Nächste Hinrichtung ohne Mordmerkmale?

Morsals Bruder, der sie abschlachtete wie ein Stück Vieh (PI-Berichte hier), kommt möglicherweise mit Totschlag im Affekt oder sogar durch eine Einweisung in die Psychiatrie um ein „lebenslänglich“ wegen Mordes herum. Das Gericht deutete gestern nach Anhörung des Gefälligkeitsgutachtens der Psychiaterin Marianne Röhl (Foto) diese Möglichkeit an. Es wäre nicht das erste Skandalurteil dieser Art in Hamburgs Justiz.

(Allen Spürnasen herzlichen Dank)




Ein Terrorist zum Totlachen

In dem britischen Hochsicherheitsgefängnis Whitemoor, das fest in muslimischer Sträflinghand ist und als Rekrutierungshort für Terroranwärter gilt, konnten sich Top-Terroristen wie der 29-jährige Bombenplazierungsspezialist Zia Ul Haq (Foto) von Al-Kaida zu Komikern ausbilden lassen. Entsetzte Bürger, die Angehörige in Bombenanschlägen verloren haben, forderten bei Bekanntwerden der fröhlichen Sträflingskurse deren Einstellung. Gefängnisse seien immer noch zur Strafe und Besserung da und kein Vergnügungspark. Die Terror-Komiker-Kurse haben den Steuerzahler jetzt bereits 8000 britische Pfund gekostet.

(Spürnase: Montrose)




Kaufhof Köln: Moschee- statt Weihnachtsdeko

Kaufhof KölnWer dieser Tage mit seinen Kindern an den Schaufenstern des Kölner Kaufhofs in der Hohe Straße vorbei kommt, um die alljährliche Weihnachtsdekoration zu bewundern, reibt sich womöglich etwas verdutzt die Augen. Alle neun Schaufenster sind mit Moscheen, Minaretten und – bei den weiblichen Stofftieren – schariakonform mit Kopftuch und Burka dekoriert. Schließlich sollen die Kleinen schon mal an das herangeführt werden, was sie in der Domstadt bald im großen Stil erwartet.

PI-Leser Shelnah schrieb uns:

Wie jeder Kölner, ob hier geboren oder erfolgreich integriert, weiß, stellt der Kaufhof jedes Jahr die Weihnachtsdekoration hinter die Schaufenster aus, viele Stofftiere, eine Krippe und fröhliche Weihnachtslieder bereiteten mir, wie vielen anderen Besuchern der Innenstadt viel Freude.

Doch dieses Jahr ist etwas anders, keine Krippe, kein Weihnachten, stattdessen Miniatur Moscheen, viel Orient und die dementsprechende Musik. Was das wohl zu bedeuten hat?

Hier einige Impressionen:

Islamischer Kaufhof

Islamischer Kaufhof

Islamischer Kaufhof

Islamischer Kaufhof

Islamischer Kaufhof

Islamischer Kaufhof

Kontakt:

Galeria Kaufhof
Herr Lovro Mandac (CEO)
Hohe Str. 41-53
50667 Köln
Tel.: 0221/223-0
Fax: 0221/223-42 31
mandac@kaufhof.de oder
service@galeria-kaufhof.de




Bettina Röhl zum Wahlsieg von Barack Obama

Barack ObamaVieles wurde in den deutschen Medien schon über die Wahl von Barack Obama geschrieben. Neben den Lobpreisungen und Huldigungen gibt es auch vereinzelt Stimmen, die den Wahlausgang und den künftigen amerikanischen Präsidenten etwas differenzierter betrachten – die Publizistin Bettina Röhl ist eine davon. In ihrem Blog „SEX, Macht und Politik“ sieht sie die USA auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft: „Amerika wird zu dem kosmopolitischen staatlichen Abbild der Weltgesellschaft, das bisher nur beschworen wurde: es wird die USA aller Ethnien der Welt geben.“ Hier klicken!

(Spürnase: Thomas D.)




Eilmeldung aus Hessen: Lügilanti gescheitert

Lügilanti gescheitertGute Nachrichten aus Hessen: Der rot-grüne Machtwechsel mithilfe der SED ist endgültig gescheitert. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks versagten der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti (Foto) bei einer letzten Probeabstimmung vier SPD-Abgeordnete die Gefolgschaft. Es handele sich um die Abgeordneten Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts, die nun auch aus der Fraktion austreten wollen.

Der Hessische Rundfunk berichtet:

Am Tag vor der geplanten Wahl zur Ministerpräsidentin hat SPD-Chefin Andrea Ypsilanti damit keine Mehrheit mehr für die Bildung einer rot-grünen Regierung, toleriert von den Linken.

Damit verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse im Wiesbadener Landtag deutlich. Falls die CDU mit ihren 42 Abgeordneten mit den 11 Abgeordneten der FDP eine Koalition bildet und diese von den vier abtrünnigen SPD-Abgeordneten toleriert würde, ergäbe sich eine Mehrheit von 57 Abgeordneten. Die Mehrheit im Landtag liegt bei 56 Abgeordneten.

Ypsilanti wollte sich am Dienstag mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken zur neuen Ministerpräsidentin wählen lassen. Parteitage von SPD und Grünen hatten am Wochenende die Koalitionsvereinbarung gebilligt.

Jetzt muss morgen nur noch McCain gewinnen…

Email-Adressen der vier couragierten SPD-Politiker:

» dagmar.metzger@spd-darmstadt.de
» info@mdl-juergen-walter.de
» teschsilke@web.de
» c.everts@ltg.hessen.de

» Bettina Röhl: Ypsilantis Super Tuesday fällt aus: Endlich Neuwahlen in Hessen!

(Spürnasen: Multikultur, Ralf S., René)




Linke US-Zeitung bläst zur Jagd auf Republikaner

Die Zeitung The Stranger aus Seattle hat in einem Artikel mit dem Titel „Höllen-Häuser. Topographie des Terrors: Die Eastside Edition“ Adressen von Republikanern mit Bildern ihrer Häuser veröffentlicht – ein Aufruf zum fröhlichen Halali gegen die „Rechten“. Doch leider ist der Schuss nach hinten losgegangen. Dem linken Blatt, das jetzt bereits versucht, seinen „Ausrutscher“ zu vertuschen, wird Aufruf zur Menschenjagd vorgeworfen. PI hat das Original des mittlerweile gelöschten Artikels.

Den Originalartikel, der unter der url: www.thestranger.com/seattle/Content?oid=729360 zu finden war, wurde entfernt. Der Link führt jetzt direkt auf den Drudge Report.

Die Seattler-Zeitung bringt dazu eine kleine Randnotiz, ihr umstrittener Beitrag sei falsch verstanden worden. Es hätte sich dabei um eine bloße „Parodie“ gehandelt, die von den etwas unterbelichteten Republikanern eben nicht begriffen worden sei.

Auf den mittlerweile entfernten, aber hier als Beweismaterial gesicherten, Originalartikel gab es harsche Kritik von besorgten Bürgern, wie zum Beispiel Lesern des Puma-Forums, der Website von Hillary-Demokraten, die am 4. November die Republikaner wählen wollen.

Cyberella schreibt:

Das klingt nach einem Weg, Leute zu bedrohen und einzuschüchtern. Der Titel ihres Artikels ist Höllen-Häuser.

Sie drucken die vollen Adressen ab und ermuntern damit ihre durchgeknallten Leser, Vandalenakte gegen ihr Heim zu verüben!

Das sind wirklich Nazi-eske Taktiken und nur ein leichter Vorgeschmack dessen, was auf uns zukommt, wenn Obama die Präsidentschaft gewinnt!

SCHATTEN dessen, was mit den deutschen Geschäften geschah, die in den 1930er Jahren mit dem Wort „JUDEN“ bemalt wurden!

Die Republikaner sind es, die vom Faschismus der Linken bedroht werden, nicht umgekehrt.

Auch wenn The Stranger sich Mühe gibt, die Spuren seines Artikels zu verwischen, ist noch ein Beweisstück (bisher) der Zensur entgangen: Eine Diskussion über die Reaktionen auf den Höllen-Häuser-Beitrag.

