Magdi AllamDer zum Christentum konvertierte stellvertretende Chefredakteur des „Corriere della Sera“, Magdi Allam (wir berichteten), hat in einem bewegenden offenen Brief an seinen Chefredakteur den schönsten Tag in seinem Leben beschrieben.

Die WELT hat den Brief übersetzt:

Sehr geehrter Herr Chefredakteur,

was ich Ihnen nun berichte, betrifft eine persönliche Entscheidung für meinen Glauben und mein Leben, die in keiner Hinsicht den „Corriere della Sera“ berühren soll, bei dem es mir eine Ehre ist, seit 2003 die Position des stellvertretenden Chefredakteurs innezuhaben. Ich schreibe Ihnen über ein Ereignis, dessen Protagonist ich als privater Bürger bin. Gestern Abend bin ich zum christlichen katholischen Glauben übergetreten und habe meinen bisherigen islamischen Glauben abgelegt. So hat, Gott sei Dank, eine lange Zeit des Bedenkens zu einem guten Ende geführt, eine Zeit, die ich mit Freude und Leiden erlebt habe, zwischen intimer und tiefer Reflektion und bewusster und deutlicher Äußerung. Besonders dankbar bin ich Papst Benedikt XVI., der mir die Sakramente erteilt hat, um Christ zu werden, Taufe, Firmung und Eucharistie, im Petersdom während der Ostermesse. Ich habe den schlichtesten und vielsagendsten Namen angenommen, den ein Christ haben kann: Cristiano.

Seit gestern heiße ich also „Magdi Cristiano Allam“. Für mich ist es der schönste Tag meines Lebens. Das Geschenk des Glaubens anzunehmen aus der Hand des Heiligen Vaters, im Gedanken an die Auferstehung Christi, ist für einen Gläubigen ein unvergleichliches und kaum einzuschätzendes Privileg. In den nunmehr fast 56 Jahren meines bescheidenen Lebens ist es ein historisches Ereignis, außergewöhnlich und unvergesslich, eine radikale und entschiedene Abkehr von der Vergangenheit. Das Wunder der Auferstehung Christi hat sich in meiner Seele widergespiegelt. Es hat sie befreit von dem Dunkel einer Predigt des Hasses und der Intoleranz gegenüber dem „Anderen“, die unkritisch jenen „Feind“ verurteilt. Das Wunder der Auferstehung hat mich zur Liebe und dem Respekt gegenüber dem „Nächsten“ geführt, der immer auch „Person“ ist. So hat sich mein Geist befreit vom Dunkel einer Ideologie, die Lüge und Heuchelei legitimiert, den gewaltsamen Tod, der zu Mord und Selbstmord verführt, die blinde Unterwerfung und die Tyrannei, und ich konnte der authentischen Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit beitreten. An meinem ersten Ostern als Christ habe ich nicht nur Jesus Christus entdeckt, ich habe zum ersten Mal den wahren und einzigen Gott entdeckt, den Gott des Glaubens und der Vernunft.

Meine Konversion zum Katholizismus ist die Landung nach einer schrittweisen und profunden Meditation, der ich mich nicht entziehen konnte angesichts der Tatsache, dass ich seit fünf Jahren ein abgeschottetes Leben führe. Ich lebe mit ständiger Überwachung in meinem Haus und einer Eskorte von Carabinieri, die mich begleitet, sobald ich die Haustür verlasse. Grund sind die Drohungen und Todesurteile, die Extremisten und islamistische Terroristen in Italien und aus dem Ausland über mich verhängt haben. Ich musste mich mit jenen befassen, die öffentlich Fatwas gegen mich ausgesprochen haben, mit einer juristischen Rechtsprechung des Islam, die mich denunzierte, mich, der ich Moslem war, als „Feind des Islam“ bezeichnete, als „Heuchler, weil er ein koptischer Christ ist, der vorgibt, ein Moslem zu sein, um den Islam zu beschädigen“ – auf solche Art wurden meine Todesurteile legitimiert. Ich habe mich gefragt, wie es möglich sein kann, dass jemand, der sich wie ich überzeugt und unermüdlich für einen „moderaten Islam“ eingesetzt hat, der es dafür auf sich nahm, sich persönlich der Denunzierung auszusetzen, dass jemand wie ich dafür zum Tode verurteilt werden kann im Namen des Islam und auf der Basis eine Legitimation durch den Koran. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass, jenseits des Umstandes, dass weltweit Extremisten und islamische Terroristen Oberhand gewinnen, die Wurzel des Übels in einem Islam verwurzelt ist, der physisch zerstörerisch und historisch konfliktbeladen ist.

