletzt

Wie auf diesem Foto werden in Deutschland immer wieder Kinder und Jugendliche, oft durch staatliche Institutionen und linksextremistische Lehrer, für politische Kampagnen gegen unliebsame Bürger instrumentalisiert. Als am vergangenen Freitag in Berlin 100 Linksextremisten gewaltsam eine genehmigte Demonstration von 80 Rechtsextremisten angriffen, konnten auch 500 eingesetzte Polizeibeamte nicht verhindern, dass es zu schweren Ausschreitungen und Körperverletzungen durch die Linken kam (Quelle: WELT).

Am Schlimmsten erwischte es einen 13-Jährigen. Das Kind, das offenbar schon seit längerer Zeit durch linke Indoktrination missbraucht wird und dadurch bereits polizeiauffällig geworden ist, erlitt durch einen Steinwurf aus den eigenen Reihen schwerste Gesichtsverletzungen.

Der Tagesspiegel berichtet:

Nach Polizeiangaben wurde der Stein vermutlich von Linksextremisten in die eigenen Reihen geworfen. Dem Vernehmen nach nahm das Kind an der linken Demo teil, es ist der Polizei bereits wegen Schmierereien bekannt. Sanitäter der Polizei versorgten die Wunden, bis ein Rettungswagen kam. Auch mehrere Polizisten wurden von linken Demonstranten verletzt. So griffen drei Gewalttäter drei zur Verkehrsregelung eingesetzte Motorradpolizisten mit Flaschen, Steinen und Fußtritten an und beschädigten eine Maschine. Die Beamten erlitten Prellungen.

Wie berichtet, hatte es zwei Demonstrationen gegen einen NPD-Aufmarsch am U-Bahnhof Zwickauer Damm gegeben.

Teilweise vermummte Linksextremisten versuchten immer wieder, die 80 NPD-Anhänger aus angrenzenden Straßenzügen und Grünanlagen heraus anzugreifen oder durch Sitzblockaden zu stoppen. Es kam zu Stein- und Flaschenwürfen auf die 500 eingesetzten Polizisten. 21 Personen wurden festgenommen.

Ob es weitere behördliche Maßnahmen gibt, das Kind möglichen schädlichen Einflüssen zu entziehen und dabei auch die Wahrnehmung der elterlichen Aufsicht kritisch zu beleuchten, ist nicht bekannt, bei den derzeitigen politischen Verhältnissen in Deutschland aber eher unwahrscheinlich.

Vielen Dank allen Spürnasen!


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN




Hessen: Neues aus der Grünen Giftküche

Grünes GiftDie meisten Bürger denken bei den Grünen immer noch an Atomausstieg, Umweltschutz oder Abrüstung. Dass für vermutlich die Mehrheit der Grünen dies nur zeitgemäße Trojaner sind, mit denen sie gesellschaftspolitisch eine deutschfeindliche 68er-Agenda durchsetzen wollen, ist dagegen weniger bekannt. Jürgen TrittIn sagt man schon lange nach, dass er sich freue, wenn Deutschland jeden Tag immer mehr verschwinde. Claudia Roth sieht in Deutschen lediglich „Nichtmigranten, mehr nicht“.

(Von Thorsten M.)
 
Der vom Vorzeigemigranten Tarek al-Wazir geleitete hessische grüne Landesverband, der – wenn es nicht mit dem Teufel zugeht – ab Herbst 2013 wieder in der Regierung sitzen wird, hat in diesen Tagen seine Ankündigung veröffentlicht, wo dann alles „Überholspuren“ und Sonderrechte für „migrationsbehinderte“ Einwohner Hessens eingerichtet werden sollen.

Die Kampfansage an die „Eingeborenen“ kommt unter dem unscheinbaren Titel „Ein Integrationskonzept für Hessen“ daher und ist im Internet als pdf nachzulesen.

Dabei wird mehr als deutlich unterstrichen, dass man die Zukunft auf seiner Seite sieht: Schließlich sollen in Hessen inzwischen fast die Hälfte der unter Sechsjährigen einen Migrationshintergrund haben (selbst wenn dabei jeder mit einem teilweise urdeutschen Spätaussiedler als Elternteil mitgezählt wird).
 