Hier gibt es sogar eine Abstimmung des Blattes The Stranger darüber, ob denn der Beitrag wirklich so schlimm war oder nicht. Natürlich erwartet sich die Seattler-Zeitung von ihrer linkslastigen Leserschaft ein deutliches „NEIN, mit dem Artikel war alles in Ordnung“. Aber das muss ja nicht so bleiben.

(Spürnase: Dr. Gudrun Eussner)




Wütende Proteste gegen Party-Wowereit

Den ersten Passagierflughafen der Welt konnten weder Nazis noch Kommunisten erledigen – doch jetzt hat es zur Freude von Berlins eigenem Bürgermeister doch noch geklappt, sehr zum Unmut der Bevölkerung, die lieber den Flughafen als den Bürgermeister behalten würde (siehe Foto). Berlins (w)armer Wowi musste bei der VIP-Abschiedsparty gestern Abend von Leibwächtern beschützt werden, während die Menschen, die einst allein wegen des Tempelhof-Flughafens überlebt haben, draußen in der Kälte protestierten.

Eigentlich hätte man zur Schließung des geschichtsträchtigen Berliner Flughafens eher eine Trauerfeier erwartet als eine fröhliche VIP-Party, exklusiv für die Tempelhof-Schließer, die dieses Ereignis auch noch als Sieg im Kampf gegen Rechts™ betrachten. So meinte Wowereit:

„Von Flughäfen sind auch mörderische Aktionen ausgegangen. Tempelhof war auch Teil des Systems der Nazi-Diktatur.“

Was die links-grünen Gesinnungsdiktatoren gerne vergessen machen möchten, ist die andere, pro-amerikanische Seite des Tempelhofs, für die jene Menschen stehen, die gestern protestierend in der Kälte standen. Menschen, die nur dank der Luftbrücke und der Rosinenbomber überlebt haben.

Die Demonstranten bildeten ein Spalier und pfiffen alle Gäste, die in das Gebäude schritten, lautstark aus. Die vorwiegend älteren Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Skandal“ oder „Wowereit ist ein Versager“. „Es ist unglaublich, was hier passiert“, sagte Gisela Willuhn. „Politik geht über Sachverstand.“ Und dass dann drinnen die für die Schließung Verantwortlichen feierten, während die Menschen, die durch den Flughafen überlebten, draußen ständen, setze dem Ganzen die Krone auf. In dem historischen Gebäude saßen die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft an weiß gedeckten Tischen. Die stillstehenden Gepäckbänder waren umfunktioniert und dienten dafür, das Buffet zu präsentieren. Zur Unterhaltung spielte ein Swing-Dance-Orchester.

Jenseits dieser festlichen Klänge zum Tempelhof-Untergang standen draußen die Erinnerungen. Leute, die 1948 einst wie die damals siebenjährige Mercedes darauf warteten, dass sie endlich einen Fallschirm mit Süßigkeiten im Garten finden würden.

Wie von einem Abenteuer erzählt die Berlinerin heute über die Zeit der Luftbrücke. Das Haus ihrer Familie lag direkt an der Einflugschneise zum Flughafen Tempelhof, wo die Maschinen mit Kohle, Mehl oder Büchsenfleisch landeten. Wütend seien alle gewesen, als während der Blockade West-Berlins eine Familie aus ihrem Haus in den sowjetischen Sektor umgesiedelt sei. Ihre Großmutter habe noch Jahre später geschimpft: „Wegen ein paar Kalbsknochen sind die ‚rübergezogen.“ Das habe für ihre Großmutter damals nicht zur Debatte gestanden. Denn die wollte – auch wegen ihrer Kriegserinnerungen – „nur nicht russisch werden, lieber hungern“.

Am Flughafen Tempelhof hatte Halvorsen eines Tages auch die Kinder entdeckt, die von Trümmerhäufen aus die Flugzeuge beobachteten. In einem Zeitungsinterview sagte er, er habe ihnen damals versprochen, Süßigkeiten hinter dem Rollfeld abzuwerfen. Als Erkennungszeichen wollte er mit den Flügeln seiner Maschine wackeln, was ihm den Namen „Onkel Wackelflügel“ einbrachte.

Dies soll jetzt alles Geschichte sein, und erste Gerüchte munkeln bereits, an Stelle des Tempelhofs, könnte schon bald, ein anderer, islamischer Tempel stehen.

PI-Artikel zum Tempelhof-Ende:

» Wowereit feiert Tempelhofs Todesstoß
»
“Ossis” versetzen Tempelhof den Todesstoß
» Morgen Tempelhof retten!




INSSAN gestoppt: Baugrundstück weggeschnappt

INSSAN, ein Arm der Muslimbruderschaft, wollte in Berlin-Charlottenburg einen Moschee-Komplex errichten (PI berichtete mehrfach). Mit der Begründung, dass der Bebauungsplan diesen nicht ermöglichen würde und eine Änderung mindestens ein Jahr dauern würde, lehnte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (Foto, CDU) gegen den erbitterten Widerstand fast des gesamten Bezirksamtes die Pläne des muslimischen Vereins ab. Jetzt wurde das Baugrundstück an Parteikollegen verkauft. Die taz wittert Verrat, INSSAN übt sich in Selbstmitleid.

Ein CDU-Mann schnappt einem islamischen Verein ein Grundstück vor der Nase weg – und verhindert so den Bau einer Moschee in Charlottenburg-Wilmersdorf. Purer Zufall? Sozialdemokraten und Grüne im Bezirk fordern Aufklärung.

Aufklärung? Wofür? Noch hat der Verkäufer das Recht, selbst zu entscheiden, wem er was verkauft. Er braucht weder die Grünen, noch die taz, noch die SPD zu fragen. Und er darf das sogar, wenn Moslems dann beleidigt sind

Welche Rolle der Beiersdorf AG, der das Grundstück vorher gehörte, bei dem Geschäft spielt, ist unklar. „Wir haben an die verkauft, die uns das beste Angebot gemacht haben“, sagt Unternehmenssprecherin Claudia Fasse. Imran Sagir widerspricht: „Wir hätten mehr bezahlt als 2,8 Millionen Euro.“ Er habe aber von dem Verkauf erst im nachhinein erfahren. „Beiersdorf hat nicht mit uns darüber gesprochen, ob wir mehr bieten wollen.“

Und wenn Beiersdorf will, darf Beiersdorf auch verschenken – sogar ohne Rücksprache mit Allah und INSSAN.

Mehr als ein Jahr lang hatte sich der muslimische Inssan-Verein vergeblich darum bemüht, vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf grünes Licht für den Bau einer Moschee zu bekommen. Im April schnappte ihm ein Käufer das gewünschte Grundstück vor der Nase weg. Die taz hat nun in Erfahrung gebracht, wer auf diese Weise den Moscheebau verhinderte: Hartmut Kalleja, Vorsitzender der CDU Hermsdorf, zahlte zusammen mit drei anderen Personen rund 2,8 Millionen Euro für das Grundstück.

Ein Geschäft mit einem schalen Beigeschmack: Hat die CDU die Inssan-Pläne torpediert, indem erst der CDU-Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler das Bauantragsverfahren verschleppte, bis einer seiner Parteifreunde das Grundstück kaufte?

Im Frühjahr 2007 hatte der muslimische Verein erstmalig beim Bezirk Interesse an einem Moscheebau angemeldet. Das Verfahren zog sich. Eine Bürgerinitiative machte unterdessen Stimmung gegen das Projekt. CDU-Stadtrat Gröhler kam nach längerer Prüfung zu dem Ergebnis, dass der Bebauungsplan eine Moschee auf dem Grundstück in der Kepplerstraße nicht erlaubt. Doch noch bevor die rot-grüne Mehrheit im Bezirksparlament die Möglichkeit hatte, den Plan zu ändern, war das Grundstück an einen der Öffentlichkeit damals Unbekannten verkauft.