Gleichzeitig hat mich das Schicksal auf Menschen treffen lassen, praktizierende Katholiken, die, mit der Kraft ihres Bekenntnisses und ihrer Freundschaft, mir mehr und mehr Bezugspunkt einer sicheren Wahrheit und zuverlässiger Werte wurden. … Ohne Zweifel die wichtigste Begegnung für meine Entscheidung war das Treffen mit Papst Benedikt XVI., den ich schon als Moslem bewundert und verteidigt habe für sein Geschick, ein unauflösbares Band zwischen Glauben und Vernunft zu knüpfen als Fundament einer authentischen Religion der menschlichen Gesellschaft. Und dem ich als Christ folge, um mich für die Mission zu inspirieren, die Gott mir auferlegt hat

Sehr geehrter Herr Chefredakteur, Sie haben mich gefragt, ob ich nicht um mein Leben fürchte in dem Bewusstsein, dass der Übertritt zum christlichen Glauben mir mit Sicherheit eine erneute, wahrscheinlich noch heftigere Todesdrohung wegen des Abfalls vom Glauben einbringen wird. Sie haben absolut recht. Ich weiß, gegen was ich antrete, aber ich erwarte mein Schicksal erhobenen Hauptes, mit geradem Rücken und mit der inneren Zuversicht dessen, der die Sicherheit des eigenen Glaubens hat. Dessen bin ich mir einmal mehr sicher nach der historischen und couragierten Geste des Papstes, der seit dem ersten Moment, als er von meinem Wunsch hörte, sofort einwilligte, mir persönlich die Sakramente des Glaubens zu spenden. Seine Heiligkeit hat einer Kirche ein explizites und revolutionäres Zeichen gesetzt, die dem Übertritt von Muslimen bisher noch zu zögerlich gegenübersteht, die sich der Missionierung in Ländern mit muslimischer Mehrheit enthält und über die Realität von Konvertiten in christlichen Ländern schweigt. Aus Angst. Aus Angst, die Konvertiten nicht schützen zu können vor den Todesurteilen und der Angst vor Repressionen gegenüber den christlichen Bewohnern muslimischer Länder. Und nun also die Aussage von Papst Benedikt XVI. heute, der sagt, wer die Angst besiegen wollte, dürfe nicht die geringste Furcht haben, die Wahrheit von Jesus auch gegenüber Muslimen zu bekräftigen.

Wenn es nach mir geht, ist es Zeit, der Willkür und der Gewalt der Muslime ein Ende zu setzen, die die Freiheit des Glaubens nicht respektieren. In Italien leben Tausende Menschen, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind, in Frieden. Aber es gibt auch Tausende, die ihre neuen, christlichen Glauben verheimlichen müssen aus Angst, von islamischen Extremisten getötet zu werden, die sich unter ihnen einnisten. Von solchen „Fällen“ handelte mein erster Artikel für den „Corriere della Sera“ am 3. September 2003. Die Überschrift lautete: „Die neuen Katakomben der islamischen Konvertiten.“ Es war eine Umfrage unter Neuchristen, die sich in Italien spirituell wie menschlich alleingelassen fühlten von staatlichen Institutionen, die ihnen keine Sicherheit boten, und der Kirche, die dazu schwieg. So erhoffe ich mir, dass das historische Zeichen des Papstes und mein Bekenntnis jetzt zu der Überzeugung führen, dass der Moment gekommen ist, aus dem Dunkel der Katakomben zu treten und öffentlich den Wunsch zu bekennen, vollständig man selbst zu sein. Wenn wir hier in Italien nicht in der Lage sind, hier, in der Wiege des Katholizismus, bei uns zu Hause, allen die volle Religionsfreiheit zu garantieren, wie werden wir je glaubwürdig sein, wenn wir die Verletzung eben jener Freiheit anderswo in der Welt anprangern? Ich bete zu Gott, dass dieses besondere Ostern all jenen Gläubigen Christen die Auferstehung des Geistes schenke, die bis heute durch die Angst unterdrückt sind.