Zentrale Ankündigung der GrünInnen ist, dass man nach und nach Privilegien Einheimischer, z.B. bezüglich ihres angestammten Wahlrechts, durch Privilegien für Zuwanderer ersetzen möchte. Dreh- und Angelpunkt dieser Politik ist, dass man die Doppelstaatsbürgerschaft für Migranten zukünftig zum Regelfall machen möchte. Schließlich würde diese aktuell eh bei etwa der Hälfte der Einbürgerungen geduldet. Und insbesondere für die anstehende Welle der optionspflichtigen doppelstaatsbürgerlichen Kinder aus dem Schröder’schen neuen Staatsbürgerschaftsgesetz, sei eine Entscheidung zwischen der deutschen Staatsbürgerschaft und „der ihrer Eltern“ nicht zumutbar. Es ist davon auszugehen, dass die nächste rot-grüne Deutsche Bundesregierung mit einer entsprechenden Bundesratsmehrheit (auch aus Hessen) im Rücken, dem Rechnung tragen wird.

Natürlich will man darüber hinaus auch das Wahlrecht auf Nicht-Staatsbürger ausdehnen. Wo man dies auf Landesebene tun kann, wie beim Kommunalwahlrecht (Hessische Gemeindeordnung, Hessische Landkreisordnung), soll dies wenn möglich auch geschehen.

Darüber hinaus möchte man aber die seit Jahrtausenden in Hessen dominierende Kultur der angestammten Bevölkerung einem gnadenlosen Relativierungsprozess unterwerfen. Da ist der jährlich stattfindende Hessentag, mit seiner Folklore aus den hessischen Regionen, ein großer Stein des Anstoßes. Dringend soll durch einen „Hessentag 2.0“ die bisherige„Deutschtümelei“ durch ein interkulturelles Spektakel, vermutlich am besten noch unter der Regenbogenfahne, ersetzt werden.
 
Selbst wenn man sich vordergründig gegen eine Quotenregelung für Migranten im Öffentlichen Dienst ausspricht, sollen diese in den nächsten Jahren bevorzugt eingestellt oder ausgebildet werden. Lehrer und Altenpfleger sollen künftig „interkulturelle Kompetenz“ vermittelt bekommen, was ganz sicher mit sich bringen wird, dass man der Kultur und den Festen der „Eingeborenen“ nur noch Gleichberechtigung mit internationaler Folklore zugestehen wird. Auch der Islam soll flächendeckend – und selbst wenn kein vernünftiger Ansprechpartner für eine hessenweite Lösung gefunden wird – in den Schulen eingeführt werden. Wunschziel der GrünInnen ist auch, dass zusätzlich die Sprachen der Einwanderer an den Schulen mit unterrichtet werden – natürlich bei gleichzeitiger Sonderförderung für deren Deutschkenntnisse. Und selbstverständlich soll auch ein neues Friedhofsgesetz her, damit die Muslime künftig ohne Sarg bestattet werden können.
 
Abgerundet wird das Wunschkonzert zum „Artenschutz zugewanderter Bio-Invasoren“ durch Förderprogramme für Unternehmer mit Migrationshintergrund.
 
Wenig tröstlich, dass sich in seiner Reaktion Hessens FDP-Integrations-Dänemarkurlaubsboykott-Minister Jörg-Uwe Hahn gegen ein solches Gesetz wendete und die CDU von „sozialromantischen Vorstellungen“ sprach. Wenn diese Parteien 2013 in Hessen die Macht behalten könnten, indem sie über dieses Integrationsgesetz-Stöckchen springen, werden sie es tun. Ohne eine erfolgreiche „Sarrazin-Partei“ wird dieses grüne Gruselprogramm schon in wenigen Jahren flächendeckend in Deutschland Gesetz sein.




Egon Flaig über „pestartige Political Correctness“

Hier der angekündigte zweite Teil des Artikels von Egon Flaig über Habermas, den Historikerstreit, die Einmaligkeit des Holocaust und dessen Instrumentalisierung, die auch eine „pestartige Virulenz der Political Correctness und des Gutmenschentums“ mit sich brachte.