Hat Gröhler das Verfahren mit Absicht verschleppt? Der Stadtrat war am Freitag im Urlaub und für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Im Mai hatte er sich jedoch im Bezirksparlament verteidigt: „Wir haben an der Stelle nichts verzögert.“ Es sei schließlich um eine Moschee mit Kulturzentrum, Kindergarten, sozialen Einrichtungen und Wohnungen gegangen. Das habe man nicht „mal irgendwie im Schnelldurchlauf genehmigen“ können. Das Bezirksamt habe jedenfalls alle vorgegebenen Fristen eingehalten, so der Stadtrat. „Das Verfahren hat länger gedauert als ursprünglich von Gröhler angekündigt“, hält allerdings der SPD-Bezirksverordnete Robert Wolf dagegen.

Dadurch konnte ein Christdemokrat zuschlagen: Grundstückskäufer Kalleja ist nicht nur Vorsitzender der CDU Hermsdorf, sondern auch Chef des CDU-Forums für Bau, Stadtplanung und Verkehr. Er gehört zudem zur Geschäftsleitung eines Ingenieurbüros. Das Grundstück erwarb er zusammen mit zwei Kollegen aus dem Büro und einer vierten Person. Auf eine taz-Anfrage, warum er das Grundstück kaufte und was er jetzt damit vorhat, reagierte er am Freitag nicht.

Politiker im Bezirk sind überrascht, dass sich ein CDU-Mann das Grundstück gesichert hat. „Das wirft Fragen auf“, sagte SPD-ler Wolf. Natürlich sei damit noch nichts bewiesen. „Aber das muss jetzt politisch aufgeklärt werden.“ René Wendt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bezirk, wird deutlicher: „Die CDU hat offenbar Vorbehalte gegen einen Moscheebau und weiß sich nicht anders zu helfen als das mit solchen Mitteln zu verhindern“, sagt er. Er will jetzt Akteneinsicht nehmen.

Was sind das denn für Mittel? Etwa illegale? Nein, aber es ist bezeichnend, wie die Linken sich für Verfassungefeinde stark machen.

Die Verfassungsfeinde selbst reagieren wie üblich, mit moslemischem Selbstmitleid.

Der Inssan-Vorsitzende Imran Sagir ist weniger überrascht. Er sagt, die ganze Sache sei „bezeichnend für den Umgang mit Muslimen“.

Uns kommen die Tränen.

Es sei fairer gewesen, wenn man offen gesagt hätte, dass man sie dort nicht haben wolle.

Wie offen noch?

(Spürnasen: berlinberlin und crashtest-dhimmi)




Kampf gegen Rechts™ als Wellnessprogramm

Michael KlonowskyMichael Klonovsky (Foto), Chef vom Dienst bei Focus, zeigt die Mechanismen der politisch-korrekten Feindbildverlagerung auf: Weil wir sonst keinen Feind mehr haben dürfen, stürzt man sich auf den, der von allen anerkannt als „böse“ gilt – den „Rechten“. So kann die Antifa in Köln zum fröhlichen Halali auf die Islamisierungsgegner blasen und dafür auch noch Lobeshymnen für ihre „Zivilcourage“ von den Medien ernten.

Hier Klonovskys erstklassiger Kommentar im Deutschlandradio:

Ein Gutteil des vermeintlichen Kampfes gegen „rechts“ ist nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für seine Betreiber. Gegen „rechts“ zu kämpfen, schafft definitiv ein gutes Gefühl. Schließlich weiß man ja heutzutage nicht mehr so genau, wofür und wogegen man zu sein hat, die Globalisierung ist zu anonym, George Bush oder Sarah Palin sind zu weit weg, die Klimakatastrophe ist unzuverlässig, Hitler letztlich nun doch irgendwie tot, und die Mülltrennung allein bringt das emotionale Gleichgewicht auch nicht ins Lot – also engagiert man sich gegen „rechts“.

Vom Mitte-links-Politiker bis zum Hausbesetzer, von der alternden TV-Diva bis zum Moderator, vom Gewerkschaftsfunktionär bis zum Fußballprofi: Man warnt vor den Rechten und ihren Rucken, rockt gegen „rechts“, zeigt Gesicht gegen „rechts“ und meint damit so ziemlich alles Böse auf der Welt.

Mancher, der die fröhlichen Jagdszenen auf Teilnehmer des sogenannten Anti-Islamisierungskongresses in Köln gesehen hat, die lustvoll empörten Gesichter derjenigen, die den autonomen Mob beim Steinewerfen und Prügeln anfeuerten, fühlte sich an Bilder von amüsierten Menschenmengen erinnert, die während der chinesischen Kulturrevolution Prozessionen von „Rechtsabweichlern“ flankierten, oder die 1938 in Wien zusahen, wie Juden die Straße schrubben mussten: das gleiche herdenhafte Wohlbehagen, die gleiche angemaßte Rechtschaffenheit, das gleiche restlos gute Gewissen.

Von Letzterem zeugte auch das Vokabular, welches die politischen Redner wählten: „Nazidreck“, „verfaulte Clique“, „braune Exkremente“, „Pest“. Und dass eine TV-Reporterin versehentlich das Horst-Wessel-Lied zitierte – „gegen die Rechten“, sprudelte es aus ihr, seien in Köln „die Reihen fest geschlossen“ gewesen – rundet die Assoziation feinstens ab: Die Volksgemeinschaft formiert sich zur Bekämpfung der Volksgemeinschaft. Dass hier diverse Grundrechte verletzt wurden, zum Beispiel jenes auf Versammlungsfreiheit – wen schert das noch bei so viel Gruppenseligkeit?

„Gott ist widerlegt, der Teufel nicht“, heißt eine Notiz aus dem Nachlass von Friedrich Nietzsche. Wenn wir schon keinen Gott mehr haben, dann muss es wenigstens den Teufel geben. Und einer muss ihn verkörpern. Diese Gesellschaft wird von nahezu nichts mehr zusammengehalten, sie braucht einen kleinsten gemeinsamen Nenner des zu Verabscheuenden, zu Bekämpfenden. Vor allem dafür steht der „Kampf gegen rechts“. Es ist ein Kampf gegen einen angeblich die Gesellschaft als solche bedrohenden, aber in Wirklichkeit schwer greifbaren Gegner. Die meisten, die sich dabei hervortun, haben ja noch nie einen Rechten, geschweige einen veritablen Neonazi gesehen. Das Risiko, sich bei diesem Kampf eine Beule zu holen, tendiert also erfreulich gegen Null, während die Lorbeeren garantiert sind.

Jährlich gibt der Bund 24 Millionen Euro für Projekte gegen Rechtsextremismus aus. Zwischen 2001 und 2006 habe die Bundesregierung mit fast 200 Millionen Euro „Initiativen gegen rechts“ gefördert, meldete der „Spiegel“ vor zwei Jahren und ergänzte – Zitat: „Weitere Millionen stehen bereit – obwohl keiner weiß, was die bisherigen Projekte genützt haben.“ Nun, womöglich ist tatsächlich der eine oder andere Skinhead resozialisiert worden, aber eines haben die Projekte mit Sicherheit bewirkt: Sie haben ihren Betreibern ein gutes Gefühl verschafft. Und da viele Linke und Linksextreme, die sich gegen „rechts“ produzieren, sonst dem Staat direkt auf der Tasche liegen würden, darf zudem von ABM-Maßnahmen gesprochen werden.

Zum Kampf gegen „rechts“ gehört, dass rechts, rechtsradikal und rechtsextrem als dasselbe zu gelten haben. Wenn alle Kämpfer gegen „rechts“ auf echte Neonazis verteilt würden, sie müssten busladungsweise bei jedem Einzelnen anreisen. Aber um die tatsächlichen Neonazis kümmern sich ja die wenigsten davon. Tatsächliche Neonazis sind nicht nur selten, sondern intellektuell viel zu unterbelichtet und unappetitlich, aus einer Distanzierung von denen lässt sich wenig moralisches Kapital schlagen, und außerdem ist der Direktkontakt nicht ungefährlich. Lieber kämpft man symbolisch gegen ihre „Hintermänner“, gegen den vermeintlichen „Extremismus der Mitte“, den „Stammtisch“ und ähnliche Windmühlen. „Wie begierig der Mainstream das rechtsradikale Rinnsal zu vergrößern sucht“, konnte sich bereits 1993 der Dichter Botho Strauß wundern, und prompt wurde Strauß dann vom Mainstream dem Rinnsal zugeschlagen. So wird aus einem Polizeiproblem am Rande der Gesellschaft ein Problem der Gesellschaft schlechthin, für das jeder haftet.