» WELT: Am Ende einer langen Suche

(Spürnase: Gegen den Strom)

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40 KOMMENTARE

  1. Das Wunder der Auferstehung Christi hat sich in meiner Seele widergespiegelt. Es hat sie befreit von dem Dunkel einer Predigt des Hasses und der Intoleranz gegenüber dem “Anderen”, die unkritisch jenen “Feind” verurteilt. Das Wunder der Auferstehung hat mich zur Liebe und dem Respekt gegenüber dem “Nächsten” geführt, der immer auch “Person” ist. So hat sich mein Geist befreit vom Dunkel einer Ideologie, die Lüge und Heuchelei legitimiert, den gewaltsamen Tod, der zu Mord und Selbstmord verführt, die blinde Unterwerfung und die Tyrannei, und ich konnte der authentischen Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit beitreten.

    !

    Bravo Cristiano!
    Bravo Benedetto!

  2. So, das machen wir dann noch ungefähr 1 milliarden mal, dann ham wir Sie bald Alle, armer Benedikt, dann hat der ja einiges zu tun.

  3. Der Artikel ist angenehm bewegend. Ich wünsche Herrn Allam viel Erfolg und vertraue darauf, dass auch hierzulande immer mehr Menschen für die Freiheit und Wahrheit eintreten, ihre Stimme erheben werden.
    Danke PI!

  4. Meinen tiefen Respekt und beste Wünsche für ein langes Leben. Möge Christiano irgendwann ohne Angst und in Frieden leben können. Ein Beispiel von Mut und Glauben in einer gefährlichen Welt.

  5. Ein schöner Brief! Ein Hoffnungsstrahl! Sich öffentlich abzuwenden von einem Monster, was sich selbst „Religion des Friedens“ nennt, ist der erste Schritt in die Freiheit.

    Alles, wirklich alles auszusprechen ist der erste Schritt zur Befreiung der Welt von einem Übel, was niemals hätte so groß werden können, hätten in der Vergangenheit nur alle 10 Jahre einige wenige Menschen den Mut gezeigt, den Herr Allam hier bewiesen hat.

    Herzlichen Glückwunsch an Herrn Allam zu seinem neuen Leben. Möge es ihm lange und aufrecht möglich sein, diesen Schritt als Schritt in die Freiheit zu erinnern.

    Und herzlichen Dank an den Papst für diese öffentlich gezeigte Fürsorge. Möge er noch lange sein gutes Werk tun können.

  6. OT

    Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik Sektion Rendsburg hat heute um 19 Uhr einen Referenten im Pelli-Hof, Rendsburg zum Thema Islamismus.

  7. Hoffentlich kann er sich noch LANGE an diesem Tag erfreuen und muss sich nicht aus diesem Grunde die Radieschen von unten anschauen !!!!

    Gratuliere zu dieser Courage.

  8. Obwohl ich überzeugt atheistisch bin, zolle ich diesem Mann meinen Respekt und meine Bewunderung.
    Bravo Cristiano Allam

    Möge der Islam eines Tages Vergangenheit sein

  9. Ich wünsche Herrn Allam von Herzen alles Gute für sein neues Leben.

    Das Menschen wie er in Europa nicht in Frieden und ohne ständige Angst leben können, ist ein untragberer Zustand für unser freies Europa.

    Gott schütze Magdi Cristiano Allam vor fanatisierten, feigen, muslimischen Mördern!

  10. Laut meiner Mutter, habe ich bei meiner
    Taufe geweint und mir in die Windel gemacht.
    Es folgten glücklicherweise noch bessere
    Tage in meinem Leben.

  11. Magdi Allam: “Der schönste Tag meines Lebens”

    Wundervoller Beitrag. Möge es allen Moslems eines Tages gelingen, dieses unermeßliche Glück der Begegnung und Gemeinschaft mit Jesus Christus zu erfahren.

  12. Halleluja!

    Ich bin zwar selbst nicht sehr gläubig, aber den Lobpreis will ich hier nicht versagen.
    🙂

    Ein paar wertvolle Empfehlungen will ich noch geben. Seiten auf die ich neulich gestoßen bin; von einem arabischen Christen, der Koran und Hadithen unter die Lupe nimmt und meisterhaft kritisiert. (v.a. anhand der arabischen Originaltexte, die Muslime so gerne verbergen):

    1.
    Hier der Youtube-Account von „InvestigateIslam“:
    http://www.youtube.com/user/investigateislam

    1.a
    darin zB.:
    „you Just Made Funn Of your Prophet Great Job“
    http://www.youtube.com/watch?v=UbI4u-rOWEo&feature=related