Falls Sie Teil 1 noch suchen, der ist da. Hier Teil 2, die Fortsetzung:

Viele Historiker glaubten damals, die Qualität des Einzigartigen hafte objektiv an den Dingen selber. Alles Einzigartige erscheint jedoch nur deswegen als einzigartig, weil man ein spezifisches Merkmal als Besonderes hervorhebt, ihm also eine besondere Bedeutung zuspricht. Das ist aber nur möglich, weil Menschen als Kulturwesen in der Lage sind, aus dem unendlichen Weltgeschehen einzelnes zu selektieren, indem sie es für bedeutsam halten. Das sich orientierende und erkennende Subjekt verleiht diese Bedeutung. Jegliche Besonderheit ist darum ein ganz und gar semantisches Phänomen.

Jeder Mensch hat das Recht, einer Sache Bedeutung zu geben. Es gibt keinen semantischen Gerichtshof, welcher verbieten würde, einem Geschehnis Bedeutung zu verleihen, und der anordnen könnte, einem anderen Geschehnis Bedeutung zu entziehen. Und wenn ich behaupte, die athenische Demokratie sei ebenso einzigartig wie die Schoa, dann kann ich dafür einen guten Grund nennen: Sie ist nämlich für mich bedeutsamer als die Schoa. Und wer kann mir verbieten, ihr diese Bedeutsamkeit zu verleihen? Ein solches Denkverbot ist zwar möglich, aber in der freien Welt noch nicht explizit erlassen.

Indes, dieses Verbot hat sich angekündigt. Die Grenzlinie zur Sakralisierung der Schoa hat Dan Diner 1987 formuliert. Wo die logische Argumentation unerwünscht ist, muss man das Denken verbieten – nötigenfalls, indem man den Denkenden droht, sie moralisch zu diskreditieren. Diese Einschüchterung hört sich so an: „Es ist narzisstisch kränkend, einem Ereignis ausgesetzt zu sein, das sich menschlicher Vorstellungs- und Fassungskraft entzieht. Eine solche Negation ist schwer zu ertragen. So ist es nicht verwunderlich, dass in verborgen bleibender teleologischer Absicht gegen die Dimension eines solchen Geschehens rebelliert wird: Verstehen wird eingeklagt – auch um den Preis von Relativierung und Banalisierung.“

Mythen erzeugt man, indem man das historisch Besondere isoliert, es aus dem Kontext herauslöst und den Kontext mit wuchtigen Schlägen zertrümmert und pulverisiert. Das radikal dekontextualisierte Besondere lässt sich dann bequem auf ein Podest stellen. Und dann braucht man bloß noch den Weihrauch schwenken. Der Tanz ums goldene Kalb „Unerklärbarkeit“ kann beginnen. Dieser Götze wird unweigerlich seine Opfer fordern, und zwar blutige. Wo liegt das Problem? Diner benennt es genau, nämlich die Kränkung. Daher ist der Vorwurf, man „banalisiere“, ein Indiz dafür, dass man auf der richtigen Ebene gräbt und die richtige Schicht angestochen hat.

Denn Erkennen ist nur möglich, wenn man so sehr als möglich kontextualisiert, relationalisiert, relativiert und revidiert. Aller Zwang zum Entbanalisieren mündet ins Sakralisieren. An diesem Zwang entscheidet sich, ob es um wissenschaftliche Wahrheit geht oder ob man quasireligiöse Sinnstiftung betreibt. Alle quasi-religiöse Sinnstiftung muss Feind-Erklärungen aussprechen und moralische Vernichtungsdrohungen. Diner spricht sie aus: „Ernst gemeinte Historisierungsbemühungen endeten bislang in geschichtstheoretischen Aporien. Anders gemeinte, relativierende und das Ereignis einebnende Historisierungsversuche enden hingegen notwendig in einer Apologie.“

Das musste kommen. Die Sprache des moralischen Terrors ist einfach und klar. Hier endet das griechische logon didonai. Wir sind Zeugen geworden eines Kulturbruchs, nämlich einer weitgehenden Negierung der Errungenschaften des Griechentums. Da die Verbindlichkeiten nicht mehr über den Streit entlang von Wahrheitsregeln herstellbar sind, müssen neue, ganz anders geartete Verbindlichkeiten moralisch erzwungen werden. Daher die pestartige Virulenz der Political Correctness und des Gutmenschentums mit seiner spezifischen Intelligenz. Die moralischen Diffamierungen müssen folglich immer mehr zunehmen. Bequemer als das logon didonai ist die habermassche Diskursethik: Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