Der Kampf gegen „rechts“ wird an Dringlichkeit zulegen, je mehr Linksparteiler in den Parlamenten sitzen. In Wirklichkeit richtet er sich längst auch gegen jede Art von Konservatismus und bürgerlicher Mitte und treibt sogar die CDU vor sich her – die folglich auch selber schon brav gegen „rechts“ kämpft. Wer will schließlich schon zum Abschuss freigegeben sein?

» klonovsky@gmx.de

(Spürnasen: punctum und esemudeo)




Frau Ponto gibt Bundesverdienstkreuz zurück

Die Witwe des von den Terroristen der Baader Meinhof-Bande ermordeten Bankiers Jürgen Ponto gibt das ihr für ihr soziales Engagement verliehene Bundesverdienstkreuz an Bundespräsident Köhler zurück. Sie protestiert damit gegen die unsägliche Demütigung, die ihr und ihrer Familie durch den tendenziösen Terrorwerbefilm „Der Baader Meinhof Komplex“ zugemutet wird. Wochenlang wurde die historisch entstellte Ermordung ihres Mannes vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das den Schundfilm mit GEZ Zwangsgeldern finanzierte, als Werbetrailer wieder und wieder in reißerischer Weise ausgestrahlt. Die Familien der Opfer wurden weder um Erlaubnis noch um Stellungnahmen zu den tatsächlichen Vorgängen gefragt.

Welt-online bringt jetzt ein erschütterndes und ausführliches Interview mit der Tochter des Ermordeten. Das Interview führt Bettina Röhl, selbst Tochter der Terroristin Ulrike Meinhof. Frau Röhl gehört zu den wenigen unmittelbaren Zeitzeugen aus dem Umfeld der Terroristen, die sich mit großem Mut zu einer schonungslosen Aufarbeitung der Verbrechen ihrer 68er-Elterngeneration entschlossen hat.

Das Welt Interview: „RAF-Film verletzt Menschenwürde

Seit fast vier Wochen wird der neue RAF-Film in den Medien beworben. Seit 14 Tagen läuft er in den Kinos. Nun hat sich Frau Corinna Ponto, die Tochter des 1977 ermordeten Dresdner Bankchefs Jürgen Ponto, den Film angesehen und ist entsetzt. Ihrer Mutter, Ignes Ponto, reichten bereits die Werbetrailer, die die Erschießung ihres Mannes immer wieder auf allen Kanälen im Fernsehen zeigten, um zu einem Entschluss zu kommen. Gestern hat Ignes Ponto das ihr einst für Jugendarbeit verliehene Bundesverdienstkreuz demonstrativ an diesen Staat, an den Bundespräsidenten, zurück gegeben. Corinna Ponto erklärt exklusiv in diesem Interview, warum sie und ihre Familie sich jetzt öffentlich äußern und warum sie sich als Familie im Kern ihrer Menschenwürde getroffen fühlen. Das Interview führte Bettina Röhl.

Bettina Röhl: Sehr geehrte Frau Ponto, lassen Sie mich ganz schnörkellos fragen: Wie oft haben Sie Ihren Vater, Jürgen Ponto, im Film „Der Baader-Meinhof-Komplex“ in den letzten Wochen im deutschen Fernsehen sterben sehen, bzw. gesehen, wie er erschossen wird?

Corinna Ponto: Meine erste Begegnung mit dieser Szene war, als ich am 15. September spätabends die Sendung „Bei Beckmann“ sah, in der die US-Schauspielerin Shirley McLaine kurz nach der gezeigten Szene der Ermordung meines Vaters Zweifel äußerte, ob die gezeigten RAF-Opfer „wirklich nur Opfer waren“. Beckmann fiel ihr, lapidar überleitend, ins Wort: „ Ja, sie sind Opfer, also, es sind viele Opfer dabei gewesen, die wirklich dafür nichts konnten, wenn ich an die Entführung der Landshut denke … und dann führte er aus, dass die Schauspielerin Nadja Uhl in zwei unterschiedlichen Filmen einmal eine RAF-Täterin und eine Überlebende der Landshut-Entführung spielt. Genauso wie im Film, in dem mein Vater nur zu dem Zweck ermordet wird, damit die Täter durch ihre Tat präsentiert werden können, wurde in dieser Talkshow verfahren. Die Filmszene wurde in voller Länge nur deshalb gezeigt, um eine Schauspielerin zu fragen, wie sie sich fühlt die Mörderin zu spielen. Und keiner fragte, wie sich die Familie fühlt, die die Ermordung ihres Mannes und Vaters auf diese Weise das erste Mal im Fernsehen zu sehen bekommt, mit dem Wissen, dass Millionen andere Menschen diese Szene gleichzeitig sehen. Das war wirklich entsetzlich.

Bettina Röhl: Sie sind also, wenn ich es so hart ausdrücken darf wie es ist, über das öffentlich-rechtliche Fernsehen „informiert“ worden, wie die Ermordung Ihres Vaters, Jürgen Ponto, filmisch umgesetzt wurde.

Corinna Ponto: Dieses erste Mal konnte ich bei der Szene selbst noch rechtzeitig den Blick abwenden, hörte aber noch die ganze grausame Tonspur. Tags darauf musste ich zusätzlich für mich eine neue Begegnung mit deutscher Fernsehwirklichkeit machen. Um 20.11 Uhr sendete der Kooperationspartner des Films, die ARD, in der Tagesschau dieselbe Szene, quasi als Nachricht verpackt. Tatsächlich war es eine Marketingmaßnahme – eine Symbiose zwischen Nachrichtsendung und Spielfilmwerbung, die ich bis dahin nicht kannte.

Bettina Röhl: In der ARD wurde kürzlich sogar ein Film über den Film ausgestrahlt, in dem sich Edel, Eichinger, Aust und die Schauspieler nach allen Regeln der Kunst spreizen. Die Ermordung von Jürgen Ponto durch die RAF ist jedenfalls in den vergangenen Wochen unendlich häufig sogar auch als Werbung über die Bildschirme geflimmert und im Internet sogar als Anklick-Trailer über hunderte von Medien verbreitet worden.

Corinna Ponto: Richtig hingesehen habe ich erst vor zehn Tagen. Da wir nicht zu dem auserwählten vorinformierten Kreis gehörten, der den Film vor dem Kinostart sehen durften, habe ich mir nach dem offiziellen Start eine Kinokarte gekauft. Deswegen kann ich mich auch jetzt erst zu dem Film äußern. Ich war, ehrlich gesagt, noch entsetzter von dem Film, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte befürchtet, die Gewaltszenen würden mich martern, aber es war etwas Anderes, zusätzlich bestürzend: Die geschickt versteckte, doch latent vorhandene Grundpsychologie: Hier die Charakter- und Rollen-Studien der Terroristen und dort die klischee-, karikaturnahen Opfer-Darstellungen. Das war der wirkliche Schock. Und eine Furcht kommt dazu: Genau dieses Muster pubertierenden Schulkindern als Geschichtsdarbietung zu präsentieren, wie es die Filmfirma vorhat und auf ihrer Website anbietet. Ich habe zwei Kinder, die zur Schule gehen. Und ich möchte nicht, dass meine Kinder sich über die Ermordung ihres Großvaters auf der Basis eines solchen verfälschenden Filmes, der auch noch angereichert ist mit überfordernden Gewaltexzessen, mit ihren Schulkameraden auseinander setzen müssen.

Bettina Röhl: Wie hat Ihre Mutter die letzten Wochen der permanenten Medienpräsenz des RAF-Films, seiner Macher und der Schauspieler erlebt?

Corinna Ponto: Meine Mutter Ignes Ponto, sie ist 79 Jahre alt, erlebte sprachlos die mehrfach verantwortungslos verfälschte, öffentlich dargebotene filmische Hinrichtung ihres Mannes in vielen verschiedenen Programmen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Ihr und uns, einschließlich der noch sehr jungen Familienmitglieder, wurde zugemutet, als unvorbereitete Zuschauer die Szene dieses filmisch inszenierten Attentats ertragen zu müssen – als Vermarktungs-Thriller, unkommentiert, sogar hin und wieder angeregt angekündigt unter dem Motto „Let´s go Oscar!“.