    1.b
    sehr schön auch dieses Video:
    „allah will give muslim men 72 women or men for sex?“
    http://www.youtube.com/watch?v=qoUiL6NZ0jQ
    Man kann hier sehr gut sehen, wie man mit einen Muslim diskutieren muss, und auch, warum das so schwierig ist. (Verschleierungstaktik)
    Zum schreien komisches Video, v.a. gegen Ende.
    Dort Verweis auf Sure 55 Vers 74:
    “Whom no man or Jinn before them has touched”

    1.c
    Hintergründe zu den 72 Jungfrauen (hier endlich einmal aufgeschlüsselt):
    „allah promise’s to keep them virgin & your penis hard“
    http://www.youtube.com/watch?v=qWM3OqKhLm0&feature=related
    (insbes. bezogen auf den beliebten Korankommentar von Ibn Kathir)

    2.
    „InvestigateIslam“ betreibt ebenfalls die Webseiten:
    http://www.investigateislam.com/english/

    und

    3.
    http://www.muhammadtube.com/
    (ist im Augenblick nicht erreichbar, vor ein paar Stunden war sie es noch – hoffentlich ist die Seite nicht der Zensur zum Opfer gefallen.

    Top-Tipps sind die Videos 1.b und 1.c.
    Sollte man sich nicht entgehen lassen.

    gruß
    Roger

  13. Wären die Massen von Musels nicht hier, müßte auch niemand Angst haben!
    Mein Respekt geht an Cristiano Allam!

  14. Hier in PI wird ja immer darüber lamentiert, daß man „gegen die islamische Eroberung“ des Westens nichts machen könne – außer man wäre zur totalen Gewalt bereit.

    Daß es dennoch Alternativen geben könnte, ist einem selbst in einem absolut reduzierten Rationalismus gefangenen, sich irrtümlich für „aufgeklärt“ haltenden westlichen Publikum kaum mehr vermittelbar.

    Daß gerade die sogenannte „säkulare“ Islamkritik in ihrer Einschätzung der Muslime völlig fehl geht, ist vor allem ihrem spirituellem Analphabetismus zu „verdanken“ –

    doch wenn „der Westen“ das Herz (und den Verstand) der meisten Muslime (zumindest im Westen) gewinnen wollte, dann müsste die Islamkritik die grundsätzliche spirituelle Grundgestimmtheit der meisten Muslime ernst nehmen, und mit ihnen auf gleicher Augenhöhe diskutieren können –

    nichts geht mehr fehl, als der Glaube, man könne mit Formen und Argumenten des nihilistischen Zynismus der Nach-Moderne die Mehrheit der Muslime ansprechen, um sie schließlich zur Abkehr vom Islam zu bewegen…

    Vielmehr müsste man ihnen überzeugend ein neues, alternatives spirituell be- und gegründetes Weltverständnis anbieten – deshalb bleiben (ohne Zweifel bewundernswerte, und intellektuell durchaus brilliante) Islamkritiker(innen) wie Ayan Hirsli, oder Ibn Warraq so isoliert in der muslimischen Welt.

    Der Islam ist in einer tiefen Krisis, er scheitert offensichtlich in einer sich insgesamt wandelnden, modernisierenden Welt – denn der Islam war schon immer, von Anfang an Protest gegen den gesellschaftlichen Wandel, der Sprengung der archaischen Stammesgesellschaft.

    Diese Zusammenhänge bisher am klarsten, umfassendsten verstanden und beleuchtet zu haben, ist das einsame Verdienst von „Spengler“ in der Asia Times – wo er ohne besondere Haß-Attacken, doch mit einer bewundernswerten Klarheit, und ohne Scheu, auch die unerfreulichsten Konsequenzen des westlichen Versagens gegenüber dem aggressiven Islam zu benennen, schon seit Jahren Dinge auf den Punkt bringt, die in der sonstigen Blogg-Szene nur langsam und allmählich begriffen werden….

    Der WIRKLICHE KAMPF mit und gegen den Islam muss ein GEISTIGER Kampf sein (der durchaus auch militärisch-gewaltsame Momente beinhalten darf), denn der Islam ist, trotz dem gerade hier immer wieder behaupteten, eben doch eine Religion, und kann deshalb nur mit RELIGIÖSEN Argumenten bezwungen werden….

    So wie einst die nach Westen vorstoßenden Barbarenhorden der Germanen, der Slawen, der Awaren und Ungarn in geduldiger mühevoller Arbeit der Konversion durch die Kirche der römisch-antiken Kultur und christlichen Ethik gewonnen wurden, so stünden auch wir einer neuen gewaltigen Aufgabe einer Christianisierung der neuen Barbaren gegenüber – wenn wir denn diese Aufgabe endlich begreifen würden….