Egon Flaigs Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus dem in diesen Tagen erscheinenden Buch: „Singuläres Auschwitz? Ernst Nolte, Jürgen Habermas und 25 Jahre ,Historikerstreit'“, hrsg. von Mathias Brodkorb, Banzkow 2011. Brodkorb ist übrigens Mitbegründer von „Endstation Rechts“. Daß der SPD-Abgeordnete und unermüdliche Kämpfer gegen Rechts auch Befürworter von Ernst Nolte zu Wort kommen ließ, ehrt ihn sehr. Von dem genannten Buch sind noch mehrere Stellen online, unter anderem das Vorwort. Henryk M. Broder hat ebenfalls bereits zustimmend geantwortet , Micha Brumlik hat natürlich verwedelnd widersprochen. Es werden vermutlich noch mehr Artikek dazu erscheinen.




„Ich habe Kreuzberg tief nachdenklich verlassen“

Thilo Sarrazin in KreuzbergIn der Welt am Sonntag schildert Thilo Sarrazin heute, wie er die teils unflätigen Reaktionen während seines Besuchs am vergangenen Dienstag in Kreuzberg erlebte. Er habe Kreuzberg tief nachdenklich verlassen: „Ein verdienter ehemaliger Berliner Senator, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, außer ein Buch mit unwillkommenen Zahlen und deren Analyse zu schreiben, wird aus einem zentralen Berliner Stadtteil, der nach eigenem Selbstverständnis die Speerspitze der Integration in Deutschland darstellt, förmlich herausgemobbt. Wehe uns, wenn, wie viele hoffen, Kreuzberger Zustände die Werkstatt des künftigen Deutschland sind“, so der Ex-Bundesbanker. Hier der komplette Artikel!




Egon Flaig: Habermas ein Lumpenjournalist?

Der Althistoriker Egon Flaig, der kenntisreiche Artikel zum Islam und ein großartiges Buch über den islamischen Sklavenhandel geschrieben hat, griff in einem FAZ-Artikel (13.7.2011) den bei Linken hochverehrten, aber zweifellos auch hoch überschätzten Philosophen Jürgen Habermas an und rückte ihn in die Nähe des Lumpenjournalismus. Gleichzeitig geht es um den „Historikerstreit“ und den Holocaust als Waffe. Die Deutschen sollen auf Dauer als abnormales Volk hingestellt werden, um sie politisch auszunützen. 

Der Text ist etwas länger und muß deshalb in zwei Teilen kommen, was auch inhaltlich tragbar ist:

Die Habermas-Methode: Eine Polemik

Ein Vierteljahrhundert nach dem „Historikerstreit“, zu dessen Anlass ein Artikel von Ernst Nolte in dieser Zeitung wurde, muss nach den fatalen Folgen gefragt werden. Von Egon Flaig

Der Historikerstreit zwischen Ernst Nolte und Jürgen Habermas wird nun ein Vierteljahrhundert alt. Damals gestaltete sich zum ersten Mal ein Disput um historische Themen und um Wissenschaftler gemäß massenmedialen Gepflogenheiten. Im massenmedialen Feld gilt das Gesetz, ein Maximum an Aufmerksamkeit zu erringen; darum stehen alle Massenmedien unter dem Zwang zur Produktion von Sensationen. Im wissenschaftlichen Feld herrscht ein gleichartiger Zwang, nämlich der Zwang zu ständigen Innovationen. Eine bestimmte Quote von Wissenschaftlern wird immer versucht sein, Innovationen vorzutäuschen, Originalität zu erschleichen. Allerdings hat die Wissenschaft ein entscheidendes Korrektiv: Ihre Leitidee ist die Wahrheit; und ihr internes Kontrollinstrument ist die kritische Prüfung der Innovationen entlang von Wahrheitsregeln.