Bettina Röhl: Die Filmemacher rühmen auf vielen Kanälen gleichzeitig ihre besondere Detailtreue und die von ihnen gelieferte Authentizität.

Corinna Ponto: Da müssen wir vehement widersprechen. An der Darstellung unserer Geschichte ist so gut wie alles falsch! Während man sich anderswo bis zu korrekten Fahrzeug-Kennzeichen zu den historischen Details bekennt, verfährt man in dieser Szene frei nach Phantasie, was Haus, Interieur und Geschehen angeht. Von dem RAF-Attentat auf meinen Vater gab es bisher keine Bilder. Das war für uns immer ein gewisser Trost und auch ein Schutz. Diese falsche Überschreitung der Film-Version ins Private empfinde ich als besondere Perfidie.

Bettina Röhl: Dafür sind die Filmemacher verantwortlich, aber sicher ist dafür auch die notorische öffentliche Fehlverarbeitung der RAF mit ursächlich …

Corinna Ponto: … und für diese Überschreitungen sind natürlich auch Politiker in den Medienräten der Fernsehanstalten zuständig. Nach jahrelangen Erfahrungen mit der Aufarbeitung der RAF-Thematik, die inzwischen für mich mindestens so interessant ist wie das Thema selbst, wurde ein neuer Umgang mit den Opfern „gefunden“: Vom ewigen Verdrängungsobjekt zum Nutzungsobjekt, ehrlich gesagt, eine noch schlimmere Variante.

Bettina Röhl: Ihre Mutter hat jetzt einen großen Schritt getan. Sie hat das ihr 1988 verliehene Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. Eine so hohe Auszeichnung gibt man nur zurück, wenn man einen wichtigen Grund dafür hat.

Corinna Ponto: Das ist richtig. Unterschiedliche Gefühle und auch Erkenntnisse der letzten Wochen haben dazu geführt. Der Hauptgrund ist, dass meine Mutter seit dem Tod ihres Mannes zwar gewohnt ist, mit Verletzungen durch die Öffentlichkeit und deren Umgang mit der RAF umzugehen, dass jetzt aber eine neue Stufe der öffentlichen Demütigungen hinzugekommen ist. Hier werden die Menschenwürde meiner Mutter und der ganzen Familie in ihrem Kern getroffen sowie Pietät und Andenken eines Toten in geschmacklosester Weise verletzt. Darüber ist sie so empört, dass sie nur mit dieser Geste ihren Protest zeigen kann.
Seit Jahrzehnten vermag dieser Staat nicht, den Opfern des nationalen Terrorismus (RAF), wie ich das Phänomen nenne, eine Gedenktafel zu widmen. Statt Aufklärung in wirklich bemühter Weise zu betreiben, wozu zum Beispiel eine genaue historische Erforschung des von der DDR unterstützten Terrorismus und die Öffnung von Akten gehört, teilfinanziert dieser Staat mittels der von ihm gebildeten Institutionen, zum Beispiel der öffentlich-rechtlichen Anstalten und durch den von Staatsminister Neumann gegründeten „Film Förder Fonds“, diesen trickreich unhistorischen und gefährlich auch zur Gewalt verführenden Film und fördert ihn damit auch ideell.

Bettina Röhl: Was war Grund und Anlass für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Ihre Mutter?

Corinna Ponto: Meine Mutter hat 1988 das Bundesverdienstkreuz u. a. für die Gründung und Begleitung der „Bundesbegegnung Schulen musizieren“ im Zusammenwirken mit dem Schulmusik-Lehrerverband erhalten. Da sie massive Einwände hat, diesen Film gerade Schulen für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, ist ihr dieser Akt der Rückgabe ihres Bundesverdienstkreuzes sehr wichtig. Unverantwortlich ist es eben, dass der Film als „besonders wertvoll“ eingeordnet und „ab 12 Jahren freigegeben“ wurde, indessen Constantin die Verwendung für Schüler ab 15 Jahren empfiehlt. Mit diesem Signal kann meine Mutter auch nicht warten bis die ersten Filmpreise verliehen und durch Innenminister oder Ministerpräsidenten überreicht werden. Ich unterstütze diesen Entschluss meiner Mutter, und er berührt mich sehr, denn es stehen sich zwei Positionen gegenüber: mehrere Herren und Damen, die in einem Kapitalismus-Tanz pur um Ehrungen und Geldpreise für diesen Film ringen und auf der anderen Seite eine einzelne Persönlichkeit, die ihre für jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit erhaltene hohe Auszeichnung zurückgibt. Sie hat auch nur diese eine moralische Möglichkeit, Haltung zu zeigen, denn es gab nie eine Lobby, Anwälte oder Historiker an unserer Seite.

Bettina Röhl: … und die Massenbewegung, die die RAF getragen hat, hat deren Opfer immer als eine Nebensächlichkeit verachtet und ihrer schizophrener Weise gleichzeitig mit „klammheimlicher Freude“ gedacht. Ich denke an die damalige Äußerung von Joschka Fischer über die Ermordung von Siegfried Buback, Jürgen Ponto und Hanns Martin Schleyer, dass ihm bei diesen „drei Herren“ keine „rechte Trauer“ kommen könne … und nun kommt der Film und ihm kommt auch keine rechte Trauer. Und so sind wohl auch die Bilder, die Ihre Familie betreffen, von drei Alt-68ern, die nicht über den Tellerrand ihrer eigenen Biographien hinweg schauen können, inszeniert worden.

Corinna Ponto: Der Film beschönigt nichts“ – so hieß es allenthalben. Das sehen wir speziell für „unsere Szene“ konträr anders. An unserer Szene ist, wie ich bereits sagte, fast alles falsch! Exaktheit und Phantasie werden in diesem Film unklar verteilt: Geschichtlich sehen wir ein Berlin ohne Mauer und ein Deutschland ohne DDR. Wenn es aber um die dargestellte Umgebung der Terroristen geht, wurde genau recherchiert; so wurden die Klo-Schüsseln im Stammheimer Gefängnis originalgetreu rekonstruiert oder wieder verwendet. Stammheimer Prozess-Tonbänder wurden von den Schauspielern 200 Mal als historisches Material angehört, um möglichst den authentischen Ton zu treffen. Bei den Umständen des 30. Juli 1977 hingegen beruft man sich auf die spielfilmbezogene „künstlerische Freiheit“, vermutlich auch als juristische Absicherung.

Bettina Röhl: Worin bestehen die historischen, tatsächlichen Fehler genau?

Corinna Ponto: Die vier verantwortungslosesten Fehler sind: Erstens: Meine Mutter saß nicht, wie im Film dargestellt, ladylike und unbeteiligt während des Attentates auf der Terrasse, sondern sie saß im ziemlich abgedunkelten Raum erstarrt am Telefon, sieben Meter von ihrem Mann entfernt, als er erschossen wurde. Sie wurde also zu einer direkten Zeugin der Mordtat. Wäre diese korrekte Darstellung eine allzu parteiergreifende Emotionalisierung gewesen? Stellen Sie sich bitte einen Film über das Attentat auf Kennedy vor, und Jackie Kennedy säße in einem folgenden Begleitfahrzeug. Ginge dies auch als künstlerische Freiheit durch?
Der zweite schwerwiegende Fehler ist die verniedlichende, fast verspielte Darstellung der Susanne Albrecht – eine komplette Fehlbesetzung. Die damals 27 Jahre alte, groß gewachsene Susanne Albrecht hatte zu der Zeit einen athletisch gut trainierten, braun gebrannten Körper, wahrscheinlich von Ausbildungscamps gekräftigt; die Backen und Augenlider waren drogen-geschwollen; sie hatte an dem Tag eine fast perückenartige Lockenfrisur. Sie sprach und bewegte sich sehr schnell. Und essentiell wichtig, um ihre Tat korrekt einschätzen zu können: es fehlen im Film ihre beiden vorbereitenden Spionagebesuche inklusive Übernachtung in den zwei Monaten zuvor, bei denen ich sie selbst erlebt habe. Übrigens fehlt im Film auch der nach der Ermordung meines Vaters am 30. 7. 1977 erfolgte, bis heute unaufgeklärte Sprengstoffanschlag am 5. August im bewachten Garten.
Dritter Fehler: Brigitte Mohnhaupt trug, passend zum Kostüm, ein gelbes Rundum-Kopftuch, aus dem keine einzige Haarspitze hervorkam. Auch hier ein Beispiel für gravierende Beschönigung. Denn nur mit Haarband und voller Haarpracht konnte man natürlich die Figur der Terror-Barbie Mohnhaupt im Film so sexy entwickeln. Das Kopftuch war aber der Grund, weshalb meine Mutter und auch zweite Zeuge, Herr M., die Täterin Mohnhaupt zunächst nicht identifizieren konnten.