    Und deshalb kommt dem winzigen SENFKORN der Taufe von Magdi Cristiano Allam eine Bedeutung zu, die langfristig nicht unterschätzt werden sollte…

    http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/JC26Aa01.html

  15. Ein wunderschöner Brief, ein Dokument, das sich die linken „Islam- ist- Frieden- und- nur- eine- orientalische- Variante- des- Christentums“-Heuchler über ihr Bett hängen sollten.
    Die Art und Weise, wie Muslime moderate Muslime beahndeln, zeigt doch, dass es den moderaten Islam nie geben wird. Das sind Wunschvorstellungen.

  16. @#21 molinocampo (26. Mrz 2008 12:28)

    Der WIRKLICHE KAMPF mit und gegen den Islam muss ein GEISTIGER Kampf sein (der durchaus auch militärisch-gewaltsame Momente beinhalten darf), denn der Islam ist, trotz dem gerade hier immer wieder behaupteten, eben doch eine Religion, und kann deshalb nur mit RELIGIÖSEN Argumenten bezwungen werden….

    So sehe ich das auch. Es ist auch interressant zu beobachten, wie viele der Menschen, die sich vom Islam lösen, eine hohe Bildung und/oder einen wachen Verstand besitzen.

    sapere aude

  17. #8 Bundeskanzlerin schrieb:

    OT: HIER hat jemand ein Pi-Worterbuch rausgebracht.Schaut mal vorbei…

    Ja, Sie nehme ich an.
    Mit Verlaub – nur soviel zur allgemeinen Nettikette:
    Es gilt als ausgesprochen unfein, in Blog- oder Forumkommentaren Werbung für eigene Websites zu machen.

  18. So sehr ich mich über die offenen Worte von Herrn Allam zur islamischen Intoleranz und strukturellen Gewaltbereitschaft freue, im Grunde muß sein offener Brief einen Aufschrei auslösen – der aber leider nicht kommen wird.

    Der Skandal ist doch, daß Muslime, die zum Christentum konvertieren Angst, haben und haben müssen. Und zwar nicht nur in Saudi-Arabien, sondern in Europa. Das sehr lesenswerte Buch „Feindbild Christentum im Islam“ von Ursula Spuler-Stegemann – kostenlos erhältlich über die Bundeszentrale für politische Bildung – erzählt u.a. von solchen Schicksalen.

    Im Grunde müßten die europäischen Staaten ein Konvertiten-Schutzprogramm auflegen, damit übergetretene Ex-Muslime wie Mafia-Aussteiger vor ihren verbrecherischen, vormaligen Spießgesellen geschützt werden können.

  19. Es ist schon irgendwie bezeichnend: jährlich wechseln allein in Deutschland tausende vom Christentum (OK, in vielen Fällen ist es nur ein Taufchristentum) zum Islam (auch in meinem Bekanntenkreis gibt es 2 Fälle) -und niemand verliert ein Wort darüber. Aber wenn es mal jemand umgekehrt macht, dann ist es ein seltener Fall, der entsprechend gefeiert wird.

  20. @KDL

    „Aber wenn es mal jemand umgekehrt macht, dann ist es ein seltener Fall, der entsprechend gefeiert wird.“

    Der Fall ist so selten nicht – nur wird er aus bekannten Gründen nicht an die „große Glocke“ gehängt – das Leben von Konvertiten ins Christentum ist zu gefährdet.

    Harlekin hat Recht: was wir brauchen ist ein Konvertitenschutzprogramm…

  21. @KD

    Ansonsten würde ich auch die Mehrzahl der Konvertiten-Muschis nicht zu bedeutsam ansetzen – es handelt sich in der Regel sowieso um Charaktere des Opportunismus, die glauben, noch rechtzeitig auf die Seite der „Stärkeren“ zu wechseln…. kein Zufall, daß unter den Konvertiten Frauen akademischen Hintergrunds dominieren – gibt es eine nichts-würdigere Lebenssituation als die von gescheiterten Akademiker(innen)??

    Noch vor eventuellen „richtig“-muslimischen Bevölkerungsgruppen würde ich liebend gerne diese Konvertiten-Muschis in die Herkunftsländer des Islam transportieren…. auf daß ihnen geschieht, was sie verdienen….