Am 11. Juli 1986 bezichtigte der Sozialphilosoph Jürgen Habermas mit einem langen Artikel in der „Zeit“ die Historiker Ernst Nolte, Andreas Hillgruber, Michael Stürmer und Klaus Hildebrand, sie arbeiteten an einer Revision der Geschichte des Nationalsozialismus, leugneten die Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Judenvernichtung und fabrizierten eine „deutsch-national eingefärbte Natophilosophie“. Habermas spannte vier Historiker zu einer Front zusammen, die sehr verschiedene Ansichten vertraten. Und er fälschte Zitate. Allen seriösen Historikern, die in die Debatte einstiegen, egal auf welcher Seite, fiel auf, wie und wo der Frankfurter Sozialphilosoph Zitate verkrümmte und den Kontrahenten Positionen unterstellte, um denunziatorische Urteile loszulassen. Gar nicht selten verbarg diese „Habermas-Methode“, dass der Sozialphilosoph keine Ahnung hatte von den theoretischen Voraussetzungen, mit denen etwa Nolte operierte. Es hätte keine Nachsicht geben dürfen, denn das Ausmaß der Zitate-Verkrümmungen war gigantisch; und sie hat kein Vorbild in der Geschichte deutscher Polemiken unter Wissenschaftlern. Habermas bediente sich journalistischer Tricks, und zwar solcher, die sonst dem Lumpenjournalismus vorbehalten waren. Es bleibt als Armutszeugnis bestehen, dass die Fachdisziplin sich nicht geschlossen dagegen wehrte. Die politischen Gräben waren plötzlich tiefer als Fundamente der Verpflichtung auf gemeinsame wissenschaftliche Standards. Das war das Neue; und es wäre ohne die mediale Zurichtung der Debatte wohl kaum passiert.

Wie ernst darf man das Gerede von Diskursethik noch nehmen, wenn der Großprediger dieser Ethik auf die ethische Regel pfeift, die seit der griechischen Klassik in jeder Debatte zu gelten hat: die Rechenschaftslegung (logon didonai) – unter dem strengen Auge der Schiedsrichter im intellektuellen Agon? Seien wir offen: Das hat natürlich auch mit Bildung zu tun. Wahrscheinlich verlangt das logon didonai zu viel von Habermas, der, wie so viele seiner Schüler, unter Vergangenheit die letzten acht Jahrzehnte versteht. Bildung hat Habermas stets anderen überlassen; dementsprechend sehen seine Werke aus.

Für Habermas war Noltes „Versuch der Entexzeptionalisierung von Auschwitz“ der Hebel zu einer Renormalisierung des Geschichtsbewusstseins. Allerdings hatte keiner der diffamierten Historiker bestritten, dass das Gedenken an die Untaten des NS-Regimes erhalten bleiben muss, auch Nolte nicht. Worum es ihnen ging, war eine vernünftige Ausgewogenheit.

Denn eine Nation – oder eine politische Gemeinschaft überhaupt – hat die Pflicht zum Gedenken an vieles und Vielfältiges. Die Mahnung der diffamierten Historiker war eine sehr schlichte, nämlich dass die Vergangenheit der Deutschen nicht zwölf Jahre beträgt, sondern ein gutes Jahrtausend, und – so klang es bei Stürmer und Nolte gelegentlich an – dass die Vergangenheit der Deutschen als Teil der europäischen Kultur mindestens bis zur griechischen Klassik zurückreicht. Denn von dort stammt der Großteil genau jener politischen Errungenschaften, aus denen sich die „westliche Kultur“ so lange gespeist hat. Wenn diese Errungenschaften für uns von Bedeutung sind, dann ist es grober Unfug, dass die Erinnerung an die Untaten des NS-Regimes den Kern unserer Memorialkultur darstellen soll. Denn das kulturelle Gedächtnis jedweder politischen Gemeinschaft muss notwendigerweise nicht nur die mala, sondern auch die bona exempla einschließen.