Bettina Röhl: Was war der vierte Fehler?

Corinna Ponto: Der wohl unverzeihlichste Fehler ist die Darstellung des Todes meines Vaters selbst. Es war ein lautloser, fast geräuschloser, unheimlich stiller Tod, denn die Pistolen hatten Schalldämpfer, und es ging alles sehr schnell. Das lärmende Knallen der Pistolen, das ausgekostete Röcheln und der brutalisierte Todeskampf sind von der Regie erfunden worden.

Bettina Röhl: Der Film zeigt kurz einen mit Ach und Krach halbwegs nett dargestellten Jürgen Ponto, der aber keine Rolle hat und nur auftritt, um ermordet zu werden …

Corinna Ponto: Ja, und Tränen und Schmerz gibt es natürlich nur bei Susanne Albrecht, auf deren Person dann der Film das Mitgefühl des Zuschauers lenkt …

Bettina Röhl: Eine der dramatischsten Szenen des ganzen Films. Der Zuschauer erlebt in der Tat, wie sich Albrecht (gespielt von der Schauspielerin Hannah Herzsprung) vor Schuldgefühlen windet, heult und schreit. Die Filmemacher zocken das Mitleid des Zuschauers zu Gunsten der Terroristin …

Corinna Ponto: … wie auch in verschiedenen anderen Szenen ausnahmslos Verzweiflung, Trauer und Schmerz bei den Tätern gezeigt werden. Bei den Opfern werden sie stets weggelassen, weg geschnitten. Es gilt: Alles für die Cuts.
Makaber ist im Film auch der erschrockene Sekundenblick der Darstellerin meiner Mutter nach dem Attentat, der herüberkommt nach dem Motto: „Oh, die Kaffeekanne ist umgefallen!“ Ich könnte mit dieser Aufzählung noch essayhaft lange weiter sprechen – wir brechen hier jetzt einmal ab.

Bettina Röhl: Uli Edel sagte neulich im Fernsehen, dass er versucht hat, alles nach der Zeugin Frau Ponto, Ihrer Mutter, allerdings nach Aktenlage, zu rekonstruieren, dass er aber, was die Täterseite anbelangt, sich nicht auf die Akten beschränkt hat, sondern Gespräche mit den Ex-Terroristen geführt hat. Haben sich die Filmmacher nie mit Ihnen in Verbindung gesetzt?

Corinna Ponto: Nein, es gab nur einen unbeholfenen, unprofessionellen Versuch, der sofort im Sande verlief; vermutlich aus dem Grund, wie Herr Aust wörtlich sagte, die Darstellung dieser Szenen „müssten wir uns schon selber zutrauen“. Und, wie Regisseur Edel bemerkte: „Die Opfer seien nicht so interessant, weil sie ja nur aus ihren normalen Leben gefallen sind“. Ich unterstelle jedenfalls den Profis Aust, Edel und Eichinger, dass sie dies alles genau so gewollt haben. So wie ich Chronist Aust unterstelle, dass er bei all den Badeszenen eine sehr wichtige weglässt: Nämlich das erfrischende Baden und Gitarrenspiel von Teilen der RAF in der ersten August-Hälfte 1977 auf einer kleinen griechischen Insel nördlich von Kalymnos zur Erholung vom Morden am 30. Juli und zur Vorbereitung der Entführung Hanns-Martin Schleyers.

Bettina Röhl: Wenn jemand leicht fahrlässig einen Verkehrsunfall verursacht und dabei der Ernährer einer Familie zu Tode kommt, kann es zu Schadenersatzverpflichtungen zu Gunsten Familie kommen. Haben die Terroristen Ihrer Familie je einen finanziellen Schadenersatz gezahlt?

Corinna Ponto: Diese Frage wurde überhaupt noch nie aufgeworfen.

Bettina Röhl: Was würden Sie sich wünschen, was ist Ihr Anliegen?

Corinna Ponto: Zunächst einmal ist es unsere Verpflichtung, uns zu äußern, denn sonst würde das große Missverständnis entstehen: Wer schweigt, stimmt zu. Ich möchte, dass dieser Film mit anderem, geschärftem Blick gesehen wird. Er ist kein Beitrag zur Aufklärung und Aufarbeitung des RAF-Terrorismus, sondern ein Spiel- und Unterhaltungsfilm, auf Kosten der historischen Fakten. Zudem kann man nicht den nationalen Terrorismus der RAF auf Baader, Meinhof & Co verengen und die Geschichte auf zehn Jahre ab 1967 reduzieren; das ist eine Respektlosigkeit den vielen anderen Opfern gegenüber und ja auch ein bekannter Mangel der Vorlage, Stefan Austs Buch.
Filmhistoriker, Soziologen, Psychologen sollten diesen Film, auch unter den oben genannten Aspekten, genau analysieren. Dazu gehören auch die ästhetische Analyse und die Untersuchung der hier besonders aufschlussreich tendenziell, sprich zu Gunsten der Täter, verwendeten Musik.

Bettina Röhl: Warum greifen Sie die Filmszene, die Ihre Familie betrifft nicht gerichtlich an?

Corinna Ponto: Als Privatperson ist es einem nicht zuzumuten gegen einen solchen Film, der von den größten Medienanstalten Deutschlands und natürlich auch von vielen Zeitungen und Zeitschriften mit redaktioneller Werbung so einzigartig beworben wird, wie es für diesen Film geschieht, gerichtlich vorzugehen. Um hier das eigene Persönlichkeitsrecht durchzusetzen, müsste man vor Gerichte ziehen, die im Zweifel vom selben Zeitgeist gefangen sind.

Bettina Röhl: Nach dem der Film vom Steuer- und Rundfunkgebühren-Zahler im Wesentlichen bezahlt wurde, sehen Sie die Intendanten und die Politiker in der Pflicht jetzt zu handeln? Ich meine, es ist ja nie zu spät etwas richtig zu stellen.

Corinna Ponto: Im Grunde genommen haben Sie recht, aber so stark fühlen wir uns nicht. Gleichwohl wollten wir jetzt etwas tun, und meine Mutter hat jetzt ein Signal gesetzt.

Das Schlimmste an der Geschichte: Die rote Nachgeburt des Terrors, die, die damals zu feige waren selbst zu morden, aber mit feuchten Händen den sadistischen Mördern die Daumen drückten, sitzen jetzt in Parlamenten, Medien und Regierungen. Und der Dreck maßt sich an zu entscheiden, wem in Deutschland noch Grundrechte zu gewähren sind.

Das Foto oben zeigt das unseres Wissens einzige „Denkmal“ für Opfer des 68er-Terrors in Deutschland: Ein allmählich zuwucherndes Holzkreuz mit den aus Zeitungen ausgeschnittenen Bildern von Hanns-Martin Schleyer und seinen Begleitern in der Friedrich-Schmidt-Straße in Köln, wo der später ermordete Arbeitgeberpräsident entführt und seine Begleiter kaltblütig hingerichtet wurden.

Wenn Sie Ihre Meinung an berufener Stelle kund tun möchten, empfehlen wir den verantwortlichen ARD-Vorsitzenden, den Intendanten des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, als Ansprechpartner:

Fritz Raff
Funkhaus Halberg
Saarbrücken
Tel.: 0681-6022000
Fax: 0681-6022056
fraff@sr-online.de

(Spürnase: Thomas D.)