  22. Pathetisch. Ich verstehe nicht, weshalb ich den Segen irgendeines Menschen (dazu gehört auch der Pabst) benötige, um zu glauben, was ich glauben möchte. Der Glaube spielt sich im Kopf ab.
    ich halte diesen Rummel für absolut kontraproduktiv. Feiern wir demnächst Christen, die zum Islam konvertieren, Italiener, die deutsche Staatsbürger werden? Opelfahrer die auf Fiat umsteigen?

  23. Lieber Christiano,

    ich wünsche dir viel Gutes in deinem neuen guten Leben als Christ und hoffe das du durch deine Tat viele Moslems aufgeweckt hast, dass es wirklich möglich ist vom Islam abzukommen und zu einer anderen Religion (Muss ja nicht das Christentum sein, Hauptsache kein Islam mehr) zu konvertieren.
    Wie #3 es schon sagte:
    Noch etwa eine Milliarden mal und wir habens geschafft!
    MfG

    Lt.Col.

  24. Der hat jedenfalls Mut, mehr als alle Polithanseln in Berlin zusammen. Denn eins ist sicher, er hat jetzt jede Menge Feinde.

  25. #26 KDL

    (OK, in vielen Fällen ist es nur ein Taufchristentum) zum Islam (auch in meinem Bekanntenkreis gibt es 2 Fälle)“

    Das waren doch sicher naive Frauen die einen Moslem geheiratet haben, naja, spätestens nach der Scheidung war es das mit Muslima.

  26. #30 abusum

    Sehe ich ähnlich. Das ist für mich derselbe Eroberungsgeist wie im Islam. Zahlenvergleiche sind eh für den Hintern, weil 95% der Christen und Muslime, die sich so nennen, keine sind.

    Und wenn ich schon lese „Konversion zum Katholizismus“… Kann er auch seine Rituale durchführen und seine äußerlichen Vorschriften befolgen. Religionen sind allesamt M… und etwas ganz anderes als biblischer Glaube.

    Zumindest besser als Islam…

  27. #35 BePe

    Sei froh, dass es so ist, und es ist so.

    Wieviele von den Mio. „Moslems“ in Deutschland tun, was im Koran BEFOHLEN wird? Dass man es gutheißt, wenn andere es tun, macht einen noch nicht zum Moslem. Oder wäre Christus zufrieden, wenn man ihm gesagt hätte „Weißt du, für mich ist das nix, aber was du machst, find ich gut“?

    Bedenklich für Rechtsstaat und Humanität ist es allemal.

    Grade gestern gab es mal wieder einen Artikel bei SPON über prominente „Muslime“ in Deutschland. Find ich immer wieder lustig, was uns da für Leute präsentiert werden. DAS sind keine Muslime (auch wenn sie sich für welche halten), und eben deshalb sind sie vorbildlich integriert. Immer ganz amüsant, diese „Muslima“ mit sexy Klamotten im Showbusiness, 12 Beziehungen in 2 Jahren, 2 Kindern von 2 Männern, ab und zu wegen Alk in den Schlagzeilen und noch nie einen Blick in den Koran geworfen, oder auch die selbstbewussten Karrierefrauen, 2x geschieden usw., aber „Muslima“… Alles ein Hauch Tradition aus dem Elternhaus, auf den man stolz ist, mehr nicht. Zum Glück.

  28. Wenn wir wieder einmal nach einem der vielen Anlässe einen Hass bekommen auf „die Moslems“, sollten wir uns Cristianos Brief zu Gemüte führen. Er hat auch mich sehr berührt. Der Mensch hat immer auch das Potenzial zum Guten. Wir sollten nicht aufhören zu hoffen. Außerdem ist zu betonen, dass wir als Christen eine eindeutige Mission haben!

  29. #30 abusum (13:51) schrieb zur Taufe:
    „Ich verstehe nicht, weshalb ich den Segen irgendeines Menschen (dazu gehört auch der Pabst) benötige, um zu glauben, was ich glauben möchte. Der Glaube spielt sich im Kopf ab.“

    Es geht bei der Taufe nach christ-katholischer Auffassung darum, daß durch ein wirksames Sakrament ein ererbter Defekt beseitigt wird, nämlich die (durch den Sündenfall Adams und Evas bewirkte) Reduktion des Menschen auf seine geschaffene Natur.

    Die Taufe stattet den Menschen (wieder) mit der heiligmachenden Gnade aus, die ihn in die Lage versetzt, sein Leben so zu führen, daß er zu der von ihm ersehnten Erlösung gelangt. (Wird der Getaufte daran gehindert durch frühen Tod, macht dies die Taufe nicht ungültig: Daher die Kindertaufe.)

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