Worum es hierbei aber praktisch geht, hat Christian Meier hellsichtig umrissen: Mit einer solchen Verantwortung, wie die Deutschen sie tragen, lasse sich nur leben, wenn die anderen Völker es „uns nicht zu schwer“ machen. Damit ist schon alles gesagt: Es lässt sich also damit schwerlich leben. Denn was heißt es im praktischen politischen Leben, solcher „Verantwortung“ gerecht zu werden? Ganz simpel: Nicht tun dürfen, was andere tun; tun müssen, was die anderen nicht tun. Es ist längst vorherzusehen gewesen, dass bereits bei geringen Konflikten manche Regierungen – und vor allem die Massenmedien – diesen immensen Vorteil gegenüber den Deutschen ausspielen, indem sie alte Rechnungen auskramen und präsentieren. Solche Erpressungen sind ein legitimes Mittel auf dem internationalen Spielfeld, solange gedächtnispolitische Pflege jene Untaten in hohem Kurs hält und solange keine Weltrepublik die Spieler ihren Regeln unterstellt. Daher sind sie gar nicht verhinderbar.

Dauerhaft bestehen – auch im europäischen Rahmen – kann das deutsche Volk freilich nur als normales Volk, nicht als stigmatisiertes. Denn die Folgen solcher Stigmatisierung ähneln sich stets, egal welche Anlässe sie selber haben mag. Diese Normalität ist das Grundrecht jeder Generation auf Erden. Denn moralisch beginnt bei jedem Menschen die Welt aufs Neue, auch wenn wir geschichtlich immer befangen bleiben. Normalität dürfte – nach Habermas und seinesgleichen – nicht sein: nicht für die Deutschen. Nun ist eine verweigerte Normalität eine Zwangsversetzung in die Abnormalität. Die Deutschen sollten also ein abnormales Volk sein. Abnormalität als Dauerzustand, verhängt von moralisierenden Fanatikern? Kann das gutgehen? Gewiss nicht. Wieder stellt sich die Frage: Wie konnte das passieren? Es konnte passieren, weil an der zu verweigernden Normalität eines Volkes die mythische Einzigartigkeit hing. Als schon 1987 die umfangreiche Dokumentation zum „Historikerstreit“ erschien, trug sie den Untertitel „Die Dokumentation der Kontroverse um die Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Judenvernichtung“. Die Ungeheuerlichkeit des Untertitels war augenblicklich spürbar. Denn kein einziger der von Habermas diffamierten Historiker hatte diese Einzigartigkeit bestritten. Aber Nolte setzte als selbstverständlich voraus, dass das Einzigartige vergleichbar war, ja, dass der historische Vergleich notwendig war. Jeder intelligente Mensch und jeder Historiker, der die theoretischen Grundlagen seines Handwerks kennt, weiß das.

Teil 2 folgt.




Was ist aus dem Wikileaks-Hype geworden?

Es gab ein paar Monate, speziell vor einem halben Jahr, da überschlug sich die Skandal-Presse mit reißerischen Wikileaks-Artikeln. Beim STERN zitterten die Mächtigen, und der ähnlich sensationsgeile SPIEGEL schrieb, Wikileaks sei nicht zu stoppen, und insgeheim hatten beide Angst, sie seien selber überholt und müssten auch neue Methoden einführen. Als erste Reaktion griff SPARGEL Online dann zu den immer noch gebräuchlichen Riesenfotos über die ganze Seitenbreite, was weitere Analphabeten anlocken sollte.

Die Frage bleibt: Was ist aus dem Wikileaks-Hype geworden? Der dubiose Assange hängt immer noch vor Gericht rum, kaum einer interessiert sich dafür. Sein Hauptinformant Bradley Manning, der als schwuler US-Soldat nach dem Militärdienst eine Geschlechtsumwandlung plante, wollte geliebt werden und wurde deshalb zum Verpfeifer, wie die FAZ aktuell liebevoll berichtet. Bei Wiki ist der Text über Bradley Manning, dem angeblich 50 Jahre Knast drohen, zwar drei Seiten länger als der über Ministerpräsident Seehofer (CSU) und sechs Seiten länger als der über Ministerpräsident Kretschmann (Grüne), aber seine Person interessiert auch nicht wirklich. Vor allem jedoch – wen interessieren überhaupt noch Wikileaks-Veröffentlichungen? Man hat den Eindruck niemand, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren! Die Firma steckt in der Krise, die Welt verändert hat sie sowieso nie. (Der Autor dieses Artikels hat von Wikileaks noch nie viel gehalten.)