Bernd Eichinger fasziniert von RAF-Terroristen

Bernd EichingerDa können wir uns ja am 25. September zum Kinostart des Films „Der Baader Meinhof Komplex“ auf einiges gefasst machen, wenn im Vorfeld schon dessen Regisseur, Alt68er Bernd Eichinger, im Zusammenhang mit der damaligen Mörderbande von Faszination, Glamour, Intellektuellen und Charisma spricht.

Die Vorstellung, so Eichinger, dass zu RAF-Zeiten Menschen „mit all ihrer Kraft, ihrer Fantasie und mit ihrem großen Talent ihr Leben verloren haben, diese fehlgeleitete Energie“ – das alles habe ihm „schwer zu schaffen“ und „sehr traurig“ gemacht.

Die Süddeutsche schreibt:

Die Arbeit am Drehbuch zu seinem neuen Film «Der Baader Meinhof Komplex» hat Bernd Eichinger schwer zu schaffen gemacht. «Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieser Film so mitnehmen, so angreifen würde», sagte der Produzent dem «Playboy».

Die Vorstellung, dass zu RAF-Zeiten Menschen «mit all ihrer Kraft, ihrer Fantasie und mit ihrem großen Talent ihr Leben verloren haben, diese fehlgeleitete Energie» – das alles habe ihn plötzlich sehr traurig gemacht. «Ich hatte damit schwer zu kämpfen, bin in eine regelrechte Depression verfallen», sagte der 59-Jährige.

«Der Baader Meinhof Komplex», der am 25. September in den Kinos startet, zeigt die RAF-Terroristen als charismatische Popstars, die coole Sonnenbrillen tragen, schnelle Autos fahren und freizügig lieben. Eichinger möchte jedoch diese Darstellung nicht als glamourös bezeichnen: «Das ist kein Glamour, „Glamour“ ist ein neues Wort. Aber wir müssen von Faszination reden. Schließlich waren die Intellektuellen und alle möglichen Leute charismatisiert von diesen Menschen. Das ist ein Teil der Wahrheit, und die muss der Film zeigen, sonst taugt er nichts.»

Wie mag den Angehörigen von Hanns Martin Schleyer, Jürgen Ponto, Karl-Heinz Beckurts, Gerold von Braunmühl, Alfred Herrhausen, Detlev Karsten Rohwedder und den vielen anderen RAF-Terror-Opfern zumute sein, wenn deren feige Mörder posthum als großartige faszinierende Persönlichkeiten, die eben nur „etwas fehlgeleitet wurden“, dargestellt werden?

» Bettina Röhl zum Kultstatus der RAF




Türke entwaffnet Polizisten: Verfahren eingestellt

Ein 23-jähriger bereits Polizei bekannter Türke randalierte in Duisdorf bei Bonn in einer Disco, wurde deshalb raus geworfen und tobte draußen weiter. Er demolierte ein Taxi und verletzte – angefeuert von anderen türkischen Disco-Besuchern – einen Polizisten. Daraufhin entwaffnete „Ali Z.“ einen der Beamten. Insgesamt waren sieben Streifenwagenbesatzungen nötig, um den Rasenden zu bändigen.

Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und gefährlicher Körperverletzung stand „Ali“ jetzt vor Gericht und wieder zeigte die Justiz Härte. Der Richter stellte das Verfahren gegen Zahlung einer geringen Geldbuße ein.

Natürlich ist das wieder nur ein “Einzelfall”, denn normaler Weise sind unsere ausländischen Mitbürger gerade in Duisdorf besonders nett. Dort liegt nämlich ebenfalls (laut Polizeiauskunft) die durch Ausländer begangenen Straftaten-Quote über 70 Prozent! (…) Er zettelte -völlig ohne Grund- mit einem Taxifahrer den nächsten Streit an und trat dem Auto mit einem “Karate-Sprung” das Taxischild ab. Fast noch mehr schockierend: “Der Kölner Express” bezeichnet diese kriminelle Handlung in einem Bericht über den Sachverhalt als “sportliche Leistung”!

Aber nicht nur der “Kölner Express” und ins Besondere “Express.de” klatschen dem Türken Beifall:

Denn als eine alarmierte Besatzung von zwei Streifenwagen alleine nicht mit dem Randalierer fertig wurde und ein Beamter sogar eine Distorsion an der rechten Schulter und eine Verletzung am Handgelenk erlitt, sodass er zwei Monate krankgeschrieben war, wurde der Randalierer auch noch von gröhlenden Disco-Gästen -die meisten davon selbst Türken- angefeuert!

Da traute sich der junge Türke dann erst richtig und riss einem Polizisten die Dienstwaffe samt Holster ab!

„…Für die Beamten eine lebensbedrohliche Situation…”, so Nebenkläger Anwalt Nebenkläger-Anwalt Christoph Arnold, der jetzt die Polizeibeamten vor Gericht gegen den Türken vertritt.

Nachdem dann 7 Polizeistreifen den Randalierer überwältigt hatten und auch die Dienstwaffe wieder gefunden werden konnte, kam jetzt etwas, was noch viel schlimmer ist, als der ganze Vorfall:

Der 23jährige Türke stand jetzt wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht und man kann es sich gar nicht vorstellen, aber es ist dennoch war:

Richter Nicolaus Alvino stellte das Verfahren ein. Der Türke muss dem verletzten Polizisten lediglich 1500 Euro als Schmerzensgeld bezahlen. Natürlich wird Ratenzahlung gestattet!

Da muss man sich doch tatsächlich fragen: Ist das pure Absicht, dass man ausländische Straftäter weiterhin ohne jegliche Bestrafung derartige Straftaten begehen lässt?

Es scheint so und den Damen und Herren beim Kölner Express sei gesagt: Mal sahen, ob Ihr auch noch von “sportlicher Leistung” sprecht, wenn Euch der “Karate-Sprung” ins Gesicht trifft! Sie geben mit derartigen Aussagen doch noch geistigen Beistand und Unterstützung für solche Täter und derart verantwortungslose und ungerechte Urteile!

Der Kölner OB Schramma hat Recht: Türken können sich hier sicher fühlen.

(Spürnase: Steve B.)




Auch Schlumpfhausen, bitte sehr!

Ganz Europa unterwirft sich dem Islam. Ganz Europa? Jawoll, ganz Europa. Sogar Schlumpfhausen bekommt eine Moschee und betet gen Mekka. In Sachen Unterwerfung kennen die Muslime kein Pardon. Um den „Erwartungen und Ansprüchen (!)“ des rechtgeleiteten Publikums zu entsprechen, wagen die Türkei und andere islamische Staaten schon einen Blick in die Zukunft Europas.

Aus dem Focus:

Einige islamische Länder haben die Folgen der Zeichentrickserie den Geboten des Korans entsprechend synchronisiert, darunter die Türkei. Die Sirinler genannten Schlümpfe sind dort zwar schon seit 1981 im Programm, doch auf den islamischen Kanälen des Landes – via Satellit auch in Deutschland zu empfangen – ist der Inhalt der Trickfilmreihe nun „den religiösen Erwartungen und Ansprüchen des Zuschauers angepasst.“ So ist laut einem Bericht der Deutschen Welle aus Papa Schlumpf ein beispielhafter Gläubiger geworden, der seine Religion praktiziert: Er geht freitags in die Moschee beten. Auch der arglose „Gute-Nacht“-Wunsch musste dran glauben. Der neue heißt: „Allah rahatl?k versin“ – „Allah soll eine gute Nacht bescheren“.

Der neuen Religiosität fielen auch die fröhlichen Schlumpf-Lieder zum Opfer. Das „La-la-la“ wurde durch „La ilahe illallah“ ersetzt, einen Teil des islamischen Gebets: „Es gibt keinen Gott außer Allah“. Auch die Formel „Allahü ekber“ ist zu hören, „Allah ist groß“. Außerdem soll Papa Schlumpf laut Internet-Foren seine Schlumpfine aufgefordert haben, sich „zu bedecken“, also ein Kopftuch zu tragen. Auf die Frage von Papa Schlumpf, was denn heute Gutes getan worden sei, sei die Antwort gewesen: „Im Koran gelesen“.

(Spürnasen: Cut Here, Verklagekasper)




„Koscherer Antisemitismus“ in Deutschland

Die Erste Runde im Ringkampf zwischen dem renommierten deutsch-jüdischen Kolumnisten Henryk M. Broder und der hardcore- antizionistischen Israel-Kritikerin Evelyn Hecht-Galinski – auch sie eine Jüdin – ist eingeläutet. Der Kampf geht darum, ob Broder schreiben darf, dass die Aussagen von Hecht-Galinski antisemitisch sind.

Die Jerusalem Post berichtet, Broder habe in einem offenen Brief an die Direktorin des Westdeutschen Rundfunks, Monika Piel, Hecht-Galinski erwähnt und über sie geschrieben,

„antisemitische, antizionistische Statements sind ihre Spezialität.“

Das Radio-Programm Hallo Ü-Wagen des Westdeutschen Rundfunks hatte Hecht-Galinski eingeladen, um über Israels 60. Geburtstag zu sprechen und Broder stellte daraufhin die Zuverlässigkeit von Hecht-Galinskis Aussagen als Israel-Expertin in Frage, da sie in der Vergangenheit schon die israelische Regierung mit Nazi-Deutschland verglichen hat.

Obwohl sich Hecht-Galinski nicht rechtlich gegen seine Charakterisierung zur Wehr setzte, möchte sie das Broder’sche, antisemitische Etikett gern wieder offiziell von sich entfernt haben. Anschließend folgten einige Nebengefechte.

Broder äußerte gegenüber der Jerusalem Post er sei dagegen,

„Antisemiten zu erlauben, entscheiden zu können, was Antisemitismus ist. Das wäre wie, wenn Pädophilie entscheiden könnten, was echte Kinderliebe ist.“

Nach einer Anhörung am Mittwoch in Köln sagte Broders Anwalt, Nathan Gelbart, gegenüber der Post, die regionalen Gerichte würden am 3. September über eine einstweilige Verfügung entscheiden. Er betonte, dem Gericht wäre nicht bewusst gewesen, wie weitgehend Hecht-Galinskis anti-israelischen Tiraden waren.

Hecht-Galinski hatte frisch fröhlich Parallelen zwischen israelischer Politik und Nazismus gezogen und wütete mit Vorliebe gegen die sogenannte „weltweite Israel-Lobby“, die angeblich darauf abzielt, jegliche Kritik am jüdischen Staat zu verhindern. Ein klarer Sieg nach Punkten für Broder, der dazu meinte:

„Es gibt Krankenpfleger, die ihre Patienten töten, Anwälte, die Versicherungsbetrug begehen. Warum kann es daher keine Juden geben, die Antisemiten sind?“

Die zweite Kampf-Runde wird sich innerhalb der deutschen Gesellschaft abspielen. Hecht-Galinskis Vater, Heinz Galinski, überlebte Auschwitz und war Vorsitzender der ersten deutschen Berliner jüdischen Gemeinde nach dem Holocaust. Er war ebenfalls Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Einige der Hecht-Galinski-Kritiker sagen, sie missbrauche bewusst das Format ihres verstorbenen Vaters als geschätzte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, um ihre Anti-Israel-Kampagne zu betreiben, indem sie stets betont, die Tochter von Heinz Galinski zu sein, während sie mal eben das Warschauer Ghetto mit den Zuständen in Ramallah vergleicht.

Antisemitisch findet solche Aussagen auch Professor Alvin Rosenfeld, Leiter des Jewish Studies Programms an der Universität von Indiana, der einer der führenden Experten auf dem Gebiet des jüdischen Antizionismus ist. Er meint:

„Jeder, der Israel über den Nazi-Kamm schert, indem er obszöne Analogien zwischen der israelischen Politik im Westjordanland und dem Warschauer Ghetto zieht, wandert in sehr fragliches Gebiet und ist völlig legitimerweise harter Kritik ausgesetzt.“

Hecht-Galinski selbst sieht das lieber so rum, als wäre sie das Broder-Opfer, und man würde in Deutschland versuchen, jegliche Kritik an Israel zu verhindern – etwas, das ganz offensichtlich nicht stimmt, wenn man sich die deutsche Medienlandschaft so anschaut. Zuweit gegangen ist Hecht-Galinski sogar für den ZdJ, den sie als „Sprachrohr der israelischen Regierung in Deutschland“ bezeichnet.

In einer E-Mail an die Post schrieb der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer:

„Ich teile Henryk M. Broders Sicht. Es ist ein seltenes Phänomen, sogar [in Deutschland ] Juden zu finden, die sich in antisemitischer und antizionistischer Art und Weise ausdrücken, und Frau Hecht-Galinski ist eine ihrer führenden Vertreterinnen; sie versucht offensichtlich, durch antisemitische und antizionistische Aussagen mit ihrem Selbst-Hass fertig zu werden. Der Zentralrat wird Henryk Broder in diesem Prozess unterstützen, wenn Frau Hecht-Galinski der Meinung ist, dieses Problem vor Gericht lösen zu müssen.“

Der „moderne Antisemit glaubt nicht an die Protokolle der Weisen von Zion“, stattdessen fantasiert er über eine sogenannte „Israel-Lobby“, welche die amerikanische Außenpolitik kontrolliert, meint Broder. Von dieser Sorte gibt es allerdings in Deutschland viele und die meisten davon sind ganz und gar nicht koscher.




Lustig ist das Koranschulleben…


Und wieder einmal dient sich ein westliches Medium bereitwillig islamischen Interessen an. Die Presse berichtet begeistert über ein Sommercamp im Islamischen Zentrum Wien. So, wie es Kinder gibt, die in den Ferien spielen und herumtoben, lernen andere halt, den Koran zu rezitieren und statt fröhlicher Kinderlieder Koransuren zu singen. Alles ganz prima, alles ganz normal.

Der islamische Gruß, der sitzt schon. „As-salamu aleikum“, ruft lautstark ein vielstimmiger Chor aus elf Kindern. Und wie grüßt man richtig zurück? Auch das wissen sie: „Wa aleikum as-salam.“

Ansonsten – seufz – haben die Lehrer dieselben Probleme mit den kleinen Rackern wie andere Lehrer auch. Da ist es doch ganz gut, dass der Nachwuchs Respekt und höfliches Benehmen lernt, Dinge, die man sonst traditionell ablehnt. Auch dass die Mädchen in die Rolle der künftigen Hausfrau gedrängt werden, findet keine kritischen Widerworte.

Überhaupt sucht man kritische Distanz in dem Beitrag vergeblich. Selbst die fundamentalistischen Lehrer und die wahabitische Ausrichtung des Islam, anschaulich praktiziert in Saudi-Arabien, wo Dieben die Hand abgehackt wird und Vergewaltigungsopfer ausgepeitscht werden, löst nicht mal Stirnrunzeln aus, wird im Gegenteil von Autorin Jutta Sommerbauer locker-flockig fast als „Beweis“ für die Absurdität gesunden Misstrauens angeführt.

„Koranschule“, das klinge für die Österreicher „gefährlich“, befürchtet ein Betreuer. „Als ob hier Terroristen ausgebildet würden“. Das nicht. Allerdings sind die Imame der Moschee auch nicht gerade für Liberalität bekannt: Sie vertreten die aus Saudi Arabien kommende wahabitische Ausrichtung des Islams.

So streng kann das aber alles nicht sein, hat doch der Lehrer sogar Schwierigkeiten, die Kinder zu bändigen.

Die Mädchen lernen „traditionell“ kochen und stricken, um als künftige Untertanen ihren Besitzern fehlerfrei zu Diensten zu sen. Verhüllt wird ab Geschlechtsreife, das ist eben so und manche geben sich sogar körperbetont unter dem Kopftuch. Die Presse vergaß zu erwähnen, dass das im wahabitischen Stammland wohl die Todesstrafe für das unzüchtige Luder nach sich ziehen würde.

» chefredaktion@diepresse.com

(Spürnasen: Ludwig St. und Juris P.)